Kategorie: RiedbergNEWS

Fastnacht und Karneval für Groß und Klein

Jetzt beginnt endgültig wieder Fasching, Fastnacht und Karneval! Verkleiden, Kreppel essen, Umzüge – das wird sicher toll. Wer hat Lust bekommen?

Und natürlich bietet unser Stadtteil jede Menge für Kinder an Fasching. Musik, Tanz, Spaß – alles ist dabei!

Beispielsweise steigt wie jedes Jahr im Familienzentrum Billabong am 11.02.2018 (Sonntag) von 15 bis 18 Uhr in der Graf-von-Stauffenberg-Straße 46b eine große Faschingsparty. Der Eintritt ist frei, und Verkleidungen sind erwünscht, aber keine Pflicht. Weitere Informationen unter www.billabong-family.de

Auch der Turnverein in Kalbach bietet am Fastnachtssonntag ab 14:31 Uhr einen Kindermaskenball in der Alten Turnhalle am Grubweg. Der Eintritt kostet 3 Euro. Ein Clown macht dort Spiele mit den Kindern, Bonbons werden geworfen und es gibt viel tolle Musik. Für Essen und Trinken ist ebenfalls gesorgt.

Am Sonntag ist auch der große Frankfurter Fastnachtsumzug 2018 ab 12.11 Uhr durch die Frankfurter Innenstadt. Kleiner, schön und noch näher am Riedberg sind die Fastnachtszüge in Heddernheim und Oberursel. Der Taunus-Karnevals-Zug in Oberursel findet ebenfalls am Sonntag ab 14.11 Uhr statt, der „179. Klar Pariser Fastnachtsumzug“ in Heddernheim mit 111 Wagen startet dann am Faschingsdienstag ab 14.31 Uhr. Anfahrt am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder die Parkplätze in der Tiefgarage des Nordwestzentrum nutzen.

Wir wünschen jetzt schon ganz viel Spaß!

(Foto: Archiv)

So macht Tischtennis einfach Spaß

Es herrscht Aufregung am Mittwoch im Mehrzweckraum der Marie-Curie-Schule, denn der Auftakt zu den mini-Meisterschaften im Tischtennis beginnt. 24 Kinder, darunter drei Mädchen, wuseln aufgeregt herum, bis Diplomtrainer Wieland Speer ein bisschen für Ruhe sorgt, damit er einiges erklären kann. In der Mitte des Raumes steht ein Tischtennis-Tisch mit einem mobilen Netz. Ein weiterer lehnt an der Wand, neben dem Eingang. Für diejenigen, die einfach so zwischendurch sich bewegen und gegen die Wand spielen möchten. Nicht weit entfernt ist Praktikantin Angelina Bäcker und füllt Urkunden aus, denn jeder wird am Ende Sieger sein.

„Heute sind wirklich viele dabei“, freut sich Angelina, die versucht, die Namen der Grundschüler zu entziffern, die sich bei der „Anmeldung“ eingeschrieben hatten. Sie hilft mit, hier den Mini-Wettkampf zu organisieren, einen Vor-Vorentscheid für die Breitensportveranstaltung des Tischtennis-Bundes. „Ich habe auch schon geholfen, Sport für Flüchtlinge zu organisieren. Es macht mir auf jeden Fall jede Menge Spaß“, erzählt sie.

Praktikantin Angelina Bäcker hilft bei der Organisation

Kein Handicap: Auch Benaja macht mit und hat eine Menge Spaß

Wieland Speer macht mit den Kindern am Anfang Übungen mit Schläger und Ball, damit sie erst ein Gefühl fürs Spiel bekommen und Vor- und Rückhand unterscheiden lernen. Manche haben schon Erfahrung, manche noch nicht. Dann geht´s über zum Punktezählen: Jedes Kind darf mit ihm spielen, bis es höchstens 20 Ballwechsel geschafft hat. Wobei er für eine Weile sein Handy als Schläger nimmt – was den Kids sichtlich Freude macht. Diejenigen mit den meisten Punkten dürfen an dem entscheidenden Rundlauf teilnehmen. Der Gewinner ist übrigens kein Viertklässler, sondern Stefan Obolkin, ein Junge mit sieben Jahren. Er strahlt. Alle anderen sind „zweiter Platz“.

 

Wem gelingen die meisten Ballwechsel mit Trainer Wieland Speer?

„Es geht heute erst mal nur darum, Spaß zu haben“, sagt Wieland Speer, der die Kids am Riedberg für diesen Sport begeistern will. „Die besten dürfen in der nächsten Woche zu dem richtigen Turnier übergehen.“

Bereits 500 Schüler am Riedberg haben teilgenommen

Insgesamt fast 500 Schülerinnen und Schüler haben im Stadtteil bereits an den Meisterschaften für Tischtennis-Minis teilgenommen. In der Grundschule Riedberg machten sogar 17 Klassen mit, in der IGS Kalbach-Riedberg waren es bisher 13 Kids und im Gymnasium bei zwei Veranstaltungen 54 Schüler. Bis Mitte Februar folgen noch eine weitere Vorrunde an der Gesamtschule, diesmal ausschließlich mit Mädchen.

Text: Leticia Kreutzer

Fotos: cd

The Importance of a Teacher

„Erst vor wenigen Monaten haben wir bei einem Videowettbewerb der deutschen Bundesbank den dritten Platz belegt“, erzählen Ardiana Dacic und Sabrina Pölle, beide Studentinnen. Das Thema war ´Was bedeutet Stabilität für Sie?´. Und, dass sie überhaupt mitgemacht haben, war eine ziemlich spontane Sache. Doch sie hatten viel zu sagen, in Bild und Ton. Jenseits von Wirtschaft, Euro und guten Filmschnitten zeigten sie in dem Video, wie wichtig beispielsweise Familie für sie ganz persönlich ist. Ardiana, die erst 2011 aus Montenegro zuwanderte, berichtete, wie viel Stabilität ihr auch die neue Heimat Deutschland gibt. Der Erfolg des Kurzfilmes hat die beiden jetzt dazu angespornt, beim Deutschen Jugendfilmpreis 2018 mitzumachen – mit mehr als 100.000 TeilnehmerInnen in den letzten drei Jahrzehnten einem der größten Foren für junge Filmschaffende bundesweit.

The Importance of a Teacher

Auf den ersten Blick passen Film und Studium bei den 18-Jährigen nicht zusammen. Sabrina, deren Familie am Riedberg wohnt, studiert Wirtschaftsinformatik. Ihre Freundin Ardiana studiert Social Media Systems, eine noch junge Verbindung von Management, IT und BWL. Doch wenn sie zu erzählen beginnen, merkt man schnell, wie sie das Hobby Filmen interessiert. Ursprünglich wollten sie ein Video über die Zeit machen. Darüber, wie sie vergeht, und dass man die Zeit richtig nutzen muss. Aber dann war Ardiana bei ihrer alten Schule, der Ludwig-Erhard-Schule in Höchst, um auf ein paar Freunde zu warten. Sie traf einen der früheren Lehrer  und sie unterhielten sich. „Er erzählte, dass die Schüler nicht auf seine Ratschläge hören“, sagt Ardiana. Sie hatte aber auch miterlebt, wie sich Schüler Lehrern gegenüber respektlos verhalten. „Das inspirierte mich, ein Video zu diesem Thema zu machen.“ The Importance of a Teacher heißt das Video, das sie bei der Filmpreis-Jury eingereicht haben.

Das Video ist zu sehen unter   https://youtu.be/zdxrmdarOyY

 

„Wir wollen Schüler positiv motivieren“

Nach diesem Gespräch war es für Ardiana eindeutig, dass sie ein Video über dieses Thema machen müssen. „Es ist ein sehr wichtiges Thema, das mehr Aufmerksamkeit verdient. Wir versuchen mit diesem Video viele Leute, und insbesondere Schüler, zu erreichen und positiv zu motivieren, damit sie sich mal Gedanken machen, wie sich sich gegenüber den Lehrern verhalten sollen.“

Der Einsendeschluss des Videos war am 15. Januar. Die zwei Studentinnen haben schon die Vorauswahl geschafft und bereits Feedback bekommen. „Ich habe das Video an die Kampagne ´Hessen lebt Respekt´ der Hessischen Landesregierung geschickt, und die fragten, ob sie es auf ihrer Facebook- Seite bewerben können“, freut sich Ardiana. Sie hat es natürlich auch an ihre alte Schule geschickt. Die Lehrer waren begeistert. Ihre Freundin Sabrina und sie, „wir sind einfach ein gutes Team“.

Text: Leticia Kreutzer

Unsere Praktikantin Leticia hat die beiden Filmemacherinnen getroffen und diesen Text verfasst. Vielen Dank dafür!

Foto/ Repro: cd

Die Pläne für die neue IGS – ohne Oberstufe

Drei Geschosse, helle Klinkerfassade, viel Licht und Farbe. Passend zum Konzept der Schule offene Arbeitsbereiche, Mensa, Turnhalle und Außenflächen für Sport. Kurz: Ein durchdachtes Konzept für den Neubau der Integrierten Gesamtschule Kalbach-Riedberg (IGS) wurde bei der vergangenen Ortsbeiratssitzung präsentiert. Thorsten Lieb (FDP) nannte die Pläne „wunderbar aus einem Guss“. Schnell aber kam quer durch die Fraktionen die Frage auf: Ist eine Oberstufe nicht berücksichtigt, wo doch auch in diesem Bereich Bedarf ohne Ende sei? Nein, so informierten die Projektentwickler, diese sei nicht geplant.

Die Fertigstellung ist im Herbst 2021 geplant

Optisch passt sich die Bebauung der Architektur der Umgebung an. Claudia Schwerdfeger vom renommierten Stuttgarter Generalplaner „h4a“ erläuterte, dass dies auch in puncto Höhe gilt. Das Gelände ist unmittelbar neben der Endhaltestelle der U8, hier war im Bebauungsplan schon immer eine weiterführende Schule vorgesehen. Doch das Grundstück ist begrenzt. Künftig soll es Platz für sechs Jahrgangsstufen in einem u-förmigen Hauptbau bieten. Die Schüler werden in „Jahrgangseinheiten“ unterrichtet. In einem weiteren Bau sind ein Förderzentrum und Ausbildungszentrum für Sonderpädagogen, eine Einrichtung der Jugendhilfe sowie eine Hausmeisterwohnung vorgesehen.

Eine Herausforderung, so die Planer, sei die Hanglage, die man auf den ersten Blick kaum bemerken würde. Es handelt sich um vier Meter Differenz, was dazu führt, dass die Turnhalle halb eingegraben sein wird, sich die erforderlichen Parkplätze in einer Tiefgarage befinden – und diese Lage auch „Lärm schluckt“. Turnhalle wie Mensa inklusive Theaterbühne, Akkustik-Lamellen und knapp 400 Plätzen sollen von außen zugänglich sein. Veranstalter und Vereine würden das sicher begrüßen.

Einige Planungsdetails könnten Wunschdenken bleiben. Dann, wenn der Kostenrahmen feststeht. Am vergangenen Freitag wollten sich weder Planer noch Hessenagentur zu den Kosten äußern. Man hofft, dass die Rohbauarbeiten bereits Ende des Jahres beginnen und der Umzug der IGS zum Schuljahr 2021/2022 realistisch ist.

Wo theoretisch eine Oberstufe möglich wäre

Der zuständige Landschaftsarchitekt erläuterte später, wie grün und einladend auch der Schulhof gestaltet wird. Mit Sitzbereichen, Bäumen und einem Spielbereich. Gegenüber vom Hauptbau ist Platz für ein Kleinsportfeld, ein Basketballfeld und eine 100-Meter-Bahn. Die Frage ist: Was geschieht, wenn doch noch eine gymnasiale Oberstufe benötigt wird? Eine Erweiterung der Schule oder eine Aufstockung ist nicht mehr möglich, heißt es. Einzige Option wäre der Schulhof. Dann müssten eventuell Teile des Sportbereichs etwa mit Containern belegt werden. „Wir warnen direkt davor“, so Sascha Vogel, Fraktionsvorsitzender der CDU.

Eine Alternative könnte im Mertonviertel zu finden sein. Die ehemalige Lurgizentrale wurde Ende vergangenen Jahres versteigert. Die Stadt würde offenbar gerne ein Bauvorhaben oder eine Umnutzung mit Büros, Gewerbe und Schule unterstützen. Details stehen aber noch nicht fest.

Schüler bräuchten schon jetzt mehr Platz für Sport

Apropos Sport: Wenig Platz für Sport ist bereits jetzt im Provisorium der IGS im Westflügel. Rektorin Dr. Susanne Gölitzer regte bei der Sitzung an, ob das derzeitige Schulgelände nicht in Richtung Rosa-Luxemburg-Straße erweitert werden könnte. Die Kinder bräuchten dringend mehr Raum für Bewegung, auch in den Pausen. Eine Sporthalle gibt es dort nicht.

Eine Vertreterin des Schulamtes betonte, dass man auch diesbezüglich bereits in Gesprächen sei. Sie erklärte aber auch, dass die Untere Naturschutzbehörde Einwände hat. Unter anderem, da, auf dem angrenzenden Gelände wilde und geschützte Apfelbäume, Speierlinge, wachsen.  „Doch wir versuchen für die Schüler etwas rauszuholen.“ Die nächsten Schülerjahrgänge kommen bestimmt. Noch bevor der Neubau fertig ist.

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Wichtiger Termin für den Übertritt: Am nächsten Samstag, 3.02.2018, ist von 10 bis 14 Uhr Tag der offenen Tür in der IGS Kalbach-Riedberg, Carl-Hermann-Rudloff-Allee 11.   http://www.igs-kalbach-riedberg.de/aktuelles/termine/

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Ein Blick in den Neubau

In der Mensa ist eine raumhohe Verglasung geplant

 

Alle Räumlichkeiten sind auch für Kinder mit Handicap problemlos erreichbar

 

Ein „Blick“ in die Sporthalle

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Baupläne/ Repro: h4a Generalplaner GmbH/ Stuttgart

Text: cd

Einbrecher entkommen mit großer Beute

Einbrecher drangen am Montag im Laufe des Tages in ein Haus in der Straße „Am Hopfenbrunnen“ in Kalbach ein und entkamen mit einer großen Beute.

Fest steht bisher nur: Die Diebe kamen im Zeitraum zwischen 8 Uhr und 15 Uhr, gelangten unbemerkt ins Haus, schauten sich nach Wertvollem um und wurden schließlich im Keller fündig. Dort brachen sie einen Metallschrank auf und fanden eine Kiste mit mehreren zehntausend Euro. Mit ihrer Beute flüchteten sie in unbekannte Richtung.

Wie die Einbrecher genau in das Haus gelangen konnten, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Laut Polizei liegen aktuell keine Hinweise auf die Täter vor.

(Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main/ Foto: Archiv)

Temma schließt: „Es ist einfach nur traurig!“

Es ist fast schon alles leer. Im vorderen Bereich sind die Regale abgebaut. Es gibt kein Gemüse, kein Obst, keine Fleischwaren, Wurst und Käsesorten aus biologischer Erzeugung mehr zu kaufen. Nur noch Weine oder einige haltbare Lebensmittel. Bis Samstag duftete noch das frische Brot. Aber auch das ist nun vorbei. Übermorgen ist endgültig Schluss. Rewe wird sieben der bundesweit neun Temma-Filialen schließen. Auch den Markt am Riedbergplatz. Mit dem gehobenen Bio-Konzept hatte der Handelskonzern versucht, die kleinen „Tante-Emma“-Nachbarschaftsläden neu zu beleben, Gastronomie und Kaffeehaus-Atmosphäre inklusive.

„Es ist einfach nur traurig“, sagte eine Kundin, als sie wohl zum letzten Mal hier einen Kaffee trank. Sie sprach davon, dass es nur sehr wenige Möglichkeiten am Riedberg gibt, sich in der Mittagspause oder auf einen kurzen Plausch zu treffen und dazu noch etwas Gesundes zu essen.

Allen Mitarbeitern wird ein Angebot zur Weiterbeschäftigung innerhalb der REWE Group gemacht. Für einen 53-jährigen Angestellten, der sich auch in der vergangenen Woche immer noch bemühte, freundlich und zuvorkommen zu sein, „kommt das nicht in Frage“. Es ist Nachmittag, kurz vor 15 Uhr. Er bedient zwei weitere Kunden und erklärt dann: „Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch und möchte weiter im Gastro-Bereich arbeiten.“ Er war bereits Barista in einem Bio-Cafe mit eigener Rösterei, somit war der Job bei Temma inklusive Speisenangebot „die ideale Kombination“. Hinzu kommt, dass auch für ihn persönlich Qualität und Herkunft eine große Rolle spielen und rund 95 Prozent seiner Lebensmittel bio sind. Nach einer weiteren kurzen Pause, in der er wieder für seine Kunden da ist, schließt er mit den Worten: „Ich bin ein Mensch, der hinter dem stehen will, was er verkauft.“ Selbstverständlich, er setze alles daran, einen solchen Job möglichst bald zu finden. „Doch bis dahin bin ich arbeitslos.“

Rewe, so heißt es, konzentriert das Engagement für Bio-Lebensmittel auf die eigenen Vertriebsformate und wird in seinen Märkten den Ausbau der Bio-Sortimente weiter forcieren. Temma am Riedberg aber schließt.

Sobald MAINRiedberg Informationen über einen Nachmieter erhält, werden wir darüber berichten.

(Foto: cd)

Holocaust-Gedenken – und Bedeutung der Wissenschaft

In diesen Tagen wird weltweit des Mordes an sechs Millionen Juden gedacht. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Rund um diesen Holocaust-Gedenktag erinnern in Frankfurt diverse Veranstaltungen an die Verbrechen des Nationalsozialismus (siehe unten) – es wird aber auch nach vorne, in die Gegenwart und Zukunft geblickt. Im Centre for Dialogue at Campus Riedberg, wo bereits die Holocaust-Überlebende und Frankfurter Ehrenbürgerin Trude Simonsohn zu Besuch gewesen ist, steht heute Abend der Staat Israel und die Bedeutung der Wissenschaft für die Entwicklung Israels im Mittelpunkt. Hier ein kleiner Überblick plus Informationen: 

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Ein Jahrhundert der Wissenschaft

Wissenschaft im Fokus: Im Centre for Dialogue at Campus Riedberg (Zur Kalbacher Höhe 56/ in der Kirche St. Edith Stein) findet am heutigen Montag um 19 Uhr ein Vortrag zum Thema „Ein Jahrhundert der Wissenschaft – Die Bedeutung des Weizmann-Instituts für die Entwicklung Israels“ 
statt. Prof. Dr. Gideon Schreiber vom Weizmann-Institute of Science in Rohovot, Israel, wird den Vortrag in englischer Sprache
 halten. Der Eintritt ist frei. https://cfd-frankfurt.bistumlimburg.de/centre-for-dialogue.html

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Rolle der IG Farben und „Erziehung nach Ausschwitz“

Die Stadt hat der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus bereits gestern in der Paulskirche gedacht. Nach der Gedenkstunde mit Ansprache von Oberbürgermeister Peter Feldmann wurde ein Kranz am Mahnmal für die Opfer der Gewaltherrschaft niedergelegt.

Die Ausstellung „Josef Mengele und die Goethe-Universität“ ist auf dem Adorno-Platz und auf dem Wollheim-Platz des Campus Westend eröffnet. Diese dokumentiert den Lebensweg des KZ-Arztes, seine Tätigkeiten an der Goethe-Universität, seine Verbrechen in Auschwitz-Birkenau sowie seine Flucht nach 1945.

Die Goethe-Universität zeigt von Montag, 29. Januar, bis Freitag, 16. Februar, die Wander-Ausstellung „Die IG Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz“ im Foyer des Präsidiums am Campus Westend, Führungen am 29. und 31. Januar, jeweils um 17 Uhr.

Prof. Dr. Benjamin Ortmeyer von der Forschungsstelle NS-Pädagogik wird in seiner letzten Vorlesung vor dem Ruhestand über die Erziehung nach Ausschwitz und konkret zu „Auschwitz ist kein Spezialthema“ sprechen. Die Holocaust-Überlebende und Frankfurter Ehrenbürgerin Trude Simonsohn wird der Vorlesung als Ehrengast beiwohnen. Donnerstag, 1. Februar, um 18.15 Uhr im Casino, Raum 1.801, Campus Westend.

(Fotos: Bundesarchiv/ Centre for Dialogue)

Hallo, ich bin Leticia

Seit Montag mache ich ein Praktikum hier bei MAIN-Riedberg und es macht mir wirklich viel Spaß. Als 15-Jährige besuche ich im Gymnasium Riedberg die neunte Klasse und aus meinem Jahrgang macht jeder im Moment bis nächste Woche Freitag ein Praktikum.

Im Moment helfe ich dabei, diverse Artikel für die Webseite zu verfassen und auch schon welche für das nächste Magazin. Ich werde mir demnächst von Katja Markert auch erklären lassen, wie man das Stadtteilmagazin gestaltet und werde mir auch die Druckerei anschauen. Bisher haben wir schon einige Interviews geführt und Fotos geschossen. Ich finde es ganz interessant, welche Arbeit hinter solchen veröffentlichten Artikeln steckt, weil ich mir einige Dinge vorher niemals gedacht hätte. Zum Beispiel hat es mich überrascht, dass man als Journalist ab und zu auch mal irgendwelche zufälligen Passanten auf der Straße um ein Interview bittet.

Ich schreibe schon gerne, seit ich klein bin, und wollte ein Praktikum bei MAIN-Riedberg machen, um zu sehen, wie der Tagesablauf beim Beruf des Journalismus so aussieht. Mir gefällt es sehr, dass die Arbeitszeiten so flexibel sind und niemand einem vorschreibt, was man wann und wo zu tun hat, und die Tage somit jedes Mal unterschiedlich sind. Ich schreibe selber gerne und, wenn ich inspiriert bin, schreibe ich hin und wieder an einer eigenen Geschichte. Ich könnte mir gut vorstellen, einen ähnlichen Beruf wie hier eines Tages einmal auszuüben.

Schulplätze, IGS, Wohnen – das sind die Themen im Ortsbeirat

Das Thema Schulplätze wird zum großen Problem. Weit mehr Schüler als einst prognostiziert besuchen schon jetzt die beiden Grundschulen am Riedberg. Die Kapazitäten sind ausgeschöpft – trotz der bereits zugesagten zusätzlichen Container für die Marie-Curie-Schule fürs nächste Schuljahr. Denn in den nächsten Jahren werden noch mehr Kinder als bisher eingeschult, das steht bereits fest. Doch mit wie vielen Schülern muss konkret gerechnet werden? Wie kann man dem Bedarf nachkommen? Und wie sieht es mit den Zahlen für den Übergang auf die weiterführenden Schulen aus, was schon jetzt vielen Eltern Kopfzerbrechen bereitet? Mit all diesen Punkten wird sich der Ortsbeirat am Freitag in der Aula der Grundschule Riedberg beschäftigen und darüber diskutieren. Auch die Bürger können sich zu Beginn der Sitzung zu Wort melden.

Neubau der IGS wird vorgestellt

Zudem wird die Planung für den Bau der neuen IGS vorgestellt. Im Sommer 2017 ist diese in einer Holz-Containeranlage im Westflügel gestartet. In Zukunft soll die Gesamtschule auf ein Areal nahe der U-Bahn-Station Riedberg umziehen, wo bisher die Neue Gymnasiale Oberstufe (NGO) ebenfalls in Containern untergebracht war. Übermorgen werden Vertreterinnen/Vertreter des Amtes für Bau und Immobilien, des Stadtschulamtes und der Hessen Agentur sowie die verantwortliche Architektin das Neubau-Projekt erläutern und Fragen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Ortsbeiratsmitglieder beantworten.

Weitere Themen sind: Standort für weitere Kita im Areal Berghöfe, Betreuungsplätze für den Nachmittag in Kalbach-Riedberg, Begrünung der Steingabionenwand und Betonstützmauer am Gymnasium Riedberg, aber auch Lärmschutz, Wohnen und Abfall.

Ist eine Verbindung zur geplanten Regionaltangente West möglich?

In einem weiteren Antrag geht es um die Planung eines neuen Betriebshofs der Verkehrsbetriebe (VGF)  – und Optionen für neue, effiziente Verbindungen in Richtung Riedberg und Kalbach.

Das heißt im Klartext:  Falls der neue große Betriebshof – wie die FAZ berichtete –  auf ein Gebiet zwischen Riedberg und Niederursel kommen sollte, solle man doch bitte prüfen, ob nicht eine Querverbindung aus unserem Stadtteil zur definitiv geplanten Regionaltangente West möglich ist. Die neue Schienenstrecke soll in Zukunft den Westen des Frankfurter Ballungsraumes besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschließen. Falls also der neue Betriebshof auf einer Fläche unterhalb der Rosa-Luxemburg-Straße oder einer Fläche nordwestlich der A 5 gebaut wird, wäre eine Verbindung zur weiter westlich verlaufenden Tangente (theoretisch) möglich. Nicht nur Pendler würden davon profitieren.

Die nächste Sitzung des Ortsbeirates 12 findet am Freitag um  20 Uhr in der Grundschule Riedberg, Zur Kalbacher Höhe 15, statt.

Die aktuelle Tagesordnung finden Sie unter http://www.stvv.frankfurt.de/parlis2/parlis.php?DOK=TO-O-12

Keine Trüffel im Öl

Olivenöl mit Trüffel-Aroma wird teuer verkauft, enthält jedoch selten echte Trüffel oder natürliches Trüffel-Aroma – das haben jetzt Experten für Molekulare Biowissenschaften vom Campus Riedberg herausgefunden. Die Studie von Wissenschaftlern der Goethe-Universität und des Helmholtz-Zentrums München ist in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Food Control“ erschienen.

Trüffel gehören zu den teuersten Lebensmitteln, weil sie selten sind und auch nur einige Monate im Winter gesammelt werden können. Den weißen Piedmont-Trüffel findet man außer in Italien nur im Karpatenbecken und der schwarze Périgord-Trüffel wächst nur in Frankreich, Spanien und Italien. Für ein Kilo bezahlt man zwischen zweitausend und fünftausend Euro.

Da der Pilz nur begrenzt verfügbar ist und starken Preisschwankungen unterliegt, hat die Lebensmittelindustrie sich an die Entwicklung künstlicher Trüffelaromen gemacht. Diese werden üblicherweise dem Ölivenöl, der Pasta oder bestimmten Käsesorten zugesetzt. Ein Tropfen des Öls auf dem Salat oder Risotto entfaltet einen knoblauchartigen Pilzgeruch. Meisterköche und Trüffelexperten sind sich jedoch einig, dass den künstlichen Aromen die Vielschichtigkeit des echten Trüffelgeschmacks fehlt. Der  Trüffel-Experte Gareth Renowden bezeichnet das künstliche Aroma als „eine Art Comic-Variante – hell und farbenfroh, aber letztlich falsch“.

Juniorprofessor Richard Splivallo, der an der Goethe-Universität Pilze biotechnologisch untersucht, gehört zu den wenigen Experten, die das flüchtige Bouquet von echten weißen und schwarzen Trüffeln ausführlich charakterisiert haben. Deshalb war er auch neugierig auf die Zusammensetzung von künstlichem Trüffel-Aroma. Zusammen mit Kollegen der Goethe-Universität und des Helmholtz-Zentrums in München untersuchte er eine große Bandbreite von Trüffelölen und fand heraus, dass der typische Trüffelgeruch nur auf vier bis sechs Molekülen beruht.

Bei ihrer Untersuchung entlarvten die Forscher auch manchen Etikettenschwindel. Öle, die angeblich natürliches Trüffelaroma enthielten, waren bei der Analyse nicht komplexer als Öle mit künstlichem Aroma. Und Öle, die den Geschmack von schwarzen Trüffeln imitieren sollten, enthielten die gleichen Geschmacksmoleküle wie künstlich aromatisiertes weißes Trüffelöl. Außerdem fanden die Forscher in einigen Ölen Geschmacksstoffe, die natürlicherweise nicht in Trüffeln vorkommen – beispielsweise Dimethylsulfoxid, ein Lösungsmittel, das vermutlich wegen seines knoblauchartigen, an Trüffel erinnernden Geschmacks verwendet wurde.

Deshalb die Empfehlung des Wissenschaftlers: Nur in Maßen zu genießen.

(Foto: andersphoto)