Kita-Eröffnung mit Minister

Die Forscher von morgen spielen noch. Um präzise zu sein: Während am Dienstag Nachmittag Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein, Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland sowie Unipräsidentin Prof. Birgitta Wolff offiziell die neue Kita auf dem Campus Riedberg eröffneten, spielten in einigen Räumen im Erdgeschoss bereits die ersten Kinder. Die Hälfte der Plätze ist für die Goethe-Universität reserviert, ein Viertel für die Max-Planck-Gesellschaft und die übrigen 25 Prozent stehen direkt für Familien aus dem Stadtteil zur Verfügung. Es ist eine sehr große Einrichtung mit 135 Plätzen in neun Gruppen, für Kinder von drei Monaten bis zu sieben Jahren. Mit dicken Holzbalken in der modernen Fassade, die an aufeinandergestapelte Bauklötze erinnern, mit einem großen Spielflur, Rutschen und Indianer-Turm im Außenbereich und viel Raum für Phantasie. Minister Rhein sprach denn auch davon, dass die Vorzeige-Einrichtung in der Max-von-Laue-Straße vielleicht eines Tages „zukünftige Nobelpreisträger in ihren Reihen“ haben könnte.

Uni-Präsidentin Wolff betonte die Bedeutung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein Vertreter der Max-Planck-Gesellschaft sprach davon, wie wichtig es ist, Wissenschaftler „in der kreativsten Lebensphase“ nicht zu verlieren, sondern zu unterstützen. Wissenschaftsminister Boris Rhein sagte: „Wer die besten Menschen anziehen will, sollte nicht nur in die Infrastruktur investieren.“ Am heutigen Mittwoch will das Land eine weitere Milliarde Euro für Hochschulbauten freigeben. Im „Wettbewerb um die klügsten Köpfe“ sei aber gerade ein Angebot wie die neue Kita am Riedberg wichtig. Die Einrichtung, in der Kinder wahlweise von 7.30 bis 17 Uhr oder 8.30 bis 18 Uhr betreut werden, heißt übrigens „Kita Kairos“. Kairos kommt aus dem Altgriechischen, bedeutet „Zeit des glücklichen Moments“. Oder einfach: „Der beste, der perfekte Augenblick“. In dem alles gelingt. Das erinnerte wiederum den Minister und auch Frankfurts Reformdezernenten Jan Schneider an die Schulzeit im gleichen humanistischen Gymnasium, allerdings mit ein paar Jahren Zeitunterschied.

Fakt ist: Frankfurt ist die Großstadt mit der höchsten Geburtenrate in Deutschland. Der Riedberg – nach Worten von Wissenschaftsminister Boris Rhein – „der jüngste und der am dynamischten wachsende Stadtteil“. Auch die neue Uni-Kita, deren Träger die Gesellschaft zur Förderung betrieblicher und betriebsnaher Kindereinrichtungen e.V ist, soll Teil des Campus und Teil des Riedbergs werden. Es sind ja auch kleine Riedberger willkommen. Auch wenn’s mit dem Nobelpreis in spe äußerst schwierig werden dürfte…

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Bei der offiziellen Schlüsselübergabe: Wissenschaftsminister Boris Rhein, Unipräsidentin Prof. Birgitta Wolff, Ortsbeirats-Vorsitzende Carolin Friedrich und Frankfurts Reformdezernent Jan Schneider

(Fotos/ Text: cd)