Kategorie: RiedbergNEWS

Apfelfest in der neuen Grundschule 3

Viele der Eltern und Kinder an der neuen Grundschule 3 mussten sich schon verwundert die Augen reiben. Erst vor weniger als einem Jahr haben die Bauarbeiten für eine dritte Grundschule in unserem Stadtteil begonnen. Erst vor rund einem halben Jahr hatte man die ersten Informationen über die konkreten Planungen erhalten. Im August starteten bereits 85 Schülerinnen und Schüler in der provisorischen Stahlcontainer-Anlage am Ende der Hans-Leistikow-Straße in die Klassen 1 – 3. Und nun stand man gemeinsam in der Cafeteria der Schule, hörte den Liedern und Gedichten der Kinder zu, und genoss danach die vielen Leckereien des Buffets und feierte als Schulgemeinde das erste Fest.

Die Planungen und die Organisation des Apfelfests am 26. September waren die erste gemeinsame Aktion der Schule unter Führung von Direktorin Amrei Quandel und des neu gegründeten Fördervereins “Freundeskreis der Grundschule Riedberg 3”. Dieser wurde wenige Wochen zuvor in einer konstituierenden Sitzung ins Leben gerufen. Mit mehr als zwanzig motivierten Eltern und vielen Ideen und Plänen, wie man die neue Schule am besten unterstützen könnte.

Als erste gemeinsame Aktion wurde das Apfelfest in Angriff genommen. Im Vorfeld gab es viel zu organisieren und planen. Gemeinsam mit einigen Kindern wurden Äpfel rund um die Schule gesammelt, man fand helfende Hände und baute Kontakte mit Unterstützern auf. Der Mitarbeiter des Horts halfen tatkräftig mit, die IG Riedberg stellte die Apfelpresse zur Verfügung und stand mit Rat und Tat zur Seite. Der Lahme Esel aus Niederursel sponsorte das Fest mit Äppler und Saft, stellte Gläser und Bembel bereit, und zeigte sich wie so oft als groβartiger Unterstützer des Gemeinwesens auf dem Riedberg, wie Mitglieder des Fördervereins betonen.

Am Donnerstag vor den Herbstferien war es dann soweit und es war schnell klar:  Es hatte sich gelohnt. Weit über 40 Familien brachten selbstgemachte Köstlichkeiten mit, es gab Verkaufsteams, die diese Leckereien an die Schulgemeinde verkauften, Eltern halfen den Kindern, aus den gesammelten Äpfeln Saft zu pressen,  und die Kinder sangen Lieder und trugen Gedichte vor – alles rund um den Apfel und den Herbst.

Die Eltern, die Kinder, Schulleiterin Amrei Quandel und ihr Team, der Evangelische Verein, und die Unterstützer –  sie alle machten diesen Abend zu einem schönen Einstieg für die neue Grundschule 3.

Haben Sie Fragen, Interesse an der Mitarbeit oder möchten einfach Kontakt zum neuen Förderverein der Grundschule 3 aufnehmen? Die Mailadresse lautet foerderverein.grundschule3@gmail.com

Informationen: Förderverein “Freundeskreis der Grundschule Riedberg 3”

Fotos: privat

Apfelsaftpressen macht viel Spaß…
…aber auch die helfenden Eltern und der neu gegründete Förderverein freuten sich über ein tolles erstes Fest in der neuen Grundschule Riedberg 3

Offene Gesprächsrunde bei FEMALE FUTURE Riedberg

Karriere, Familie, Wiedereinstieg in den Beruf. Vom Vorstellungsgespräch bis zu „Selbstmarketing“ und dem Start in die Selbstständigkeit – all das sind und waren schon Themen bei unserer Initiative FEMALE FUTURE Riedberg. Am nächsten Montag um 19 Uhr laden MAINRiedberg und das Familienzentrum Billabong zu einem weiteren ungewöhnlichen Gesprächsabend ins Café Billabong. Denn diesmal sind nicht Expertinnen zu Gast, die bei einem kurzen Vortrag und in lockerer Runde Tipps und Hintergrundwissen weitergeben. Diesmal sind die Expertinnen alle interessierten Ladies, die zu FEMALE FUTURE kommen. Mit einem Rucksack von Erfahrungen, Fragen, aber auch Lösungsvorschlägen für andere mit im Gepäck. „Da ich immer wieder danach gefragt wurde, wollten wir jetzt im Oktober eine offene Runde machen“, erklärt Judith McCrory von Billabong, die das Projekt federführend begleitet. Das heißt: Jeder kann sein persönliches Thema mitbringen und „wir versuchen in der Runde zu unterstützen, zu helfen und Lösungen zu finden“. Schwarmwissen sozusagen.

Jeder ist willkommen!

Der Abend ist, wie alle Veranstaltungen von Female Future Riedberg, kostenfrei. Jeder ist willkommen! Die von MAINRiedberg und Billabong Anfang 2019 gestarteten Treffen sind einladend, kostenlos, spannend, herzlich und informativ. Offen für alle. Im November dreht sich alles um das Thema „Agiles Arbeiten“ mit IT-Unternehmensberaterin Silke von der Bruck. Nächsten Montag aber sind erst mal wir alle die Expertinnen!

FEMALE FUTURE Riedberg lädt am nächsten Montag, 14. Oktober, um 19 Uhr alle Interessierten zu einer offenen Gesprächsrunde. Ort: Familienzentrum Billabong, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46 b, Frankfurt-Riedberg. Die Teilnahme ist kostenlos.

Informationen zu weiteren Terminen immer aktuell unter www.main-riedberg.de und  www.billabong-family.de

Foto: MAINRiedberg

„Unsere“ Schutzmänner fahren jetzt E-Bike

Es kann schon passieren, „dass sich die Leute zwei bis drei Mal nach uns umdrehen“. Wohl um sich zu vergewissern, dass das, was sie sehen, keine Einbildung, sondern Wirklichkeit ist. Denn seit Juni sind „unsere“ Schutzmänner vor Ort, Adrian Homeier (39) und Andreas Wagner (52), mit dem E-Bike unterwegs. Anfangs als erste Polizisten im Polizeipräsidium Frankfurt am Main. Im amtlichen blauen Fahrrad-Equipment und natürlich mit Helm. „Als Polizist auf dem E-Bike ist man schon noch der Exot“, berichten beide gut gelaunt. Um dann hinzuzufügen, dass mehr Bürgernähe und der multifunktionale Einsatz der Räder das ganz große Plus sind. Neben dem Umwelt-Aspekt und der Tatsache, „dass wir uns jetzt bei der Arbeit auch noch sportlich betätigen“.

Homeier und Wagner sind Kontaktbeamte für die Belange, Nöte und Fragen der Bürgerinnen und Bürger, zuständig für die Stadtteile im Frankfurter Norden von Praunheim bis Nieder-Erlenbach, Riedberg und Kalbach inklusive. Bis zu 20 Kilometer und mehr pro Tag legen sie inzwischen mit dem E-Bike zurück. Und kommen damit nicht nur „einfacher den Riedberg rauf“, sondern auch unkompliziert und direkt mit den Menschen ins Gespräch. Sie befahren Wege abseits der üblichen Straßen, sehen bisweilen neue Probleme direkt vor Ort und können bei Bedarf schneller jemanden einholen.

Ein weiteres Plus: „Man rechnet nicht mit uns.“ Das kann für die Polizeiarbeit sehr nützlich sein. Inzwischen sind auch Polizisten in Zivil bei Maßnahmen im Raum Frankfurt mit dem E-Bike unterwegs.

Sprechstunde der Schutzmänner am Riedberg

Was viele nicht wissen: Die „Schutzmänner vor Ort“ des 14. Polizeireviers bieten seit März auch einen regelmäßigen Termin in unserem Stadtteil an. Immer am ersten Mittwoch des Monats, im Stadtteiltreff „Dessauer“ im Jugendhaus. Jeder, der ein Anliegen oder eine Frage hat, die Schutzmänner kennenlernen oder der Polizei etwas berichten möchte, ist willkommen.

In den vergangenen Monaten baten die Riedbergerinnen und Riedberger unter anderem wegen Verkehrsproblemen oder Falschparkern, unrechtmäßig entsorgten Müll oder Nachbarschaftsstreitigkeiten um Rat. Andererseits kamen sie auch wegen verdächtiger Personen oder verdächtiger Anrufe auf die Polizisten zu. Stichwort „Enkeltrick“, wenn sich also Trickbetrüger als Verwandte ausgeben, um an Wertgegenstände oder Bargeld zumeist älterer Menschen zu gelangen. Auch hier versuchen die Schutzmänner zu beraten, zu helfen oder stellen gegebenenfalls gleich den Kontakt zu ihren Kollegen in der Wache in der Marie-Curie-Straße her.

Die „Schutzmänner vor Ort“ bieten immer am ersten Mittwoch des Monats von 16 bis 19 Uhr eine Sprechzeit am Riedberg an. Ort: Stadtteiltreff „Dessauer“, Friedrich-Dessauer-Str. 4 – 6. Telefonisch sind sie zu erreichen unter 069/ 755-11470 (Adrian Homeier) sowie 069/ 755-11472 (Andreas Wagner). Per Mail unter adrian.homeier@polizei.hessen.de sowie andreas.wagner@polizei.hessen.de 

Das 14. Polizeirevier in der Marie-Curie-Straße ist im Notfall rund um die Uhr unter 069/ 755-11400 erreichbar.

Fotos: MAINRiedberg

Bürgernähe, schnelle Wege, Flexibilität – das schätzen die beiden Schutzmänner vor Ort an der Polizeiarbeit mit den neuen E-Bikes

Endlich! Ampeln für mehr Sicherheit

Seit gestern gibt es eine provisorische Ampel, kurz vor der Kreuzung Altenhöferallee/ Graf-von-Stauffenberg-Allee. Im Laufe des Novembers soll dann die komplette Kreuzung mit fest installierten Ampelanlagen bestückt sein. Nicht wenige Eltern werden sagen: „Endlich!“ Lokalpolitiker hatten seit 2014 eine Ampel an der vielbefahrenen Kreuzung gefordert, die am Schulweg von nunmehr zwei Grundschulen plus der IGS Kalbach-Riedberg liegt. Auch Elternbeiräte hatten sich engagiert.

Im vergangenen Jahr wurde hier eine Schülerin beim Überqueren des Zebrastreifens verletzt, zum Glück nur leicht. Ein Radfahrer erlitt schwere Verletzungen bei einem Zusammenstoß mit einem Auto. In den Monaten vorher hatte sich unter anderem ein Unfall ereignet, bei dem ein Busfahrer einen 16-jährigen Mofa-Fahrer übersehen hatte. All dies geschah an der Kreuzung im Norden des Riedbergs, die beim Abbiegen nur schwer einsehbar ist.

In der ersten Herbstferienwoche war die Altenhöferallee ab Höhe der Einmündung Graf-von-Stauffenberg-Allee gesperrt. Denn für die neue Ampel muss die Kreuzung vorab umgebaut werden. Leitungen wurden gelegt, die Mittelinsel am Zebrastreifen wurde entfernt. Die Linienbusse mussten die Sperrung über Parallelstraßen umfahren. Jetzt fließt der Verkehr wieder und, da es nun wenige Meter vorher ein Ampel-Provisorium gibt, ist dies ab sofort ohnehin der sicherere Überweg über die Altenhöferallee als der Zebrastreifen.

So wird die Ampelanlage funktionieren

Bald wird auch das Provisorium nicht mehr benötigt. Wenn in ein paar Wochen die gesamte neue Anlage in Betrieb geht, werden die Ampeln „verkehrsabhängig“ geregelt. Also einerseits über Taster für die Fußgänger und andererseits über Detektoren, die das Verkehrsaufkommen auf den Straßen erfassen. Die Ampeln auf der Altenhöferallee schalten von Grün auf Rot, wenn sich Fahrzeuge von der Graf-von-Stauffenberg-Allee oder, vermutlich seltener, vom Johann-Beyer-Weg der Kreuzung nähern – oder wenn Fußgänger Grün anfordern.

Ein kurzer Blick zurück: Lange hatte die Stadt das klare Nein zur Ampel mit dem „geringen Querungsverkehr“ begründet. Der Riedberg aber wächst weiter und auch der Durchgangsverkehr nahm signifikant zu. Demnächst soll die neue Ampelanlage an der Kreuzung Altenhöferallee/ Graf-von-Stauffenberg-Allee für mehr Sicherheit für die kleinen und großen Fußgänger und alle sonstigen Verkehrsteilnehmer sorgen.

Fotos: MAINRiedberg

 

So wenig Verkehr fließt wohl nur in den Ferien. Ab sofort sorgt eine provisorische Ampel für mehr Sicherheit für die Fußgänger. Im Laufe des Novembers aber wird die komplette Kreuzung Altenhöferallee/ Graf-von-Stauffenberg-Allee mit Ampelanlagen bestückt

#MAINBecher jetzt auch am Riedberg

Nachhaltigkeit – der Begriff ist zurzeit in aller Munde und auch die Stadt will etwas dafür tun. Um präzise zu sein: In diesem Fall ist’s die FES, die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH. MAINRiedberg hat vergangene Woche bereits das neue Pfand-Bio-Becher-System vorgestellt, das – angesichts von 25 Millionen Einwegbechern in öffentlichen Papierkörben pro Jahr – stadtweit die Konsumgewohnheiten beeinflussen könnte. Es geht um #MAINBecher, den es bei immer mehr „Systemteilnehmern“, also in Cafés, Restaurants und Bäckereien gibt, und wo man mit Pfand-Becher oder gegen Pfand-Münze ein Getränk „To Go“ bekommt. Ab sofort auch am Riedberg. „Wir sind meines Wissens die Einzigen, die hier im Stadtteil mitmachen und den Mehrweg-Becher anbieten“, sagt Baris Celik vom neuen Café „Karrys & Barrys“ an der Riedbergallee nicht ohne Stolz.

Regional, frisch und nachhaltig wollten Kader und Baris Celik ihr Café ohnehin betreiben. Ihre Strategie ist es momentan noch, „dreigleisig zu fahren“. Mit der Eröffnung haben sie ihren persönlichen To-Go-Becher, allerdings noch aus Pappe, angeboten. Außerdem gibt’s Kaffee & Co. in mitgebrachte Becher und neuerdings in die Pfand-Becher der FES. „Momentan ist es noch so, dass rund 70 Prozent unseren Becher nehmen, 20 Prozent bringen ihren eigenen mit und 10 Prozent fragen nach dem neuen MAINBecher.“ Ein Anteil, der bald steigen dürfte. „Denn es ist einfach eine tolle Alternative für alle, die ein Nachhaltigkeitsbewusstsein haben“, so Baris Celik. Und noch schnell vorm Eintreffen der U-Bahn einen Kaffee holen und nicht ständig eine Tasse mit sich schleppen möchten.

So funktioniert #MainBecher – in Kürze mit App

#MainBecher funktioniert im Gegensatz zu anderen Systemen fast bargeldlos. Nur einmal, zum Start, müssen die mobilen Kaffeetrinker für drei Euro eine Pfandmarke erwerben. Die kleine Holzmünze passt bequem in den Geldbeutel und kann bei den Systemteilnehmern gegen den #MainBecher ein- oder ausgelöst werden.

Angeboten wird der Becher zunächst in der Größe 0,4 Liter. Eine kleinere Version 0,3 Liter ist ab November verfügbar. Der Deckel in FES-blau für zwei Euro ist nicht Teil des Pfandsystems, ist aber bald, also mit etwas Verspätung, ebenfalls zu haben. Eine Übersicht aller „Systemteilnehmer“ ist auf der Internet-Seite http://www.mainbecher.de zu finden. Bald wird laut FES außerdem eine App fürs Smartphone bereitgestellt.

Man(n) wünscht sich auch noch eine Women’s Version

Baris Celik hätte da aber noch einen Wunsch. Obwohl er selbst großer Eintracht-Fan plus stolzer Frankfurter ist und gerne zum grauen Becher mit dem großen Adler greift, ist er der Überzeugung: Die weibliche Kunden würden noch lieber den neuen Frankfurter Pfand-Becher nehmen, „wenn auch eine Version für die Ladies dabei wäre“. Vielleicht in Pink oder Mint. Stylisch und umweltfreundlich.

Wirkt auf den ersten Blick kompliziert – ist aber kinderleicht: das #MainBecher-System

Foto: MAINRiedberg

Wie Riedberger den großen Klima-Streik erlebten

Es ist ein Blick zurück zum Klima-Streik, den auch zahlreiche Riedberger nicht so schnell vergessen werden. Während am Freitag in Berlin das Klimakabinett unter Vorsitz von Kanzlerin Angela Merkel ein Maßnahmenpaket vorstellte, gingen bundesweit mehr als eine Million Menschen auf die Straße. Allein in Frankfurt waren es laut Veranstalter FridaysforFuture mehr als 25.000. Schülerinnen und Schüler aus unserem Stadtteil demonstrierten mit, nicht selten mit Erlaubnis ihrer Eltern. „Es waren aber auch sehr viele jüngere Kinder mit ihren Eltern, so wie wir“, berichtet MAINRiedberg-Mitarbeiterin Ann Wente-Jaeger. Mamas und Papas mit Kinderwagen. Ältere Menschen. Leute frisch von der Arbeit noch im Anzug. Streikteilnehmer im Alter „vom Baby bis zu 80 Jahren“, sagt Ann, die deutlich machen will, dass die Streikbewegung inzwischen alle Bevölkerungsgruppen erreicht hat.

Parteien, Organisationen und Verbände, unter anderem Grüne, SPD, Linke, Greenpeace, Verdi und NABU riefen zum Klimastreik auf, der erst mit einem Sternmarsch Richtung Alte Oper, dann um 12 Uhr mit einer großen Kundgebung am Opernplatz startete. Wissenschaftler, inzwischen mit dem Hashtag #Scientists for Future, haben sich angeschlossen. Das Schaupiel hatte eigens ein Solidaritäts-Statement auf ihrem Videoscreen. Es gab nachdenkliche, fordernde, teilweise auch lustige und kreative Aktionen. Von den drei „Klima-Affen“ auf dem Foto oben bis zu einem Plakat mit dem Schriftzug: „Mama, was ist ein Schneemann?“ 

Auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie Familien vom Riedberg nahmen am Freitag beim Klimastreik in der Frankfurter Innenstadt teil

Friedliche Besetzung der Paulskirche

Nach der Eröffnungsveranstaltung ging es mehr als eineinhalb Stunden von der Alten Oper rund um die Taunusanlage, zur Konstablerwache und Richtung Zeil, Stauungen rund um die gesperrten Straßen inklusive. Teilnehmer sprechen von einer sehr ruhigen und entspannten Demonstration. Ohne Randale, ohne große Streitgespräche oder Konfrontationen. Aufkleber auf SUVs „waren da schon die Spitze des Eisbergs“. Auch eine Gruppe von Demonstrierenden, die zeitweise die symbolträchtige Frankfurter Paulskirche besetzt hatte, hatte kurz nach 17 Uhr das Gebäude friedlich verlassen.

Eine exemplarische Frage, so Ann Wente-Jaeger, kam von ihrem achtjährigen Sohn. Der frage nämlich: „Gibt es eigentlich mehr Leute, die wollen, dass das Klima sind nicht ändert, oder mehr Leute, die wollen, dass das Klima sich ändert?“ Ihre Antwort war, dass eigentlich niemand will, dass das Klima sich ändert, nur dass die meisten Menschen vermutlich zu bequem seien, etwas dafür zu tun. Aber warum Letzteres der Fall ist, „konnte ich meinem Kind dann wirklich nicht mehr erklären“.

Die Demonstrationen am Freitag hatten auch noch einen weiteren Hintergrund: Aktuell findet der UN-Klimagipfel in New York statt. 

Fotos: Ann Wente-Jaeger

 

Ökumenisches Gemeindefest und Auftritt des „Projektchors“

Am Sonntag findet das 1. ökumenische Gemeindefest statt, zu dem die evangelische Riedberggemeinde gemeinsam mit der katholischen Gemeinde St. Edith Stein einladen. Los geht es um 11 Uhr mit einem Erntedank-Gottesdienst im Kirchenhaus der evangelischen Riedberggemeinde. Danach geht’s zum Feiern über die Straße. „Für das Mittagessen werden wir gemeinsam grillen, dazu gibt es Brot und Salate. Im Anschluss natürlich auch Kaffee und Kuchen“, heißt es auf der Homepage der Riedberggemeinde.

Das Fest dauert von 12 bis 16 Uhr. Es gibt viele Spielstationen, Musik und Karaoke, Kasperletheater und vieles, vieles mehr.

Ein ungewöhnliches Chor-Projekt – Auftritt des „Projektchors“

Außerdem wird ein „Projektchor“ – mit Mitgliedern des Riedbergchors – ein kleines Konzert geben. Mit Musik von Klassik bis Jazz, von Pop bis Gospel. Dirigentin Burcu Özcanyüz Seymen hatte zu Beginn des ungewöhnlichen Chorprojekts vor wenigen Wochen gesagt: „Herzlich eingeladen sind all jene, die Freude am mehrstimmigen Chorgesang haben. Wir haben zwar genügend Leute im Chor, das Projekt wäre aber mit externen Teilnehmern schöner.“ Nicht zuletzt beim Auftritt anlässlich des ökumenischen Gemeindefests.

Verbunden ist das Projekt mit einer weiteren Einladung: Denn wer Lust am gemeinsamen Singen bekommen hat, kann einfach dabei bleiben. „Ausgewählten Stücke für den Projektchor sind aus unserem Herbstkonzertprogramm“, sagt die Chorleiterin. Herbstkonzert ist am 2. November. Übrigens: Teilnehmer beschreiben den Chor als eine „glückliche Mischung“ von Menschen im Alter zwischen 30 und 75 Jahren, die sich nach den Proben meist auch noch zum Plaudern treffen…

Das 1. Ökumenische Gemeindefest findet am Sonntag von 12 – 16 Uhr in der ev. Riedberggemeinde sowie der kath. Kirche St.  Edith Stein statt. Um 11 Uhr geht es los mit einem Gottesdienst in der Riedberggemeinde, Riedbergallee 61.

Weitere Informationen unter riedberggemeinde.de

Foto: Gaelle Marcel/ unsplash.com

Führung durch den Wissenschaftsgarten

Was ist das Erfolgsgeheimnis der Blütenpflanzen? Sie sind mit fast 400.000 Arten weltweit die erfolgreichste Pflanzengruppe, zudem stellen sie den größten Teil Biomasse auf unserem Planeten. Ein wichtiger Grund für den Erfolg ist die große Vielfalt der Früchte bei den Blütenpflanzen. Sie ist Grundlage der erfolgreichen Ausbreitung und ermöglicht vielfältige Wechselbeziehungen mit Tieren als Fruchtverbreitern. Im Rahmen einer Führung wird Prof. Georg Zizka, Biowissenschaftler an der Goethe-Universität und Leiter des Wissenschaftsgartens am Campus Riedberg, morgen ab 16 Uhr an Beispielen die Fruchtvielfalt demonstrieren und die Botanik der wichtigen Fruchttypen vorstellen.

Der Wissenschaftsgarten ist frei zugänglich

Dabei wissen viele Riedberger vermutlich gar nicht, was sich hier im Außenbereich der Uni – für alle frei zugänglich – verbirgt und in den nächsten zehn Jahren bis vor zur Altenhöferallee reichen soll: Ein stetig wachsender Wissenschaftsgarten, der Lehre und Forschung der Naturwissenschaften am Campus dient und der „Information, Erholung und Entspannung“ der Öffentlichkeit. Mit 300 Quadratmeter großem Versuchsgewächshaus mit verschiedensten Klimazonen. Und draußen unter anderem mit einer Streuobstwiese, Laubwald, geologischem Garten und Arzneimittelgarten.

Freitag, 20. September 2019, 16.00-17.30 Uhr, Campus Riedberg, Wissenschaftsgarten.  Treffpunkt ist am Eingang Wissenschaftsgarten, Altenhöferallee 1f.

Mehr zu den Führungen im Wissenschaftsgarten unter www.uni-frankfurt.de/51838975/F%C3%BChrungen_Veranstaltungen

Foto: Nguyen/ Unsplash.com

Lesung auf der IG-Riedberg-Wiese

Auf dem Riedberg wird es unheimlich…

„Allmählich verlässt uns der Tag, liefert uns der nächtlichen Dunkelheit aus. Inmitten schummrigen Leuchtens von Lichterketten wird Dana Polz aus ihrem Erstlingswerk Der Schmierfink lesen“ – so umschreibt Moderatorin Monika Nowicka die Veranstaltung am kommenden Freitag. Direkt auf der Streuobstwiese der IG Riedberg. Der Roman erzählt die Geschichte des Heranwachsenden Linus Lopez, der Seite um Seite tiefer in einen Zyklus aus Gewalt und Machtmissbrauch gerät. „Lassen Sie Ihre Nerven kitzeln. Liefern Sie sich aus“, rät Monika Nowicka.

Wichtig wäre vielleicht noch eine Decke zum Reinkuscheln und eine Thermoskanne mit einem heißen Getränk. Ein „Meer von Teelichtern“ wird für eine unheimlich-gemütliche Stimmung sorgen…

Begleitet wird die Lesung durch Moderatorin Monika Nowicka.

Die Lesung findet am Freitag, 20.9.2019, um 20.30 Uhr statt. Ort: Streuobstwiese der IG- Riedberg,  Kautenhof 1 (50 Meter davor). Der Eintritt ist frei.

Foto: Hannah Busing/ unsplash.com

 

 

Großer Klima-Streik in Frankfurt

Am Freitag will das Klimakabinett unter Vorsitz von Kanzlerin Angela Merkel ein Maßnahmenpaket vorlegen, damit Deutschland nationale und internationale Klimaziele bis 2030 einhalten kann. Am 23. September wird in New York der nächste UN-Klimagipfel stattfinden. Es ist also sicher kein Zufall, dass die Klimaschützer von „Fridays for Future“ und von anderen Umweltverbänden für genau nächsten Freitag zu einem großen weltweiten Klimastreik aufrufen. In Frankfurt soll eine der größten Veranstaltungen bundesweit stattfinden und man ruft mit dem Slogan „Ganz Frankfurt streikt – und Du?“ zum Mitmachen auf.

„Beim Weltklimastreik sollen möglichst viele Menschen weltweit auf den Straßen ein deutliches Zeichen für eine ambitionierte Klimapolitik mit sofortigen und effektiven Klimaschutzmaßnahmen setzen“, heißt es in einer Erklärung der Klimaschützer. Sie wollen weiter Druck auf die Politik machen, denn „das Zeitfenster, um die drohende Klimakrise noch abzuwenden, ist klein“. Durch das derzeit einsetzende Tauen der Permafrostböden und die Zerstörung der Wälder durch zu große Trockenheit befindet sich die Welt – siebzig Jahre früher als ursprünglich berechnet – an einem gefährlichen Kipppunkt des Klimas.

Wie gefährlich sind „Kipppunkte“?

Bei weiterer Untätigkeit kann es jedoch mit dem Erreichen von Kipppunkten auch zu einer drastischen Verschlechterung des Klimas kommen. Das Umweltbundesamt hat in einem Hintergrundpapier aus dem Jahr 2008 das Phänomen der Kipppunkte wie folgt beschrieben: “Es ist jedoch auch möglich, dass besonders starke und sogar abrupte Klimaänderungen einsetzen.“ Zu diesen Veränderungen gehören: abrupte Klimaänderungen, unumkehrbare Prozesse und langfristige, starke Klimaänderungen.

Renommierte Wissenschaftler stellten sich daher an die Seite der streikenden Schüler*innen, etwa in einer Bundespressekonferenz im März dieses Jahres. Die Experten bekräftigten, dass ein sofortiger umfassender Klimaschutz nicht nur ökologisch erforderlich ist, sondern auch technisch machbar und eine wirtschaftliche Chance für den deutschen Wirtschaftsstandort. Auch viele Verbände, Gewerkschaften, Unternehmen und Kirchengemeinden haben inzwischen die Tragweite des derzeitigen Klimageschehens erkannt und sich daher für eine Teilnahme an der Demonstration ausgesprochen, die zwar als Streik bezeichnet wird, aber kein Streik im arbeitsrechtlichen Sinne ist.

Der Zeitplan – und Aktivitäten am Riedberg

Ab 9 Uhr ist ein „Klimabildungsfestival“ am Mainkai vom Eisernen Steg flussaufwärts mit vielen Lernstationen, wie etwa Wasser, Mobilität, Energie, Recycling und Konsum für Schülerinnen und Schüler geplant. Ab 11.30 Uhr von dort ein Sternmarsch zur Fridays for Future-Demonstration an der Alten Oper. Einige Kirchengemeinden in Frankfurt halten am Weltklimastreiktag 5-vor-12-Andachten mit Glockengeläut ab.

In der evangelischen Riedberg-Gemeinde in der Riedbergallee findet nach dem Streik um 18 Uhr eine Andacht zur Bewahrung der Schöpfung statt.

In Frankfurt beginnt die Demonstration um 12 Uhr an der Alten Oper.

Um am Weltklimastreiktag möglichst viele Menschen und insbesondere die Erwachsenen auf die Straßen zu bringen und ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz zu setzen, haben die Klimaschützer diesmal auch Plakate gedruckt und Filme gedreht (https://youtu.be/rA8VhfpzIEI oder https://fffutu.re/KS-Clips).  Foto: Veranstalter

Foto oben: Unsplash.com