Neues Polizeirevier fast am Riedberg

Noch stehen Umzugswagen in der Einfahrt zur Marie-Curie-Straße 32. Aber spätestens Ende des Monats wird das neue Polizeirevier 14 plus die Polizeidirektion Nord hier zu finden sein – nur noch wenige hundert Meter von den ersten Häusern des Riedbergs entfernt. Bei einem Besuch im Ortsbeirat sprachen Claudia Rogalski, Leiterin der Polizeidirektion Nord, und Revierleiter Thomas Schulze davon, dass sie selbst im Norden wohnen und sich sehr freuen, hier arbeiten zu können. Es ist ein „sehr modernes Gebäude, barrierefrei und technisch auf dem neuesten Stand“, das die Polizei langfristig gemietet und mit großem Planungsaufwand umgebaut hat. Künftig werden auch vier bis fünf Streifenwagen statt bisher drei Wagen im Einsatz sein. „Die Präsenz in den nördlichen Stadtteilen wird deutlich erhöht sein“, wie Schulze betont.

Denn hier werden das 14. Revier, das bisher für Heddernheim, Nordweststadt, Niederursel, Praunheim, Mertonviertel und Riedberg zuständig war, mit dem für Bonames, Berkersheim, Frankfurter Berg, Harheim, Kalbach, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach zuständigen 15. Revier zusammengelegt. Dann hat auch das Kuriosum ein Ende, dass die Häuser im Altkönigblick östlich der Altenhöferallee bisher polizeiintern zu Kalbach und damit zu einem anderen Revier als der Rest des Riedbergs zählten.

In die Marie-Curie-Straße sollen auch die so genannte „Operative Einheit Nord“ und die Ermittlungsgruppe für Mehrfach-/Intensivtäter verlegt werden. Damit entsteht der zweitgrößte Polizeistandort Frankfurts nach dem zentralen Präsidium in der Miquelallee.


Die Polizeidirektion Nord mit der neuen Leiterin Claudia Rogalski wird ebenfalls in die Marie-Curie-Straße ziehen


Thomas Schulze, Leiter des erweiterten 14. Reviers, freut sich schon auf ein sehr modernes Gebäude, das nach den Umbauten technisch auf dem neuesten Stand ist

Apropos Polizeipräsidium: Da der Umzug vom Nordwestzentrum ins Mertonviertel sich verzögerte, mussten die Beamten des bisherigen 14. Reviers zwischenzeitlich vom Präsidium aus arbeiten. Denn am langjährigen Standort im Nordwestzentrum wird bekanntlich ebenfalls umgebaut, die Arbeitsbedingungen waren vorher alles andere als optimal gewesen. Die Immobilie war zu klein und dringend renovierungsbedürftig. Dienstleiter Schulze soll bei einer Ortsbeiratssitzung einmal gesagt haben: „Bei uns wackeln schon die Schreibtische, da können wir nicht mehr arbeiten.“

Künftig werden mehr als 150 Beamte am neuen Standort tätig sein. Claudia Rogalski leitete zuletzt die „Besondere Aufbauorganisation Bahnhofsgebiet“ (BAO), die im Kampf gegen den Rauschgifthandel im und am Hauptbahnhof 2016 gegründet wurde. Als Leiterin der Polizeidirektion Nord setzt die 48-jährige Polizeioberrätin auf Prävention und Präsenz. Die Polizisten betonen, dass sie von hier aus viel bessere Möglichkeiten haben, im Norden der Stadt zu agieren – zumal dieser rasant wächst. Man will so die Kriminalitätsschwerpunkte besser im Auge haben. Der Riedberg gehört trotz Diebstahls- und Einbruchsdelikten nicht dazu.

Es soll für die Beamten demnächst auch noch eine nahe Durchfahrt durch den Grünstreifen in der Marie-Curie-Straße geben. Dann kann man schneller auch in Richtung Rosa-Luxemburg-Straße zu Einsätzen gelangen.

Revierleiter setzt auf Kontakt mit Bürgern

Momentan steht an Montagnachmittagen am Riedbergplatz stets eine mobile Wache der Polizei. Nach dem Umzug ist das aufgrund der Nähe zum neuen Revier nicht mehr nötig. Dafür wird es dort „ausreichend Besucherparkplätze“ geben. Dienstleiter Thomas Schulze hofft, dass die Riedberger „rege die Besuchsmöglichkeit in Anspruch nehmen werden“. Die Anzeigenerstellung allerdings wird zunehmend online stattfinden.

Das 14. Polizeirevier ist auch weiterhin unter der Telefonnummer 069/75511400 zu erreichen.

(Fotos: cd)