Kategorie: Sport

Abschied & Neustart
beim SC Riedberg

Alles begann beim Kicken auf roter Asche. Als es hier noch mehr Felder als Häuser gab. Der SC Riedberg wurde von nur 26 Mitgliedern gegründet, am 17. März 2011 dann kam der erste Spatenstich für die Sportanlage in der Altenhöferallee. Inzwischen platzt man mit mehr als 1200 Mitglieder „aus allen Nähten“, hat die drittgrößte Fußballsparte in der Mainmetropole, laut Auskunft der Verantwortlichen sogar die fünftgrößte in ganz Hessen. Den Verein geprägt hat nicht zuletzt Ex-Vorstand Alexander Markert, der Ende vergangenen Jahres zurücktrat und bei der Mitgliederversammlung am Montag verabschiedet wurde. Vorstandskollegen lobten seinen Einsatz und Pioniergeist, die Ortsbeiratsvorsitzende Carolin Friedrich zollte Respekt dafür, dass Markert & Co. sozusagen aus dem Nichts Vereinsstrukturen aufgebaut haben. Dann fügte sie hinzu: „Da muss man auch mal die Ellbogen rausfahren, um sich durchzusetzen“. Anders und durchaus ehrlich ausgedrückt: „Wir haben uns oft gerieben, aber es ging immer um die Sache.“

„Alex I.“ bekam auch noch ein Trikot der Eintracht zum Abschied, plus ein SCR-Trikot mit den Unterschriften der Anwesenden. Der Unternehmer wird dem Sport weiter erhalten bleiben, als stellvertretender Vorsitzender im Sportkreis Frankfurt.


Alex Markert bekam ein SCR-Trikot mit vielen Unterschriften zum Abschied

Das ist der neue Vorstand

Die Wahl des neuen Vorstandes verlief schnell und ohne Gegenkandidaten. Frank Weisske (50), zuletzt zweiter Vorsitzender und einst SCR-Gründungsmitglied, wurde bei zwei Enthaltungen zum ersten Vorsitzender gewählt. Pedro Ferreira, vorübergehend erster Vorsitzender, wird Schatzmeister bleiben. Die rund 30 anwesenden Mitglieder erfuhren auch, dass Ferreira inzwischen „15 Quadratmeter SC Riedberg“ bei sich zuhause angesammelt hat. Akten und Unterlagen.

Neuer zweiter Vorsitzender ist Olaf Emmerich, Marketing-Fachmann und Vater eines SCR-Kickers, der sich intensiver für den Verein engagieren möchte. Emmerich ist auch Teil des neu gegründeten „Eventausschusses“. Die Mitglieder dort wollen erst mal noch ein Sommerfest auf die Beine stellen und Veranstaltungen wie den beliebten „Zipfelmützenlauf“ im Advent organisieren.


Das ist der neue Vorstand: Schatzmeister Pedro Ferreira, 1. Vorsitzender Frank Weisske und der 2. Vorsitzende Olaf Emmerich

Grundstein für Clubhaus soll 2017 gelegt werden

Es gibt viel zu tun. Eine große Herausforderung wird die Realisierung eines Clubhauses im vorderen Bereich des Sportplatzes. Das wurde im vergangenen Jahr als einstöckige Variante bereits von den Mitgliedern beschlossen, am Montag aber nochmals kontrovers diskutiert. Es soll ein Funktionsgebäude werden mit einem großen Mehrzweckraum von mehr als 100 Quadratmetern plus zwei Umkleiden, dringend benötigten Toiletten und einer variablen Vergrößerung des Mehrzweckraums um rund 35 Quadratmeter. Dort könnte man Tische, Bänke und andere Lager-Utensilien unterbringen. Im großen Raum könnten bodennahe Sportarten wie Tai Chi und Yoga stattfinden, auch Koordinations- oder Kopfball-Training im Winter.

Dass das Clubhaus ein „Funktionsgebäude“ und kein Ort der Vereinskultur im rein geselligen Sinne wird, ist auch Voraussetzung für die Förderung durch die Stadt. Den Großteil der Baukosten von 300.000 bis 350.000 Euro will der Verein aus den eigenen Rücklagen bestreiten. Grundsteinlegung soll „möglichst noch in diesem Jahr“ sein.

Langfristig denkt man auch schon über eine mögliche Geschäftsstelle in einem Zusatzgebäude nach. Denn die Finanzen des Vereins sind gut. Die Einnahmen 2016 beliefen sich auf mehr als 160.000 Euro, das Vermögen auf insgesamt knapp 350.000 Euro.

Stolz ist man beim SC Riedberg neben den erfolgreichen Basketballern, wo zwei Mannschaften Kreispokalsieger und eine Mannschaft Regionalpokalsieger wurde, und der Sparte Mädchenfußball, auch auf die Sparten Rugby und Cricket. In kürzester Zeit gewann Rugby über 50 Mitglieder und ist bereits bei Kids im Grundschulalter beliebt.

Alex Markert und Pedro Ferreira werden „Ehrenmitglieder“

Jetzt gibt es auch „Ehrenmitglieder“, Urkunde inklusive. Demnächst soll diese Auszeichnung noch um Ehrennadeln in Bronze, Silber und Gold ergänzt werden. Das soll jenen gelten, die sich um den Verein ganz besonders verdient gemacht haben. Als Erste wurde diese Ehre Ex-Vorstand Alex Markert und Schatzmeister Pedro Ferreira zuteil, die beide viele Stunden für den Verein investiert haben – und teils noch werden.

Kicker werden Stickerstars!

Während man Ehrennadeln mehr mit der Vergangenheit von Vereinskultur verbinden würde, stößt ein neues Projekt sicher auf Begeisterung bei den jungen Kickern. Denn wie die großen Fußballstars zur WM oder EM werden die Spielerinnen und Spieler des SCR als Stickerstars-Sammelbilder bei einem Supermarktpartner des Vereins erhältlich sein – über einen Zeitraum von zehn Wochen.

Am morgigen Samstag und am Sonntag veranstaltet der SCR acht Jugendfußball-Turniere für Spieler von 5 bis 13 Jahren. Zuschauer sind herzlich willkommen.

(Fotos & Text: cd)

Riedberger SV kooperiert
mit dem TV Kalbach

Der Riedberger SV hat eine enge Kooperation mit dem Turnverein Kalbach vereinbart. Mitglieder des RSV dürfen nach den Sommerferien das Angebot des Nachbarvereins mitnutzen. In der Regel ist das kostenlos. Bei Angeboten mit Zusatzbeiträgen müssen dann auch nur diese Beiträge gezahlt werden. Bei festen, geschlossenen Leistungsgruppen oder stark frequentierten Gruppen haben allerdings Mitglieder des TV Kalbach Vorrang.

Die gleichen Bedingungen gelten im umgekehrten Fall für Mitglieder des TV Kalbach. Sie dürfen das RSV-Angebot mitnutzen, es sind keine oder bei Zusatzbeitragsangeboten nur diese Zusatzbeiträge zu tragen. TV-Kalbach-Mitglieder können sich einfach auf der RSV-Homepage für ein Schnuppertraining oder Angebot anmelden. Der jeweilige Trainer meldet sich dann per Mail.

Hier gilt: Nur bei festen, geschlossenen Leistungsgruppen oder stark frequentierten Gruppen haben Mitglieder des RSV Vorrang.

Informationen: Riedberger SV
(Symbolfoto: Tom Bayer)

Es gibt Hort-Freizeiten
Sportcamps & Ferienspiele

Die Kinder warten ohnehin schon sehnsüchtig auf die „unterrichtsfreie Zeit“, doch auch die Eltern können sich freuen: Denn am Riedberg wird das Ferien-Angebot immer größer. Neben der Betreuung in den Grundschulen werden in diesem Jahr Sport-Camps und Ferienspiele angeboten, die teils auch älteren Kids offenstehen. In den Grundschulen, beispielsweise der Marie-Curie-Schule, gibt es neben einem immer umfangreicheren Programm jetzt auch Hortfreizeiten in Rotenburg oder am Edersee. Ferienspiele gibt es in der Evangelischen Riedberggemeinde sowie drei Wochen lang beim Familienzentrum Billabong im Jugendhaus.

Das sind die Ferienspiel-Angebote

Spielen, Sport machen, singen, Geschichten aus der Bibel erfahren – das kann man von 7. bis 11. August im Gemeindezentrum Riedberg in der Riedbergallee 61 und in der ersten Ferienwoche bereits im Gemeindezentrum Niederursel. Das Angebot ist für Kinder von 7 bis 10 Jahren. Die Kosten liegen bei 60 Euro. Anmeldung bis zum 12. Juni 2017 per Mail unter charlotte.rendel@frankfurt-evangelisch.de oder 069/95155952 an.

Das Familienzentrum Billabong bietet in den ersten drei Ferienwochen Montag bis Freitag von 8.30 bis 16.30 Uhr für Kinder von 6 bis 12 Jahren wieder die beliebten Workshops, Ausflüge, Sport & Spaß an – erstmals auch bilingual Deutsch-Englisch. Dienstags und Donnerstags sind immer ganztägige Ausflüge, an den übrigen Tagen sind Angebote von Rugby, Tischtennis bis Ballett und kreativem Gestalten geplant, da Trainer und Vereine die Ferienspiele unterstützen. „Ganz wichtig ist uns auch zu erwähnen, dass das Mittagessen frisch und selbst gekocht ist“, heißt es bei Billabong. Weitere Informationen & Anmeldung unter www.billabong-family.de

Das sind die Sport-Camps

In diesem Sommer gibt es erstmals vier Wochen lang Fußballcamps auf der Sportanlage in der Altenhöferallee. Die Fußballschule M5 bietet für Mädchen und Jungs von 5 bis 13 Jahren in der ersten und sechsten Ferienwoche wieder die beliebten Camps an. Ergänzt wird diese in der zweiten und fünften Ferienwoche erstmals durch Coerver Coaching. M5 spricht eher die Breite an und Coerver ist etwas mehr leistungsorientiert, lautet die Info von Fußball-Experten.
Anmeldung und weitere Informationen unter
http://www.m5fussballschule.de/camp-2017.html
http://coerver-hessen.de/home/coerver-performance-camp/

„Ihr könnt alles
erreichen!“

„Schaut mal Kinder, das sind Medaillen!“ Ihre Hände sind voll damit. Manche haben ein Band in den Farben des Landes, wo sie Marianne Buggenhagen gewonnen hat. Die letzte übrigens bei den Paralympics 2016 in Rio. Die Mädchen und Jungen wollen sie unbedingt anfassen. Und sie interessiert vor allem eine Frage: „Sind die echt?“

Marianne Buggenhagen, die oft als „Ikone des Deutschen Behindertensports“ bezeichnet wird, hat in rund 40 Jahren insgesamt fast 200 nationale und internationale Medaillen gewonnen. Nach Rio, dem Silber im Diskuswurf, hatte die 63-Jährige endgültig ihre Karriere beendet. Der Sport lässt sie noch lange nicht los. Derzeit macht sie eine Projekt-Tour durch diverse Schulen im Rhein-Main-Gebiet und möchte „zeigen, was doch möglich ist, trotz Behinderung, egal welcher Art auch immer“. Den Kindern in der Marie-Curie-Schule berichtet sie aus ihrem Leben. Endringlich sagt sie: „Merkt Euch: Ihr könnt alles erreichen!“ Mit und ohne Behinderung.


Sonja und Emilia probierten aus, was Krücken und ein Rollstuhl bedeuten

Wieland Speer, Leiter der neuen Tischtennis-AG der Grundschule und früherer Bundestrainer des Behindertensportverbandes, hat sie an den Riedberg gebeten. Auch und vielleicht gerade weil die Sechs- bis Zehnjährigen noch unbefangen und neugierig Fragen stellen und alles ausprobieren wollen. Auch die beiden Rollstühle, die die langjährige Profisportlerin mitgebracht hat. „Warum geht der eine so viel besser als der andere?“, wollen die Kids etwa wissen. Weil’s ein Sport-Rollstuhl für Kinder ist. Marianne zeigt, wie man den am besten dreht und beispielsweise beim Basketball auch noch dribbeln kann.

Sie kennt das Leben ohne Rollstuhl. Doch in Folge einer Krankheit ist sie seit 1976 darauf angewiesen. Der Sport war ihre Rettung. Erst hat sie damit begonnen, um sich fit zu halten und selbständig den Alltag bewältigen zu können. Mit dem Leistungssport begann sie erst später, in den Disziplinen Kugelstoßen, Diskuswerfen, Speerwerfen und Mehrkampf, wo sie teilweise noch immer Weltrekorde innehat.


Die Kinder fragten: „Sind die Medaillen echt?“

Sie nimmt sich einfach Zeit für die Kinder. Wenn die Schüler nach ihren anderen Lieblingssportarten fragen, erzählt sie, wie und wie gerne sie schwimmt und taucht. Dass man trotz Rollstuhl auch Tischtennis spielen kann, schließlich ist sie ja zu dieser AG eingeladen. Zum Schluss stellt sie, mehr nebenbei und an MAINRiedberg gerichtet, die Frage: „Ist Ihnen schon aufgefallen, dass die Zimmer für Behinderte in Hotels immer oben sind?“ Dort, wo sie vor dem Riedberg-Besuch übernachtete, war der Aufzug defekt. Sanitäter trugen sie hinunter, erklärten aber auch, dass sie das nur ein Mal machen würden und niemand Haftung dafür übernehme. Ihr Mann, der ebenfalls im Rollstuhl sitzt, konnte deshalb nicht mit zur Marie-Curie-Schule und musste warten, bis der Aufzug am Nachmittag wieder ging.

Aber zu klagen – das liegt Marianne Buggenhagen fern. Zeit für mehr Plauderei hat sie auch nicht. Fragt doch gerade ein Junge: „Willst Du jetzt mit mir spielen?“


Das ist die Autobiografie der Frau, die fast 200 nationale und internationale Titel gewonnen hat

(Fotos & Text: cd)

Radstars & Picknick:
Highlights am 1. Mai

Spitzensport hautnah erleben – das ist am 1. Mai wieder bei uns am Riedberg möglich. Die Organisatoren von Eschborn-Frankfurt versprechen „ein Radrennen der Superlative“. Zur 56. Austragung des Radklassikers haben sich nicht nur alle deutschen Top-Fahrer, sondern auch die internationalen Stars der Szene angesagt. Seit 2009 führt die Strecke direkt durch unseren Stadtteil. Das Highlight: In diesem Jahr wird es in der Altenhöferallee auf Höhe der Graf-von-Stauffenberg-Allee eine Sprintwertung geben. Marcel Kittel, John Degenkolb & Co. werden zwischen 12.30 und 12.40 Uhr dort erwartet. Wer will, kann übrigens direkt vom Raceday zum Picknick im Garten der IG Riedberg „durchstarten“.

Zurück zum Radrennen. Natürlich werden auch in diesem Jahr ambitionierte Amateur- und U23-Fahrer sowie Junioren gestaffelt an den Start gehen und in der Zeit zwischen 10 und 13.20 Uhr den Riedberg erreichen. Zudem wird es hier ein Rahmenprogramm geben, mit Grillen vor dem Park Avenue, dem Auftritt von Cheerleadern und auch Kinderbetreuung.

Das traditionsreichste deutsche Radrennen wird am 1. Mai Premiere in der WorldTour feiern, also in den Kreis der international bedeutendsten Rennen aufsteigen. Beim Kampf um den Sieg an der Alten Oper in Frankfurt müssen sich die deutschen Top-Fahrer deshalb einigen der weltweit besten Profis stellen. Weltmeister Peter Sagan wird in Eschborn genauso am Start stehen, wie Alexander Kristoff, der seinen dritten Sieg in Folge beim deutschen Radklassiker holen möchte.

Alles Informationen zum Rennen finden Sie unter www.eschborn-frankfurt.de

Die IG Riedberg lädt alle zum Picknick

Vorausgesetzt, das Wetter ist am 1. Mai schön genug, um ein Picknick zu veranstalten, findet auch in diesem Jahr das PiG – Picknick im Garten – statt. Das gemütliche Beisammensein findet ab 12.30 Uhr auf dem Gartengrundstück statt, das die IG Riedberg betreut. Das umzäunte Areal befindet sich direkt gegenüber vom Kautenhof an der alten Riedbergstraße.

Die IG Riedberg lädt alle Riedberger ein, die Streuobstwiese in eine bunte Picknick-Landschaft zu verwandeln. Anders als beim Sommerfest der IG gibt es bei PiG keine Getränke- und Verpflegungsstände und auch kein Programm. Jeder bringt sein „Futter“ – wie bei einem Picknick üblich – selbst mit. Einzige Ausnahme: Die IG wird einen Grill aufstellen und befeuern. Wer sein Grillgut darauf zubereiten möchte, kann dies gerne tun. Auf der IG-Webseite steht auch noch der Satz: Jeder ist seines eigenen Fleisches Grillmeister…

(Text und Bild Picknick: IG Riedberg e.V./ Grafik: fotolia)
(Fotos John Degenkolb: Eschborn – Frankfurt/ www.eschborn-frankfurt.de)

Schüler starten mit Bus
zur Tischtennis-WM

Nehmen Sie mal einen Ball mit 140 km/h an! Beim schnellsten Ballsport der Welt geht es nicht um Sekunden, sondern um Millisekunden…Mit diesen und anderen Fakten wird für die Tischtennis-WM geworben, die von 29. Mai bis 5. Juni in Düsseldorf stattfindet. Für die Schülerinnen und Schüler hier am Gymnasium Riedberg klang das trotz der vergleichsweise geringen Distanz verdammt weit weg – bis AG-Coach Wieland Speer, der selbst viele Jahre als Bundesliga- und Nationaltrainer gearbeitet hat, einen fast unmöglichen Plan entwickelte: Eine Busfahrt zur WM, inklusive Meet and Greet mit Nationalspielern und vor allem mit Einverständnis der Schulleitung und Unterstützung durch den Förderverein.

Kurzum: Es klappt! Am Montag, den 29. Mai, startet nun mindestens ein Bus mit 44 Personen zur WM mit Stars wie dem Ex-Weltranglisten-Ersten Timo Boll und den Assen aus China wie Xu Xin, der übrigens Rechtshänder ist, aber nur mit links spielt. Abfahrt ist um 8 Uhr am Riedberg-Gymnasium und Rückankunft etwa 23 Uhr. Die Kosten betragen pro Person 20 Euro. Die Anmeldeformulare sind an die Teilnehmer der beliebten Tischtennis-AG schon verteilt. Auch einige Eltern und voraussichtlich auch Lehrer fahren mit, damit die Betreuung während der Fahrt und vor Ort sichergestellt ist. Bei Interesse können auch Abiturienten teilnehmen.

Deutscher Tischtennis-Bund, die Tischtennis-Marketing-Gesellschaft und der Weltverband unterstützen die Aktion. Wer selbst mal den Schläger in die Hand nehmen möchte, kann das sogar auch tun. Ein kurzes Match am Mini-Tisch, ein Duell mit dem Roboter oder im Anschluss den eigenen Tischtennis-Anstecker gestalten – das ist im so genannten „Fun-Park“ geboten.

Wir wünschen schon jetzt einen tollen Tag bei der WM!

(Symbolfoto: fotolia)

Ballfieber – mit
und ohne Handicap

Es sind kleine Softbälle, mit einer Rassel drin. Damit auch Blinde das Tennisspielen erlernen können, wie Egon Harenceac, Trainer in der Tennisabteilung der Eintracht, berichtet. Doch diesmal sind’s zwei Jungs im Rollstuhl, die fast nicht genug vom Spiel bekommen können. Zakaria ist 8, hat den Ball im Visier und den Schläger fest in der rechten Hand. „Mist!“ oder „Den hätte ich erwischen können!“ ärgert er sich zwischendurch, wenn er sich mit aller Kraft und so weit wie möglich Richtung Ball gestreckt hat und das aber noch immer nicht weit genug gewesen ist. Auch sein Kumpel Benaja, der sechs Jahre alt ist, ist so begeistert, dass der Papa immer wieder Bälle übers Netz zuwerfen muss. Am liebsten würden sie ohnehin nur gegeneinander spielen. Zakaria und Benaja haben die Glasknochen-Krankheit, sind für immer auf den Rollstuhl angewiesen. Doch für diesen kurzen Moment scheint das eine nicht so große Rolle zu spielen. Als ob sie sagen möchten: „Verdammt, dürfen wir nicht endlich auch Sport machen und Spaß haben?“

Zakarias Mutter Meriem Ben Jelloun wird erzählen, dass sie schon lange nach Sportangeboten für ihren Sohn Ausschau gehalten hat. „Ich hatte den Eindruck, dass es das nur für Erwachsene gibt.“ Hier würde man doch sehen, wie wichtig das wäre. Sie deutet auf die Jungs, verweist auf deren Begeisterung. Die Leiterin einer Englisch-Sprachschule nennt das „impressive“, beeindruckend, und sagt: „They’re doing great.“

Später spricht sie noch lange mit den Verantwortlichen vom Sportkreis Frankfurt, wo man genau solche Angebote fördern will und am 31. März pünktlich zum Ferienbeginn einen Schnuppertag für Kids mit und ohne Handicap auf dem Sportplatz des SC Riedberg initiierte. Rund 100 Kids tobten über die Anlage des SC Riedberg und hatten sichtlich Freude an der neuen Sporterfahrung. Unter der Anleitung der Übungsleiter lernten sie auch das Regelwerk der einzelnen Sportarten kennen. Die Eintracht Frankfurt (Abteilung Tennis), die Mainhattan Skywheelers und der Hessische Fußball Verband waren mit Schnupperangeboten wie Rollstuhl-Basketball oder Blindentennis am Start.


Zakaria hat die Glasknochenkrankheit – und ist vom Tennis mit den kleinen Sofabällen begeistert. Seine Mutter möchte sich jetzt dafür einsetzen, dass ein Tennisverein oder eine Abteilung für Rollis in Frankfurt gegründet wird

Immer mehr Vereine befassen sich mit dem Thema Inklusion und versuchen Inklusionssportarten in ihr Portfolio zu integrieren, so zum Beispiel die SG Nied mit Cross Boccia und Blasrohrschießen. Die Sportarten erlernt der Vereins-Nachwuchs anhand spielerischer Elemente. Meriem Ben Jelloun, Zakarias Mutter, geht noch einen Schritt weiter: „Wir fühlen uns sehr motiviert und überlegen jetzt, ob wir gemeinsam mit anderen Eltern einen Tennisverein für Rollis in Frankfurt gründen können.“

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Sportkreis-Onlineportals Mainova Sport Rhein-Main statt, das im April und Mai Vereinsangebote für Kinder in den Fokus stellt. Auf dem Portal finden Groß und Klein verschiedene Sportkurse zum unverbindlichen Ausprobieren. „Wir hoffen, dass wir mit der Veranstaltung aufzeigen konnten, welche Möglichkeiten es für Inklusionssport in Frankfurt gibt und dass eine große Nachfrage besteht“, sagt Projektleiter Amir Jemour vom Sportkreis Frankfurt.

Auf www.mainova-sport.de stellen Vereine das ganze Jahr über Kurse und Sportangebote ein. Vier Mal jährlich gibt es zudem spezielle Aktionen zu „Gesundheitssport“, „Kinder“, „Frauen“ sowie „Senioren“. „Mainova Sport Rhein-Main ist die Plattform für Vereine und Sportinteressierte aus der Region“, erläutert Jemour. „Derzeit halten die Sportvereine dort mehr als 1500 Trainings und Schnupperangebote bereit.“


Der Schnuppertag auf der Sportanlage war für Kids mit und ohne Handicap. Hier probierten E-Jugend-Fußballer des SC Riedberg Rollstuhl-Basketball aus

(Fotos: cd)

Bolzen und Baggern: Neue
Spielfelder im Westflügel

Drei neue Spielfelder zum Bolzen, Baggern und Herumtollen: An der öffentlichen Grünfläche westlich der Kreuzung Graf-von-Stauffenberg-Allee/ Ella-Bergmann-Michel-Straße im Westflügel wurden schon im vergangenen Sommer Spielfelder (1x Fußball und 2x Volleyball) mit Rasen eingesät. Aus verschiedenen Gründen klappte die Ansaat aber nicht, auch nicht die Nachsaat im Herbst, so dass die Rasenplätze noch nicht zur Benutzung freigegeben werden konnten. Deshalb sind bislang auch die vorgesehenen Fußballtore sowie die Pfosten für die Volleyballnetze noch nicht montiert.
 
Das Fachamt der Stadt geht davon aus, dass die Ballspielfelder im späten Frühjahr 2017 zur Nutzung freigegeben werden können. Die Felder hinter dem Lärmschutzwall der A5 sollen die bisherigen Felder oberhalb des Bonifatiusparks ersetzen. Denn auch dieses Areal am Riedberg wird jetzt sukzessive bebaut und die Spielfelder waren (leider) nur als provisorische Felder geplant gewesen. Noch bis Ende 2017 kann hier aber noch gebolzt und gespielt werden.

(Symbolfoto: Waler)

Kids in Aktion – mit
und ohne Handicap

Sport für Kinder jeden Alters, mit und ohne körperliche Einschränkungen – das gibt es am nächsten Freitag ab 16 Uhr bei „Sport vor Ort“ auf dem Gelände des SC Riedberg zu entdecken. Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Sportkreis-Onlineportals „Mainova Sport Rhein-Main“, das im April und Mai Vereinsangebote für Kinder thematisiert. Vereine aus der Region beteiligen sich an der Aktion, indem sie Schnupperkurse auf der Internetseite www.mainova-sport.de einstellen.

Die kleinen und großen Besucher erwarten spannende Inklusionssportarten wie Blindenfußball (Hessischer Fußballverband), Rollstuhlbasketball (Mainhattan Skywheelers), Boule und Blasrohrschießen (SG Nied) und Blindentennis (Eintracht Frankfurt). Ergänzt wird das Ganze durch Mitmachangebote des Knax Club der Frankfurter Sparkasse und einem Gewinnspiel für Einkaufsgutscheine. Der Sportkreis möchte mit der Veranstaltung für Inklusion sensibilisieren und Kindern mit Behinderung Möglichkeiten zum Sport treiben aufzeigen. Eltern und Kinder – auch Nicht-Vereinsmitglieder – sind herzlich willkommen. Jeder der vorbeikommt, kann kostenfrei und ohne Anmeldung direkt mitmachen.


Action für Kids mit und ohne Handicap gibt’s am Freitag auf der Sportanlage in der Altenhöferallee

„Wir wünschen uns, dass sie dadurch auch Lust auf regelmäßigen Sport im Verein bekommen“, sagt der Sportkreisvorsitzender Roland Frischkorn. Das passende Angebot finden Interessierte über die Webseite www.mainova-sport.de, dort stehen auch die Daten der Vereine für eine direkte und unkomplizierte Kontaktaufnahme. Auf dem Portal stellen Vereine das ganze Jahr über Kurse und Sportangebote ein. Vier Mal jährlich gibt es zudem spezielle Aktionen zu den Themen „Gesundheitssport“, „Kinder“, „Frauen“ sowie „Senioren“. Derzeit halten die Sportvereine dort mehr als 1.500 Sportangebote bereit.

Der Schnuppertag zur Aktion KidsGoSports am Freitag, 31. März, findet ab 16 Uhr auf der Sportanlage in der Altenhöferallee statt

(Fotos & Informationen: Sportkreis Frankfurt)

Ostercamp der
Basketballer

Immer mehr Sportarten am Riedberg boomen – auch Basketball. „Inzwischen haben wie bereits 13 Mannschaften, von der gemischten U8 mit Mädchen und Jungen bis zu Damen und Herren-Mannschaften“, freut sich Spartenvorstand Sylvia Pölle. Elf Teams sind im Spieltrieb, einige Teams haben es schon in die höhere Bezirksliga geschafft. Auch eine Schul-AG in der Grundschule 1 wird angeboten. Allerdings „brauchen wir aufgrund des Wachstums dringend noch Hallen“, bekräftigt Pölle. Es müssten Mannschaften zusammen trainiert werden, weil man nicht genug Hallenkapazität hat.

Doch das Engagement von Spielern und Trainern ist groß. In der zweiten Woche der Osterferien, von Montag 10. April bis Donnerstag 13. April, wird auch wieder ein Ostercamp angeboten, für Mädchen und Jungen von Jahrgang 2003 bis 2009. Das Camp findet täglich von 9 bis 16 Uhr in der Sporthalle des Gymnasiums Riedberg statt. Trainingsinhalte sind: Techniktraining, Taktik, Wettbewerbe, Spiele. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, momentan sind aber noch Plätze frei. Die Verantwortlichen versprechen übrigens jenseits von Taktik & Co. noch einen wichtigen Trainingsinhalt: viel Spaß!

Weitere Informationen und Anmeldung zum Ostercamp unter www.scriedberg.de

(Fotos: Pölle/ SC Riedberg)