Freier Eintritt in die Schwimmbäder für Kinder bis 14 Jahre

Nächste Woche müssen nur noch die Stadtverordneten und der Aufsichtsrat der Bäderbetriebe zustimmen, dann ist ein wichtiges Projekt für Familien viel schneller als erwartet Realität: Kinder bis 14 Jahre werden aller Voraussicht nach vom 1.Februar an für das Baden in den Frankfurter Schwimmbädern keinen Eintritt mehr zahlen. Die Regelung gilt auch für Kinder aus dem Umland.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt: „Das ist ein großes Signal — nach dem kostenlosen Eintritt in die städtischen Museen schaffen wir nun auch bei den Schwimmbädern zusätzliche gesellschaftliche Teilhabe.“ Der Schritt sei vor allem für Familien erfreulich: „Viele können sich einen Schwimmbadbesuch nicht ohne Weiteres leisten — das ändert sich nun.“ Dies werde manchen Kindern auch helfen, ihre Schwimm-Fähigkeiten zu verbessern. Anders ausgedrückt: Immer weniger Kinder und Jugendliche können ausreichend gut schwimmen. Sportdezernent Markus Frank sagt: „Es ist mein sportpolitisches Ziel, die Schwimmkompetenz von Kindern zu stärken und Bewegung und Sport als Säule der geistigen und motorischen Entwicklung unserer Kinder zu fördern.“

Der Sportausschuss des Stadtparlaments hat dem Vorschlag, auf den sich die Römerkoalition aus SPD, CDU und Grünen auf ihrer Klausurtagung Mitte Dezember geeinigt hatte, jetzt mit Mehrheit zugestimmt. Das Projekt ist nicht unumstritten: Die Bäderbetriebe gehen von einem Betrag von 1,8 Millionen Euro aus. Der könnte der Stadt fehlen, falls nicht zugleich mehr Erwachsene  in die Bäder kommen. Aufgrund des freien Eintritts für ihre Kids.  Das Revisionsamt spricht dagegen von einem zu erwartenden Fehlbetrag von 3,1 Millionen Euro.

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