Kategorie: RiedbergNEWS

Turnhalle auf! Sport, Spaß & Spiele für alle

Lust auf Sport, Spaß und Spiele, reichlich Bewegung inklusive? Am Sonntag startet das neue Projekt des Riedberger SV. An mindestens acht Tagen im Jahr 2018 wird ab sofort die Sporthalle des Gymnasiums Riedberg geöffnet sein. Vorstand Gaby Nagel: „Wir bieten kostenloses Programm für alle, egal ob Mitglied,  Nichtmitglied, Anwohner von nah und fern. Alle sind herzlich eingeladen, gemeinsam eine sportlich schöne Zeit zu verbringen.“

Beim ersten Mal sind Tischtennis, Badminton und verschiedene Ballspiele angesagt, plus eine Bewegungslandschaft für die Kleinen (siehe unten). An den weiteren Sonntagen im Mai und Juni gibt es unter anderem Bubble Soccer. Das ist ein Fun-Sport, der ursprünglich aus Skandinavien kommt. Dabei schlüpft jeder Spieler in eine aufblasbare Plastik-Blase, was mit und ohne Kicken großen Spaß macht.

Damit die Hallenkapazität ausreicht und für jeden genug Platz zum Austoben und ausgiebigen Spielen bleibt, werden allen Nichtmitgliedern und Kooperationsmitgliedern eine große, aber begrenzte Anzahl an kostenlosen Eintrittskarten rechtzeitig vor den jeweiligen Tagen zur Abholung zur Verfügung stellen. Das Angebot gilt, bis alle Karten des jeweiligen Projekttages ausgegeben sind. Die Eintrittskarten sind kostenlos erhältlich bei Park Avenue am Riedbergzentrum, Riedberger SV (per Nachrichtenformular reservieren und nach Terminabstimmung abholen) und in einigen Kursen der Kooperationspartner TV Kalbach und TSG Nordwest. An allen Tagen sind auch Kinder und Erwachsene mit Handicap sehr willkommen.

Zum Schluss noch ein Versprechen der Verantwortlichen: „Jeder Tag des Projektes Ballspiele & Bewegung für alle wird anders sein!“ Möglich macht das gemeinnützige Projekt für den Stadtteil die DFL Stiftung. Großer Dank des RSV gilt auch Park Avenue und Stadtdruck für die Unterstützung.

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Das Programm und weitere Termine:

  • Sport und Spaß am 15. April in der Turnhalle Gymnasium Riedberg Programm: 13 – 14 Uhr Fußballspiel für alle von 7-9 Jahre, 14 – 16 Uhr freies Tischtennisspiel, 14 – 16 Uhr freies Badmintonspiel, 15-17 Uhr freies Ballspiel (Kinball, Basketball und mehr), 15-17 Uhr Bewegungslandschaft von 1 – 7 Jahre (mit Mama/Papa)
  • 5. Mai 2018 in der Turnhalle Gymnasium Riedberg (13 – 17 Uhr) Programm: freies Tischtennisspiel, freies Badmintonspiel, Bubble Soccer – zum Ausprobieren für alle, Bewegungslandschaft für Kids von 1 – 7 Jahren (mit Mama/Papa)
  • 3. Juni 2018 in der Turnhalle Gymnasium Riedberg (13 – 17 Uhr) Programm: freies Tischtennisspiel, freies Ballspiel (Basketball und mehr), Bubble Soccer – zum Ausprobieren für alle, Bewegungslandschaft für Kids von 1 – 7 Jahren (mit Mama/Papa)
  • Fünf weitere Termine folgen noch!

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Anmeldung plus Hallenschuhe nicht vergessen und los geht’s!

Weitere Informationen: http://riedberger-sv.de

 

Ein Leben nach Auschwitz

»Ich sehe ihre Nummer am Unterarm und möchte weinen.« (Bärbel Schäfer)
 
Zwei Frauen, zwei Generationen, zwei Erfahrungswelten: Bärbel Schäfer und die 85-jährige Eva Szepesi. Eva, 1932 in Ungarn geboren,  trägt eine tätowierte Nummer auf dem Unterarm.  Sie war elf Jahre, als sie vor den Nazis fliehen musste und nach Auschwitz deportiert wurde. Jeden Mittwoch besucht Bärbel Schäfer die Freundin. Die beiden sprechen über Gewalt, Schrecken und Angst, aber auch über Freundschaft, Toleranz, Respekt. Diese Begegnung löst bei der Journalistin und Moderatorin ein persönliches Nachdenken über die Haltung in der eigenen Familie, ihre Geschichte und den Umgang mit der Vergangenheit aus.
 
In ihrem Buch »Meine Nachmittage mit Eva« spiegelt Bärbel Schäfer  literarisch und auf tief empathische Weise die eigene Lebensgeschichte in den Erzählungen Evas und holt die erschütternden Erfahrungen in die Gegenwart: Evas Gestern trifft auf ihr Heute, ihre Erinnerungen, ihren Alltag, ihre Beobachtungen zur aktuellen Stimmung in unserer Gesellschaft. Ein beeindruckendes Statement gegen das Vergessen und das Schweigen –  in Zeiten des Populismus wichtiger denn je!
   
Die Autorin
Bärbel Schäfer ist bekannt als Moderatorin aus TV und Hörfunk, ausgezeichnet mit der Goldenen Kamera, nominiert für den Deutschen Radiopreis 2017 (Kategorie »Bestes Interview«), Journalistin und Autorin vieler erfolgreicher Sachbücher. Jeden Sonntag ist sie bei hr3 im Gespräch mit einem prominenten Talk-Gast. Bärbel Schäfer ist verheiratet mit dem Publizisten und Fernsehmoderator Michel Friedman und hat zwei Kinder. Die Familie lebt in Frankfurt am Main.

Die Veranstaltung ist am Donnerstag, 19. April, um 19 Uhr in St. Edith Stein, Kalbacher Höhe 56, Riedberg
 
Der Eintritt ist frei!

Zu dieser besonderen Lesung plus Gespräch laden die katholische Kirche St. Edith Stein, die Josua Gemeinde und die evangelische Riedberggemeinde gemeinsam unter der Initiative „Riedberg ökumenisch“

Flyer & Foto: Veranstalter

Riedberg-Tatort kommt – und Sonne!

Endlich keine Kälte mehr. Endlich wieder Sonne! Dieses Wochenende wird aus verschiedensten Gründen entspannend und spannend zugleich. Die Temperaturen knacken heute und morgen die 20-Grad-Grenze, selbst am Feldberg werden es voraussichtlich 16 Grad. Ein weiterer Pluspunkt: Morgen Abend ist endlich Tatort-Time. „Unser“ Tatort wird in der ARD zur üblichen Zeit um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Es ist die Folge, die im März vergangenen Jahres unter anderem hier am Riedberg gedreht wurde und den Titel „Unter Kriegern“ trägt. Es wird auch Public Viewing hier im Stadtteil geben. Die IG Riedberg lädt in den Stadtteiltreff „Dessauer“ im Jugendhaus (Friedrich-Dessauer-Straße). Los geht es dort bereits um 19.30 Uhr.

Das ist die Story

In den Kellerräumen eines Sportleistungszentrums wird die Leiche des kleinen Malte gefunden. Betroffen beginnen die Frankfurter Hauptkommissare mit den Ermittlungen. Schnell finden sie heraus, dass sich der Hausmeister des Sportleistungszentrums, Sven Brunner, öfter mit Malte abseits des Zentrums getroffen hat.

Dann gibt es aber noch einen weiteren Handlungsstrang. Das Sportzentrum wird vom Trainer Joachim Voss äußerst streng und leistungsorientiert geführt – er strebt einen hohen Funktionärsposten an. Auch bei seinem zwölfjährigen Stiefsohn Felix legt Voss großen Wert auf allerhöchstes Niveau, sowohl beim Sport als auch in der Schule. Felix Mutter Meike kann sich gegen die verbalen und körperlichen Demütigungen ihres Ehemanns Joachim kaum wehren – bei denen auch Felix mitmacht. Die beiden „Männer“ haben sich gegen sie verbündet. Voss kontrolliert und manipuliert Meike und Felix, indem er Aggressionen schürt und Angst verbreitet, die letztlich in Gewalt münden.

Der Tatort mit den Frankfurter Hauptkommissaren Anna Janneke und Paul Brix wurde unter anderem am Riedberg gedreht

Die Schauplätze am Riedberg

Der Tatort mit die Hauptdarstellern Margarita Broich und Wolfram Koch als Ermittler wurde unter anderem am Gymnasium, im Kätcheslachpark und an der U-Bahnstation Riedberg gedreht. Einige Schauplätze werden wir als Zuschauer kaum Wiedererkennung, weil sie mit anderer Funktion in die Story eingebettet wurden und zeitweise umgestaltet worden sind. Wer zufällig zur Zeit der Dreharbeiten im Riedbergzentrum einkaufen war, wird sich erinnern: In der Passage zwischen den Geschäften war die Auslage eines Waffengeschäfts aufgebaut, in die einer der jungen Hauptdarsteller blickte. Mehr wird nicht verraten…

Ihre Meinung ist gefragt!

„Unter Kriegern“ ist aktuell und zeitlos. Es geht um extremen Leistungsdruck und Einsamkeit. Über den immensen Druck hat kürzlich auch Ex-Fußballnationalspieler Per Mertesacker gegenüber dem Spiegel gesprochen. Er erzählte, wie er vor jedem Spiel Brechreiz bekam. Wie schnell gute Spiele vergessen sind, wenn nur ein Spiel schlecht läuft. Wie auch Männer wie er es nicht wagen, eine Schwäche zu zeigen.

Wie aber gefällt Ihnen, liebe RiedbergerInnen, dieser Tatort? Was empfinden Sie, was sagen Sie dazu, wie unser Stadtteil in die Story eingebettet ist? Schreiben Sie uns doch gerne unter mail@main-riedberg.de  

Ihre Meinung und Kritik ist gefragt!

Sendung: Das Erste, 8.4.2018, 20.15 Uhr

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Fotos (3): Hessischer Rundfunk/ ARD

Brandstiftung in Riedberg und Kalbach

In der vergangenen Nacht musste die Feuerwehr zwei Mal in unserem Stadtteil tätig werden. Auf einer Baustelle im Riedberger Westflügel sowie in der Talstraße in Kalbach hat es heute Morgen um 1.43 Uhr beziehungsweise um 2.45 Uhr gebrannt. Beschädigt wurden dabei ein Bagger und zwei Gartenhütten. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Zeugen hatten das Feuer auf einer Baustelle im Hermann-Mäckler-Ring gemeldet. Der in voller Ausdehnung brennende Bagger wurde mit einem Hohlstrahlrohr abgelöscht. Wie genau das Feuer entzündet wurde, ist nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Brände in Kalbacher Kleingärten

Rund eine Stunde später brannten zwei Gartenhütten in einer Kleingartenanlage in Kalbach, die nicht unmittelbar nebeneinander standen. Das Feuer wurde von den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Kalbach gelöscht. Dabei verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht an der Hand. Eine der Hütten brannte vollständig nieder, bei der zweiten wurden Innenraum und Dach stark beschädigt.

In der vergangenen Nacht wurde die Feuerwehr Frankfurt auch noch zu einem brennenden Porsche am Mainkai und einem Küchenbrand in Sachsenhausen gerufen. Der insgesamt entstandene Schaden aller Brände kann nicht beziffert werden. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Informationen: Polizei Frankfurt/ Feuerwehr/ Foto: MAINRiedberg

 

So feiert der Riedberg OSTERN

Der Osterhase wird womöglich etwas frösteln – der Wetterdienst hat (leider) Wolken, Schauer und Temperaturen zwischen acht und zehn Grad angesagt. Aber schön wird dieses Osterfest ganz bestimmt, besonders hier bei uns am Riedberg. Die IG Riedberg beispielsweise veranstaltet auch in diesem Jahr wieder ein Osterfeuer. Das Osterfeuer, für dessen Betreuung die Freiwillige Feuerwehr aus Kalbach gewonnen werden konnte, findet am Samstag auf der Brachfläche südlich der Konrad-Zuse-Straße statt und wird nach Sonnenuntergang entzündet. Skyline-Blick ist sozusagen inklusive.

Großes Osterfeuer nach Sonnenuntergang

Das erste Holz liegt bereits an Ort und Stelle. Die IG bittet alle, die Baumschnitt übrig haben, noch etwas hinzuzulegen. Es gibt auch wieder Stockbrot, das an kleinen Brennschalen gebräunt wird. Die Villa Belvedere sorgt für die Verpflegung.

Ab 18.30 Uhr gibt es Essen und Getränke, die Kinder können mit dem Stockbrotbacken beginnen. Gegen 19.30 Uhr kommt die Freiwillige Feuerwehr Kalbach und wird nach dem Sonnenuntergang das große Feuer entzünden (gegen 20.30 Uhr). Das Feuer wird gegen 23.30 Uhr gelöscht.

Ab Ostermontag wird es langsam Frühling

Während es heute ziemlich kalt und nass wird und morgen immerhin einen Tick wärmer, soll der Samstag noch bewölkt, aber zunehmend trocken werden. Für Ostersonntag ist keine wirkliche Besserung in Sicht. Hoffnung gibt es für die Tage danach: Ab Ostermontag soll es milder werden. Im Laufe der Woche, so sagen die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst voraus, könnte sich langsam der Frühling durchsetzen.

Die Gottesdienste an Ostern

Wo werden an Ostern Gottesdienste und Andachten gefeiert? Hier ein kleiner Überblick:

Die Evangelische Riedberggemeinde feiert an Karfreitag um 11 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl, parallel findet ein Kindergottesdienst für Kinder ab dem Vorschulalter statt. Karsamstag: 22 Uhr Gottesdienst zur Feier der Osternacht mit einem kleinen Osterfeuer neben der Kirche. Ostersonntag beginnt ein Gottesdienst für Kinder und Erwachsene um 11 Uhr. Nach dem Gottesdienst dürfen die Kinder versteckte Ostereier suchen.

Katholische Gemeinde St. Edith Stein: Karfreitag um 11 Uhr ist Kreuzwegandacht für Kinder und Familien, um 15 Uhr Liturgiefeier. Am Karsamstag um 21 Uhr ist Feier der Osternacht, Ostersonntag um 11 Uhr Familiengottesdienst.  Anschließend werden Ostereier gesucht.

Josua-Gemeinde: Ostersonntag, Gottesdienst 10.30 Uhr, Aula der Riedbergschule, Zur Kalbacher Höhe 15.

Frankfurt Connect: Ostersonntag, 11 Uhr, Osterbrunch, Familienzentrum Billabong, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b, um Anmeldung wird gebeten.

MAINRiedberg wünscht wunderbare OSTERN!

Fotos: drubig-Foto, sonnee101

Diese Lady malt mit Wein

Jeder Wein erzählt eine Geschichte. Er lässt Bilder in unseren Köpfen entstehen und ruft Assoziationen hervor – die Hobbymalerin Jana Zahn, 38 Jahre alt, macht das in ihren Bildern sichtbar.

Die Riedberger Tagesmutter und leidenschaftliche Zeichnerin kreiert wunderschöne Bilder mit Wein, die ab sofort in der neuen Weinbar in der Altenhöferallee (Nähe Riedbergzentrum) bewundert werden können. Am besten bei einem schönem Glas Wein.

Zu dem Gespräch mit der Hobbymalerin treffe ich mich in Ihrer Wohnung. Die ursprünglich aus Mecklenburg-Vorpommern stammende Jana hat nun ihr neues Zuhause auf dem Riedberg gefunden.

In der ganzen Wohnung spürt man ihren Sinn für Ästhetik, die Liebe zum Detail, die vielen Interessen. Überhaupt ist Jana Zahn eine Frau mit unterschiedlichen Facetten. Die Tagesmutter, die auf dem Bauernhof aufgewachsen ist, hat eine Ausbildung als Zootierpflegerin abgeschlossen, ist leidenschaftliche Köchin, bastelt und malt. Alle ihre unterschiedlichen Interessen haben dabei einen gemeinsamen Nenner: Es geht stets um Genuss, Leidenschaft und Ästhetik.

„Der Gaumen ist die Lust des Lebens“, pflegte die Großmutter der Hobbykünstlerin zu sagen. Die Aura dieser Lust des Lebens umgibt die Künstlerin und wird in ihren Bildern sichtbar…

Ihre neuste kreative Erfindung – zeichnen mit Wein!

Wie kam die Künstlerin auf die Idee, mit Wein zu zeichnen?

„Ursprünglich begann alles mit einem Missgeschick. Ich besuchte Freunde in ihrer neu renovierten Wohnung und trank beim Gespräch ein Glas Wein. Leider rutschte mir das Glas aus der Hand, sodass ein Spritzer von dem Wein auf der frisch gestrichenen Wand landete. Das war mir natürlich unangenehm. Am nächsten Tag rief mich die Freundin an und war absolut begeistert von der Farbe, die durch den Wein auf der Wand entstanden ist.“ Ein schönes Beispiel, wie aus einer scheinbar unangenehmen Situation etwas Schönes erwachsen kann…

Doch zunächst verfolgte Jana Zahn die Idee nicht weiter. Erst Jahre später, und zwar vor einigen Wochen, als sie einen südafrikanischer Wein probierte, wurde die Idee mit Wein zu zeichnen geboren.

„Der Wein ist wie ein Kuss“, dachte die Hobbymalerin beim ersten Schluck des südafrikanischen Weins. Dann kam die Frage: Was macht eigentlich der Wein mit mir? So entstanden Bilder in ihrem Kopf, die auf dem Papier sichtbar wurden.

Die Technik der Bilder ist dabei immer die Gleiche – das Weinglas wird mit einem Bleistift gezeichnet, weitere Motive mit dem Wein. Dabei können unterschiedliche Weine unterschiedliche Farbnuancen kreieren, so dass auf Wunsch ein Bild mit dem Lieblingswein gezeichnet werden kann. Eine tolle Geschenkidee im Übrigen.

So wird jeder Wein zu einem Kunstwerk…

Die Zeichnungen sind wunderschöne Motive, die in einer spielerischen Weise Momente des Genusses einfangen. Mit Wein gezeichnet, entstehen wunderschöne Momentaufnahmen, die Lebensfreude und eine gewisse Leichtigkeit und Verspieltheit ausstrahlen. Genau das Richtige, um sich auf den Frühling einzustimmen…

Text: Monika Nowicka

Fotos: MAINRiedberg

Streik: Mittwoch stehen viele Bahnen still

Die erwarteten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr treffen auch die U-Bahnen und Straßenbahnen in Frankfurt. Die Gewerkschaft hat angekündigt, dass am kommenden Mittwoch (28. März) von Betriebsbeginn an alle neun U-Bahn-Linien und zehn Straßenbahnlinien bestreikt werden. Gleichzeitig ist während der gesamten Osterferien der S-Bahn-Tunnel in Frankfurt wegen Bauarbeiten gesperrt.

Das Bestreiken der U-Bahn wird viele Frankfurter gerade auch auf dem Weg zur Arbeit treffen. Viele erwarten, dass durch den Streik und die zeitgleiche Sperrung des S-Bahn-Tunnels der öffentliche Nahverkehr fast zum Erliegen kommt.

Planmäßig verkehren werden die Regionalzüge und S-Bahnen, letztere nach dem Baustellenfahrplan. Das bedeutet, dass mit ihnen innenstadtnahe Stationen wie Hauptbahnhof, Westbahnhof, Ostbahnhof und Südbahnhof zuverlässig erreichbar sind. Voraussichtlich werden auch die Buslinien verkehren, denn deren Fahrerinnen und Fahrer sind nicht im öffentlichen Dienst angestellt. Sie können allerdings nicht als Ersatz für innerstädtische Bahnlinien dienen, die pro Zug mehreren hundert Fahrgästen Platz bieten. Einige wichtige Verbindungen können sie aber bedienen. Die Buslinien 30 und 36 beispielweise verbinden Sachsenhausen und Lokalbahnhof mit der Konstablerwache und Bad Vilbel beziehungsweise dem Westbahnhof. Die „Tangentiallinien“ 32 und 34 schlagen im Norden der Innenstadt weite Bogen von Ost- zu Westbahnhof und von Bornheim zur Mönchhofstraße. Die Linie 64 nach Ginnheim stellt eine Verbindung vom Hauptbahnhof zur Alten Oper und damit in die Innenstadt dar; sie verkehrt wegen der S-Bahn-Tunnelsperrung häufiger.

Hier finden Sie aktuelle Streik-Informationen

Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und die VGF empfehlen allen, die am kommenden Mittwoch nicht auf den Nahverkehr verzichten können, sich möglichst kurz vor Fahrtantritt noch einmal aktuelle Informationen einzuholen. Man erhält sie über die Radiosender, am RMV-Servicetelefon 069/24248024, das rund um die Uhr erreichbar ist, im Internet http://www.rmv-frankfurt.de ,  http://www.vgf-ffm.de und in den sozialen Medien http://www.facebook.de/VGFffm , http://www.twitter.com/vgf_ffm .

Informationen: Presse.Info Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

Sportplatz-Erweiterung erst Ende 2020?

Die Details stehen jetzt fest: Die von Sportlern und den beiden Vereinen SC Riedberg und Riedberger SV schon lange ersehnte Sportplatz-Erweiterung östlich der Altenhöferallee kommt – aber voraussichtlich nicht vor Ende 2020. Das geht aus der Ausschreibung und dem Amtsblatt des Grünflächenamtes hervor. Die Anlage, die direkt gegenüber der bisherigen Sportanlage gebaut wird, wird ein Großspielfeld aus Kunstrasen, eine Rundlaufbahn mit vier Spuren sowie Kleinspielfelder, Erschließungsflächen plus Parkplätze erhalten. Ein Schwerpunkt wird also auf Leichtathletik und Fußball liegen.

Vor Baubeginn müssen allerdings noch Baugrunduntersuchungen, Kampfmittelerkundungen und bodendenkmalrechtliche Erkundungen durchgeführt werden. Vorübergehend befand sich auf dem Grundstück eine Kita, deren Container bereits zurückgebaut sind. Unmittelbar neben dem Sportplatz-Areal haben aktuell bereits Bauarbeiten begonnen. Hier wird in denn nächsten Monaten ein breiter Grünstreifen und unter anderem ein großer Spielplatz zum Thema „Bauernhof“ entstehen.

Planung ruhte wegen des Feldhamsters

Die Planungen laufen schon einige Jahre, ruhten aber wegen des Feldhamsters. Zur Erinnerung: Naturschützer mussten erst untersuchen, ob in diesem Bereich geschützte Feldhamster leben. Als sich herausstellte, dass nur noch zwei Männchen zu finden sind, die wiederum nur in einer Erhaltungsstation gerettet werden können, gab es grünes Licht.

Laufbahn, Groß- und Kleinspielfelder, Umkleiden und Parkplätzen – so sieht die geplante Sportplatz-Erweiterung aus

Im Laufe des Jahres 2018 sollen die Voruntersuchungen erledigt sein, so dass die notwendigen bau- und finanzrechtlichen Genehmigungen bis Frühjahr 2019 vorliegen. Explizit heißt es: Baubeginn ist für den September 2019 vorgesehen. Die Baufertigstellung ist für den Dezember 2020 geplant. Es wird also noch dauern…

Fotos: Archiv

Tolle Bilanz für den Eltern-Kind-Treff

Eine junge Mutter ist erst vor kurzem hierhergezogen. Sie fühlt sich am Riedberg noch nicht zuhause  – und ist umso glücklicher, „hier Kontakte zu knüpfen“. Andere kommen aus Ginnheim in die Riedbergallee, aus der Nordweststadt, Kalbach, Nieder-Eschbach und weiteren Stadtteilen. Manche leben noch nicht lange in Deutschland. „Es sind auch fast immer Väter mit Kindern da“, freut sich Noshaba Helmand, ehrenamtliche Helferin im Eltern-Kind-Treff des Kinderschutzbundes. Es sind zudem Pädagoginnen vor Ort, die mit den Eltern über Erziehungsthemen oder Alltagssorgen sprechen. Das Angebot wird ergänzt durch Informationen rund um die Themen Gesundheit, Ernährung und Erziehung.

Kleine „Geburtstagsfeier“ am 29. März

Ein Ort der Begegnung, eine Möglichkeit für Austausch und Gespräche, während die Babies und Kleinkinder bis drei Jahren spielen, betreut werden oder einfach erst mal die Welt außerhalb von ihrem Zuhause bestaunen und erkunden – all das möchte der Treff im Erdgeschoss des Wohn- und Geschäftshauses sein, den eine gemeinnützige Stiftung unterstützt. Exakt vor einem Jahr wurde die Einrichtung eröffnet und feiert am 29. März eine kleine „Geburtstagsfeier“. Natürlich mit Mamas, Papas, vor allem den Kindern plus leckeren Kuchen und Speisen, die Eltern mitbringen wollen. Den Kindern gefällt womöglich die blaue Spiel-, Kletter- und Krabbellandschaft im hinteren Teil des Treffs noch besser. Oder die Bälle und Bobby-Cars.

Eine Weltkarte mit Herz: Hier haben die BesucherInnen ihre Heimatländer gekennzeichnet

„Wir sind von Anfang an gut im Stadtteil aufgenommen worden. Auch im Sommer waren wir überraschenderweise immer gut besucht“, zieht Claudia Lukaschek, Leiterin des Eltern-Kind-Treffs, eine positive Bilanz. „Über das Jahr verteilt haben wir im Durchschnitt 21 Kinder, 18 Mütter, zwei Väter und zwei Großeltern zu Besuch.“ Es gab aber auch schon Tage mit 36 Eltern und 41 Kindern. Bei so vielen großen und kleinen Menschen müssen alle noch mehr Sorgfalt walten lassen, noch mehr aufpassen.

An der Wand hängt eine Weltkarte, mit vielen roten Herzen. Die Herzen haben die Besucher auf ihre Heimatländer geklebt. „Hier sehen Sie, wie wunderbar gemischt wir hier sind und aus welchen Ländern Eltern zu uns kommen“, lautet die Erklärung. Im vergangenen Jahr aus 52 Staaten, unter anderem den Ländern Japan, Korea, China, Thailand, Singapur, Pakistan, Iran, Kasachstan, USA, Türkei, Algerien, Libyen, Bosnien, Marokko, Spanien, Griechenland, Ungarn, Polen, Schweden, Peru, Mexiko, Äthiopien, Tunesien und Afghanistan.

Zieht eine sehr positive Bilanz: Claudia Lukaschek, Leiterin des Eltern-Kind-Treffs (hier mit einer „Babylotsin“ des Frankfurter Kinderschutzbundes)

„Die Rückmeldungen der Eltern sind durchweg positiv.“ Sie genießen es, dass der Treff so lange und regelmäßige Öffnungszeiten hat, dass sie unangemeldet kommen können und immer Getränke und etwas zum Essen bereit steht. Die Eltern sitzen am großen Tisch, füttern die Kinder und kommen ganz ungezwungen ins Gespräch. Neu zugezogene Eltern bekommen schnell Anschluss.

Eltern besorgt über fehlende Betreuungsplätze

Immer wiederkehrende Themen der Eltern sind die Betreuungsplätze, die am Riedberg und in zahlreichen anderen Stadtteilen fehlen, und die Unsicherheit, die damit verbunden ist. Nicht zu wissen, wann die Arbeit oder das Studium wieder aufgenommen werden kann.

Auch hier will man zuhören und versucht, Hilfestellung zu leisten. Das Angebot im Eltern-Kind-Treff reicht aber über pädagogische Beratung hinaus und einige Helfer sind ehrenamtlich dabei. Wie Noshaba, die selbst vier Kinder hat und meint, dass zuhause natürlich „immer viel zu tun ist“. Aber hier, mit Mamas, Papas, Omas oder Opas plus Kleinkindern, hilft sie gerne mit und hier wird sie gebraucht.

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Eltern-Kind-Treff Riedberg
Riedbergallee 15
(Haltestelle U8/U9 Uni Campus Riedberg)
Öffnungszeiten Mo.-Fr. von 9.30 bis 13 Uhr

Das Angebot ist kostenlos.

Weitere Informationen unter www.kinderschutzbund-frankfurt.de

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Fotos: MAINRiedberg/ Archiv

Eine dritte Grundschule rückt näher

Diese Aussage mag vielleicht im Bildungsdezernat keine große Freude auslösen, aber zahlreichen Eltern hier am Riedberg könnte ein erster Stein vom Herzen plumpsen. Am Freitag Abend, bei der monatlichen Ortsbeiratssitzung, ging es nicht nur um einen Eilantrag von FDP und Grünen für eine dritte Grundschule – Ortsvorsteherin Carolin Friedrich erklärte auch: Die verantwortlichen Stellen der Stadt seien sich der Problematik bewusst und arbeiten mit Hochdruck an einem Ausbau der Grundschulkapazitäten. Und man sei nicht sonderlich glücklich darüber, dass die dritte-Grundschul-Frage vorzeitig durchgesickert sei.

Fest steht auch: Dezernentin Sylvia Weber wird „am 15. Juni in den Ortsbeirat kommen, um eine Gesamtlösung für die Kita- und Schulsituation vorzustellen“. Das hat Jetta Lüdecke, Sprecherin des Dezernats für Integration und Bildung, bestätigt. Nicht ausgeschlossen ist, dass auch weitere involvierte Experten, etwa auch vom Dezernat für Bau und Immobilien, anwesend sind und für Fragen zur Verfügung stehen. Die Sitzungen des Ortsbeirates sind öffentlich.

„Na, da gehen wir hin“, erklärte Barbara Günther, Elternbeiratsvorsitzende der Marie-Curie-Schule auf MAINRiedberg-Anfrage. Die Elternvertreter hatten seit mehr als einem Jahr dargelegt, dass die 2014 eröffnete Einrichtung „aus allen Nähten platzt“. Trotz bereits genehmigter vier neuer Pavillons. Denn die Schule ist für rund 400 Kinder erbaut und hat bereits ab Sommer mehr als 600 Schüler. Die Ganztagsbetreuung sei unter solchen Bedingungen aus pädagogischer Sicht nicht mehr vertretbar und „meiner Meinung nach nicht mehr möglich“ – wenn nicht schnell Lösungen gefunden werden. Aber auch daran wird gearbeitet.

Schülerzahlen übertreffen immer wieder bisherige Prognosen

Hinzu kommt: Die Zahlen übertreffen immer wieder alle bisherigen Prognosen. Die erste Grundschule hat bereits jetzt keine Kapazitäten mehr und das wird sich in den nächsten Jahren nicht ändern. Die Zahlen von Kindern, die theoretisch im Einzugsbereich der zweiten Grundschule wohnen, explodieren förmlich. Für rund 100 Erstklässler pro Jahr war sie geplant, 2021 wären es laut bisheriger Statistiken 203 (!) Abc-Schützen. Ein weiterer Aspekt: Das Bau-Quartier Westflügel rund um die Schule ist noch lange nicht fertig und der Riedberg ist gerade bei jungen Familien beliebt.

Die Marie-Curie-Schule wird im Herbst um vier Pavillons erweitert – doch auch das wird den Bedarf nicht decken

Die Elternvertreter der Marie-Curie-Schule hatten bereits eine Unterschriften-Aktion für eine dritte Grundschule gestartet und über weitere Aktionen gesprochen. Jetzt wisse man die neuen Planungen des Bildungsdezernates sehr zu schätzen und wolle die Unterschriften-Aktion „im Tenor etwas abändern“, aber weiterführen. Barbara Günther: „Wir wollen weiter dranbleiben und signalisieren: Wir lassen nicht ab!“

Ortsbeirat wird in Planungen einbezogen

Der Eilantrag bezüglich dritter Grundschule wurde am vergangenen Freitag übrigens nicht mehr in die aktuelle Tagesordnung aufgenommen, gemeinsam mit zwei weiteren Tischvorlagen. Eine Zwei-Drittel-Mehrheit dafür fehlte – womöglich auch vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen.

In einer Stellungnahme für den Ortsbeirat unseres Stadtteils hat die Stadt nochmals betont: „Der Magistrat arbeitet an dem Thema und wird den Ortsbeirat 12, sobald ein tragfähiger Lösungsansatz gefunden ist, einbeziehen.“

Fotos: Archiv (drubig-Foto)/ MAINRiedberg