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Abifeier unter Corona-Bedingungen

Herzlichen Glückwunsch zum Abitur! Mehr als 120 Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Riedberg hätten heute Abend viel zu feiern, allerdings ist aufgrund der Corona-Beschränkungen nur eine Abiturverleihung ohne Familien möglich – und kein Ball wie in den vergangenen Jahren.

Schulleiter Helmut Kühnberger schreibt in einer Mail an die Schulgemeinde, insbesondere an die Eltern der Abiturienten gerichtet: „Ich weiß, dass Sie sehr gerne dabei gewesen wären. Wir wissen, was es bedeutet, ein Kind zum Abitur zu bringen. Sehr gern hätten wir Sie daher bei der Verleihung (und auch beim Abiball) begrüßt. Ich hoffe, Sie haben Verständnis dafür, dass dies dieses Jahr einfach nicht möglich ist.“

Wegen den Corona-Beschränkungen kann die Verleihung der Abiturzeugnisse nur mit den Abiturienten zusammen feiern. Die Stühle werden im Hof so aufgestellt, dass die vorgeschriebenen Abstände eingehalten werden. Das wurde vorab so mit dem Gesundheitsamt abgesprochen. Die Feier wird um 18 Uhr beginnen und rund drei Stunden später enden. Alle werden anschließend einen Mitschnitt der Veranstaltung erhalten, sodass sich auch Familie und Freunde die Veranstaltung später ansehen können.

Foto: MAINRiedberg

Frankfurt will „smart City“ werden

Frankfurt ist auf dem Weg zur Smart City. Dabei geht es unter anderem um die von der Digitalisierung getriebene Vernetzung von Infrastrukturen, Angeboten und Dienstleistungen, die das Leben der Bürger in vielerlei Hinsicht vereinfachen sollen. Zentraler Bestandteil: ein stadtweites Funk-Datennetz – LoRaWAN. Der Frankfurter Oberbürgermeister und Mainova-Aufsichtsratsvorsitzende Peter Feldmann und Mainova-Vorstandsmitglied Diana Rauhut haben am bundesweiten „Tag der Daseinsvorsorge“ (23.6.) das Netz der Zukunft in Betrieb genommen.

In den vergangenen Monaten hat Mainova eine flächendeckende LoRaWAN-Infrastruktur in Frankfurt aufgebaut. „Der Begriff steht für Long Range Wide Area Network – kurz LoRaWAN. Dabei handelt es sich um eine Funktechnologie für Sensoren. Damit können kleine Datenpakete über große Entfernungen sicher und zuverlässig übertragen werden. Rund 20 sogenannte Gateways sind installiert. Sie befinden sich beispielsweise an eigenen Liegenschaften, Umspannwerken oder auf geeigneten Gebäuden von Partnern und verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet. Weitere 20 sollen bis Jahresende folgen“, freute sich Oberbürgermeister Feldmann.

Peter Feldmann sagte anlässlich der Inbetriebnahme: „Unsere Stadt ist auf dem Weg in eine digitale Zukunft. Mainova nimmt dabei für Frankfurt Rhein/Main die wichtige Aufgabe der Bereitstellung einer digitalen Infrastruktur wahr. Diese bildet gemeinsam mit zukunftsgerichteten smarten Projekten das Rückgrat für künftiges Wachstum und Prosperität. Für unsere Bürger bedeutet das zudem, dass dank neuer digitaler Services die Lebensqualität in ihrer Heimat weiter gesteigert wird und wir Frankfurt damit für eine weiterhin lebenswerte Zukunft aufstellen.“

Mainova-Vorstandsmitglied Diana Rauhut sagte: „Für Energieversorger ist Smart City eine der größten Marktchancen seit der Liberalisierung der Energiemärkte. Wir werden als regionaler Energiedienstleister künftig dabei helfen, unsere Städte und Kommunen zu smarten Lebensräumen zu entwickeln. Dabei wandeln wir uns weiter vom Operator als Betreiber von Infrastruktur zum Integrator, der gemeinsam mit Partnern vernetzt denkt und arbeitet. Mit dem Start des flächendeckenden Datennetzes haben wir die erste Etappe erfolgreich absolviert.“

Die LoRaWAN-Technologie besitzt verschiedene Vorteile: so können die Sender dank hoher Effizienz mit handelsüblichen Batterien viele Jahre betrieben werden. Auch können Sensoren innerhalb eines Unternehmens oder einer Stadt schnell und einfach vernetzt werden. Die Digitalisierung von Prozessen wird dadurch vorangetrieben. LoRaWAN kann unter anderem zur Zählerablesung oder der Überwachung des Fernwärme-Netzes genutzt werden. Außerhalb der Energie- und Wasserversorgung ist beispielsweise ein Einsatz im Parkraummanagement, bei der smarten Bewässerung von Grünanlagen, bedarfsgesteuertem Winterdienst oder der Zustandsüberwachung von Gebäuden denkbar.

Rauhut betonte: „Künftig wird Mainova auch dank der LoRaWAN-Infrastruktur in der Lage sein, smarte Lösungen bei Partnern zu integrieren sowie neue Dienstleistungen an Dritte zu vertreiben. Damit können wir gemeinsam mit anderen Unternehmen einen Beitrag zur nachhaltigen, vernetzten und lebenswerten Stadt von Morgen leisten und damit das Leben der Bürger erleichtern und verbessern.“

Informationen & Foto: Mainova AG

Fachärztezentrum: Es gibt noch keine Lösung!

Die Schließung des Fachärztezentrums Riedberg hat auch die Lokalpolitik „kalt erwischt“. Auf drängende Fragen gab es vom bisherigen Betreiber im Ortsbeirat nur vage Antworten. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen führt weiterhin Gespräche, um die Versorgung vor Ort aufrechtzuerhalten. Doch die Sorge im Stadtteil nimmt zu.

Zu Beginn der Ortsbeiratssitzung am vergangenen Freitag bekannte die Ortsvorsitzende Carolin  Friedrich: „Wir haben mit Schrecken vernommen, dass das Fachärztezentrum Ende September geschlossen wird.“ In Riedberg und Kalbach mit ingesamt 21.000 Einwohnern gibt es derzeit nur drei Praxen von Allgemeinmedizinern vor Ort plus das Ärztezentrum. Sollte keine Nachfolgeregelung gefunden werden, sehen Lokalpolitiker die Versorgung in so wichtigen Bereichen wie Kinderheilkunde und Gynäkologie akut gefährdet. 

Warum aber wird das beliebte Zentrum geschlossen? Dr. Rafaela Korte, Geschäftsführerin des bisherigen Betreibers Fachärztezentrum Frankfurt GmbH (FÄZ), war gekommen, um Rede und Antwort zu stehen. Das FÄZ hat derzeit sieben Standorte. In der Patienteninformation zur Schließung am Riedberg ist von einer „strategischen Neuorientierung“ der GmbH die Rede, im Ortsbeirat sprach die Geschäftsführerin von einer „umfänglichen strategischen Überprüfung“, aufgrund der man diese Entscheidung getroffen habe. Konkretere Aussagen dazu gab es nicht.

Die FÄZ-Geschäftführerin wurde auch damit konfrontiert, dass sich Patienten schon jetzt über eine schlechte Erreichbarkeit des Ärztezentrums beschweren und darüber, dass selbst notwendige U-Untersuchungen für Kinder nicht mehr durchgeführt würden. Sie kündigte an, dass zusätzliche Stellen geschaffen werden sollen, um die telefonische Erreichbarkeit zu verbessern. Sie wies aber auch darauf hin, dass sich Mitarbeiter „gegebenenfalls schon frühzeitig umorientieren wollen“. Auch hier sei man auf der Suche nach Vertretungskräften.

Fachärzte am Riedberg – das ändert sich definitiv

Ziel sei es nach wie vor, dass eine nahtlose und lückenlose Versorgung sichergestellt werden könne. Doch das Verfahren ist kompliziert, da die Ärzte nur noch bis 30. September beim FÄZ angestellt sind und die entsprechenden „Kassenarztsitze“ von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen neu und zentral ausgeschrieben werden. Es müsste also ein neuer großer Betreiber gefunden werden oder Bewerber müssten sich selbständig machen. 

Wenn alles klappt, könnten am Riedberg die Arztsitze für Psychotherapie, zwei Sitze für Gynäkologie und einer für Pädiatrie nachbesetzt werden. Die bisher praktizierende Gynäkologin Ulrike Embaye kam extra zur Sitzung und erklärte, sie schätze den Standort sehr und möchte „gerne am Riedberg bleiben“.

Die bisherige halbe Stelle für Neurologie will das FÄZ mit der Neurologie in ihrem Zentrum in Praunheim zusammenlegen. Einen Neurologen wird es also nicht mehr im Stadtteil geben.

Noch kein Bewerber für den Kinderarzt-Sitz

Fast im Nebensatz fiel folgende Aussage, die noch für Zündstoff sorgen könnte: Derzeit würde bei der Ausschreibung der KV für einen Kinderarzt „noch keine Bewerbung vorliegen“, so Geschäftsführerin und Krankenhausmanagerin Rafaela Korte. Was übersetzt bedeutet, dass noch überhaupt nicht sichergestellt ist, dass in Frankfurts jüngstem Stadtteil auch in Zukunft ein Kinderarzt praktizieren wird. 

Die Kassenärztliche Vereinigung sagt indes auf Nachfrage von MAINRiedberg: „Wir sind hinsichtlich einer zufriedenstellenden Lösung vorsichtig optimistisch.“

„Es werden schon jetzt händeringend Praxismöglichkeiten gesucht“

So optimistisch scheint man im Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg nicht zu sein. Sorge machen auch die fehlenden Räumlichkeiten. Das bisherige Zentrum ist für eine „normale“ Gemeinschaftspraxis zu teuer und zu groß und eine Abtrennung verschiedener Räumlichkeiten erscheint fraglich – zumal noch ein Mietvertrag besteht und für den Vermieter kein akuter Handlungsbedarf besteht. Siehe die früheren TEMMA-Räume, die zwei Jahre lang leerstanden, weil auch hier noch ein Mietvertrag, in diesem Fall mit Rewe, lief. 

Hinzu kommt folgende Information der Ortsvorsteherin: „Es werden schon jetzt händeringend Praxismöglichkeiten am Riedberg gesucht, die aber erst ab 2021 zur Verfügung stehen.“ In Neubauten im Westflügel. Andere Räume als das bisherige Ärztezentrum in so kurzer Zeit zu finden „ist fast unmöglich“.

Der Ortsbeirat sieht jetzt den Magistrat in der Pflicht, dabei mitzuwirken, dass die Versorgung im Stadtteil sichergestellt wird. Mehrere Anträge zu diesem Thema von CDU, SPD, Grünen und FDP wurden in der vergangenen Woche verabschiedet.

Fragen warf die Erklärung von FÄZ-Geschäftsführerin Korte auf, dass die Schließung des Riedberger Zentrums von beiden entscheidenden Gremien der GmbH „besprochen, beraten und getragen wurde“. Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, zu der Tochtergesellschaften wie die Fachärztezentrum Frankfurt GmbH, aber auch das Nordwest-Krankenhaus gehören, sind eng mit der Stadt verbunden. Vorsitzender im Aufsichtsrat und Senior im so genannten Pflegamt ist Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne). Der war ebenfalls eingeladen, habe es aber abgelehnt zu kommen, so Ortsvorsteherin Carolin Friedrich. Auch kein Vertreter stand für Fragen zur Verfügung.

Foto: MAINRiedberg

Riedberg bekommt den 10-Minuten-Takt

Besserer Anschluss für den Riedberg Richtung Innenstadt: Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember fährt die U8 in der Hauptverkehrszeit im 10-Minuten-Takt, Ortspolitiker sprechen von einem „Quantensprung“ für den Stadtteil. Auch an den Wochenenden sind deutlich mehr U-Bahnen geplant. 

Im Parlament-Informations-System (PARLIS) der Stadt Frankfurt finden sich zwei Vorlagen des Magistrats, die sich mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 befassen – und wo etwas versteckt auf Seite 4 folgende gute Nachrichten für den Riedberg zu lesen sind: Auf der so genannten „Stadtbahnstrecke A“ soll die U-Bahn-Linie U8 in der Hauptverkehrszeit im 10- statt wie bisher nur im 15-Minuten-Takt fahren. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen wechselt die U8 schon ab 7:00 Uhr bzw. ab 9:00 Uhr vom 30- auf 15-Minuten-Takt. In den Wochenendnächten wird sie außerdem zwischen „Südbahnhof“ und „Heddernheim“ auf einen 15-Minuten-Takt verstärkt.

Mehr Platz in der U9

Auf der U9 bekommt montags bis freitags in der morgendlichen Hauptverkehrszeit auch der letzte Umlauf einen zweiten Wagen angehängt. Bisher verkehrten drei der vier Umläufe mit Zwei-Wagen-Zügen – es wird also endlich mehr Platz in der U9 für die steigende Zahl der Fahrgäste geben.

Zudem will die städtische Nahverkehrorganisation Traffiq ein 24-Stunden-Netz aus Metrobuslinien einführen. Dafür wird das Nachtnetz komplett umgekrempelt. Die meisten bisherigen Nachtbusse werden ersetzt durch die neuen Metrobuslinien sowie neue Nachtbusse, die direkt entlang der Bahn- und Straßenbahnlinien verkehren und deren Nummern tragen – unter durch Riedberg und Kalbach fährt dann ab Mitte Dezember die Linie „N8“.

Jetzt muss nur noch das Stadtparlament den Vorlagen des Magistrats zustimmen. 

Foto: MAINRiedberg

FES gibt Mehrwertsteuersenkung an Kunden weiter

Die FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH gibt die ab Mittwoch, 1. Juli, geltende Mehrwertsteuersenkung an ihre Kunden weiter. Das bedeutet, dass an allen Kassen – etwa am Wertstoffhof Nord, im FES-Service-Center oder bei der Rhein-Main-Biokompostanlage – die steuerpflichtigen Waren und Dienstleistungen bis zum Jahresende 2020 günstiger werden.

Ein Sack mit 40 Litern Reterra-Pflanzerde beispielsweise kostet dann statt bisher 6,99 Euro nur noch 6,81 Euro, für einen Kofferraum mit Bauschutt-Abfällen werden statt 35 Euro nur noch 33,95 Euro in Rechnung gestellt.

Ausgenommen von der Mehrwertsteuersenkung sind der Pfandbetrag von 3 Euro für den Mainbecher sowie der Preis in Höhe von 2 Euro für dessen Deckel.

Die Gebühren für Straßenreinigung und Abfallentsorgung werden durch die Stadt Frankfurt festgelegt. Hierauf hat FES keinen Einfluss. Dies gilt auch für die gebührenpflichtigen Abfallsäcke für Beimengen in Höhe von 3 Euro.

Da die Anpassung der Mehrwertsteuer nur für einen befristeten Zeitraum gilt, werden gedruckte Preislisten aus Kostengründen nicht aktualisiert. An den Kassen werden jedoch ab Juli die Preise mit 16 Prozent Mehrwertsteuer ausgewiesen und abgerechnet.

Foto: fes-frankfurt.de

Kulinarische Reise mit der IG Riedberg

Ein heißer Cappuccino in Italien, leckere Tapas in Spanien oder bunte Feste in Mexiko – kleine Traumreisen die Sie alle in diesen Sommer unternehmen können – ohne den Riedberg zu verlassen! 

Die IG Riedberg veranstaltet ab Juli ein Mal im Monat Events, die kulinarische Genüsse mit kulturellem Programm verbinden, bei schönem Wetter selbstverständlich „Open Air!“

„Freuen Sie Sich auf ein tolles Programm und bezaubernde Abende, die sich wie kleine Fluchten aus dem Alltag anfühlen“, heißt es in der Ankündigung.

Los geht’s mit Norwegen, Lesung inklusive

Unberührte Natur, frische klare Luft und kristallklares Wasser – steigen Sie in die U-Bahn oder auf Ihr Fahrrad und kommen Sie mit, die erste Reise geht nach Norwegen. „An diesem Abend wollen wir Sie kulinarisch mit vor Ort geräuchertem frischem Lachs verwöhnen.“ Dazu wird Brot und ein norwegischer Gurkensalat gereicht.

Als kulturelles Rahmenprogramm wird die Medienwissenschaftlerin Monika Nowicka Passagen aus dem Buch „Kieloben“ von Karin Nohr lesen. In dem Buch ist die Liebe der Autorin zu Norwegen – wo Sie lange gelebt hat – spürbar. Der Roman erzählt eine deutsch-norwegische Familiengeschichte, voller Geheimnisse, einfühlsam und spannend. Die Protagonistin verbringt Ihren Urlaub auf einer einsamen norwegischen Schäreninsel der gleichzeitig zu einer Seelenreise wird. Eine tolle Sommerlektüre, die auch vor Ort gekauft werden kann.

Die Organisatoren raten: „Wenn Ihre Freunde Sie fragen, was Sie nächstes Wochenende vorhaben, antworten Sie – da bin ich mal kurz in Norwegen…“

NORWEGEN-Abend der IG Riedberg am Sonntag, 5. Juli, von 18 bis 22 Uhr. Wo? Jugendhaus Riedberg/ Stadtteiltreff Dessauer, Friedrich-Dessauer-Str. 4 -6. Eintritt: 15 Euro, inklusive Lachs, Salat und Brot, Getränke können vor Ort gekauft werden. Bitte anmelden unter kontakt@ig-riedberg.de !

Wegen begrenzter Personenzahl bitte vorher unbedingt anmelden und den Teilnahmebeitrag nach der Anmeldebestätigung bis spätestens 1. Juli 2020 überweisen. Die genauen Hygieneauflagen werden in der Anmeldebestätigung mitgeteilt.

Weitere Informationen unter ig-riedberg.de

Foto: IG Riedberg

Bald wieder Normalbetrieb an der U-Bahn-Station Ginnheim

Fahrgäste der U9 können aufatmen: Die Arbeiten an der Oberleitung zwischen den Stationen Römerstadt und Ginnheim dauern nur noch bis Anfang Juli. Die Linien U1 und U9 werden voraussichtlich von Montag, 6. Juli, etwa 3 Uhr, an wieder ihren normalen Linienweg bis zur Station Ginnheim befahren.

Der Abschnitt zwischen Römerstadt und Ginnheim war nach einem Unfall am 27. Mai, bei dem eine U1 auf einen Prellbock aufgefahren war, gesperrt. Insbesondere die Oberleitung und Oberleitungsmasten wurden beschädigt. Seitdem fahren Busse auf dem Abschnitt zwischen Nordwestzentrum und Ginnheim. Die Straßenbahnlinie 16 verkehrt nach Plan.

Nächtliche Arbeiten

Um den Zeitplan einzuhalten, sind allerdings Nachtarbeiten nötig. Von Montag bis Freitag, 22. bis 26. Juni, sowie nochmals vom 29. Juni bis 3. Juli, jeweils in der Zeit von 22 bis 5 Uhr, wird nachts gearbeitet. In den Nächten der Wochenenden finden keine Arbeiten statt, allerdings ist Sonntag, 28. Juni, von 8 bis 22 Uhr, ebenfalls für Arbeiten eingeplant. Die VGF bittet um Verständnis, wenn die Baustelle nicht geräuscharm bleibt. Anwohner werden durch Flugblätter informiert.

Bei der aufwendigen Reparatur der Oberleitung spannt die VGF unter anderem 1600 Meter neuen Fahrdraht und 3200 Meter neues Tragseil. Fünf Fahrleitungsmasten werden neu gesetzt, 30 Mastfüße werden saniert. Diverse andere Teile der Oberleitung müssen ebenfalls ersetzt oder erneuert werden.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: RMV

Fußball-Camp in den Sommerferien

Dank der neuen Corona-Vorgaben ist es für den SC Riedberg doch möglich, in der 1. und 6. Woche der Sommerferien Fußball-Camps für Kinder anzubieten. Das Camp wird von der „Internationalen Fussballakademie Frankfurt“ durchgeführt.

„Für das Camp in der 1. Ferienwoche könnt ihr euch ganz normal über das Formular auf deren Homepage anmelden“, heißt es in einer Mitteilung des SCR. Das Camp in der 6. Ferienwoche stehe zwar nicht auf dem offiziellen Flyer, könne aber ebenfalls schon gebucht werden.

Das Angebot richtet sich an alle Kids zwischen 6 und 14 Jahren. Auch in diesem Jahr wird B-Jugend Trainer Serdar Sen mit seiner „Internationale Fussballakademie Frankfurt“ die Camps ausrichten. Sen ist im Besitz einer UEFA B-Lizenz und hat als aktiver Spieler bis in die Regionalliga für den FSV Frankfurt gespielt.

Es dürfen maximal 20 Kinder pro Camp teilnehmen. Sollte das Camp in der 1. Ferienwoche überzeichnet sein, würde eventuell noch ein Camp in der 2. Ferienwoche angeboten werden.

Informationen unter scriedberg.de und  www.ifa-Frankfurt.de

Foto: Archiv

Fragen zur Schließung des Ärztezentrums

Seit bekannt ist, dass das Fachärztezentrum Riedberg zum 30. September schließt, steigt die Sorge um die künftige ärztliche Versorgung im Stadtteil. In der heutigen Sitzung des Ortsbeirates wird eine Vertreterin des bisherigen Betreibers Rede und Antwort stehen.

Nach einer Schließung würde in Frankfurts jüngstem Stadtteil unter anderem kein Kinderarzt und kein Gynäkologe mehr zur Verfügung stehen – wenn nicht schnell eine Übergangsregelung geschaffen und eine Nachfolge sichergestellt wird. „Wir sind über den Sachverhalt informiert und stehen sowohl mit dem Betreiber des Fachärztezentrums wie auch mit den Ärztinnen und Ärzten in Gesprächen“, erklärt Alexander Kowalski, Pressesprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, auf MAINRiedberg-Anfrage. „Zum aktuellen Stand der Gespräche können wir uns allerdings weiterhin nicht konkret äußern, wir sind jedoch hinsichtlich einer zufriedenstellenden Lösung vorsichtig optimistisch.“

Erst seit wenigen Wochen ist bekannt, dass die Fachärztezentrum Frankfurt GmbH das Engagement am Standort Riedberg zum 30. September 2020 beendet. Die FÄZ Frankfurt GmbH mit aktuell sieben Standorten entwickle derzeit ein Zukunftskonzept mit einer strategischen Neuausrichtung ihrer Standorte, so Geschäftsführerin Dr. Rafaela Korte in einem Schreiben. Im Rahmen dieser Entwicklung wurde die Entscheidung getroffen, das Engagement am Riedberg mit den Fachgebieten Gynäkologie, Kinder- und Jugendmedizin sowie Neurologie nicht weiter fortzusetzen.

Die Nachricht wurde online publik, eine persönliche Benachrichtigung haben Patientinnen und Patienten bisher nicht erhalten.

Die Sitzung des Ortsbeirates Kalbach/ Riedberg findet am Freitag, 19. Juni, um 20 Uhr im Bürgerhaus Nordweststadt, Nidaforum 2, statt. Aufgrund der Corona-Richtlinien ist die Zahl der Zuhörer/ Gäste beschränkt. Das Tragen einer Mundschutz-Maske ist Pflicht. Informationen zur Tagesordnung unter https://www.stvv.frankfurt.de/PARLISLINK/DDW?W=DOK_NAME=%27TO-O-12%27

Foto: MAINRiedberg

Stadt informiert über Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung kann ab sofort heruntergeladen werden. Die freiwillige und kostenlose Tracing-App soll ein weiterer Baustein in der Pandemiebekämpfung sein und dazu beitragen, frühzeitig Infektionsketten zu unterbrechen. Auch die Stadt Frankfurt beantwortet auf ihrer Webpage die wichtigsten Fragen.

Der Zeitraum zwischen dem Positivtest einer Person und der Information ihrer Kontakte kann mit der App reduziert werden. Das verringert auch die Zeit, in der beispielsweise asymptomatische Personen andere anstecken könnten. Durch die App können außerdem zusätzliche Risikobegegnungen in Alltagssituationen, die bisher durch das Raster gefallen sind, zum Beispiel bei längeren Aufenthalten in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Einkaufen, festgestellt werden. Sie soll damit eine wichtige Ergänzung zur Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter sein.

Die Corona-Warn-App benachrichtigt die Nutzer, wenn sie sich für eine bestimmte Zeit in der Nähe einer Corona-positiven Person aufgehalten haben. Die App schätzt das Infektionsrisiko ein und gibt Verhaltensempfehlungen.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer sagt: „Ich habe die Hoffnung, dass die App vielen Menschen Anlass gibt, noch bewusster die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, und bin sehr gespannt, welche Ergebnisse sie erzielen wird. Allerdings muss klar sein, dass die App die Regeln nicht ersetzen kann. In dem Moment, wo eine Risikoeinschätzung durch die App vorliegt, beginnt die eigentliche Arbeit unseres Gesundheitsamtes. Wir rechnen damit, dass es aufgrund der neuen App zu einer Vielzahl von Fragen an und zu einem hohen Beratungsbedarf durch die Gesundheitsämter kommen wird. Wir haben in Frankfurt dafür gesorgt, dass wir flexibel reagieren können und jederzeit eine erfolgreiche Kontaktnachverfolgung sowie eine gute Beratung garantieren können.“

Den Bürgern empfiehlt Majer, nach eigenem Ermessen zu entscheiden, ob sie die App nutzen möchten oder nicht. Gleichzeitig appelliert er an alle, weiterhin das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Meter einzuhalten, eine gründliche Handhygiene zu praktizieren und einen Mund-Nasenschutz überall dort zu tragen, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann.

Allgemeine Fragen zur App werden auf der Corona-Seite der Stadt Frankfurt unter http://www.frankfurt.de/coronavirus-fragen-und-antworten und auf der Informationsseite der Bundesregierung unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app/corona-warn-app-faq-1758392beantwortet.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Bundesregierung