Alle Artikel in: RiedbergNEWS

Über 100 Kinder
haben keinen
Kita-Platz

Es ist die verzweifelte Schilderung einer Mutter, die das Problem am besten veranschaulicht: Als sich Freitagabend in der Ortsbeiratssitzung bereits mehr als 30 Minuten alles um den Mangel an Kita-Plätzen dreht, meldet sich Anja Martschei zu Wort. Ihr Sohn wird derzeit noch in einer Krippe betreut. Da er aber genau am Stichtag des Krippenjahres geboren ist, will die Stadt keine Verlängerung mittragen und die junge Familie hat ab 1. August weder eine Kita-Platz noch einen Vertrag. Trotz monatelanger Bemühungen. „Das heißt, wir haben dann ein unbetreutes Kind. Ich bin berufstätig und musste meinem Arbeitgeber wieder absagen“, berichtet sie. Am Riedberg fehlen 114 Kita-Plätze für über Dreijährige, in Kalbach sind es 80. Also exakt in jenem Alter, wo es schon seit Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gibt. Das bestätigten Jetta Lüdecke, Sprecherin von Bildungsdezernentin Sylvia Weber, und Cornelia Suess vom Stadtschulamt. Die beiden sprechen von einem „exorbitanten Wachstum an Kinderzahlen“, das aus den bisherigen Statistiken nicht ersichtlich gewesen sei, zumal man die Kindertagesstätten am Riedberg ohnehin schon mit 105-prozentiger Auslastung geplant habe. Auch jetzt fehle …

Hirnforschung live
in der „Bar of Science“

Am 27. und 28. Juni werden sieben hervorragende Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung im Rahmen der Initiative “Bar of Science” Vorträge in fünf verschiedenen Cafés und Bars im Frankfurter Raum halten. Am nächsten Dienstag auch im neuen Stadtteil-Treff „Dessauer“ im Jugendhaus Riedberg! Obwohl vergleichbar mit dem Konzept der Science-Cafés, hat die “Bar of Science” mit acht Vorträgen verteilt über fünf Veranstaltungsorte und auf zwei Tage doch einen etwas anderen Ansatz. Die Referenten werden über viele interessante Themen in der Neurowissenschaften, wie die Evolution des Gehirns, Lernen und Gedächtnis, selektive Aufmerksamkeit, neue Entwicklungen bei der Visualisierung des Gehirns und das Tarnungsverhalten in Kopffüßern, vortragen. Die fünf Veranstaltungsorte sind im Frankfurter Norden (Tower Café am alten Flugplatz und das kürzlich eröffnete Stadtteiltreff „Dessauer“) und in der Nähe der Innenstadt (Chinaski nah zu der Alten Oper sowie Cafuchico und „Milch und Zucker“ an der Eckenheimer Landstraße). Es werden sowohl deutschsprachige als auch englischsprachige Vorträge angeboten. Alle Vorträge sind kostenlos. Wie speichert das Gehirn Wissen? Im Riedberger Stadtteil-Treff „Dessauer“ (Friedrich-Dessauer-Straße 4-6) finden die Vorträge am Dienstag um 20 Uhr …

Abschied & Neustart
beim SC Riedberg

Alles begann beim Kicken auf roter Asche. Als es hier noch mehr Felder als Häuser gab. Der SC Riedberg wurde von nur 26 Mitgliedern gegründet, am 17. März 2011 dann kam der erste Spatenstich für die Sportanlage in der Altenhöferallee. Inzwischen platzt man mit mehr als 1200 Mitglieder „aus allen Nähten“, hat die drittgrößte Fußballsparte in der Mainmetropole, laut Auskunft der Verantwortlichen sogar die fünftgrößte in ganz Hessen. Den Verein geprägt hat nicht zuletzt Ex-Vorstand Alexander Markert, der Ende vergangenen Jahres zurücktrat und bei der Mitgliederversammlung am Montag verabschiedet wurde. Vorstandskollegen lobten seinen Einsatz und Pioniergeist, die Ortsbeiratsvorsitzende Carolin Friedrich zollte Respekt dafür, dass Markert & Co. sozusagen aus dem Nichts Vereinsstrukturen aufgebaut haben. Dann fügte sie hinzu: „Da muss man auch mal die Ellbogen rausfahren, um sich durchzusetzen“. Anders und durchaus ehrlich ausgedrückt: „Wir haben uns oft gerieben, aber es ging immer um die Sache.“ „Alex I.“ bekam auch noch ein Trikot der Eintracht zum Abschied, plus ein SCR-Trikot mit den Unterschriften der Anwesenden. Der Unternehmer wird dem Sport weiter erhalten bleiben, als stellvertretender …

Einweihung der
Kita Königsblick

Hell, bunt, einladend – so ist nicht nur die zwölfte Kita am Riedberg. So war auch das Wetter am Tag der offiziellen Einweihungsfeier der Kita Königsblick. „Es war für Kinder, Eltern, Gäste und unser Team ganz toll. Wir sind sehr glücklich mit dieser Veranstaltung“, sagt Tuncay Bayram, Leiter der Kindertagesstätte. Auch das Stadtoberhaupt, OB Peter Feldmann, fand trotz eines gefüllten Kalenders am Samstag Zeit. „Steigende Kinderzahlen mit einem jährlichen Zuwachs von rund 2100 Kindern sind eine wunderbare Entwicklung und ein Beleg dafür, dass Frankfurt eine familienfreundliche Stadt ist. Gute Kinderbetreuung, das heißt Bildung von Kleinauf, ist hierbei ein entscheidender Faktor“, hob er bei seiner Begrüßung hervor. Man sei stolz auf eine Quote bei unter Dreijährigen von 46 Prozent und eine Quote bei den über Dreijährigen stadtweit von 97 Prozent. Allerdings fehlen am Riedberg aktuell Plätze für über Dreijährige, weil der Zuwachs an Kindern im Stadtteil alle Prognosen der Stadt übertroffen hat. Das Dezernat für Integration und Bildung spricht von einem „Engpass“, arbeitet mit Hochdruck an Alternativen und will noch vor den Sommerferien darüber informieren (MAINRiedberg …

Riedberger SV kooperiert
mit dem TV Kalbach

Der Riedberger SV hat eine enge Kooperation mit dem Turnverein Kalbach vereinbart. Mitglieder des RSV dürfen nach den Sommerferien das Angebot des Nachbarvereins mitnutzen. In der Regel ist das kostenlos. Bei Angeboten mit Zusatzbeiträgen müssen dann auch nur diese Beiträge gezahlt werden. Bei festen, geschlossenen Leistungsgruppen oder stark frequentierten Gruppen haben allerdings Mitglieder des TV Kalbach Vorrang. Die gleichen Bedingungen gelten im umgekehrten Fall für Mitglieder des TV Kalbach. Sie dürfen das RSV-Angebot mitnutzen, es sind keine oder bei Zusatzbeitragsangeboten nur diese Zusatzbeiträge zu tragen. TV-Kalbach-Mitglieder können sich einfach auf der RSV-Homepage für ein Schnuppertraining oder Angebot anmelden. Der jeweilige Trainer meldet sich dann per Mail. Hier gilt: Nur bei festen, geschlossenen Leistungsgruppen oder stark frequentierten Gruppen haben Mitglieder des RSV Vorrang. Informationen: Riedberger SV (Symbolfoto: Tom Bayer)

Hier entsteht
der neue Stadtteil

Nicht weit vom Riedberg entfernt soll Frankfurts neuer Stadtteil für mindestens 25.000 Menschen entstehen. Laut Angaben der Stadt handelt sich dabei um ein Areal „beidseits der Autobahn A 5, das im Osten von Niederursel und Praunheim sowie im Westen von der Frankfurter Stadtgrenze umfasst wird“. Der Druck auf den Wohnungsmarkt ist groß, da bis zum Jahr 2030 die Einwohnerzahl auf mehr als 810.000 Menschen ansteigen soll. Im vergangenen Jahr waren knapp 730.000 Menschen in Frankfurt gemeldet – schon das war ein Rekord. Dieses Gebiet könnte der neue Stadtteil umfassen Am Freitag präsentierten Oberbürgermeister Peter Feldmann, Bürgermeister Uwe Becker und die Stadträte Stefan Majer und Mike Josef ihren Standortvorschlag für einen neuen Frankfurter Stadtteil. Das Entwicklungsgebiet ist knapp 550 Hektar groß, davon sind rund 190 Hektar Bruttobauland. „Aufgrund des anhaltenden Bevölkerungswachstums reichen die Projekte der Innenentwicklung nicht aus“, führt Oberbürgemeister Peter Feldmann aus. „Deshalb sind wir auch auf die Außenentwicklung angewiesen und gehen nun an die Schaffung eines neuen Stadteils heran.“ Bei den Untersuchungen zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept wurden rund 200 Flächen im Stadtgebiet unter die Lupe …

Sachbeschädigung
an der neuen IGS

Die IGS Kalbach-Riedberg startet zum neuen Schuljahr mit vier 5. Klassen und soll eine „ganz besondere Schule“ werden. Die Vorbereitungen für die Ganztagsschule mit dem Profil Sprache und Kommunikation laufen auf Hochtouren. Das Sekretariat ist noch extern, aber bereits erreichbar. Der Einzug in den provisorischen Holzmodulbau in der Carl-Hermann-Rudloff-Allee ist für nächste Woche geplant. Jetzt allerdings könnte Vandalismus dies verzögern. Offenbar am Pfingstwochenende haben Unbekannte zehn große Fenster im Erdgeschoss beschmiert und zwei Fenster mit Steinen mutwillig zerstört. Anzeige ist bereits erstattet. „Da wollte jemand mit voller Wucht die Scheiben kaputtmachen“, erklärt einer der Bauarbeiter auf Nachfrage von MAINRiedberg. Das zeigen die Splitterspuren im Spezialglas, das allerdings nicht durchbrochen werden konnte. Doch ersetzt werden müssen die Scheiben auf jeden Fall werden. Wie lange die Lieferzeiten dafür sind, steht noch nicht fest. Unklar ist derzeit auch noch, ob die weiße Sprayfarbe an den übrigen Fenstern entfernt werden kann. Vandalismus auch an anderen Baustellen Auch bei zwei Baustellen in unmittelbarer Umgebung der IGS-Container wird von Vandalismus berichtet. Unter anderem wurden während der Pfingsttage die Fenster von Baustellen-Fahrzeugen …

Flucht und Vertreibung:
Eine Zeitzeugin berichtet

Ende der NS-Diktatur und des Zweiten Weltkriegs, Flucht und Vertreibung – in unserem Stadtteil leben nicht viele Menschen, die uns davon berichten können. Eine Bewohnerin des Casa-Reha-Heims in der Altenhöferallee wird am Freitagabend ihre Lebensgeschichte und ihre Erlebnisse schildern. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen. Frau Fritsch ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und mit ihren Eltern mit drei Pferden im Januar 1945 geflohen. Sie war 17 Jahre alt, als sie aus der Provinz Brandenburg vertreiben wurde. Der Zeitzeugen-Vortrag findet am 9. Juni um 19 Uhr in der Cafeteria des Casa-Reha-Heims „Bettinahof“, Altenhöferallee 74-78, statt. Begegnung mit einer Holocaust-Überlebenden Eine weitere Begegnung mit einer Zeitzeugin ist drei Wochen später möglich. Trude Simonsohn ist Holocaust-Überlebende. Sie ist inzwischen 96 Jahre alt, hat Auschwitz und andere Konzentrationslager überlebt, war viele Jahre Vorsitzende des Gemeinderates der jüdischen Gemeinde Frankfurt und wurde 2016 zur ersten Ehrenbürgerin Frankfurts erhoben. Seit etwa 1975 berichtet sie regelmäßig über ihre Erlebnisse im „Dritten Reich“ an Schulen und in Vereinen und Institutionen. Am 28. Juni um 19 Uhr kommt sie auf Einladung der Kirchen am …

Wäldchestag bis
Badminton – so
schön wird Pfingsten

Das werden tolle Feiertage – egal, ob’s zwischendurch regnet oder auch mal blitzt. Denn am Samstag Mittag startet der traditionelle „Wäldchestag“ auf dem Festgelände in der Nähe von Galopprennbahn und Commerzbank-Arena. Mit Fahrgeschäften, Riesenrad, Buden, Äppelwoi und Events. Hier am Riedberg können alle Sportinteressierten am Wochenende ein internationales Badminton-Turnier besuchen und ab Dienstag macht das große Spielmobil am Riedbergplatz Station. Vier Tage feiern am „Wäldchestag“ Aber erst mal der Reihe nach: Einzig in Frankfurt am Main ist der gern als „höchster Pfingstfeiertag“ bezeichnete Wäldchestag, der Dienstag nach Pfingsten. Dieser Tag wird seit Jahrhunderten als der Nationalfeiertag der Mainmetropole begangen. Seit Generationen lässt man spätestens am Mittag Arbeit Arbeit sein und zieht in den Frankfurter Stadtwald, um den Wäldchestag zu feiern. Soweit zur Geschichte. Inzwischen startet das Fest zur Freude Tausender Frankfurter bereits Pfingstsamstag und geht bis Dienstag nach Pfingsten um 24 Uhr. Es gibt Acts beispielsweise in der „Regenbogenarea“, auf der Binding-Bühne, im Sommergarten und es gibt Fahr- und Belustigungsgeschäfte, Kinderfahrgeschäfte, Schieß- und Spielstände, reichlich Essen und Trinken und auch Sitzplätze (Reservierung möglich). Parkplätze sind …

Das sind die
Öffnungszeiten
des Stadtteiltreffs

Jetzt kann’s endlich losgehen! Seit einem Jahr arbeiten Jugendhaus-Leiterin Pia Straßburger und Markus Schaufler sowie Michel Gladis von der IG Riedberg an der „Umsetzung“ eines Stadtteiltreffs. Eines unkonventionellen Treffpunkts für alle, wie es in unserem Neubaugebiet bislang noch nicht gibt. Am Sonntag war Eröffnungsfeier. Bei hochsommerlichen Temperaturen. „Es war sehr schön, obwohl wenig Leute da waren. Es war einfach zu heiß“, bemerkt Straßburger. Der Riedberg wirkte wie ausgestorben. „Aber diejenigen, die da waren, haben viel gefragt und hatten Spaß.“ Nicht zu vergessen: Es gab Steaks vom Grill, andere Speisen, Getränke und später auch reichlich Wasser zur Erfrischung für große und kleinere Besucher. Das neue „Dessauer“, nach der Adresse des Jugendhauses in der Friedrich-Dessauer-Straße und dem Physiker, Publizisten und Politiker Friedrich Dessauer benannt, soll ein Treffpunkt werden, wo man sich nett unterhalten kann, ohne gleich etwas konsumieren zu müssen. Wo verschiedenste Menschen zusammentreffen und sich neue Ideen für den Stadtteil entwickeln können. Wo sich diejenigen einbringen, die bisher schon zu den Gesichtern des Riedbergs gehörten, und neue „Gesichter“ kennenlernen. Künftig könnte es in dem Gemeinschaftsraum rechts …