Initiative für mehr Schulplätze

Wie viele Plätze an weiterführenden Schulen fehlen wirklich? „Mehr als 270 im Frankfurter Norden“, warnen Elternvertreter. Keine mehr – argumentiert das für den Schulentwicklungsplan zuständige Stadtschulamt. Schließlich wächst zum nächsten Schuljahr das Angebot an Gesamtschulen und Gymnasien im Stadtgebiet. Das Landesschulamt, zuständig für Platzvergabe und Verwaltung, hält Distanz zu dieser Debatte, weiß aber um die Brisanz der Thematik. Ein leitender Direktor des Amtes kam kürzlich persönlich zu einem Info-Abend an den Riedberg. Auch im Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg heißt es unzweideutig: „Wir wissen, dass die Plätze nicht ausreichen.“ Deshalb hat man – einstimmig – in der jüngsten Sitzung eine Initiative für mehr Schulplätze gestartet. An der Otto-Hahn-Gesamtschule im nahen Nieder-Eschbach sollen in einem „Erweiterungsbau in Containermodulbauweise“ weitere Unterrichtsräume geschaffen werden. Da Erweiterungsflächen bereits ausgewiesen sind, könnte langfristig sogar ein fünfzügiger Ausbau des Gymnasialzweigs erfolgen.

„Die Ortsbeiräte 14 und 15 haben Anträge mit dem gleichen Tenor gestellt“, informiert Ortsvorsteherin Carolin Friedrich. Auch der zuständige Bildungsausschuss habe positiv votiert. Drei Monate hat das Stadtschulamt nun Zeit, darauf zu reagieren.

Apropos Bildung und Betreuung: Ulrike Gauderer von den Grünen hat festgestellt, dass im Grundschulbezirks Riedberg I teils Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren fehlen. Im Bereich der entstehenden „Berghöfe“ in der Konrad-Zuse-Straße liegt der Versorgungsgrad bei nur 19 Prozent – während die Stadt eine Quote von 50 Prozent anstrebt und Mütter wie Väter auf dem Riedberg meist berufstätig sind. Der Ortsbeirat votierte deshalb für eine „Erweiterung der Betreuungsangebote“. Ursprünglich hatte die ABG, die dort Wohnungen baut, eine Einrichtung für Kinder unter drei Jahren geplant. Die Ortspolitiker wollen aber demonstrativ nachhaken, weil sie nicht wissen, ob diese Planungen noch aktuell sind.

Ferner bittet der Ortsbeirat per Antrag, dass der nördliche Fahrradweg entlang der Marie-Curie-Straße repariert werden soll sowie im Bereich der Sportanlage des SC Riedberg mehr Fahrradständer aufgestellt werden.

Mehr Sicherheit für Kinder und Fußgänger

Dann gab es noch eine Tischvorlage zu einem Thema, das viele Eltern betroffen macht: Ende Oktober wurde ein Kind am Kreisverkehr Zur Kalbacher Höhe/ Am Bonifatiusbrunnen angefahren. Der Junge ging gerade über den Zebrastreifen und wurde zum Glück nur leicht verletzt. Bereits bei der letzten Ortsbeiratssitzung wurde beschlossen, dass am Kreisel das Pflaster so verändert werden soll, dass die Autos langsamer fahren müssen. Eigentlich gilt Tempo 30, auch die Zebrastreifen sind deutlich markiert. Doch viele Autofahrer fahren trotzdem viel zu schnell und unachtsam – vielleicht auch, weil die Verkehrsschilder vor dem Kreisel teils überwuchert und nur noch spät zu erkennen sind. Auf einen Antrag der SPD hin wird jetzt die Stadt gebeten, dass Straßenverkehrsamt und/ oder Grünflächenamt die Schilder möglichst bald wieder „besser einsehbar machen“. Zudem soll der Magistrat weitere Maßnahmen zu prüfen, „die geschwindigkeitsreduzierend wirken können“.

(Text/ Foto: cd)