Ein Wunschhaus ist preisgekrönt

Das Grundstück ist nur etwas größer als ein Tennisplatz. Oder für Fußballer: Rund 5 Prozent vom Spielfeld der Eintracht. Auf diesem Grundstück in der Fritz-Bauer-Straße in der Weißen Stadt steht ein Haus, das einer Familie 200 Quadratmeter Platz bietet. Es ist ein Wunschhaus im Bauhaus-Stil, mit Flachdach, klaren Formen und einer Terrassennische mit Pergola darüber, die Gartenzimmer plus Rückzugsort ist. Und bewirkt, „dass man den Nachbarn nicht ständig vor der Nase sitzt“, wie Martin Wilhelm vom Frankfurter Büro bb22 architekten und stadtplaner umschreibt. Das Haus ist übrigens als Doppelhaus konzipiert, geplant und gebaut. Mit dem klitzekleinen Unterschied, dass hier nicht Hausmauern, sondern die Garagen aneinanderstoßen und jedem Bewohner den Traum vom frei stehenden Eigenheim weiterträumen lassen. Trotz vergleichsweise moderater Baukosten.

Seit Kurzem ist das Haus genau deshalb preisgekrönt. Das Projekt bekam den Iconic Award bei einem internationale Wettbewerb für Architekten, Designer, Bauwirtschaft und Industrie und den renommierten German Design Award. Letzterer wird ausgelobt vom Rat für Formgebung, der einst vom ersten Bundestag als Stiftung ins Leben gerufen wurde und längst internationale Beachtung findet. Architekt Martin Wilhelm, der mehrere Projekte am Riedberg realisiert, bleibt zurückhaltend. Er nennt die Preise schlicht „ein Ausrufezeichen!“

(Text: cd/ Foto: bb22)