Kontrolle wegen Trunkenheitsfahrt

Es ist Dienstagnacht, nach 23 Uhr. Kurz nach der neuen Ausfahrt der Rosa-Luxemburg-Straße Richtung Westflügel stehen zwei Polizeiwagen. Plus ein Auto am Straßenrand, dessen Fahrer offensichtlich kontrolliert wird. Ein Riedberger, der diese Stelle zeitgleich mit seinem Pkw passiert, bemerkt auch einen Beamten mit Maschinenpistole und erschrickt. Ein Anruf von MAINRiedberg in der Pressestelle der Polizei liefert aber eine schnelle Erklärung und zerstreut jegliche Bedenken. Dort lautet die Auskunft: „Die Kontrolle wurde wegen des Verdachtes auf eine Trunkenheitsfahrt durchgeführt. Es handelte sich nicht um eine Kontrollstelle.“ Der Polizeisprecher fügt noch hinzu: „Es handelte sich wirklich um keinen Großeinsatz in irgendeiner Art und Weise, die beiden Mercedes Vitos sind unsere normalen Streifenwagen in Frankfurt und da sitzen in der Regel auch nur jeweils zwei Polizisten drin.“

Warum aber war dort auch ein Polizist mir Maschinenpistole – ein Fakt, den man zwangsläufig mit einer Gefahrensituation gleichsetzt? Bei der Beantwortung dieser Frage nimmt sich der Polizeisprecher Zeit. Er kann aufgrund seiner Informationen nicht bestätigen, dass dort tatsächliche ein Kollege mit Maschinenpistole vor Ort war. Falls ja, wäre das aber völlig normal und „Ausfluss unseres neuen Sicherheitskonzeptes“. Dieses Sicherheitskonzept wurde nach den Anschlägen von Paris erarbeitet und sieht bei Kontrollen möglichst auch jenen Begleitschutz vor. Der Polizeisprecher betont am Ende des Gesprächs nochmals: „Das ist Bestandteil des neuen Sicherheitskonzeptes. Da muss sich keiner unwohl fühlen.“

(Text: cd/ Foto: PictureFactory/ Fotolia)