Kategorie: RiedbergNEWS

Live „on air“: Schüler machen Radio

Live „on air“ gehen, selbst moderieren, schneiden, Umfragen sammeln, alles mit der Hilfe von Radio-Experten und professionellem Equipment: Das können SchülerInnen des Gymnasiums Riedberg im kommenden Schuljahr bei dem Projekt „school.fm“ lernen und erleben. Zusammen mit dem Hessischen Rundfunk in Kooperation mit der Hessischen Lehrkräfteakademie bauen sie ihr eigenes Schulradio auf.

Neben dem Gymnasium Riedberg haben sich die Augustinerschule Friedberg, die Dietrich-Bonhoeffer-Schule Lich, die I.E. Lichtigfeldschule Frankfurt, die Kreisrealschule Bad Orb und die Mittelpunktschule Gadernheim für den Radiowettbewerb im kommenden Schuljahr qualifiziert. Lehrkräfte aus den ausgewählten Schulen besuchen zu Beginn des neuen Schuljahres den hr und bekommen eine Einführung in Technik & Co., um mit ihren Schülern am neuen Radioprogramm arbeiten zu können. Danach kommen die hr-Coaches an die Schulen und begleiten die Radio-Gruppen beim Planen, Aufnehmen, Schneiden und Senden. Für die Schülermoderatoren gibt es später sogar noch ein zusätzliches Moderationstraining im hr-Studio.

AG für die achten und neunten Klassen

Laut FR soll das Projekt zunächst in den künftigen achten und neunten Klassen als AG angeboten werden und langfristig etabliert werden. Hinzu kommt, dass im nächsten Jahr das zehnjährige Schuljubiläum ansteht. Wenn alles klappt, könnten die Mädchen und Jungs der Radio-AG eine Art Rückschau mit Interviews und Hintergrundberichten zum ersten Jahrzehnt des Gymnasiums liefern.

Und so geht’s erst mal los: Nach dem Coaching durch die Radio-Profis an den Schulen werden die Schüler eigene Sendungen vorbereiten und ihre Mitschüler regelmäßig über ihr Schulradio informieren und unterhalten. Die Inhalte können sie dabei komplett selbst bestimmen: Es wird gesendet, was die Schüler hören wollen. Unter allen selbstproduzierten Sendungen wählt die Schulradio-Gruppe eine aus, mit der sie am „school.fm“-Wettbewerb teilnimmt. Die Gewinner werden bei der Abschlussveranstaltung im Juni 2019 ausgezeichnet.

Informationen: hr

Foto: hr/ Franziskanergymnasium Kreuzburg/ school.fm

 

Made in Riedberg: Der Tatort zum Thema „Reichsbürger“

Münchner Tatort – made in Riedberg. Der Krimi mit dem Titel „Freies Land“ wird am nächsten Sonntag ausgestrahlt, als letzter Tatort vor der Sommerpause. Der neue Fall führt die Münchner Kommissare zu einem abgeriegelten Bauernhof im bayerischen Nirgendwo, zu einer Gruppe von „Reichsbürgern“, die sich hier als „Freiländer“ bezeichnet. Warum schreibt man ein Drehbuch über eine Szene, die Staat und Justiz ablehnt und sich eine eigene Welt mit eigenen Regeln und rechter Gesinnung schafft? MAINRiedberg sprach mit Autor Holger Joos, der bei uns im Stadtteil wohnt.

Drehbuchautor Holger Joos wohnt am Riedberg Bild: BR/Joos

Was hat Dich veranlasst, einen Tatort über die Reichsbürgerszene zu schreiben?

Holger Joos: Ich bin vor knapp drei Jahren im Netz über die Krönungszeremonie eines selbsternannten „Königs“ gestolpert, der dort sein eigenes Reich ausgerufen hatte. Die Idee, dass Menschen einen eigenen Staat gründen wollen, weil sie mit unserer Republik nicht mehr zufrieden sind, fand ich unglaublich spannend. Der Begriff „Reichsbürger“ oder die Szene dahinter war mir bis zu dem Zeitpunkt völlig unbekannt.

2016 hast Du mit der Entwicklung des Konzepts begonnen. Damals hat man beim Thema Reichsbürger noch gemeinhin abgewunken. Jetzt rechnet der Verfassungsschutz mit 18.000 Reichsbürgern in Deutschland. Die rechte Szene verschafft sich Gehör und Anhänger. Hast Du damit gerechnet, wie politisch aktuell dieser Tatort werden könnte?

Nein. Zu Beginn unserer Entwicklung war das Thema ein reines Boulevard-Thema, kein politisches. Dies hat sich aber leider grundsätzlich geändert. Wobei man natürlich aber auch anmerken muss, dass diese Szene nicht per se rechtsextrem oder gewaltbereit, sondern sehr heterogen ist.

Wie taucht man ein in eine Szene, in der die Bundesrepublik inklusive Polizei und Justiz strikt abgelehnt wird und sich Menschen eigentlich von nebenan eine eigene Welt schaffen, rechts und voller Abhängigkeiten?

Ich habe anfänglich versucht, mit ein paar von ihnen per Mail in Kontakt zu treten, doch leider war das nicht wirklich erfolgreich. Glücklicherweise ist diese Szene aber von einem gewissen Hang zur Selbstdarstellung geprägt und teilt ihre Ansichten und Überzeugungen ausführlich auf ihren eigenen sozialen Kanälen.

Apropos Menschen „von nebenan“: Auch der Mord, vermeintlich ein Suizid, erscheint ja am Anfang nicht spektakulär…

Nein. Aber er öffnet eine Tür in eine Welt, die den Ermittlern – und wahrscheinlich auch vielen Zuschauern – völlig fremd ist und in der die Autorität der Polizisten nicht anerkannt wird. Darin sahen wir die Gelegenheit, einen Tatort zu erzählen, der sich doch sehr von den sonstigen unterscheidet.

Dieser Tatort spielt in einem fiktiven Ort in Niederbayern. Könnte er auch in einer modernen Großstadt spielen? 

So, wie wir ihn erzählen, nein. Inzwischen hat sich diese Szene aber verändert und hat sich von den ursprünglich ländlichen Gegenden in die Großstädte ausgeweitet.

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Sendetermin: Tatort „Freies Land“, Sonntag, 3. Juni, um 20.15 Uhr in der ARD

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Ludwig Schneider (Andreas Döhler), der Anführer der Freiländer, verteilt beim Abendessen die Suppe

Interview: MAINRiedberg

Fotos: BR/Claussen+Putz Filmproduktion GmbH/Hendrik Heiden

Junge Physik-Professorin in Venedig ausgezeichnet

Die theoretische Physikerin Hannah Petersen untersucht Materiezustände kurz nach dem Urknall – jetzt ist die junge Wissenschaftlerin in Venedig mit der Zimanyi-Medaille der Ungarischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet worden. Petersen leitet seit 2012 eine Helmholtz-Nachwuchsgruppe am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung am Campus Riedberg und lehrt als Professorin an der Goethe-Universität. Ihre Untersuchungen sind wichtig für die Arbeit am künftigen Beschleunigerzentrum FAIR, das derzeit hier entsteht.

Die Auszeichnung nahm Hannah Petersen bei der Quark-Matter-Konferenz in Venedig entgegen, bei der sie auch die neuesten Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppe präsentierte. Die Quark-Matter-Konferenz ist mit über 800 Teilnehmern die größte Veranstaltung in diesem Bereich. Hannah Petersen ist das jüngste Mitglied des internationalen Beirats der Konferenz.

Mikrosekunden nach dem Urknall

Auf dem Gebiet der relativistischen Schwerionenkollisionen, die die Möglichkeit bieten, stark wechselwirkende Materie unter extremen Bedingungen zu untersuchen, arbeitet Professorin Hannah Petersen an neuen theoretischen Beschreibungen des Materiezustands kurz nach dem Big Bang. „Durch die Beschleunigung von Blei- oder Goldkernen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit und deren Kollision können Temperaturen und Dichten erreicht werden, wie sie im frühen Universum nur Mikrosekunden nach dem Urknall, dem Big Bang existiert haben“, erläuterte Hannah Petersen ihre Forschung. Bei so hohen Energiedichten sagt die grundlegende Theorie der starken Wechselwirkung, die Quantenchromodynamik, eine neue Phase der Materie voraus: das Quark-Gluon-Plasma, das sich unter extrem hohen Druck explosionsartig ausdehnt.

Hannah Petersen erkannte und untersuchte als eine der Ersten, dass und wie der Verlauf dieser Explosion von Dichte- und Temperaturschwankungen als Folge von Quanteneffekten beeinflusst wird. Über den Vergleich von Theorie und experimentellen Daten stellte die junge Forscherin ein vielzitiertes Hybrid-Modell auf, das die Dynamik des Plasmas und seine Viskosität in Abhängigkeit vom jeweiligen Anfangszustand der Quantenfluktuation abbildet.

Das künftige Beschleunigerzentrum FAIR wird den Forscherinnen und Forschern Bedingungen zur Verfügung stellen, wie sie sonst nur im Weltall herrschen. Die Arbeit von Hannah Petersen und ihrer Nachwuchsgruppe ist ein wichtiger Baustein, um aus den Experimenten wesentliche Schlüsse zu ziehen. Ihr Hauptziel ist es, einen Transportansatz für die dynamische Beschreibung von Schwerionenreaktionen bei FAIR mit modernsten Rechentechniken zu entwickeln. Der Wissenschaftliche Geschäftsführer von GSI und FAIR, Prof. Paolo Giubellino, zeigte sich sehr erfreut über die Auszeichnung für die junge Forscherin: „Mit ihrer Analysemethode legt Hannah Petersen wichtige neue Grundlagen für experimentelle Messungen an FAIR. Ihre Arbeit wurde nun zu Recht mit der höchsten Auszeichnung für junge theoretische Forscher in der Schwerionenphysik gewürdigt.“

Die Zimanyi-Medaille wird vom Wigner-Forschungszentrum für Physik der Ungarischen Akademie der Wissenschaften in Budapest verliehen. Mit der Ehrung soll an den 2006 verstorbenen Kernphysiker József Zimányi erinnert werden. Die Medaille wird an theoretische Physikerinnen und Physiker verliehen, die jünger als 40 Jahre sind und deren Forschung auf dem Gebiet der theoretischen Hochenergie-Kernphysik wichtige internationale Anerkennung und Wirkung erlangt hat.

Bild-Info: Hannah Petersen und Tamás Sándor Bíró von der Zimanyi-Foundation bei der Preisverleihung in Venedig

Foto: Rosario Turrisi

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Informationen: Pressestelle Goethe-Universität

Beschwerden wegen Hundekot

Immer mehr Menschen fühlen sich am Riedberg zuhause. Indiz dafür ist auch, dass immer mehr Haustiere gehalten werden. Die Hinterlassenschaften von Hunden werden aber zunehmend zum Gesprächsthema und zum Ärgernis. Eine Mutter erzählt, dass ihre dreijährige Tochter schon zum wiederholten Mal in Hundekot getreten ist, unmittelbar neben einem Spielplatz. Aber auch auf den großen Wegen. Anwohner im Quartier Altkönigblick berichten, dass sich der noch relativ neue Ewald-Heinrich-von-Kleist-Platz mit dem hellen Gestein „in rasanter Geschwindigkeit zu einem Hundeklo entwickelt“. Eine Spaziergängerin beschreibt folgende Szene:  „Beim Drehscheiben-Spielplatz im Kätcheslachpark haben wir einen Hundebesitzer gesehen, der seelenruhig dastand, während sein Hund in die Senke unter dem Spielplatz gesch… hat.“ Als sie ihn darauf aufmerksam machte, sagte der Halter nur, dass in dem Matsch ohnehin kein Kind spielen würde. Die Spaziergängerin fassungslos: „Erstens spielen da garantiert Kinder und zweitens konnte ich es kaum glauben, dass dieser Mann auch noch meint, dass er im Recht ist und sein Hund das darf.“

Es drohen Bußgelder bis 150 Euro

Im Frankfurter Ordnungsamt sieht man das komplett anders. „Wir sind der Meinung, dass sich die Anzahl der Nichtwissenden doch sehr stark in Grenzen hält“, erklärt Michael Jenisch auf MAINRiedberg-Anfrage. „Gründe für die Verschmutzungen durch Hundekot sind Ignoranz, Bequemlichkeit und fehlendes Verantwortungsbewusstsein.“

Hundebesitzer müssen den Kot ihres Vierbeiners beseitigen, darüber werden sie auch beim Anmelden ihres Hundes informiert. Wer sich nicht daran hält, muss mit 90 Euro Regelgeldbuße plus 28,50 Euro Auslagen und Gebühren rechnen. In Grünanlagen wie hier am Riedberg kostet es 130 Euro Regelgeldbuße plus 28,50 Euro Auslagen und Gebühren. Spielplätze sind ohnehin tabu. Theoretisch. Denn die Stadtpolizei des Ordnungsamtes (siehe unten) kann nur aktiv werden, wenn Hund und Halter klar bestimmt werden können oder ein Zeuge Anzeige erstattet. In manchen Kommunen wird deshalb darüber diskutiert, ob man DNA-Tests für Hunde einführen soll. In Frankfurt ist das kein Thema. Die Auskunft des Ordnungsamtes: „Wir sehen diese Idee eher kritisch, da unrealisierbar und mit hohen Kosten- und Verwaltungsaufwand verbunden.“

Sind mehr Liegewiesen die Lösung?

Weil trotz aller eindeutigen Regelungen der Grünanlagensatzung Hunde frei herumlaufen und das Problem Hundekot zunimmt, möchte der Ortsbeirat Flächen in den Parks als Liegewiesen ausweisen. Dort sind Hunde verboten. Einem Antrag der Grünen wurde in der letzten Sitzung zugestimmt. Einer der Ortsbeiräte sieht das allerdings kritisch und sagt: „Die Hundekotverschmutzung wird sich so nicht lösen lassen.“ Die Sachlage sei klar, jeder Hundehalter muss den von seinem Hund verursachten Kot auch beseitigen. Es gibt zudem Beutelspender, die dafür genutzt werden können.

Wer zu diesem Thema Fragen hat, kann sich an die Stadtpolizei des Ordnungsamtes unter der Hotline 069/212-44044 wenden.

Fotos: MAINRiedberg/ Archiv

 

A661: Fahrräder auf Autobahn geworfen

In der Nacht von Montag auf Dienstag warfen Unbekannte zwei Fahrräder von der Fußgängerbrücke Berkersheimer Weg auf die Autobahn – also zwischen der Anschlussstelle Eckenheim und der Ausfahrt Heddernheim/ Mertonviertel am Fuß des Riedbergs. Mindestens drei Autos mussten dem Hindernis ausweichen.

Gegen 2.05 Uhr war eine 19-Jährige mit ihrer 17-jährigen Beifahrerin auf der A661 in Richtung Oberursel unterwegs. Unter besagter Fußgängerbrücke lag ein Fahrrad auf den beiden Fahrstreifen. Ein weiteres Fahrrad lag auf dem Seitenstreifen. Die 19-jährige Audifahrerin schaffte es glücklicherweise abzubremsen, nach links auszuweichen und so einen Zusammenstoß zu verhindern. Die jungen Damen riefen sofort die Polizei. Sie konnten noch im Rückspiegel beobachten, wie nachfolgendes Taxi ebenfalls nur knapp dem Fahrrad ausweichen konnte. Kurze Zeit näherte sich ein weiteres Auto. Der 35-jährige Fahrer stieg aus und räumte die beiden Fahrräder hinter die Leitplanke.

Die Fahrräder, ein weiß, schwarzes Damenrad mit der Aufschrift „Cyco“ und ein gelb, silbernes Damenrad mit der Aufschrift „oBike Bicycle Sharing“, wurden zuvor von den noch unbekannten Besitzern auf der Fußgängerbrücke abgestellt. Hinweise auf die Täter, welche die Fahrräder von der Brücke warfen, liegen aktuell nicht vor.

Polizei sucht Zeugen und nimmt Hinweise entgegen

Die Polizei bittet Zeugen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit der Tat gemacht haben, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 069/755-46400 entgegen.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main/ Pressestelle

Foto: Archiv

Stadtspaziergang mit dem Planungsdezernenten

Riedberg wächst und wächst. Bis 2020 soll die Bebauung mit rund 6400 Wohnungen und Häusern abgeschlossen sein. Dann werden etwa 16.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Frankfurts jüngstem Stadtteil leben. Es gibt zahlreiche Grünflächen, eine urbane Mitte und vielfältige Wohnangebote. Der Schwerpunkt der Entwicklung ist im Moment das Quartier „Westflügel“.

Bei einem öffentlichen Spaziergang am Mittwoch, 6. Juni, um 17.30 Uhr möchte Planungsdezernent Mike Josef allen Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit geben, den jungen Stadtteil mit seinen vielen Facetten kennenzulernen. Treffpunkt ist die Brunnenanlage am Riedbergplatz. Fachleute informieren während des Spaziergangs über die städtebauliche Entwicklung, über das vernetzte Grünkonzept und über spannende Wohnungsbauprojekte. Nach dem Spaziergang ist Zeit für Gespräche bei Brezeln und einer Erfrischung.

Um die Themen des Spaziergangs für alle Teilnehmenden verständlich besprechen zu können, wird gegebenenfalls eine Begrenzung der Teilnehmerzahl erforderlich. Daher wird um Anmeldung gebeten per E-Mail an stadtspaziergang-ffm@stadt-frankfurt.de oder per Fax unter 069/212-45978.

Informationen & Plakat: Stadt Frankfurt

Forum „Älterwerden in Frankfurt“

Eine Veranstaltungsreihe des Seniorendezernates informiert zu wichtigen Aspekten des Älterwerdens. Gemeinsam mit verschiedenen Trägern, Ämtern, Initiativen und Vereinen werden die Beratungs- und Unterstützungsangebote für ältere Menschen und ihre Angehörigen dargestellt und Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung in und um Ihren Stadtteil aufgezeigt. Die Stadt möchte außerdem einladen, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Auch, was die Frage betrifft: Wie stellen sich die Senioren das eigene Älterwerden im Stadtteil vor?

Schon heute haben Senioren aus unserem Stadtteil die Möglichkeit, Themen und Fragen zu nennen, die sie besonders interessieren. Die Veranstaltung für Niederursel, Ginnheim, Heddernheim, Praunheim, Nieder-Eschbach, Nieder-Erlenbach, Harheim, Berkersheim, Frankfurter Berg, Bonames und Kalbach-Riedberg findet heute ab 17 Uhr im SAALBAU Titus Forum im NordWestZentrum, Walter-Möller-Platz 2, statt. Neben Seniorendezernentin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld werden Andrea Manger (Sozialrathaus Nord), Gregor Preis (Leitstelle Älterwerden) oder beispielsweise auch Prof. Dr. Frank Oswald anwesend sein, der Forschungsergebnisse aus dem Frankfurter Norden vorstellt. Zudem gibt es zahlreiche Infostände.

Aktionswochen starten am 4. Juni 

Die Aktionswochen „Älterwerden in Frankfurt“ finden dann von 4. bis 17. Juni statt und stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Liebe kennt kein Alter“. Die Aktionswochen Älterwerden des Sozialdezernates Frankfurt haben sich in den letzten 17 Jahren als ein fachlich wichtiges Ereignis in der Frankfurter Sozial- und Kulturlandschaft etabliert. Aber auch über die hessischen Grenzen hinaus. Signifikant ist, dass Themen wie Wohnen im Alter und der große Bereich physische und psychische Gesundheit über die Jahre hinweg stets präsent waren und dabei nie an Aktualität verloren haben. Inhalte wie Bildung, Partizipation, Altenpolitik, Daseinsvorsorge, bürgerschaftliches Engagement, Kunst und Kultur aber auch Sport, Bewegung und Tanz wurden und werden von den Aktionswochen Älter werden aufgegriffen und aus den verschiedensten professionellen Blickwinkeln beleuchtet. Ebenso gibt es in zahlreichen Fachtagungen und Bürgeranhörungen die Gelegenheit, zu aktuellen Themen aktiv mitzureden und somit auch Einfluss auf das Stadtgeschehen zu nehmen. Daneben kommt auch das Feiern und Genießen nicht zu kurz.

Weitere Informationen unter  www.aelterwerden-in-frankfurt.de/aktionswochen-2018

Informationen & Fotos: Stadt Frankfurt

 

 

Zwei Feste für die Nachbarschaft

„Alle sind herzlich eingeladen, bei Kaffee und Kuchen einen schönen Nachmittag mit den Nachbarn zu verbringen“, heißt es morgen im Familienzentrum Billabong in der Graf-von-Stauffenberg-Allee. Gefeiert wird von 15 bis 18 Uhr. Der „Tag der Nachbarn“ wurde von der nebenan.de Stiftung deutschlandweit ins Leben gerufen. Billabong beteiligt sich daran, auch um „ein Zeichen für gutes Miteinander zu setzen“.  Zudem wird ein kleiner Flohmarkt in Kooperation mit den Seniorinnen und Senioren veranstaltet, die im Wohnkomplex nebenan leben. Gefeiert wird drinnen und draußen.

Morgen ist die Nachbarschaft auch herzlich ins Haus der Betreuung und Pflege  „Bettinahof“ in der Altenhöferallee eingeladen. Alexandra Leidig vom Sozialdienst des Heims: „Wir veranstalten am 25. Mai ab 14 Uhr einen Tag der offenen Tür. Der Wohnbereich für Menschen mit psychiatrischer Erkrankung zieht im April in ein neues Haus. Wir möchten die Gelegenheit nutzen und den neu gestalteten Wohnbereich, Heimleitung und Pflegedienstleitung vorstellen. Es gibt ein Küchenbuffet zugunsten des Kinderhospitzdienstes Frankfurt, ein Klavierkonzert und ein Gewinnspiel.“

Herzliche Einladung zum Tag der offenen Tür im Bettinahof…

…und zum Tag der Nachbarn im Familienzentrum Billabong

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Informationen und Bilder: Veranstalter

Zwei Polizei-Einsätze – und eine Frage

Bereits am vergangenen Freitag gab es zwei Polizei-Einsätze am Riedberg. An der gefährlichen Kreuzung Altenhöferallee/Graf-von-Stauffenberg-Allee, wo der Magistrat kürzlich die Errichtung einer Ampelanlage zugesagt hat, kam es kurz vor Mitternacht wieder zu einem Unfall. Beteiligt war ein Taxifahrer, der laut Polizei „offensichtlich unter Einfluss von Alkohol stand“. Außerdem wurden Streifenwagen zum Piratenspielplatz im Kätcheslachpark gerufen, weil „offenbar Jugendliche zu laut feierten“.

„Es fehlt eine Location für Jugendliche“

Das geschah nicht zum ersten Mal. Regelmäßig wird von Anwohnern deshalb die Polizei verständigt. Bisweilen auch, wenn die Jugendlichen Richtung Kätcheslachweiher ausgewichen sind. Am vergangenen Freitag waren größere Gruppen von Schülern unterwegs – vermutlich, um zu feiern, dass die Abiturprüfungen fast vorbei sind.

An anderen Tagen sind es nur drei oder vier Teenager zwischen 16 und 19 Jahren, die „zusammenhocken und herumalbern“, wie Polizeisprecher André Sturmeit umschreibt. Das wirft eine Frage auf, die teilweise auch die langsam wachsende Zahl von Eltern, deren Kinder dem Grundschul-Alter entwachsen sind, beschäftigt: Wo gibt es in den Abendstunden offene Räume für Jugendliche? Der Polizeisprecher: „Da oben am Riedberg fehlt’s an einer Location, wo die jungen Leute sich treffen können.“ Das Jugendhaus beispielsweise ist nah, schließt am Freitag aber um 22 Uhr und am Samstag um 19 Uhr. Wenn die Jugendlichen auf den Bänken davor sitzen, ist das aufgrund von lauten Unterhaltungen und teils Lärm auch nicht willkommen und war bereits Thema im Ortsbeirat.

Müll und Glasscherben am Spielplatz

Neben Beschwerden über Lärm gab es in letzter Zeit rund um den Piratenspielplatz mehr herumliegenden Müll und Glasscherben. Letzteres monieren auch Spaziergänger und Spielplatz-Besucher. Die Verletzungsgefahr bei Scherben ist groß, gerade für die kleinen Kinder. „Dass man den Dreck wieder mitnehmen muss, steht doch außer Frage“, sagt eine Mutter. Insgesamt aber gab es laut Polizei bisher keine nennenswerten Vorkommnisse.

Foto: Archiv

Graffiti für den Riedbergplatz – und bald auch WLAN?

Graue Wände, graue Bodenplatten. Farbe wäre für unseren Riedbergplatz nicht schlecht – allerdings bitte keine Schmierereien wie zurzeit, sondern legales Graffiti. Das dachten sich vermutlich die Wegbereiter folgender Idee: In der Sitzung vom vergangenen Freitag beschloss der Ortsbeirat eine Initiative, die den Riedbergplatz verschönern soll. Konkret geht es dabei darum, „die bisherigen unschön beschmierten Mauern dauerhaft ansprechend zu gestalten“, heißt es bei SPD und Grünen. Und der Kreativität der Kinder und Jugendlichen Raum zu geben. Man verweist auf das Graffiti an den Stützen der A66 in Ginnheim und die Bemalung der Mülleimer an den Bus- und U-Bahnhaltestellen am Riedberg durch die Kids der Kita TraumBaum. Wie aber könnte das klappen? Ronald Bieber, Kinderbeauftragter am Riedberg, wird sich mit dem Jugendhaus und den Schulen in Verbindung setzen, um Entwürfe für die Bemalung der Mauern zu sammeln. Zuschüsse aus dem Ortsbeiratsbudget sind dann für die Realisierung in Aussicht gestellt.

Der Riedbergplatz ist der zentrale Aufenthaltsort hier im Stadtteil, nicht nur wegen U-Bahn-Anschluss, Spielplatz und Einkaufszentrum. Einstimmig zugestimmt wurde am Freitag dem Antrag, dass bei der Stadt nachgehakt werden soll, ob es hier freies WLAN geben könnte. Die Frage ist allerdings, wie weit die Gespräche mit verschiedenen Anbietern bezüglich des Ausbaus eines freien WLAN-Netzes überhaupt schon gediehen sind. Schließlich wolle man doch, dass in Frankfurt und natürlich auch am Riedberg „am technischen Fortschritt teilgenommen werden kann“. Bisher sind immer mehr Jugendliche in der Passage im Einkaufszentrum zu finden. Auch in den Schulpausen. Denn es gibt freies WLAN bei Rewe. „Sicher nicht selbstlos“, wie ein Ortsbeirat formuliert. Sondern mit Blick auf die Kasse.

Foto: privat