Kategorie: RiedbergNEWS

„Ich habe einen Spender“

Ihr Schicksal bewegt viele Menschen, auch weit jenseits unseres Stadtteils. Anfang Januar haben wir über eine dreifache Mutter berichtet, die Ende Oktober erfahren musste, dass sie Leukämie hat. Claudia (42) schrieb auf Facebook und in einem Link zu einem Video der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS)„Mein einziger, jedoch wichtigster Vorsatz für 2018 ist, zu LEBEN!“ Sie appellierte auch an die Menschen „da draußen“, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Um ihr und anderen Krebspatienten eine Chance auf Leben zu geben. Jetzt lautet die erste, gute Nachricht: „Ich habe einen Spender.“

Der Online-Aufruf hat viele Riedberger erreicht, der passende Spender wurde in Claudias Fall aber in Israel gefunden. „Er hat sich bereit erklärt, mir ein neues Leben zu schenken.“ Der Spender hat bereits alle Untersuchungen bestanden, sein Einverständnis gegeben und ist nun für sie reserviert. Das bedeutet konkret: Zunächst werden Leukämiepatienten wie Claudia mit Hilfe einer hochdosierten Chemotherapie so intensiv behandelt, dass das gesamtes Knochenmark und im Idealfall auch alle erkrankten Zellen zerstört werden. Anschließend werden ihr gesundes Knochenmark oder gesunde Stammzellen von dem geeigneten Spender wie bei einer Bluttransfusion in die Vene übertragen. Diese siedeln sich in den Knochen an und sollen neue funktionstüchtige Blutzellen bilden. In der Regel dauert es durchschnittlich drei Wochen, bis das fremde Knochenmark angewachsen ist und sich die Blutwerte erholt haben.

Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland nach Angaben der Deutschen Knochenmarkspenderdatei ein Mensch neu an Leukämie. Weltweit hoffen Tausende auf einen passenden Stammzellspender.

Wenn die Transplantation erfolgreich ist, kann man dauerhaft geheilt sein. Das wünschen wir Dir von Herzen, liebe Claudia!

(Informationen: Deutsche Krebsgesellschaft/ Foto: privat)

Termine: Von der Traumspezialistin bis zur Wissenschaft

Bei vielen von uns ist’s heute der erste Arbeitstag nach den Ferien. Damit der Blick auf die nächsten Wochen vielleicht sogar mit einem Lächeln verläuft, hier ein paar schöne Riedberg-Termine:

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Familienlesung zu „Sophie, die Traumspezialistin“

Beate Thieswald-Schechter ist eine Riedberger Autorin – und lädt zu einer Familienlesung am Freitag, den 26. Januar, um 16 Uhr im Café Mutz in Niederursel (um die Ecke vom Lahmen Esel).  Alles dreht sich um ihr Buch „Sophie, die Traumspezialistin“. Zur Lesung wird es Klavierbegleitung geben und auch ein Team von RTL Hessen wird dabei sein, da man einen Beitrag zu diesem Kinderbuch senden möchte.

Im Buch geht es um ein selbstbewußtes Mädchen namens Sophie, das gute Ideen gegen böse Träume hat, besonders gegen die ihrer neuen Freundin Julia. Außerdem weiß sie, wie man seine Träume in Wirklichkeit leben kann. Auch das Thema Freundschaft im Spannungsfeld beste Freundin und Clique zieht sich durch das Buch. Beate Thieswald-Schechter fügt hinzu: „Das Thema Alpträume ist auch für Eltern interessant, weil sich die Geschichte durchaus tiefergehend mit dem Thema auseinandersetzt. Was kann man tun, wenn das Kind schlecht träumt?“ Die Zielgruppe des Kinderbuches sind Mädchen zwischen 7 und 9 Jahren. „Was nicht heißt, dass es nicht auch 6- und 10-jährige oder Jungen gibt, die es schon oder noch gut finden können“, sagt die Autorin. Das Buch ist auch in der Spieltruhe im Riedbergzentrum erhältlich.

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Lust auf Grünkohl?

Die IG Riedberg lädt am 28. Januar um 17 Uhr wieder zu einer kulinarischen Reise ins Jugendhaus Riedberg, Friedrich-Dessauer-Straße 4 – 6. Diesmal ist das Reiseziel weniger exotisch, sondern erdig und bodenständig – aber nicht minder köstlich. Denn es geht nach Norddeutschland, ins Reich von Grünkohl und Pinkel. Die Wurst wird extra aus dem Norden mitgebracht. Markus Schaufler von der IG Riedberg schreibt: „Daher ist es mit Spätmeldungen etwas schwierig.“ Der Essensbeitrag ist 10 Euro. Anmeldung unter kontakt@ig-riedberg.de

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News von Culture Club & Billabong

Heute Abend um 19 Uhr trifft sich der Culture Club Riedberg zur ersten Sitzung des neuen Jahres im Jugendhaus und auch das Familienzentrum Billabong ist wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet. „Wir sind wieder für Euch da“, fasst es Billabong-Vorstand Sabine Fiedler zusammen. Dank Umzug in die neuen Räume in der Graf-von-Stauffenberg-Allee 46 b auch mit einem noch umfangreicheren Programm (siehe www.billabong-family.de). Schon mal vormerken: Am 11. Februar um 15 Uhr findet die große Faschingsparty für Kinder bei Billabong statt.

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Ein Jahrhundert der Wissenschaft

Wissenschaft im Fokus: Im Centre for Dialogue at Campus Riedberg (Zur Kalbacher Höhe 56) findet am Montag, 29. Januar, um 19 Uhr ein Vortrag zum Thema „Ein Jahrhundert der Wissenschaft – Die Bedeutung des Weizmann-Instituts für die Entwicklung Israels 
statt. Prof. Dr. Gideon Schreiber vom Weizmann-Institute of Science in Rohovot, Israel, wird den Vortrag in englischer Sprache
 halten. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter https://cfd-frankfurt.bistumlimburg.de/centre-for-dialogue.html

 Bedeutend für die Entwicklung Israels: Das Weizmann-Institut, benannt nach dem Chemiker und Politiker Chaim Weizmann

(Fotos: privat/ Dar1930/ Centre for Dialogue)

 

 

 

 

Krebs: Mutter hofft auf Knochenmark-Spende

Es sind nur 18 Sekunden. Erst ist das Bild einer glücklichen Familie zu sehen. Drei Kinder, neun Jahre, drei Jahre, 15 Monate. Und Mama und Papa. Dann die beiden alleine. Es ist ein Video, das schon mehr als 5000-mal geteilt wurde und ganz tief unter die Haut geht. Denn Claudia, 42 Jahre alt, hat Blutkrebs.Die ersten Worte, die sie auf Facebook und beim Link zum Video schreibt, lauten:

„Hallo, mein Name ist Claudia und mein einziger, jedoch wichtigster Vorsatz für 2018 ist, zu LEBEN. Am schwersten ist für mich der Gedanke, dass meine Kinder eines Tages sagen könnten: „Ich habe eigentlich keine richtigen Erinnerungen an meine Mutter. Sie ist zu früh gestorben.“ Ich wünsche mir einen passenden Stammzellspender und ich bin gerne bereit, dafür einen langen harten Weg in Kauf zu nehmen und zu kämpfen. Aber ich möchte die Chance bekommen, meine Kinder aufwachsen zu sehen.“

https://www.facebook.com/DKMS.de/videos/10155432623977979/

Die Familie lebt am Riedberg und das Video ist längst vielen Familien hier bekannt, nicht nur Eltern der Marie-Curie-Schule. Denn die Zeit drängt. Ende Oktober erhielt die Mutter aus unserem Stadtteil die Diagnose Leukämie (AML) und verbrachte die letzten Wochen mit Chemotherapie im Krankenhaus. Sie schreibt weiter: „Ich bin auf die Hilfe von einem von Euch da draußen angewiesen. Denn mein passender Stammzellspender wurde noch nicht gefunden. Ihr könnt mich bei meinem Vorsatz zu leben mehr als unterstützen, indem Ihr Stammzellspender werdet und Patienten wie mir eine zweite Chance auf Leben gebt.“

Die Registrierung ist online unter

www.dkms.de/claudia_1801

möglich und kostet Euch nur fünf Minuten. Letztlich geht es vor allem darum, das Registrierungsset bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) anzufordern, einen Wangenabstrich mit drei Wattestäbchen vorzunehmen, die Einverständniserklärung zu unterschreiben und alles zurück zur Post bringen. Bei demjenigen, der als ein Stammzellspender infrage kommt, meldet sich die DKMS. Jeder Spender kann helfen und Leben retten. Bei Claudia oder anderen Menschen mit Blutkrebs.

Die Schlussworte der Botschaft der 42-Jährigen Leukämie-Patienten vom Riedberg lauten: „Besonders meine Kinder zeigen mir, dass es sich lohnt, für jeden einzelnen Tag zu kämpfen. Wir haben als Familie noch so viel vor! Das gibt mir die Kraft, das alles durchzustehen.“

(Foto, Informationen und Links: privat)

U8 fährt nächste Woche NICHT

Wegen Weichenbauarbeiten am Südbahnhof fahren von Montag, 8. Januar, bis Sonntag, 14. Januar 2018, keine U-Bahnen zwischen Willy-Brandt-Platz und Südbahnhof – und die U8 fährt auf der gesamten Strecke überhaupt NICHT. Das heißt: Wer vom Riedberg Richtung Innenstadt muss, hat in dieser Zeit nur die U9 zur Verfügung und muss an der Heddernheimer Landstraße dann von der U9 in die U1 umsteigen. Das gilt natürlich auch umgekehrt. Allerdings fährt die U9 länger und mit mehr Wagen. Rechtzeitig nach Ferienende sollen alle Bahnen dann wieder planmäßig fahren.

Die Nachtfahrten der Linie U8 übernehmen in der Bauzeit zwischen Willy-Brandt-Platz und Heddernheim die Bahnen der Linie U1.

Zudem sind die Linien U1, U2 und U3 zum Teil nicht wie gewohnt unterwegs: Die Linien U1 und U2 enden am Willy-Brandt-Platz. Hier ist beim Einstieg zu beachten, dass die Linie U1 Richtung Ginnheim am gewohnten Bahnsteig abfährt, die Linie U2 Richtung Gonzenheim jedoch am Bahnsteig Richtung Südbahnhof. Die Linie U3 verkehrt im genannten Zeitraum nur zwischen Oberursel-Hohemark und Heddernheim, wo der Umstieg in die Linien U1 und U2 möglich ist.


Informationen der VGF zur Streckensperrung

Informationen und Grafik: Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main

Frau nahe U-Bahn Niederursel belästigt

Am Morgen des 1. Januar 2018 joggte eine 49-jährige Frankfurterin durch den Bereich Alt-Niederursel. Gegen 9.55 Uhr fiel ihr dabei im Bereich der U-Bahnhaltestelle Niederursel ein bislang unbekannter Mann auf, der von dort aus begann, sie zu verfolgen. Nach etwa 15 Minuten hatte er die Joggerin in der Hennegasse eingeholt und fasste sie unsittlich an. Danach ging er normalen Schrittes zurück in Richtung der U-Bahnstation. Dabei hing seine Hose, wie die belästigte Frau nun beobachten konnte, halb herunter. Mit der U8 fuhr er in Richtung Südbahnhof davon.

Beschrieben wird der Unbekannte als etwa 25 Jahre alt und 170 cm groß. Von sehr schlanker Statur mit dunklen, kurzen Haaren und einem Dreitagebart. Westeuropäisches Erscheinungsbild, bekleidet mit schwarzen Jeans, schwarzer Unterhose, schwarze Daunenjacke, schwarze Schuhe und Kopfhörer in den Ohren.

(Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main/ Pressestelle)

Silvestermüll: Stadt bittet um Mithilfe

Für viele ist es das schönste und bunteste Fest des Jahres – für die Männer der FES bedeutet es jede Menge Arbeit. Bereits eine Stunde nach Start des neuen Jahres wird mit der Reinigung der Mainbrücken und der Feiermeile auf beiden Seiten des Mains begonnen. Am Morgen beginnt dann das große allgemeine Saubermachen. Dabei konzentriert sich die Straßenreinigung zunächst auf die zentralen verkehrswichtigen Straßen und die großen Rückstände in der Innenstadt und in den Stadtteilzentren. Allein an diesem ersten Tag kamen im vergangenen Jahr 20 Tonnen Abfall zusammen.

Die FES bittet die Bürger, ihre Silvesterabfälle mitzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Darüber hinaus bittet man um Geduld. Das gesamte Stadtgebiet von den Rückständen der Silvesternacht zu befreien, kann einige Zeit in Anspruch nehmen und hängt auch von der Witterung ab.

Neujahrsputz am Riedbergplatz

Wie im vergangenen Jahr wird es auch wieder eine extra Neujahresputz-Aktion auf dem Riedbergplatz geben. Diese wird organisiert von der Ahmadiyya Muslim Gemeinde, die in Hessen an öffentlichen Schulen islamischen Religionsunterricht gibt. Start ist am 1. Januar um circa 8 Uhr. Wer will, kann gerne daran teilnehmen. Anfang 2017 wurden mehr als 35 Kilogramm Feuerwerksmüll bereinigt und anschließend von der FES entsorgt.

(Informationen FES: Presse.INFO Stadt Frankfurt/ Foto:

Tipps für die Entsorgung der Weihnachtsbäume

Alle Jahre wieder stellt sich nach dem Fest die Frage: Wo hin mit dem Weihnachtsbaum, wenn dieser ausgedient hat? Die FES bietet im Januar 2018 zwei Möglichkeiten, den Baum zu entsorgen:

Variante 1:
Der Weihnachtsbaum wird wie bisher im Laufe des Monats Januar entweder über die braune Biotonne oder über die graue Restmülltonne entsorgt. Voraussetzung ist, dass die Bäume von allem Schmuck befreit und auf Stücke von maximal 1 Meter gekürzt sind und an den Leerungstagen neben die Tonnen gestellt werden.

Variante 2:
Die FES setzt zwischen dem 8. und 26. Januar ein Sonderfahrzeug ein, das nur Weihnachtsbäume einsammelt. Dieses kommt an festgesetzten Tagen in die Stadtteile und sammelt alle Bäume auf, die an der Grundstücksgrenze – also leicht zugänglich und von der Straße aus sichtbar – liegen. Diese Bäume sollen ebenfalls abgeschmückt sein, müssen aber nicht gekürzt werden, da das Fahrzeug über einen Pressmechanismus verfügt, der die Bäume zerkleinert. Im Anschluss werden die Bäume in der Rhein-Main Biokompost Anlage verwertet.

Das Sonderfahrzeug fährt am 19. Januar durch Riedberg, Kalbach, Niederursel, Eschersheim und das Mertonviertel und sammelt dort Weihnachtsbäume ein

Die FES verspricht sich von der Kombination beider Möglichkeiten einen schnelleren Abtransport der mehreren tausend Weihnachtsbäume. Dennoch wird es passieren, dass einige Bäume ein paar Tage im Stadtbild zu sehen sein werden – dafür bittet man um Verständnis.

Abgabemöglichkeit auch im Wertstoffhof Kalbach

Alternativ können Weihnachtsbäume auch im Rahmen des Kofferraum­services in den FES-Wertstoffhöfen kostenlos abgegeben werden. Der nächste Wertstoffhof ist in der Max-Holder-Straße im Gewerbegebiet Kalbach.

Weitere Informationen unter www.fes-frankfurt.de

(InFormationen: FES/ Foto: cd)

Was bedeuten die neuen Mainova-Verträge?

Der neue Wärmevertrag ist in einem blauen Ordner mit dem Schriftzug „Wichtige Vertragsunterlagen“. Hier werden die Mainova-Kunden unter anderem über das neue Preissystem informiert, das ab 1. Januar 2018 gilt. Das betrifft alle Riedberger, da hier ein Anschlusszwang für diese umweltfreundliche Energieform gilt. Zumal das Müllheizkraftwerk, wo die Fernwärme erzeugt wird, in unmittelbarer Nähe ist. Bei der Mainova spricht man von teilweise leichter Entlastung und Transparenz. Einige Anwohner indes fürchten eine Preissteigerung um teilweise mehrere hundert Euro im Jahr und wollen mithilfe eines Energieberaters herausfinden, wie sie sparen können.

Der Fernwärmepreis setzt sich vor allem aus „Jahresgrundpreis“ und „Arbeitspreis“ zusammen. Der Grundpreis bemisst sich nach der vertraglich vorgehaltenen Wärmeleistung in Kilowatt. Also wie viel Wärme die Fernwärme-Übergabestation des Hauses oder der Wohnung im Prinzip produzieren kann und muss. Der Wert ist so ausgelegt, dass die Temperatur der Wohnräume auch am statistisch kältesten Tag bei etwa 20 Grad gehalten werden kann.

Faktor zwei ist der Verbrauch, also die gelieferte Wärme. Wer die neuen Preise wiederum mit den alten Preisen vergleicht, wird feststellen, dass sich der Preis für die Basis-Leistung künftig mehr als verdoppelt und der Preis für die verbrauchten Kilowattstunden leicht sinkt. Einer der Riedberger, die einen Energieberater hinzugezogen haben, erklärt: „Für mich macht das insgesamt gut 300 Euro aus, die ich demnächst mehr zahlen muss.“ Zumal er nicht verstehen könne, dass man nicht den Preis für die jeweils verbrauchte Wärme stattdessen anhebt. Er fragt: „Wäre das nicht gerechter?“

Das sagt die Mainova

Fakt ist, dass Mainova im vergangenen Jahrzehnt 150 Millionen Euro in den Ausbau der Fernwärme und den Umbau von Kraftwerken investiert hat. Pressesprecherin Ulrike Schulz betont, dass Fernwärme zu den umweltschonendsten Formen der Wärmeversorgung gehört und „in Frankfurt in den Heizkraftwerken der Mainova mittels hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt wird“. Bei einem transparenten Preissystem müsse aber auch die Entwicklung auf dem Wärmemarkt berücksichtigt werden. Sprecherin Schulz: „Viele der hier maßgeblichen Faktoren haben sich verändert.“ Unabhängig davon sei Fernwärme auch nach der Preisumstellung im Vollkostenvergleich mit Öl oder Erdgas zumeist die günstigere Alternative.

Die Sprecherin führt auch aus, dass rund die Hälfte der Privatkunden in Ein- und Zweifamilienhäusern durch die neuen Preise voraussichtlich sogar leicht entlastet werde. Skeptische Hausbesitzer aus dem Altkönigblick hingegen verweisen darauf, „dass das für uns sicher nicht gilt und vor allem Mieter hier am Riedberg die neuen Preise erst bei der Nebenkostenabrechnung merken werden“.

Ein weiterer Punkt ist, dass der von der Mainova übrigens geförderte Energieberater herausgefunden hat, dass die Grundleistung, die jetzt teurer wird, bei einigen Häusern deutlich zu hoch angesetzt wurde. In nicht nur einem Fall würden beispielsweise statt bisher 12 bis 15 Kilowatt Basis-Leistung definitiv nur 8 Kilowatt genügen. Das belegt die offizielle Heizlastberechnung, welche man bei der Hausübergabe erhält. Diese wiederum wollen die betroffenen Riedberger jetzt der Mainova vorlegen.

Vertrag gilt auch ohne Unterschrift

Was aber geschieht, sollten Kunden den neuen Vertrag nicht unterschreiben? Dazu Pressesprecherin Ulrike Schulz zu MAINRiedberg: „Natürlich werden unsere Kunden auch weiterhin von uns zuverlässig und sicher mit Fernwärme versorgt. Für den Fall, dass der Kunde keinen schriftlichen Vertrag abschließt und weiterhin Fernwärme beziehen will, bestimmt § 2 Abs. 2 S. 2 AVBFernwärmeV, dass durch die Entnahme von Fernwärme ein faktischer Vertrag zustande kommt.“ Das bedeutet, dass trotzdem die neuen Preise gelten. Die alten Verträge hatte die Mainova im März fristgerecht gekündigt.

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Bei Rückfragen zur Berechnung der Preisänderungsklausel kann Mainova-Kunden ein Termin im Service Center zur persönlichen Beratung angeboten werden.

Die Terminvergabe erfolgt über fernwaerme@mainova.de
Service Line 0800-5894568
Fax 0800-1188844

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Dieser Beitrag ist die gekürzte Fassung eines Berichts, der in der aktuellen MAINRiedberg-Ausgabe Anfang Dezember erschienen ist

Gesucht: die schönsten Riedberg-Bilder

Nur noch zwei Tage Zeit haben begeisterte (Hobby-)Fotografen, um am ersten Riedberger Fotowettbewerb teilzunehmen. Der Culture Club sucht noch bis zum Ende des Jahres unter dem Motto „Der Riedberg – Mein Ort“ die schönsten Bilder aus Frankfurts jüngstem Stadtteil. Bisher sind die unterschiedlichsten Bilder vom Riedberg angekommen, von Detailaufnahmen von Bauarbeiten über grüne Parks bis zu älteren Fotos, als hier fast noch keine Häuser standen.

Extra-Wertung für Jugendliche – und tolle Preise!

„Was uns allerdings immer noch fehlt, sind Einsendungen von Jugendlichen“, erklärt CCR-Vorstand Sandra Thoms. Beim Kulturverein hofft man, dass im Wettbewerbs-Endspurt (und in Tagen, wo Riedberger Teens vielleicht etwas Zeit zum Raussuchen und längere Weile haben) noch Fotos von Jugendlichen und Kindern eintreffen. Denn für diese gibt es eine Extra-Wertung und Extra-Preise. Etwa einen Bluetooth-Lautsprecher, gesponsert vom Media Markt.

Am 31. Dezember ist Einsendeschluss. Anschließend wählt eine Jury die besten Bilder aus. Diese werden in einer Ausstellung in den neuen Räumen des Familienzentrums Billabong in der Graf-von-Stauffenberg-Allee präsentiert.

Organisatoren des Fotowettbewerbs sind der Culture Club Riedberg, das Familienzentrum Billabong, das Stadtteilmagazin MAINRiedberg und die Fotografin Ksenia Beizerova. Hier hat sie uns verraten, was unseren Stadtteil für sie ganz persönlich so besonders macht:

„Jeder Riedberger sieht den Stadtteil aus einer ganz eigenen Perspektive und für jeden ist er etwas ganz Besonderes. Für mich als Fotografin ist der Stadtteil so facettenreich, dass ich beim Spazieren so viele Bildideen entdecke, dass ich sie nicht ansatzweise alle festhalten kann. Deshalb möchte ich meine Leidenschaft zur Fotografie und meine Liebe zu unserem Stadtteil mit allen Riedbergern teilen und den Gemeinschaftsgeist und Kreativität der Bewohner in einem spannenden Fotowettbewerb herausfordern.“
Ksenia Beizerova, Fotografin

Einsendung der Fotos bitte an folgende E-Mail Adresse: foto@cultureclubriedberg.de

Mehr Infos und die Teilnahmebedingungen gibt es hier: www.cultureclubriedberg.de/fotowettbewerb/

Stadt Frankfurt investiert in die Zukunft

Schreiben von OB Peter Feldmann und Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler zum Jahresende

Liebe Frankfurterinnen, liebe Frankfurter,

Frankfurt ist attraktiv. Das sagen wir nicht etwa als Stadtpolitiker in eigener Sache, sondern dies ist eine Abstimmung mit den Füßen all der Menschen, die von nah und fern zu uns kommen: sei es als Gäste, sei es, um hier zu arbeiten und zu leben. Und das sind nicht wenige. In den vergangenen fünf Jahren ist die Stadtbevölkerung um rund 50.000 Menschen gewachsen. Besonders glücklich sind wir darüber, dass es immer mehr junge Menschen und Kinder gibt, die unsere Stadt lebendig und innovativ halten.

Gleiches gilt für die wirtschaftliche Entwicklung. In den vergangenen beiden Jahren hat sich im Durchschnitt alle fünf Tage ein Unternehmen neu bei uns angesiedelt, und dementsprechend ist auch die Zahl der Arbeitsplätze gestiegen. Die Arbeitslosigkeit liegt auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Auch die Gäste fühlen sich offenbar wohl bei uns, denn die Touristenzahlen in Frankfurt haben sich in der letzten Dekade verdoppelt: Mehr als fünf Millionen Menschen haben im Jahr 2017 die Mainmetropole besucht.

Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet gelten heute als eine der erfolgreichsten und attraktivsten urbanen Regionen weltweit. Vor allem ist FrankfurtRheinMain der starke Motor des Landes Hessen. Er darf nicht abgewürgt werden. Ohne eine angemessene Ausstattung der Metropolregion würde die Zukunftsfähigkeit des gesamten Bundeslandes in Frage gestellt. Das Wachstum meistern und gestalten – dies gelingt auf Dauer nur mit Unterstützung des Landes.

Damit die Metropolregion ihre Aufgaben auch weiterhin erfüllen kann, müssen wir die Herausforderung annehmen und an vielen Stellen in die Zukunft der Stadt investieren: in bezahlbaren Wohnraum, in die Sanierung und Modernisierung von Schulen und Kitas, in die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur wie auch in die Bereiche Kultur, Sport und Freizeit. Ermöglicht werden diese Investitionen zu einem wesentlichen Teil durch Steuereinnahmen aus der Wirtschaft einer prosperierenden, erfolgreichen Stadt.

Zuallererst müssen die Menschen, die Wirtschaft und Stadtgesellschaft am Laufen halten, hier wohnen können, und das zu Preisen, die auch für Bezieher normaler Einkommen wie Polizisten, Erzieher und Pflegekräfte noch bezahlbar sind. Eine Stadt muss allen Menschen eine Heimat bieten. Das wichtigste Mittel dazu ist der Bau preiswerter Wohnungen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten: neue Baugebiete ausweisen, gemeinsames Bauen mit der Region, Umwandlung von leerstehendem Büro- in Wohnraum. Darüber hinaus sorgen wir mit der Verpflichtung zu gefördertem Wohnungsbau – 40 Prozent bei unserer eigenen Wohnungsholding und 30 Prozent bei privaten Investoren – für klare Vorgaben.

Es wird eine der zentralen Aufgaben der kommenden Jahre sein, den Wohlstand durch gemeinsame Anstrengungen mit der Region zu sichern. Dazu aber muss Frankfurt demonstrieren, dass es das Seine tun und alle Möglichkeiten zur Schaffung neuen Wohnraumes und eines attraktiven Wohnumfeldes ausschöpfen wird. Zu dem gehören auch leistungsfähige Schulen, Kitas, Einkaufsmöglichkeiten, grüne Erholungsflächen und ein attraktives Kultur- und Freizeitangebot. Hier war ein Höhepunkt im jetzt zu Ende gehenden Jahr die Eröffnung des neuen Historischen Museums. Gewiss ein Meilenstein am Museumsufer, wurde es doch aus einem Fachmuseum für Geschichte zu einem modernen Stadtmuseum weiterentwickelt.

Um unsere Lebens-und Umweltqualität zu erhalten, müssen wir den öffentlichen Nahverkehr stärken. Die ersten Elektrobusse sind bestellt, die U-Bahn ins Europaviertel wird gebaut, die Planungen einer nordmainischen S-Bahnstrecke und der Westtangente kommen voran, aber der Bedarf wächst weiterhin schnell.

Vieles wird in den kommenden Jahren zu besprechen und zu entscheiden sein. Der zentrale Ort, an dem städtische Zukunftsthemen beraten werden, ist die Stadtverordnetenversammlung. Das Frankfurter Stadtparlament konnte im vergangenen Jahr seinen 150. Geburtstag feiern. Parlamente sind die Herzkammern der Demokratie, wo die gewählten Bürgerinnen und Bürger die Beschlüsse fassen, die unsere Stadt voranbringen.

Ein großes Plus für den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt ist das große bürgerschaftliche Engagement vieler Frankfurter weit über die Politik hinaus. Sie gestalten unser Zuhause mit, sorgen für Wärme und soziale Verbundenheit, stellen ihre Zeit, ihre Energie und ihr Know-how zur Verfügung. Mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz auf allen nur denkbaren Tätigkeitsfeldern leisten sie täglich eindrucksvolle Beiträge zum Erfolg unserer Stadt, wofür wir unseren herzlichen Dank und unsere Anerkennung aussprechen.

Ihnen allen wünschen wir, dass jeder von Ihnen etwas vor sich hat, worauf er sich im kommenden Jahr ganz persönlich freuen kann. Alle gemeinsam freuen können wir uns auf den Höhepunkt des nächsten Jahres, wenn im September die neue Altstadt eröffnet wird. Ein Ereignis, das zweifellos weit über das kommende Jahr hinausweisen wird.

Frankfurt ist in den vergangenen Jahrzehnten an den Rändern gewachsen, und wer dort lebt und arbeitet, hat diesen Wandel zweifellos wahrgenommen. Nun aber bekommt die Stadt eine neue Mitte. Einen Ort, den alle Frankfurter, aber auch alle Gäste als das unverwechselbare neue Gesicht und als ähnlich prägend wie das Museumsufer für die Identität unserer Stadt erleben werden.
Gesundheit und Glück für Sie und Ihre Familie und ein in jeder Hinsicht gutes Neues Jahr wünschen Ihnen

Peter Feldmann
Oberbürgermeister

Stephan Siegler
Stadtverordnetenvorsteher

(Quelle: Presse.INFO Stadt Frankfurt)