So wird die „Riedbergwelle“

Hessens Wohnungsbauministerin Priska Hinz nannte das Projekt Riedbergwelle beim Richtfest am Dienstag „eine vorbildliche Mischung aus sozialem Wohnungsbau, frei finanziertem Wohnungsbau für Haushalte mit mittlerem Einkommen und Klimaschutz durch Passivhausbauweise.“ Schließlich brauche man im Rhein-Main-Gebiet dringend günstigen Wohnraum, „der zugleich ein höchstes Maß an Energieeffizienz aufweist“. Oberbürgermeister Peter Feldmann nannte den Wohnungsneubau „weiter die größte Herausforderung der kommenden Jahre in Frankfurt“. Das Ensemble der Nassauische Heimstätte sei ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Riedberg. Planungsdezernent Olaf Cunitz verwies in dem Zusammenhang auf die verschiedenen Wohnungsbauförderprogramme der Stadt. Gegenwärtig stellt die Stadt jährlich 45 Millionen Euro für Förderprogramme zur Verfügung. Insbesondere Familien oder Alleinerziehende mit Kindern sind die Zielgruppe.

Für den Klimaschutz

„Wir zeigen bei der Riedbergwelle, dass man geförderten Wohnungsbau mit hoher architektonischer und stadtplanerischer Qualität verwirklichen kann“, versicherte Dr. Thomas Hain, leitender Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt. „Die zukünftigen Mieter genießen einen außergewöhnlichen Wohnkomfort.“ Insgesamt plant die Nassauische Heimstätte hessenweit in den kommenden fünf Jahren Investitionen in den Wohnungsneubau sowie in den Bestand, das heißt unter anderem in die energetische Modernisierung, in Höhe von rund einer Milliarde Euro.

Alle Wohnungen barrierefrei erreichbar

61 Wohnungen in der Riedbergwelle werden in der direkten Belegung (erster Förderweg) zukünftig eine Kaltmiete von 5,50 Euro/qm kosten. 52 Wohnungen bietet das Wohnungsunternehmen gemäß dem Frankfurter Programm für familien- und seniorengerechten Mietwohnungsbau („Mittelstandsprogramm“) für einen Mietpreis von 7,77 Euro/qm an. Ergänzt wird das Angebot durch 23 Wohnungen in der mittelbaren Belegung für 10,50 Euro/qm. Für die letztgenannten Wohnungen überträgt die Nassauische Heimstätte die Belegungsrechte der Stadt auf andere Wohnungen ihres Frankfurter Bestandes. 24 Wohnungen werden frei finanziert und liegen mit 11 Euro/qm noch am unteren Ende des Preisniveaus auf dem Riedberg. Die Wohnungsgrößen zwischen 55 und 113 qm bieten Wohnraum für Zwei- bis Fünf-Personen-Haushalte. Die gesamte Wohnfläche beträgt 12.500 qm. Alle Mietwohnungen sind barrierefrei erreichbar.

Hohe architektonische Qualität

Das städtebauliche Konzept von Stefan Forster Architekten sieht im Westen und im Norden des Grundstücks einen geschlossenen Gebäuderiegel („Welle“) mit neun Wohnhäusern entlang der Graf-von-Stauffenberg-Allee vor. Im Osten sind es vier freistehende Häuser. Es entsteht auch ein grünes Areal mit kleinen Hügeln und Spielflächen, das als gemeinschaftliche parkähnliche Freifläche für die Bewohner vorgesehen ist. 149 Stellplätze gibt es in der Tiefgarage.

Begrünte Flachdächer

Mit einer Wärmedämmung von Fassade und Dach erreicht das Ensemble Passivhaus-Standard. Die Wohnungen verfügen über eine Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung. Die Grundversorgung von Heizung und Warmwasseraufbereitung leistet Fernwärme. Die Fassaden der Gebäude werden mit hellem Putz und farblich abgestimmtem Klinkerflächen gestaltet. Die Flachdächer sind begrünt. Alle Wohnungen sind mit Balkonen oder Terrassen bzw. Dachterrassen ausgestattet, in den freistehenden Häusern sind für die Erdgeschosswohnungen Mietergärten vorgesehen.

Von den Gesamtkosten des Bauvorhabens Riedbergwelle in Höhe von rund 44 Millionen Euro werden rund 30 Millionen Euro aus Fördermitteln des Landes, der Stadt Frankfurt und der KfW über zinsgünstige Darlehen bereitgestellt.

NH Richtfest Riedbergwelle
Beim Richtfest am Dienstag: Dr. Constantin Westphal, Staatsministerin Priska Hinz, Bürgermeister Olaf Cunitz und Dr. Thomas Hain (v.l.n.r.).

(Informationen & Fotos: Nassauische Heimstätte)