Großeinsatz und Sirenen: Störfall im Industriepark Griesheim

Aus bisher ungeklärter Ursache sind heute Morgen gegen kurz nach 4 Uhr auf dem Werksgelände vom Industriepark Griesheim aus einem Tankcontainer Salzsäuredämpfe ausgetreten. Da eine Gefährdung der Bevölkerung nicht gänzlich ausgeschlossen werden konnte, wurden vom Industriepark die Sirenen in den aufgrund der vorherrschenden Windrichtung gefährdeten Stadtteilen Nied und Griesheim ausgelöst und Radiowarnmeldungen veranlasst.

„Es bestand keine konkrete Gefahr für die Bevölkerung“

Die Schadensbekämpfung auf dem Werksgelände, wie das Niederschlagen der Dämpfe mit einem Wasserschleier und das Abdichten des Leck geschlagenen Tankcontainers, wurden von der Werkfeuerwehr in Eigenregie durchgeführt. Für eine gegebenenfalls notwendige Unterstützung der Werkfeuerwehr standen zahlreiche Kräfte der Berufsfeuerwehr an der Werksgrenze in Bereitstellung. Parallel dazu wurden an der Werksgrenze und in den betroffenen Stadtgebieten von mehreren Messtrupps der Berufsfeuerwehr kontinuierlich Schadstoffmessungen durchgeführt. Erhöhte Schadstoffkonzentrationen wurden hierbei nicht festgestellt, so dass zu keiner Zeit eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung bestand.

Nachdem der Produktaustritt von der Werkfeuerwehr gestoppt worden ist, konnte von der Berufsfeuerwehr gegen 8 Uhr Entwarnung für die Bevölkerung gegeben werden. Am Einsatz der Berufsfeuerwehr waren rund 80 Einsatzkräfte mit über 20 Einsatzfahrzeugen beteiligt. Während der Warnlage kam es zu erheblichen Einschränkungen im ÖPNV und im Berufsverkehr.

Informationen: Feuerwehr Frankfurt am Main

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