Kategorie: RiedbergNEWS

Neuer Kinderstadtplan für den Riedberg

Druckfrisch zeigt das Frankfurter Kinderbüro zehn überarbeitete Kinderstadtpläne. Die Pläne einzelner Stadtteile waren vergriffen, bei den Neubaugebieten konnte eine neue Version der Stadtgrundkarte als Basis eingesetzt werden. Große Veränderungen gab es vor allem bei den Plänen von Riedberg, Kalbach und Gallus. Mit anderen Worten: Bisher haben weite Teile des Riedbergs in den alten Kinderstadtteilplänen gefehlt – das hat sich nun grundlegend geändert.

Das Frankfurter Kinderbüro präsentierte deshalb am Montag auf dem Piratenspielplatz im Kätcheslachpark die druckfrischen neuen Kinderstadtteilpläne. Diese wurden auf neuer Datenbasis des Stadtvermessungsamtes und in Zusammenarbeit mit dem Kinderbeauftragten für den Riedberg, Ronald Bieber, hergestellt.

41 Teilpläne für das ganze Stadtgebiet – online oder frisch gedruckt

Auf insgesamt 41 Teilplänen ist das ganze Stadtgebiet Frankfurts abgebildet. Die Pläne für die Stadtteile Bonames/Frankfurter Berg, Gallus, Goldstein, Höchst, Kalbach, Oberrad, Riedberg, Riederwald, Rödelheim und Sindlingen wurden aktualisiert. Die Pläne, die sehr großen Anklang bei Kindern, Eltern, Schulen und Betreuungseinrichtungen finden, können ab sofort kostenfrei im Kinderbüro, Schleiermacherstraße 7, abgeholt oder bestellt werden. Auch Schulklassen und Kindergruppen können die Kinderstadtteilpläne erhalten.

Kinder können mit den Plänen eigenständig ihr nahes Umfeld erkunden. Sie sind übersichtlich und bunt gestaltet. Kinder und Jugendliche finden sich im Großstadtgefüge vor ihrer Haustür damit schnell zurecht. Im Einzelnen sind auf den Plänen zu sehen: Spiel- und Bolzplätze, Spielwiesen, Rollschuhbahnen, Betreuungseinrichtungen, Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Sportplätze, Bibliotheken, Bücherschränke, Polizei, Feuerwehr, Linien der Straßenbahnen und U- und S-Bahnen, Kindertheater, Museen und vieles mehr.

Jeder Plan zeigt einen Stadtteil Frankfurts im DIN A3-Format und im DIN A2-Format die gesamte Stadt.

Die Neuauflage wurde von den Kinderbeauftragten in den Stadtteilen unterstützt. Ihre Ortskenntnisse der einzelnen Quartiere sind unersetzlich für die Aktualisierung der Kinderstadtteilpläne.

Die Pläne sind auch auf der Internetseite des Kinderbüros https://www.frankfurter-kinderbuero.de für private Zwecke zum Download eingestellt.

Der Kinderstadtplan für den Riedberg ist unter https://kinderbuero-frankfurt.de/images/pdf_2019/Riedberg_04-18_RL03.pdf zu finden.

Foto: Kinderbüro Frankfurt

Streckensperrung – meine erste Bilanz

Von Monika Nowicka

Montag, 1. Juli, 8 Uhr morgens. Ein ganz normaler Arbeitstag. Nicht ganz. Simone B. steht an der U-Bahn Haltestelle Uni Campus Riedberg und blickt auf die Anzeigetafel. Heute ist der erste Tag, an dem die U8 sowie U1, U2 und U3 für die nächsten sechs Wochen komplett ausfallen. Streckensperrung zwischen Südbahnhof und Heddernheim. Wegen diverser, dringend notwendiger Arbeiten an der so genannten „A-Strecke“, Frankfurts meist befahrener U-Bahn-Verbindung.

Die junge Riedbergerin, die in der Innenstadt arbeitet, fährt in der Regel jeden Tag mit der U8 zur Arbeit und zurück. Dauer der Fahrt sind meist 20 bis 25 Minuten. Sie ist etwas verunsichert, ob durch den Ausfall der U8 ihr Arbeitsweg erschwert wird.

Auf die U9 Richtung Ginnheim muss sie nur ein paar Minuten warten. In der U-Bahn gibt es bereits per Lautsprecher Informationen über den Schienenersatzverkehr (SEV) und an der Heddernheimer Landstraße kann sie direkt in einen der drei Ersatz-Busse einsteigen.

„Der Bus ist noch leer, als ich einsteige, und bei den warmen Temperaturen gut klimatisiert“, berichtet Simone B.“Wir fahren auch gleich los, nach zwei Minuten.“

Am weißen Stein wird der Bus relativ voll, aber es fahren ja mehrere Busse hintereinander. Wie ist die Stimmung bei den Fahrgästen? Nach Simones Empfinden schwankt die zwischen Gelassenheit, leichter Verärgerung über die Strecksperrung – die anscheinend trotz Informationen auf verschiedenen Kommunikationskanälen von RMV-Infos bis Radio und Zeitung nicht bei allen angekommen ist – bis hin zu Verunsicherung bei Touristen, die nach der Route fragen.

„Insgesamt war ich morgens 15 Minuten länger unterwegs durch den Verkehr auf der Eschersheimer – also anstelle 25 Minuten habe ich 40 Minuten bis in die Stadt gebraucht. Auf dem Rückweg waren es vielleicht 5 Minuten mehr. Es hat alles geklappt vom Bus bis zur Bahn.“ So die zeitliche Bilanz.

„Von daher ziehe ich ein erstes, positives Fazit. Und ich bin ehrlich gesagt etwas überrascht, wie gut alles geklappt hat“, resümiert die junge Frau.

Die Alternative: Mit dem Rad in die Stadt!

Unsere MAINRiedberg-Kollegin Monika Nowicka ist „bei dem sonnigem Wetter einfach mal auf mein Fahrrad gestiegen und bin die Strecke in die Innenstadt geradelt“. Zugegeben, teilweise ist der Weg (vor allem der Berg auf dem Rückweg) recht anstrengend. Und trotzdem, „ich habe die Fahrt an der frischen Luft genossen“.

Vielleicht wird also der eine oder andere durch die U-Bahn Sperrung mal wieder inspiriert, aufs Fahrrad umzusteigen. „Der Gesundheit und der Umwelt kommt es auf jeden Fall zugute“, meint Monika Nowicka augenzwinkernd.

Und wenn der kalte, nasse Herbst anbricht und man möglichst schnell von einem zum anderen Ort kommen möchte – dann können wir wieder in die U-Bahn umsteigen…

Foto: MAINRiedberg

 

 



 

Ein Drink zum Abkühlen – zu gewinnen!

Sommer, Sonne und die lauwarmen Sommernächte, die zum Feiern einladen. Dazu das passende Getränk. Für Boris Markic steht fest: Es muss ein Longdrink mit „Tesla“, Zitronenlimonade und einer Limettenspalte sein.

„Herrlich erfrischend und perfekt für die heißen Tage“, sagt der 35-jährige Riedberger und Founder von „Tesla“, einer hochwertigen Spirituose, genauer gesagt dem kroatischen Pflaumenschnaps Sljivovic.

An einem Abend bei Freunden mit gutem kroatischen Wein, Käse und Schinken, hier in Frankfurt, ist die Idee geboren. „Da ist uns aufgefallen, dass Italien, Frankreich und Spanien für Ihre Delikatessen bekannt sind, aber Kroatien hauptsächlich für cevapcici, obwohl diese gar nicht aus Kroatien stammen“, erzählt der Bar-Experte. Da fehlte natürlich „Tesla“. Ob pur bei Zimmertemperatur als Digestif, in Longdrinks mit Tonic, Ginger Beer, Ginger Ale, Zitronenlimonade oder als Hauptzutat in diversen Cocktails, die namhafte Bartender extra für die Marke entwickelt haben, Tesla ist Genuss pur!

„Das Besondere ist, dass wir mehrere verschiedene kroatische Zwetschgensorten sortenrein jede für sich destillieren und anschließend nach unserem entwickelten Rezept blenden, also quasi eine Cuvée herstellen, um die besten Eigenschaften aus jeder Sorte zu holen“, schwärmt Boris von dem Getränk. Doch Tesla überzeugt nicht nur durch den einzigartigen Geschmack, sondern auch durch das besondere Flaschendesign. So hat die Flasche sowohl den German Design Award, als auch den renommierten Red Dot Design Awardgewonnen. „Wir bekommen auch immer wieder Fotos geschickt, auf denen unsere Kunden die leere Flasche im Anschluss in ihrer Wohnung als Deko verwenden, etwa als Vase“, berichtet Boris und man merkt die große Leidenschaft, mit der er hinter seinem Produkt steht. „Sljivovic ist DIE kroatische Spirituose. Sie verbindet Menschen, man trinkt ihn mit seinen Liebsten und bei wichtigen Anlässen im Leben.“

Den Sommerurlaub wird Boris mit seiner Familie wie jedes Jahr in Kroatien verbringen, dieses Jahr in der Nähe von Split, wo „Tesla“ übrigens auch in einigen der besten Bars und Restaurants auf der Karte steht.

Zum Glück müssen die Riedberger nicht so weit reisen, um in den Genuss des leckeren Getränks zu kommen. Denn seit Frühjahr 2019 ist das Produkt hier im Edeka in der Riedbergallee zu kaufen.

Damit auch Sie in den Genuss von Boris Markic‘ „Tesla“ kommen, verlosen wir ein exklusiv für den Riedberg kreiertes Set bestehend aus

1 Flasche Tesla Šljivo

2 Flaschen Fritz Limo Zitrone

2 Flaschen Fever-Tree Mediterranean Tonic

Schreiben Sie uns hierzu unter mail@main-riedberg.de , wo Sie Ihren Sommer-Drink am liebsten genießen, gerne mit einem Foto! Die Verlosung endet am Donnerstag, den 4. Juli 2019 um 12 Uhr.

 Živjeli – ein Prost auf den Sommer! Am besten mit einem eisgekühlten Tesla in der Hand…

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Text: Monika Nowicka

Foto: Tesla Šljivo/ Boris Markic

Innovative Schulen zu besichtigen

Unter den besonders gelungenen Gebäuden, die an diesem Wochenende beim „Tag der Architektur“ präsentiert werden, sind auch zwei Projekte des Frankfurter Amtes für Bau und Immobilien (ABI): Der Holzmodulbau des Gymnasiums Nord in Westhausen und der Neubau der Franz-Böhm-Schule im Dornbusch. Sie können am heutigen Samstag, 29. Juni, beziehungsweise am Sonntag, 30. Juni, bei Führungen besichtigt werden. „Die beiden Beispiele zeigen, dass wir für unsere Schulen innovative Lösungen haben, die über Frankfurt hinaus Beachtung finden“, sagt Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien. „Gerade mit dem Modulbau setzen wir Maßstäbe, haben wir doch mittlerweile die beiden weltweit größten Schulgebäude, die in Holzmodulbauweise errichtet wurden.“

Der bundesweite „Tag der Architektur“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Räume prägen“. Hessenweit stehen dieses Mal 76 gelungene Beispiele guter Alltagsarchitektur offen, die ein Gremium aus Fachleuten ausgewählt hat. Viele davon sind normalerweise nicht öffentlich zugänglich. Besucher können Gebäude besichtigen, Architekten und Bauherren zu den Entwürfen befragen und sich Erläuterungen aus erster Hand holen.

Das Gymnasium Nord befindet sich derzeit an einem Übergangsstandort in Westhausen, wo es zum Schuljahr 2016/17 den Betrieb aufgenommen hat. Das aus Holzmodulen errichtete Gebäude wird sukzessive erweitert. Die von den Büros Raumwerk und Spreen Architekten entworfene Schule ist ausgelegt für rund 1400 Schüler. Das Gymnasium Nord ist bisher das weltweit größte in Holzmodulbauweise errichtete Schulgebäude, wird als Rekordhalter jedoch demnächst vom Schulcampus Westend in Frankfurt abgelöst.

Der im vergangenen Jahr fertiggestellte Neubau des Bauteils A der Franz-Böhm-Schule wurde als Ersatzneubau für ein Schulgebäude aus den 1970er Jahren konzipiert, das aufgrund von Baumängeln nicht mehr erhalten werden konnte. Auch das von Marcus Schmitt Architekten geplante Projekt zeigt, wie eine Schule in kurzer Zeit wieder in einen zeitgemäßen Zustand gebracht wurde. Durch die Verwendung vorgefertigter Betonelemente konnte die Bauzeit deutlich verkürzt werden.

Die beiden Projekte stehen zu folgenden Zeiten offen:
Gymnasium Nord: Führungen Samstag, 29. Juni, 11 bis 14 Uhr, Treffpunkt Muckermannstraße 1, Haupttreppe

Franz-Böhm-Schule: Führungen Samstag, 29. Juni, und Sonntag, 30. Juni, jeweils um 10 Uhr und um 11 Uhr, Treffpunkt Eichendorffstraße 67-69, Haupteingang

Das gesamte Programm des Tags der Architektur ist im Internet abrufbar bei der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen unter http://www.akh.de .

Foto: Stadt Frankfurt/ Contiu

Endspurt an der Grundschule III

Noch sieht es hier am Ende der Hans-Leistikow-Straße eindeutig nach Baustelle aus. Doch das Provisorium für die neue Grundschule III befindet sich auf der „Zielgeraden“. Während mehr als 2600 Schülerinnen und Schüler aus unserem Stadtteil ihre Ferien genießen und das Thema Schule in den nächsten Wochen vermutlich weniger im Vordergrund steht, wird diese Nachricht zahlreiche Eltern mit Schulanfängern interessieren: An der Grundschule III wurde am Donnerstag die Anlieferung der insgesamt 160 Stahlmodule abgeschlossen. „Damit ist dann auch das zweite Obergeschoss fertig montiert“, heißt es aus dem Baudezernat. Am Anfang des neuen Schuljahres soll der Unterricht beginnen.

„Eine neue Schule in einem Zeitraum von weniger als einem Jahr zu errichten, kann nur erfolgen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und dafür andere Arbeiten hintanstellen“, sagte Baudezernent Jan Schneider, als er kürzlich mit Bildungsdezernentin Sylvia Weber die Baustelle besuchte. „Wir wissen, was wir allen an einem solchen Projekt Beteiligten abverlangen“, betonte Dezernentin Weber, „angesichts der überproportional steigenden Kinderzahlen auf dem Riedberg ist der Bau einer zusätzlichen Grundschule jedoch ohne Alternative.“ Die Stadt ist als Schulträger verpflichtet, Grundschulkinder dort zu beschulen, wo sie leben, „und dieser Aufgabe kommen wir hier gemeinsam nach“.

Die Grundschule Riedberg 3 wird zwei Jahre lang in der temporären Anlage arbeiten. 2021 zieht sie in die heute von der IGS Kalbach-Riedberg genutzte Holzmodulanlage an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee. Dort entsteht derzeit neben dem im Sommer 2017 fertiggestellten ersten Bauabschnitt der zweite Gebäudeteil. Im Juli kann der zweite Bauabschnitt, der rund sieben Millionen Euro kostet, planmäßig in Betrieb gehen. Die Schule erhält acht zusätzliche Klassenräume, eine Lehrküche sowie mehrere weitere Fachräume.

2021 soll die IGS mit rund 600 Schülerinnen und Schülern an ihren endgültigen Standort in der Gräfin-Dönhoff-Straße an der U-Bahn-Station Riedberg umziehen.

Foto: MAINRiedberg

Preis für Astrophysiker Luciano Rezzolla

Weltweite mediale Aufmerksamkeit erfuhr Luciano Rezzolla in seiner Rolle als Vorstandsmitglied und Leiter des „Black Hole Cam-Projektes (BHC-Projekt)“, welches erstmals die Beobachtung des heißen Plasma-Rings um das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie M87 sichtbar machte. Für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit erhält der Theoretische Astrophysiker heute den Wissenschaftspreis der Frankfurter Physik. Der Preis wird am Nachmittag im Rahmen einer akademischen Feierstunde mit Staatssekretärin Ayse Asar vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst im Biozentrum am Campus Riedberg vergeben.

Veranstalter sind der Fachbereich Physik der Goethe-Universität, die Walter Greiner Gesellschaft zur Förderung der physikalischen Grundlagenforschung (WGG) und das Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS). Nach einer Begrüßung durch Prof. Michael Lang, Dekan des Fachbereichs Physik, Prof. Roger Erb, Vizepräsident der Goethe-Universität, Dr. Nikolaus Hensel, Gründungsvorstand der WGG und Prof. Enrico Schleiff, Vorstandsvorsitzender des FIAS, werden die Auszeichnungen für herausragende junge und erfahrene Wissenschaftler in einer Gesamthöhe von rund 150.000 Euro verliehen.

Den Wissenschaftspreis der Frankfurter Physik für herausragende wissenschaftliche Arbeit erhalten Prof. Luciano Rezzolla und sein Team am Institut für Theoretische Physik in Anerkennung der phänomenalen Erfolge im Zusammenhang mit der Entdeckung der Gravitationswellen beim Verschmelzen von zwei Schwarzen Löchern. FIAS-Fellow Prof. Rezzolla und sein Team sagten 2017 vorher, wie die Gravitationswellensignale von der Kernzustandsgleichung bei hohen Dichten und Temperaturen abhängen. Erst vor kurzem erregten Arbeiten seiner Gruppe Aufsehen, in denen es um die Beobachtbarkeit grundlegender Eigenschaften der Materie beim Verschmelzen von Neutronensternen geht.

Die weiteren Preisträgerinnen und Preisträger

Für sein Lebenswerk in der Gravitationsphysik erhält Prof. Friedrich Hehl, der am Institut für Theoretische Physik der Universität zu Köln lehrte, den Karl-Schwarzschild-Preis 2019. Prof. Hehl hat in herausragender Weise in über mehr als vier Jahrzehnten die theoretischen Grundlagen der allgemeinen Relativitätstheorie (ART) untersucht, insbesondere hat er Erweiterungen von Einsteins ART geschaffen, um die Torsion der Raumzeit einzubeziehen, die Einstein einst vernachlässigt hatte.

Mit dem Preis wird an Karl Schwarzschild erinnert, den berühmten Frankfurter Astrophysiker, der vor einhundert Jahren innerhalb weniger Monate die nach ihm benannte Lösung von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie berechnete.

Dr. Maris Bauer erhält den von der Carl Wilhelm Fück-Stiftung ausgelobten und mit 10.000 Euro dotierten „Walter Greiner-Preis“ für die beste Physik-Dissertation. Er promovierte am Physikalischen Institut der Goethe-Universität über die Entwicklung von Sensoren für die Terahertz-Messtechnik, die er nun am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik für zerstörungsfreie Produktprüfung in Industrieanwendungen einsetzt.

Studierende im Bereich Biophysik gaben den Ausschlag den erstmals in diesem Jahr vergebenen „Niko-Claus-Preis“, benannt nach den beiden Stiftern Nikolaus Hensel und Claus Wisser. Ausgezeichnet wird Dr. Georg Wille vom Institut für Biophysik. Er wird für sein außergewöhnlich starkes Engagement in der Lehre, für die Belange der Studierenden und seine Aktivitäten zur strukturellen Verbesserung des Studiengangs Biophysik geehrt.

Für das herausragende Engagement von Studierenden im Bereich der Lehre wird Julia Sammet ausgezeichnet. Der Doktorandin ist die Gründung und der Aufbau des Physik-Lernzentrums der Goethe-Universität am Campus Riedberg zu verdanken. Als Leiterin der Einrichtung ist Julia Sammet mit ihrem Team erste Anlaufstelle für Studierende bei physikalischen und mathematischen Fragen.

Darüber hinaus werden die besten Studienabschlüsse des Fachbereichs Physik geehrt sowie die Rolf und Edith Sandvoss-Stipendien und die Deutschlandstipendien vorgestellt.

Foto: Goethe-Universität

MAINRiedberg wünscht tolle Ferien!

Sechs Wochen keine Schule, keine Noten, keine Referate – dafür jede Menge Freizeit und Spaß: MAINRiedberg wünscht allen großen und kleinen Riedbergerinnen und Riedbergern tolle Sommerferien! Für mehr als 2600 Kids und Teens in unserem Stadtteil hat jetzt endgültig und endlich die schönste Zeit des Jahres begonnen.

Doch während an der Baustelle der neuen Grundschule III, im provisorischen Anbau der IGS Kalbach-Riedberg und auch im neuen Holz-Provisorium für eine Erweiterung der Marie-Curie-Schule in den Ferien bereits in Richtung Schulstart gearbeitet wird, sind viele Eltern mit anderen aktuellen Herausforderungen konfrontiert. Denn am Montag beginnt die Großbaustelle auf der A-Strecke der Frankfurter U-Bahn. Vom Riedberg gibt es sechs Wochen lang keine direkte U-Bahn-Verbindung in die Innenstadt. Ein umfangreicher Schienenersatzverkehr ist eingerichtet. Doch wie klappt das in der Realität? Wir werden in den nächsten Woche umfassend darüber berichten, verbunden mit Tipps unserer Leserinnen und Leser.

Sommercamps am Riedberg

Apropos Tipps: Es gibt auch am Riedberg tolle Angebote, womit auch Ferien zuhause ein großer Spaß werden können. Am Montag starten wieder die Ferienspiele Riedberg des Familienzentrums Billabong, diesmal mit Kreativ-, Theater- und Sport-Woche. In der ersten Woche sind noch Plätze frei.

In der ersten, zweiten und dritten Woche gibt es wieder Fußballcamps auf der Anlage des SC Riedberg. Die Basketball-Abteilung des Vereins veranstaltet in der letzten Ferienwoche von 5. bis 9. August ein Basketball-Camp in der Turnhalle der Marie-Curie-Schule. Teilnehmen können Mädchen und Jungen von Jahrgang 2003 bis 2011. Die Anmeldung ist noch bis 20. Juli möglich. 

Die Stadt Frankfurt hat natürlich auch wieder ein umfangreiches Ferienprogramm zusammengestellt, Mainspiele und Opernspiele inklusive. Hinzu kommt, dass der Bädereintritt für Mädchen und Jungen bis einschließlich 14 Jahren ab sofort kostenlos ist.

Es wird also garantiert nicht langweilig werden!

Zehnjähriger Junge bei Unfall schwer verletzt

Ein Pressesprecher der Polizei beendet die Informationen über den gestrigen Unfall mit den Worten: „So, wie es bis jetzt aussieht, hatte der Junge ganz großes Glück im Unglück.“ Was war passiert? Es ist früher Dienstagabend, 17.45 Uhr, als ein Zehnjähriger mit einem Scooter auf dem Gehweg der Gräfin-Dönhoff-Straße unterwegs ist. Er fährt gemeinsam mit einem Freund, entgegen der Fahrtrichtung. Plötzlich wechselt er auf die Fahrbahn, als zeitgleich ein 45-jähriger Smart-Fahrer herannaht. Der Junge und das Auto kollidieren frontal in der Tempo-30-Zone.

Polizei und Krankenwagen sind schnell vor Ort. Das Unfallopfer kommt schwerverletzt ins Krankenhaus. Aber der Helm, den er trug, schützte ihn offenbar vor schlimmeren Verletzungen. Derzeit geht man davon aus, dass er „nur“ eine Gehirnerschütterung erlitten hat.

„Schwerverletzt bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Zehnjährige zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben musste“, heißt es bei der Polizei. Lebensgefahr besteht momentan nicht. Warum der Junge mit seinem Roller auf die Straße gefahren ist, sowie der genaue Unfallhergang ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Nur eines scheint festzustehen: Dass er einen Helm trug, war sein großes Glück.

Foto: Archiv

Ortsbeirat will Skatepark-Initiative unterstützen

Was machen drei Jungs im Alter von 11 Jahren am Freitag Abend, vier ziemlich zähe Stunden lang? Sie besuchen die Sitzung des Ortsbeirates Kalbach/ Riedberg, verfolgen in der ersten Reihe im Publikum die Debatte um Kita- und Hortplätze im Stadtteil. Als diese immer länger dauert, gehen sie mehrmals leise nach draußen. Um ein paar Tricks mit ihren BMX-Rädern zu machen. Aber auch, um auf dem Handy das aufzuschreiben, was sie später in der Bürgersprechstunde vorbringen wollen. Übrigens so klar und eindringlich, dass Sebastian Reißmann, der Initiator der Petition für einen Skatepark am Riedberg, danach gefragt wird, ob er sich nicht irgendwann mal das Engagement in einer Partei vorstellen könnte. Die Botschaft von Sebastian, Dustin und Vincent ist: Es muss mehr Orte für ältere Kids und Jugendliche am Riedberg geben. Ihr konkretes Anliegen: Sie wollen sich für einen Skatepark im Stadtteil einsetzen. Für Skateboarder, Skater, begeisterte BMX-Biker wie sie selbst. Aber auch für alle meist Kleineren, die lieber mit dem Scooter über alles drüberflitzen.

„Die große Frage ist: Wo ist Platz für Jugendliche?“, erklärt Sebastian, als er nach 22 Uhr ans Mikrophon treten kann. „Alle Kinder werden auch irgendwann älter. Da reichen die 19 Spielplätze, die es hier gibt, nicht aus.“ Im Gegenteil: Wenn sie sich dort treffen, führt das nur zu Konflikten. Bei einem Skatepark aber „sind die Jugendlichen an der frischen Luft, machen Sport und stehen nicht an der Spielekonsole und zocken“.

Das Problem ist bekannt – jetzt wird auch der Ortsbeirat aktiv

Aktuell sind am Riedberg 2087 Mädchen und Jungen zwischen 6 und 14 Jahre sowie 391 zwischen 15 und 18 Jahre. Tendenz stark steigend. Immer wieder machen Jugendliche darauf aufmerksam, dass „Rückzugsorte“ für sie fehlen. Es gibt das Jugendhaus, mit eingeschränkten Öffnungszeiten, das Basketball-Feld im Kätcheslachpark, die freie Wiese daneben, einen Bolzplatz hinter dem Familienzentrum Billabong, „aber danach wird es auch schon dünn“, wie der Kinderbeauftragte Ronald Bieber (Grüne) bemerkt. Ein Antrag auf einen Pavillon im Kätcheslachpark, den Jugendliche und auch alle anderen Bürgerinnen und Bürger nutzen könnten, wurde vergangene Woche vom Magistrat abgelehnt.

Am Freitag haben – mit einer Ausnahme – alle Ortsbeiräte für den SPD-Antrag für einen „Skater-Parcours“ am Riedberg gestimmt. Umstritten waren nur einzelne Formulierungen sowie die Frage, ob man mögliche Standorte nennen und präzisieren sollte. Letztlich wurden als „Beispiel“ einer Fläche direkt hinter dem Familienzentrum Billabong in der Nähe des Lärmschutzwalls zur A5 sowie eine Fläche nördlich der U-Bahn-Trasse und des Uni-Geländes genannt.

Fakt ist: Es gibt seit 2015 einen Skatepark in unserem Bezirk, der vielen Riedberger Kids und Jugendlichen kaum bekannt sein dürfte und kurioserweise ziemlich abseits liegt. Mitten im Gewerbegebiet Kalbach hinter dem Frischezentrum. Aber das ist für Kinder aus unserem Stadtteil schwer bis gar nicht erreichbar. „Deswegen ist man dort oft einsam und fühlt sich nicht wirklich sicher“, wie Sebastian Reißmann sagt.

Seine öffentliche Petition für einen Skatepark am Riedberg hat auf der Plattform „FFM – Frankfurt fragt mich“ bereits das notwendige Quorum von 200 Unterstützern erreicht. Sieben Tage vor Ende des Aufrufs. Die Stadt wird sich also mit dem Anliegen beschäftigen. Jetzt will auch der Ortsbeirat aktiv werden.

Foto: MAINRiedberg

Spendenaktion für Kirchenglocken

Vor drei Jahren, exakt am 3. Juli 2016, wurde die katholische Kirche St. Edith Stein feierlich geweiht und damit auch das „Centre for Dialogue at Campus Riedberg“, das Edith Stein Zentrum, dort eröffnet. „Die katholischen Bürger in Frankfurt/Riedberg haben eine Heimat gefunden“, wie der Kirchbauförderverein betont. Der moderne Bau an der Kreuzung Riedbergallee/ Kalbacher Höhe, direkt gegenüber der evangelischen Riedberggemeinde, ist weithin sichtbar. Nur eines fehlt bis heute: Der Turm der Kirche ist leer. Es gibt keine Kirchenglocken, die zum Gottesdienst oder anderen Feierlichkeiten läuten.

Das will der Kirchbauförderverein der Gemeinde nun ändern, mit viel Engagement und einer Spendenaktion. „Die Finanzierung der Glocken ist das bisher größte und ehrgeizigste Projekt in der Vereinsgeschichte“, erklärt Sabrina Geller vom Förderverein gegenüber MAINRiedberg.

Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, St. Edith Stein materiell und ideell zu fördern. Dazu gehören zum Beispiel die Anschaffung von liturgischen Gegenständen aber auch die Durchführung verschiedener religiöser, musischer und kultureller sowie wissenschaftlicher Veranstaltungen. Unter anderem wurde zusätzliche Stühle für die Gottesdienste, und ganz aktuell ein neues Keyboard zur Begleitung der Gottesdienste angeschafft. Der Kirchbauförderverein beteiligt sich für die Gemeinde traditionell am Riedberger Weihnachtsmarkt und führt in Zusammenarbeit mit dem Centre für Dialogue at Campus Riedberg jährlich einen Edith-Stein-Tag, die Namenspatronin der Gemeinde, sowie andere wissenschaftliche Veranstaltungen durch.

Die Räumlichkeiten der Gemeinde, eine Kapelle mit einem zuschaltbaren, multifunktionalen Saal, ein großzügiges Foyer, Büros und Gruppenräume, werden daher gut genutzt. „Unvollendet ist jedoch nur unser Glockenturm. Es fehlen drei Glocken, damit der Bau vollendet werden kann“, erklären die Vertreter des Fördervereins – und hoffen auf die Unterstützung hier im Stadtteil und auch über die Gemeindegrenzen hinaus.

Das Bistum Limburg hat der Gemeinde die Kostenübernahme für die Anbringung und Einrichtung des Geläuts sowie die Verschalung des Glockenturms zugesagt. Die Anschaffung der Glocken obliegt, wie üblich, der Gemeinde. Die Kosten liegen bei rund 30.000 Euro inklusive Material- und Transportkosten.

Spenden für die Kirchenglocken können auf folgendes Konto überwiesen werden: Kirchbauverein Edith Stein, IBAN: DE 16 5005 0201 02006114 70 (Spendenquittungen können erstellt werden)

Weitere Informationen unter info@kirchbauverein-edith-stein.de  sowie  https://www.sankt-katharina-frankfurt.de/gemeinden/st-edith-stein/

Foto: MAINRiedberg