Kategorie: Aktueller Artikel

Der grüne Supercomputer kommt

2030 könnten 13 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs durch Rechenzentren verursacht werden. In Frankfurt, dem globalen Netzknoten, schlucken Rechenzentren bereits heute 20 Prozent des lokalen Stroms. Daran wird deutlich: Ein Wandel zur Green Economy wird ohne immer energieeffizientere Großrechenzentren kaum gelingen. Eine Lösung für diese globale Herausforderung kommt aus Hessen von der Goethe-Universität und dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung.

Für das bereits vielfach mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnete visionäre Gesamtkonzept einer energieeffizienten Kühlstruktur von Großrechenzentren wurde kürzlich ein europäisches Patent erteilt. Dieses ermöglicht die globale Vermarktung der von Prof. Dr. Volker Lindenstruth von der Goethe-Universität und dem GSI Helmholtzzentrum sowie Alexander Hauser von e3c entwickelten, wegweisenden Technologie „made in Hessen“. Damit können Großrechenzentren und kommerzielle IT-Systeme im Vergleich zu herkömmlichen Rechenzentren mit einem bis zu 50 Prozent geringeren Primärenergieaufwand betrieben werden. Eine der wichtigsten Rechenzentren, der Green IT Cube, wurde vom GSI Helmholtzzentrum in Darmstadt realisiert.

Informationen: Goethe-Universität

Symbolbild: Weissblick

Thema „Selbstmarketing“ bei FEMALE FUTURE Riedberg

Gute Ausbildung, gute Arbeit, guter Job. So einfach ist das nicht. „In unserer Gesellschaft wird es immer wichtiger, sich selbst positiv darzustellen und sozusagen Marketing in eigener Sache zu betreiben“, erklärt Wirtschaftspsychologin Brigitta Honecker, die am Montag im Rahmen von FEMALE FUTURE Riedberg einen Info- und Gesprächsabend anbietet. Das Thema betrifft Angestellte und Selbstständige gleichermaßen – und Frauen ganz besonders. Vor allem, wenn sie nach der Elternzeit Mut zum Wiedereinstieg fassen wollen und sich selbst mehr in Frage stellen, als ihre Kenntnisse und individuellen Fähigkeiten in den Vordergrund zu rücken. In der täglichen Arbeit geht es später auch darum, „dass man zeigt, was man kann, darüber spricht und sich aktiv zu Wort meldet“. 

Bei Unternehmern und Start-Ups kommen noch Aspekte wie die Schaffung einer Marke und die Markenpräsentation hinzu. Im Kern, so Honecker, sei aber am wichtigsten, sich positiv darzustellen, von Kleidung bis zu Wort und Schrift, und dabei authentisch zu bleiben. „Gutes Selbstmarketing hat nichts Künstliches.“ Das werde oft missverstanden. Wer langfristig erfolgreich sein will, „muss authentisch sein“. 

SELBSTMARKETING – Tipps für Angestellte und Selbstständige mit Wirtschaftspsychologin Brigitta Honecker am Montag, 10. Februar 2020, um 19 Uhr im Familienzentrum Billabong, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b. Der Eintritt ist kostenlos.

Brigitta Honecker hat lange Jahre als Personalentwicklerin bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gearbeitet. Sie wohnt am Riedberg und berät als Coach für Unternehmen und Privatpersonen. Bei der Vorbereitung für FEMALE FUTURE betont sie: „Selbstmarketing ist ein Prozess. Das klappt nicht von heute auf morgen.“ Sie weiß aber auch, wie wichtig ist, „Schritt für Schritt vorwärts zu gehen“. Wie das klappt, möchte sie am nächsten Montag erklären.

Die Wirtschaftspsychologin Brigitta Honecker berät als Coach Unternehmen und Privatpersonen    Foto: privat

FEMALE FUTURE Riedberg goes 2020!

Job, Karriere, Familie oder Wiedereinstieg in den Beruf – was will ich und wie kann ich meinen Weg finden? Von Agilem Arbeiten bis zur Altersvorsorge, von Tipps für Bewerbungsgespräche bis zum Businessplan – all das sind Themen der Weiterbildungs-Initiative FEMALE FUTURE Riedberg, die das Stadtteilmagazin MAINRiedberg und das Familienzentrum Billabong im vergangenen Jahr gemeinsam gestartet haben. Die Treffen finden jeweils am zweiten Montag eines Monats im Café Billabong statt. Die Teilnahme ist kostenlos, jeder ist willkommen. Stets sind Expertinnen zu Gast, die bei einem kurzen Vortrag und in lockerer Runde ihr Wissen weitergeben und für Fragen zur Verfügung stehen.

Die nächsten Termine:

  • 9.03.2020: Selbstführung und Selbstreflexion durch Tanzimprovisation mit Sandra Klee
  • 13.04.2020 Ostermontag – entfällt, eventuell Verlegung auf anderen Tag im April
  • 11.05.2020 Alles rund um den Datenschutz mit Claudia Tascher

Weitere informationen unter www.main-riedberg.de sowie www.billabong-family.de

Foto: Brooke Lark on Unsplash / Logo MAINRiedberg

SC Riedberg: Neue Turnhalle, neuer Vorstand und offene Fragen

Der SC Riedberg ist inzwischen der größte Fußballverein Hessens, die Nummer vier in der Stadt im Basketball und hat unter anderem noch eine boomende Rugby-Sparte. Auf der Mitgliederversammlung am Montag wurden die neuen Zahlen und Pläne für eine Turnhalle am Sportplatz vorgestellt. Aufgrund von Rücktritten musste zudem der Vorstand neu gewählt werden. Neuer Vorsitzender ist Axel Leonhardt, bisher Spartenleiter Golf. Leonhardt ist Bankangestellter und Stadtverordneter, zog 2016 für die von Ex-AfD-Sprecher Bernd Lucke gegründete „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ in den Römer ein.

Am Anfang standen am Montag Ehrungen und die positiven Entwicklungen im Vordergrund, während es später noch eine turbulente und emotionsgeladene Mitgliederversammlung werden sollte. Der erst 2011 gegründete Verein hat heute mehr als 1300 Mitglieder. „Wir sind fast ein kleines Wirtschaftsunternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 200.000 Euro. Das findet nicht von heute auf morgen statt“, sagt der langjährige Schatzmeister Pedro Ferreira nicht ohne Stolz.

Der Verein erlebt einen „absoluten Run“ auf seine Angebote, hat in der größten Sparte, im Fußball, allein sieben G-Jugend-Mannschaften, hätte immer noch Bedarf an weiteren Trainern und Ehrenamtlichen – stößt aber an der Sportanlage in der Altenhöferallee und in puncto Hallenkapazitäten an die Grenzen. 

Die neue Turnhalle

Was die Trainingsmöglichkeiten betrifft, ist der Appell direkt an die Stadt gerichtet. Die hat bereits zugesagt, den SCR bei seinem wohl wichtigsten Vorhaben seit der Vereinsgründung zu unterstützen: Dem Bau einer kleinen Turnhalle auf dem Vereinsgelände, mit rund 170 Quadratmeter Sportfläche, zwei Umkleiden nebst Duschen und Sanitäranlagen und einem Raum für Übungsleiter und Lehrer. Diese Halle kann dann für Sportarten von Turnen, über Tischtennis bis Tai Chi genutzt werden, ist für Ballsportarten mit größeren Gruppenstärken aber nicht geeignet.

In einer Stellungnahme des Magistrats von September 2019 heißt es: „Der Verein hat dieser Tage die Baugenehmigung zum Bau einer Einfeld-Turnhalle gestellt und hat seine Bereitschaft erklärt, bei der Nutzung der Sporthalle mit Schulen und anderen Vereinen zu kooperieren.“ Nicht zuletzt deshalb fördert die Stadt das Bauvorhaben, während „der Verein den Großteil der Finanzierung des Projektes selbst trägt“.

Der Kostenplan, den Noch-Schatzmeister Pedro Ferreira vorstellte, sieht rund 700.000 Euro für Bau und Erschließung vor, davon 55.000 Euro für die Planung. Finanziert werden soll der Anteil des Vereins hauptsächlich über zweckgebundene Rücklagen. Außerdem will man möglichst bald noch Containermodule für die Bewirtung am Sportplatz und für Stauraum aufstellen, Details müssen noch mit den Planern und der Stadt abgestimmt werden.  

Eine Wahl ohne Kandidaten, Rechtsstreitigkeiten und Sorge ums Image

„Das Ding steht auf stabilen Füßen“, wie Frank Weisske, vier Jahre lang 1. Vorsitzender des SCR, betonte. Was seinen Rücktritt und die Rücktritts-Ankündigung von Schatzmeister Pedro Ferreira betrifft, ist mehrmals von „Werten“ und dem Umgang miteinander die Rede. „Es gibt auch Dinge, die die rote Linie in einem Verein überschreiten“, so Weisske. Konkret betreffe das Streitigkeiten mit einem Spartenleiter, wo es um rechtlich relevante Vorwürfe gegen die Vorsitzenden ging. Dann den Disput um die Veränderung und künftige Verwendung des Vereins-Logos. Sowie um den persönlichen Konflikt mit dem Vereinsgründer und langjährigen Vorsitzenden.

Das war wiederholt Thema in der Mitgliederversammlung, wobei Ton und Inhalt der Debatte zunehmend rauer wurden. Letztlich gipfelte das in einem Eilantrag auf Vereinsausschluss des Ex-Vorsitzenden. Der wurde aufgrund von Formalitäten vertagt, fand aber grundsätzlich Zustimmung unter den 57 anwesenden Vereinsmitgliedern. „Unwürdig“ nannten das andere später. Einzelne Mitglieder fürchten auch „um das Image des Vereins in der Öffentlichkeit“. 

Außerdem sollte ein neuer Vorstand bestimmt werden. Kandidaten gab es vorab nicht und diejenigen, die spontan gefragt wurden, lehnten ab. Überwiegend aus Zeit- und beruflichen Gründen. Schließlich wurde Axel Leonhardt vorgeschlagen, der als Spartenleiter Golf mit auf dem Podium saß. Leonhardt stimmte – nach kurzer Rücksprache mit seiner Frau – zu und erhielt nach der Wahl großen Applaus.

Mangels Kandidaten sollen nun der zweite Vorsitzende sowie der neue Schatzmeister des SC Riedberg in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Sommer gewählt werden. Bis dahin fungiert Pedro Ferreira weiter als Schatzmeister und Axel Leonhardt als neuer 1. Vorsitzender.

Text: Claudia Detsch

Foto oben: Sandro Schuh on Unsplash

Neuer Frühjahrsmarkt für Kreative

Bald wird es einen neuen Termin im Riedberg-Kalender geben, den sich alle Freunde von kreativen Ideen, Kunst und Handwerk unbedingt notieren sollten: Am 29. März 2020 lädt das Familienzentrum Billabong zum ersten Mal zu einem Frühjahrsmarkt mit zahlreichen Ständen, Aktionen für Kinder, natürlich Essen und Trinken und einem „Escape Room“.

Das große Sommerfest und der Weihnachtsmarkt am Riedbergplatz sind nun schon seit Langem ein fester Bestandteil des Stadtteils. „Um auch dem Frühling und dem Herbst einen Markt zu widmen, haben wir uns überlegt, hier den Riedberg weiter zu beleben“, erklärt Harriet Papastefanou, die das neue Billabong-Projekt koordiniert.

Da Selbstgemachtes nicht nur im Zuge der Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, „finden wir, dass Selbstgestaltetes und Kreativität eine weitere Plattform verdienen“. Diese will Billabong nun mit einem Frühjahrs- und Herbstmarkt bieten.

Es wird Schmuck, selbstgemachte Taschen, Baby- und Kinderkleidung, Alltagshelfer, Naturkosmetik, Bilder und vieles mehr geben. Ein Drechsler wird vor Ort mit seiner Drechselbank sein Können unter Beweis stellen. Auch Aktionen für Kinder sind geplant, wie Ostereiermalen, Glitzertattoos oder Kinderschminken. Außerdem wird das Familienzentrum sein beliebtes Tauschlädchen an diesem Tag von 13 bis 16 Uhr öffnen. Als zusätzliches Highlight wird im Familienzentrum erstmalig ein Escape Room aufgebaut, den es im Team zu „knacken“ gilt.

Für das leibliche Wohl wird gesorgt. Außer den berühmten “Billabong-Waffeln“ können die Besucherinnen und Besucher im Café auch Herzhaftes, Erfrischungsgetränke und Kaffeespezialitäten genießen.

Der erste Billabong Frühjahrsmarkt findet am 29.3.2020 von 11 bis 16 Uhr in den Räumen des Familienzentrums in der Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b, Frankfurt-Riedberg, statt.

Weitere informationen unter www.billabong-family.de

Fotos: Billabong Family

Das gemeinnützige Familienzentrum Billabong veranstaltet in diesem Jahr zum ersten Mal einen Frühjahrsmarkt für Kreative

Münchner Tatort – written in Riedberg

Heute Abend um 20.15 Uhr sollten Sie unbedingt den beliebten Münchner Tatort (ARD) einschalten – nicht nur weil der Fall „Unklare Lage“ beklemmend an das Attentat von 2016 im Olympia-Einkaufszentrum erinnert, wo ein 18-Jähriger Schüler neun Menschen tötete. Das Drehbuch zum heutigen TV-Film schrieb Autor Holger Joos, der in unserem Stadtteil lebt und schon für mehrere Tatort-Produktionen die Vorlage lieferte.

Die Tatort-Kommissare ermitteln unter Hochdruck – während in der Stadt Panik um sich greift                                                                             Bild: BR/X Filme Creative Pool GmbH/Hagen Keller

Das ist die Story

Nach einem Schusswechsel in einem Bus flüchtet der Täter und wird kurz darauf vom SEK gestellt. Offenbar war ein Anschlag geplant. Ob es einen zweiten Täter gibt, ist unklar. Das Einsatzteam mit Batic (Miroslav Nemec), Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer) steht unter Hochdruck, während in der Bevölkerung, durch die sozialen Medien befördert, Panik um sich greift.

Das sagt der Drehbuchautor

‚Unklare Lage‘ ist ein extremer Tatort. Die zentralen Frage zu Beginn des Schreibens lauteten für mich: Wie handeln Menschen und diesen Extremsituationen? Wie gehen sie mit der Informationsflut um, die innerhalb weniger Stunden auf sie einbricht? Und was ist mit denen, die via soziale Medien zu einem Teil eben jener Informationsflut werden?“

Drehbuchautor Holger Joos lieferte die Vorlage für den Tatort „Unklare Lage“                                     Foto: privat

Die Kommissare werden zu Getriebenen im Wettlauf mit dem Attentäter, aber auch gegen die erwachende Angst auf den Straßen. Die Frage ist auch: „Wie beruhigt man eine Stadt, wenn man selbst an einen Täter glaubt, doch seine Existenz nicht beweisen kann?“

Der Tatort „Unklare Lage“ läuft am heutigen Sonntag, 26. Januar, um 20.15 Uhr in der ARD.

Der Tatort ist außerdem in der ARD-Mediathek zu finden unter https://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/videos/unklare-lage-video-102.html

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Großes Foto oben: BR/X Filme Creative Pool GmbH/Hagen Keller

Musik nach Auschwitz – Veranstaltungen zum Holocaust-Gedenktag

Verfemte Musik – Verstummte Stimmen. Es sind die Werke von Opfern des Holocaust, die am nächsten Dienstag dank zweier Musikerinnen aus Israel am Campus Riedberg zu hören sind.

„Musik nach Auschwitz“ – die Veranstaltung des Centre for Dialogue at Campus Riedberg findet am Dienstag, 28. Januar, von 20 bis 22 Uhr im Hörsaal des Max-Planck-Institutes für Biophysik statt, Max-von-Laue-Str. 3.

Das Leben von Leo Smit, Viktor Ullmann und Pavel Haas ist zu früh beendet worden. Sie wurden in den Vernichtungslagern im Osten ermordet. Deshalb konnte ihr musikalisches und kulturelles Erbe nicht ihren verdienten Platz finden. Die israelischen Musikerinnen Dana Barak (Klarinette) und Roglit Ishay (Klavier) möchten an diesem bedeutenden Tag, dem internationalen Shoa-Gedenktag, durch ihr Konzert diesen Komponisten die ihnen gebührende Ehre erweisen und gleichzeitig diese verloren gegangene Musik dem heutigen Publikum erneut ins Gedächtnis zurückrufen.

Sie geben ein Konzert mit Kompositionen von Leo Smit, der 1943 im Vernichtungslager Sobibor ermordet wurde, von Viktor Ullmann und Pavel Haas, die in Auschwitz starben, sowie von Olivier Messiaen (1908-1992), der im in einem Kriegsgefangenlager bei Görlitz gefangen gehalten wurde. Auch möchten die Musikerinnen an die Komponisten Joachim Stutschewsky (1891-1982) und Yehezkel Braun (1922-2014), die sich nur durch ihre Flucht in das heutige Israel retten konnten.

Weitere Veranstaltungen zum Holocaust-Gedenktag

In der Goethe-Universität werden zahlreiche weitere Veranstaltungen rund um den Holocaust-Gedenktag angeboten. Die Holocaust-Gedenkvorlesung hält am 27. Januar Prof. Ulrike Weckel, die an der Universität Gießen Fachjournalistik Geschichte sowie Geschichte in Medien und Öffentlichkeit lehrt. Gegenstand ihres Vortrags, der in Zusammenarbeit mit dem Fritz Bauer Institut angeboten wird, sind Filme, die 1945/46 nach der Befreiung der Konzentrationslager entstanden sind – und die Reaktionen des deutschen Publikums darauf. „Beschämender Anblick“ hat Weckel ihren Vortrag überschrieben, der am Montag, 27. Januar, um 15.30 Uhr in der Lobby des PA-Gebäudes am Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, stattfindet

Die Filmbilder von den befreiten Lagern, die bis heute ein wichtiger Bestandteil von Dokumentationsfilmen sind, waren von den alliierten Siegermächten in Auftrag gegeben worden: Berge von Leichen, ausgezehrte Überlebende und Aschereste in den Krematorien – Bilder wie diese sind in das kollektive Gedächtnis der westlichen Welt eingeschrieben. Ulrike Weckel hat die so genannten Atrocity-Filme der Alliierten aus der Nachkriegszeit eingehend untersucht und rekonstruiert, wo und wie oft die Filme zu sehen waren und wie sie auf das Publikum gewirkt haben – wobei sich ein sehr differenziertes Bild ergeben hat. Darüber wird sie in der Vorlesung in Frankfurt sprechen. Die Deutschen, so Weckel, hätten keineswegs eingleisig und als fixes Kollektiv reagiert. Die Beurteilung des Gesehenen wurde oft erst ausgehandelt. Der Begriff der Scham spielt für Weckel eine große Rolle.

Am Abend des 27. Januar lädt die Goethe-Universität zudem gemeinsam mit der WIZO-Gruppe Frankfurt zur deutschen Erstaufführung des Films „Back to Berlin. Better by bike than by train“ (2018) ein. Die Regisseurin Catherine Lurie-Alt steht anschließend zum Gespräch bereit.

Die Termine im Überblick:

Montag, 27. Januar, 15:30 Uhr, Lobby des PA-Gebäudes (Campus Westend). „Beschämender Anblick“ – Filme über befreite Lager und Reaktionen des deutschen Publikums 1945/46. Vorlesung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus mit Prof. Dr. Ulrike Weckel, Justus-Liebig-Universität Gießen

Montag, 27. Januar, 19:30 Uhr, HZ 2, Hörsaalzentrum, Campus Westend, „BACK TO BERLIN – better by bike than by train“, Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit Regisseurin Catherine Lurie-Alt. Anmeldung unter: veranstaltungen@uni-frankfurt.de

Grafik oben: Centre for Dialogue at Campus Riedberg

Grünes Licht für 74 Kleingärten am Riedberg

Gemüse aus dem eigenen Garten, Obstbäume, eine kleine Wiese mit Laube – das wünschen sich auch viele Menschen hier am Riedberg. Jetzt steht fest, dass es 74 Kleingärten im Stadtteil geben wird. Ein Großteil der Gärten soll Mitte 2021 fertig sein und in zwei Gebieten entstehen. Eine Kleingarten-Anlage wird am Ende der Hans-Leistikow-Straße im Norden gebaut, direkt am neuen Park „Römische Straße“, wo sich derzeit auch noch das Provisorium der Grundschule 3 befindet. Eine weitere Anlage am südlichen Ende der Römischen Straße, an der so genannten „Kreuzerhohl“. Auf einer Freifläche zwischen Uni-Campus und U-Bahn. Die vermutlich beste Nachricht für alle Interessenten lautet: „Es gibt noch freie Parzellen, für die man sich direkt auf unserer Homepage bewerben kann“, erklärt Matthias Adler-Drews vom Vorstand des neu gegründeten Kleingartenvereins Riedberg e. V.

Ursprünglich war die Warteliste lang. Doch das Thema Kleingärten verzögerte sich von Jahr zu Jahr. Hinzu kam, so Adler-Drews, „die große Fluktuation hier am Riedberg“. Als er sich vor Weihnachten mit seinen beiden Hunden und Info-Blättern auf den Weg zu allen machte, die sich trotz Aufforderung nicht mehr gemeldet hatten, waren einige Interessenten bereits verzogen „und da haben wir die Liste wieder geöffnet“.

So groß sind die Kleingärten

Die beiden Experten vom Frankfurter Grünflächenamt, die im Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg die Pläne vorstellten, wissen, dass die Kleingärten im Stadtteil „langgewünscht und heißersehnt“ sind. Maren Schilling vom Planungsbüro des Amtes erläuterte die Details: Die Parzellen sind jeweils 250 bis 300 Quadratmeter groß und werden einen Wasser- sowie Stromanschluss am Zugang bekommen. Plus Betonfundamente für die Gartenhütten. In der Anlage an der Hans-Leistikow-Straße entstehen 36 Kleingärten, an der Kreuzerhohl 38 Kleingärten. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro.

Das ist der Entwurf für die Kleingartenanlage an der Hans-Leistikow-Straße. Auf einem Teil der Fläche steht derzeit noch das Provisorium der Grundschule 3. Aber die Gärten ringsum sollen bis Mitte 2021 fertig sein   Grafik: Grünflächenamt

Die Hauptwege sind tagsüber offen, so dass „die Anwohner, die durchgehen möchten, auch durchgehen können“, so die Expertin. Um die Anlagen herum wird ein Gitterzaum führen, den bald eine 1,80 Meter hohe Hecke verdecken soll. Diese muss von den Kleingärtnern gepflegt und geschnitten werden.

Das Toiletten-Problem

Im Zentrum ist jeweils eine Gemeinschaftsfläche geplant, auf der ein Vereinsheim und Toiletten errichtet werden können. Zum Stichwort Vereinsheim machte Christoph Baumann, 1. Vorsitzender des Riedberger Kleingartenvereins, deutlich, dass ein so junger Verein schlicht noch kein Budget dafür hat. Obwohl die Pacht an die Stadt nur etwas mehr als 20 Cent pro Quadratmeter und Jahr kostet und auch die Mitgliedsbeiträge überschaubar sein dürften. Hinzu kommt aber, dass „wir hier keine fertigen Parzellen, sondern einen braunen Acker mit ein paar Bodenplatten bekommen“. Das kostet Zeit und Geld.

Vor den Neu-Gärtnern liegt also jede Menge Arbeit – und da ist ein ziemlich menschliches Problem. Denn wie beschrieben gibt’s zwar potentiell Flächen für Toiletten, die müssen aber vom Verein gebaut und getragen werden. Die Planer machten deutlich, dass dies weder in den Projektkosten enthalten ist, noch in die Zuständigkeit des Grünflächenamtes fällt. Dafür wäre das Amt für Bau und Immobilien (ABI) im Baudezernat die richtige Adresse.

Bei einer Förderung allerdings müssten die Toiletten öffentlich oder zumindest teilöffentlich werden. Was für den Verein mit weiteren Kosten und Mehraufwand für Reinigung und Instandhaltung verbunden wäre. Und von den Mitgliedern vermutlich auch nicht gewünscht ist.

Der Ortsbeirat hat am Freitag trotzdem Haushaltsmittel für den Bau von Toilettenanlagen beantragt. Mit ungewisser Aussicht auf Erfolg. Viel wahrscheinlicher ist, so ein Beobachter, „dass wir am Anfang erst mal nach Hause laufen müssen, um aufs Klo zu gehen“. Das könne doch auch nicht Sinn der Sache sein.

Diskussion um den Zufahrtsweg

Kritik gab’s auch am Zufahrtsweg zur zweiten Anlage in Uni-Nähe. Die kann laut Grünflächenamt nicht von der Riedbergallee aus erschlossen werden. Was bedeutet, dass die vier Parkplätze für die Kleingärtner an der „Kreuzerhohl“ gebaut werden. Einer kleinen Straße, die zum Ortsbezirk Niederursel gehört und auch nur über Niederursel, aus Richtung der Gaststätte „Lahmer Esel“, befahren werden kann. Denn zum Uni-Campus hin versperren schon seit Jahren Beton-Poller den Weg.

Anwohner hatten für die Absperrung gekämpft, um den Durchgangsverkehr zu stoppen. In Zukunft aber wird womöglich wieder deutlich mehr Verkehr fließen, durch die Kleingärtner, die nur mit mehreren Kilometern Umweg ihre Parzellen erreichen können. Per Rad oder Fuß geht’s natürlich wesentlich schneller.

Auch hier will sich der Riedberger Ortsbeirat 12 mit dem benachbarten Ortsbeirat 8 abstimmen. Um doch noch eine für alle akzeptable Lösung zu finden.

Was Sie zum Thema Kleingärten wissen sollten

Wussten Sie, dass es ein deutsches „Kleingartengesetz“ gibt? Das regelt – ergänzt durch die Kleingartenverordnungen der Kommunen – penibel genau, wie die Parzellen genutzt werden dürfen, wie groß die Wiesenfläche sein darf, wie viel Platz für den Eigenanbau von Obst und Gemüse ist, wie groß die Lauben sein dürfen, was letztlich erlaubt ist und was nicht. So steht auch fest, dass die Anlagen von gemeinnützigen Vereinen getragen werden müssen und regelmäßige Arbeitseinsätze für die Gemeinschaft verpflichtend sind.

Obwohl es noch ein weiter Weg vom ersten Spatenstich bis zur grünen Oase sein dürfte, freuen sich Christoph Baumann und Matthias Adler-Drews vom neuen Riedberger Kleingartenverein auf all das, was kommt. Übrigens auch die Kinder und Betreuer der Kita Gipfelflitzer im Riedbergzentrum. Die haben nämlich bisher keinen eigenen Garten zum Toben und stehen auf der Interessentenliste weit oben.

In der vergangenen Sitzung stimmte auch der Ortsbeirat den Plänen zu. Damit gibt es endgültig grünes Licht für die beiden Kleingarten-Anlagen in unserem Stadtteil.

Foto: Archiv

Auto mit Brautkleid gestohlen

Dreister Diebstahl an der Altenhöferallee: Am vergangenen Wochenende erbeuteten bislang unbekannte Täter einen Audi A6 samt dort abgelegter Wertsachen im Wert von mehreren tausend Euro.

Das Auto war im Zeitraum zwischen Freitag, 17. Januar, um 20 Uhr und Montag, 20. Januar, um 7.30 Uhr auf der Altenhöferallee auf einem Parkplatz in Höhe des Riedberg-Gymnasiums abgestellt. Nach Angaben der Geschädigten sollen sich im Kofferraum ein wertvolles Designer-Brautkleid und eine Kamera befunden haben. Im Handschuhfach waren eine Gucci-Brieftasche und die Zulassungsbescheinigung. Wie der oder die Täter in den verschlossenen Audi mit dem amtlichen Kennzeichen KS-EF 1105 gelangten, ist derzeit nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.

Sachdienliche Hinweise nimmt das 14. Polizeirevier und der Rufnummer 069 / 755 – 11400 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Foto: Archiv

Wie viel Frankfurt steckt in „Bad Banks“?

Gläserne Banktürme, schwindelerregende Summen, menschliche Abgründe: 2018 zeigte die Serie „Bad Banks“ eine von Macht und Verrat geprägte Welt der Finanzbranche in Frankfurts Wolkenkratzern. Im Februar startet nun die zweite Staffel rund um die Investmentbankerin Jana Liekam und ihr Team.

Lisa Blumenberg, Initiatorin von „Bad Banks“ und Produzentin der Studio Hamburg-Tochter Letterbox, spricht im Interview mit Laura Bicker über Frauen in der Finanzbranche, ambivalente Figuren und den Schauplatz Frankfurt.

Frau Blumenberg, im Februar startet die zweite Staffel von „Bad Banks“. Haben Sie mit dem großen Erfolg der Serie bei Kritik und Publikum gerechnet?

LISA BLUMENBERG: Bei der Entwicklung einer Serie gibt es natürlich unterschiedliche Phasen, auch Rückschläge. Aber ich hatte schon sehr früh das Gefühl, dass da etwas Besonderes entstehen kann. Vor knapp drei Jahren wurden wir als eine von zehn Serien aus der ganzen Welt, die noch „Work in Progress“ waren, zur MIPTV nach Cannes eingeladen. Wir waren gerade erst mit dem Dreh fertig. Die Serie dort im Grand Palais gemeinsam mit Oliver Kienle, dem Autor, und Christian Schwochow, dem Regisseur der ersten Staffel, vorzustellen, und die begeisterte Reaktion des Fachpublikums zu spüren, das war ein erstes Zeichen für den Erfolg.

Zu den Charakteren: Die Hauptfigur Jana Liekam wirkt zu Beginn der Serie unerfahren, stellt sich aber im Laufe des Geschehens als skrupellos heraus. Welche Entwicklungen wird sie in der kommenden Staffel durchmachen?

BLUMENBERG: Da will ich natürlich nicht spoilern! Aber es geht ja in „Bad Banks“ bei allen Figuren darum: Was passiert, wenn man einmal eine Grenze überschritten hat? Wie weit ist man bereit zu gehen? Gleichzeitig haben alle Figuren, so auch Jana, eine große Ambivalenz. Sie hat eine große Kraft, die zerstörerisch sein kann. Aber ein Teil von ihr sehnt sich danach, mit ihrer Kraft etwas aufzubauen, etwas das positiv ist, das in die Zukunft weist. Diese Sehnsucht zeigt sich in der zweiten Staffel noch deutlicher.

Mit Jana Liekam und Christelle Leblanc stehen zwei Frauen im Mittelpunkt von „Bad Banks“, die das Geschehen in einer Männerwelt entscheidend steuern. Warum haben Sie sich für eine weibliche Hauptfigur und Gegenspielerin entschieden?

BLUMENBERG: Eine junge weibliche Bankerin in einer klassischen Männerdomäne ergibt einfach eine interessantere Geschichte, größere Kontraste und größere Konflikte. Ich darf aber auch verraten, dass die Leblanc-Figur in der ersten Drehbuchfassung ein Mann war. Sozusagen eine klassische Mentor-Figur. Aber ich frage mich immer: Was passiert eigentlich, wenn man die Geschlechter der Figuren wechselt? Das sind oft sehr interessante Dinge mit großem Mehrwert. Jana wurde so zu einer Art Alter Ego von Christelle Leblanc, sozusagen eine jüngere Version. Gleichzeitig lernt man in Leblanc eine Frau kennen, die sehr erfolgreich ist, aber trotzdem die gläserne Decke spürt – obwohl sie die Kompetenz dazu hat, kommt sie an ihren männlichen Kollegen nicht vorbei.

Die erste Staffel basiert auf Geschehnissen der Finanzkrise des Jahres 2008. Welche aktuellen Ereignisse sind in die Handlung der zweiten Staffel eingeflossen?

BLUMENBERG: Die Geschehnisse von 2008 haben die erste Staffel inspiriert – aber wir wollten vor allem erzählen, wie es zehn Jahre nach der Finanzkrise aussieht. Kann, mit allen Regularien, die zu diesem Zeitpunkt bereits eingeführt waren, trotzdem eine neue Krise aufkommen? Die zweite Staffel bezieht sich dagegen nicht auf ein Ereignis, sondern auf eine Entwicklung: die Digitalisierung im Bankenbereich. Das Aufkommen der FinTech-Branche, der jungen Gründer, die in der Finanzbranche aktiv sind, als Alternative oder Konkurrenz zu den großen klassischen Banken. Damit erzählen wir auch einen Generationenkonflikt: Die alte Finanzwelt gegen die neue.

Christian Zübert, Regisseur der zweiten Staffel, hat in einem Interview gesagt, dass die Filmwelt ähnlich wie die Finanzbranche funktioniere. Wie sehen Sie das?

BLUMENBERG: Mein Impuls, Geschichten zu erzählen – vor allem, wenn man in so fremde Welten wie die Hochfinanz einsteigt – ist immer auch: Was hat das eigentlich mit uns zu tun? Was treibt die Menschen, die dort arbeiten, an? Wenn man tiefer einsteigt, spürt man sehr stark, dass es mit Antrieben zu tun hat, die wir alle kennen, die wir auch als ehrgeizige Menschen in der Film- und Fernsehwelt kennen: mit Anerkennung, Selbstwert, Wettbewerb. Im Endeffekt geht es nicht um Geld, sondern darum, den eigenen Wert durch seine Arbeit zu steigern. Und da sind sich die Menschen in der Film- und der Finanzbranche ähnlich.

Wie Sie sagen, ist die Finanzbranche vielen Menschen sehr fremd. „Bad Banks“ hält sich jedoch nicht damit auf, komplexe Prozesse und Produkte aus dieser Welt zu erklären. Hatten Sie jemals die Befürchtung, dass das die Zuschauer abschrecken könnte?

BLUMENBERG: Unser Ehrgeiz ist es, diese Welt realistisch und authentisch darzustellen. Deswegen sind die Fachdialoge bis auf jede kleine Formel von Experten geprüft und geschrieben. Das ist wie bei Arztserien: Da werfen sich Ärzte ja auch Fachbegriffe an den Kopf. Jede Berufsgruppe hat nun mal ihre eigene Sprache. Man nimmt es als Zuschauer als Teil der gezeigten Welt wahr. Man kann tiefer eintauchen, man muss es aber nicht zwingend verstehen. Es geht immer um das, was unter dieser Oberfläche mit den Figuren passiert.

Frankfurt ist zentraler Schauplatz von „Bad Banks“. Wie passt Ihrer Meinung nach der Look der Serie zur Stadt?

BLUMENBERG: Frankfurt ist nun mal Deutschlands größter und wichtigster Finanzschauplatz. Ich liebe an Frankfurt, dass man dort ein richtiges „Manhattan-Gefühl“ bekommt. Die Skyline ist einfach umwerfend. Die Architektur der Stadt ist einmalig in Deutschland – und das hat natürlich auch mit der Finanzbranche zu tun.

Premiere der zweiten Staffel von „Bad Banks“ in der Paulskirche

Am Sonntag, 2. Februar, richtet die Stadt Frankfurt in Kooperation mit der HessenFilm die Premiere der zweiten Staffel von „Bad Banks“ in der Paulskirche aus. In Anwesenheit der Hauptdarsteller und Produzenten wird um 17 Uhr die erste Folge gezeigt. Die Eintrittskarten für die Preview sind kostenlos – wer wissen will, wie es für Jana Liekam weitergeht, kann seine Karte – solange der Vorrat reicht – in der Bürgerberatung, Hinter den Lämmchen 6, abholen. Die Bürgerberatung ist von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Im Fernsehen ist die Serie am 6. und 7. Februar bei Arte sowie am 8., 9. und 10. Februar im ZDF zu sehen. Zudem ist die Staffel bereits ab dem 30. Januar in der Arte- und ab 31. Januar in der ZDF-Mediathek zu finden.

„Bad Banks“ ist eine Produktion der Letterbox Filmproduktion und Iris Productions in Koproduktion mit der Real Film Berlin, in Koproduktion mit dem ZDF in Zusammenarbeit mit Arte, gefördert durch Film Fund Luxembourg, German Motion Picture Fund, HessenFilm und Medien, Medienboard Berlin Brandenburg und Creative Europe – Media Programme of the European Union. Im Weltvertrieb von Federation Entertainment.

Text und Interview: Laura Bicker

Foto: ZDF Letterbox Filmproduktion

„Digitale Senioren“ begeistern

Erst im Oktober ist das neue Angebot im Familienzentrum Billabong gestartet, inzwischen kommen bis zu 40 Frauen und Männer zu den Treffen der „Digitalen Senioren“ – und längst sind die monatlichen Info-Nachmittage auch jenseits des Riedbergs bekannt und beliebt. In der aktuellen „Senioren-Zeitschrift“ der Stadt Frankfurt sind der Initiative zwei Seiten gewidmet. Man betont, dass Billabong damit offenbar „einen Nerv getroffen“ habe. Wegweiser durchs digitale Dickicht soll das monatliche Angebot sein, Hemmschwellen abbauen und ältere Menschen auf dem digitalen Weg ein Stück weit begleiten, wie es Sabine Fiedler, IT-Expertin und Mitglied des Vereinsvorstandes, formuliert. Übrigens bei Kaffee und Kuchen im Café Billabong, damit sich jeder gleich wohlfühlen kann.

Was muss ich alles über mein Handy wissen? Was bedeuten all die englischen Fachbegriffe? Wie nutze ich die sozialen Medien und wie kann ich mich vernetzen? All das sind Fragen, die die Ehrenamtlichen um Sabine Fiedler in kleineren Gruppen oder auch in Einzelgesprächen geduldig beantworten. Hilfe zur Selbsthilfe sozusagen.

„Der Computertreff erfreut sich großer Beliebtheit und es kommen auch Senioren aus anderen Frankfurter Stadtteilen zu uns, was mich sehr freut“, berichtet die Software-Unternehmerin. Es ist immer ein schöner Austausch zwischen Helfern und Senioren. „Viele Fragen drehen sich in der Tat um die Nutzung der Mobiltelefone – wie kann ich meine Fotos sichern, wie erstelle ich eine Whatsapp-Gruppe und wie funktioniert eine Gruppe, wie nutze ich Email auf dem Handy.“ Es gibt bereits Überlegungen, einen zweiten Termin pro Monat anzubieten – wenn das Interesse an den „Digitalen Senioren“ weiter so groß bleibt oder womöglich noch wächst.

Die „Digitalen Senioren“  treffen sich jeden zweiten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr im Familienzentrum Billabong, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b, Frankfurt-Riedberg. Das Angebot ist kostenlos und kann ohne vorherige Anmeldung besucht werden. 

Die nächsten Termine sind am 13.02.2020, 12.03.2020, 9.04.2020 und 14.05.2020. 

Weitere Informationen unter 069/989 57795 und www.billabong-family.de

Fotos: Senioren-Zeitschrift der Stadt Frankfurt

So berichtet die Senioren-Zeitschrift der Stadt Frankfurt über das neue Angebot für „Digitale Senioren“ im Familienzentrum Billabong