Kategorie: Aktueller Artikel

Straßen nach Naturwissenschaftlern der Goethe-Universität benannt

Nun ist es für jedermann sichtbar: Die Mikrobiologin Emmy Klieneberger-Nobel, der Atomphysiker Friedrich Hermann Hund und der Chemiker Sir Alexander Todd sind die mit der Goethe-Universität verbundenen Naturwissenschaftler, die drei bislang namenlosen Straßen auf dem Campus Riedberg einen Namen geben.

Der Ortsbeirat 8 hatte sich im Sommer 2018 für die Namensvorschläge der Universität ausgesprochen; nun wurden die neuen Straßennamen Ende Juni mit dem Anbringen der Schilder öffentlich gemacht.

Vizepräsident Manfred Schubert-Zsilavecz, der im Ortsbeirat engagiert für die drei Wissenschaftler geworben hatte, ist froh über diesen Schritt. „Wir erinnern nicht nur an drei hervorragende Forscher, die mit der Goethe-Universität verbunden sind und von denen zwei – Hund und Todd – in die Geschichte ihres Fachs eingegangen sind. Wir würdigen im Fall von Emmy Klieneberger auch eine Frau und Jüdin, die ihre wissenschaftliche Laufbahn nur unter schwersten Bedingungen beginnen und fortsetzen konnte.“

Die Bakteriologin Emmy Klieneberger-Nobel (1892-1985) war die erste Frau, die in den 20er Jahren an der Universität Frankfurt gegen Widerstände von Kollegen habilitiert wurde. Mit ihr wird nicht nur an eine der wenigen Frauen in den Anfängen der Universität erinnert, sondern auch an das Schicksal der jüdischen Universitätsangehörigen im Nationalsozialismus: 1933 wurde der Bakteriologin aufgrund ihrer jüdischen Abstammung die Lehrbefugnis entzogen. Kurz darauf emigrierte sie nach London, wo sie ihre Forschungen bis zu ihrer Emeritierung fortsetzen und sich als Mitentdeckerin der sogenannten Mykoplasmen einen Namen machen konnte. Ihren Namen trägt nun der Weg am Biologicum.

Die campusinterne Verbindung von Physikalischen und Chemischen Instituten ist nach dem renommierten Atomphysiker Friedrich Hund (1896-1997) benannt. Der Assistent Max Borns und Kollege Werner Heisenbergs war von 1951 bis 1957 in Frankfurt Ordinarius für Theoretische Physik. Mit den berühmten „Hundschen Regeln“ über Elektronen prägte er den Wandel der Quantentheorie in den zwanziger Jahren; er gilt ebenso als Entdecker des später sogenannten, für die Entwicklung der Quantenmechanik bedeutenden „Tunneleffekts“.

Die Zufahrtsstraße von der Altenhöferallee in Richtung Biozentrum erinnert an den Chemiker und Nobelpreisträger Sir Alexander Robertus Todd (1907-1997). Der Brite Todd promovierte an der Universität Frankfurt, danach kehrte er nach Großbritannien zurück, wo er nach mehreren Stationen bis zu seiner Emeritierung an der Universität Cambridge lehrte. Alexander Todd war einer der Pioniere der Erforschung der Nukleinsäuren, mit denen er Grundsteine für die moderne Genetik, Biochemie und Molekularbiologie legte. 1957 wurde ihm der Nobelpreis für Chemie verliehen.

Die Entscheidung für die drei Naturwissenschaftler war in der Goethe-Universität bereits Anfang 2015 gefallen. Mit dem Anbringen der Straßenschilder auf dem Campus der Naturwissenschaften kommt der Prozess der Straßenbenennung nun zu einem Abschluss.

Informationen und Foto: Goethe-Universität

Gleisbau: U9 fährt nicht, U8 fährt planmäßig

Neue Informationen zu den Sommerferien-Baustellen im RMV: Ab Montag bis zum 3. August fährt die U9 wegen Gleisbauarbeiten nicht, es ist ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die U8 fährt aber weiterhin planmäßig zum Riedberg.

In der Zeit von Montag, 6. Juli, circa 2 Uhr, bis Samstag, 1. August, circa 3 Uhr, ist die U-Bahnlinie U2 zwischen Riedwiese/Mertonviertel und Nieder-Eschbach unterbrochen. Grund sind Gleisbauarbeiten zwischen Kalbach und Nieder-Eschbach. Die U2 verkehrt nur zwischen Südbahnhof und Riedwiese/Mertonviertel sowie zwischen Nieder-Eschbach und Bad Homburg-Gonzenheim. Zwischen Riedwiese/Mertonviertel und Nieder-Eschbach findet kein Betrieb der U2 statt.

Im Anschluss daran, von Samstag, 1. August, circa 3 Uhr bis Montag, 3. August, circa 1.30 Uhr, verkehrt die U2 nur zwischen Südbahnhof und Heddernheim sowie zwischen Nieder-Eschbach und Bad Homburg-Gonzenheim. Grund dafür sind Arbeiten an der Fahrleitung. Von Heddernheim nach Nieder-Eschbach und zurück fährt die Linie U2 nicht.

Linie U9 fährt nicht

Die Linie U9 fährt während der gesamten Bauarbeiten nicht. Der Riedberg ist mit der Linie U8 planmäßig erreichbar.

Schienenersatzverkehr mit Bussen

Ein Schienenersatzverkehr mit Gelenkbussen zwischen Heddernheim, Riedwiese/Mertonviertel über Unicampus/Riedberg, Kalbach, Bonames Mitte und Nieder-Eschbach wird im gesamten Zeitraum eingerichtet.

RMV-Fahrplanauskunft ist aktuell

Über die RMV-App und auf http://www.rmv-frankfurt.de können sich Fahrgäste über die Fahrpläne und ihre neuen Verbindungen informieren. Auch die Mitarbeiter am RMV-Servicetelefon unter 069/24248024 sind rund um die Uhr erreichbar und beraten gerne.

Foto: MAINRiedberg

Nach Flüchtlings-Protest: Aufklärung der Vorwürfe gefordert

Undichte Dächer, Ungeziefer, enge Wohnverhältnisse, Hygienemängel und mangelndes Verständnis bei den Mitarbeitern des Trägers: Rund 100 Flüchtlinge haben Mitte Juni gegen die schlechten Zustände in der Unterkunft am Alten Flugplatz Bonames protestiert. Das zeigt jetzt Wirkung.

Die Kommunale Ausländerinnen- und Ausländervertretung (KAV) fordert eine tiefgreifende Aufklärung aller Umstände, die zu den Vorwürfen führten, beziehungsweise der Gesamtsituation der Leitung der Flüchtlingsunterkunft.

„Wir wissen, dass die Flüchtlinge selbst kaum eine Lobby haben und deshalb Schwierigkeiten haben, ihre Probleme anzusprechen, geschweige denn, sie zu lösen. Aus diesem Grund müssen sich andere für sie einsetzen. Vorrangig aber ist die Aufklärung des Sachverhaltes, damit eventuelle Versäumnisse oder Fehler öffentlich werden und dann auch beseitigt werden können“, heißt es von der KAV.

Foto: Archiv

Fachärztezentrum: Es gibt noch keine Lösung!

Die Schließung des Fachärztezentrums Riedberg hat auch die Lokalpolitik „kalt erwischt“. Auf drängende Fragen gab es vom bisherigen Betreiber im Ortsbeirat nur vage Antworten. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen führt weiterhin Gespräche, um die Versorgung vor Ort aufrechtzuerhalten. Doch die Sorge im Stadtteil nimmt zu.

Zu Beginn der Ortsbeiratssitzung am vergangenen Freitag bekannte die Ortsvorsitzende Carolin  Friedrich: „Wir haben mit Schrecken vernommen, dass das Fachärztezentrum Ende September geschlossen wird.“ In Riedberg und Kalbach mit ingesamt 21.000 Einwohnern gibt es derzeit nur drei Praxen von Allgemeinmedizinern vor Ort plus das Ärztezentrum. Sollte keine Nachfolgeregelung gefunden werden, sehen Lokalpolitiker die Versorgung in so wichtigen Bereichen wie Kinderheilkunde und Gynäkologie akut gefährdet. 

Warum aber wird das beliebte Zentrum geschlossen? Dr. Rafaela Korte, Geschäftsführerin des bisherigen Betreibers Fachärztezentrum Frankfurt GmbH (FÄZ), war gekommen, um Rede und Antwort zu stehen. Das FÄZ hat derzeit sieben Standorte. In der Patienteninformation zur Schließung am Riedberg ist von einer „strategischen Neuorientierung“ der GmbH die Rede, im Ortsbeirat sprach die Geschäftsführerin von einer „umfänglichen strategischen Überprüfung“, aufgrund der man diese Entscheidung getroffen habe. Konkretere Aussagen dazu gab es nicht.

Die FÄZ-Geschäftführerin wurde auch damit konfrontiert, dass sich Patienten schon jetzt über eine schlechte Erreichbarkeit des Ärztezentrums beschweren und darüber, dass selbst notwendige U-Untersuchungen für Kinder nicht mehr durchgeführt würden. Sie kündigte an, dass zusätzliche Stellen geschaffen werden sollen, um die telefonische Erreichbarkeit zu verbessern. Sie wies aber auch darauf hin, dass sich Mitarbeiter „gegebenenfalls schon frühzeitig umorientieren wollen“. Auch hier sei man auf der Suche nach Vertretungskräften.

Fachärzte am Riedberg – das ändert sich definitiv

Ziel sei es nach wie vor, dass eine nahtlose und lückenlose Versorgung sichergestellt werden könne. Doch das Verfahren ist kompliziert, da die Ärzte nur noch bis 30. September beim FÄZ angestellt sind und die entsprechenden „Kassenarztsitze“ von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen neu und zentral ausgeschrieben werden. Es müsste also ein neuer großer Betreiber gefunden werden oder Bewerber müssten sich selbständig machen. 

Wenn alles klappt, könnten am Riedberg die Arztsitze für Psychotherapie, zwei Sitze für Gynäkologie und einer für Pädiatrie nachbesetzt werden. Die bisher praktizierende Gynäkologin Ulrike Embaye kam extra zur Sitzung und erklärte, sie schätze den Standort sehr und möchte „gerne am Riedberg bleiben“.

Die bisherige halbe Stelle für Neurologie will das FÄZ mit der Neurologie in ihrem Zentrum in Praunheim zusammenlegen. Einen Neurologen wird es also nicht mehr im Stadtteil geben.

Noch kein Bewerber für den Kinderarzt-Sitz

Fast im Nebensatz fiel folgende Aussage, die noch für Zündstoff sorgen könnte: Derzeit würde bei der Ausschreibung der KV für einen Kinderarzt „noch keine Bewerbung vorliegen“, so Geschäftsführerin und Krankenhausmanagerin Rafaela Korte. Was übersetzt bedeutet, dass noch überhaupt nicht sichergestellt ist, dass in Frankfurts jüngstem Stadtteil auch in Zukunft ein Kinderarzt praktizieren wird. 

Die Kassenärztliche Vereinigung sagt indes auf Nachfrage von MAINRiedberg: „Wir sind hinsichtlich einer zufriedenstellenden Lösung vorsichtig optimistisch.“

„Es werden schon jetzt händeringend Praxismöglichkeiten gesucht“

So optimistisch scheint man im Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg nicht zu sein. Sorge machen auch die fehlenden Räumlichkeiten. Das bisherige Zentrum ist für eine „normale“ Gemeinschaftspraxis zu teuer und zu groß und eine Abtrennung verschiedener Räumlichkeiten erscheint fraglich – zumal noch ein Mietvertrag besteht und für den Vermieter kein akuter Handlungsbedarf besteht. Siehe die früheren TEMMA-Räume, die zwei Jahre lang leerstanden, weil auch hier noch ein Mietvertrag, in diesem Fall mit Rewe, lief. 

Hinzu kommt folgende Information der Ortsvorsteherin: „Es werden schon jetzt händeringend Praxismöglichkeiten am Riedberg gesucht, die aber erst ab 2021 zur Verfügung stehen.“ In Neubauten im Westflügel. Andere Räume als das bisherige Ärztezentrum in so kurzer Zeit zu finden „ist fast unmöglich“.

Der Ortsbeirat sieht jetzt den Magistrat in der Pflicht, dabei mitzuwirken, dass die Versorgung im Stadtteil sichergestellt wird. Mehrere Anträge zu diesem Thema von CDU, SPD, Grünen und FDP wurden in der vergangenen Woche verabschiedet.

Fragen warf die Erklärung von FÄZ-Geschäftsführerin Korte auf, dass die Schließung des Riedberger Zentrums von beiden entscheidenden Gremien der GmbH „besprochen, beraten und getragen wurde“. Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, zu der Tochtergesellschaften wie die Fachärztezentrum Frankfurt GmbH, aber auch das Nordwest-Krankenhaus gehören, sind eng mit der Stadt verbunden. Vorsitzender im Aufsichtsrat und Senior im so genannten Pflegamt ist Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne). Der war ebenfalls eingeladen, habe es aber abgelehnt zu kommen, so Ortsvorsteherin Carolin Friedrich. Auch kein Vertreter stand für Fragen zur Verfügung.

Foto: MAINRiedberg

Riedberg bekommt den 10-Minuten-Takt

Besserer Anschluss für den Riedberg Richtung Innenstadt: Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember fährt die U8 in der Hauptverkehrszeit im 10-Minuten-Takt, Ortspolitiker sprechen von einem „Quantensprung“ für den Stadtteil. Auch an den Wochenenden sind deutlich mehr U-Bahnen geplant. 

Im Parlament-Informations-System (PARLIS) der Stadt Frankfurt finden sich zwei Vorlagen des Magistrats, die sich mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 befassen – und wo etwas versteckt auf Seite 4 folgende gute Nachrichten für den Riedberg zu lesen sind: Auf der so genannten „Stadtbahnstrecke A“ soll die U-Bahn-Linie U8 in der Hauptverkehrszeit im 10- statt wie bisher nur im 15-Minuten-Takt fahren. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen wechselt die U8 schon ab 7:00 Uhr bzw. ab 9:00 Uhr vom 30- auf 15-Minuten-Takt. In den Wochenendnächten wird sie außerdem zwischen „Südbahnhof“ und „Heddernheim“ auf einen 15-Minuten-Takt verstärkt.

Mehr Platz in der U9

Auf der U9 bekommt montags bis freitags in der morgendlichen Hauptverkehrszeit auch der letzte Umlauf einen zweiten Wagen angehängt. Bisher verkehrten drei der vier Umläufe mit Zwei-Wagen-Zügen – es wird also endlich mehr Platz in der U9 für die steigende Zahl der Fahrgäste geben.

Zudem will die städtische Nahverkehrorganisation Traffiq ein 24-Stunden-Netz aus Metrobuslinien einführen. Dafür wird das Nachtnetz komplett umgekrempelt. Die meisten bisherigen Nachtbusse werden ersetzt durch die neuen Metrobuslinien sowie neue Nachtbusse, die direkt entlang der Bahn- und Straßenbahnlinien verkehren und deren Nummern tragen – unter durch Riedberg und Kalbach fährt dann ab Mitte Dezember die Linie „N8“.

Jetzt muss nur noch das Stadtparlament den Vorlagen des Magistrats zustimmen. 

Foto: MAINRiedberg

Kulinarische Reise mit der IG Riedberg

Ein heißer Cappuccino in Italien, leckere Tapas in Spanien oder bunte Feste in Mexiko – kleine Traumreisen die Sie alle in diesen Sommer unternehmen können – ohne den Riedberg zu verlassen! 

Die IG Riedberg veranstaltet ab Juli ein Mal im Monat Events, die kulinarische Genüsse mit kulturellem Programm verbinden, bei schönem Wetter selbstverständlich „Open Air!“

„Freuen Sie Sich auf ein tolles Programm und bezaubernde Abende, die sich wie kleine Fluchten aus dem Alltag anfühlen“, heißt es in der Ankündigung.

Los geht’s mit Norwegen, Lesung inklusive

Unberührte Natur, frische klare Luft und kristallklares Wasser – steigen Sie in die U-Bahn oder auf Ihr Fahrrad und kommen Sie mit, die erste Reise geht nach Norwegen. „An diesem Abend wollen wir Sie kulinarisch mit vor Ort geräuchertem frischem Lachs verwöhnen.“ Dazu wird Brot und ein norwegischer Gurkensalat gereicht.

Als kulturelles Rahmenprogramm wird die Medienwissenschaftlerin Monika Nowicka Passagen aus dem Buch „Kieloben“ von Karin Nohr lesen. In dem Buch ist die Liebe der Autorin zu Norwegen – wo Sie lange gelebt hat – spürbar. Der Roman erzählt eine deutsch-norwegische Familiengeschichte, voller Geheimnisse, einfühlsam und spannend. Die Protagonistin verbringt Ihren Urlaub auf einer einsamen norwegischen Schäreninsel der gleichzeitig zu einer Seelenreise wird. Eine tolle Sommerlektüre, die auch vor Ort gekauft werden kann.

Die Organisatoren raten: „Wenn Ihre Freunde Sie fragen, was Sie nächstes Wochenende vorhaben, antworten Sie – da bin ich mal kurz in Norwegen…“

NORWEGEN-Abend der IG Riedberg am Sonntag, 5. Juli, von 18 bis 22 Uhr. Wo? Jugendhaus Riedberg/ Stadtteiltreff Dessauer, Friedrich-Dessauer-Str. 4 -6. Eintritt: 15 Euro, inklusive Lachs, Salat und Brot, Getränke können vor Ort gekauft werden. Bitte anmelden unter kontakt@ig-riedberg.de !

Wegen begrenzter Personenzahl bitte vorher unbedingt anmelden und den Teilnahmebeitrag nach der Anmeldebestätigung bis spätestens 1. Juli 2020 überweisen. Die genauen Hygieneauflagen werden in der Anmeldebestätigung mitgeteilt.

Weitere Informationen unter ig-riedberg.de

Foto: IG Riedberg

Stadt informiert über Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung kann ab sofort heruntergeladen werden. Die freiwillige und kostenlose Tracing-App soll ein weiterer Baustein in der Pandemiebekämpfung sein und dazu beitragen, frühzeitig Infektionsketten zu unterbrechen. Auch die Stadt Frankfurt beantwortet auf ihrer Webpage die wichtigsten Fragen.

Der Zeitraum zwischen dem Positivtest einer Person und der Information ihrer Kontakte kann mit der App reduziert werden. Das verringert auch die Zeit, in der beispielsweise asymptomatische Personen andere anstecken könnten. Durch die App können außerdem zusätzliche Risikobegegnungen in Alltagssituationen, die bisher durch das Raster gefallen sind, zum Beispiel bei längeren Aufenthalten in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Einkaufen, festgestellt werden. Sie soll damit eine wichtige Ergänzung zur Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter sein.

Die Corona-Warn-App benachrichtigt die Nutzer, wenn sie sich für eine bestimmte Zeit in der Nähe einer Corona-positiven Person aufgehalten haben. Die App schätzt das Infektionsrisiko ein und gibt Verhaltensempfehlungen.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer sagt: „Ich habe die Hoffnung, dass die App vielen Menschen Anlass gibt, noch bewusster die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, und bin sehr gespannt, welche Ergebnisse sie erzielen wird. Allerdings muss klar sein, dass die App die Regeln nicht ersetzen kann. In dem Moment, wo eine Risikoeinschätzung durch die App vorliegt, beginnt die eigentliche Arbeit unseres Gesundheitsamtes. Wir rechnen damit, dass es aufgrund der neuen App zu einer Vielzahl von Fragen an und zu einem hohen Beratungsbedarf durch die Gesundheitsämter kommen wird. Wir haben in Frankfurt dafür gesorgt, dass wir flexibel reagieren können und jederzeit eine erfolgreiche Kontaktnachverfolgung sowie eine gute Beratung garantieren können.“

Den Bürgern empfiehlt Majer, nach eigenem Ermessen zu entscheiden, ob sie die App nutzen möchten oder nicht. Gleichzeitig appelliert er an alle, weiterhin das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Meter einzuhalten, eine gründliche Handhygiene zu praktizieren und einen Mund-Nasenschutz überall dort zu tragen, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann.

Allgemeine Fragen zur App werden auf der Corona-Seite der Stadt Frankfurt unter http://www.frankfurt.de/coronavirus-fragen-und-antworten und auf der Informationsseite der Bundesregierung unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app/corona-warn-app-faq-1758392beantwortet.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Bundesregierung

Die IGS Kalbach-Riedberg ist heute im Radio!

„Wir – die IGS KaRi – sind im Radio!“ – mit dieser freudigen Nachricht informieren Schulleiterin Susanne Gölitzer und Stellvertreterin Mareike Klauenflügel vorab über eine Sendung auf hr-info, die heute Abend um 20.30 Uhr ausgestrahlt wird.

Der Titel der halbstündigen Sendung lautet Normal war gestern – Ideen für ein Leben mit Corona: die Schulen. Das Thema ist, „dass Corona auch Chancen zur Neuorientierung in der Bildung und Digitalisierung bietet und wir die als Schule nutzen und ergreifen“, erklärt Schulleiterin Gölitzer. „Es geht um die Frage, was wir im Bereich Mediennutzung seit Corona umgesetzt haben und was Bildung im 21. Jahrhundert bedeutet.“ Die erst 2017 eröffnete IGS Kalbach-Riedberg verfolgt als Teamschule ein jahrgangsübergreifendes Konzept und sucht auch im Bereich Digitalisierung und Mediennutzung nach innovativen Ideen.

Sendetermin ist am heutigen Donnerstag um 20.30 Uhr auf hr-info. Es gibt noch Wiederholungen am Samstag (20.6.) um 12 Uhr sowie Sonntag um 11.30 Uhr plus die Möglichkeit, den Podcast online unter https://www.hr-inforadio.de/podcast/politik/normal-war-gestern—ideen-fuer-ein-leben-mit-corona-die-schulen,podcast-episode-71246.html zu hören

Foto: Archiv

NIGHT of SCIENCE – diesmal digital

Diese Nacht sollte man nicht verpassen: Am Freitag, 19. Juni, ab 17 Uhr findet die 15. NIGHT OF SCIENCE statt, aufgrund der Corona-Beschränkungen diesmal digital. Mit Vorträgen, Experimenten, Führungen – garantiert lehrreich, spannend und unterhaltsam. Auch das Gymnasium Riedberg würde sich freuen, wenn viele Schülerinnen und Schüler virtuell teilnehmen.

Ausfallen lassen oder verschieben wollten die studentischen Organisatoren die NIGHT OF SCIENCE auf keinen Fall – „das können wir unseren vielen Fans nicht antun“, betont Sepas Sarawi, 1. Vorsitzender des Night of Science e. V. Nur kann in diesem Jahr die lange Nacht der Wissenschaft Corona-bedingt nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden. „Wir möchten die Besucherinnen und Besucher in Zeiten der Pandemie keiner Gefahr aussetzen.“ Man hat stattdessen den Sprung vom Campus Riedberg der Goethe-Universität in den virtuellen Raum gewagt. Auf die Beine gestellt wurde wieder unter Hochdruck ein spannendes Programm mit Vorträgen, Experimenten und Führungen. Ab Mitternacht gibt es auf der Website ein Best-of vergangener Nächte.

Eröffnungsvortrag zum aktuellen Thema „Genetische Information als Arzneimittel“

Mit 10.000 Besucherinnen und Besuchern zählt die NIGHT OF SCIENCE (NoS) wohl zu den beliebtesten Veranstaltungen dieser Art. Studierende verschiedener Fachbereiche planen, organisieren und betreuen ehrenamtlich bereits zum 15. Mal die lange Nacht der Wissenschaft. Sepas Sarawi verspricht, dass es auch im virtuellen Modus ebenso unterhaltsame wie lehrreiche Vorträge und Experimente geben wird. Bei den Online-Führungen können Orte wie der Wissenschaftsgarten oder Labore aufgesucht werden. Der Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Christian Buchholz vom Paul-Ehrlich-Institut. Bei seinem Thema „Genetische Information als Arzneimittel: Erbkrankheiten, Krebs und Impfstoffe“ wird Buchholz natürlich auch auf die Corona-Pandemie eingehen.

Zwar wird die Nacht wahrscheinlich etwas kürzer als im Präsenzbetrieb, aber dafür gibt es ab Mitternacht ein Best-of der vergangenen Highlights. Sarawi freut sich über die Treue zur NoS seitens vieler Sponsoren, aber auch über die Unterstützung durch das Hochschulrechenzentrum (HRZ), Medientechnik und Riedberg TV. In einem Online-Shop wird es ferner die bei vielen Fans so beliebten Merchandising-Produkte geben.

Auch in einer Mitteilung des Gymnasiums Riedberg an alle Schülerinnen und Schüler heißt es: „Wir würden uns freuen, wenn wieder viele GRBler an dieser tollen Veranstaltung der Goethe-Uni Frankfurt teilnehmen.“

Website der NIGHT OF SCIENCE, mit dem kompletten Programm: https://www.nightofscience.de

Foto: NIGHT OF SCIENCE / Goethe-Universität

Physiker entwickeln weltweite Corona-Datenbank

An Daten zu Corona-Verläufen weltweit mangelt es nicht. Wer aber selbst aktiv Länder vergleichen und Fall- und Todeszahlen in Beziehung bringen möchte, kann sich jetzt mit wenigen Klicks einen Überblick verschaffen – und dabei überraschende Erkenntnisse gewinnen. Das ist einer neuen Corona-Datenbank von Physikern der Goethe-Universität am Campus Riedberg zu verdanken, von der Forscher, Studenten, aber auch Schüler für Referate profitieren können.

Der neue Web-Service „Goethe Interactive Covid-19 Analyzer“, den Fabian Schubert in der Arbeitsgruppe für die Theorie komplexer Systeme am Institut für Theoretische Physik neben seiner Doktorarbeit entwickelt hat, ist einfach zu handhaben: Die „Goethe Interactive Covid-19 Analyzer“-Webseite aufrufen, die Länder und gesuchten Fallzahlen anklicken und die Kurven übereinander schieben. Deckungsgleich? Die Antwort ist sofort sichtbar. Entsprechend lassen sich – je nach individueller Fragestellung – tägliche Fall- und Todeszahlen oder die Gesamtzahl infizierter oder verstorbener Personen miteinander abgleichen. Die zugrunde liegenden Daten für die Länder von A wie Afghanistan bis Z wie Zimbabwe liefern die bekannten Covid-19-Datenbanken des „European Center for Disease Control“ und des „Johns Hopkins Center For Systems Science and Engineering“.

„Mit unserem interaktiven Tool können sich Forscher, Journalisten und andere Interessierte schnell einen Überblick über Ausbruchsverläufe verschaffen“, erklärt Prof. Dr. Claudius Gros, der selbst am Institut für Theoretische Physik an der Modellierung von Covid-19-Ausbrüchen forscht und der als Schuberts Doktorvater das Service-Tool angeregt hat. Dabei können die Nutzer des Tools auf Zusammenhänge stoßen, die Anregungen für weitere Forschungen zu epidemischen Verläufen geben.

Überraschend fand Gros etwa, dass die skalierten Verlaufskurven der Fallzahlen aus Deutschland und Spanien „fast identisch sind, obwohl die beiden Länder deutlich unterschiedliche Lockdown-Maßnahmen verfolgt haben“. Auch auf die ungeklärte Frage nach der Dunkelziffer von Corona-Infizierten gäbe es interessante Hinweise. Für Italien entspricht die skalierte Kurve der Covid-19-Infizierten der Kurve der Verstorbenen, wenn man die täglichen Fallzahlen der Gesamtzahl von Erkrankten bzw. Toten zuordnet. „Dies gibt einen Hinweis darauf, dass sich die Dunkelziffer möglicherweise über den Verlauf des Ausbruchs nicht wesentlich geändert hat – obwohl zunehmend mehr getestet wurde.“

Der „Goethe Interactive Covid-19 Analyzer“ vom Institut für Theoretische Physik bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, das vorhandene Datenmaterial per Mausklick zu kombinieren. „Die Seite ist erst seit wenigen Tagen freigeschaltet“, erklärt Gros. Deshalb wird es sich erst noch zeigen, wie vielen Forschern und interessierten Privatpersonen das neue Analyse-Tool dienen wird. Erste Wissenschaftler haben allerdings schon Interesse bekundet. „Für studentische Anschlussarbeiten und Doktorarbeiten, die es bald zu Covid-19 geben wird, ist die Web-Seite aber in jedem Fall nützlich“, ist sich der Theoretische Physiker sicher. „Oder auch für Schüler, die ein Referat über Corona anfertigen wollen.“

Gehostet wird das neue Analyse-Tool auf dem Webserver des Instituts für Theoretische Physik, vom dem der notwendige Support unbürokratisch zur Verfügung gestellt wurde.

Webseite: Goethe Interactive Covid-19 Analyzer: https://itp.uni-frankfurt.de/covid-19

Foto: CDC on Unsplash