„Ich habe einen Spender“

Ihr Schicksal bewegt viele Menschen, auch weit jenseits unseres Stadtteils. Anfang Januar haben wir über eine dreifache Mutter berichtet, die Ende Oktober erfahren musste, dass sie Leukämie hat. Claudia (42) schrieb auf Facebook und in einem Link zu einem Video der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS)„Mein einziger, jedoch wichtigster Vorsatz für 2018 ist, zu LEBEN!“ Sie appellierte auch an die Menschen „da draußen“, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Um ihr und anderen Krebspatienten eine Chance auf Leben zu geben. Jetzt lautet die erste, gute Nachricht: „Ich habe einen Spender.“

Der Online-Aufruf hat viele Riedberger erreicht, der passende Spender wurde in Claudias Fall aber in Israel gefunden. „Er hat sich bereit erklärt, mir ein neues Leben zu schenken.“ Der Spender hat bereits alle Untersuchungen bestanden, sein Einverständnis gegeben und ist nun für sie reserviert. Das bedeutet konkret: Zunächst werden Leukämiepatienten wie Claudia mit Hilfe einer hochdosierten Chemotherapie so intensiv behandelt, dass das gesamtes Knochenmark und im Idealfall auch alle erkrankten Zellen zerstört werden. Anschließend werden ihr gesundes Knochenmark oder gesunde Stammzellen von dem geeigneten Spender wie bei einer Bluttransfusion in die Vene übertragen. Diese siedeln sich in den Knochen an und sollen neue funktionstüchtige Blutzellen bilden. In der Regel dauert es durchschnittlich drei Wochen, bis das fremde Knochenmark angewachsen ist und sich die Blutwerte erholt haben.

Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland nach Angaben der Deutschen Knochenmarkspenderdatei ein Mensch neu an Leukämie. Weltweit hoffen Tausende auf einen passenden Stammzellspender.

Wenn die Transplantation erfolgreich ist, kann man dauerhaft geheilt sein. Das wünschen wir Dir von Herzen, liebe Claudia!

(Informationen: Deutsche Krebsgesellschaft/ Foto: privat)