Wie ist die Wohnsituation für Familien am Riedberg?

Warum sind Sie an den Riedberg gezogen? Wie zufrieden sind Sie mit der Wohnsituation, Einkaufsmöglichkeiten und der Lebensqualität? Was vermissen Sie? All das sind Fragen, die Studierende vom Institut für Humangeographie der Goethe-Universität noch bis einschließlich 11. Mai Familien hier in unserem Stadtteil stellen. Anonym natürlich. Auch eine Online-Beantwortung des Fragebogens unter www.humangeographie.de/riedberg ist möglich. „Wir möchten möglichst viele Familien damit erreichen und würden uns über eine zahlreiche Teilnahme und damit die Unterstützung unseres Projektes freuen“, sagt Karim Benguergoura, der sich stellvertretend für seine Kommilitonen mit Informationen an MAINRiedberg wandte.

In sieben Gruppen werden sie in den nächsten Tagen durch alle Viertel des Riedbergs gehen und „Face-to-face“-Interviews machen. „Der Hintergrund ist, dass Familien in Frankfurt besonders von den Engpässen am Wohnungsmarkt betroffen sind“, so Benguergoura. Dass sie in puncto Wohnraum, Kinderbetreuung und im Alltag ständig damit konfrontiert sind. Der Riedberg wiederum ist der ideale Untersuchungsraum, da hier statistisch am meisten Familien leben. „Außerdem ist der Stadtteil sehr international, das spiegelt auch die Stadt Frankfurt wieder.“ In den ersten Tagen mussten die Studierenden beispielsweise viel öfter als erwartet vom Deutschen ins Englische wechseln. Weil so manche Elternteile, die sie befragten, bei so detaillierten Fragen lieber die englische Sprache nutzen wollten.

Die Studie ist Teil eines Seminars von Dozentin Dr. Andrea Mösgen zur Wohnsituation von Familien in Frankfurt. Die Studierenden sind im vierten Semester. Es geht darum, „quantitative Verfahren in der Humangeographie“ am Beispiel Riedberg anzuwenden. Von den Untersuchungsergebnissen könnten Stadtplaner in den boomenden deutschen Großstädten und künftig auch Familien selbst profitieren. Die Befragung dauert übrigens nur rund 15 Minuten.

Grafik: Institut für Humangeographie der Goethe-Universität