Kategorie: RiedbergNEWS

Wo ist Platz für uns?

Der Riedberg hat 19 Spielplätze und Spielecken für Kinder. Die meisten sind neu und wunderschön, wie der erst jüngst eröffnete „Bauernhof-Spielplatz“ ganz im Norden. Unter anderem mit Holz-Traktor, Seilen und einer Mühle zum Klettern, Rutschen und Versteckspielen. Dann gibt es aber auch folgende Zahlen: Aktuell sind am Riedberg 2087 Mädchen und Jungen zwischen 6 und 14 Jahre sowie 391 zwischen 15 und 18 Jahre. Tendenz stark steigend. Und immer mehr Teenager fragen: „Wo ist Platz für uns?“

„Es gibt hier viele Spielplätze, aber es gibt kaum einen Ort für Jugendliche“, beklagte der bisherige Schulsprecher des Gymnasiums Riedberg, Gianluca Guccione, vor wenigen Wochen gegenüber MAINRiedberg. Andere sprechen von „nur wenigen altersgerechten Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb eines Vereins“. Jetzt gibt es einen mutigen Elfjährigen, der per Internet-Petition für ein ganz konkretes Projekt kämpft: Einen Skatepark. Für Skateboarder, Skater, begeisterte BMX-Biker wie ihn selbst, aber auch für alle meist Kleineren, die lieber mit dem Scooter über alles drüberflitzen. Mit Sprüngen, Rails, Wallride und anderen Elementen. Ja, da ist seit 2015 ein Skatepark, der vielen Riedbergern kaum bekannt sein dürfte und kurioserweise ziemlich abseits liegt. Mitten im Gewerbegebiet Kalbach hinter dem Frischezentrum. Aber der ist für Kinder aus unserem Stadtteil schwer bis gar nicht erreichbar. „Deswegen ist man dort oft einsam und fühlt sich nicht wirklich sicher.“

„Wir müssen jetzt handeln, bald ist alles bebaut“

Sebastian Reißmann sitzt zuhause am Esstisch, neben ihm liegt sein Fahrradhelm. Vor der Tür steht sein BMX-Rad. Er will klarmachen, dass das alles kein Hirngespinst ist und so ein Anliegen berechtigt. Darauf weist auch seine Mutter Christine hin, die ihren Sohn unterstützt. Nicht nur, weil auch seine beiden jüngeren Brüder bereits beginnen, sich auf Spielplätzen zu langweilen. Sie sagt: „Wir müssen jetzt handeln, sonst ist alles bebaut.“ Sie nennt mit Blick auf mögliche Kosten die Realisierbarkeit „womöglich fraglich“. Aber auch schon eine abgespeckte Version eines Skateparks könne viel bewirken. Wenn der Aufbau des Parks im Vorfeld auch mit Jugendlichen abgestimmt ist.

Sein Traum, sagt Sebastian, ist ein ähnlicher Park wie in Kalbach. Nicht nur mit Mini-Hindernissen und so „unglaublich langweilig“ wie der im Nidda-Park. Aber natürlich nicht so teuer und groß, wie Frankfurts Vorzeige-Skatepark im Osthafen. Dann zeigt er draußen mit seinem BMX ein paar „Bunny Hops“, Sprünge über Bordsteinkanten, klettert beim Fahren mit den Füßen auf Sattel und Lenker. Oder hebt nur mit dem Vorderrad ab, steht fast senkrecht in der Luft. Für noch viel mehr wäre ein Skatepark perfekt. Sebastian erzählt auch von der „gechillten“ Atmosphäre auf Skateplätzen. Davon, dass man sich gegenseitig hilft und die neuesten Tricks erklärt. „Das Coole am Skatepark ist auch, dass Dir keiner vorschreibt, was Du machen sollst.“ Kein Lehrer, keine Eltern, kein Verein, keine Institution.

Vorschlag: Ein möglicher Standort

Auch einen möglichen Standort schlägt er vor: Im westlichen Teil des Kätcheslachparks, hinter dem Basketballfeld und dem Piratenspielplatz. In unmittelbarer Nähe zu Gymnasium und Jugendhaus. Also dort, wo schon jetzt einer der wenigen Orte für ältere Kids und Jugendliche ist. „Da sind die Bauarbeiten noch nicht ganz fertig, da ist doch noch Platz.“

Sebastian und seine Freunde mit dem BMX-Rad, mit Scootern und auch viele Jugendliche mit Skateboard oder Blades aus unserem Stadtteil testen immer neue Tricks und coole Sprünge…
…aber der 2015 eröffnete Skatepark mitten im Gewerbegebiet von Kalbach (hinter dem Frischezentrum) ist oft recht einsam – und für viele zu weit weg

Die Petition auf der Beteiligungs-Plattform der Stadt Frankfurt läuft noch, das erforderliche Quorum von mehr als 200 Unterschriften ist längst erreicht. Die Stadt wird sich also mit der Forderung der Jugendlichen auseinandersetzen. Ein erster kleiner Sieg. Auch die SPD will demnächst im Ortsbeirat mit einem Antrag die Skatepark-Pläne unterstützen. Während Sebastian darauf hinweist, dass natürlich weitere Unterstützer und Unterschriften wichtig sind, sagt sein neunjähriger Bruder, kurz bevor’s für alle drei Jungs der Familie zum Klettern geht: „Hier werden immer neue Spielplätze gebaut, aber nichts für Jugendliche. Aber dann beschwert man sich, wenn sie zuhause sind und zocken.“

Die Petition für einen Skatepark am Riedberg läuft unter https://www.ffm.de/frankfurt/de/ideaPtf/45035/single/844 Der Skatepark wird voraussichtlich auch Thema in der nächsten Ortsbeiratssitzung am 14. Juni ab 19 Uhr im Familienzentrum Billabong sein.

Fotos: MAINRiedberg

Bau der dritten Grundschule ist im Zeitplan

Der Zeitplan für den Bau der dritten Grundschule Riedberg ist äußert ambitioniert. An der Hans-Leistikow-Straße entsteht binnen Jahresfrist ein Übergangsquartier aus 160 Stahlmodulen für eine dritte Grundschule. Daher haben sich Baudezernent Jan Schneider und Bildungsdezernentin Sylvia Weber am heutigen Freitag persönlich ein Bild vom Fortschritt der Bauarbeiten gemacht. Aktuell wurden die letzten Stahlmodule für das Erdgeschoss montiert, damit liegt die Baustelle im Zeitplan. Die beiden oberen Geschosse folgen noch.

„Eine neue Schule in einem Zeitraum von weniger als einem Jahr zu errichten, kann nur erfolgen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und dafür andere Arbeiten hintanstellen“, sagte Schneider. „Ich bedanke mich ausdrücklich bei den engagierten städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur im Amt für Bau und Immobilien und dem Stadtschulamt, sondern auch in der Bauaufsicht, der Stadtplanung, dem Grünflächenamt, dem Amt für Straßenbau und Erschließung, der städtischen IT und der Stadtentwässerung. Alle helfen hier mit, damit die Grundschülerinnen und Grundschüler pünktlich nach den Sommerferien in ihrer neuen Schule starten können.“ „Wir wissen, was wir allen an einem solchen Projekt Beteiligten abverlangen“, betont Bildungsdezernentin Weber, „Angesichts der überproportional steigenden Kinderzahlen auf dem Riedberg ist der Bau einer zusätzlichen Grundschule jedoch ohne Alternative. Wir sind als Schulträger verpflichtet, Grundschulkinder dort zu beschulen, wo sie leben, und dieser Aufgabe kommen wir hier gemeinsam nach“, sagte die Stadträtin.

Die schnelle Lieferung der Stahlmodule ist deshalb möglich, weil die Stadt Frankfurt Ende vergangenen Jahres den Rahmenvertrag zur Lieferung und Anmietung mobiler Anlagen für Schulen erheblich erweitert hat. „Wir können dadurch künftig noch flexibler reagieren“, betonte der Baudezernent.
Die Grundschule Riedberg 3 wird zwei Jahre lang in der temporären Anlage arbeiten. 2021 zieht sie in die heute von der IGS Kalbach-Riedberg genutzte Holzmodulanlage an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee. Dort entsteht derzeit neben dem im Sommer 2017 fertiggestellten ersten Bauabschnitt der zweite Gebäudeteil. Im Juli kann der zweite Bauabschnitt, der rund sieben Millionen Euro kostet, planmäßig in Betrieb gehen. Die Schule erhält acht zusätzliche Klassenräume, eine Lehrküche sowie mehrere weitere Fachräume.

2021 soll die IGS mit rund 600 Schülerinnen und Schülern an ihren endgültigen Standort in der Gräfin-Dönhoff-Straße an der U-Bahn-Station Riedberg umziehen.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Stadt Frankfurt/ Bernd Kammerer

Urbane Kontexte – Neue Ausstellung im KunstraumRiedberg

Nur in der Nacht scheint Ruhe einzukehren auf den Straßen. Unter den Lichtkegeln der Straßenlaternen werden parkende Autos und Teile der Häuserfassaden erleuchtet. Der Mond bleibt unsichtbar, man kann ihn hinter den Dächern der mehrstöckigen Mietshäuser höchstens als schemenhaftes Licht erahnen. Oder stammt der hellgelbe Schimmer doch nur von einer Leuchtreklame?

Die vier Künstler in der neuen Gruppenausstellung im Kunstraum Riedberg haben sich mit Stadtlandschaften und dem Leben in der Stadt auseinandergesetzt. Unter dem Titel „Urbane Kontexte“ zeigen die aus Frankfurt und Wiesbaden stammenden Künstler Petra Johanna Barfs, Katja Grandpierre, Andrea Interschick und Stefan Stichler ganz verschiedene Techniken: Malerei, Collagen und Linoldrucke. Die Ausstellung wurde gestern Abend eröffnet.

Die Stadt – und die bunten Farben der Nacht

Die Stadt bei Nacht, dieses Motiv hat es allen angetan. In Andrea Interschicks Bildern wird die Nacht nicht etwa grau, sie nutzt eine knallbunte Farbpalette, um die veränderte Lichtwirkung darzustellen. Auch ihr grober Strich mit Pinsel und Spachtel erinnert an Werke aus dem Expressionismus.

Andere Bilder setzen sich mit der Vereinsamung in den Städten auseinander. Katja Grandpierre malt vorbeihastende Schatten in der U-Bahn, umrahmt von Neonlicht und den Spiegelungen an der Rolltreppe. An S-Bahnhöfen stehen wartende Menschen, im Vorbeirauschen der Bahn verwischt, ebenso wie die Straßenschlucht zwischen mehreren Hochhäusern in einem anderen Bild. Die Geschwindigkeit und die flüchtige Wahrnehmung im schnellen Vorbeiziehen bei Tag sind vor allem bei Grandpierre spürbar. Stefan Stichlers Arbeiten sind stiller, er zeigt vor allem Linoldrucke, die passend zur Technik mit Hell-Dunkel-Kontrasten spielen.

Petra Johanna Barfs kleinformatige Collagen beschäftigen sich mit Geometrie und Architektur. Sie findet die Teile ihrer Collagen häufig in alten Reisebildbänden und kombiniert sie zu neuen Motiven.

Alle Werke können übrigens auch käuflich erworben werden.

Die Ausstellung ist bis 30. September, Mo-Fr von 9 – 17 Uhr zu sehen. Eintritt ist frei. Ort: KunstraumRiedberg, Biozentrum, Gebäude 101, Max-von-Laue-Straße 9

www.kunstraum.uni-frankfurt.de

 

Faszinierend: Die Bilder von Katja Grandpierre
Bei Andrea Interschicks Bildern wird die Nacht nicht etwa grau, sie nutzt eine knallbunte Farbpalette, um die veränderte Lichtwirkung darzustellen

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TEXT & Fotos: Ann Wente-Jaeger


„Nachrücker“ für beliebten Käse-Stand

Am Käsestand von Erich Rohrmann einzukaufen war wie eine Reise in die Vergangenheit. Ein kleiner, nicht mehr ganz taufrischer Verkaufswagen auf dem Riedberger Wochenmarkt. Voll mit mehr als 100 verschiedenen Käsesorten, die man schon einige Meter entfernt riechen konnte und zu denen „Käse-Erich“ fast ausnahmslos eine Geschichte erzählen konnte. Einen Ziegenkäse mit Chili lobte er mit den Worten: „Der ist hammerhart!“ Der Kümmelkäse daneben soll „gut für den Magen“ sein. Ein spezieller Hartkäse aus dem Südtiroler Pustertal wird immer noch hoch oben am Berg und nur von drei Sennereien produziert. Dazu noch der von ihm und seiner Familie selbst gemachten Kochkäse. Am Ende durften alle, die in der Schlange standen, probieren.  

Seit einigen Wochen aber fehlte der beliebte Verkaufswagen mit den Käsespezialitäten am Markt, der jeden Samstag von 9 bis 16 Uhr auf dem Riedbergplatz stattfindet. Zunächst lautete die Auskunft: wegen Krankheit. Jetzt teilte Michael Lorenz vom Management für Hafen und Markt in Frankfurt MAINRiedberg auf Nachfrage mit: „Der Standplatz am Wochenmarkt in Frankfurt Riedberg wurde vakant. Um das Warenangebot wieder zu besetzen, wurde ein vergleichbarer Anbieter ausgewählt.“

Seit vergangenem Wochenende bereits hat ein Verkaufswagen mit Käsespezialitäten von Molkereiprodukte Wissmann aus Maxdorf (Rheinland-Pfalz) den Platz übernommen. Die Käse-Experten sind von Frankfurt bis Worms auf zahlreichen Wochenmärkten vertreten. Ebenfalls mit Charme und Fachwissen, wie Käufer am Samstag betonten.

Die Standplätze auf den öffentlichen Frankfurter Wochenmärkten werden nach einem festgelegten Bewerbungsverfahren zugeteilt. Entsprechend wird eine Interessenten- und Bewerberliste geführt, aus der sogenannte „Nachrücker“ ausgewählt werden.

Beim Management für Hafen und Markt hat man offenbar wiederholt versucht, Kontakt zum Betrieb von Erich Rohrmann aufzunehmen. Diese Kontaktaufnahmen „blieben zuletzt vollständig reaktionslos“. Dazu muss man wissen, dass „Käse-Erich“ weder über eine Webseite noch ein Facebook-Account verfügte und auch seine Familie, die im Verkauf ebenso engagiert war, schwer bis kaum auf anderem Wege erreichbar ist. Wie in längst vergangenen Zeiten vor Internet & Co. Zum Verbleib des Standes Rohrmann liegen laut Michael Lorenz vom Hafen-Management „leider keine Informationen vor“. 

Foto oben: So berichteten wir im ersten MAINRiedberg-Magazin von Sommer 2015

Frankfurt isst Weltrekord – wir essen mit!

Heute isst Frankfurt Weltrekord! Das ist das erklärte Ziel. Exakt 231.775 Portionen müssen verzehrt werden, um den Rekord zu knacken. Was, bitteschön, kommt aber auf den Tisch? Natürlich eine Kräuter-Soße, die zu Frankfurt gehört wie die Skyline oder die Eintracht. Ein Markenzeichen der Stadt, die Grüne Soße. Der „Grüne Soße Tag“ ist eine Initiative der Macher des Grüne Soße Festivals zur Förderung der Identifikation mit der Stadt Frankfurt und all ihren Bewohnern und Gästen. Auch zahlreiche Kitas und zwei Schulen in Riedberg und Kalbach machen am heutigen 6. Juni beim Weltrekord-Versuch mit.

Und so geht’s: Ob in der Firma, an prominenten Plätzen in der Innenstadt, in sozialen Einrichtungen oder in einem der unzähligen Gastronomiebetriebe der Stadt. Mit jeder Portion Grüne Soße, die in einer der teilnehmenden Locations verzehrt wird, bekommt man einen individualisierten Code, der online eingegeben und direkt gezählt wird.

Wie Initiatorin Maja Wolff sagte, können auch ungewöhnliche Kreationen wie etwa Grüne Soße-Kreppel, Grüne Soße-Eis oder auch Köttbullar mit Grüner Soße gegessen werden. Die gibt’s in einem schwedischen Möbelhaus nur wenige Minuten vom Riedberg entfernt.

Diese Schulen und Kitas im Stadtteil essen mit

Wunderbar ist, wie viele Einrichtungen in unserem Bezirk mitmachen. Dazu gehören die IGS Kalbach-Riedberg, die Kita der Evangelischen Riedberggemeinde, die Erweiterte Schulische Betreuung der Kita Sonnenwind an der ersten Grundschule sowie die Kita Schatzinsel in unmittelbarer Nähe. In Kalbach nehmen die Grundschule teil, die Kita Krambambuli und Trotz-Dem aktiv, das Angebot für Demenzkranke im Demenzzentrum an der Grünhohl. Hier wird grüne Soße mit Ei oder Tafelspitz serviert. Beim Grüne-Soße-Tag dabei ist beispielsweise aber auch die Gaststätte „Zum Lahmen Esel“ in Niederursel – mit Live-Cooking im Nordwestzentrum.

Über allen Angeboten soll das Motto des Tages stehen. Das betonen Stadt und Initiatoren immer wieder. Es lautet: Wir sind Frankfurt! Wir leben in unserer Stadt die Vielfalt und die Toleranz – und unsere Stadt steht für Wirtschaft, Bildung und Kultur.

Überwacht wird die Aktion vom Rekord-Institut für Deutschland aus Hamburg. Ob der Weltrekordversuch wirklich geklappt hat, wird dann am Donnerstag gegen 22 Uhr auf dem Römerberg verkündet. Vor der Frankfurter Börse wurden Bulle und Bär gestern schon mal grün gestrichen. Wenn das kein gutes Omen ist! An unserem Stadtteil soll’s auf jeden Fall nicht scheitern. Vor allem die kleinen Riedbergerinnen und Riedberger essen ja kräftig mit…

Weitere Informationen unter gruenesossetag.de

Foto: Veranstalter

Möchten Sie mitsingen?

Singen Sie gerne – und suchen nach einer Gelegenheit, dieses wunderschöne Hobby hier am Riedberg auszuüben? Am Donnerstag, den 6. Juni, um 20 Uhr lädt der Riedbergchor alle Interessierten zu einer Mitsingprobe in die evangelische Riedbergkirche, Riedbergallee 61, ein. In einer Mitteilung heißt es: „Gemeinsam wollen wir Verschiedenes singen und auch einige Stücke aus dem Herbstkonzert proben.“ Es wird auch ausdrücklich betont, dass „Chorerfahrung nicht erforderlich ist“. Nur die Freude am Singen…

Die Probe endet gegen 21.30 Uhr und die Organisatoren möchten den Abend gerne mit allen bei einem Glas Sekt (oder einem anderen Getränk) gesellig ausklingen lassen.

Das ist der Riedbergchor

Immer Donnerstag Abend ist ein Termin, den 30 Frauen und Männer aus Riedberg und Kalbach nicht missen möchten. Trotz Arbeit, Alltagsstress und sonstiger Verpflichtungen. „Singen entspannt und befreit. Es ist ein bisschen wie Wandern“, umschreibt es einer der Wegbereiter. Nach der Gründung des Riedbergchores 2007 musste man mehrmals neue Räumlichkeiten zum Proben suchen und hat inzwischen bei der Evangelischen Kirche in der Riedbergallee eine Bleibe gefunden. Der Chor ist eine „glückliche Mischung“ von Menschen im Alter zwischen 30 und 75 Jahren, die sich nach den Proben auch noch zum Plaudern treffen.

Dirigentin Burcu Özcanyüz Seymen erklärt: „Unser Repertoire an Liedern ist genauso vielfältig wie wir – es reicht von Barock über Klassik bis hin zu Pop und Schlager. Da ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei.“

Das ist die Einladung des Riedbergchores zum Mitsingen am Donnerstag

Weitere Informationen unter www.riedbergchor.de

Informationen & Grafik: Riedbergchor

Endlich Sommer – und alle Freibäder öffnen!

Der Sommer kommt und die restlichen Freibäder öffnen. Damit reagieren die BäderBetriebe Frankfurt auf die positive Wettervorhersage für das Wochenende.

Die Freibäder Brentano und Eschersheim öffnen ihre Tore am morgigen Samstag, 1. Juni, von 9 bis 20 Uhr, an Werktagen sind beide Freibäder von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Das Freibad Nieder-Eschbach steht ab 1. Juni täglich von 10 bis 20 Uhr zur Verfügung, das Stadionbad täglich von 7 bis 20 Uhr. Am 7., 8., 9. und 10. Juni ist das Stadionbad aufgrund einer Veranstaltung geschlossen. Im Zeitraum vom 1. bis 15. Juni kann es in diesem Bad aufgrund von Auf- und Abbauarbeiten zu Einschränkungen im Bereich der Liegewiesen kommen.

Der Eintritt ist bis eine Stunde, Baden bis 20 Minuten vor Betriebsende möglich. Kassenschluss ist eine Stunde vor Schließung.

Freier Eintritt für Kinder bis 14 Jahre

Eine gute Nachricht – nur zur Erinnerung: Kinder bis 14 Jahre zahlen seit Februar für das Baden in den Frankfurter Schwimmbädern keinen Eintritt mehr. Die Regelung gilt auch für Kinder aus dem Umland.

Foto: Archiv

Europa: So hat der Riedberg gewählt

Die Menschen wollen ein offenes Europa – so lautete das positive Fazit von Oberbürgermeister Peter Feldmann nach der Europawahl. Schließlich ist die Wahlbeteiligung in der Mainmetropole im Vergleich zu 2014 um 12 Prozentpunkte gestiegen. Dass Frankfurt mit 56 Prozent Wahlbeteiligung dennoch den Wettstreit mit Köln (63 Prozent) verloren hat und der OB damit neben seiner Amtskollegin beim nächsten Kölner Straßenkarneval mitmachen darf oder vielmehr muss, dürften alle Beteiligten gerne akzeptieren.

Das Wahlergebnis allerdings ließ aufhorchen und verstärkte noch den hessischen Trend: Die CDU musste mit 19,7 Prozent, die SPD mit nur 15,2 Prozent große Verluste hinnehmen. Die Grünen erreichten mit 31,3 Prozent das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Die Partei lag auch in Wiesbaden, Darmstadt, Offenbach und Kassel vorn. Die FDP kam in Frankfurt auf 7,7 Prozent, die Linke auf 6,5 und die AfD nur auf 6,7 – und blieb damit klar unter dem bundesweiten Ergebnis.

Die Ergebnisse in den einzelnen Riedberger Wahlbezirken

Am Riedberg gab es für die rund 14.000 Einwohnerinnen und Einwohner insgesamt sechs einzelne Wahlbezirke, jeweils zwei in der Grundschule Riedberg, dem Gymnasium sowie der Marie-Curie-Schule. Ein Trend ist deutlich: Grün liegt vorn – in unserem Stadtteil wurde teilweise noch „grüner“ als im städtischen Durchschnitt gewählt. Auch die FDP verbuchte mit überwiegend 11 Prozent und mehr deutlich bessere Ergebnisse. Die Liberalen ließen dabei teilweise sogar die SPD hinter sich. Nur noch zweitstärkste Kraft war die CDU. Die Linke lag mit 4 bis jenseits von 5 Prozent etwas unter dem städtischen Schnitt. Die AfD war mit teils 4 Prozent deutlich unter den Werten in anderen Frankfurter Stadtteilen – in zwei Bezirken erreichte man allerdings über 7 Prozent.

Wo sind die „Hochburgen“ der anderen Parteien? Die detaillierte städtische Statistik umfasst hier nicht die Briefwähler, aber alle am Wahltag abgegebenen Stimmen in den einzelnen Wahlbezirken – und die ist sehr interessant: Stärkste Partei sind immer die Grünen. In Wahlbezirk 65101 der Grundschule Riedberg erreichen sie ihren Höchstwert von 35,3 Prozent. Die CDU wiederum verbucht in je einem Bezirk der Grundschule Riedberg sowie des Gymnasiums ihren Spitzenwert im Stadtteil von 26,9 Prozent. Die Sozialdemokraten bleiben überall knapp unter 13 Prozent.

Die Liberalen erreichen in Bezirk 65106 der Marie-Curie-Schule sogar 15,4 Prozent. Kleine Randbemerkung: Im gleichen Bezirk kommt „Die Partei“ um den Satiriker, Journalisten und Ex-TITANIC-Chef Martin Sonneborn auf 3,2 Prozent, was für eine so kleine Gruppierung beachtlich ist. Satiriker Sonneborn kommt als „GröVaZ – Größter Vorsitzender aller Zeiten“, einer bewussten Anspielung auf Deutschlands dunkle Vergangenheit, übrigens zum zweiten Mal nach Brüssel. Eine Fünf-Prozent-Hürde gibt es bei der Europawahl nicht.

Wie wurde in Kalbach gewählt?

Schon ein erster Blick auf die Ergebnisse stellt klar: Das Wahlverhalten in Riedberg und Kalbach unterscheidet sich nicht fundamental. Die SPD kommt hier teilweise auf 14 Prozent, die CDU in einem Bezirk der Grundschule Kalbach auf 27,5 Prozent. Die Grünen erreichen stets 27 oder 28 Prozent und die FDP bis zu 12,8 Prozent.

Pech für den FDP-Kandidaten Thorsten Lieb

Der Rechtsanwalt und Ökonom Thorsten Lieb war auf Listenplatz 6 seiner Partei angetreten. Noch um 22.30 Uhr gingen die Hochrechnungen teilweise von sechs Sitzen für die Liberalen aus. Kurze Zeit später wurde klar: Die FDP erreicht bundesweit 5,4 Prozent. Das bedeutet 5 Sitze im Europäischen Parlament.

Rechtsanwalt Thorsten Lieb aus Kalbach kandidierte auf Listenplatz 6 der FDP Foto: FDP

Der erste Politiker, der das Nachsehen hatte, war der hessische Spitzenkandidat aus Kalbach. Thorsten Lieb, Vater von vier Kindern, früherer Vorsitzender des Kindervereins Kalbach und immer noch Mitglied des Ortsbeirates 12, hatte seine Wahl lange vorbereitet. Er hatte einen aussichtsreichen Listenplatz erkämpft – und es denkbar knapp doch nicht geschafft.

Weitere Informationen und Ergebnisse unter wahlen.frankfurt.de

Foto: Archiv

Mehr als 50 Absperrschranken an einer Baustelle gestohlen

Im Zeitraum von Dienstagabend, 14. Mai 2019, bis Mittwochmorgen, 15. Mai, haben unbekannte Täter zahlreiche rot-weiße Absperrschranken im Bereich einer Baustelle am Riedberg entwendet. Die Polizei sucht nun Zeugen.

Mutmaßlich zwischen 17 Uhr und 8 Uhr morgens haben die Täter zugeschlagen. An der Baustelle für die neue IGS Kalbach-Riedberg an der Gräfin-Dönhoff-Straße hatte ein Unternehmen eine Vielzahl von Absperrschranken zwischen dem Gehweg und dem Bauzaun deponiert. Unbekannte haben diese, insgesamt 57 Stück, entwendet. Aufgrund des Umfangs des Diebesgutes ist es sehr wahrscheinlich, dass die Täter zum Abtransport des Diebesgutes ein sehr großes Fahrzeug bzw. einen Lastwagen verwendet haben.

Die Schadenssumme beläuft sich auf mehrere tausend Euro.

Wer kann Angaben zur Tat und/oder den Tätern machen? Zeugen werden gebeten, sich mit sachdienlichen Hinweisen unter der Telefonnummer 069/755-11400 an das 14. Polizeirevier zu wenden.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Foto: Archiv

Europawahl – ein Kandidat kommt aus Kalbach

Frankfurt will die deutsche Großstadt mit der höchsten Wahlbeteiligung werden. Frankfurter Originale werben auf Twitter und Facebook für Europa. Künstler und Musiker machen sich stark. Hier ein kurzer Überblick über Stimmzettel, Wahlmodus und die hessischen Spitzenkandidaten. Ein Mann auf Listenplatz 6 seiner Partei kommt übrigens aus Kalbach: Dr. Thorsten Lieb, Rechtsanwalt, Ortsbeirats-Mitglied, im Landesvorstand der FDP Hessen und jetzt deren Spitzenkandidat für die Europawahl.

Die wichtigsten Fakten zur Europawahl

Fast 500 Millionen Menschen in der ganzen Europäischen Union dürfen ihre Stimme abgeben und wählen ein neues Europäisches Parlament. Das Europäische Parlament ist die einzige direkt durch die Bürgerinnen und Bürger gewählte europäische Institution. Es gibt keine Wahlkreise. Das heißt, man kann keine Person direkt auf dem Stimmzettel ankreuzen, hat nur eine Stimme und wählt eine Partei. Aus Deutschland ziehen 96 Abgeordnete in das Europäische Parlament ein. Das Parlament besteht insgesamt voraussichtlich aus 751 Abgeordneten. Es gibt keine 5-Prozent-Hürde, in Deutschland treten mehr als 40 Parteien und Vereinigungen zur Wahl an.

Das ist ein Musterstimmzettel der Europawahl 2019. Über 40 Parteien und politische Vereinigungen nehmen daran teil Quelle: offizielle Webpage des Landes Hessen/ wahlen.hessen.de

Das sind die hessischen Spitzenkandidaten

Sven Simon (CDU), Udo Bullmann (SPD), Martin Häusling (B 90/Grüne), Christine Anderson (AfD), Thorsten Lieb (FDP) und Ali Al-Dailami (Die Linke) – das sind die hessischen Spitzenkandidaten der größten Parteien. MAINRiedberg stellt sie – entsprechend der Reihenfolge auf dem offiziellen Stimmzettel – kurz vor:

Sven Simon (CDU) ist Rechtswissenschaftler aus Marburg Foto: CDU

Sven Simon (CDU) ist Rechtswissenschaftler und seit dem 1. Dezember 2016 Inhaber des Lehrstuhls für Völkerrecht und Europarecht mit öffentlichem Recht an der Philipps-Universität Marburg. Er ist Spitzenkandidat der CDU Hessen für die Europawahl 2019.

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Udo Bullmann (SPD) ist seit 1999 Europaabgeordneter für Hessen Foto: SPD

Udo Bullmann (SPD) ist seit 1999 SPD-Europaabgeordneter für Hessen in der Fraktion der europäischen Sozialdemokraten des Europäischen Parlamentes. Ab 2016 war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender, seit März 2018 ist er Vorsitzender der Fraktion und bezeichnet sich gerne als „europäischen Sozialisten“.

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Martin Häusling ist agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Europaparlament
Foto: martin-haeusling.eu

Martin Häusling (B 90/Grüne) war Mitglied im Hessischen Landtag und ist inzwischen als Europa-Abgeordneter agrarpolitischer Sprecher der Grünen und Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. Der Grüne ist gelernter Agrartechniker und bewirtschaftet einen Bio-Betrieb in Bad Zwesten (Schwalm-Eder-Kreis)

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Christine Anderson (AfD) fordert „Freiheit statt Brüssel“ – kandidiert aber für das Europäische Parlament Foto: AfD

Christine Anderson (AfD) ist von ihrer Partei auf Listenplatz 8 für die Europawahl gewählt worden. Ihr Einzug ins Europäische Parlament gilt als sicher. Im Wahlkampf forderte die Kreisvorsitzende aus Limburg „Freiheit statt Brüssel“. Die Deutsche Presseagentur bringt sie mit dem fremdenfeindlichen Pegida-Bündnis in Verbindung.

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Ali Al-Dailami (Die Linke) floh mit seinen Eltern aus dem Jemen nach Deutschland Foto: Die Linke

Mit Ali Al-Dailami hat auf Platz 6 erstmals ein LINKER aus Hessen auf einem aussichtsreichen Listenplatz. Der Gießener ist geboren in Sanaa im Jemen, floh Anfang der 1990er Jahre mit seinen politisch verfolgten Eltern nach Deutschland. Er ist seit dem vergangenen Jahr stellvertretender Bundesvorsitzender.

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Der hessische FDP-Spitzenkandidat Thorsten Lieb wohnt in Frankfurt-Kalbach Foto: FDP

Thorsten Lieb (FDP) ist hessischer Spitzenkandidat zur Europawahl und bereits seit 2015 Europabeauftragter der FDP Hessen. Er ist Rechtsanwalt und Ökonom mit langjährigen Erfahrungen mit EU-Behörden und -Gerichten. Thorsten Lieb ist Mitglied des Ortsbeirates Kalbach/ Riedberg, war Vorsitzender des Kindervereins Kalbach und ist Vater von vier Kindern.

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Fotos: CDU, SPD, Grüne, AfD, Die Linke, FDP