Kategorie: RiedbergNEWS

Die dritte Grundschule ist im Zeitplan

Diese Nachricht wird zahlreiche Eltern erleichtern: Die dritte Grundschule Riedberg kann voraussichtlich wie geplant zum nächsten Schuljahr am provisorischen Standort an der Hans-Leistikow-Straße (Nähe Marie-Curie-Schule) in Betrieb gehen. Das Amt für Bau und Immobilien hat jetzt die dafür nötigen rund 160 Raummodule aus Stahl bestellt. „Wir haben einen extrem engen Zeitplan“, sagt Baudezernent Jan Schneider. „Weil aber alle Beteiligten an einem Strang ziehen, bin ich guter Dinge, dass es uns gelingt, in einem Zeitraum von nur rund einem Jahr eine neue Schule zu planen und zu errichten.“

Auch eine dritte Klasse der Marie-Curie-Schule wird „umziehen“

Die Schülerzahlen am Riedberg steigen deutlich schneller als noch vor einigen Jahren angenommen. Deshalb reichen die Kapazitäten an den beiden vorhandenen Grundschulen trotz Erweiterungen nicht aus. Um die Marie-Curie-Schule zu entlasten, ist geplant, vier bereits bestehende Lerngruppen im flexiblen Schulanfang sowie eine dritte Klasse in die neue vierzügige Grundschule umzulenken. Für diese wird während einer Übergangszeit von zwei Jahren ein für Kleingärten vorgesehenes Grundstück am Ende der Hans-Leistikow-Straße genutzt. Zum Schuljahr 2020/21 zieht sie in das Holzmodul-Gebäude der IGS Kalbach-Riedberg an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee. Die IGS wiederum bezieht dann ihren Neubau an der Gräfin-Dönhoff-Straße.

Die schnelle Lieferung der Stahlmodule ist deshalb möglich, weil die Stadt Frankfurt Ende vergangenen Jahres den Rahmenvertrag zur Lieferung und Anmietung mobiler Anlagen für Schulen erheblich erweitert hat. „Damit können wir ohne größere Verzögerungen handeln, da wir die Übergangsquartiere für die Schulen nicht mehr einzeln ausschreiben müssen“, betont Schneider. Wenn die Container in zwei Jahren nicht mehr für die dritte Grundschule am Riedberg benötigt werden, können sie mit vertretbarem Aufwand demontiert und für andere Schulen verwendet werden. „Wegen der stark steigenden Schülerzahlen und der Sanierung zahlreicher Schulen haben wir in den kommenden Jahren einen hohen Bedarf an Übergangsquartieren“, erläutert der Baudezernent. „Wir achten darauf, dass die provisorischen Lösungen eine hohe Qualität haben, damit sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrerinnen und Lehrer sich wohlfühlen.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Umfrage: Was fehlt am Riedberg?

Von Daleyla Büttner

In den vergangenen beiden Wochen sind Claudia und ich über den kalten Riedberg gelaufen und haben Bewohner gefragt, was sie hier im Stadtteil vermissen. Wie zu erwarten, haben wir ein paar Körbe bekommen, aber dafür ein paar wertvolle Antworten. Aber lesen Sie selbst:

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Pankaj Upadhyay geht mit seinem Sohn inzwischen zu einem Kinderarzt in Bonames – weil er hier am Riedberg keinen Termin bekommt                                Foto: Büttner

Es gibt zu wenige Kinderärzte

„Was mich persönlich am meisten betrifft, ist die Tatsache, dass es hier nur eine Praxis mit Kinderärzten gibt. Seit drei Jahren wird uns gesagt, dass sie dort keinen Platz für meinen Sohn haben. Wir gehen inzwischen zu einem Arzt nach Bonames. Das Problem ist, dass es hier viel zu wenige Kinderärzte gibt für so viele Kinder.“

Pankaj Upadhyay, Investmentbanker, mit Sohn Kushagra

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Es gibt noch viel zu tun…

„Es kommt darauf an, wem man diese Frage stellt. Wenn man Eltern fragt, die kleinere Kinder haben, würden sie sicher sagen, dass es an Kita-Plätzen fehlt, da die, die zur Verfügung stehen, überfüllt sind. Das wurde wohl bei der jüngeren Planung nicht ausreichend bedacht. Oder es wird gesagt, dass es nicht genügend Sporthallen und Platz für die Sportvereine gibt. Das Familienzentrum Billabong beispielsweise vermietet Räume, aber diese können nicht als eine Sporthalle dienen. Fragt man Jugendliche, würden sie sagen, dass es keine unabhängigen Treffpunkte für sie gibt, und schnell Beschwerden kommen und sogar die Polizei gerufen wird, weil sie zu laut seien. Sie finden das unfair und möchten ihre Freiheit. Andererseits gibt es da auch das Müllproblem oder es sind Glasscherben auf den Spielplätzen – das geht natürlich nicht. Was ich schade finde, ist, dass es zu wenig Vernetzung zu den Studenten gibt. Man sieht sie eigentlich nur, wenn sie an der U-Bahn-Station warten oder über den Riedbergplatz zu Aldi laufen.“

Franz Biebl, Leiter des Stadtteilarbeitskreises

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Es gibt mehr als 10 Spielplätze am Riedberg – aber für Jugendliche gibt es wenig bis nichts   Foto: MR

Viele Spielplätze – aber wo ist Platz für Jugendliche?

„Es gibt hier viele Spielplätze, aber es gibt kaum einen Ort für Jugendliche. Es wäre für viele Jugendliche am Riedberg super, wenn es eine Art Pavillon geben würde, der überdacht ist, und wo Bänke und Tische im Pavillon und vor dem Pavillon sind. Man könnte sich dann hinhocken, wenn es regnet, und auch mal in der Sonne sitzen. Ein super Vorschritt ist, das die U8 jetzt nachts durchfährt, so dass man abends irgendwo hinfährt und nach Mitternacht nach Hause kann.“

Gianluca Guccione, Schulsprecher am Gymnasium Riedberg

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Anja Hohmann vom Familienzentrum Billabong wünscht sich mehr Kontakt zwischen den Generation      Foto: MR

Es fehlt der Schulterschluss zwischen den Generationen

„Es fehlt noch der Schulterschluss zwischen den Generationen. Es fehlt nicht an Raum, sondern es gibt am Riedberg kaum Kontakt zwischen Senioren und beispielsweise jungen Familien. Das versuchen wir nun Schritt für Schritt zu ändern. Ich habe eine Vision, dass sich hier eine 75-jährige Frau und eine junge Mutter mit zwei Kindern kennenlernen und sich die beiden so gut verstehen, dass die junge Mutter, die mobil ist, die 75-jährige Frau etwa zu einer Lesung bei Billabong mitnehmen könnte.“

Anja Hohmann, Familienzentrum Billabong e.V

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Ein pünktlicher Bus und Tischtennisplatten

„Es fehlen mir Tischtennisplatten im Park und ein pünktlicher Bus. Die sind beispielsweise morgens, wenn ich zur Schule muss, immer zu spät.“

Schülerin (14 Jahre)

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Ich wünsche mir einen richtigen Kiosk

„Ich wünsche mir einen Kiosk, wo man Süßigkeiten und Zeitschriften kaufen kann oder auch mal ein Eis oder etwas zu trinken.“

Schülerin (11 Jahre)

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„Es gibt zu wenig Gewerbe am Riedberg“, sagt Sabine Rupp, Inhaberin des Café Riedberg                  Foto: MR

Zu wenig Gewerbe und zu wenig Sauberkeit

„Es gibt zu wenig Gewerbe für zu viele Leute. Das wurde bei der Planung wohl nicht ausreichend bedacht. Mir fehlt auch die Saubereit in den Gebüschen, wo so viel Müll liegt, und hier am und im Einkaufszentrum. Das ist doch unsere Visitenkarte.“

Sabine Rupp, Inhaberin des Café Riedberg

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WAS IST IHRE MEINUNG? Schreiben Sie uns gerne unter mail@main-riedberg.de

Die Umfrage wird fortgesetzt!

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Fotos oben: Stadt Frankfurt/ MR/ anatoliycherkas

Jugendliche bedroht und Air Pods geklaut

Zu drei zum Teil vollendeten Raubstraftaten kam es gestern im Laufe des Nachmittags – eine geschah hier am Riedberg. Die Täter hatten es auf Apple Air Pods, also kabellose Handykopfhörer abgesehen, die neu rund 170 Euro kosten und nicht nur unter Jugendlichen „angesagt“ sind.

In der Hans-Bethe-Straße in der Nähe des Riedbergzentrums haben zwei Jugendliche einem 14 Jahre jungen Opfer die Apple Air Pods abgenommen, inklusive Ladestation. Die Täter hatten sich die Kopfhörer vorzeigen lassen. Der 14-Jährige händigte danach seine Kopfhörer aus. Diesen Moment nutzten die Räuber und rannten mit ihrer Beute davon. Das Opfer versuchte noch, einen der Täter festzuhalten. Der stieß den 14-Jährigen aber weg und konnte sich so befreien.

In einem anderen Fall, der sich an der U-Bahnhaltestelle „Weißer Stein“ ereignete, haben zwei jugendliche Täter unter Vorhalt eines Messers die Apple Air Pods eines 14-Jährigen erbeutet.

In Frankfurt Berkersheim, Am Kalten Berg, hatten vier Täter versucht, einem 18-Jährigen die kabellosen Kopfhörer abzunehmen. Zuvor hatte einer der Täter den 18-Jährigen mit einer echt aussehenden Spielzeugpistole bedroht. Doch als die plötzlich in ihre Einzelteile zerfiel, setzten die Räuber zur Flucht an – ohne Beute.

Im Riedberger Fall sollen die zwei Täter etwa 13 bis 14 Jahre alt gewesen sein. Einer der beiden hatte ein schwarzafrikanisches Erscheinungsbild, hatte eine blau-schwarze Jacke an und eine Gucci-Bauchtasche um. Sein Begleiter war hellhäutig. Er hatte kurze, schwarze, gegelte Haare und trug eine Zahnspange.

In der jüngeren Vergangenheit kam es schon einmal zu mehreren Fällen von Raubstraftaten unter Jugendlichen. Hierbei wurden vornehmlich die Handys der Opfer geraubt. Derzeit sind es vor allem die kabellosen Kopfhörer, auf die es die Täter abgesehen haben.

Die Kriminalpolizei ermittelt in allen Fällen. Ein Zusammenhang kann derzeit nicht hergestellt werden, ebensowenig ein örtlicher Schwerpunkt.

Für sachdienliche Hinweise bittet die Polizei Zeugen sich unter der Rufnummer 069/755-51499 zu melden.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Foto: Archiv

Bald „watscheln“ die Pinguine zu Billabong

Von Daleyla Büttner

Petra Born ist eine Fotografin, die es liebt, Abenteuer zu unternehmen. Fast exakt vor einem Jahr konnte sie mit Kollegen in die Antarktis reisen. Zu einer Forschungsstation, die vor 30 Jahren noch mitten im Eis lag und wo aufgrund des Klimawandels „der Gletscher jetzt 300 Meter weg ist“. Dort konnte sie hautnah die Landschaft und die Tiere der Antarktis fotografieren. Natürlich war sie in Begleitung von Wissenschaftlern, die sicherstellten, dass alle Hygiene-Vorschriften eingehalten werden. Das ist wichtig, um die Tiere nicht zu gefährden. Petra erzählt beim Besuch von MAINRiedberg, dass sie diese Reise unglaublich fand und ihr manchmal sogar Tränen in die Augen schossen. Besonders bei einem Erlebnis, das ihr immer in Erinnerung bleiben wird. „Wir waren bei einer großen Kolonie von tausenden Pinguinen und ich habe gesehen, wie liebevoll sich ein Pinguin-Weibchen und das Männchen um ihre zwei kleinen Pinguine gekümmert haben und wie sie die ständig gefüttert haben.“ Die Fotografin aus unserem Stadtteil hielt das mit ihrer Kamera fest.

Zuwendung, Fürsorge, Nestwärme – würde das nicht wunderbar zu einem Ort wie dem Familienzentrum Billabong passen? „Der Gedanke kam mir spontan, als ich bei meinem Besuch eine große weiße Wand gesehen habe“, verrät Petra Born. Wo übrigens garantiert viele vorbeikommen. Auf dem Weg zum großen Multifunktionsraum, gegenüber von der Tür zu den Toiletten. Schnell sprachen die Fotografin und die Billabong-Verantwortlichen schon darüber, ob das Pinguin-Bild, sozusagen als Dauerleihgabe, demnächst exakt an dieser weißen Wand hängen könnte. Born hat inzwischen alles in die Wege geleitet, das Foto ist als Galerie-Acrylbild bereits in ihrer Wohnung.

Die Fotografin Petra Born reiste im vergangenen Jahr in die Antarktis                     Foto: Berthold Walheim

Pinguine sind eine Familie mit einem engen Zusammenhalt. Beide Eltern kümmern sich ständig und in gutem Teamwork um ihre Küken. Zuerst bauen sie ein Nest aus kleinen Felsen und Steinen, in das die Mutter dann zwei Eier legt. Beide Eltern bebrüten die Eier für 37 Tage, bis die Tiere schlüpfen. In einer niemals endenden Schleife füttern sie ihre Jungen. Krill ist das einzige Essen für die Tiere. Es ist eine Krebsart, die nur wenige Gramm wiegt und als einer der wichtigste Bausteine im Ökosystem der Antarktis gilt. Krill brauchen Wale und auch Pinguine, um zu überleben.

Um ihre Jungen zu füttern, geht zuerst ein Elternteil, beispielsweise die Mutter, um nach Krill zu suchen. Wenn die Mutter zurückkehrt und die jungen Pinguine füttert, ist der Vater an der Reihe. Die Fotografin erzählt: „Es ist ein ohrenbetäubendes Geschnatter und ein ständiges Hin und Her. Wenn man das nicht selbst erlebt hat, wird man es kaum glauben.“

Das wunderschöne Pinguin-Foto von Petra Born ist demnächst im Familienzentrum Billabong zu sehen, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b

Weitere Fotos und Informationen unter www.fotografie-pb.net

Foto: Petra Born

Mein Praktikums-Tagebuch

Von Daleyla Büttner

Alles Gute im Leben kommt auch zu einem Ende – genauso wie die zwei Wochen meines Schülerpraktikums hier bei MAINRiedberg. Um mich an die Zeit zu erinnern, schrieb ich mir die schönsten Momente auf. 

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Das ist Momo, der Therapiehund der Riedberger Logopädin Eva Koch

Mittwoch, 23. Januar – Momo, der Therapiehund

Hunde sind wirklich die besten Freunde des Menschen. Das bestätigen auch die Erfahrungen, die wir von Logopädin und Lerntherapeutin Eva Koch gehört haben. Denn sie hat eine Therapiehündin namens Momo. Momo ist eine portugiesische Wasserhündin, die jetzt auch als Therapiehund in der Praxis eingesetzt werden kann.

Sie hat die notwendige Prüfung schon erfolgreich absolviert. Wichtig ist für die Patienten, dass ihre wuscheligen Haare allergikerfreundlich sind. Als ich mit Claudia Detsch die Praxis der Logopädin betreten habe, war schon sofort Momo zu sehen. Deutlich zu merken war, wie freundlich Momo war und wie sie sich freute, weil ihr Schwanz hin- und herwedelte. Eva Koch grüßte uns sehr nett und schon fing unser Interview an. Sie erzählte uns zum Beispiel, woher die Idee kam, einen Therapiehund einzubringen und welche Rollen Momo während einer Therapie hat. Was mich aber am meisten beeindruckt hat, ist, wenn Momo automatisch und ohne Befehl den Patienten geholfen hat. Dies passierte beispielsweise während eines Wutanfalls von einem jungen Patienten, der gerade dabei war, auf dem Boden liegend zu schreien. Da ist Momo plötzlich von ihrem gewohnten Platz neben Eva aufgestanden und hat sich neben den Patienten hingelegt. Dadurch wurde der Patient schnell ruhig. Mehrere Fälle wie dieser wurden uns erzählt und ich fand sie alle sehr faszinierend und herzerwärmend.

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Katja Markert erklärt mir das Design von MAINRiedberg

Donnerstag, 24. Januar – Das MAINRiedberg-Design

Heute habe ich Katja Adam-Markert in ihrem Büro besucht. Ich war erst sehr nervös, da ich sie zuvor noch nicht kennengelernt habe. Aber ich konnte mich schnell beruhigen, weil sie sehr nett ist. Sie hat sich zuerst vorgestellt und ich stellte ihr ein paar Fragen über das Design, Layout und die Geschichte von MAINRiedberg. Was mich am meisten faszinierte, war, dass sie Grafikdesign studiert hat und eine Werbeagentur gründete. Sie hatte nämlich erwähnt, dass es etwas mit Kunst zu tun hat und ich liebe Kunst. Also zeigt sie mir auch, welche Programme man für Grafik und Design benutzt und was sie kürzlich für eine große Messe designt hatte. Ich wurde definitiv beeindruckt, als ich dann auch sah, wie ihr Design zum „Leben erweckt“ wurde.

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Die Tradions-Druckerei Adelmann ist noch mitten in der Frankfurter Innenstadt und macht sonst z. B. hochwertige Broschüren oder auch Fotobücher                     Foto: MR

Dienstag, 29. Januar – Besuch in die Druckerei

Die Druckerei C. Adelmann (seit 1846) war heute das Reiseziel von Claudia und mir. Dort haben wir den Vertriebsleiter Thomas Speer besucht, der mir erklären wollte, wie das Geschäft einer Druckerei läuft. Thomas Speer fing an, über die Evolution des Druckens seit der Erfindung des Buchdrucks zu erzählen und wie beispielsweise ein Magazin zu Stande kommt. Um es zu erklären, holte er ab und zu mal hochwertige Broschüren, Visitenkarten, Magazine mit verschiedenen Arten von Papier und letztendlich nahm er ein Plakat, das ein Modell der Druckmaschine zeigt. Um genauer das Drucken von Produkten zu erklären, durften wir zu diesen Maschinen. Er zeigte die verschiedenen Geräte im Einsatz und, wer welche Maschine bedient. Man merkte deutlich, dass jeder genau wusste, was er zu tun hat, und Thomas Speer sagte mir, dass auch alle Mitarbeiter für ihren Beruf ausgebildet sind und manche sogar ein Studium haben. Mir hat der Tag definitiv viel Spaß gemacht. Ich weiß jetzt, was für eine große Rolle eine traditionelle und doch moderne Druckerei wie C. Adelmann spielt.

Mutter, Wiedereinstieg, Beruf: Info-Abende von Frauen für Frauen

FRAUEN für FRAUEN. So klar wie das Motto der neuen Veranstaltungsreihe im Familienzentrum Billabong, so wichtig sind die Themen: Wie klappt der Wiedereinstieg in den Beruf? Welche Chancen könnte die Selbständigkeit bieten? Wie kann ich ganz allein für das Alter vorsorgen – trotz Mama-Auszeit oder Teilzeit? Diese Fragen wollen Expertinnen an drei Gesprächsabenden im Februar und März auf Initiative von Billabong und dem Stadtteilmagazin MAINRiedberg beantworten. Der Eintritt ist kostenlos.

„Ich war selber sehr verloren in dem Versuch, Familie und Arbeit so zu integrieren“, bekennt Billabong-Vorstand Judith McCrory. Sie hat sich oft mit ihren Entscheidungen allein gelassen gefühlt. „Ich spreche dabei nicht von meinem Mann oder meinen Eltern, sondern von der Politik, den Arbeitgebern und unserer Gesellschaft.“ Zumindest wir Frauen sollten uns gegenseitig helfen und unterstützen – das war ihr ganz persönlicher Ansporn, diese ungewöhnliche Veranstaltungsreihe ins Leben zu rufen.

Starten wird am 18. Februar um 19 Uhr die Wirtschaftspsychologin Brigitta Honecker, die  als Personalentwicklerin unter anderem bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und in der Versicherungswirtschaft arbeitete und seit 15 Jahren Privatpersonen wie Unternehmen berät. Einer ihrer Gründe, sich mit ihrem Expertenwissen zur Verfügung zu stellen, war, dass sie die Fragen und Nöte beim Wiedereinstieg in den Beruf auch aus vielen Gesprächen kennt. Sie sagt: „Häufig geht es nach einer längeren Auszeit in einem ersten Schritt darum, das Selbstwertgefühl wieder nach oben zu bringen.“ Frauen würden „viel zu oft ihr Licht unter den Scheffel stellen“. Ein Job plus Gehalt wiederum bedeuten Unabhängigkeit und stärken das Selbstbewusstsein.

Gestik, Mimik, Bewerbungsgespräche, Auftreten, „Selbstmarketing“ – all das kann man sozusagen trainieren. Ein weiterer Mosaikstein ist die Verbindung von Familie und Beruf. Was sich kinderleicht anhört und doch so unglaublich schwer ist. Die Wirtschaftspsychologin möchte auch darüber sprechen, wie eine „gute Organisation“ und Arbeitseinteilung beruflich wie privat gelingen kann. Hinzu kommen die vielen Herausforderungen, die eine zunehmend flexiblere Arbeitswelt bedeuten. Auf diese Fragen und mehr möchte Brigitta Honecker eingehen.

Drei Gesprächsabende mit diesen Expertinnen

Ein kurzer Vortrag der Expertin, dann umso mehr Zeit für Fragen und persönliche Gespräche – das sind die neuen Informationsabende unter dem Motto „FRAUEN für FRAUEN“ im Februar und März. Die Veranstaltungen sind kostenlos. Kinderbetreuung bei Bedarf (bitte vorher mit Billabong abstimmen!).

WIEDEREINSTIEG IN DEN BERUF– Wie ein Neustart klappt. Veranstaltung mit Wirtschaftspsychologin Brigitta Honecker am 18. Februar um 19 Uhr

SELBSTÄNDIGKEIT ALS CHANCE– Möglichkeiten und Wege. Veranstaltung mit Buchautorin Martina Peukert am 25. Februar um 19 Uhr

ALTERSVORSORGE & CO– Finanz-Tipps für Frauen mit der selbständigen Vermögensberaterin Manuela Kurze am 18. März um 19 Uhr

WO?

Café Billabong, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b, 60438 Frankfurt/ Riedberg

weitere Informationen unter www.main-riedberg.de und www.billabong-family.de

Das Info-Plakat gibt’s auch als Flyer zum Mitnehmen – direkt im Familienzentrum Billabong

Fotos: Veranstalter/ privat

Die neuen „Klassenzimmer“ sind erst Ostern fertig

Zu Schuljahresbeginn sollten sie fertig sein. Dann spätestens Ende Januar 2019. Jetzt ist klar, dass die dringend benötigten zusätzlichen „Klassenzimmer“ in Form von Holzmodulen voraussichtlich erst im April zur Verfügung stehen. „Aktueller Stand ist, dass wir sie in den Osterferien beziehen können“, erklärt Inken Matzen, Leiterin der Marie-Curie-Schule. Baudezernent Jan Schneider hat Schulleitung und Elternbeirat bereits informiert. Vom Schulelternbeirat ging auch ein Brief an alle Eltern.

Ein kurzer Rückblick: Schon seit Sommer reichte der Platz nicht mehr für die mehr als 500 Grundschüler im Ganztag aus. Schulleitung und Elternbeirat schrieben einen Brandbrief an die zuständigen Stellen. Die Übergangslösung: Das Amt für Bau und Immobilien ließ zwei Stahlcontainer im Pausenhof aufstellen, die Entlastung nicht für den Unterricht, aber für die Nachmittagsbetreuung brachten. Baudezernent Schneider sprach damals von einem „Notbehelf für acht bis neun Wochen“.

Diese Stahlcontainer stehen seit den Herbstferien im Pausenhof und sollten nur ein „Notbehelf für acht bis neuen Wochen“ sein

Jetzt sind die Holzmodule immer noch nicht da, die Raum für vier Klassen plus Sanitäranlagen schaffen sollen. Es hat sich wohl herausgestellt, dass mehr planerische Vorarbeit und Abstimmungen notwendig waren, als zunächst gedacht. So handelt es sich bei den Modulen der Marie-Curie-Schule um die ersten Exemplare aus dem neuen Rahmenvertrag für Modulanlagen. Die werden so konstruiert, dass durch die Standardisierung von Anschlüssen die Verwendung an anderer Stelle erleichtert wird. Das ist eine wirtschaftliche Lösung, auch im Hinblick auf weitere wichtige Schulprojekte. Geht aktuell aber zu Lasten der Marie-Curie-Schule.

„Dann wird alles ein Stück einfacher…“

Wurden die beiden Stahlcontainer womöglich nur so schnell im Herbst bereitgestellt, weil man schon ahnte, dass die Holzmodule nicht rechtzeitig kommen? Das will man nicht kommentieren. Tobias Menzel-Hobeck, Geschäftsführender Vorstand Pädagogik bei Kaleidoskop e. V. macht lediglich deutlich: „Der ganz große Druck war mit der Bereitstellung der beiden Stahlcontainer zum Glück raus.“ Auch die Kinder der vierten Klassen konnten, statt zeitweise im Jugendhaus, wieder innerhalb der Schulgeländes am Nachmittag betreut werden. Eng ist’s für alle, aber machbar. Jetzt wird man bei Kaleidoskop abwarten, bis die Holzmodule kommen, zu Klassenzimmern werden und somit endlich wieder mehr Räumlichkeiten für die Betreuung der 500 Kinder in der Schule freiwerden. „Dann“, so Menzel-Hobeck, „wird alles ein Stück einfacher“.

Fotos: Archiv

Diskussion mit Bildungs-Innovatorin Margret Rasfeld

Sie gilt als „Bildungs-Innovatorin“. Margret Rasfeld war Schulleiterin, 30 Jahre lang. In Berlin baute sie mit Lehrkräften, Eltern und Schülern die Evangelische Schule Berlin Zentrum auf, die als Vorzeigeschule in puncto Lernkultur gilt. Sie ist überzeugt: Schule sollte Kinder zu Gemeinsinn, Verantwortung, Kreativität und Unternehmergeist inspirieren. Aber wie kann das gelingen? Die IGS Kalbach-Riedberg lädt jetzt Margret Rasfeld und SchülerInnen aus Berlin zu einer Diskussion ein unter dem Motto: „Schule frei denken: Warum machen wir Schule anders an der IGS Kalbach-Riederg?“

An der IGS Kalbach-Riedberg entscheiden die Schülerinnen und Schüler jeden Tag mit, wo und was sie lernen, und formulieren ihre eigenen Fragen, die sie in Kleingruppen verfolgen. Sie lernen, vor großen Gruppen zu präsentieren und „ihren Lernweg selbstständig zu gestalten und mit Vielfalt umzugehen“. Es gibt keine Fächer, sondern „Lerngelegenheiten“ und Lernentwicklungsgespräche sind im Alltag verankert. So umschreibt es die Schulleitung.

Immer wieder wird die Frage gestellt: Welche Freiräume brauchen verschiedene Kinder zum Lernen? Warum und wie lernen Kinder am besten in leistungsheterogenen Gruppen? Wieviel Begleitung brauchen Kinder? Wie geht Lernen ohne Noten?  „Wir freuen uns auf eine lebendige Diskussion mit unseren Gästen aus Berlin, zu der wir auch Besucherinnen und Besucher aus anderen Schulen herzlich einladen“, erklärt Dr. Susanne Gölitzer, Schulleiterin der IGS Kalbach-Riedberg.

Dienstag, den 5.2.2019, 18 Uhr, Einlass 17:30 Uhr
Aula des Gymnasiums Riedberg,
Eintritt: 5 Euro, Getränke und Brezel werden angeboten,
Anmeldung über foerderverein@igs-kalbach-riedberg.de

Unterstützt wird die Veranstaltung vom Frankfurter Netzwerk „Schulen im Aufbruch“ mit IGS-Süd, KGS-Niederrad und IGS-West

Gibt es bald „Dog-Stations“ für Hundekot?

Der Riedberg hat sehr beliebte, weitläufige Grünanlagen – doch mit der Zahl der Einwohner und immer mehr Vierbeinern wächst auch die Debatte um Hundekot. Einerseits führen selbst richtig entsorgte Hundekotbeutel in den Parks zu „Geruchsbelästigungen“, wie man im Ortsbeirat formuliert. Anders ausgedrückt: Gerade im Sommer stinkt’s in den Mülleimern neben den Parkbänken. Hinzu kommt das generelle Problem, dass zu viel Müll achtlos weggeworfen wird und beispielsweise Silvesterfeuerwerk nur unzureichend entsorgt wurde.

Mit diesen Themen hat sich der Ortsbeirat am vergangenen Freitag beschäftigt. Das Ergebnis: In einem gemeinsamen Antrag forderten CDU und Grüne, neben den bereits existierenden Tütenspendern zusätzlich geschlossene Abfallbehälter für Hundekotbeutel aufzustellen. Auch könnten bei Neuanschaffungen gleich sogenannte „Dog-Stations“ angeschafft werden, eine Kombination aus Tütenspender und geschlossenem Abfallbehälter. Der Antrag wurde angenommen. Einige Ortspolitiker der Fraktionen SPD und LINKE stimmten allerdings dagegen oder enthielten sich. Man argumentierte, dass jeder Kombi-Behälter rund 500 Euro kosten würde. Nicht zur Debatte kam, dass manche Städte, beispielsweise Speyer, Dog-Stations wegen Vandalismus teilweise bereits wieder abmontiert haben.

Was den Silvestermüll betrifft, soll die Stadt die Bürger verstärkt dafür sensibilisieren, dass der Verursacher auch für die Beseitigung des Mülls verantwortlich ist. Beispielsweise könnte dies im Rahmen der Kampagne #cleanffm geschehen. Das Motto der Kampagne lautet übrigens: „Du willst es doch auch…“

Foto: Archiv

Freier Eintritt in die Schwimmbäder für Kinder bis 14 Jahre

Nächste Woche müssen nur noch die Stadtverordneten und der Aufsichtsrat der Bäderbetriebe zustimmen, dann ist ein wichtiges Projekt für Familien viel schneller als erwartet Realität: Kinder bis 14 Jahre werden aller Voraussicht nach vom 1.Februar an für das Baden in den Frankfurter Schwimmbädern keinen Eintritt mehr zahlen. Die Regelung gilt auch für Kinder aus dem Umland.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt: „Das ist ein großes Signal — nach dem kostenlosen Eintritt in die städtischen Museen schaffen wir nun auch bei den Schwimmbädern zusätzliche gesellschaftliche Teilhabe.“ Der Schritt sei vor allem für Familien erfreulich: „Viele können sich einen Schwimmbadbesuch nicht ohne Weiteres leisten — das ändert sich nun.“ Dies werde manchen Kindern auch helfen, ihre Schwimm-Fähigkeiten zu verbessern. Anders ausgedrückt: Immer weniger Kinder und Jugendliche können ausreichend gut schwimmen. Sportdezernent Markus Frank sagt: „Es ist mein sportpolitisches Ziel, die Schwimmkompetenz von Kindern zu stärken und Bewegung und Sport als Säule der geistigen und motorischen Entwicklung unserer Kinder zu fördern.“

Der Sportausschuss des Stadtparlaments hat dem Vorschlag, auf den sich die Römerkoalition aus SPD, CDU und Grünen auf ihrer Klausurtagung Mitte Dezember geeinigt hatte, jetzt mit Mehrheit zugestimmt. Das Projekt ist nicht unumstritten: Die Bäderbetriebe gehen von einem Betrag von 1,8 Millionen Euro aus. Der könnte der Stadt fehlen, falls nicht zugleich mehr Erwachsene  in die Bäder kommen. Aufgrund des freien Eintritts für ihre Kids.  Das Revisionsamt spricht dagegen von einem zu erwartenden Fehlbetrag von 3,1 Millionen Euro.

Foto: Archiv