Kategorie: Aktueller Artikel

Familienzentrum Billabong schließt wegen Corona

Das Billabong Familienzentrum wird wegen der Corona-Pandemie ab sofort bis einschließlich Ende der Ostferien, 18.04.2020, geschlossen bleiben – darüber informierte heute Nachmittag der Vorstand des Vereins. Es finden keine Kurse statt, wir bitten Sie sich hierzu mit dem jeweiligen Kursleiter in Verbindung zu setzen. Auch die offenen Treffen entfallen. Das Café bleibt geschlossen.

Kuchen zum Mitnehmen – und Einkaufsservice!

„Da wir aber weiterhin einen Beitrag zur Nachbarschaftshilfe leisten wollen, werden wir ab Mittwoch, 18.03., Suppe, Kuchen und Kaffee zum mitnehmen anbieten, die wir für Senioren gern auch nach Hause liefern können“, erklärt Sabine Fiedler von Billabong. Des weiteren bieten wird ein Einkaufsservice speziell für Senioren in Riedberg und Kalbach angeboten.

Es wird ein Telefondienst eingerichtet, der wochentags unter der Nummer 069 / 98957795 von 9.00-13.00 Uhr erreichbar ist. Das Billabong-Team wird hier gern Bestellungen für Besorgungen entgegennehmen und auch für alle anderen Belange ein offenes Ohr haben. Kontakt auch über  info@billabong-family.de.

Foto: Billabong Family e. V.

Wer jetzt Anspruch auf Notbetreuung hat

Die Corona-Krise führt beim Bildungs- und Betreuungsagebot der Stadt Frankfurt am Main zu deutlichen Einschränkungen. Hier kommt eine Übersicht der aktuellen Änderungen, Stand Montag, 16. März, morgens. Aufgrund der dynamischen Situation können diese der jeweiligen Lage andäquat angepasst werden.

Kindertagesstätten und Kindertagespflege

Das Land Hessen hat angeordnet, dass ab Montag, 16. März, bis zum Ende der Osterferien am 17. April keine Kinderbetreuung in Krippen, Kindergärten und Horten mehr stattfindet. Dies gilt für alle Träger und auch für die Betreuung in den Tagesfamilien (Kindertagespflege). Ausgenommen sind nur Kinder, bei denen beide Eltern oder ein alleinerziehender Elternteil in folgenden Bereichen tätig sind:

• Gesundheitsbereich, medizinischer und pflegerischer Bereich
• Rettungsdienste, Katastrophenschutz und Feuerwehr
• Polizei und Vollzugsbereich, einschließlich Justizvollzug und vergleichbare Bereiche
• Kritische Infrastruktur (Energie, Wasser, Abwasser, IT und Telekommunikation)

Eine Liste der relevanten Berufe findet sich unter https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/coronavirus-sars-cov-2/umgang-mit-corona-kita-und-kindertagespflegestellen im Internet.

Alle Eltern, die zu den genannten Berufsgruppen gehören, werden schon jetzt gebeten, einen Nachweis über ihre Berufstätigkeit in die Kitas und Kinderzentren mitzubringen. Sie erhalten schnellstmöglich gesonderte Informationen, in welchen Einrichtungen Ihr Kind in den nächsten Tagen betreut wird. Bis dahin sind diese gebeten, ihr Kin in die Einrichtung zu bringen, in der es bisher betreut worden ist.

Nicht betreut werden kann ein Kind, wenn es

• krank ist
• Kontakt zu infizierten Personen hat
• sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten hat.

Kinder, die aus einem vom Robert-Koch-Institut eingestuften Risikogebiet zurückkehren, müssen eine 14-tägige Quarantäne einhalten, bevor sie wieder betreut werden können. Eine Übersicht über die Risikogebiete findet sich unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html im Internet.

Zum Schutz älterer Menschen gilt die Empfehlung, auf eine Betreuung der Kinder durch die Großeltern zu verzichten.

Weitere Informationen gibt es in der Einrichtung oder auf den Webseiten und Facebook-Seiten des jeweiligen Trägers der Kita.

Schulen und erweiterte schulische Betreuung

Das Hessische Kultusministerium hat angeordnet, dass ab Montag, 26. März, an allen Schulen bis zum Ende der Osterferien am 17. April kein regulärer Unterricht mehr stattfindet. Am Montag können Schüler sowie Lehrkräfte ihre persönlichen Dinge und Lernmaterialien aus der Schule holen, ab Dienstag findet nur noch eine Notfallbetreuung in kleinen Gruppen statt.

Die schriftlichen Abiturprüfungen sollen stattfinden. Darüber hinaus werden mehrere Nachschreibtermine angeboten, so dass alle Schüler ihre Prüfungen absolvieren und ihren Abschluss im laufenden Schuljahr 2019/2020 erreichen können. Weitere Informationen zur Durchführung des Abiturs sind demnächst zu erwarten.

Alle Exkursionen, Schüleraustausche, Klassenfahrten, die bis zum Ende des Schuljahrs 2019/2020 stattfinden sollten, werden abgesagt. Das umfasst alle Schulfahrten und außerschulische Veranstaltungen, unabhängig davon, ob der Zielort als Risikogebiet eingestuft ist. Das Land Hessen übernimmt die vom Veranstalter in Rechnung gestellten Stornokosten.

Herkunftssprachlicher Unterricht in Samstagsschulen, die am Wochenende Räume der Schulen nutzen, findet ebenfalls bis zum 17. April nicht statt. Dasselbe gilt für Sport- und andere Vereine, die für ihre Angebote auf Räume in den Schulen zurückgreifen.

Das Hessische Kultusministeriums hät auf seinem Internetauftritt weitere Informationen bereit. Für Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 richten die Schulen eine Betreuung ein, wenn beide Eltern oder ein alleinerziehender Elternteil in folgenden Bereichen tätig sind:

• Gesundheitsbereich, medizinischer und pflegerischer Bereich
• Rettungsdienste, Katastrophenschutz und Feuerwehr
• Polizei und Vollzugsbereich, einschließlich Justizvollzug und vergleichbare Bereiche
• Kritische Infrastruktur (Energie, Wasser, Abwasser, IT und Telekommunikation)

Eine Liste der relevanten Berufe findet sich unter https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/coronavirus-sars-cov-2/umgang-mit-corona-schulen

Über die Details der Betreuung informieren. Nicht betreut werden kann ein Kind, wenn es

• krank ist
• Kontakt zu infizierten Personen hat
• sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten hat.

Schüler, die aus einem vom Robert-Koch-Institut eingestuften Risikogebiet zurückkehren, müssen eine 14-tägige Quarantäne einhalten, bevor sie wieder betreut werden können.

Foto: Archiv

250.000 Euro für Corona-Forschung

Die Johanna Quandt-Universitäts-Stiftung stellt der Corona-Forscherin Prof. Sandra Ciesek eine Viertelmillion Euro zur Verfügung. Innerhalb von nur 24 Stunden wurde der Antrag bewilligt. Die Virologen des Universitätsklinikums Frankfurt wollen mit dem Geld die Suche nach wirksamen Medikamenten vorantreiben. Die Mittel stammen aus dem Johanna Quandt Jubiläums-Fonds, den die Bad Homburger Unternehmerin Johanna Quandt 2014 für die Goethe-Universität eingerichtet hatte.

Die Entwicklung virenhemmender Medikamente gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2 steht derzeit im Fokus des Teams um Prof. Sandra Ciesek, Leiterin des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. An der Frankfurter Virologie gelang Mitarbeitern des Instituts kürzlich die Anzucht des Corona-Virus aus Proben der deutschen Reisenden, die am 1. Februar aus Wuhan zurückgeholt worden waren. Mit den Mitteln des Fonds planen die Frankfurter Wissenschaftler nun, in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie pharmakologische Substanzdatenbanken nach potenziellen antiviralen Wirkstoffen zu durchsuchen. Weiterhin sind Experimente an Zellkulturen vorgesehen, bei denen einzelne Gene gezielt ausgeschaltet werden (CRISPR-Cas9-Screening). Damit versuchen die Wissenschaftler Strukturen menschlicher Zellen zu identifizieren, die das Virus zur Infektion benötigt. So wollen sie besser verstehen, wie das SARS-CoV-2-Virus in menschliche Zellen eindringt, um sich dort zu vermehren.

Der Johanna Quandt Jubiläums-Fonds wurde zum 100-jährigen Bestehen der Goethe-Universität ins Leben gerufen und von Johanna Quandt mit 20 Millionen Euro ausgestattet. Seit 2015 werden mit diesen Mitteln Projekte der Goethe-Universität gefördert, deren Finanzierung nicht durch den allgemeinen Hochschulentwicklungsplan gedeckt ist. Dazu zählen die Förderung herausragender Wissenschaftler, die Unterstützung internationaler Partnerschaften sowie außeruniversitärer Forschungsinstitute und damit verbundener Kooperationen.

Prof. Sandra Ciesek sagte: „Mit den Mittel aus dem Johanna Quandt Jubiläums-Fonds können wir kurzfristig qualifizierte Nachwuchswissenschaftler für diese Arbeiten einstellen. So können wir die Screenings sowie anschließende präklinische Untersuchungen schnell durchführen. Unser Ziel ist es, möglichst zeitnah mit klinischen Studien an Probanden und Patienten zu beginnen.“

„Die Corona-Krise zwingt die auch die Goethe-Universität zu energischem und entschlossenen Handeln“, erklärte Prof. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität. „Als Stiftungsuniversität sind wir in der glücklichen Lage, seit vielen Jahren eng und vertrauensvoll mit Stiftungen wie der Johanna Quandt-Universitäts-Stiftung zusammenzuarbeiten. Nur dadurch war es möglich, unbürokratisch innerhalb kürzester Zeit diese Summe für unsere Virologie bereitzustellen. Wir sind froh, in dieser schwierigen Phase Beiträge zur Bewältigung der Krise leisten zu können.“

Informationen: Goethe-Universität

Foto: CDC on Unsplash.com

Corona: Kein Riedbergchor, kein Konzert in der Aula und keine Flohmärkte

Auch das kulturelle Leben im Stadtteil ist von den Auswirkungen des Virus betroffen. Beim beliebten Riedbergchor finden bis auf Weiteres keine Proben mehr statt. Das Konzert der Gruppe „Schmackes“ (Klezmer und Balkanmusik) im Rahmen von „Kultur in der Aula“ am 20. März um 20 Uhr ist abgesagt und auch die noch im März geplanten Kinderflohmärkte in der Grundschule Riedberg sowie der Marie-Curie-Schule finden nicht statt.

In einer Mitteilung an die Mitglieder des Riedbergchores heißt es: „Der Kirchenvorstand der Riedberggemeinde hat heute beschlossen, ab sofort bis auf Weiteres alle Veranstaltungen in der Gemeinde abzusagen. Dazu gehören auch unsere Chorproben. Ausnahme sind die Sonntagsgottesdienste. Damit können die Chorproben erstmal nicht stattfinden. Wir werden über die Auswirkungen im Chor-Vorstand noch sprechen und dem Chor dann weitere Informationen und mögliche Alternativen übermitteln.“ Weitere Informationen über den Chor mit mehr als 40 Mitgliedern aus den verschiedensten Nationen unter www.riedbergchor.de

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Konzert der Klezmer-Band „SCHMACKES“ am Freitag abgesagt

Das Team von „Kultur und er Aula hat beschlossen, das für nächsten Freitag geplante Konzert ausfallen zu lassen. Es soll nachgeholt werden.

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Billabong verschiebt Frühjahrsmarkt

Das Familienzentrum Billabong informiert: Babysitter trifft Eltern – 17.03. Veranstaltung fällt aus, Frühjahrsmarkt – 29.03. verschoben, Vorlesenachmittag für Kinder dienstags – entfällt vorerst.

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Die Kinderflohmärkte in der Grundschule Riedberg und der Marie-Curie-Schule abgesagt

Der am 23.3. geplante Basar für Spielzeug und Kindersachen in der Grundschule Riedberg findet nicht statt. „Wir bedauern es sehr, aber auf Grund der aktuellen Situation müssen wir leider den diesjährigen Frühlingsflohmarkt absagen.“ heißt es auf der Homepage der Schule. 

Auch der am 28.3. geplante Flohmarkt in der Marie-Curie-Schule ist abgesagt. Auf der Homepage des Freundeskreises der Schule heißt es: „Der Kinderflohmarkt am 28.03.2020 findet nicht statt. Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Coronainfektionen haben wir entschieden, den Flohmarkt abzusagen.“

Foto: Archiv

SC Riedberg, Riedberger SV und FC Kalbach stellen Spiel- und Trainingsbetrieb ein

In einem Rundschreiben informiert der SC Riedberg: „Heute hat der Hessische Fußball Verband den Spielbetrieb bis Ostern eingestellt. Der Deutsche Rugby Verband empfiehlt, den Spielbetrieb baw. auszusetzen. Der Hessische Basketball-Verband hat den Spielbetrieb sogar vorzeitig für diese Saison beendet. Auf Empfehlung der Sportverbände und in Abstimmung mit den umliegenden Vereinen hat der Vorstand heute entschieden, ab sofort den Trainingsbetrieb im SC Riedberg komplett einzustellen. Dies gilt zunächst bis Karfreitag, den 10.04.2020 einschließlich. Dies betrifft alle Sparten bzw. Sportarten, egal ob im Freien oder in der Halle. „

Auch der FC Kalbach informiert über die Einstellung des Spiel- und Trainingsbetriebes – und verweist auf das offizielle Schreiben des Hessischen Fußballverbandes. „Wir als FC Kalbach – wie sicher alle Vereine – halten uns natürlich daran“, heißt es in einer Mitteilung an MAINRiedberg.

Riedberger SV: keine Spiele, kein Indoorsporttag, kein Training bis 10. April

Die Informationen des Riedberger SV lauten: „Wir haben bereits gestern entschieden, den für 22. März 2020 geplanten Indoorsporttag abzusagen.“ Der Spiel- und Trainingsbetrieb ist ausgesetzt.

In einer Mitteilung an die Mitglieder heißt es: „Diverse Sportverbände setzen den Spielbetrieb aus und raten allen Vereinen eindringlich auch den kompletten Trainingsbetrieb auszusetzen. Auch die Sportstätten in Frankfurt sollen seitens Sportamt geschlossen werden. Daher haben wir uns nach eingehender interner Beratung entschlossen, den Empfehlungen der verschiedenen Sportverbände, dem Wunsch unserer Bundeskanzlerin soziale Kontakte zu meiden und nach Abstimmung mit umliegenden Sportvereinen zum Schutze aller Mitglieder, insbesondere der älteren Familienmitglieder unserer Mitglieder, auch unsere kompletten Gruppen/Spiel/Trainingsbetrieb bis 10.4.2020 einzustellen. Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Aber gleichzeitig ist es unsere Pflicht unseren Beitrag zur Verlangsamung der Virusausbreitung zu leisten.“

Photo by Sandro Schuh on Unsplash

Rassistische Beleidigungen in Briefkästen

Zwei Familien mit türkischen Wurzeln haben Zettel mit rassistischen Beleidigungen in ihren Briefkästen vorgefunden. Die Polizei ermittelt. Auch der Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg wurde bereits verständigt und positioniert sich klar gegen jegliche Form von Rassismus. Allerdings gibt es noch Ungereimtheiten, was die Veröffentlichung der Vorfälle in den sozialen Medien betrifft.

Die Polizei schreibt in einer Information an die Bewohner des betroffenen Mehrfamilienhauses von einem „Zettel mit volksverhetzerischen Inhalt“ und weist ausdrücklich darauf hin, dass man sich bei Fragen oder sachdienlichen Hinweisen an den Schutzmann vor Ort, Adrian Homeier, sowie auch außerhalb des normalen Dienstes an die Wache des 14. Polizeireviers im Mertonviertel wenden könne.

Bei den Anfeindungen soll es sich um Papierstreifen mit wenigen Sätzen handeln, wo Migranten beleidigt und insbesondere Muslime bedroht werden.

„Klar ist, dass wir keinen Rassismus dulden“

„Der Ortsbeirat wurde von der Polizei bereits verständigt und hat die Vorfälle mit Bestürzung wahrgenommen“, erklärt Carolin Friedrich, Vorsitzende des Ortsbeirates Kalbach/ Riedberg. „Klar ist, dass wir keinen Rassismus dulden können und wollen.“ In der kommenden Ortsbeiratssitzung am Freitag gibt es mehrere, teils interfraktionelle Anträge gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz. Auch als Reaktion auf den Anschlag von Hanau. Friedrich betont aber zugleich, dass Frankfurts jüngster Stadtteil Riedberg mit Bewohnern unterschiedlichster Nationen eigentlich Vorbildcharakter habe und man mit diesem Problem zum ersten Mal konfrontiert sei.

Unklar ist, warum ein Zettel mit dem genauen Wortlaut der Anfeindungen in den sozialen Medien veröffentlicht wurde –  in einem grafisch verfälschten Flyer, der nachträglich erstellt wurde. Ein Teil der Veröffentlichungen wurde inzwischen gelöscht.

Die Frankfurter Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgrund von Volksverhetzung und Beleidigung aufgenommen.

Symbolbild: privat

E-Scooter-Sharing jetzt auch am Riedberg

Beim heutigen Dauerregen sind sie vermutlich weniger begehrt, am Wochenende waren sie schon mal der Hingucker rund um den Riedbergplatz: Der E-Scooter-Anbieter TIER hat jetzt unseren Stadtteil in sein Verleihgebiet aufgenommen. Heute Nachmittag waren beispielsweise mehr als 40 Roller im Bereich von Riedberg, dem Uni-Gelände und den Büros im Mertonviertel verfügbar. Das Berliner Start-up ist inzwischen in mehr als 45 europäischen Städten aktiv und kooperiert hier in Frankfurt mit dem RMV.

Fakt ist: Rund 70 Prozent der Frankfurterinnen und Frankfurter kombinieren regelmäßig verschiedene Verkehrsmittel. Das Scooter-Sharing funktioniert im Prinzip wie beim Auto, mittels eigener App. Die Roller können geliehen werden, indem man den QR-Code eines Rollers scannt oder dessen ID-Nummer in der App eingibt. Für die Aktivierung entfällt eine Gebühr von einem Euro. Danach fällt pro Minute eine Leihgebühr von 19 Cent an. Ganz billig ist die mobile Heimfahrt von der U-Bahn also nicht.

Denn E-Scooter eignen sich laut Anbieter perfekt für die letzte Meile von der Haltestelle bis zum Ziel. Als im vergangenen Jahr TIER und RMV die Zusammenarbeit bekannt gaben, sprach RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat davon, dass die App des Verkehrsverbundes „Schritt für Schritt zum Schweizer Taschenmesser der Mobilität“ werden soll. Nutzerinnen und Nutzer können sich neben Mietfahrrädern, Carsharing-Fahrzeugen und Taxis dort auch über verfügbare E-Scooter informieren. Die Reservierung und Buchung klappt dann allerdings nur über die App des Anbieters.

Foto: MAINRiedberg

KZ-Außenlager in Frankfurt – aber keine Gedenkstätte

In den Jahren 1944/45 existierte mitten in Frankfurt unter dem Decknamen „Katzbach“ ein Konzentrationslager. Die Gefangenen, die zum Großteil aus Polen stammten, wurden auf dem Gelände der Adlerwerke im Gallus unter grauenhaften Bedingungen festgehalten und zur Zwangsarbeit gezwungen. Im März 1945 wurden sie nach der Auflösung des Lagers auf einen Todesmarsch geschickt, den die wenigsten überlebten. Nach Kriegsende schwiegen die Frankfurter Öffentlichkeit und die Adlerwerke die Existenz des Lagers in der Öffentlichkeit systematisch tot. Eine nun abgeschlossene Studie durch das Fritz Bauer Institut liefert die wissenschaftliche Grundlage für das künftige Gedenken an das KZ im Gallusviertel. Die mit der Studie beauftragte Historikerin Andrea Rudorff stellte die Ergebnisse am Donnerstag bei einem Vortrag in Anwesenheit von Kulturdezernentin Ina Hartwig, dem polnischen Generalkonsul Jakub Wawrzyniak und Horst Koch-Panzner, Vorsitzender des Fördervereins für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzbach, vor.

„Frankfurt war ein Teil des nationalsozialistischen Arbeits- und Vernichtungslagersystems. Dieser Teil der Stadtgeschichte ist beschämend, darf aber nicht schamvoll kaschiert werden. Die Erinnerung an das Konzentrationslager muss vielmehr dauerhaft im Gallusviertel verankert werden“, sagte Hartwig.

Rudorff beschäftigte sich intensiv mit der Genese des Lagers, der Eingliederung als Außenlager in das KZ-System, der Lagerverwaltung, der Existenzbedingungen und Überlebensstrategien der Häftlinge, dem Arbeitseinsatz, der Verantwortung des Unternehmens, der Rolle der Nachbarschaft und der städtischen Behörden, der Lagerräumung und der Strafverfolgung. Durch den Zugriff auf neue und zum großen Teil erst seit wenigen Jahren zugänglich gemachte Quellen bringt Rudorffs Arbeit wichtige Erkenntnisse.

Die Verfolgungsgeschichten der einzelnen Häftlinge lassen sich nun detailliert nachvollziehen. Insbesondere über die Zusammensetzung des letzten Häftlingstransports, der Anfang Februar 1945 in Frankfurt eintraf, wusste man bisher nur sehr wenig. Im Gegensatz zu den ersten Transporten, die ausschließlich aus Polen bestanden, die während des Warschauer Aufstands deportiert wurden, kamen nun sehr heterogene Häftlingsgruppen in das Lager. „Die Studie des Fritz Bauer Instituts gibt vielen bislang anonymen Opfern ein Gesicht. Sie legt außerdem Zeugnis ab von der Verstrickung der Stadt und der Adlerwerke in die nationalsozialistischen Verbrechen”, erklärte Hartwig.

Zusammen mit zivilgesellschaftlichen Initiativen vor Ort arbeitet das Kulturdezernat der Stadt Frankfurt seit einigen Jahren daran, für diesen Teil der Frankfurter Geschichte einen angemessenen Ort der Erinnerung zu schaffen. „Die Stadt Frankfurt braucht dringend diese Bildungs- und Gedenkstätte – wir sind es den vielen Opfern der grausamen Taten im KZ Katzbach schuldig. Es bleibt unsere Verpflichtung, aller, die durch die Hölle des KZ Katzbach gingen, entsprechend zu gedenken. Es war auch der Wunsch eines der letzten Zeitzeugen, Andrzej Korczak-Branecki, der kürzlich von uns gegangen ist”, erklärte der Generalkonsul der Republik Polen Jakub Wawrzyniak.

Da die Einrichtung einer dauerhaften Gedenkstätte vor Ort ohne Kooperationsbereitschaft der Immobilieneigentümer derzeit nicht möglich ist, reichte die Römerkoalition einen Etatantrag zur Verwirklichung einer Ausstellung ein. Diese soll eine zeitgemäße künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Zwangsarbeit ermöglichen und als Wanderausstellung genutzt werden – ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer Gedenkstätte.

„Diskussion schadet dem Ansehen der Stadt“

Oberbürgermeister Peter Feldmann schaltete sich am heutigen Freitag in die Diskussion um die Errichtung der Gedenkstätte Katzbach mit deutlichen Worten ein: „Wer einen Gegensatz zwischen Gedenkstätten und anderen, notwendigen Formen der Erinnerungskultur aufbaut, schadet am Ende beidem und wird der Herausforderung, vor der wir stehen, nicht gerecht.“

Der Oberbürgermeister erinnert daran, dass er angesichts der Kranzniederlegung an diesem Ort und in Anwesenheit des polnischen Generalkonsuls am 1. August des letzten Jahres im Namen der ganzen Stadt auf die wichtige Bedeutung von Erinnerungsorten hingewiesen hat. Solche Erinnerungsorte nicht mehr zu errichten, weil die Gefahr bestehe, dass Rassisten und Nazis dort demonstrieren, sei im Ergebnis eine Kapitulation der Demokratie vor ihren Feinden: „Die Jüdische Gemeinde weiß, auf welcher Seite der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt steht und ich danke ihr für ihre klaren und mutigen Worte!“

Der Oberbürgermeister versichert zugleich dem polnischen Generalkonsul, dass er sich wie versprochen für die Errichtung der Gedenkstätte einsetzen werde: „Das wird so nicht stehen bleiben. Von verantwortlichen Kommunalpolitikern erwarte ich, dass sie sich bald und eindeutig äußern, damit kein weiterer Schaden für das Ansehen unserer Stadt entsteht.“

Hintergrundinformationen

Erst in den letzten Jahren ist das KZ Katzbach als Teil der Geschichte des Gallus in der Stadt bekannt geworden, besonders durch das Engagement zivilgesellschaftlicher Initiativen vor Ort. Die Arbeit von Ernst Kaiser und Michael Knorn, die 1994 unter dem Titel „Wir lebten und schliefen zwischen den Toten“ in erster Auflage verlegt wurde, hat einen großen Teil der wichtigen Quellen befragt und wissenschaftlich aufbereitet. Seitdem blieb eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema aus, bis die Stadtverordnetenversammlung Anfang 2018 einen Etatantrag von 100.000 Euro für einen Forschungsauftrag zur Aufarbeitung der Geschichte des Konzentrationslagers bewilligte, der nun abgeschlossen ist.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Förderverein für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzbach

Wir wollen die beste Klasse Deutschlands werden!

Wie muss man eigentlich sein, um die beste Klasse Deutschlands zu werden? Schlau und perfekt? Stark und cool? Oder einfach nur schön? Die Antwort darauf hat sich die Klasse 6b des Gymnasiums Riedberg in ihrem Bewerbungsvideo selbst gegeben. „Klar müssen wir schlau sein. Aber das Wichtigste ist, dass wir füreinander da sind, zusammenhalten und uns respektieren!“ Ganz besonders heute, wenn sie in der KIKA-Show „Die beste Klasse Deutschlands“ um den Einzug in die nächste Runde kämpfen. Unter rund 750 Bewerbungen wurden in diesem Jahr nur 32 Klassen ausgewählt – darunter die 6b.

Ende Dezember hat die Klasse bereits auf sich aufmerksam gemacht, als zehn Schülerinnen mehr als 900 Euro für ein Kinderhospiz sammelten. Noch länger tüftelten sie an einem Masterplan für ein weiteres großes Ziel: Der Teilnahme am KIKA-Schulquiz, um die beste Klasse Deutschlands zu werden. „Ganze Wochenenden und in den Ferien hat sich eine kleine Gruppe getroffen und an einem Drehbuch und an einem Songtext geschrieben“, berichtet eine Mutter. Bekannt war, dass man mit Amateurbildern wohl wenig Chancen hat. Deshalb bekamen die Kids, auf Initiative von Eltern, Hilfe von professionellen Kameraleuten. 

Stars und Hauptdarsteller aber sind sie natürlich selbst. In einem tollen Video mit einer ebenso tollen Version von Sidos „Astronaut“. Statt „Ich heb‘ ab“ geht’s um die Kids der 6b, die „alle ganz besonders“ sind. Das weiß auch Klassenlehrer Simon Steuer, der vom Engagement und der Hartnäckigkeit seiner Schülerinnen und Schüler „richtig begeistert“ ist. Er will sie zur Aufzeichnung der KIKA-Sendung begleiten. Heute um 8.45 Uhr ist der Bus in Frankfurt losgefahren und soll gegen Mittag die Fernsehstudios in Köln erreichen. Ein erstes Highlight kommt schon kurz nach der Ankunft. Denn Moderator Ben von KIKA LIVE wird die Klasse in Empfang nehmen und interviewen – offenbar hat man die 6b gezielt ausgesucht. Dann geht’s für Lara und Efran, die in der „Ersten Reihe“ am Quizpult stehen werden, ab in die Maske. Wie in anderen großen Fernsehshows. Mit-Raten wird später die gesamte Klasse. Alle für einen, einer für alle – das ist ihr Motto. Nicht nur im Video.

Der Fahrplan für „Die beste Klasse Deutschlands“

32 Schulklassen mit Schüler*innen aus je sechzehn 6. und 7. Klassen aus ganz Deutschland haben es geschafft: Sie haben sich für „Die beste Klasse Deutschlands“ qualifiziert – aus Hessen kommen noch die Klasse 6gD der Fürst Johann Ludwig Schule aus Hadamar sowie die 7b der Gesamtschule Gießen. Seit Ende Februar treten die Klassen im Studio in Köln gegeneinander bei Deutschlands größtem Schulquiz an. Die Ausstrahlungstermine der Shows sind ab 4. Mai auf KIKA, das große Superfinale am 30. Mai um 10:00 Uhr im Ersten.

Hier noch eine kurze Nachhilfe zum Ablauf der Sendung: In der ersten Spielrunde werden jeweils abwechselnd an beide Teams vier Fragen aus vielen unterschiedlichen Themengebieten gestellt, darunter auch welche zu vorgeführten Experimenten. Pro Frage gibt es vier Antwortmöglichkeiten. Bei jeder Frage haben zunächst 20 Schüler aus dem Publikum der betreffenden Klasse zehn Sekunden Zeit, um ihr Votum abzugeben, dieses wird jedoch erst bekannt, wenn auch die „Erste Reihe“ die Frage richtig beantwortet hat. Die Klasse, der die Frage gestellt wurde, erhält nur dann Punkte, wenn auch die Antwort der Kandidaten richtig war. Während der Abstimmungszeit dürfen die Schüler sich nicht beraten. Wer zu viel redet, kann disqualifiziert werden…

Der Bericht über „unsere“ 6b ist demnächst auf KIKA LIVE zu sehen. Informationen unter kika.de

Sobald der genaue Sendetermin für das Quiz-Duell mit der Klasse 6b des Gymnasiums Riedberg feststeht, werden wir auf main-riedberg.de darüber informieren

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FOTO: Screenshot aus dem Video der Klasse 6b/ Gymnasium Riedberg

Kostenloser Test von E-Lastenrädern in Frankfurt

Neben der Verbesserung der Infrastruktur für den Radverkehr durch Einrichtung von Radfahrstreifen, Rotmarkierung, Einrichtung von Protected Bikelanes und der Verbreiterung von Radwegen will die Stadt Frankfurt am Main nun auch die Bevölkerung zum vermehrten Umstieg auf das umweltfreundliche Fahrrad animieren. Um auch längere Strecken oder Strecken mit Steigungen leicht bewältigen zu können, aber auch zum Transport von Kindern oder Einkäufen, können E-Lastenräder oder E-Bikes eine umweltfreundliche Alternative zum Auto darstellen.

In Frankfurt haben Bürger von März bis August 2020 die Möglichkeit, sich im Rahmen der Aktion „Radfahren neu entdecken“ über einen Zeitraum von bis zu zwei Wochen gratis von den Vorteilen einer Pedelec-, Lastenrad- oder E-Bike-Nutzung zu überzeugen. Unterstützt wird die Stadt Frankfurt dabei durch das Land Hessen und die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH). Hessenweit stehen knapp 200 Fahrräder für die Aktion zur Verfügung. „Unsere Teilnahme an ‚Radfahren neu entdecken‘ setzt einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Stärkung des Radverkehrs“, betont Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling. „Elektrisch unterstützte Fahrräder sind aus einer zukunftsfähigen Mobilität nicht wegzudenken – sie sind moderne Alltagsgefährte und für jeden Einsatzzweck und für jede Altersgruppe gleichermaßen geeignet. Davon können sich unsere Bürgerinnen und Bürger jetzt persönlich überzeugen.“

Am Samstag, 29. Februar, übergaben der Hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und Verkehrsdezernent Oesterling die ersten 48 E-Lastenräder und E-Bikes am für den Autoverkehr gesperrten nördlichen Mainufer an die Frankfurter Bürger.

Die E-Lastenräder und E-Bikes werden jeweils für zwei Wochen an die interessierten Nutzer ausgeliehen. Die Übergabe der E-Lastenräder und E-Bikes erfolgt an wechselnden Standorten im Frankfurter Stadtgebiet. Zum Beispiel auch an der Bockenheimer Warte, dem Friedberger Platz, dem Buchrainplatz oder dem Höchster Schlossplatz. Die interessierten Frankfurter erfahren nach Registrierung auf der Website, wann und wo sie „ihr“ E-Lastenrad oder E-Bike für den kostenlosen zweiwöchigen Test abholen können.

Mit dem Pedelec bequem die Einkäufe erledigen oder auf dem E-Bike ganz locker ins Wochenende durchstarten – und das ohne zusätzliche Kosten. Für die Aktion „Radfahren neu entdecken“ können sich Interessierte auch weiterhin ganz einfach online auf http://www.radfahren-neuentdecken.de/registrierung bewerben. Während des bis zu zweiwöchigen Ausleihzeitraums können die Tester ausgiebig und je nach Lebenssituation sowie individuellem Mobilitätsbedürfnis das Radfahren mit elektrischer Unterstützung neu entdecken.

Die Teilnahmebedingungen und alle Informationen zur Aktion „Radfahren neu entdecken“ gibt es auf http://www.radfahren-neu-entdecken.de im Internet.

Die Stadt Frankfurt plant, im Anschluss an dieses Projekt ein Förderprogramm aufsetzen, bei dem Frankfurter Bürger, aber auch Vereine und Gewerbetreibende, mit Hauptsitz in Frankfurt bei Anschaffung eines E-Lastenrades finanziell unterstützt werden. „Das Verkehrsdezernat beabsichtigt dafür zunächst für das Jahr 2020 200.000 Euro zur Verfügung zu stellen“, erläutert Oesterling. „Die Förderung soll pro E-Lastenrad maximal 1000 Euro betragen.“ Das Förderprojekt ist gerade in Planung und wird mit Unterstützung der IVM voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2020 starten. Die Stadt Frankfurt übernimmt somit Verantwortung zu einer weiteren Veränderung der Verkehrsmittelwahl hin zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln. Die Bürger, die nach dem Test eines E-Lastenrads die Vorteile des umweltfreundlichen Gefährts für sich entdeckt haben, aber auch alle anderen interessierten Frankfurter, erfahren eine deutliche finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung durch die Stadt Frankfurt.

„Die finanzielle Förderung bei der Anschaffung von E-Lastenrädern stellt somit einen weiteren Baustein der Frankfurter Radverkehrsförderung auf dem Weg zur Fahrradstadt dar“, sagt der Verkehrsdezernent.

Foto: radfahren-neu-entdecken.de