Ist ein 10-Minuten-Takt möglich?

Warten auf die U-Bahn – am Riedberg ist das Alltag. Die 12,3 Kilometer lange Linie U8 verkehrt viertelstündlich zwischen Südbahnhof und Riedberg. Die Strecke wurde einst geplant, um der schleppenden Entwicklung des neuen Stadtteils auf die Sprünge zu helfen. Inzwischen leben hier aber mehr als 12.000 Menschen. Studierende pendeln zum Campus Riedberg, Stadtpendler und Schüler fahren täglich in die City und zurück. Auch deshalb gibt es heute einen Antrag im Ortsbeirat, wo der Magistrat gebeten werden soll „sich gegenüber Traffiq  dafür einzusetzen, die Taktfolge der Linie U8 von aktuell 15 Minuten auf 10 Minuten in den Hauptverkehrszeiten zu erhöhen“. 

Die Initiative geht von der Orts-SPD und der Juso-Hochschulgruppe aus. Sie setzen sich für eine engere Taktung ein, da vor allem in den Hauptverkehrszeiten die U-Bahnen voll sind und auch eine barrierefreie Nutzung dadurch oft nur eingeschränkt möglich ist.

Die Trasse vom Südbahnhof über Hauptwache in Richtung Miquel-/Adickesallee ist die meistbefahrene U-Bahn-Strecke Frankfurts. Das betrifft die Linien U1, U2, U3 und auch „unsere“ U8. An normalen Werktagen fahren hier bis zu 100.000 Menschen. Das bedeutet auch: Um für die einst „neue“ Strecke zum Riedberg die dafür erforderlichen Fahrplan-Zeiten zu gewinnen, wurde der Takt der U3 zwischen Südbahnhof und Oberursel auf eine Viertelstunde verlängert.

Nicht selten haben trotzdem Züge Verspätung, da an der nächsten Haltestelle noch ein Zug einer anderen Linie Halt macht. Zug folgt auf Zug. Die Realisierung eines 10-Minuten-Taktes auf dieser meistbefahrenen Strecke der Stadt ist nicht ohne Hindernisse. Zunächst steht aber zur Debatte, ob auch die anderen Fraktionen im Ortsbeirat dem Antrag zustimmen.

Die Sitzung des Ortsbeirates ist heute um 20 Uhr in der Grundschule Riedberg,
Zur Kalbacher Höhe 15

(Foto: cd)