Kategorie: Aktueller Artikel

„Kontaktsport“ ist wieder bis zehn Personen erlaubt

Jetzt kann der Ball (fast) wieder richtig rollen: Ab sofort ist in Hessen wieder „Kontaktsport“ mit bis zu zehn Personen erlaubt. Das hat der Landessportbund bekanntgegeben.

Am Dienstag hat die Hessische Landesregierung neue Anpassungen der Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus verabschiedet, die bis zum 16. August 2020 gilt. Ab dem 11. Juni, also seit gestern, werden auch die für den Sport geltenden Regelungen an die allgemeinen Kontaktbeschränkungen des Landes Hessen angeglichen. Demnach darf Kontaktsport unter Beachtung der Hygieneregeln mit bis zu zehn Personen durchgeführt werden. 

Konkret heißt das: Ab sofort ist neben dem bereits vorher erlaubten Trainings- auch ein Wettkampfbetrieb auf Sportanlagen (im Freien und in Hallen) wieder möglich, sofern dabei bestimmte Vorgaben eingehalten werden. „Vorrausetzung ist, dass der Sport alleine, in Gruppen von höchstens zehn Personen oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes stattfindet“, heißt es auf der Homepage des Landessportbundes. Bei größeren Gruppen muss gewährleistet sein, dass die Unterschreitung der Abstandsregel der oben genannten Systematik Rechnung trägt.

Auch Ferienangebote von Sportvereinen sind jetzt möglich

So können zum Beispiel 30 Personen im Rahmen einer gemeinsamen Trainingseinheit joggen gehen, wenn die jeweiligen Trainingsgruppen, die den Mindestabstand von 1,5 Metern unterschreiten, maximal zehn Personen umfassen. Gleiches gilt für das Training von Spielsportarten, aber auch für Ferienangebote von Sportvereinen oder anderen Anbietern. Die gleiche Systematik gilt für den Wettkampfbetrieb.

Der Trainingsbetrieb auf Sportanlagen findet weiterhin unter Ausschluss der Öffentlichkeit, auch der Zutritt muss geregelt erfolgen und nur die persönliche Sportbekleidung und Sportausrüstung darf verwendet werden.

Foto: Sandro Schuh on Unsplash.com

Erster Erfolg für die Bikepark-Petition

Die erste Hürde ist geschafft: Nur eine Woche nach dem Start der Online-Petition für einen Bikepark für ältere Kids und Jugendliche am Riedberg war die erforderliche Zahl an Unterstützern erreicht. Schüler wollen die Petition im Rahmen der nächsten Ortsbeiratssitzung symbolisch übergeben – und bis dahin weiter Unterschriften sammeln.

„Ich habe jeden Tag nachgesehen, wie die Zahlen hochgingen“, erzählt Anton (11) begeistert, der in der schulfreien Corona-Auszeit die Idee entwickelt hat und gemeinsam mit seiner Schwester und Freund Alexander vorantreibt. Inzwischen wurde er schon von einem Lehrer gefragt, ob er über sein Engagement und das Projekt berichten könnte. Auch in seiner alten Schule, der Grundschule Riedberg, wies die Leiterin der Nachmittagsbetreuung Eltern explizit darauf hin, und die vielen, teils auch längeren Kommentare von Unterstützern auf openpetition.de „geben uns ein gutes Gefühl, dass wir hier einen Nerv treffen und es den dringenden Bedarf nach mehr Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche gibt“, sagt seine Mutter.

20 Spielplätze – aber kaum Raum für ältere Kids und Jugendliche

Im jüngsten Stadtteil Frankfurts gibt es rund 20 Spielplätze  – aber kaum Raum für ältere Kids, deren Zahl seit Jahren steigt. Das Problem ist bekannt, geändert hat sich bislang wenig. Wenn man Anton und seine Freunde nach den vielen schönen Spielplätzen am Riedberg fragt, lautet die Antwort: „Die sind für uns doch langweilig.“ Zocken am Handy ist es irgendwann auch.

Natürlich kommt hinzu, dass sie begeisterte Biker sind, die am liebsten so oft wie möglich die großen Parks in Bad Vilbel oder am Feldberg besuchen würden, was ohne Eltern und Auto nicht machbar ist. Doch schon einige Trails und Rampen am Riedberg würden genügen, das Gelände im Stadtteil wäre nahezu ideal. Übersetzt in Amtsdeutsch heißt das: Ein Bikepark biete die Möglichkeit, dass „die Kinder zeitlich ungebunden und sportlich aktiv sein können“. Bei geringen Lärmemissionen und überschaubaren Kosten, weil in erster Linie nur Erde bewegt werden muss.

Die Petition „Bikepark am Riedberg – mehr Raum für Jugendliche“ benötigte 260 Unterstützer – diese Zahl war bereits nach einer Woche erreicht. Aktuell gibt es 309 Unterschriften aus Riedberg und Kalbach, über 400 insgesamt. „Deshalb haben wir uns entschieden, die Petition nicht, wie anfangs geplant, zwei Monate laufen zu lassen, sondern nur bis einschließlich Mittwoch, 17. Juni“, so Antons Mutter. Die Kids wollen in den nächsten Tagen noch weiter Unterschriften sammeln, um ihrer Initiative noch mehr Nachdruck zu verleihen.

Drei Anträge im Ortsbeirat zum Thema Bikepark

Im Grünflächenamt haben Anton und seine Eltern bereits angefragt, welche Flächen theoretisch für einen Bikepark genutzt werden könnten. In der nächsten Sitzung des Ortsbeirates gibt es Anträge von der SPD, der FDP und von den Grünen zum Thema Bikepark, auch deshalb wollen die Schüler die erfolgreiche Petition kurz vor oder am Anfang der Sitzung symbolisch übergeben.

Andere Ortsbeiratsmitglieder haben die Bikepark-Initiatoren bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass eine Realisierung „mindestens drei Jahre“ dauern würde und es große Hürden gibt. Denn ein Großteil der noch verbliebenen Flächen am Riedberg sind Landschaftsschutzgebiet oder so genannte Ausgleichsflächen und kommen somit nicht in Frage.

Es könnte also sein, dass Anton gar nicht mehr oder kaum noch von seinem Lieblingsprojekt profitiert, falls eines Tages grünes Licht von der Stadt kommen sollte. Er will trotzdem dafür kämpfen.

Parallel zur Bikepark-Initiative setzen sich andere Schüler seit mehr als einem Jahr für einen Skatepark im Stadtteil ein. Aus dem gleichen Grund wie Anton, „damit sich am Riedberg für Kinder und Jugendliche endlich etwas ändert“.

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Die Sitzung des Ortsbeirates Kalbach/ Riedberg findet am Freitag, 19. Juni, um 20 Uhr im Bürgerhaus Nordweststadt, Nidaforum 2, statt. Aufgrund der Corona-Richtlinien ist die Zahl der Zuhörer/ Gäste beschränkt. Informationen zur Tagesordnung unter https://www.stvv.frankfurt.de/PARLISLINK/DDW?W=DOK_NAME=%27TO-O-12%27

Mundschutz-Pflicht auch am Flughafen

Nachdem die Reisewarnung für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, für Schengen-assoziierte Staaten und für das Vereinigte Königreich ab Mitte Juni aufgehoben und durch individuelle, landesspezifische Reisehinweise ersetzt wird, wird es wieder mehr Flugverkehr geben. „Mit den steigenden Passagierzahlen ist für bestimmte Bereiche des Flughafens ein Mindestabstand nicht einzuhalten, die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, ist deshalb unumgänglich“, erklärt Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer.

Für den Flughafen Frankfurt hat das Gesundheitsamt Frankfurt als zuständige Behörde deshalb seit Dienstag, 9. Juni, innerhalb aller Terminalbereiche zunächst für drei Monate eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung angeordnet. Diese Verpflichtung gilt nicht für Kinder unter sechs Jahren oder Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können. Für Mitarbeiter der Fraport ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung entbehrlich, soweit andere Schutzmaßnahmen, wie Trennvorrichtungen, gewährleistet sind. „Die Anordnung der Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, ist neben dem Hygienekonzept der Fraport zum jetzigen Zeitpunkt eine notwendige Maßnahme, um die Infektionszahlen weiterhin auf einem niedrigen Niveau halten zu können“, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes Prof. René Gottschalk.

Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist jede Bedeckung vor Mund und Nase, die aufgrund ihrer Beschaffenheit unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln oder Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern.

Informationen: Stadt Frankfurt

Photo by Mika Baumeister on Unsplash.com

Neues Netzwerk für Selbständige startet im Herbst

Das Projekt ist neu und ambitioniert, doch der Kick-off muss leider verschoben werden: Das neue Netzwerk business@riedberg sollte mit dem ersten Treffen am Montag, 15. Juni, starten, „das ist wegen der immer noch geltenden Corona-Beschränkungen leider nicht möglich“, erklären die InitiatorInnen. Jetzt plant man einen Termin nach den Sommerferien. Sobald dieser feststeht, wird MAINRiedberg darüber berichten.

„Wir haben von Anfang an so viel positives Feedback für unser neues Netzwerk für Selbständige und Freiberufler erhalten und haben bis zuletzt gehofft, dass es doch noch klappt. Doch das ist unter den gegebenen Umständen und den Beschränkungen für Versammlungen derzeit nicht realistisch“, sagt das Gründungs-Team um Claudia Tascher, Paulus Birker, Katja Markert, Claudia Detsch und Judith McCrory, die als Persönlichkeits-Coach, Datenschutz-Expertin, in IT, Marketing, Design und Journalismus arbeiten.

Der Kick-off für das Netzwerk sollte in den Räumen des Familienzentrums Billabong stattfinden, die Veröffentlichung und Einladung an alle Interessierten war bereits raus – jetzt soll möglichst bald ein neuer Termin nach den Sommerferien festgelegt werden, wenn es voraussichtlich weitere Corona-Lockerungen gibt. „Und bis dahin werden wir noch mehr Energie in unser Konzept und die neue Homepage stecken“, so die InitiatorInnen.

Das ist business@riedberg

Gerade in unserem Stadtteil, der Sammelpunkt für Menschen aus aller Welt und mit verschiedensten Professionen ist, ist der Anteil an gut ausgebildeten Freiberuflern und Selbständigen hoch. Der Bekanntheitsgrad aber gering. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, welche Ressourcen es hier gibt und die Kräfte bündeln“, ist das Ziel der Netzwerker. Einerseits will man eine Plattform fürs „Networking“ bieten, andererseits aber die Möglichkeit schaffen, sich und sein Unternehmen zu präsentieren und somit neue Kunden zu gewinnen. Ziel ist „eine Win-win-Situation für alle“. Mit Wirkung über die Stadtteilgrenzen, gerne über die Stadt Frankfurt hinaus.

Das neue Netzwerk soll unter dem Namen business@riedberg firmieren. Zentraler Faktor wird eine Homepage mit Informationen und Links zu den Mitgliedern und deren Tätigkeitsfeld. MAINRiedberg und das Familienzentrum Billabong wollen „dieses Baby zum Laufen bringen“ und die Entwicklung begleiten. Die Koordination übernehmen dann Datenschutz-Expertin Claudia Tascher und Persönlichkeitscoach Paulus Birker.

Die Treffen sollen ab Herbst regelmäßig stattfinden. Es gibt bisher die Idee, dass sich jeweils zwei bis drei Selbstständige vorstellen und Fragen beantworten, gemütlicher Austausch am Ende inklusive. Aber auch, dass man regelmäßig Themen wie Finanzen oder Marketing in den Fokus rückt und Workshops dazu organisiert. „Unser Ziel ist, dass jeder sich einbringen kann. Nur so kann unser Netzwerk wachsen.“

Schnell könnten sich Synergien ergeben, die derzeit noch gar nicht absehbar sind. Etwa, dass auf diesem Weg Selbständige zusammenfinden, die bei Aufträgen miteinander arbeiten oder Co-Working-Spaces teilen. „Womöglich brauchen wir einen längeren Atem“, sagen die InitiatorInnen. „Aber wir sind uns sicher: Dieses Netzwerk hat enormes Potential!“ Auch wer nebenberuflich tätig ist oder Ideen für den Weg in die Selbstständigkeit sucht, ist herzlich willkommen.

Wer aktuelle Informationen zu den neuen Terminen haben möchte, kann sich bereits jetzt unter info@business-riedberg.de anmelden. Die Homepage business-riedberg.de ist freigestaltet, wird aber noch vervollständigt.

Grafik: Katja Markert

Fashion Week goes Frankfurt

Bye, bye, Berlin! Die Bundeshauptstadt hat eine der wichtigsten Modemessen Europas an die Mainmetropole verloren. Sommer 2021 ist der Kick-Off für die „Frankfurt Fashion Week“. Nach dem Verlust der IAA gilt das als großer Erfolg.

Für die neue Fashion Week Frankfurt haben sich der weltweit größte Messe-, Kongress- und Eventveranstalter mit eigenem Gelände – die Messe Frankfurt – und der Veranstalter Europas größter Modemesse, die Premium Group, als Initiatoren sowie die Stadt Frankfurt am Main und das Land Hessen als Gastgeber zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie in Frankfurt am Main „ein vollkommen neues Ecosystem für Tradeshows, Konferenzen, Runways und Events“ für Professionals und Konsumenten schaffen.

Frankfurt soll „Hotspot“ der Modeszene werden

„Damit wird die Wirtschaftsmetropole Frankfurt zum neuen Hotspot der
Fashion- und Lifestyleszene und zur neuen internationalen Fashionmetropole. Die Realisierung einer Frankfurt Fashion Week bietet für die Stadt Frankfurt eine einmalige und internationale wirtschaftliche Chance. Wir rechnen mit einer Umwegrentabilität von über 200 Millionen Euro pro Jahr für unsere Heimatstadt und die Region“, betonte Oberbürgermeister Peter Feldmann gestern. „Hotellerie, Gastronomie und Transport werden dadurch massiv angekurbelt. Frankfurt war immer stilprägend für Kunst, Architektur, Design und bekannt für seine einmalige Club-, Bar- und Restaurant-Szene. Durch die neue Frankfurt Fashion Week steigt jetzt auch unsere Strahlkraft als internationaler Fashionstandort.“ Man will das Thema Mode und Design in die Stadt tragen und mit eigenen Veranstaltungen ergänzen.

„Diese besondere Messe für Frankfurt am Main zu sichern, ist eine große Chance, um unser Image national und weltweit zu stärken. Die Stadt ist bereit dazu, die notwendigen Mittel in den nächsten Jahren aufzubringen, um den Menschen aus Nah und Fern zu zeigen, dass Frankfurt genau der kreative Ort ist, wo die Fashion Week reinpasst und dazugehört“, ergänzt Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker. Er hatte zusammen mit Wirtschaftsdezernent Markus Frank die Entwicklungsmöglichkeiten der Fashion Week in Frankfurt aufgezeigt.

Modeschau auf der Zeil, Runway auf dem Eisernen Steg…

„Eine Modeschau auf unserer umsatzstarken Einkaufsmeile Zeil, ein Runway auf dem Eisernen Steg, Streetwear im bei Skatern beliebten Hafenpark – in der innovativen,dynamischen und weltoffenen Mainmetropole heißen alle die Fashion Week herzlich willkommen“, sagte Wirtschaftsdezernent Frank.

Photo by Flaunter on Unsplash

Danke 112! Geburtshilfe am Telefon

Es ist die schönste Notfall-Meldung dieser Woche: Gestern gab die Rettungs-Leitstelle der Feuerwehr Frankfurt „Geburtshilfe“ am Telefon – Baby, Mama und Papa sind wohlauf!

Am Samstag gegen 8.45 Uhr erhielt die Zentrale Leitstelle der Feuerwehr über den Notruf 112 ein Hilfeersuchen von einem werdenden Vater. Problem: Bei seiner schwangeren Ehefrau hatten in der heimischen Wohnung plötzlich Wehen und der Geburtsvorgang eingesetzt.

Der Disponenten in der Leitstelle alarmierte während des Gesprächs einen Rettungswagen sowie einen Notarzt und entsendete diese zu der Wohnung des Paares nach Griesheim. „Dann leitete er den sehr souverän und unaufgeregt wirkenden Vater bis zum Eintreffen der Kollegen am Einsatzort telefonisch an, und gab Hilfestellung bei der Geburtshilfe“, wie die Feuerwehr in einer Pressemitteilung schreibt.

Bis zum Eintreffen des Rettungswagens, der acht Minuten nach Notrufeingang vor Ort eingetroffen war, hatte bereits ein kleiner Junge das Licht der Welt erblickt. Die Mutter und der Neugeborene, welcher den Vornamen Florian erhalten hat, wurden nach einer ersten Behandlung vor Ort im Rettungswagen zur Nachsorge in die Uni-Klinik transportiert. Ob die glücklichen Eltern diesen Vornamen spontan, aufgrund der Hilfe des Feuerwehrmanns am Notruf (Sankt Florian ist der Schutzpatron der Feuerwehr), oder geplant vergeben haben, ist nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass die am Einsatz beteiligten Kräfte und natürlich das Leitstellenpersonal sich über den guten Verlauf und das glückliche Ende des Einsatzes sehr gefreut haben. Lagedienstleiter Florian Ritter meinte dazu „Vielleicht wird ja auch dieser Florian mal ein Feuerwehrmann und ein Kollege von uns.“

Als Anregung hat die Frankfurter Feuerwehr auch gleich noch Infos für alle mitgeschickt http://feuerwehr-frankfurt.de/index.php/job-karriere http://feuerwehr-frankfurt.de/index.php/job-karriere

Informationen: Feuerwehr Frankfurt

Symbolfoto: Peter Oslanec on Unsplash.com

Schüler sammeln 1700 Euro für den Frankfurter Zoo

Tolle Spendenaktion für den Frankfurter Zoo: Mehr als ein Jahr lang sammelten die Schülerinnen und Schüler der 6a am Gymnasium Riedberg insgesamt 1700 Euro für den Ausbau des Affengeheges. Die Idee dazu hatten sie übrigens bei einem Wandertag…

„Können wir in unserer Pause Spenden für den Zoo sammeln gehen, anstelle zu frühstücken?“ Mit dieser Frage an die Klassenlehrerin war die Idee erstmals ausgesprochen und die Schülerinnen und Schüler 6a am Gymnasium Riedberg starteten eine Spendenaktion zugunsten des Frankfurter Zoos.

Aber von Anfang an. „Während des Wandertages in den Zoo entwickelten wir während der Säugetier-Ralley und kurz vor der Frühstückspause die Idee, den Ausbau des alten Affengeheges zu unterstützen“, berichten die Kids. Gesagt – getan! Und noch während des Zoobesuchs begann ihre zunächst kleine Spendenaktion. Das war bereits im Dezember 2018, als sie noch in der 5. Klasse waren. Sie sprachen Besucher des Zoos an und sammelten noch vor Ort eine erste Summe von knapp 50 Euro.

Auch danach sammelten sie eifrig weiter, sodass die Spendensumme bereits während ihres ersten Schuljahres auf dem Gymnasium auf einen stolzen Betrag von 400 Euro anwuchs. In den Klassenleiterstunden der 6. Jahrgangsstufe gab es dann bald nur noch ein Thema: „Wir wollen noch mehr Spenden sammeln und eine große Spendenaktion auf die Beine stellen!“ Klassenlehrerin Katherina Weislogel ließ sich auf diesen Wunsch ein und gemeinsam beschloss man, am Riedberger Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr mit einem Klassenstand teilzunehmen.

Auch auf dem Riedberger Weihnachtsmarkt sammelte die 6a Spenden für den Zoo – mit dem Verkauf von selbstgemachten Plätzchen, Kuchen und Kinderpunsch

Es sollten Plätzchen, Kuchen, Punsch und Kaffee verkauft und der gesamte Erlös an den Frankfurter Zoo gespendet werden. „Als Klasse mussten wir dabei großen Teamgeist beweisen, über viele Dinge diskutieren, Entscheidungen treffen und unser Vorhaben gemeinsam planen und umsetzen.“

In detailreicher Kleinarbeit wurden Einkaufslisten, ein Schichtplan, der Stand sowie letztendlich der eigentliche Verkauf organisiert. Am dritten Adventswochenende war es dann soweit. Gemeinsam meisterten sie den Verkauf und sammelten eine so große Summe, wie keiner erwartet hatte.

Eigentlich war geplant, die Zoospende in Form eines zweiten Wandertages persönlich mit der ganzen Klasse zu übergeben. Aufgrund der Corona-Pandemie musste dieser jedoch abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben werden. „Die Enttäuschung war groß, aber als Klasse war uns schnell klar, dass aufgrund der Zooschließung und den dadurch fehlendenden Einnahmen eine sofortige Spende notwendig ist“, erzählen die Schülerinnen und Schüler.

Gemeinsam wurde beschlossen, das Geld jetzt schon an die Tiere zu spenden und den Frankfurter Zoo damit in dieser Zeit finanziell zu unterstützen. Die Klassensprecher der 6a haben stellvertretend für die Klasse – selbstverständlich unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes – im Mai die symbolische Übergabe der Spende übernommen.

Die 6a schreibt: „Wir möchten ein besonderes Dankeschön an die zahlreichen Spender richten – Ihr habt den unglaublichen Endbetrag von 1.700 Euro möglich gemacht! Vielen Dank!“

Fotos: Gymnasium Riedberg/ Klasse 6a

Störche am Riedberg zu Gast

Ungewöhnlicher Feiertags-Besuch auf zwei majestätisch langen Beinen: Am späten Montagnachmittag meldeten sich fast zeitgleich mehrere Spaziergänger und Radfahrer und berichteten, dass sich unmittelbar an der A5 Störche befänden. „Es sind mindestens zehn Störche und auch Jungtiere scheinen dabei zu sein. Ich wollte zuerst meinen Augen nicht trauen“, erzählt ein Jogger, der „leider nur ein veraltetes Handy dabei hatte und deshalb nur ein unscharfes Foto geschossen hat“.

Zugegeben: Die Störche machten nicht direkt in unserem Stadtteil Halt, sondern wenige hundert Meter entfernt. An einer bei Riedbergern und Kalbachern gleichermaßen beliebten Strecke Richtung Taunus, jenseits der Autobahnbrücke über die A5. Also offiziell schon auf Oberurseler Gemarkung. „Die staksten über ein frisch gemähtes Feld und suchten offensichtlich nach Würmern oder Ähnlichem“, berichtet der Jogger weiter. Anscheinend so erfolgreich, dass sie sich kaum aus der Ruhe bringen ließen, wenn Spaziergänger sie beobachteten. Auch eine Familie, die von einem Radausflug zurückkam, freute sich über die Störche und schickte uns dieses Foto, auf dem schemenhaft vier Tiere zu erkennen sind.

Auf diesem Foto sind aus der Distanz vier Tiere erkennbar  Foto: privat

Sooo ungewöhnlich sind Störche in unserer Gegend allerdings nicht, wie wir nach etwas Recherche erfahren haben. Laut NABU brüteten Störche bis 1968 in Bonames auf einem Schornstein einer Bäckerei. Nachdem die Vögel jahrzehntelang verschwunden waren, gibt en der Wetterau inzwischen wieder 40 Brutpaare und südlich von Frankfurt, im Kreis Groß-Gerau, sind es ca. 150 Brutpaare. Ende Februar 2020 wurde berichtet, dass ein Storch in Frankfurt-Harheim sein Nest an der Nidda gebaut hat.

Fotos: privat

Mundschutz-Pflicht in der U-Bahn bleibt

Seit Ende April gilt im öffentlichen Verkehr die Pflicht, eine Maske oder eine entsprechende Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Wer mit U-Bahn, Straßenbahn, Bus oder auch Zug fahren will, muss entsprechende Vorkehrungen treffen. Das gilt weiterhin – darauf weist die Stadt in einer aktuellen Mitteilung ausdrücklich hin.

Die große Mehrheit der Frankfurter Fahrgäste beachtet diese nach wie vor notwendige Pflicht, wofür sich die VGF herzlich bedanken möchte. Allerdings gibt es eine Minderheit, die U- und Straßenbahnen ohne Masken oder MNB nutzen. Die VGF hat bislang auf eine positive Ansprache ihrer Kunden gesetzt. Mitglieder des Fahrausweisprüfdiensts weisen „maskenlose“ Fahrgäste auf ihr Versäumnis hin, sie tragen auch Mund-Nase-Bedeckungen bei sich, für den Fall, dass eine solche schlicht fehlt oder vergessen wurde. Die Info-Punkte am Hauptbahnhof und in der Station Hautwache geben Masken auf Nachfrage von Fahrgästen aus.

Bei dieser Linie muss das Unternehmen bleiben, da es keine ordnungspolizeilichen Befugnisse hat und es auch keine gesetzliche Grundlage gibt – analog zu den 60 Euro fürs Schwarzfahren – ein Bußgeld zu verhängen. Allerdings prüft die VGF zwei andere Möglichkeiten, um der Maskenpflicht den noch nötigen Nachdruck zu verleihen: Zum einen gemeinsame Kontrollen in U- und Straßenbahnen mit der Polizei, zum anderen, ob Maskenverweigerer künftig aus den Fahrzeugen verwiesen werden können, ähnlich wie es in Geschäften geschieht, die in solchen Fällen von ihrem Hausrecht Gebrauch machen.

Auf alle Fälle wird die VGF weiterhin auf die bestehende Pflicht hinweisen, denn in Bahnen und Bussen gilt die Abstandsregelung von 1,5 Metern nicht, weil ihre Einhaltung nicht gewährleistet werden kann. Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen kommen deshalb umso größere Bedeutung zu. Das tut sie seit 27. April ausgiebig und auf mehreren Wegen: auf Plakaten in den Stationen, mit Spots auf den Bildschirmen von Infoscreens und Fahrscheinautomaten, mit der Laufschrift auf den dynamischen Fahrzielanzeigern, mit Durchsagen in den Stationen. Auch Durchsagen in den U- und Straßenbahnen laufen in unregelmäßigen Abständen. Zum Beginn der Maskenpflicht hatte die VGF zusammen mit Oberbürgermeister Peter Feldmann und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling in der Station Hauptwache Masken gratis verteilt, eine Aktion, die in den folgenden Tagen auch ohne die prominente Unterstützung und an anderen Stationen fortgesetzt wurde.

Foto: Mika Baumeister on Unsplash.com

Petition für Bikepark am Riedberg gestartet

Es gibt rund 20 Spielplätze am Riedberg – aber kaum Raum für ältere Kids und Jugendliche. Das Problem ist bekannt, geändert hat sich bislang wenig. Ein 11-jähriger Schüler hat deshalb eine Petition für einen Bikepark im Stadtteil gestartet und wird seine Ideen heute in der Online-Bürgerfragestunde des Ortsbeirates vorstellen.

Daddeln am Handy? Ist auf Dauer langweilig. Die vielen schönen Spielplätze am Riedberg? „Die sind für uns doch auch langweilig“, sagen Anton (11), seine Schwester Marie (9) und sein Freund Alexander (11). Mit den Bikes im Stadtteil herumzufahren, macht ebenfalls nur begrenzt Spaß, weil sich schnell Fußgänger gestört fühlen und es andererseits nur wenige Gelegenheiten für Sprünge und Fahrten durchs Gelände gibt. Obwohl gerade der Riedberg mit reichlich Gefälle eigentlich ideal dafür wäre.

Vermutlich kam dann auch noch ein bisschen Langeweile in den Corona-Wochen ohne Schule hinzu, die Anton sehr kreativ nutzte. Er erinnerte sich an die Bikeparks bei einem Urlaub in Österreich und, wesentlich näher, am Großen Feldberg im Taunus und begann, in mühevoller Kleinarbeit ein Modell für einen kleineren Bikepark hier am Riedberg zu basteln. Mit Sprüngen, Rampen und allem, was dazu gehört. Und verblüffte damit selbst seine Eltern, die ihn und seine Idee auch heute Abend bei der Online-Bürgerfragestunde im Ortsbeirat unterstützen werden. Schließlich biete ein Bikepark die Möglichkeit, dass „die Kinder zeitlich ungebunden und sportlich aktiv sein können“. Bei geringen Lärmemissionen und überschaubaren Kosten.

Petition ist heute gestartet

Parallel dazu wurde heute die Petition „Bikepark am Riedberg – mehr Raum für Jugendliche“ unter https://www.openpetition.de/petition/online/bikepark-am-riedberg-mehr-raum-fuer-jugendliche gestartet. „Wir haben jetzt zwei Monate Zeit, um die notwendigen 260 Unterschriften zu sammeln“, erklärt Antons Mutter. In der Vergangenheit gab es bereits mehrere Petitionen von Riedberger Bürgern, die erfolgreich waren und in Anträge des Ortsbeirates an den Magistrat mündeten – allerdings teilweise (noch) nicht realisiert wurden.

Mögliche Standorte für den Bikepark sind aus Sicht von Anton und seinen Freunden das Gelände unmittelbar neben der Wiese der IG Riedberg an der Alten Riedbergstraße, das Gelände direkt um den Kautenhof, der Lärmschutzwall an der A5 oder auch das Gelände unterhalb der Konrad-Zuse-Straße.

Dieses Modell für einen Bikepark am Riedberg hat Anton (11) in den „Corona-Ferien“ gebastelt Foto: privat

Um Spaß zu haben, müsse die Fläche auch nicht riesig sein. Laut einer Fachfirma würden rund 100 x 70 Meter für einen kleineren Park genügen. Die Kosten liegen im niedrigen fünfstelligen Bereich. Denn im Prinzip versucht man, das natürliche Gelände zu nutzen und mit Erdaushub und Holzrampen coole „Lines“ für größere und kleinere Biker zu schaffen. Betonarbeiten sind nicht notwendig.

„Keine Konkurrenz zur Skatepark-Initiative“

Eines ist Anton und seinen Freunden und vor allem auch ihren Eltern sehr wichtig: „Wir wollen keineswegs der Initiative für einen Skatepark am Riedberg Konkurrenz machen, sondern am liebsten dabei helfen, dass sich beide Projekte realisieren lassen.“ Zur Erinnerung: Seit einem Jahr kämpft Sebastian Reißmann, ebenfalls ein Schüler vom Riedberg, für einen Skatepark im Stadtteil. Nach einem doppelten Nein von der Stadt kam zuletzt die Nachricht vom Magistrat, dass man bis Juni 2020 mögliche Standorte prüfen und dann Bericht erstatten wolle.

Anton, seine Schwester Marie und sein Freund Alexander hoffen auf einen Bikepark im Stadtteil, „wo man Spaß an der frischen Luft haben kann und keiner sagt dir, was du machen sollst…“

Immer mehr Kinder am Riedberg, übrigens dem jüngsten und familienreichsten Frankfurter Stadtteil, werden in nächster Zeit dem Spielplatz-Alter entwachsen. „Da wäre es doch nur gerecht, wenn es neben den 20 Spielplätzen für die kleinen Kinder auch etwas für uns gibt“, meint Anton, der Ideengeber für die neue Bikepark-Petition.

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Die erste Online-Bürgerfragestunde des Ortsbeirates findet heute um 19.30 Uhr statt. Dazu muss man sich per Computer, Tablet oder Handy unter der Adresse https://tinyurl.com/yceqlzod einwählen oder per Telefon 069 5050 2596, Meeting-ID: 965 9036 8085, Passwort: 336562 (Zoom). Die Einwahl ist ab 19.15 Uhr möglich.

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Fotos: MAINRiedberg (2), privat