Alle Artikel in: Universität

Chemie-Neubauten
am Campus Riedberg

Die Bebauung am Riedberg ist noch nicht fertig. Auch am Campus Riedberg sind noch nicht alle naturwissenschaftlichen Institute der Uni Frankfurt eingezogen – dennoch müssen die allerersten Bauten aus den 80er Jahren bereits ersetzt werden. Die dringend notwendige Sanierung der Chemiegebäude ist jetzt einen weiteren großen Schritt vorangekommen: Wissenschaftsminister Boris Rhein hat gestern gemeinsam mit Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt, die Preisträger eines Architektenwettbewerbs für den ersten Bauabschnitt eines Ersatzneubaus einschließlich Technikzentrale vorgestellt. Das Land Hessen investiert in die Neubauten insgesamt rund 53 Millionen Euro. 53 Millionen für Gebäude und Technikzentrale Wissenschaftsminister Boris Rhein betonte: „Chemie ist eine wichtige Wissenschaft für die weiteren Innovationen in Technik und Gesellschaft. Sie ist unverzichtbarer Teil einer erfolgreichen Zukunftsperspektive des Landes Hessen.“ Universitätspräsidentin Prof. Dr. Birgitta Wolff sprach von einem „unverzichtbaren Bauvorhaben“ und erklärte: „Wir sind froh, dass unsere Chemie auf dem Campus Riedberg in absehbarer Zeit ein neues Zuhause erhält. Die Entwürfe, insbesondere die beiden Erstplatzierten, geben Anlass zur Vorfreude.“ Im Entstehungsprozess waren auch der Fachbereich und die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer der Gebäude eingebunden. …

Ihr Experiment fliegt zur ISS

Ein von Studierenden der Goethe-Universität vorgeschlagenes Experiment zur Planetenentstehung hat bei einem Wettbewerb des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gewonnen. Das Experiment der jungen Wissenschaftler fliegt sozusagen vom Riedberg ins Weltall. Der deutsche Astronaut Alexander Gerst nimmt es nächstes Jahr mit auf die Internationale Raumstation ISS. „Wir freuen uns schon darauf, Herrn Gerst die Durchführung unseres Experiments zu erklären“, erzählt Tamara Koch, die Leiterin des Projektes, begeistert. Bis dahin ist aber noch viel Arbeit zu bewältigen. Die Studierenden der Geowissenschaften und der Physik am Campus Riedberg haben nun knapp ein Jahr Zeit, das Projekt zu realisieren und Vorexperimente durchzuführen. Ein detailgenauer Prototyp aus dem 3D-Drucker existiert bereits und wurde der Jury auf dem Auswahl-Workshop am 4. und 5. Mai in Bonn präsentiert. „Wie könnte Lehre spektakulärer, mitreißender oder anschaulicher sein als mit einem eigenen Experiment auf der ISS?“, fragt Frank Brenker, Professor am Institut für Geowissenschaften und Initiator des Projektes. Gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Björn Winkler betreut er die Studenten. „Wir sind begeistert vom Engagement der Studenten, die hier bereits Herausragendes geleistet …

Uni-News: Neue Technologie
für flexible Bildschirme

Technik-Fans warten schon längst auf großflächige und mechanisch flexible Flachbildschirme. Dazu sollen die Farben brillanter als bisher sein, die Auflösung ist besser und die neue Technologie verbraucht gleichzeitig weniger Energie. Neueste Erkenntnisse von Chemikern am Campus Riedberg könnten dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Der Hintergrund: Die steigende Nachfrage nach immer leistungsfähigeren Smartphones, Tabletcomputern und Heimkinos stellt die Displaytechnologie vor wachsende Herausforderungen. So genannte „organische Leuchtdioden“ (OLEDs) gelten als vielversprechende Kandidaten für flexible Flachbildschirme. Chemiker der Goethe-Universität arbeiten derzeit an neuartigen organischen Leuchtstoffen, die ihre besonders vielversprechenden Eigenschaften dem gezielten Einbau von Bor-Atomen verdanken. Bislang waren die erforderlichen Synthesen äußerst anspruchsvoll und zeitaufwändig. Erleichterung könnte künftig ein jüngst entwickeltes Screeningverfahren schaffen, das die Gruppe um Prof. Matthias Wagner vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Goethe-Universität entwickelt hat. „Lange Zeit hat vor allem die Pharmaforschung von Screeningverfahren profitiert“, so Doktorandin Alexandra John. „Gerade auf dem dynamisch wachsenden Gebiet der organischen Materialien bietet es sich jedoch an, ähnliche Strategien zu nutzen, um kostengünstig und ressourcenschonend ans Ziel zu kommen.“ Prof. Matthias Wagner ergänzt: „Die Marktrelevanz unserer …

Studentisches Experiment
demnächst auf der ISS?

Ein eigenes Experiment auf der Internationalen Raumstation ISS ist der Traum vieler junger Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Für einige Studierende der Geowissenschaften und der Physik der Goethe Universität am Campus Riedberg könnte dies bald faszinierende Realität werden. Sie folgten einem Aufruf des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR), sich mit einem eigenen Projekt unter Bedingungen der Schwerelosigkeit zu bewerben. Aus zahlreichen Einsendungen wurden insgesamt acht Projekte ausgewählt. Je drei Studierende aus jedem Projekt dürfen nun ihre Konzepte auf Einladung des DLR in Bonn persönlich vorstellen, so auch das EXCISS-Projekt der Frankfurter Gruppe. EXCISS steht für Experiment zur so genannten „Chondrenbildung“ auf der ISS. Am Ende des Auswahlprozesses wird der deutsche Astronaut Alexander Gerst im nächsten Jahr drei Experimente auf die Internationale Raumstation mitnehmen und dort durchführen. „Nichts weniger als die Entstehung der häufigsten Festkörper im frühen Sonnensystem wollen wir mit diesem Experiment klären“, berichtet Gruppenleiterin Tamara Koch. In der Geburtsstunde unseres Sonnensystems vor ca. 4,56 Milliarden Jahren bestand der Solare Nebel aus Gas und Staubkörnern. Sie setzten sich entweder aus Kalzium- und Aluminium-reichen Mineralen oder aus Eisen- …

Einladung zur NASA

Weltraumforschung im Jahr 2050: Tiefbohrungen auf dem Mars, Bakteriensuche in extraterrestrischen Eisproben, U-Boote erkunden die Ozeane unter dem Eis der Jupitermonde. Dies sind nur ein paar Ideen, über die weltweit führende Experten der Weltraumforschung auf Einladung der NASA Ende Februar in Washington diskutieren werden. Professor Frank Brenker, Geowissenschaftler an der Goethe-Universität am Campus Riedberg, wird bei dem Treffen seine eigene Vision vorstellen. Er möchte Proben von Eiskernen auf dem Mars, Kometen und Monden gewinnen und auf der Erde untersuchen. „Zwar werden die Messinstrumente in unbemannten Missionen immer besser und genauer, aber wenn man Proben aus dem All wirklich alle Geheimnisse entlocken will, muss man sie auf der Erde untersuchen“, weiß Frank Brenker. Nach den Mondmissionen in den 1960er und 70er Jahren vergingen viele Jahrzehnte, bis es wieder gelang, Probenmaterial von einem anderen Himmelskörper auf die Erde zu bringen. Vor elf Jahren gelang es der NASA, den Kometen Wild 2 zu beproben. Ein paar Jahre später konnte die japanische Weltraumbehörde JAXA nach einigen Komplikationen Material vom Asteroiden Itokawa auf die Erde bringen. Und zurzeit sind gleich …

Schüler schnuppern
erstmals Uni-Luft

Im Sommer werden die ersten Abiturienten das Gymnasium Riedberg verlassen – für sie ist folgende Nachricht sicher nicht uninteressant: Denn am 18. und 19. Januar können Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufen und der Fachoberschulen erstmals Uni-Luft schnuppern. Die Goethe-Universität lädt unter dem Stichwort „MainStudy“ zu einem vielfältigen Programm aus Vorträgen zu Studiengängen, Campusführungen, Präsentationen von beliebten Berufsbildern und deren Zugangsmöglichkeiten ein. Veranstaltungsorte sind am 18. Januar der Campus Westend mit der Vorstellung der geistes-, gesellschafts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächer und am 19. Januar der Campus Riedberg mit der Vorstellung der Naturwissenschaften, also den Studiengängen Biochemie, Biologie, Biowissenschaften, Chemie, Pharmazie, Geographie, Meteorologie, Mathematik, Informatik, Physik, Medizin, weiteren Fächern sowie den Lehramtsstudiengängen. Los geht’s bereits um 8.45 Uhr im Otto-Kern-Zentrum (Ruth-Moufang-Straße 2) mit Veranstaltungen zu Geowissenschaften, Bioinformatik und zum Thema Stipendien. Zusätzlich zu den allgemeinen Programmpunkten präsentieren sich die einzelnen Fächer und Institute durch Infostände, Führungen, Experimente und Gesprächsrunden mit Studierenden. Dies gibt den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die Universität intensiver zu erkunden und vielleicht auch schon den ersten Kontakt zu Studierenden oder Professoren des Wunschfaches …

Ein Ginko für den Riedberg

„Dieses Baums Blatt, der von Osten / Meinem Garten anvertraut, / Giebt geheimen Sinn zu kosten, / Wie’s den Wissenden erbaut“ – das liest sich fast so, als hätte Goethe beim Verfassen seines Gedichts „Gingo biloba“ an den Wissenschaftsgarten „seiner“ (später nach ihm benannten) Frankfurter Universität gedacht. Jetzt wird ein Exemplar des mythischen Baumes auf dem Campus Riedberg gepflanzt. Claus Wisser, Freund und Förderer der Goethe-Universität, hatte den Baum anlässlich einer Preisverleihung für sein Lebenswerk erhalten – und schenkt diesen nun seiner Alma mater. Morgen um 12 Uhr wird ein Exemplar vom „Baum des Jahrtausends“ am Riedberg feierlich eingepflanzt, in Anwesenheit des Spenders. Dem voraus ging eine Ehrung des Urban Land Institute Germany (ULI), das bereits zum elften Mal Persönlichkeiten der Immobilienwirtschaft und Stadtentwicklung mit dem „Goldenen Ginkoblatt“ auszeichnete. Bei der Ehrung, die im Dezember in München stattfand, wurde Claus Wisser, der Gründer der WISAG Gruppe, mit dem Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Claus Wisser begann 1963 ein BWL-Studium an der Goethe-Universität. Um das Studium finanzieren zu können, griff er zu Eimer und Schrubber: Abends …

Studie zu Kindern und Karriere

Je länger Mütter nach der Geburt eines Kindes im Job pausieren, umso stärker verlieren sie das Interesse an der eigenen Karriere: Das können die Soziologen Prof. Markus Gangl und Dr. Andrea Ziefle von der Goethe-Universität Frankfurt jetzt empirisch belegen. Soeben sind ihre Forschungsergebnisse in dem international renommierten „American Journal of Sociology” erschienen. In der internationalen Forschung deutete sich bereits an, dass kurze Elternzeiten von bis zu einem oder eineinhalb Jahren, wie sie etwa in Skandinavien üblich sind, zu einer besseren Integration der Mütter in den Arbeitsmarkt führen. Dies steht in deutlichem Gegensatz zu den Erfahrungen in angelsächsischen Ländern, wo Familie überwiegend Privatsache ist. Je länger Elternzeit gesetzlich ermöglicht wird, umso stärker fallen deren Nachteile ins Gewicht. „Als Grund dafür sah die bisherige Forschung eher das Verhalten der Arbeitergeber, die Müttern bei längeren Ausfallzeiten seltener mit anspruchsvollen Tätigkeiten oder wichtigen Aufgaben betrauen“, so Gangl und ergänzt: „Das nennen wir ‚statistische Diskriminierung‘.“ Die beiden Frankfurter Soziologen können jetzt allerdings zeigen, dass dies nicht der einzige Grund für die nachteiligen Wirkungen langer Elternzeiten ist. „Die subjektive Erwerbsorientierung von …

Kita-Eröffnung mit Minister

Die Forscher von morgen spielen noch. Um präzise zu sein: Während am Dienstag Nachmittag Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein, Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland sowie Unipräsidentin Prof. Birgitta Wolff offiziell die neue Kita auf dem Campus Riedberg eröffneten, spielten in einigen Räumen im Erdgeschoss bereits die ersten Kinder. Die Hälfte der Plätze ist für die Goethe-Universität reserviert, ein Viertel für die Max-Planck-Gesellschaft und die übrigen 25 Prozent stehen direkt für Familien aus dem Stadtteil zur Verfügung. Es ist eine sehr große Einrichtung mit 135 Plätzen in neun Gruppen, für Kinder von drei Monaten bis zu sieben Jahren. Mit dicken Holzbalken in der modernen Fassade, die an aufeinandergestapelte Bauklötze erinnern, mit einem großen Spielflur, Rutschen und Indianer-Turm im Außenbereich und viel Raum für Phantasie. Minister Rhein sprach denn auch davon, dass die Vorzeige-Einrichtung in der Max-von-Laue-Straße vielleicht eines Tages „zukünftige Nobelpreisträger in ihren Reihen“ haben könnte. Uni-Präsidentin Wolff betonte die Bedeutung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein Vertreter der Max-Planck-Gesellschaft sprach davon, wie wichtig es ist, Wissenschaftler „in der kreativsten Lebensphase“ nicht zu verlieren, sondern zu unterstützen. …