Flucht und Vertreibung:
Eine Zeitzeugin berichtet

Ende der NS-Diktatur und des Zweiten Weltkriegs, Flucht und Vertreibung – in unserem Stadtteil leben nicht viele Menschen, die uns davon berichten können. Eine Bewohnerin des Casa-Reha-Heims in der Altenhöferallee wird am Freitagabend ihre Lebensgeschichte und ihre Erlebnisse schildern. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Frau Fritsch ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und mit ihren Eltern mit drei Pferden im Januar 1945 geflohen. Sie war 17 Jahre alt, als sie aus der Provinz Brandenburg vertreiben wurde.

Der Zeitzeugen-Vortrag findet am 9. Juni um 19 Uhr in der Cafeteria des Casa-Reha-Heims „Bettinahof“, Altenhöferallee 74-78, statt.

Begegnung mit einer Holocaust-Überlebenden

Eine weitere Begegnung mit einer Zeitzeugin ist drei Wochen später möglich. Trude Simonsohn ist Holocaust-Überlebende. Sie ist inzwischen 96 Jahre alt, hat Auschwitz und andere Konzentrationslager überlebt, war viele Jahre Vorsitzende des Gemeinderates der jüdischen Gemeinde Frankfurt und wurde 2016 zur ersten Ehrenbürgerin Frankfurts erhoben. Seit etwa 1975 berichtet sie regelmäßig über ihre Erlebnisse im „Dritten Reich“ an Schulen und in Vereinen und Institutionen. Am 28. Juni um 19 Uhr kommt sie auf Einladung der Kirchen am Riedberg in die Kath. Gemeinde St. Edith Stein, Zur Kalbacher Höhe 58.

Riedberg Ökumenisch ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Evangelischen Riedberggemeinde, der Katholischen Gemeinde St. Edith Stein und der Josua Gemeinde. Weitere Informationen zur Begegnung mit Trude Simonsohn folgen.

(Foto oben: Casa Reha)