Seriensieger Kristoff schreibt Geschichte

Alexander Kristoff hat zum vierten Mal in Folge den Radklassiker Eschborn – Frankfurt gewonnen. Der Norweger vom Team Emirates setzte sich im Sprint gegen den Australier Michael Matthews und dem Belgier Oliver Naesen durch. Kristoff ist damit jetzt alleiniger Rekordhalter bei dem in diesem Jahr mit zehn schweren Anstiegen im Taunus gespickten Traditionsrennen, das auch durch den RIEDBERG führte. Bester Deutscher war der Ravensburger Emanuel Buchmann auf dem 18. Rang. Rick Zabel, Sohn von Eric Zabel und Zweiter im Vorjahr, war der größte deutsche Hoffnungsträger. Ihn verließen 60 Kilometer vor dem Ziel die Kräfte.

Nach 212,5 Kilometern ließ Europameister Kristoff im Sprint einer noch 25 Fahrer starken Gruppe die Konkurrenz hinter sich und feierte seinen dritten Saisonsieg. „Ich habe Geschichte geschrieben und bin superglücklich darüber. Mein Team hat sein Bestes gegeben, um mich in Position zu bringen, sagte Kristoff, der bei seiner ersten Teilnahme im Jahr 2012 Sechster wurde und danach bei jeder seiner Teilnahmen auf der obersten Stufe des Podiums stand. „Allein schon deswegen ist es mein Lieblingsrennen.“ Die Verschärfung der Strecke hinterließ beim schnellen Skandinavier dennoch ihre Spuren. „Ich habe auf den beiden neuen Runden kämpfen müssen, die waren wirklich schwer. Ich fiel zurück, kam aber mit Hilfe meiner Mannschaftskollegen zurück. Im Sprint war ich zwar allein, aber das erging meinen Konkurrenten nicht anders.“

Seriensieger Alexander KRISTOFF (Norwegen / Team Emirates) gewann den Klassiker Eschborn-Frankfurt vor dem Australier Michael MATTHEWS und Oliver NAESEN (Belgien)                                                  © Roth-Foto

Bei Sonnenschein und Temperaturen von 15 Grad dauerte es rund 25 Kilometer, bis das Feld einer siebenköpfigen Ausreißergruppe freie Fahrt gewährte. Daniel Teklehaimanot (Team Cofidis), Alexejs Saramotins (Bora-hansgrohe), David Tanner (Verandas Willems-Crelan), Floris Gerts (Roompot-Nederlandse Loterij), Yukiya Arashiro (Bahrain-Merida), Antoine Warnier (WB Aqua Protect) und Aaron Gate (Aqua Blue Sport) fuhren sich einen Vorsprung von 4:40 Minuten auf das Feld heraus. Nach der Überquerung des Feldbergs, dem ersten und mit elf Kilometern längsten Anstieg des Tages, nahm das Rennen an Fahrt auf.

Bei der zweiten Überquerung des 2,3 Kilometer langen und bis zu 23 Prozent steilen Mammolshainer Bergs, gelang drei Profis der Anschluss zur Spitze, aus der andere herausgefallen waren. Auf den letzten 40 Kilometern startete das Hauptfeld, das zwischenzeitlich 1:35 Minuten hinter der Spitzengruppe lag, eine erfolgreiche Aufholjagd und fing drei Kilometer vor dem Ziel auch die letzten Ausreißer ein. Sam Bennett eröffnete als Erster den Sprint, doch Kristoff zog vom Hinterrad des Iren souverän zum Sieg, den auch der stark aufkommende Matthews nicht mehr verhindern konnte.

Lokalmatador John Degenkolb hatte verletzungsbedingt absagen müssen und war bei seinem Heimrennen natürlich auch da – allerdings als Zuschauer und Experte am Mikro des hr-Fernsehens.

Informationen: Pressebüro Eschborn-Frankfurt

Fotos: @Roth&Roth