Gibt es bald „Dog-Stations“ für Hundekot?

Der Riedberg hat sehr beliebte, weitläufige Grünanlagen – doch mit der Zahl der Einwohner und immer mehr Vierbeinern wächst auch die Debatte um Hundekot. Einerseits führen selbst richtig entsorgte Hundekotbeutel in den Parks zu „Geruchsbelästigungen“, wie man im Ortsbeirat formuliert. Anders ausgedrückt: Gerade im Sommer stinkt’s in den Mülleimern neben den Parkbänken. Hinzu kommt das generelle Problem, dass zu viel Müll achtlos weggeworfen wird und beispielsweise Silvesterfeuerwerk nur unzureichend entsorgt wurde.

Mit diesen Themen hat sich der Ortsbeirat am vergangenen Freitag beschäftigt. Das Ergebnis: In einem gemeinsamen Antrag forderten CDU und Grüne, neben den bereits existierenden Tütenspendern zusätzlich geschlossene Abfallbehälter für Hundekotbeutel aufzustellen. Auch könnten bei Neuanschaffungen gleich sogenannte „Dog-Stations“ angeschafft werden, eine Kombination aus Tütenspender und geschlossenem Abfallbehälter. Der Antrag wurde angenommen. Einige Ortspolitiker der Fraktionen SPD und LINKE stimmten allerdings dagegen oder enthielten sich. Man argumentierte, dass jeder Kombi-Behälter rund 500 Euro kosten würde. Nicht zur Debatte kam, dass manche Städte, beispielsweise Speyer, Dog-Stations wegen Vandalismus teilweise bereits wieder abmontiert haben.

Was den Silvestermüll betrifft, soll die Stadt die Bürger verstärkt dafür sensibilisieren, dass der Verursacher auch für die Beseitigung des Mülls verantwortlich ist. Beispielsweise könnte dies im Rahmen der Kampagne #cleanffm geschehen. Das Motto der Kampagne lautet übrigens: „Du willst es doch auch…“

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