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Deshalb helfen wir bei der Corona-Testung

Großes Engagement im Lockdown: Ute Weigl und Sabine Fiedler sind in medizinischen Berufen ausgebildet – und helfen jetzt ehrenamtlich bei der Corona-Testung im Altenpflegeheim Bettinahof mit.

Das Seniorenheim „Bettinahof“ am Riedberg startete in den sozialen Medien einen Aufruf und suchte Unterstützung für die regelmäßige Corona-Testung des Personals. Ute Weigl und Sabine Fiedler sind Riedbergerinnen und beide in medizinischen Berufen ausgebildet. Sie meldeten sich daraufhin im Seniorenheim und boten ihre ehrenamtliche Hilfe an. Schnell wurde alles Notwendige abgestimmt und die Einweisung konnte erfolgen.

Seit Mitte Januar sind die beiden nun regelmäßig vor Ort, um das Personal und bei Bedarf auch die Bewohner mit einem Schnelltest auf Corona zu testen. Die Intention der beiden? Einfach da helfen, wo es dringend gebraucht wird und Ressourcen knapp sind. „Da ich selbst gerade in einem Corona-Testcenter der Kassenärztlichen Vereinigung tätig bin und sehe, was dort täglich los ist, musste ich nicht lange überlegen, um hier meine Hilfe anzubieten“, sagt Sabine Fiedler, die auch ehrenamtlich im Vorstand des Familienzentrums Billabong tätig ist.

Auch Ute Weigl als ausgebildete Krankenschwester zögerte nicht lang. „Neben dem Home-Schooling mit meinen Kindern ist dies für mich ein wichtiger Beitrag, den ich für die Gesellschaft leisten kann und will.“ Die Heimleitung ist sehr dankbar für die Hilfe, denn dies ist eine Möglichkeit, die BewohnerInnen aktiv vor dem Virus zu schützen und einen weiteren größeren Ausbruch wie im Dezember 2020 zu verhindern. Bis alle BewohnerInnen und Mitarbeiter durch eine Impfung ausreichend geschützt sind, wird es wohl noch eine Weile dauern. Und bis dahin ist die Hilfe der beiden ehrenamtlichen Testerinnen eine große Unterstützung.

Foto: privat

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Großer Fortschritt zum 1. Lockdown

Jetzt steht endgültig fest, dass der hessische „Lockdown light“ für die Schulen bis 14. Februar verlängert wird. Zeit für ein kurzes Fazit zu den ersten beiden Wochen Distanzunterricht. MAINRiedberg sprach mit Dr. Susanne Gölitzer, Schulleiterin der IGS Kalbach-Riedberg.

Wer in diesen Tagen mit Susanne Gölitzer spricht, hört zunächst spürbare Erleichterung. Darüber, dass sich die „unablässige Mühe“ insbesondere von drei Lehrkräften gelohnt hat und damit alle Kinder einen funktionierenden Zugang zur hessischen Lernplattform Moodle und zu einem Tool für Videokonferenzen haben. Dass dies im Prinzip klappt, haben schon vorab die ersten Konferenzen, ein Themenelternabend und inzwischen auch Videounterricht und die täglichen Morgenkreise bewiesen.

Schlechte Noten für Serverkapazität und Technik

Und das erste Fazit? „Es läuft gemischt“, lautet die ehrliche Antwort. Die Bandbreiten und die Serverkapazitäten der Lernplattform seien oft alles andere als ideal. Wenn sie nur die technische Qualität beurteilen müsste, „würde ich Noten zwischen 3- und 5+ geben“. Mal ist der Ton plötzlich weg ist, mal fliegen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Sitzung raus. Oder Ähnliches.

Allerdings betont die Schulleiterin der IGS Kalbach-Riedberg zugleich: Die aktuelle Form des Unterrichts ist „ein riesiger Fortschritt zum ersten Lockdown“. Als im Frühjahr die Schließung der Schulen Lehrkräfte wie Kinder beinahe unvorbereitet traf und digitale Lösungen nicht vorhanden waren.

So läuft der Videounterricht

Eine Elternumfrage hatte ergeben, dass die Kinder eine klare Tagesstruktur brauchen. Deshalb versucht man in der IGS, den Tag eng zu takten. Unterrichtsmaterialien und Hausaufgaben laufen über die Lernplattform Moodle. Jeden Tag morgens um 10 Uhr finden die Morgenkreise statt, danach folgen Videokonferenzen, beziehungsweise Videounterricht. Und danach die Arbeit der Schülerinnen und Schüler an ihren Aufgaben.

Jeweils nach 70 Minuten Unterricht zuhause und parallel im Klassenraum besprechen die Lehrerinnen und Lehrer mit den Kindern per Videoschalte, ob und welche Fragen es gibt. Ein Mal pro Woche finden Sprechstunden statt. Insgesamt, so Gölitzer, würden die Kinder zwar weniger arbeiten als im normalen Schulalltag, aber gut zwei Drittel des Unterrichtsstoffes könne man durchaus so vermitteln.

Susanne Gölitzer, Schulleiterin der IGS Kalbach-Riedberg, sieht trotz technischer Probleme große Fortschritte zum ersten Lockdown  Foto: privat

Eine Herausforderung ist, dass in der fünften und sechsten Jahrgangsstufe rund 10 bis 15 Prozent der Schüler in die Schule kommen – was entsprechend der hessischen Corona-Regeln erlaubt ist. Kinder, die zuhause keinen Computer haben oder keine Möglichkeit, dem Videounterricht zu folgen, „sind in der Schule besser aufgehoben“. Aber als vor den Weihnachtsferien darüber hinaus immer mehr Kinder wieder in die Schule kamen, haben man die Eltern gebeten, die Schüler möglichst zuhause zu lassen, „weil wir einfach zu viele Kinder hier hatten“. In den Klassenzimmern sind auch aus Gründen des Infektionsschutzes nur kleinere Gruppen sinnvoll – und wenn die Lehrer dann zugleich Unterricht in der Klasse und per Webcam für die Kinder zuhause halten wollen, stößt das Konzept irgendwann an Grenzen. Doch die vielen Elternrückmeldungen würden zeigen, dass die Zufriedenheit insgesamt sehr groß sei.

Eltern haben 20 Webcams zur Verfügung gestellt

„Ganz entzückend“ nennt Gölitzer das Engagement der Eltern, die 20 Webcams zur Verfügung gestellt haben. So kann jetzt aus jedem Klassenzimmer gestreamt werden. Auch wenn der Videounterricht manchmal noch etwas „hemdsärmelig“ abläuft und improvisiert werden muss.

Gerade bei den älteren Kindern hat aber die aktuelle Situation auch dazu geführt, dass sie selbstständiger arbeiten und neue Lernformen in den Vordergrund rücken. „Während ich bisher vermutlich einen Text ausgeteilt hätte, habe ich mit den Kindern besprochen, dass sie sich die Nachrichten im Fernsehen anschauen, ein Thema suchen und dann ein Video oder einen Podcast dazu machen“, berichtet die Schulleiterin, die davon ausgeht, dass auch nach dem Lockdown die Schule digitaler wird und die Einbindung von Streaming, Podcasts und Videokonferenzen eine größere Bedeutung bekommt. „Die individuellen Aufgaben, die zum Unterricht der IGS gehören, passen zu diesen Formen hervorragend.“

Noch besser könnte der Distanzunterricht laufen, „wenn wir endlich eine Lernplattform für die Schulen bekommen, in der Mails, Videokonferenzen, digitale Logbücher, Klassenbücher und Stundenplanung in einem System wären“. Mit der entsprechenden Technik und WLAN, das funktioniert.

Foto: MAINRiedberg

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Eltern fordern „Mindestmaß an Digitalisierung“

Arbeitsblätter statt Videounterricht und WLAN: In einem offenen Brief an Bildungsdezernentin Sylvia Weber fordern Eltern der Grundschule 3 „ein Mindestmaß an Digitalisierung“. Im Dezernat spricht man von Missverständnissen – und zeigt konkrete Lösungen auf.

„Wir wollen sachlich auf unsere Situation aufmerksam machen, die so oder so ähnlich sicher auch auf zahlreiche andere Schulen zutrifft“, betonen Dr. Mareike Tarazona und Jörg Niegemann, Vorsitzende des Schulelternbeirates der Grundschule Riedberg 3. Das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer stehe für sie außer Frage und auch die Tatsache, dass diese Ausnahmesituation die Schulen und auch das Bildungsdezernat vor große Herausforderungen stellt. Dennoch: „Unsere Grundschule verfügt bis zum heutigen Tag nicht annähernd über die technischen Grundvoraussetzungen, um einen Distanzunterricht digital und damit zeitgemäß abwickeln und unterstützen zu können.“ Kein WLAN, keine Anbindung an eine der hessischen Lern-Plattformen, keine Webcams oder Notebooks für Lehrkräfte – das sind die größten Kritikpunkte.

Der momentane Distanzunterricht erfolgt über Arbeitsblätter, die Eltern ein Mal pro Woche für ihre Kinder abholen. Der Kontakt zwischen Schülern und Lehrern sei so nur eingeschränkt möglich. Das sei aus Elternsicht inakzeptabel, sagen Mareike Tarazona und Jörg Niegemann. In der Folge schicken Eltern ihre Kinder trotz Aussetzung der Präsenzpflicht in Schule, da sie Bedenken haben, dass die Kinder wichtige Lerninhalte verpassen.

Bildungsdezernat zeigt Lösungen auf

Der Schulelternbeirat verweist auf den „Digitalpakt Schule“ zwischen Bund und Ländern und hofft so, kurzfristig an Mittel zu gelangen. Das wird womöglich gar nicht notwendig sein. Denn im Bildungsdezernat spricht man von „Missverständnissen“ – und zeigt zugleich Lösungen auf. „Wir schätzen eine engagierte Elternschaft sehr und Bildungsdezernentin Weber wird dem Elternbeirat noch persönlich antworten“, schickt Azfar Khan, Referent im Dezernat für Integration und Bildung, vorweg. Dann erläutert er konkret: Das Dezernat hat im Oktober jeder Frankfurter Schule ein Extrabudget für eine bessere digitale Ausstattung zur Verfügung gestellt. „Das ist für die Webcams ausreichend“, so Khan. Dazu steht man auch schon mit der Schulleitung in Kontakt.

Teilhabe dank Laptops, Kabel statt WLAN

Ein wichtiger Punkt ist die Teilhabe – aber auch da habe die Stadt jeder Schule Laptops für jeweils zwölf Prozent der Schüler zur Verfügung gestellt. Für Kinder aus Familien, die nicht über die entsprechenden technischen und finanziellen Möglichkeiten verfügen. 

Dann gibt es noch ein vermeintlich großes Problem, das sich teilweise und kostengünstig lösen lässt: Das Thema WLAN. Ein WLAN-Netz sei im Provisorium in der Hans-Leistikow-Straße nicht geplant, „aber die Schule ist direkt an das moderne Glasfasernetz angeschlossen“, erklärt Azfar Khan. Das bedeutet: Zumindest Videostreaming ist über herkömmliche LAN-Kabel möglich. Auch darüber sei man mit der IT-Beauftragten der Schule im Gespräch.

Foto: MAINRiedberg

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Sportzentrum Kalbach öffnet Badminton-Felder

Das Sportamt hat im Sportzentrum Kalbach vier Badmintonfelder errichtet. Diese stehen ab sofort für den Individualsport „Eins gegen Eins“ im Rahmen der geltenden hessischen Corona-Schutzvorschriften zur Verfügung.

Sportdezernent Markus Frank sagt: „Besonders in dieser schwierigen Zeit wollen wir Sport im Rahmen der gesetzten Grenzen ermöglichen. Ich freue mich auf das Interesse der Badmintonsportler und auf die Hobbysportler, die diese Sportart ausprobieren wollen.“

Individualsportlerinnen und -sportler können Spielzeiten auf den Badminton-Feldern buchen. Die Nutzungszeiten sind von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr für 12 Euro pro Stunde, von 16 bis 22 Uhr für 18 Euro sowie samstags, sonntags und feiertags von 8 bis 22 Uhr für 15 Euro.

Ein Hygienekonzept für das Sportzentrum Kalbach liegt vor und ist bei der Nutzung zu beachten, ebenso entsprechende Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Ausreichender Abstand ist durch die Platzbelegung gewährleistet, da nur zwei Drittel der Halle mit Spielfeldern belegt werden. Das Badmintonangebot ist vorerst begrenzt.

Die Buchung der Plätze erfolgt bis Sonntag, 24. Januar telefonisch unter 069/212-73415 und ab Montag, 25. Januar, über das neu eingerichtete Online-Ticket-System von Frankfurt Rhein-Main-Ticket unter http://www.frankfurtticket.de im Internet. Im Zuge der Einrichtung dieses Online-Ticket-Systems ist ab dem selben Tag die Buchung von Einzelstunden auf den Tennisplätzen der Tennishalle auch nur noch auf diesem Weg möglich.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.sportamt.frankfurt.de im Internet.

Foto: Siora Photography on Unsplash

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Online-Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag

Am internationalen Holocaust-Gedenktag bringt das Centre for Dialogue at Campus Riedberg Lebenzeugnisse von Marcel Reich-Ranicki und Schriftstellerin Ruth Klüger auf die Bühne – in einer Online-Veranstaltung zum Innehalten und Nachdenken.

Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord der Nazis an Juden, Sinti und Roma und anderen Verfolgten. Auschwitz ist Ausdruck des Rassenwahns und das Kainsmal der deutschen Geschichte, wie das Centre for Dialogue at Campus Riedberg (CfD) in seiner Einladung betont. Der 27. Januar, der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, ist daher auch ein internationaler Tag der Reflexion. Deshalb bringt das CfD „Lebenszeugnisse“ von zwei Überlebenden der Shoah, von Literaturkritiker Marcel Reich- Ranicki (1920-2013) und Schriftstellerin Ruth Klüger (1931-2020), auf die Bühne. 

Die Veranstaltung am Mittwoch, 27. Januar, von 19 bis 21 Uhr kann im Live-Stream des Centre for Dialogue at Campus Riedberg verfolgt werden https://www.youtube.com/channel/UCKBH-hD1YfbDS_xSp4FthqA

Foto: CfD

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Schule & Kita: Das gilt ab nächster Woche

Die hessischen Regelungen zu Schulen und Kinderbetreuung werden nicht weiter verschärft, sondern bleiben bestehen. Das hat das Corona-Kabinett der Landesregierung am Mittwoch festgelegt. Allerdings werden diese entsprechend den Berliner Beschlüssen bis 14. Februar verlängert.

Schon bisher gilt: Schülerinnen und Schüler sollen bis Klasse 6, wo immer möglich, dem Präsenzunterricht fernbleiben. Derzeit sind weniger als 20 Prozent dieser Schülerinnen und Schüler in der Schule. Ab Jahrgangsstufe 7 gibt es mit der Ausnahme von Abschlussklassen Distanzunterricht. Klassenarbeiten finden in der Regel nicht statt.

Auch für Kitas gilt weiterhin: Eltern sollen – wo immer möglich – ihre Kinder zu Hause betreuen. Es ist weiterhin erlaubt, dass sich bis zu drei Familien zu Betreuungsgemeinschaften zusammenschließen und im Wechsel die Kinderbetreuung übernehmen.

Um Eltern die Betreuung ihrer Kinder zu Hause zu erleichtern, wurde in dieser Woche das Kinderkrankengeld erweitert. Dadurch hat jedes Elternteil in diesem Jahr Anspruch, 20 Tage (bislang: 10 Tage) zu Hause auf das eigene Kind aufzupassen und Kinderkrankengeld zu erhalten. Dieses entspricht in der Regel 90 Prozent des ausgefallenen Nettogehalts. Der Anspruch gilt nicht nur wie üblich bei Krankheit des Kindes, sondern auch, wenn Kitas und Schulen nur eingeschränkt geöffnet sind und Eltern deshalb ein Betreuungsproblem haben.

Sollte sich die Infektionslage in den kommenden Wochen verschärfen, sind weiterreichende Einschränkungen und Schließungen möglich, heißt es in einer Mitteilung der Landesregierung.

Schrittweise Öffnung ab 15. Februar möglich

Wenn es die Infektionslage allerdings erlaubt, will man ab 15. Februar die Grundschulen wieder schrittweise öffnen, zunächst in einem Wechselmodell. Das erklärte Ministerpräsident Volker Bouffier in einem Statement. Die weiterführenden Schulen könnten folgen, aber auch dort könnte es noch bis zu den Osterferien Wechselunterricht geben.

Die neuen Regelungen im Detail unter https://www.hessen.de/fuer-buerger/corona-hessen/verordnungen-und-allgemeinverfuegungen

Foto: J. Kelly Brito on Unsplash

 
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Preise für Neubauten steigen langsamer

Der Gutachterausschuss für Immobilienwerte für den Bereich der Stadt Frankfurt hat gemeinsam mit Planungsdezernent Mike Josef die wichtigsten Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt im Jahr 2020 vorgestellt. Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist weiterhin ungebrochen – die Preise steigen aber langsamer.

Die Umsätze von neuen Eigentumswohnungen gingen um rund 35 Prozent zurück. Eine neue Eigentumswohnung wurde in Frankfurt im Schnitt für rund 7.670 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gehandelt (8,7 Prozent mehr als 2019). Damit stiegen die Preise für neue Eigentumswohnungen auch im Krisenjahr weiter, die Steigerung schwächte sich aber im Vergleich zu den Vorjahren ab.

Die Kaufpreise der Eigentumswohnungen betrugen durchschnittlich bei Baujahren bis 1949 rund 6000 Euro pro Quadratmeter, bei den Baujahren 1950 bis 1977 4.420 Euro, bei den Baujahren 1978 bis 1990 4.250 Euro und ab dem Baujahr 1991 (ohne Neubauten) 6.350 Euro.

Im Europaviertel und in der Innenstadt wurden neue Eigentumswohnungen durchschnittlich mit Preisen von 12.600 €/m2 Wohnfläche bzw. 13.000 €/m2 Wohnfläche gehandelt, was nicht zuletzt auf die neuen Wohntürme an der Messe zurückzuführen ist. Im Nordend lagen die Preise im Schnitt bei 8.500 €/m2 Wohnfläche. Auch in den dezentralen Lagen wurden für Neubau- Eigentumswohnungen zumeist Preise von über 6.000 €/m2 Wohnfläche erzielt.

Bei Wohnungen mit Baujahren vor 1919 fallen vor allem die sehr hohen Kaufpreise im Westend mit durchschnittlich 10.100 €/m2 Wohnfläche auf. Diese Kaufpreise beziehen sich auf verschiedene Objekte (Stilaltbau) mit neuwertiger Ausstattung. Andere gute Lagen wie Sachsenhausen und Nordend/Ostend erzielten Durchschnittspreise von 6.600 €/m2 Wohnfläche.

Neue Reihenhäuser kosten eine Million Euro

Der gesamte Wohnungsmarkt weist bei weiter steigenden Preisen einen Umsatzrückgang von 24 Prozent auf. Auch durch die Pandemie bedingt, wurden in 2020 rund 20 Prozent weniger Mehrfamilienhäuser und 5 Prozent weniger Einfamilienhäuser verkauft. Die steigenden Preise führen zusammen mit der guten Ausstattung und der Hausgröße dazu, dass vor allem neue Reihenhäuser um über 15 Prozent (1.075.000 Euro) höhere Preise erzielten als im Vorjahr. Reihenhäuser mit Baujahren vor 1949 konnten im Schnitt für einen Preis von 332.000 Euro erworben werden. 

40 Prozent Rückgang bei Büroimmobilien

Bemerkenswert ist die Entwicklung der Bodenpreise: Bereits im zweiten Jahr in Folge schwächte sich im Jahr 2020 die Bodenpreissteigerung für Wohnbauland gegenüber den Vorjahren erheblich ab und betrug im Durchschnitt 5 Prozent.

Der Gewerbeimmobilienmarkt wird in Frankfurt wie seit Jahrzehnten vom Bürosektor dominiert. Bei den Gewerbeimmobilien wurde bisher ein Umsatz von 2,21 Milliarden Euro registriert. Wegen der schwierigen Marktlage auf Grund der Auswirkungen der Pandemie war ein Umsatzrückgang von 40 Prozent zu verzeichnen.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Stadt Frankfurt

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Corona-Ausbruch im „Bettinahof“: Das sagt der Träger

Mehr als ein Drittel der Bewohner des Altenpflegeheims „Bettinahof“ am Riedberg ist in den vergangenen Wochen an Corona erkrankt. 18 Personen sind verstorben. Auch Mitarbeiter sind infiziert. Jetzt erläutert der Träger, wie künftige Infektionen verhindert werden sollen.

„Wir haben nichts zu verbergen und wollen genauso wie die Angehörigen auch die Öffentlichkeit informieren“, erklärt Tanja Kurz, Sprecherin der Münchner KORIAN-Gruppe, zu der auch das Pflegeheim in der Altenhöferallee mit 132 Plätzen gehört.

Der große Ausbruch geschah im Dezember, als 53 Pflegedürftige erkrankten und 18 in der Folge mit oder an Corona verstarben. Aktuell sind noch 5 Personen betroffen, drei davon sind sogenannte „Altfälle“, haben sich also schon während des ersten Ausbruchs infiziert. Jetzt gab die Einrichtungsleitung bekannt, dass „auch Mitarbeiter des Bettinahofes positiv auf Covid-19 getestet wurden“. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Auch ein Wohnbereich steht noch unter Quarantäne. Negativ getestete Bewohner können aktuell die Einrichtung verlassen und unter verstärkten Schutz- und Hygienebedingungen Besuche empfangen.

Test-Konzept soll weitere Ausbrüche verhindern

Seit Beginn des Ausbruchsgeschehens steht die Einrichtung in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Sie stimmen alle Maßnahmen ab. Ein Test-Konzept soll jetzt weitere Ausbrüche verhindern. „Dazu gehören auch die regelmäßigen Testungen für Bewohner und Mitarbeiter“, so KORIAN-Sprecherin Tanja Kurz. Ergänzend zu den regelmäßigen PCR-Tests durch die Behörden führt die Einrichtung jetzt zweimal wöchentlich Corona-Schnelltests durch.

Wann werden die Heimbewohner geimpft?

Von Seiten des Trägers heißt es, dass die Einrichtung auf die Impfungen vorbereitet sei. Alle notwendigen Dokumente liegen vor, die Behörden sind informiert. Ein Impftermin wurde der Einrichtung noch nicht genannt.

Fünf mobile Impf-Teams sind bereits in Frankfurt im Einsatz. Dr. Katrin Steul, im Gesundheitsamt zuständig für das Ausbruchsmanagement, hatte MAINRiedberg vorab erklärt: „In Ausbruchssituationen können wir keine Impfaktionen durchführen.“ Das Amt bestätigt die enge Abstimmung mit den betroffenen Heimen, wollte aber keine einrichtungsspezifischen Auskünfte, etwa zum Bettinahof, geben.

Momentan gibt es in rund der Hälfte der 49 Altenpflegeheime im Stadtgebiet mindestens einen Corona-Fall.

Foto: MAINRiedberg

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Frankfurter Impfzentrum nimmt Betrieb auf

Die Frankfurter Impfkampagne geht in die zweite Phase: Heute öffnete das Impfzentrum in der Festhalle – als eines von sechs regionalen Impfzentren in Hessen. Zuvor lagen die Corona-Impfungen ausschließlich in der Hand von mobilen Impfteams. Bis Ende Januar sind 12.000 Impfungen geplant.

Zum Auftakt an der Messe standen insgesamt 500 Impfdosen zur Verfügung. Als erstes an der Reihe: Odores (90) und Gisela (91) – die beiden Frankfurterinnen wurden von Oberbürgermeister Peter Feldmann und Gesundheitsdezernent Stefan Majer persönlich begrüßt.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte unter anderem: „Ich freue mich, dass die Impfung diesen Menschen jetzt ein wichtiges Stück Lebensqualität zurückgibt. Zugleich hoffe ich inständig, dass die Schwierigkeiten bei der Terminvergabe bald der Vergangenheit angehören – und dann hoffentlich auch mehr Impfstoff zur Verfügung steht.“ Gesundheitsdezernent Stefan Majer ergänzte: „Endlich können wir unser Impfangebot ausweiten. Für all diejenigen, die jetzt noch nicht geimpft werden können, gilt weiterhin: Abstand halten und Masken auf.“

Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, Prof. René Gottschalk, sprach von einer „großen Herausforderung“ und betonte: „Eine derartige Impfkampagne gab es in Deutschland noch nie. Der Start des Impfzentrums Frankfurt ist der entscheidende Schritt in der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. Wir sind froh, dass mit der Eröffnung heute einen großen Schritt vorwärtsgeht.“

Bereits morgen sollen 1000 Hochbetagte geimpft werden

Die Zahl der Impfungen in der Festhalle soll schnell steigen. Bereits morgen werden dort knapp 1000 Hochbetagte versorgt. Geplant: 11.725 Impfungen bis Ende Januar. Das Ziel ist, dass alle Menschen, die eine Impfung wollen, in den nächsten Monaten in der vorgegebenen Reihenfolge der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) geimpft werden können.

Zum Start am heutigen 19. Januar waren zwei der vorhandenen fünf Impfstraßen beziehungsweise 17 von 43 Impfkabinen in Betrieb. Ausgelegt ist das Frankfurter Impfzentrum für 4000 Impfungen am Tag. Zeitaufwand pro Impfung: etwa eine Stunde – davon 30 Minuten Ruhezeit, um allergische Reaktionen auszuschließen.

Die Impfungen werden unter Federführung des Gesundheitsamtes vom Deutschen Roten Kreuz durchgeführt.

Stadt bietet kostenfreien Transport zum Impfen an

Der Zugang zur Festhalle über den Eingang „Eingang City“ ist einfach zu finden. Sobald man aus der U-Bahn steigt, kann man über die Rolltreppe direkt in den Anmeldebereich des Impfzentrums hochfahren. Und wer aus der Straßenbahn steigt, kann den Eingang direkt sehen. Der Weg ist zusätzlich ausgeschildert.

Zusätzlich gibt es einen Eingang nur für Impfberechtigte mit einer Mobilitätseinschränkung, beispielsweise einer Gehbehinderung, die mit einem PKW anreisen müssen. Zur Unterstützung der Patientinnen und Patienten ist jeweils eine Begleitperson zulässig.

Die Stadt bietet Frankfurtern ab dem 80. Lebensjahr aber auch einen kostenfreien Transport zum Impfzentrum an – in Form von Taxi-Gutscheinen. Per Brief werden rund 30.000 Bürgerinnen und Bürger in den kommenden Tagen darüber informiert.

Weitere Informationen zum Thema Impfen und Impfzentrum in Frankfurt unter https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/hauptamt-und-stadtmarketing/buergerbuero-und-ehrenamt/coronavirus–fragen-und-antworten/gesundheitswesen/impfzentren

Foto: Stadt Frankfurt / Maik Reuss

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Immer weniger Parkplätze fürs Carsharing

Carsharing wird auch am Riedberg immer beliebter – als Alternative zum eigenen Auto. Doch in und um die Innenstadt werden die Parkplätze für die mobilen Anbieter knapp, da immer mehr Bewohnerparkzonen ausgewiesen werden.

Die Lage ist auf den ersten Blick ziemlich eindeutig: Die Stadt Frankfurt steht Carsharing positiv gegenüber und sieht diese Mobilitätsform „als sinnvolle Ergänzung zum Individualverkehr und als Beitrag, den Autoverkehr und den Parkdruck zu reduzieren“ – das erklärte heute Verkehrsdezernent Klaus Oesterling nochmals ganz explizit.

Die Tücke steckt allerdings im Detail: Denn während die drei Frankfurter Anbieter von „stationsbasiertem“ Carsharing (Stadtmobil, book-n-drive und flinkster) ein Netz an Ausleihstationen vorhalten, sind die Nutzer von sogenannten „free-floating“ Anbietern wie Share Now darauf angewiesen, dass sie irgendwo einen freien Parkplatz finden.

Erschwerte Bedingungen für Anbieter ohne Ausleihstationen

Einfach das Auto abstellen und los geht’s – das ist auch Teil ihres Erfolgsgeheimnisses. Was mit der Ausweisung neuer Bewohnerparkzonen immer komplizierter wird. Die Stadt München hat diesbezüglich einen Ausweg gefunden, mit einer für das Parken im gesamten Stadtgebiet geltenden Flat-Rate für die Anbieter. Eine solche Regelung wurde in Frankfurt aber mit der Umstellung der Flotte auf Elektromobilität verknüpft. Mit dem Ergebnis, dass dies wirtschaftlich uninteressant ist. Unter anderem, weil die entsprechende Ladeinfrastruktur fehlt.

Zwei Auswege gibt es: In den neuen Bewohnerparkzonen können Autofahrer mit Wohnsitz in der jeweiligen Bewohnerparkzone einen Bewohnerparkausweis beantragen, der zum gebührenfreien Parken in der jeweiligen Zone berechtigt. Carsharing-Nutzer sind dabei den Autobesitzern gleichgestellt. Möglichkeit zwei: Share Now bietet immer noch die kostenfreie Anlieferung der Fahrzeuge zu jedem gewünschten Standort an.

Eine Lösung gibt es derzeit nicht

Für spontane Nutzer und für Bewohner am Stadtrand wie dem Riedberg, die in die City fahren wollen oder müssen, bringt dies wenig. Aber wie geht es weiter? Nachdem das Thema in verschiedenen Medien aufpoppte, wird der Spielball in der Römer-Koalition hin- und hergeschoben. Verkehrsdezernent Oesterling wäre es offenbar am liebsten, wenn die Koalition ihren Beschluss aufheben würde. Er beinhalte ohnehin eine Wettbewerbsverzerrung, da von den Betreibern mit festen Ausleihstationen eine Verpflichtung zur Elektromobilität nicht verlangt werde.

Foto: SHARE NOW on Unsplash

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