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Ein Kamel ist nach Frankfurt gezogen…

Einige Monate war Trampeltier Hira alleine auf der Kamel-Anlage im Frankfurter Zoo. Nun leistet ihr die elf Monate alte Arya, die vorgestern aus dem Thüringer Zoopark Erfurt an den Main kam, Gesellschaft.

Im August 2019 musste die 21 Jahre alte Kamelstute Efrah eingeschläfert werden. Sie litt unter starker Arthrose. Durch die enge Kooperation der Zoos konnte schnell eine neue Mitbewohnerin für die 18-jährige Hira gefunden werden. Die knapp einjährige Trampeltier-Stute Arya kam mittags in Frankfurt an und durfte sogleich auf die Kamel-Anlage. Dort wird sie mit Hira und einigen Zwergziegen zusammenleben.

„Die Trampeltier-Haltung im Zoo Frankfurt hat eine sehr lange Tradition. Die zweihöckrigen Lebenskünstler, die mehrere Tage ohne Wasser auskommen und auch sehr dornige Pflanzen fressen können, faszinieren die Zoobesucherinnen und Zoobesucher schon seit der Eröffnung im Jahr 1858“, sagt Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Für unsere Bildungsarbeit spielen die großen Trampeltiere mit ihren physiologischen Besonderheiten eine wichtige Rolle. Wir sind daher froh, mit der jungen Arya eine neue Gefährtin für Hira gefunden zu haben“, so Zoodirektor Miguel Casares.

Trampeltiere (Camelus bactrianus) zählen zu den Paarhufern und gehören innerhalb dieser Ordnung zur Familie der Kamele (Camelidae). Die Gesamtpopulation wird auf über zwei Millionen geschätzt, dabei handelt es sich jedoch im Wesentlichen um Haustiere. Die Wildform stammt ursprünglich aus den Trockensteppen und Halbwüsten Asiens und zählt gerade noch etwa 950 Individuen; der Populationstrend ist abnehmend. Die Gründe dafür liegen in der Jagd durch den Menschen und in sich verändernden Umweltbedingungen. In der roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird die Wildform daher als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.

Die Stuten Hira und Arya werden in Frankfurt nicht züchten. Die Kamel-Anlage aus den 1950er Jahren lässt die Haltung einer Zuchtgruppe nach aktuellen Haltungsrichtlinien nicht zu. Um einen Kamelhengst zu halten, müsste das Areal deutlich größer und in unterschiedliche Bereiche teilbar sein.

Foto: Zoo Frankfurt

„Billabong ist ein Zuhause für viele geworden“

Elternberatung, Hilfe bei Babys und Kleinkindern, Mehrgenerationenhaus, Stadtteilcafé, Weiterbildungs-Plattform FEMALE FUTURE Riedberg, Treff für „Digitale Senioren“, Repair Café, Sport – das Familienzentrum Billabong ist längst nicht mehr aus unserem Stadtteil wegzudenken. Vergangene Woche wurde bei der Mitgliederversammlung Bilanz gezogen. Das Resümee des Vorstandes: 2017 war mit den Bauarbeiten und der Unterschrift unter einen Mietvertrag für das neue Zentrum wohl eins der spannendsten Jahre der 11-jährigen Geschichte des gemeinnützigen Vereins, 2018 war „nervenaufreibend, fast pubertär“, mit allen emotionalen Höhen und Tiefen. In 2019 „sind wir angekommen und haben uns wohlgefühlt“. Jetzt hat man sich das Ziel gesetzt, dass „wir nicht mehr in der Größe, aber in der Qualität wachsen“.

Spätestens beim Rechenschaftsbericht wurde klar, dass das, was einst als Initiave jünger Mütter in einem Container des Gymnasiums startete, längst ein Verein mit dem Betriebseinnahmen und -ausgaben eines kleinen Unternehmens geworden ist. Auf mehr auf 550.000 Euro belaufen sich Einnahmen wie Ausgaben, wobei Letztere die Summe aus Einnahmen, öffentlichen Förderungen und Spenden etwas übersteigen. Durch Rücklagen konnte das kompensiert werden, soll aber die Ausnahme bleiben. „Auch dieses Jahr haben wir wieder gemerkt, dass wir oft nicht 100 Prozent planen können. Grund dafür ist, dass wir sehr eng an den Bedürfnissen des noch wachsenden Riedbergs entlang arbeiten“, erklärt Finanz-Vorstand Judith McCrory. Mit dieser Strategie sei man auch in 2019 wieder sehr erfolgreich gewesen. Vorstands-Kollegin Sabine Fiedler sagte später den Satz: „Billabong ist ein Zuhause für viele geworden.“ Vor allem das zählt.

Aktivitäten, Kurse, Mitarbeiter – die Billabong-Bilanz

Die Räume, inklusive des Stadtteilcafés werden Montag bis Freitag von 9:30 bis 20:30 intensiv genutzt. Im Tagesgeschäft sind 3 bis 5 parallel laufende Aktivitäten normal. Ohne die Café-Öffnungszeiten mit einzuberechnen, bietet das Familienzentrum bis zu 35 Stunden Aktivitäten und Kurse für unterschiedliche Zielgruppen pro Tag an. An manchen Tagen laufen rund 240 Menschen ein und aus. Zusätzlich sind dann im Café noch wartende Eltern, die Senioren von der benachbarten Seniorenwohnanlage, Lehrer der Marie-Curie-Schule, neben der Laufkundschaft. „Wir sind ein wahrer Treffpunkt geworden.“

Im vergangenen Jahr gab es 27 Kursleiter und rund 1200 Kursteilnehmer und 73 Kurse. An den 15 regelmäßigen Offenen Treffen haben 1750 Menschen im Alter von 0 bis 92 Jahren teilgenommen. Die Elternberatung ist verstärkt in Anspruch genommen worden mit insgesamt 10 Gesprächen. Schwerpunktthemen sind hier Finanzen und Erziehungsberatung.

Während der Vorstand ehrenamtlich arbeitet, wurde das Team von hauptamtlichen Mitarbeitern vergrößert. So konnten Verwaltung und Programm weiter ausgebaut werden. Ein Programm, das inzwischen eine Broschüre von 80 Seiten umfasst. 

Drei Vorstände wiedergewählt – Simone Hoppe legt Amt nieder, hat aber „Billabong immer im Herzen“

Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen wurden Sabine Fiedler, Judith McCrory und Melani Hummel wiedergewählt. Nur Simone Hoppe legte nach neun Jahren ehrenamtlicher Vorstandsarbeit ihr Amt als Personalvorstand nieder. Sie betonte aber, dass sie Billabong „weiter in meinem Herzen tragen wird“ und auch im Verein aktiv bleiben will. Ihre Vorstandskolleginnen sprachen auf der Billabong-Homepage nochmals einen großen Dank aus: „Der Verein hat sich in den letzten Jahren, auch dank Simones Einsatz bei den Personalthemen, zu einem vorbildlichen Arbeitgeber entwickelt. Wir wünschen Simone alles Gute für Ihren weiteren persönlichen Weg und sind uns ganz sicher, das wir uns wiedersehen.“

Frühjahrsmarkt, Zirkus-Projekt für Kinder, Prävention – das ist 2020 geplant

Ach ja, und langweilig wird es 2020 garantiert noch nicht: Ende März findet der erste Riedberger Frühjahrsmarkt für Kreative statt. Bereits seit Anfang des Jahres gibt es immer dienstags ein „offenes Atelier“. In der zweiten Osterferien-Woche wird ein Zirkus-Projekt für Kinder angeboten. Die Präventionsarbeit in Kooperation mit der Polizei wird weitergeführt. Für die von den Frankfurter Kinderbüros initiierten Aktionstage in 2020 zum Thema Kinderrechte sind auch im Familienzentrum zahlreiche Aktivitäten geplant. Zudem wird demnächst ein Konzept zur Vermietung des Medienraums und auch für die Außenbewirtschaftung des Cafés erarbeitet.

Ziel bleibt es weiterhin, dass Billabong eine „Plattform für ein gemeinschaftliches und freundliches Riedberg“ ist.

Foto: Archiv

Frankfurter Dom: Umgeknickter Kran geborgen

Der Kranausleger, der in der Nacht zum Montag, 10. Februar, auf das Dach des Doms gestürzt war, konnte am Mittwochvormittag, 12. Februar, erfolgreich geborgen werden. Mit zwei Autokränen wurde das rund 45 Meter lange Stahlteil, das durch den Sturm umgeknickt war, angehoben, auf der Straße vor dem Dom abgelegt und anschließend abtransportiert. Die Bergung des Auslegers dauerte insgesamt fast fünf Stunden. Jetzt werden die beschädigten Bauteile überprüft. Derzeit finden Abdichtungs- und Sicherungsarbeiten statt. Nach deren Abschluss können Dom und Domturm wieder geöffnet werden. Das Dommuseum steht bereits ab Donnerstag, 13. Februar, wieder offen.

„Trotz großer Herausforderungen bei schwierigen Wetterverhältnissen konnten die Spezialisten den circa fünf Tonnen schweren Kranausleger erfolgreich bergen“, sagt Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker. „Bereits heute wird mit den Arbeiten begonnen, um die Spuren des Unfalls bei unserem Wahrzeichen der Frankfurter Skyline schnellstmöglich zu beseitigen.“

„Ich bin sehr erleichtert, dass der Kranausleger sicher geborgen werden konnte und keine weiteren Schäden am Dom entstanden sind“, sagt Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien. „Mein Dank gilt allen Beteiligten, von Dombaumeisterin Julia Lienemeyer über den Architekten der Domsanierung und die Mitarbeiter der Kranverleihfirma bis hin zu Stadtpolizei und Feuerwehr, die durch ihr schnelles Handeln Schlimmeres verhindert haben. Jetzt können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Amt für Bau und Immobilien die Reparatur des gerade erst frisch gedeckten Daches in Angriff nehmen. Ich bin sicher, dass man von den Folgen des tragischen Unglücks schon bald nichts mehr sehen wird.“

Durch den Absturz des Nadelauslegers wurden die östliche und westliche Dachfläche des südlichen Seitenschiffs beschädigt. Auch die Firstkonstruktion ist betroffen. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest. Das Dach wird zunächst notdürftig abgedichtet, damit kein Regen eindringt. Der rund 50 Meter hohe Kran wurde in den vergangenen Jahren für die Dach- und Fassadensanierung am Dom eingesetzt. Der reguläre Abbau war für Donnerstag, 13. Februar, geplant.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Bernd Kammerer

Losverfahren: Schulleiterin warnt vor „Panikmache“

Es ist ein derzeit heißdiskutiertes Thema, das viele Eltern verunsichert: Ab sofort spielt beim Übertritt an die weiterführenden Schulen das Los eine entscheidende Rolle. Die Neuregelung wurde vom Staatlichen Schulamt eingeführt, um Rechtssicherheit zu schaffen, da es in der Vergangenheit regelmäßig zu Widersprüchen und Gerichtsverfahren kam. Es gab auch eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht. Helmut Kühnberger, Direktor des Riedberg-Gymnasiums, kritisiert das neue Verfahren scharf, da der naturwissenschaftliche und bilinguale Schwerpunkt der Schule nicht mehr als Auswahlkriterium gilt. Elternwille und Wohnortnähe zählen ebensowenig. Dr. Susanne Gölitzer, Schulleiterin der benachbarten IGS Kalbach-Riedberg, warnt im MAINRiedberg-Gespräch aber vor „Panikmache“.

„Es ist nicht so, dass jetzt kein Kind mehr in seine Wunschschule gehen kann“, sagt Gölitzer, die das neue Auswahlverfahren mit Blick auf die erst 2017 eröffnete Gesamtschule erläutert. Sie spricht auch von einem „Gerechtigkeitsfaktor“, nennt die neue Regelung „beinahe radikal demokratisch“. So werden weiterhin Härtefälle und Inklusionskinder bevorzugt, in der Regel auch Geschwisterkinder. Die übrigen Schulplätze aber werden unter allen Anmeldungen verlost.

Warum das Losverfahren für mehr Gerechtigkeit sorgen könnte

Bisher nahm man Kinder aus den Grundschulen im Stadtteil auch gruppenweise auf. Das ist nun nicht mehr möglich, „begünstigt aber Kinder, die außerhalb des Riedbergs wohnen und die bisher oft das Nachsehen hatten, ein bisschen mehr, während es für Kinder hier vor Ort vielleicht ein bisschen schwieriger wird“. Für die IGS insgesamt sei es aber kein so gravierender Unterschied, weil die Frankfurter Gesamtschulen immer schon alle Kinder ungeachtet der jeweiligen Empfehlung aufgenommen haben.

Susanne Gölitzer geht davon aus, dass die meisten Kinder, die mit Erstwunsch die Gesamtschule Kalbach-Riedberg wählen, hier einen Platz bekommen werden. Deshalb liegt sozusagen der Ball bei den Eltern, die eine bewusste Auswahl treffen sollten. Am liebsten würde sie ihnen mit auf den Weg geben: „Machen Sie sich keine so großen Sorgen. Wir haben 100 Plätze und die werden wir natürlich vergeben.“

Ärgerlich sei allerdings, dass man keine Gruppen aus Grundschulen, mit denen man kooperiere, mehr aufnehmen könne. Hinzu kommt, dass das besondere Profil, das alle hessischen Schulen angehalten sind zu entwickeln, kein Auswahlkriterium mehr ist. Das Sprach- und Kommunikationsprofil der IGS, „in das wir viel Zeit und Mühe investiert haben“, darf bei der Platzvergabe kaum noch eine Rolle spielen. Das beliebte Französisch- und Spanischangebot an der Schule wird aber definitiv bestehen bleiben.

Foto: Archiv 

Notrufe aus der Hosentasche

Es sind drei Zahlen, die Leben retten können: 112 – die Notrufnummer, die europaweit gilt. Übrigens auch weiterhin in Großbritannien, Brexit hin oder her. Passend zur Notrufnummer gab’s am gestrigen 11.2. ein „Twittergewitter“ der Feuerwehr Frankfurt, die im Verbund mit mehr als 50 Berufsfeuerwehren und Freiwilligen Feuerwehren im Land auf den „Europäischen Tag des Notrufs“ aufmerksam machen und einen Blick hinter die Kulissen von Feuerwehr und Rettungsdienst geben wollten. Hierzu hat ein insgesamt achtköpfiges Team im Wechsel, in der Zeit von 8 Uhr bis 20 Uhr, nahezu alle Einsätze und Wissenswertes von Feuerwehr und Rettungsdienst getwittert. Kuriose Notrufe inklusive.

„Bitte Handy immer sperren!“ – warum vermeintliche Notrufe die Leitung blockieren

Die Twitter-Bitte „Handy immer sperren, bevor es in die Hosen- oder Handtasche wandert. Danke!“ lässt erahnen, dass so manche Notrufe versehentlich erfolgen. Ungefähr 15 solcher Anrufe gehen pro Stunde ein und blockieren damit auch die Leitungen. Oder jemand ruft an, weil er die Auskunft erreichen wollte. Gestern meldete sich eine Dame am Notruf, beschwerte sich über ihren Pflegedienst und bezichtigte ihn des Diebstahl. Hier vermittelte die Notrufzentrale die Lady weiter zur Polizei.

Ein anderer Anrufer hatte seit vier Tagen Schnupfen, Fieber und Bauchweh. „Er wurde freundlich, aber bestimmt auf das gut funktionierende Hausarztsystem hingewiesen“, schreibt die Feuerwehr. Um 17.44 Uhr am Nachmittag meldete ein Mann über Notruf, dass sein Fahrzeug zugeparkt ist. Der wurde gebeten, „sich an das zuständige Polizeirevier zu wenden“. Dazu kommen an manch anderen Tagen noch Menschen, die anrufen und ihre Handy-Karte entsperren lassen wollen.

Die Einsatzbilanz der Feuerwehr

Dabei hatte die Feuerwehr, insbesondere nach Sturmtief „Sabine“, jede Menge zu tun. Im Aktionszeitraum gab es gestern insgesamt 334 Einsätze, davon 293 Rettungsdiensteinsätze, 12 Brände und 19 Hilfeleistungseinsätze. Mehr als 100.000 Follower verfolgten die Tweets, am Ende waren es sogar einige Tausend mehr. Die Feuerwehr Frankfurt war jedenfalls äußerst zufrieden. Auch Frankfurts Sicherheitsdezernent, Stadtrat Markus Frank, und der stellvertretende Leiter der Branddirektion, Thomas Jackel, ließen es sich nicht nehmen, mitzuwirken und die Aktion mit diversen Tweets zum Thema Sicherheit zu unterstützen.

Die Tweets sind rückwirkend noch unter www.twitter.com/feuerwehrffm einsehbar. Frankfurt: #Frankfurt112 Bundesweit: #112Live

Foto: Archiv

Warum benötige ich eine Vorsorgevollmacht?

Es ist genau das, wofür sich Menschen im Alter fürchten: Plötzlich schwinden die Kräfte und man ist nicht mehr in der Lage, die wichtigsten Dinge im Leben selbst zu regeln. Sogar Ehegatte und Kinder sind nur berechtigt, den Betroffenen zu vertreten, wenn eine Bevollmächtigung vorliegt – aber das wissen leider viele nicht.

Der Sozialverband VdK Deutschland wird heute, 12. Februar 2020, von 16 bis 19 Uhr im Familienzentrum Billabong einen Vortrag zu den Themen Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung halten.

Wo? Graf-von-Stauffenberg-Allee 46 b, Frankfurt/ Riedberg. Es ist keine Anmeldung notwendig. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Was ist eine Vorsorgevollmacht?

Mit einer Vorsorgevollmacht bevollmächtigen Sie eine andere Person, zu der Sie unbedingtes und uneingeschränktes persönliches Vertrauen haben. Nur diese kann dann im Falle einer Notsituation alle oder bestimmte Aufgaben für Sie erledigen und rechtskräftige Entscheidungen treffen. So können beispielsweise Eheleute nicht alleine deshalb, weil sie verheiratet sind, ohne weiteres füreinander rechtsgeschäftlich handeln. Dies gilt auch für erwachsene Angehörige untereinander. Im Weiteren werden auch die Patienten- und Betreuungsverfügung heute ergänzend besprochen.

„In unserer Veranstaltung erklären wir Ihnen verständlich, was eine Vorsorgevoll- macht bedeutet und was es zu beachten gilt. Im Anschluss sind wir auch gerne für Ihre Fragen da“, heißt es beim VdK. Musterformulare für die Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung liegen bei der Veranstaltung zum Mitnehmen bereit.

Symbolfoto: Luis Machado / Unsplash

Baukran beschädigt Dom – die erste Einsatzbilanz der Feuerwehr

Hinter der Einsatzkräften der Feuerwehr Frankfurt am Main liegt eine unruhige Nacht. Von Sonntagnachmittag, 15:00 Uhr bis Montagmorgen 05:00 Uhr, wurde die Feuerwehr zu insgesamt 51 Einsätzen in Verbindung mit Sturm „Sabine“ alarmiert. Acht Mal wurden Einsätze in Verbindung mit Dächern, 25 Mal Einsätze mit Bäumen oder Ästen und 18 sonstige Hilfeleistungseinsätze wie beispielsweise umgestürzte Bauzäune abgearbeitet. Die Einsätze verteilten sich über das gesamte Stadtgebiet. Hierzu waren die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz. In allen Fällen liegen bisher keine Erkenntnisse vor, dass es verletzte Personen gegeben hat.

Baukran beschädigt Dach des Doms

Um kurz nach Eins erreichte die Feuerwehr die Meldung, dass ein Baukran auf das Dach des Frankfurter Doms gestürzt sei. Vor Ort wurde festgestellt, dass der Ausleger eines Baukrans abgeknickt war und mit der Spitze das Dach des Doms beschädigt hat und nun darin feststeckt. Der Bereich rund um den Dom wurde abgesichert. Da sich der Kran nebst Ausleger nach Einschätzung vor Ort in einer stabilen Lage befindet, waren keine weiteren Maßnahmen der Feuerwehr erforderlich. Eine Fachfirma wird sich um die Bergung des Baukrans kümmern.

Aktuell geht die Feuerwehr davon aus, dass die Zahl der Einsätze im Laufe des Tages noch steigen wird. Viele Beschädigungen werden erst bei Tageslicht zu erkennen sein.

Informationen: Feuerwehr Frankfurt

Foto: Archiv

Sturmwarnung! An diesen Schulen im Stadtteil fällt der Unterricht aus – auch eine Kita geschlossen

Nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes ist im Großraum Frankfurt in der Nacht zum Montag sowie am Montagvormittag mit schweren Sturm- und Orkanböen zu rechnen. Bedingt durch die Sturmwarnung fällt der Unterricht am heutigen Montag, 10. Februar, am Gymnasium Riedberg, an der IGS Kalbach-Riedberg sowie an der Marie-Curie-Schule und der Grundschule Kalbach aus. „Diese Maßnahme erfolgt, da die Sicherheit aller Betroffenen oberste Priorität hat“, heißt es beispielsweise in einer Mitteilung des Gymnasiums, die Sonntagabend kurz nach 18 Uhr die Eltern aller Schülerinnen und Schüler per Mail erhalten haben.

An der Grundschule Kalbach gibt es die Möglichkeit einer Notbetreuung bis 11.30 Uhr.

Laut hessenschau.de fällt im Frankfurter Norden auch im Gymnasium Nord, der Ernst-Reuter-Schule, Wöhlerschule und Ziehenschule der Unterricht aus.

Die Kita Krambambuli in Kalbach hat heute ebenfalls geschlossen, allerdings wird es eine Notgruppe geben.

Das hessische Kultusministerium hatte mitgeteilt, es unterstütze alle Schulleitungen, die sich dafür entschieden, den Unterricht für Montag aus Sicherheitsgründen abzusagen. Grundsätzlich sollte in diesen Fällen, wenn es möglich und zumutbar ist, eine Notbetreuung gewährleistet werden. Jedoch sollte bei extremen Witterungsverhältnissen der Schulweg nicht angetreten werden.

Sobald wir weitere Rückmeldungen aus Riedberg und Kalbach erhalten, werden wir diese ebenfalls hier bekannt geben. Informationen gerne an mail@main-riedberg.de

Erwartet werden auch spürbare Auswirkungen auf den Berufsverkehr. Bereits am Sonntag warnte der RMV vor „Ausfällen und Verspätungen aufgrund des Unwetters“.

Die Deutsche Bahn stellte bereits Sonntagabend den Fernverkehr bundesweit ein. Aktuelle Informationen finden Sie unter http://bahn.de/aktuell 

Auch der Flugverkehr ist stark beeinträchtigt: Wegen der Wetterlage sind am Sonntag bereits 150 von 1200 geplanten Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen gestrichen worden. Dabei handelte es sich vor allem um Flüge innerhalb Europas. Für den Montag gab es im Laufe des Sonntags bereits 130 Annullierungen bei geplanten 1300 Flugbewegungen. Reisende können sich bei ihrer Airline, die Hotline 01806-3724636 oder über www.frankfurt-airport.com über den Status ihres Fluges informieren.

Foto: MAINRiedberg

Riedberg: Schulleiter kritisiert neues Losverfahren

Rund 300 Viertklässler aus Riedberg und Kalbach wechseln im Sommer auf die weiterführenden Schulen. Doch die Verunsicherung ist groß. Denn aufgrund einer Neuregelung wird mehr und mehr das Los über die Platzvergabe entscheiden. Helmut Kühnberger, Schulleiter des Riedberg-Gymnasiums, kritisiert gegenüber hessenschau.de das neue Verfahren und erklärt: „Nun verbietet uns das Staatliche Schulamt, die Wünsche der Eltern zu berücksichtigen.“

Das Gymnasium Riedberg, inzwischen eine der beliebtesten Schulen Frankfurts, hat das sich vor Jahren für den sogenannten MINT-Schwerpunkt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in Verbindung mit zweisprachigem Unterricht entschieden. Das gilt ab sofort nicht mehr als Auswahlkriterium. Ebensowenig der Sprachschwerpunkt der IGS Kalbach-Riedberg, die Französisch und Spanisch ab der sechsten Klasse anbietet. Als einzige Gesamtschule im Norden. 

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen Losverfahren

Was ändert sich ab sofort bei der Platzvergabe?

Bei der Vergabe von Plätzen an die weiterführenden Schulen wird das Los eine viel größere Rolle als in den vergangenen Jahren spielen. Melden sich zu viele Schüler für eine Schule an, werden die meisten Plätze verlost – nur wenige gesetzliche Kriterien, die Härtefallregelung und die Geschwisterkindregelung können vorab zu einer Auswahl von Schülern führen.

Welche Kriterien zählen beim Auswahlverfahren? 

Härtefälle oder Inklusionskinder erhalten den Vorzug. Bevorzugt werden auch Kinder, wenn sie eine Fremdsprache (außer Englisch) wählen, die mit der Sprachenfolge der Schule übereinstimmt. Daneben gelten derzeit nur zwei zertifizierte Schwerpunkte, nämlich „Sport“ und „Musik“, wie sie beispielsweise die Wöhlerschule (Musik) oder die Carl-von-Weinberg-Schule (Sport) anbieten. Der Schwerpunkt Naturwissenschaften zählt nicht mehr. Hat die Schule die gesetzlichen Kriterien unter allen Anmeldungen geprüft, kann die Schule entscheiden, ob sie Geschwisterkinder bevorzugt aufnimmt.

Welche Kriterien zählen nicht mehr?

Wohnortnähe, Schulkooperationen und Bewerbungsschreiben der Eltern werden nicht mehr berücksichtigt.

Wann und wie entscheidet das Los?

Alle Schulplätze, die nicht nach den oben genannten Kriterien vorab vergeben wurden, werden verlost. Das Losverfahren findet an den einzelnen Schulen statt, dabei gilt das 6-Augen-Prinzip. Wenn es mehr Anfragen als Plätze gibt und die Losverfahren an den möglichen Erst- und Zweitschulen durchgeführt wurden, kommt das Staatliche Schulamt ins Spiel und ruft die sogenannte Verteilkonferenz ein. Hier treffen sich die Schuldirektoren der gewünschten Schulform mit freien Plätzen, um die verbliebenen Kinder zu „verteilen“.

Warum gibt es diese Neuregelung?

Das Staatliche Schulamt will mehr Rechtssicherheit bei der Schulplatzvergabe schaffen. Beim bisherigen Verfahren kam es regelmäßig zu rechtlichen Widersprüchen und Gerichtsverfahren. Es gab sogar eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht.

Wird das neue Losverfahren bleiben oder sind in Zukunft weitere Auswahlkriterien denkbar?

Das Gymnasium Riedberg und vier weitere Frankfurter Schulen haben beim Kultusministerium bereits beantragt, dass der MINT-Schwerpunkt als Auswahlkriterium staatlich anerkannt wird. Dann könnte man zur bisherigen Praxis zurückkehren und vor einem Losverfahren die Schülerinnen und Schüler bevorzugt aufnehmen, die das naturwissenschaftliche Profil konkret wünschen.

Foto: MAINRiedberg

Der grüne Supercomputer kommt

2030 könnten 13 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs durch Rechenzentren verursacht werden. In Frankfurt, dem globalen Netzknoten, schlucken Rechenzentren bereits heute 20 Prozent des lokalen Stroms. Daran wird deutlich: Ein Wandel zur Green Economy wird ohne immer energieeffizientere Großrechenzentren kaum gelingen. Eine Lösung für diese globale Herausforderung kommt aus Hessen von der Goethe-Universität und dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung.

Für das bereits vielfach mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnete visionäre Gesamtkonzept einer energieeffizienten Kühlstruktur von Großrechenzentren wurde kürzlich ein europäisches Patent erteilt. Dieses ermöglicht die globale Vermarktung der von Prof. Dr. Volker Lindenstruth von der Goethe-Universität und dem GSI Helmholtzzentrum sowie Alexander Hauser von e3c entwickelten, wegweisenden Technologie „made in Hessen“. Damit können Großrechenzentren und kommerzielle IT-Systeme im Vergleich zu herkömmlichen Rechenzentren mit einem bis zu 50 Prozent geringeren Primärenergieaufwand betrieben werden. Eine der wichtigsten Rechenzentren, der Green IT Cube, wurde vom GSI Helmholtzzentrum in Darmstadt realisiert.

Informationen: Goethe-Universität

Symbolbild: Weissblick