Kategorie: RiedbergNEWS

Vollsperrung zwischen Kalbach und Bonames

Ab morgen bis Freitag, 27. September, kommt es wegen des Ausbaus eines Radwegs in der Straße „Am Martinszehnten“ in Höhe des Garten-Centers zu einer Vollsperrung. Eine Umleitung erfolgt über Züricher Straße, Berner Straße, Ben-Gurion-Ring und umgekehrt. Radfahrer und Fußgänger können die Baustelle passieren.

Die Buslinien werden umgeleitet

Die Buslinien 29 und n4 umfahren den gesperrten Bereich. Zwischen Kalbach und Bonames verkehren die Busse ab der Heinrich-Lanz-Allee über die Züricher Straße zum Ben-Gurion-Ring und zurück auf ihrem Linienweg. Durch die Umleitung verlängert sich die Fahrtzeit der Busse um wenige Minuten.

Weitere aktuelle Verkehrsinformationen unter http://www.mainziel.de

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

Spielmobil auf dem Riedbergplatz

Hier ist ab heute Spiele-Spaß garantiert: Noch bis 20. September und auch in der nächsten Woche vom 23. bis 27. September, montags bis freitags in der Zeit von 14 Uhr bis 18 Uhr, hält ein Spielmobil auf dem Riedbergplatz.

Das Spielmobil-Team baut Hüpfkissen, Rollenrutsche und viele Kleinspielgeräte auf. „Die Kinder können das umfangreiche Spielmobilangebot nutzen und einen schönen Nachmittag verbringen“, heißt es bei den Veranstaltern vom Abenteuerspielplatz Riederwald e. V.

Apropos Abenteuerspielplatz: Inzwischen gibt es drei dieser pädagogisch betreuten Spielplätze in Frankfurt, die der Verein in mehr als vier Jahrzehnten aufgebaut hat, weitere Veranstaltungen inklusive.

So werden graue Straßen und Plätze zu „Spielstraßen“

Seit 1985 sind auch Spielmobile unterwegs und in Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt am Main sorgt diese dafür, dass Straßen – zumindest zeitweise – wieder zum Spielen genutzt werden können. „Das ist unsere eigentliche Aufgabe, wir bringen uns und unsere Spielmöglichkeiten zu den Kindern Frankfurts.“

Das ist aber noch nicht alles. Wer nicht die ganzen Sommerferien in Urlaub fahren kann, hat sicher schon mal die “Mainspiele” und “Opernspiele” besucht – ebenfalls veranstaltet vom Spielmobile-Team.

Weitere Informationen unter www.abenteuerspielplatz.de

Foto: Veranstalter

Chancen auf Skatepark steigen plötzlich

Erst kam ein klares und unmissverständliches „Nein“ von der Stadt – jetzt scheinen die Chancen für  die Skatepark-Initiative von Riedberger Teenagern plötzlich zu steigen. In einer aktuellen Stellungnahme, die MAINRiedberg vorliegt, heißt es: „Der Magistrat begrüßt den Vorschlag zur Errichtung eines Skater-Parcours auf dem Riedberg.“ Die in der Anregung gemachten Standort-Vorschläge müssen „mit Blick auf die zu erwartenden Lärmemissionen und die Belange des Landschaftsschutzes“ intensiv geprüft werden. Die Prüfung möglicher Standorte und Alternativen kann allerdings erst zum Jahresende erfolgen, aufgrund fehlender Kapazitäten im zuständigen Fachamt.

Appell an andere Jugendliche und Bitte um Unterstützung

Als er von dieser neuen Entwicklung erfahren hatte, sagte Sebastian Reißmann (11), der Initiator einer Skatepark-Petition, spontan nur: „Das ist cool, dass die Antwort der Stadt jetzt positiver ausfällt.“ Nun hoffen seine Freunde und er, „dass es doch noch klappt“. Zudem haben sie bereits Kontakt zu einem Stadtverordneten aufgenommen und möchten darum bitten, bei einer Ortsbegehung möglicher Standorte im Stadtteil dabei sein zu können. Vielleicht mithilfe des Ortsbeirates. Zur nächsten Sitzung am Freitag (siehe unten) wollen sie kommen und in der Bürgerfragestunde nochmals ihr Anliegen vorbringen. „Es wäre natürlich gut, wenn da noch andere Jugendliche sind und uns unterstützen.“

MAINRiedberg berichtet im aktuellen Magazin ausführlich über die Anliegen der älteren Kids und Jugendlichen. Mit der Frage: „Wo ist Platz für uns?“

Zum Hintergrund: Riedberg ist der jüngste Stadtteil Frankfurts mit immer noch steigenden Kinderzahlen. Es gibt 19, meist neue und wunderschöne Spielplätze – aber kaum Platz für Jugendliche. MAINRiedberg hat auch im aktuellen Magazin ausführlich darüber berichtet. Auf der öffentlichen Plattform der Stadt „FFM – Frankfurt fragt mich“ hatte Sebastian eine Petition für einen Skatepark angestoßen, bei der er 300 Unterschriften, also weit mehr als die notwendigen 200, erreichte. Er kämpft für einen Skatepark im kleineren Format, mit Rampen und Co. für Biker und Boarder, aber nicht zu groß und aus seiner Sicht realisierbar.

In einer ersten Antwort der Verwaltung, die in den Sommerferien kam, nannte man den Wunsch der Jugendlichen „berechtigt und nachvollziehbar“. Es gebe aber aus verschiedenen Gründen keine Aussicht auf Genehmigung.

Gibt es auch Chancen für einen Pavillon für Jugendliche?

Nun die halbe Rolle rückwärts. Auf ein ähnlich positives Signal hoffen einige Ortsbeiräte in Sachen Pavillon für Jugendliche. Diese Idee wurde ebenfalls im Gespräch mit Jugendlichen, unter anderem Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Riedberg, entwickelt. So ein Pavillon, möglichst etwas abseits in einem der Parks, sollte ein „Rückzugsort“ für die Teenager, aber auch alle anderen RiedbergerInnen sein. Auch hier war die Haltung der Stadt bisher ablehnend.

Zum Pavillon für die Jugend gibt es nun einen neuen Antrag der SPD auf einen Ortstermin. „Dazu wäre es gut, wenn viele Jugendliche auch in die nächste Sitzung kommen“, erklärt Jörg Rohrmann vom Ortsbeirat.

Die Ortsbeiratssitzung findet am Freitag, 13. September, um 20 Uhr im Winfriedhaus der Kath. Gemeinde St. Laurentius in Kalbach statt, Adresse Am Brunnengarten 9.

Weitere Informationen unter www.frankfurt.de 

Fotos: PeVe Horn/ MAINRiedberg

 

 

Hilfe & Tipps: Neuer Treff für „Digitale Senioren“

Sie sind immer noch fit, möchten aber in puncto Computer & Co. noch fitter werden? Demnächst startet ein neues Angebot in unserem Stadtteil, der Computertreff „Digitale Senioren“. Das Projekt richtet sich an Senioren 60+, „die wir im Umgang mit dem PC, dem Laptop und dem Smartphone unterstützen möchten“, erklärt Sabine Fiedler vom Mehrgenerationenhaus Billabong am Riedberg.

Tipps von Word bis Online-Banking – das sind die Themen

Der digitale Wandel ist unaufhaltbar und Senioren, die nicht mehr im Arbeitsprozess stehen, sind oft davon ausgeschlossen. So führt die Unwissenheit oder das Zögern im Lernen neuer Dinge gerade in dieser Generation auch oft zu Einsamkeit.

Der offene Treff „Digitale Senioren“ soll dazu beitragen, Hemmschwellen vor neuen Medien abzubauen und den Umgang damit zu erleichtern, offene Fragen zu klären und einfach auch Zeit in einer Gemeinschaft mit gleichen Anliegen zu verbringen. Es werden spezielle Themen wie zum Beispiel die Erstellung eines Word Dokumentes oder auch einer Excel-Tabelle erklärt. Der Umgang mit dem Internet oder auch das Online-Banking können ein Thema sein. Die Verwendung von WhatsApp oder anderen Kommunikationsplattformen ist ein weiteres Thema. Die Senioren können die Inhalte selbst mitbestimmen. In kleineren Gruppen oder Einzelgesprächen kann auch auf spezifische Dinge eingegangen werden.

Der Computertreff startet am 16. Oktober von 15 – 17 Uhr im Familienzentrum und Mehrgenerationenhaus Billabong, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b, Frankfurt-Riedberg. Das Angebot ist kostenfrei, findet einmal pro Monat statt und kann ohne vorherige Anmeldung besucht werden. 

Der Treff wird von ehrenamtlichen Helfern durchgeführt, die auf verschiedene Expertisen im Bezug auf die Nutzung digitaler Medien verweisen können. In der Auftaktveranstaltung stellt sich das Team vor und sammelt die Wünsche und Anliegen an den Treff. Es wird Kaffee und Kuchen geben und Zeit für einen ersten Austausch sein. Eine Anmeldung hierfür ist nicht erforderlich. Es stehen Laptops und Tablets zur Verfügung. Es können aber auch die eigenen Geräte mitgebracht werden.

Weitere Informationen unter www.billabong-family.de

Der neue Computertreff für Senioren startet Mitte Oktober im Familienzentrum Billabong

Grafik & Informationen: Mehrgenerationenhaus Billabong

Frankfurt wächst weiter – Riedberg am schnellsten!

Zum Stichtag 30. Juni 2019 waren insgesamt 752.321 Einwohnerinnen und Einwohner im Melderegister der Stadt verzeichnet. Bereits am 18. Februar hatte die Stadt die 750.000er-Marke geknackt. „Das durchschnittliche Bevölkerungswachstum beläuft sich derzeit auf rund 25 Neu-Frankfurterinnen und -Frankfurter täglich“, berichtet der für die Frankfurter Statistik zuständige Dezernent, Stadtrat Jan Schneider. „Nach unseren Hochrechnungen werden im Mai oder Juni nächsten Jahres voraussichtlich mehr als 760.000 Menschen in der Stadt leben. Dieses Wachstum stellt uns weiterhin vor große Herausforderungen, weil wir zum Beispiel zusätzliche Plätze an Schulen bereitstellen müssen.“

Mehr als 21.000 Menschen wohnen in Riedberg und Kalbach

Den größten Bevölkerungszuwachs gab es mit +648 Frankfurterinnen und -Frankfurtern (+3,1 Prozent) in Kalbach-Riedberg, gefolgt von Bockenheim (+539/+1,3 Prozent) und Gallus (+483/+1,2 Prozent). Insgesamt 13 Stadtteile sind kleiner geworden. In Ginnheim (-77/-0,5 Prozent), Frankfurter Berg (-71/-0,9 Prozent) und in Sindlingen (-64/-0,7 Prozent) fällt der Bevölkerungsrückgang am stärksten aus.

In konkreten Zahlen bedeutet das: Im gesamten Bezirk Kalbach und Riedberg wohnen jetzt exakt 21.404 Menschen. Das sind 10.841 Frauen und 10.563 Männer. Hier wohnen Menschen aus aller Welt. Rund 5000 haben keinen deutschen Pass. 1700 kommen aus EU-Ländern, 3300 aus Nicht-EU-Staaten. Übrigens: Wenn die Baumaßnahmen am Riedberg abgeschlossen sind, werden alleine in unserem Stadtteil zwischen Sportplatz im Norden und der Marie-Curie-Straße im Süden mehr als 16.500 Menschen leben. Wir sind sozusagen eine kleine Stadt in der großen Metropole Frankfurt.

Immer weniger „Frankfurter“ kommen aus Great Britain

Die Zahl der ausländischen Frankfurterinnen und Frankfurter ist im ersten Halbjahr auf 223.213 gestiegen. Der Zuwachs liegt mit einem Plus von insgesamt 592 nur bei rund einem Drittel des Vorjahreszeitraums. „Ursache hierfür waren die nach der Europawahl am 26. Mai dieses Jahres von der Meldebehörde vorgenommenen Korrekturen des Melderegisters“, führt Schneider aus. Insgesamt mussten rund 3300 wahlberechtigte EU-Bürgerinnen und -Bürger von Amts wegen abgemeldet werden, so dass die Zahl der Frankfurterinnen und Frankfurter aus den Staaten der Europäischen Union zum Stichtag 30. Juni sogar deutlich niedriger ausfällt (-1 746/-1,7 Prozent) als am Jahresanfang.

Der stärkste Rückgang war bei den Staatsangehörigen aus dem Vereinigten Königreich (-8,2 Prozent/-209) zu verzeichnen. Die Zahl der persönlich vom Brexit Betroffenen ist damit auf nun 2327 Frankfurterinnen und Frankfurter zurückgegangen. Allerdings dürften sich hierin nicht allein Wegzüge aus der Stadt, sondern auch zahlreiche Staatsangehörigkeitswechsel widerspiegeln. Neue Zahlen sind allerdings erst Anfang des nächsten Jahres verfügbar. Ebenfalls unmittelbar betroffen sind auch ihre Ehepartner und Kinder mit anderer Staatsangehörigkeit.

Informationen: Stadt Frankfurt

Grafik: Archiv

Eis essen für das Klima

Dieser Carrotmob ist nicht nur gut fürs Klima – die Aktion schmeckt auch richtig gut! Denn wie die Karotte, die man vor den Esel hält, damit er weiterläuft, wollen die Schülerinnen und Schüler der Erasmus AG am Gymnasium Riedberg Läden dazu bringen, nachhaltiger zu arbeiten. „Indem wir sie bestrafen? Nein, in dem wir sie belohnen!“, steht auf dem Plakat. Die Jugendlichen machen eine Woche lang Werbung für die Eisdiele La Piazza am Riedbergplatz, dafür versucht die Eisdiele, ihre Kunden von Plastiklöffeln, Plastikbechern und Strohhalmen abzubringen. Wenn doch gewünscht, wird in dieser Zeit nur biologisch abbaubares Material ausgegeben.

Die Aktion in der Eisdiele La Piazza auf dem Riedbergplatz läuft noch bis Freitag. Hungrige (und gerne auch klimabewusste) Eis-Fans sind herzlich willkommen!

Von der Zero-Waste-Woche bis zur Aktion Tauschenstattneukaufen – die Erasmus AG mit Schülern der siebten bis neunten Klassen möchte in lokalen Projekten nachhaltiges Denken und Handeln fördern „und so die Welt von Morgen ein kleines bisschen besser machen“. Das Gymnasium Riedberg nimmt mit dieser AG in dem EU-geförderten Projekt „Tomorrow –The WorldisFullofSolutions“ teil. Dazu gehört auch, dass die Riedberger Schüler ihre Lösungen teilen und mit Partnerschulen in Italien, Spanien und Frankreich diskutieren, die diese wiederum auf ihre Region übertragen und ausprobieren. Teil des Projekts ist aber auch der Austausch vor Ort, Kennenlernen inklusive. Am 22. September brechen 15 Jugendliche nach Marmande (Frankreich) auf und werden dort eine Woche bleiben.

Weitere Informationen unter www.gymnasium-riedberg.de

Grafik: Erasmus AG/ Gymnasium Riedberg

Schwarzes Loch: globale Auszeichnung für Forscher

Für ihre herausragenden und unverzichtbaren Leistungen bei der Mitentwicklung des ersten direkten Bildes eines Schwarzen Lochs erhalten die Forscherinnen und Forscher um den Astrophysiker Prof. Luciano Rezzolla von der Goethe-Universität zusammen mit 347 weiteren Forschern der Event Horizon Telescope Collaboration aus der ganzen Welt den mit mit 3 Millionen US-Dollar dotierten Breakthrough Prize 2020 der gleichnamigen Stiftung. Die Gruppe der Goethe-Universität ist mit 10 Preisträgern eine der größten der gesamten Kooperation, die insgesamt 140 Institutionen umfasst.

Mit Hilfe von insgesamt acht Radioteleskopen (inzwischen sind drei weitere dazu gekommen) rund um den Globus gelang es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im April 2019, den ersten direkten visuellen Beweis für das supermassive Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie Messier 87 zu erbringen. Der Preis wird zu gleichen Teilen auf alle Mitautoren der beteiligten wissenschaftlichen Publikationen aufgeteilt und am 3. November vergeben.

Die Gruppe von Luciano Rezzolla hat grundlegende Beiträge zur theoretischen Interpretation der Ergebnisse in allen Stadien der Beobachtung geleistet: Sie simulierte auf Supercomputern, wie Materie in einer ringförmigen Scheibe das Schwarze Loch umkreist und hineingesogen wird und wie die Lichtstrahlen durch die ungeheure Gravitation um das Schwarze Loch herum verbogen werden. Ebenso galt es, verschiedene Alternativen zu Schwarzen Löchern auszuschließen, die ebenfalls mit der Allgemeinen Relativitätstheorie vereinbar sind. „Die Konfrontation der Theorie mit den Beobachtungen ist für einen theoretischen Physiker immer ein dramatischer Moment. Wir waren sehr erleichtert und auch stolz, dass die Beobachtungen so gut mit unseren Vorhersagen übereinstimmten“, so Luciano Rezzolla.

Die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Dr. Birgitta Wolff: „Wir alle freuen uns zusammen mit Luciano Rezzolla und seinem Team über diese wichtige globale Auszeichnung. Herzlichen Glückwunsch an all unsere KollegInnen, die daran beteiligt sind! Es ist unvergessen, wie begeistert die ZuhörerInnen im brechend vollen Hörsaal 1 am Riedberg-Campus waren, als Luciano Rezzolla am 17. April zusammen mit seinen Kollegen vom europäischen Konsortium (Prof. Michael Kramer vom Max Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn und Prof. Heino Falcke von der niederländischen Radboud Universität) erstmals die Ergebnisse der gemeinsamen Forschung an der Goethe-Universität vorgestellt hat. Das war ein Fest für die Faszinationskraft auch sehr abstrakter Wissenschaft. Ich hoffe, dass aus dieser großartigen globalen Kooperation weitere bahnbrechende Forschungsergebnisse entstehen.“

Über den „Weg zum Schwarzen Loch“ und Astrophysiker Prof. Luciano Rezzolla berichtet MAINRiedberg in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins.

In der neuen Ausgabe unseres MAINRiedberg-Magazins berichten wir auch über die Astrophysiker der Goethe-Universität Foto: MAINRiedberg

Sie haben kein Magazin erhalten? Senden Sie einfach eine Mail mit Ihrer Adresse an mail@main-riedberg.de.

Foto oben & Informationen: Goethe-Universität

Hart & heavy – Riedberger früher

Die meisten, die in ihren Kinder- und Jugendjahren ein Musikinstrument lernen mussten, durften oder wollten, gaben entweder wieder ziemlich schnell auf oder man träumte davon, auf einer richtigen Bühne zu stehen und mal ordentlich abzurocken! So auch Harald Metzler, den wir Riedberger/innen als Schlagzeuger der Local Heroes „Riedberg Underground“ von ihren jetzt schon legendären Auftritten bei den letzten Sommerfesten der IG Riedberg kennen. 

Es müsste so etwa 1983 gewesen sein, als Harald begann mit dem Schlagwerk. Er und ein paar Kumpels aus dem DJK Tennisverein Mainz-Mombach trafen sich im elterlichen Keller der Metzlers. Instrumente konnte keiner so recht spielen, singen noch weniger. Da man eh zusammen die meiste Zeit im Keller der Eltern im Mombacher Westring abhing, unternahm man auch dort die ersten musikalischen Schritte. Als PA musste die elterliche HiFi-Anlage herhalten. Harald wundert sich noch heute, dass wirklich kein einziges Mal die Polizei vorbeikam. Denn eines war die Musik zumindest: laut und hart. Und vor Allem auch laut genug, um die Nachbarn zu ärgern.

Bei der musikalischen Ausrichtung waren sich die Jungs auch schnell einig: Paranoid von Black Sabbath und Breaking The Law von Judas Priest waren angesagt. Per „trial and error“ erarbeitete man sich die Akkorde selbst. Bis es so einigermaßen passte. Heute kann man sich das kaum mehr vorstellen. Lyrics und Grifftabellen findet man im Internet und einschlägige Apps wie Songsterr erleichtern dem musikalischen Nachwuchs heutzutage diese Arbeit doch sehr. Die Mombacher Jungs haben sich aber per Gehör rangetastet und sich die Songs wirklich hart (und heavy) erarbeitet. Keiner hatte jemals richtigen Musikunterricht genossen.

Harald Metzler ist jetzt Schlagzeuger der Local Heroes von „Riedberg Underground“ – mit der Jugendband „Fracture“ fing alles an…

Wie sah denn das Equipment damals aus? Harald Metzler hatte ein Yamaha Set in dunkelrot / blutrot. Die Stöcke haben geharzt wie Sau und ordentlich Spuren auf dem Becken hinterlassen. Die Felle haben meist auch nur 2 Sets gehalten, weil er so hart draufgedroschen hat. Geht aber klar, da sein Vorbild Pete Gill von Motörhead war. Der Gitarrist hatte einen Flying V vom Karstadt: klang beschissen, sah aber sehr gut aus! Seine Vorbilder waren ganz klar bei Judas Priest. Das Vorbild des Sängers und Bandleaders war ja auch Judas Priests Rob Halford. Über die Set List wurde demokratisch abgestimmt und lag irgendwo bei Deep Purple, Black Sabbath, Judas Priest, AC/DC und Motörhead.

Sonnenbrillen bei Nacht, enge Hosen, Nietengürtel und ein Shirt von Iron Maiden

In den Anfangstagen gab es noch einen anderen Gitarristen. Wegen unüberbrückbarer musikalischer Differenzen trennte man sich aber. Zum entsprechenden Image einer Hard and Heavy Band gehörten aber auch das extra lässige Tragen der Sonnenbrillen bei Nacht, die engen Hosen (natürlich mit den obligatorischen Streifen), Hi Top Sneakers von adidas, Lederjacken, Gürtel mit Nieten oder auch eine verchromte Fahrradkette, sowie Band Shirts von Iron Maiden. Hauptsache war es, eine eigene Band zu haben und die Rockstar Attitüde zu leben.

Beim Üben nahm man zur Qualitätskontrolle auch auf einem verfügbaren Kassettenrekorder den einen oder anderen Song auf. Das ging dann so, wie man es früher auch im Radio gemacht hat. Psssssst, 3, 2 und 1 – los ging die Aufnahme. Und dann hoffen, dass keiner mehr husten muss oder der Postbote klingelt. Genauso haben wir früher doch alle unsere Lieblingssongs aufgenommen. Im Radio wartete man endlos lange, dass der aktuelle Lieblingssong doch endlich mal wieder gespielt werden sollte. Und wenn man dann endlich erlöst und der Titel anmoderiert wurde und man rechtzeitig Play und Record gedrückt hatte, bevor die Finger noch verkrampften oder einschliefen, dann konnte man sicher sein, dass der doofe Moderator am Ende wieder reinquatschen würde oder wieder mal ein vogelwilder Geisterfahrer auf irgendeiner Autobahn unterwegs sein würde und damit die gesamte Aufnahme ruinieren würde.

Nur für harte Männer, Rockstar-Attitüde inklusive

In Zeiten des Online-Streamings mit komplett verfügbaren und abrufbaren Back Catalogs kaum mehr vorstellbar. Die Tapes von Fracture sind aber leider allesamt verschollen.

Das erste Konzert gab die neue Rock Band dann auch standesgemäß im Vereinsheim des erwähnten Tennisvereins. Das Sportlerheim steht auch heute noch und angeblich haben auch alle Gäste diese Events überlebt. Das Publikum bestand aus 15 – 20 Jugendlichen. Die paar anwesenden Erwachsenen gingen bereits nach ein bis zwei Songs wieder. Das Repertoire der Band umfasste allerdings schon zehn Lieder wie z.B. Hells Bells der Opener des 1980er Albums Back in Black von AC/DC oder Ace of Spades vom ebenfalls 1980 erschienenen gleichnamigen Album von Motörhead.

Das Programm hatte sich also so irgendwie zwischen Heavy Metal und Punkrock eingependelt. Erste zarte Versuche in Richtung Thrash  oder Speed Metal gingen die Jungs auch an. Metal war damals noch häufig mit Gewalt und Schlägereien assoziiert. Bei den Konzerten von Fracture gab es aber immer nur Mosh Pits oder auch mal eine kleine Wall of Death.

Local Heroes mit stolzen 400 Zuschauern

Nach diesem ehrwürdigen Einstand in der lokalen Musikszene wurde der eine oder andere aber schon auf dem Schulflur erkennt und nach dem nächsten Gig gefragt. Kurze Zeit später war es dann auch soweit. Da man mit dem Organisator bekannt war durfte man im KUZ Mainz vor stolzen 400 Zuschauern spielen. Der Stadtschülerrat organisierte einen Band Battle. Das erste Mal dann auch ein Auftritt mit ordentlicher PA und Mikros. Die Fanbase dachte man mit Aufklebern und Guerilla Marekting zu aktivieren.

Trotzdem machte sich vor dem großen Auftritt etwas Nervosität breit. Ob der Trommler den Song aber wirklich schon beendet hatte, bevor der Sänger angestimmt hatte, ist bestimmt nur üble Nachrede. Immerhin erreichte man den dritten Platz (von drei Startern). Danach war man aber schon wer. Und der Anspruch war auch höher als bei manch anderem ambitionierten Schulprojekt.

Wie bei allen großen Bands begann dann der Ausverkauf. In Mainz verkaufte man die Tickets beim nächsten Gig noch für 4 DM und im Gonso für 3 DM. Während die meisten Eltern der Rocker heute noch in Mainz leben machten die Jungs ihr Abitur: Harald zog es nach Berlin, den Gitarristen nach München. Die Freundschaft hielt noch etwas, aber irgendwann waren dann doch Studium, Job und auch Familie wichtiger.

Bei Google gibt es Fracture immer noch…

Heute mag das alles nach „Oppa erzählt vom Krieg, also vom großen Krieg, dem ersten großen Krieg“ klingen. Aber wenn man google anwirft gibt es Fracture immer noch. Selbst ein wohl selbst geschriebener Wikipedia-Eintrag ist noch irgendwo zu finden (oder wieder böswillig gelöscht worden). Die Band selbst gibt es aber noch.

1994 gewann man sogar den SWF3-Rookies-Radiowettbewerb in der Koblenzer Sporthalle und man durfte beim Eröffnungsabend des ersten New Pop Festivals in Baden-Baden aufspielen. Drei veröffentlichte Alben auf RCM bzw. Kreakustik bis 2007 sind mehr als bemerkenswert. Ein letztes Konzert fand 2007 nochmals im KUZ Mainz statt. Bis 2016 eine Reunion stattfand und man auch nochmals 2 Silberlinge rausbrachte: Mombach und Westring. Die Band ist also sowas wie wieder zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. Mombach Metal lebt!

Text: Alexander Markert

Fotos: Alexander Markert/ privat

Heute Spielfest im Kätcheslachpark

So kann auch ein regnerischer Sonntag richtig prima werden: Das Team der Frankfurter Abenteuerspielplätze lädt heute von 14 bis 18 Uhr zum Spielfest im Kätcheslachpark. Auf alle kleinen und großen Besucher wartet das Hüpfkissen, die Hüpfburg, die Rollenrutsche, der Kletterturm, das Aerotrim, Kinderschminken, Malen und Basteln und vieles mehr. Außerdem findet eine Verlosung eines Kinderfahrrads statt. Der Eintritt ist frei. Für Speisen und Getränke ist ebenfalls gesorgt.

Eine tolle Bilanz – und ein Rückschlag

Inzwischen gibt es drei pädagogisch betreute Abenteuerspielplätze in Frankfurt, die das Team um den Abenteuerspielplatz Riederwald e. V. in mehr als vier Jahrzehnten aufgebaut hat, Spielfeste wie heute am Riedberg und weitere Veranstaltungen inklusive.

Große Bestürzung herrscht deshalb immer noch über eine mutmaßliche Brandstiftung vor wenigen Tagen auf dem Spielplatz im Günthersburgpark, der auch immer wieder von Riedberger Kindern besucht wird. „Wir sind erschüttert und traurig“, heißt es auch der Homepage, „zwei Container auf unserem Abenteuerspielplatz Günthersburg wurden vernichtet.“ Dabei fielen auch die Stallhasen dem Feuer zu Opfer. Die Polizei ermittelt. Trotzdem bleibt der Abenteuerspielplatz Günthersburg geöffnet und der Verein sammelt bereits Spenden für den Wiederaufbau.

Weitere Informationen unter www.abenteuerspielplatz.de

Foto: privat

Mit Helm & Hühnchen – aber aktuell zu wenig Platz

Man nehme ein Hühnchen vom Supermarkt. „Wir haben es ausgenommen, mit der Zahnbürste geputzt und mehrmals täglich in Natron eingelegt“, erzählt Jenny (12). So haben die Schüler der IGS Kalbach-Riedberg im Rahmen des Projektes „Frühe Hochkulturen – wie Pharaonen unsterblich werden“ mehr als bildhaft gelernt, wie ein Lebewesen nach altägyptischer Sitte mumifiziert wird. Ja, „ein bisschen eklig war’s“. Aber sicher unvergesslich. Seit Montag ist die Hühnchen-Mumie neben einer Ausgabe mit dem pädagogischen Konzept der Schule in einer Plastikbox einbetoniert. Auf der Baustelle für den IGS- Neubau in der Gräfin-Dönhoff-Straße, direkt unter der künftigen Aula.

Vertreter vom Amt für Bau- und Immobilien, der Hessenagentur sowie Schulleiterin Susanne Gölitzer, Lehrer, Elternvertreter und Schüler waren zur Grundsteinlegung gekommen. „Hoffentlich geht der Geist der neuen Schule auf die Baustelle über und damit die Kreativität unserer Kinder“, sagte Gölitzer im Rahmen der kleinen Feier.

In intensiven Gesprächen hat die Architektin das reformpädagogische Konzept der Gesamtschule berücksichtigt. Leitidee für das u-förmige Schulgebäude ist die Aufteilung in so genannte „Lernhäuser“. Pro Stockwerk wird es in den jahrgangsgemischten Häusern vier verschiedene Räume geben, die wiederum um einen zentralen, multifunktionalen Bereich angeordnet sind. Mit Platz für Bücher und Sitzsäcke, mit Lern- und Ruhezonen.

Hier wurde die „Zeitkapsel“ mit der Hühnchen-Mumie und dem Konzept der Schule einbetoniert

Die IGS Kalbach-Riedberg ist eine Integrierte Gesamtschule mit dem Profil „Sprache und Kommunikation“. Schulleiterin Susanne Gölitzer umschreibt die IGS als eine Schule für alle. Auch für Kinder mit Lernproblemen und Entwicklungsstörungen oder Kinder, die „mehrere Sprachen im Rucksack haben“. Mit Mitspracherechten für die Schüler und Freiheiten. 

Wenn alles nach Plan läuft, wird die IGS im Sommer 2021 vom gegenwärtigen Provisorium in der Carl-Hermann-Rudloff-Allee in den Neubau in unmittelbarer Nähe der U-Bahn-Station Riedberg ziehen. 47 Millionen wird das Projekt kosten und Platz für mehr als 600 Schüler bieten. In den Holzmodul-Bau im Westflügel kommt dann die neue Grundschule 3. 

Das Pausenhof-Problem

Auch deshalb sehen alle umso sorgfältiger auf Probleme, die es bis dato noch auf dem Gelände gibt. Die gute Nachricht vorweg: Der Erweiterungsbau, ebenfalls mit Holzmodulen, ist laut Schulleiterin „wunderschön“ geworden. Passend zum Schulkonzept gibt es eine Lehrküche, eine Universalwerkstatt, einen Theaterraum, einen Kunstraum plus Textilwerkstatt. Außerdem einen Ruheraum für die Erwachsenen und einen Spielraum für die Kinder. 

Das große Platzproblem aber bleibt. Konkret gesagt: das Pausenhof-Problem. Aktuell steht für inzwischen mehr als 300 Kinder nur der kleine Innenhof zur Verfügung. Selbst der Lehrerparkplatz, inzwischen umgewidmet zum erweiterten Pausenhof, ist wegen der Bauarbeiten belegt. Die Zwischenlösung, die bereits von Seiten der Stadt zugesagt wurde, ist immer noch nicht realisiert. Eigentlich sollte zumindest ein kleiner Bereich der Streuobstwiese, der unmittelbar ans Schulgelände grenzt, bald zum Pausenhof gehören. Das hatten Baudezernat, Grünflächenamt und Untere Naturschutzbehörde, letztere trotz großer Bedenken, zugesichert. Noch aber sind manche Details ungeklärt, was wiederum vielen Eltern unerklärlich ist. Jetzt spricht man von Ende Oktober, wie die Elternbeiratsvorsitzende Stefanie Minten erklärt. 

Schon jetzt klafft ein großes Loch im Zaun Richtung Streuobstwiese. Eigentlich war zugesagt, dass ein kleiner Bereich der Wiese bald auch von der Schule als erweiterter Pausenhof genutzt werden kann

Schon jetzt klafft ein großes Loch im Zaun Richtung Streuobstwiese. Das ist der momentane Fluchtweg, wegen der Baustelle. Und bald, so hoffen Schüler und Eltern, auch der offizielle Zugang ins Grüne mit mehr Platz.

Keine Be- und Entlüftungsanlage

Hinzu kommt ein Thema, das vermutlich erst wieder im nächsten Sommer so richtig zum Tragen kommt. Der Holzmodulbau hat keine Be- und Entlüftungsanlage und die Fenster lassen sich wegen des Diebstahlschutzes nur sehr bedingt lüften. Aktuell stört auch noch die laute Baustelle vor den Fenstern. „Bei der Spätsommerhitze vergangene Woche war es so beinahe unerträglich für die Kinder“, berichtet eine Mutter MAINRiedberg. Die Schüler bekamen mehrmals nach der vierten Stunde bereits hitzefrei.

Ein anderes Problem scheint sich unterdessen gelöst zu haben. Die IGS hat keine Turnhalle. Sportstunden finden im Sportzentrum in Kalbach statt, wo bei Hin- und Rückfahrt mit dem RMV bisher der ganze Zeitplan ins Wanken kam. „Die Randstunden haben da sehr gelitten“, so Minten. Neuerdings stellt die Stadt „Sportbusse“ zur Verfügung, was offenbar prima klappt. Nach dem Umzug 2021, im neuen Schulgelände, ist das Sport-Problem endgültig Vergangenheit. Dann wird die IGS eine Zwei-Felder-Turnhalle bekommen. 

Foto: MAINRiedberg