Mit Zipfelmütze sind alle Sieger

Die Aufregung ist kaum zu überhören. „Mama, wann geht’s denn endlich los?“, fragt eine Siebenjährige und zupft an ihrer grünen Zipfelmütze. Es ist der erste Sonntag im Advent, kurz vor 12 Uhr. Trotz Dauerregens und weniger Grad über Null sind mehr als 400 Läufer zum fünften Zipfelmützenlauf des SC Riedberg gekommen. Familien mit Kinderwagen, Läufer mit Hunden, Laufbegeisterte mit Handicap, Senioren, Teenager, Grundschüler und fast 40 Kindergartenkinder, die mit einem Rennen um die Finnenbahn den Anfang machen. Nicht wenige strahlen, als Schatzmeister Pedro Ferreira sie danach einzeln ans Mikrophon bittet und jeder eine Urkunde plus Überraschungstüte bekommt. Der Vereinsvorsitzende Alex Markert hatte schon vorab gesagt: „Bei uns ist jeder willkommen, ob alt, jung, dünn oder nicht. Alle sollen einfach Spaß haben!“

Der damals noch junge Verein hatte 2011 den Lauf ins Leben gerufen, um mit den Zipfelmützen passend zu den Vereinsfarben Marketing in eigener Sache zu betreiben. Inzwischen hat der Sportclub 1156 Mitglieder und einen fast zu jeder Trainingszeit ausgebuchten Sportplatz. Zum Zipfelmützenlauf kamen in diesem Jahr auch Lauftreffs aus dem Umland und einige Ironman-Teilnehmer. Am Start der 5- und 10-Kilometer-Strecke liefen alle über den offiziellen Teppich des Frankfurter Ironman, Sieger wie Nachzügler wurden später mit Applaus empfangen. Zum ersten Mal waren Start und Ziel an der Sportanlage in der Altenhöferallee, was wohl der Grund für eine kleine Premieren-Panne war. Denn die ersten Läufer bogen ein Mal falsch ab, das Hauptfeld folgte – und alle waren am Ende rund einen Kilometer mehr unterwegs als geplant. Beim abschließenden Lauf über die 10-Kilometer-Distanz lief aber alles wie geplant.

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Ener Cseh siegte bei den Jungen

Dabei sein war alles – doch einige große und kleine Riedberger freuten sich natürlich dennoch über ihre guten Platzierungen. Igor Sluga belegte bei den Herren den zweiten Platz beim 5-Kilometer-Lauf, Ener Cseh siegte bei den Jungen vor Samuel Oppon, und die erst achtjährige Julia Ruef wurde Zweite bei den Mädchen.

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Julia (8) strahlt. Sie ist Zweite bei den Mädchen!

Übrigens interessierte man sich auch auf der Insel Bali für den Riedberger Event. „Wie war der Zipfelmützenlauf?“, fragte per SMS der zweimalige Ironman-Finisher Tobias Hopf (32), der derzeit auf allen Kontinenten nach den neuesten Fitness- und Sporttrends sucht. Im nächsten Jahr, so versprach er, möchte er wieder dabei sein.

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Igor Sluga wurde Zweiter bei den Herren

Alex Markert vom SC Riedberg zieht ein sehr positives Fazit. Die Einnahmen des Zipfelmützenlaufs sind für den Bau des Klubhauses reserviert. 80 bis 100 Quadratmeter groß soll es werden, Umkleiden inklusive. Mehr Umkleiden wären auch ideal für Veranstaltungen wie den Zipfelmützenlauf. Anscheinend können aber auch Bratwürste, Kinderpunsch und der heiße Äppler der SCR-Fußballer bestens Hunger und Kälte vertreiben…

(Text: cd/ Fotos (4): Alexander Markert)