Kategorie: RiedbergNEWS

Heute Informationen zu neuen Fernwärme-Preisen

Was bedeuten die neuen Mainova-Verträge? Diese Frage versuchten wir vor wenigen Wochen zu beantworten, nachdem immer mehr MAINRiedberg-Leser an uns herangetreten waren. Nochmals zur Information: Seit 1. Januar 2018 gilt ein neues Preisssystem. Das betrifft alle Riedberger, da hier ein Anschlusszwang für diese umweltfreundliche Energieform gilt. Bei der Mainova spricht man von teilweise leichter Entlastung, Transparenz, stabilen Preisen und neuen Entwicklungen auf dem Wärmemarkt. Einige Anwohner indes fürchten eine Preissteigerung um teilweise mehrere hundert Euro im Jahr. Was sind die Fragen der Kunden im Stadtteil, was sind die Fakten?  Heute Abend ist ein offener Informationsabend der Mainova am Riedberg, an dem jeder Kunde teilnehmen kann (siehe unten).

Der Fernwärmepreis setzt sich vor allem aus „Jahresgrundpreis“ und „Arbeitspreis“ zusammen. Der Grundpreis bemisst sich nach der vertraglich vorgehaltenen Wärmeleistung in Kilowatt. Also wie viel Wärme die Fernwärme-Übergabestation des Hauses oder der Wohnung im Prinzip produzieren kann und muss. Der Wert ist so ausgelegt, dass die Temperatur der Wohnräume auch am statistisch kältesten Tag bei etwa 20 Grad gehalten werden kann.

Faktor zwei ist der Verbrauch, also die gelieferte Wärme. Wer die neuen Preise wiederum mit den alten Preisen vergleicht, wird feststellen, dass sich der Preis für die Basis-Leistung künftig mehr als verdoppelt und der Preis für die verbrauchten Kilowattstunden leicht sinkt. Einige Riedberger haben inzwischen einen Energieberater hinzugezogen. Andere fragen, ob es nicht gerechter wäre, statt des Grundpreises den Preis für die jeweils verbrauchte Wärme anzuheben.

Diese und weitere Fragen könnten heute geklärt werden. Die Einladung zum Fernwärme-Informationsabend am Riedberg datiert von 9. Februar und ist, so ein Mainova-Kunde gegenüber MAINRiedberg, „etwas versteckt erst am Ende des Schreibens ersichtlich„.

Der heutige Informationsabend findet um 18 Uhr im Biozentrum der Goethe-Universität am Campus Riedberg, Max-von-Laue-Straße 9, statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

(Foto: Informationsschreiben der Mainova vom 9. Februar 2018)

 

Schon wieder! Auto verletzt hier eine Schülerin

Zwei Polizeifahrzeuge, Notarzt, teilweise Absperrung am Zebrastreifen – nicht nur Eltern haben heute Morgen vermutlich mit klopfendem Herzen diese Kreuzung passiert. Wieder hat sich ein Unfall ereignet an einer Stelle, wo es bereits mehrmals Unfälle gab. Kurz vor 8 Uhr wollte eine Schülerin den Zebrastreifen an der Altenhöferallee überqueren, der unmittelbar an der Einmündung zur Graf-von-Stauffenberg-Allee liegt. Ein abbiegendes Auto hat es erfasst. Passanten, ebenfalls Eltern, eilten sofort hinzu und wollten erste Hilfe leisten. Laut Auskunft der Polizei handelte es sich „zum Glück nur um eine Platzwunde“, aber das Kind wurde vorsorglich zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Viele Schüler überqueren hier jeden Morgen die Straße

Der Zebrastreifen liegt auf dem direkten Weg zur Marie-Curie-Grundschule und zu den Haltestellen der Busse Richtung Gymnasium Nord. Viele Schülerinnen und Schüler sind hier jeden Morgen unterwegs. Auch deshalb verbreitet sich die Unfallnachricht sehr schnell im Stadtteil. Eine Mutter berichtet, dass sie dort immer noch ihren Sohn morgens bis zum Zebrastreifen bringt und leider regelmäßig gefährliche Situationen erlebt. Im Elternbeirat der Marie-Curie-Schule heißt es: „Jeder, der dort bereits gefahren ist, weiß, wie schwer überschaubar gerade die Gehwege am Zebrastreifen sind. Steht ein höheres Auto an der direkt angrenzenden Parkfläche, ist ein Kind schier nicht zu sehen.“

Genau hier geschah der Unfall

Fassungslos ist auch die Elternbeiratsvorsitzende Barbara Günther. Gegenüber MAINRiedberg erklärt sie: „Es ist nicht nachvollziehbar, wie langsam die Mühlen der Bürokratie mahlen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass wir immer noch für einen sicheren Schulweg unserer Kinder kämpfen müssen.“

Eltern und Ortsbeirat fordern schon lange eine Ampel

Seit 2014 gibt es auch im Ortsbeirat Kalbach/Riedberg über alle Fraktionen hinweg das Bestreben, für mehr Sicherheit zu sorgen. Es gab bereits mehrere Anträge zum Thema Ampel, Verkehrsberuhigung und Tempo 30. Zuletzt erst im Dezember, nachdem hier kurz zuvor ein 16-jähriger Mofa-Fahrer schwer verletzt worden war. Eine Stellungnahme zu diesem letzten Antrag liegt noch nicht vor. Bisher lautete die ablehnende Begründung, dass die Verkehrs-Frequenz für eine Ampel fehlt. Sprich: Dass zu wenige Autos hier fahren – was gerade morgens und abends, also in den potentiell gefährlichsten Stunden, laut Anwohnern garantiert nicht gilt. Ein Ortsbeirat, der am Riedberg wohnt, betont: „Ich hoffe, dass wir spätestens jetzt im Magistrat etwas bewirken können.“

Als die Polizei heute Morgen den Unfall aufnahm und die entsprechende Stelle am Zebrastreifen markierte und vermaß, hupte eine Autofahrerin an der Absperrung und rief: „Tschuldigung, aber kann ich da nicht durchfahren?“ Einer der Polizisten erteilte laut eine Absage. Und schüttelte nur den Kopf.

Ob Fußgänger, Auto oder Laster – die Kreuzung Altenhöferallee/ Graf-von-Stauffenberg-Allee ist schwer einsehbar. Ortsbeirat und Eltern forderten wiederholt eine Ampel

(Text & Fotos: cd)

Progressive Rock plus Harmony

Lust auf Wave und Progressive Rock plus Lieder der Beatles, Byrds,
Hollies und Everly Brothers im Vorprogramm? Denn nächste Woche Freitag treten Neronia, eine spannende Rockband aus Darmstadt, und vorab die Gruppe Twin Set bei „Kultur in der Aula“ am Riedberg auf.

Neronia ist entstanden aus der deutschen Neoprogressive Rock Band Ulysses.
Inzwischen wurden fünf Alben veröffentlicht. Sie erhielten verschiedene
Nominierungen für ProgRock Awards und erreichten das
Finale des Berlin Music Video Awards 2016. Die Musik von
Neronia ist eine gelungene Mischung aus eingängigen Melodien,
sphärischen Soli von Gitarre, klassischem Progrock mit entsprechenden
Vintage-Sounds und sinfonischen Strukturen, aber auch
ansprechenden Akustikparts. Mit dem aktuellen Album PURE
veröffentlicht Neronia erstmals ein reines Unplugged-Album ausgesuchter
Songs der vier letzten Alben. Neronia wie noch nie zuvor
– ganz einfach PURE! Das Motto der Vorband Twin Set wiederum ist: „Two
in perfect harmony.“ Unvergessliche Songs der letzten Jahrzehnte inklusive.

Übrigens: Die Neronia waren einst die vom römischen Kaiser Nero ersonnenen Wettspiele nach griechischem Vorbild. Die mehrtägigen Spiele bestanden aus Konkurrenzen in Dichtkunst, Musik und Gesang, verschiedenen sportlichen Wettkämpfen sowie aus Pferderennen. Wenn das kein Omen ist!

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Das Konzert der Rock-Band „NERONIA“ ist am 23. Februar (Freitag) um 20.00 Uhr in der Aula der Riedbergschule, Zur Kalbacher Höhe 15. Eintritt: Abendkasse 14 € (ermäßigt 12 €), VVK 12 € (erm. 10 €).

Vorverkauf unter info@josua-gemeinde.net

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MAINRiedberg-Leser können gewinnen! Wir freuen uns sehr, dass wir wieder 3 x jeweils 2 Eintrittskarten für diesen Event von „Kultur in der Aula“ verlosen dürfen. Einfach eine Mail an mail@main-riedberg.de schreiben. Die ersten drei Einsender gewinnen und werden umgehend verständigt. Die Tickets liegen dann an der Abendkasse abholbereit.

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Foto: Neronia/ Informationen: Kultur in der Aula

 

Mädchen und Jungs, habt keine Angst!

Es ist die Geschichte eines kleinen Mädchens vom türkischen Marmarameer, das zu einer starken Frau geworden ist. Dr. med. Zahide Özkan-Rashed, Ärztin für Kardiologie und Innere Medizin, hat einen autobiografischen Roman geschrieben, mit dem sie Brücken bauen und Mut machen will (MAINRiedberg berichtete). Vergangene Woche besuchte die Autorin, die jetzt am Riedberg wohnt, nach mehr als 35 Jahren ihr ehemaliges Gymnasium und las aus ihren Buch mit dem Titel „Hab keine Angst”. Zu verdanken hat sie das für sie sehr berührende Erlebnis ihrer ehemaligen Schulkameradin Daniela Kling, die heute an der Schule Lehrerin für Religion und Sport ist.

Etwa vierzig Schülerinnen und Schüler aus zwei Klassen plus Lehrer haben am Gymnasium Goetheschule in Neu-Isenburg den Erinnerungen von Dr. Zahide Özkan-Rashed gelauscht. Auf 138 Seiten hält sie Momente aus ihrer Kindheit und Jugend fest, die prägend für sie waren: Ihr Alter Ego Feride träumt als Kind davon, Ärztin zu werden. Dafür gilt es gesellschaftliche Hürden zu überwinden, Konflikte mit der Familie auszutragen und immer wieder ausdauernd zu kämpfen. Denn mit dem Bildungsausstieg ändert sich unweigerlich die Beziehung zu der Herkunftsfamilie.

Stolze Eltern

Nach der Lesung luden die Lehrkräfte zu einer Diskussion ein. Lehrer Dr. Köberle sagte, dass er die Erfahrungen der Autorin gut nachvollziehen könne, weil auch er ein Arbeiterkind sei. Der Erste, der auf dem Gymnasium war. Der Erste, der studieren sollte. Er könne sich gut an Lehrer erinnern, die ihn „wie einen Exoten” behandelt hätten, weil sie wussten, welche Berufe seine Eltern ausübten. „Meine Mutter hat sich geschworen, sich drei Tage lang zu betrinken, wenn ich das Abi schaffe.” So groß war die Aufregung, so groß der Stolz auf den erfolgreichen Sohn. Ähnlich wie die Mutter der Autorin, die drei Tage fasten wollte, wenn die Tochter das Abitur bestanden hatte.

Kulturelle Unterschiede – kein Problem!

Überraschend waren die Reaktionen der Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund. „Wir merken es gar nicht, ob jemand biodeutsche Wurzeln hat oder nicht”, sagte eine Schülerin. Eine andere erzählte von diskriminierenden Bemerkungen, wenn sie etwa mit ihrer Freundin unterwegs sei, die ein Kopftuch trägt.

Zahide Özkan-Rashed: „Erfrischende Erfahrung”

Die Autorin berichtete danach von berührenden Momenten. „Es war für mich eine erfrischende Erfahrung, vor einer so jungen Gruppe zu sprechen. Ich war überrascht, wie interessiert sie zugehört haben und wie angeregt diskutiert wurde.“ Sie freute sich, dass ihre Erfahrungen des Anders- und Fremdseins unter der neuen Generation offenbar eine weit geringere Rolle spielten als damals, als ein kleines türkisches Mädchen davon träumte, Ärztin zu werden.

Das Buch von Zahide Özkan-Rashed ist im Buchhandel erhältlich

 

Informationen & Foto: Retap Verlag

Fastnacht und Karneval für Groß und Klein

Jetzt beginnt endgültig wieder Fasching, Fastnacht und Karneval! Verkleiden, Kreppel essen, Umzüge – das wird sicher toll. Wer hat Lust bekommen?

Und natürlich bietet unser Stadtteil jede Menge für Kinder an Fasching. Musik, Tanz, Spaß – alles ist dabei!

Beispielsweise steigt wie jedes Jahr im Familienzentrum Billabong am 11.02.2018 (Sonntag) von 15 bis 18 Uhr in der Graf-von-Stauffenberg-Straße 46b eine große Faschingsparty. Der Eintritt ist frei, und Verkleidungen sind erwünscht, aber keine Pflicht. Weitere Informationen unter www.billabong-family.de

Auch der Turnverein in Kalbach bietet am Fastnachtssonntag ab 14:31 Uhr einen Kindermaskenball in der Alten Turnhalle am Grubweg. Der Eintritt kostet 3 Euro. Ein Clown macht dort Spiele mit den Kindern, Bonbons werden geworfen und es gibt viel tolle Musik. Für Essen und Trinken ist ebenfalls gesorgt.

Am Sonntag ist auch der große Frankfurter Fastnachtsumzug 2018 ab 12.11 Uhr durch die Frankfurter Innenstadt. Kleiner, schön und noch näher am Riedberg sind die Fastnachtszüge in Heddernheim und Oberursel. Der Taunus-Karnevals-Zug in Oberursel findet ebenfalls am Sonntag ab 14.11 Uhr statt, der „179. Klar Pariser Fastnachtsumzug“ in Heddernheim mit 111 Wagen startet dann am Faschingsdienstag ab 14.31 Uhr. Anfahrt am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder die Parkplätze in der Tiefgarage des Nordwestzentrum nutzen.

Wir wünschen jetzt schon ganz viel Spaß!

(Foto: Archiv)

So macht Tischtennis einfach Spaß

Es herrscht Aufregung am Mittwoch im Mehrzweckraum der Marie-Curie-Schule, denn der Auftakt zu den mini-Meisterschaften im Tischtennis beginnt. 24 Kinder, darunter drei Mädchen, wuseln aufgeregt herum, bis Diplomtrainer Wieland Speer ein bisschen für Ruhe sorgt, damit er einiges erklären kann. In der Mitte des Raumes steht ein Tischtennis-Tisch mit einem mobilen Netz. Ein weiterer lehnt an der Wand, neben dem Eingang. Für diejenigen, die einfach so zwischendurch sich bewegen und gegen die Wand spielen möchten. Nicht weit entfernt ist Praktikantin Angelina Bäcker und füllt Urkunden aus, denn jeder wird am Ende Sieger sein.

„Heute sind wirklich viele dabei“, freut sich Angelina, die versucht, die Namen der Grundschüler zu entziffern, die sich bei der „Anmeldung“ eingeschrieben hatten. Sie hilft mit, hier den Mini-Wettkampf zu organisieren, einen Vor-Vorentscheid für die Breitensportveranstaltung des Tischtennis-Bundes. „Ich habe auch schon geholfen, Sport für Flüchtlinge zu organisieren. Es macht mir auf jeden Fall jede Menge Spaß“, erzählt sie.

Praktikantin Angelina Bäcker hilft bei der Organisation

Kein Handicap: Auch Benaja macht mit und hat eine Menge Spaß

Wieland Speer macht mit den Kindern am Anfang Übungen mit Schläger und Ball, damit sie erst ein Gefühl fürs Spiel bekommen und Vor- und Rückhand unterscheiden lernen. Manche haben schon Erfahrung, manche noch nicht. Dann geht´s über zum Punktezählen: Jedes Kind darf mit ihm spielen, bis es höchstens 20 Ballwechsel geschafft hat. Wobei er für eine Weile sein Handy als Schläger nimmt – was den Kids sichtlich Freude macht. Diejenigen mit den meisten Punkten dürfen an dem entscheidenden Rundlauf teilnehmen. Der Gewinner ist übrigens kein Viertklässler, sondern Stefan Obolkin, ein Junge mit sieben Jahren. Er strahlt. Alle anderen sind „zweiter Platz“.

 

Wem gelingen die meisten Ballwechsel mit Trainer Wieland Speer?

„Es geht heute erst mal nur darum, Spaß zu haben“, sagt Wieland Speer, der die Kids am Riedberg für diesen Sport begeistern will. „Die besten dürfen in der nächsten Woche zu dem richtigen Turnier übergehen.“

Bereits 500 Schüler am Riedberg haben teilgenommen

Insgesamt fast 500 Schülerinnen und Schüler haben im Stadtteil bereits an den Meisterschaften für Tischtennis-Minis teilgenommen. In der Grundschule Riedberg machten sogar 17 Klassen mit, in der IGS Kalbach-Riedberg waren es bisher 13 Kids und im Gymnasium bei zwei Veranstaltungen 54 Schüler. Bis Mitte Februar folgen noch eine weitere Vorrunde an der Gesamtschule, diesmal ausschließlich mit Mädchen.

Text: Leticia Kreutzer

Fotos: cd

The Importance of a Teacher

„Erst vor wenigen Monaten haben wir bei einem Videowettbewerb der deutschen Bundesbank den dritten Platz belegt“, erzählen Ardiana Dacic und Sabrina Pölle, beide Studentinnen. Das Thema war ´Was bedeutet Stabilität für Sie?´. Und, dass sie überhaupt mitgemacht haben, war eine ziemlich spontane Sache. Doch sie hatten viel zu sagen, in Bild und Ton. Jenseits von Wirtschaft, Euro und guten Filmschnitten zeigten sie in dem Video, wie wichtig beispielsweise Familie für sie ganz persönlich ist. Ardiana, die erst 2011 aus Montenegro zuwanderte, berichtete, wie viel Stabilität ihr auch die neue Heimat Deutschland gibt. Der Erfolg des Kurzfilmes hat die beiden jetzt dazu angespornt, beim Deutschen Jugendfilmpreis 2018 mitzumachen – mit mehr als 100.000 TeilnehmerInnen in den letzten drei Jahrzehnten einem der größten Foren für junge Filmschaffende bundesweit.

The Importance of a Teacher

Auf den ersten Blick passen Film und Studium bei den 18-Jährigen nicht zusammen. Sabrina, deren Familie am Riedberg wohnt, studiert Wirtschaftsinformatik. Ihre Freundin Ardiana studiert Social Media Systems, eine noch junge Verbindung von Management, IT und BWL. Doch wenn sie zu erzählen beginnen, merkt man schnell, wie sie das Hobby Filmen interessiert. Ursprünglich wollten sie ein Video über die Zeit machen. Darüber, wie sie vergeht, und dass man die Zeit richtig nutzen muss. Aber dann war Ardiana bei ihrer alten Schule, der Ludwig-Erhard-Schule in Höchst, um auf ein paar Freunde zu warten. Sie traf einen der früheren Lehrer  und sie unterhielten sich. „Er erzählte, dass die Schüler nicht auf seine Ratschläge hören“, sagt Ardiana. Sie hatte aber auch miterlebt, wie sich Schüler Lehrern gegenüber respektlos verhalten. „Das inspirierte mich, ein Video zu diesem Thema zu machen.“ The Importance of a Teacher heißt das Video, das sie bei der Filmpreis-Jury eingereicht haben.

Das Video ist zu sehen unter   https://youtu.be/zdxrmdarOyY

 

„Wir wollen Schüler positiv motivieren“

Nach diesem Gespräch war es für Ardiana eindeutig, dass sie ein Video über dieses Thema machen müssen. „Es ist ein sehr wichtiges Thema, das mehr Aufmerksamkeit verdient. Wir versuchen mit diesem Video viele Leute, und insbesondere Schüler, zu erreichen und positiv zu motivieren, damit sie sich mal Gedanken machen, wie sich sich gegenüber den Lehrern verhalten sollen.“

Der Einsendeschluss des Videos war am 15. Januar. Die zwei Studentinnen haben schon die Vorauswahl geschafft und bereits Feedback bekommen. „Ich habe das Video an die Kampagne ´Hessen lebt Respekt´ der Hessischen Landesregierung geschickt, und die fragten, ob sie es auf ihrer Facebook- Seite bewerben können“, freut sich Ardiana. Sie hat es natürlich auch an ihre alte Schule geschickt. Die Lehrer waren begeistert. Ihre Freundin Sabrina und sie, „wir sind einfach ein gutes Team“.

Text: Leticia Kreutzer

Unsere Praktikantin Leticia hat die beiden Filmemacherinnen getroffen und diesen Text verfasst. Vielen Dank dafür!

Foto/ Repro: cd

Die Pläne für die neue IGS – ohne Oberstufe

Drei Geschosse, helle Klinkerfassade, viel Licht und Farbe. Passend zum Konzept der Schule offene Arbeitsbereiche, Mensa, Turnhalle und Außenflächen für Sport. Kurz: Ein durchdachtes Konzept für den Neubau der Integrierten Gesamtschule Kalbach-Riedberg (IGS) wurde bei der vergangenen Ortsbeiratssitzung präsentiert. Thorsten Lieb (FDP) nannte die Pläne „wunderbar aus einem Guss“. Schnell aber kam quer durch die Fraktionen die Frage auf: Ist eine Oberstufe nicht berücksichtigt, wo doch auch in diesem Bereich Bedarf ohne Ende sei? Nein, so informierten die Projektentwickler, diese sei nicht geplant.

Die Fertigstellung ist im Herbst 2021 geplant

Optisch passt sich die Bebauung der Architektur der Umgebung an. Claudia Schwerdfeger vom renommierten Stuttgarter Generalplaner „h4a“ erläuterte, dass dies auch in puncto Höhe gilt. Das Gelände ist unmittelbar neben der Endhaltestelle der U8, hier war im Bebauungsplan schon immer eine weiterführende Schule vorgesehen. Doch das Grundstück ist begrenzt. Künftig soll es Platz für sechs Jahrgangsstufen in einem u-förmigen Hauptbau bieten. Die Schüler werden in „Jahrgangseinheiten“ unterrichtet. In einem weiteren Bau sind ein Förderzentrum und Ausbildungszentrum für Sonderpädagogen, eine Einrichtung der Jugendhilfe sowie eine Hausmeisterwohnung vorgesehen.

Eine Herausforderung, so die Planer, sei die Hanglage, die man auf den ersten Blick kaum bemerken würde. Es handelt sich um vier Meter Differenz, was dazu führt, dass die Turnhalle halb eingegraben sein wird, sich die erforderlichen Parkplätze in einer Tiefgarage befinden – und diese Lage auch „Lärm schluckt“. Turnhalle wie Mensa inklusive Theaterbühne, Akkustik-Lamellen und knapp 400 Plätzen sollen von außen zugänglich sein. Veranstalter und Vereine würden das sicher begrüßen.

Einige Planungsdetails könnten Wunschdenken bleiben. Dann, wenn der Kostenrahmen feststeht. Am vergangenen Freitag wollten sich weder Planer noch Hessenagentur zu den Kosten äußern. Man hofft, dass die Rohbauarbeiten bereits Ende des Jahres beginnen und der Umzug der IGS zum Schuljahr 2021/2022 realistisch ist.

Wo theoretisch eine Oberstufe möglich wäre

Der zuständige Landschaftsarchitekt erläuterte später, wie grün und einladend auch der Schulhof gestaltet wird. Mit Sitzbereichen, Bäumen und einem Spielbereich. Gegenüber vom Hauptbau ist Platz für ein Kleinsportfeld, ein Basketballfeld und eine 100-Meter-Bahn. Die Frage ist: Was geschieht, wenn doch noch eine gymnasiale Oberstufe benötigt wird? Eine Erweiterung der Schule oder eine Aufstockung ist nicht mehr möglich, heißt es. Einzige Option wäre der Schulhof. Dann müssten eventuell Teile des Sportbereichs etwa mit Containern belegt werden. „Wir warnen direkt davor“, so Sascha Vogel, Fraktionsvorsitzender der CDU.

Eine Alternative könnte im Mertonviertel zu finden sein. Die ehemalige Lurgizentrale wurde Ende vergangenen Jahres versteigert. Die Stadt würde offenbar gerne ein Bauvorhaben oder eine Umnutzung mit Büros, Gewerbe und Schule unterstützen. Details stehen aber noch nicht fest.

Schüler bräuchten schon jetzt mehr Platz für Sport

Apropos Sport: Wenig Platz für Sport ist bereits jetzt im Provisorium der IGS im Westflügel. Rektorin Dr. Susanne Gölitzer regte bei der Sitzung an, ob das derzeitige Schulgelände nicht in Richtung Rosa-Luxemburg-Straße erweitert werden könnte. Die Kinder bräuchten dringend mehr Raum für Bewegung, auch in den Pausen. Eine Sporthalle gibt es dort nicht.

Eine Vertreterin des Schulamtes betonte, dass man auch diesbezüglich bereits in Gesprächen sei. Sie erklärte aber auch, dass die Untere Naturschutzbehörde Einwände hat. Unter anderem, da, auf dem angrenzenden Gelände wilde und geschützte Apfelbäume, Speierlinge, wachsen.  „Doch wir versuchen für die Schüler etwas rauszuholen.“ Die nächsten Schülerjahrgänge kommen bestimmt. Noch bevor der Neubau fertig ist.

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Wichtiger Termin für den Übertritt: Am nächsten Samstag, 3.02.2018, ist von 10 bis 14 Uhr Tag der offenen Tür in der IGS Kalbach-Riedberg, Carl-Hermann-Rudloff-Allee 11.   http://www.igs-kalbach-riedberg.de/aktuelles/termine/

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Ein Blick in den Neubau

In der Mensa ist eine raumhohe Verglasung geplant

 

Alle Räumlichkeiten sind auch für Kinder mit Handicap problemlos erreichbar

 

Ein „Blick“ in die Sporthalle

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Baupläne/ Repro: h4a Generalplaner GmbH/ Stuttgart

Text: cd

Einbrecher entkommen mit großer Beute

Einbrecher drangen am Montag im Laufe des Tages in ein Haus in der Straße „Am Hopfenbrunnen“ in Kalbach ein und entkamen mit einer großen Beute.

Fest steht bisher nur: Die Diebe kamen im Zeitraum zwischen 8 Uhr und 15 Uhr, gelangten unbemerkt ins Haus, schauten sich nach Wertvollem um und wurden schließlich im Keller fündig. Dort brachen sie einen Metallschrank auf und fanden eine Kiste mit mehreren zehntausend Euro. Mit ihrer Beute flüchteten sie in unbekannte Richtung.

Wie die Einbrecher genau in das Haus gelangen konnten, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Laut Polizei liegen aktuell keine Hinweise auf die Täter vor.

(Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main/ Foto: Archiv)

Temma schließt: „Es ist einfach nur traurig!“

Es ist fast schon alles leer. Im vorderen Bereich sind die Regale abgebaut. Es gibt kein Gemüse, kein Obst, keine Fleischwaren, Wurst und Käsesorten aus biologischer Erzeugung mehr zu kaufen. Nur noch Weine oder einige haltbare Lebensmittel. Bis Samstag duftete noch das frische Brot. Aber auch das ist nun vorbei. Übermorgen ist endgültig Schluss. Rewe wird sieben der bundesweit neun Temma-Filialen schließen. Auch den Markt am Riedbergplatz. Mit dem gehobenen Bio-Konzept hatte der Handelskonzern versucht, die kleinen „Tante-Emma“-Nachbarschaftsläden neu zu beleben, Gastronomie und Kaffeehaus-Atmosphäre inklusive.

„Es ist einfach nur traurig“, sagte eine Kundin, als sie wohl zum letzten Mal hier einen Kaffee trank. Sie sprach davon, dass es nur sehr wenige Möglichkeiten am Riedberg gibt, sich in der Mittagspause oder auf einen kurzen Plausch zu treffen und dazu noch etwas Gesundes zu essen.

Allen Mitarbeitern wird ein Angebot zur Weiterbeschäftigung innerhalb der REWE Group gemacht. Für einen 53-jährigen Angestellten, der sich auch in der vergangenen Woche immer noch bemühte, freundlich und zuvorkommen zu sein, „kommt das nicht in Frage“. Es ist Nachmittag, kurz vor 15 Uhr. Er bedient zwei weitere Kunden und erklärt dann: „Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch und möchte weiter im Gastro-Bereich arbeiten.“ Er war bereits Barista in einem Bio-Cafe mit eigener Rösterei, somit war der Job bei Temma inklusive Speisenangebot „die ideale Kombination“. Hinzu kommt, dass auch für ihn persönlich Qualität und Herkunft eine große Rolle spielen und rund 95 Prozent seiner Lebensmittel bio sind. Nach einer weiteren kurzen Pause, in der er wieder für seine Kunden da ist, schließt er mit den Worten: „Ich bin ein Mensch, der hinter dem stehen will, was er verkauft.“ Selbstverständlich, er setze alles daran, einen solchen Job möglichst bald zu finden. „Doch bis dahin bin ich arbeitslos.“

Rewe, so heißt es, konzentriert das Engagement für Bio-Lebensmittel auf die eigenen Vertriebsformate und wird in seinen Märkten den Ausbau der Bio-Sortimente weiter forcieren. Temma am Riedberg aber schließt.

Sobald MAINRiedberg Informationen über einen Nachmieter erhält, werden wir darüber berichten.

(Foto: cd)