Kategorie: RiedbergNEWS

Baudezernent nennt „Fehler“ und spricht von „Wiedergutmachung“

Als Baudezernent Jan Schneider (CDU) seine Ausführungen zur Marie-Curie-Schule beendet hatte, sagte ein Vater aus dem Publikum der Ortsbeiratssitzung: „Ich würde Ihnen sogar einen gebrauchten Diesel abkaufen.“ So relativ milde stimmten die Erklärungen des Dezernenten zu den Verzögerungen und Pannen rund um die Erweiterung einer Grundschule, die aus allen Nähten platzt. Eine Mutter indes blieb „misstrauisch“ und nannte die Argumente „nicht nachvollziehbar“. Direktorin Inken Matzen, die trotz Hochzeitstag gekommen war, rief die Sorgen von Lehrer, Elternvertretern und Betreuern um das Ganztagskonzept der Schule in Erinnerung. Sie verwies auf die teils hitzigen Schriftwechsel, das konstruktive Treffen mit dem Baudezernenten und spricht jetzt von einer „guten Interimslösung“. Denn wie MAINRiedberg bereits berichtete, können auch die Viertklässler bald wieder vom Jugendhaus aufs Schulgelände zurück. Das Baudezernat plant, ab Ende Oktober zusätzlich Stahlcontainer für die Nachmittagsbetreuung aufzustellen.

Die Erweiterung sollte bereits fertig sein – jetzt heißt es Ende Januar 2019

Es ist am Freitag vergangener Woche kurz nach 19 Uhr, als zuerst über die Zukunft der Alten Turnhalle in Kalbach gesprochen wird und dann die Debatte um die zweite Grundschule am Riedberg beginnt. Jan Schneider bittet um Nachsicht. Mit so einer Bevölkerungsentwicklung habe keiner rechnen können. Dann räumt er Fehler ein. Etwa, dass man in seinem Dezernat zu spät registriert habe, dass trotz Rahmenvertrags mit dem Hersteller der hochgelobten Holzmodule der Auftrag für jede Schule einzeln ausgeschrieben werden muss. Die Folge: Die Zeit habe nicht mehr gereicht, um die Erweiterung am Riedberg wie geplant zu errichten.

In puncto Fehler spricht er auch von „gewissen Irritationen und Briefwechsel“. So hatte das Amt für Bau und Immobilien (ABI) kurzerhand am Telefon mitgeteilt, dass es mit der Erweiterung nicht wie geplant klappt. Die Aufregung war groß, da auch das Schuldezernat darüber nicht informiert worden war. Um es kurz zu machen: Zunächst waren die Holzmodule plus Sanitäranlagen für vier Klassen bis nach den Sommerferien  versprochen worden, dann bis nach den Herbstferien – und jetzt sollen sie Ende Januar 2019 fertiggestellt sein.

Als „Wiedergutmachung“ und als „Notbehelf“ plant der Baudezernent, dass vorübergehend Stahlcontainer in unmittelbarer Nähe zum Schulgebäude platziert werden. Wenn alles klappt, sollen diese ab Ende Oktober zugänglich sein. Sozusagen als schnelles Provisorium, bevor das eigentliche Provisorium wenige Meter weiter fertig ist.

Der Weg zum Jugendhaus und zeitweise auch in zwei Räume des Gymnasiums würde dann ab Ende Oktober für die rund 100 Viertklässler entfallen. Alle Kinder könnten nach Schulschluss wieder auf dem Schulgelände bleiben. Das wäre eine enorme Erleichterung, auch für die Betreuer.

Holzmodule werden längerfristig bleiben

Zurück zu den Holzmodulen, für die inzwischen immerhin die Fundamente sichtbar sind. Sehr erstaunt waren anwesende Eltern, als klar wurde, dass diese längerfristig bleiben. Auch, wenn ab nächstem Sommer eine dritte Grundschule eröffnen soll. Die Baugenehmigung ist momentan auf fünf Jahre befristet. Baudezernent Schneider blieb aber vage, als es um das konkrete Zeitfenster ging. Zusatzräume, die hell und angenehm in Winter wie Sommer sind und eine „gute Arbeitsatmosphäre“ schaffen, bleiben nützlich. Zumal die Schülerzahlen auch in den nächsten Jahren kaum sinken werden.

Zeitplan für die dritte Grundschule ist „extrem sportlich“

Jetzt noch ein Blick wenige hundert Meter weiter. Nach Norden, Richtung Autobahn. Am Ende der Hans-Leistikow-Straße soll die bereits erwähnte dritte Grundschule eröffnen. Ebenfalls als Provisorium, bis man in das bisherige Gebäude der Integrierten Gesamtschule Kalbach-Riedberg (IGS) ziehen kann. Vier Klassen sollen hier 2019 eingeschult werden. Der Baudezernent aber nannte in der vergangenen Woche den Zeitplan „extrem sportlich“ und erklärte: „Zaubern können wir auch nicht.“

Das Gelände ist für Kleingärten reserviert, was jetzt erst mal ganz oder teilweise ruhen muss. Eine Grundschule allerdings, auch ein Provisorium, benötigt andere Rahmenbedingungen. Zur Hochspannungsleitung muss ein Mindestabstand eingehalten werden. Das Grundstück muss noch erschlossen werden und auch ein Verkehrskonzept muss erarbeitet werden. Momentan favorisiert man eine Containeranlage parallel zur bisherigen Wohnbebauung, die an den Grünzug „Römische Straße“ und an Streuobstwiesen angrenzt. Platz zum Toben wäre so auch. Aufgrund des Zeitdrucks sind nur Stahlcontainer möglich, wie Schneider betont.

Während der Baudezernent die Erwartungen dämpft, verweist das Schuldezernat darauf, dass die konkreten Planungen mit dem Kultusministerium bereits laufen. Eine dritte Grundschule am Riedberg wird aufgrund der Schülerzahlen dringend benötigt.

Foto: Stadt Frankfurt

Herbst im Wissenschaftsgarten – Führung zum Thema „Samen und Früchte“

Samen und Früchte sind nicht nur Grundlage der menschlichen Ernährung, sondern auch außerordentlich vielgestaltige Pflanzenteile, die eine wichtige Grundlage der heutigen Artenvielfalt darstellen. Die nächste Führung im Wissenschaftsgarten am Campus Riedberg  am kommenden Freitag hat die Vielfalt der Samen und Früchte von Blütenpflanzen zum Gegenstand. Die Botanik dieser Pflanzenteile wird anschaulich erörtert. Weitere Themen sind die Funktion von Samen und Früchten als Ausbreitungseinheit und die verschiedenen Ausbreitungsstrategien, beispielsweise über Tiere, Wind, Wasser oder auch Selbstverbreitung.

Der Wissenschaftsgarten ist frei zugänglich

Landschaftsarchitekt Robert Anton, der Leiter der Außenanlagen der Universität, wird fast poetisch, wenn er beschreibt, „wie sich unser Garten hier an die Umgebung und den Südrand des Riedbergs anschmiegt“. Dabei wissen viele Riedberger gar nicht, was sich hier im Außenbereich der Uni – für alle frei zugänglich – verbirgt und in den nächsten zehn Jahren bis vor zur Altenhöferallee reichen soll: Ein stetig wachsender Wissenschaftsgarten, der Lehre und Forschung der Naturwissenschaften am Campus dient und der „Information, Erholung und Entspannung“ der Öffentlichkeit. Mit 300 Quadratmeter großem Versuchsgewächshaus mit verschiedensten Klimazonen. Und draußen unter anderem mit einer Streuobstwiese, Laubwald, geologischem Garten und Arzneimittelgarten.

Treffpunkt ist am 21. September um 16 Uhr am Eingang Wissenschaftsgarten, Altenhöfer Allee 1f. Die Führung dauert voraussichtlich 90 Minuten.

Allgemeine Informationen zum Wissenschaftsgarten am Campus Riedberg und den Öffnungszeiten unter http://www.uni-frankfurt.de/51839002/oeffnungszeiten

Foto: Archiv

 

Frühstück im Familienzentrum: Billabong startet Wochenend-Café

Das Familienzentrum Billabong ist mit der großen Einweihung endgültig in den neuen Räumen  angekommen und weitet ständig das Angebot aus. Demnächst wird’s auch an Samstagen und Sonntagen einladend und gemütlich, denn am 29. September startet das neue „Wochenend-Frühstückscafé“. Jeweils von 9 bis 13 Uhr gibt es im Café des Zentrums in der Graf-von-Stauffenberg-Allee „viele hausgemachte, regionale und vor allen Dingen sehr leckere Spezialitäten“, verspricht man bei Billabong. Auch an Vegetarier und Veganer ist gedacht. Die Brötchen sind handgemacht und kommen aus einer kleinen Bäckerei. Das von Café-Initiatorin Claudia Spahn selbst gebackene Vollkornbrot hat schon lokale Berühmtheit erlangt und „wurde bei unserem Kinder-Kochkurs im August von den Kindern mit Begeisterung vertilgt“. Daneben gibt es Spielmöglichkeiten für die Kinder – für ein entspanntes Familienfrühstück.

Es werden natürliche, gesunde Lebensmittel verwendet, um so den Kindern und Erwachsenen einen guten Impuls zu geben: Gesundes Essen kann Spaß machen und richtig lecker sein. Als Fachfrau für Ernährung und Mama von drei Kindern liegt das Claudia Spahn sehr am Herzen. Jedes Wochenende gibt es zusätzlich noch ein paar wechselnde „Specials“ und auch warme Leckereien ab 11 Uhr zum Brunch. Passend zur Billabong-Philosophie ist jeder willkommen.

Das Wochenend-Frühstückscafé bei Billabong findet ab 29. September immer samstags und sonntags von 9 bis 13 Uhr im Zentrum in der Graf-von-Stauffenberg-Allee 46 b statt. Die Speisekarte findet man auf der Webseite von Billabong zum Download. Um vorherige Reservierung unter brunch.billabong@gmail.com oder Tel. 0176-10358809 wird gebeten.

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Willkommen im „Café Continental“

Alt und Jung haben ab sofort die Möglichkeit, sich am Riedberg ungezwungen und ohne Anmeldung zu treffen, sich kennenzulernen und auszutauschen. Bei selbstgebackenem Kuchen und Kaffee, ebenfalls im Familienzentrum. „Vielleicht spielen wir auch gemeinsam das ein oder andere Gesellschaftsspiel. Ideen sind willkommen“, heißt es bei Billabong. Termin: jeden Donnerstag von 15.30 bis 17.30 Uhr

Foto: Billabong Familienzentrum riedberg e. V.

Container statt Jugendhaus: Viertklässler können zurück in die Grundschule

Die Debatte um die Platznot in der Marie-Curie-Schule hat eine neue, überraschende Wendung genommen. Während man in der vergangenen Woche noch davon ausging, dass rund 100 Viertklässler weiterhin nachmittags im Jugendhaus betreut werden müssen plus nach den Herbstferien auch in zwei Räumen des Gymnasiums, heißt es jetzt: Ende Oktober werden voraussichtlich Metallcontainer direkt auf dem Pausenhof der Grundschule in der Graf-von-Stauffenberg-Allee aufgestellt, die für die Nachmittagsbetreuung zur Verfügung stehen.

Der Baudezernent spricht von „Wiedergutmachung“

Das kündigte Baudezernent Jan Schneider (CDU) bei der Ortsbeiratssitzung am Freitag an und sprach in diesem Zusammenhang von „Wiedergutmachung“. Denn eigentlich sollten schon längst im Auftrag des Baudezernates dauerhaftere Holzmodule auf dem Schulgelände installiert sein, die Platz für mehr Klassenräume und Sanitäranlagen schaffen. Auch die problematische Betreuungssituation wäre so überhaupt nicht entstanden. Nun also soll ein Provisorium vor dem eigentlichen Provisorium für Abhilfe schaffen.

Schneider spricht von einem „Notbehelf für acht bis neuen Wochen“. Die Stahlcontainer sollen in unmittelbarer Nähe zum Schulgebäude, auf dem Bolzplatz, platziert werden. Nur vorübergehend. „Im Moment sieht es sehr gut aus“, dass das klappt.

So berichtete MAINRiedberg in der vergangenen Woche. Jetzt hat das Baudezernat eine andere Interimslösung

Ein kurzer Rückblick: Im Schulgebäude in der Graf-von-Stauffenberg-Allee reichte seit Sommer der Platz nicht mehr für die mehr als 500 Grundschüler im Ganztag aus. Die Viertklässler sind seit Schuljahresbeginn in den Stadtteilräumen des Jugendhauses untergebracht. Wenn aber Herbst und Winter kommen und die Kinder nicht mehr im Außengelände spielen und toben können, sind auch die begrenzten Räumlichkeiten dort zu klein. Das machten Schulleitung und Elternbeirat kürzlich nochmals in einem Brandbrief an den Baudezernenten und die übrigen Beteiligten deutlich. Dort ist zu lesen: „Die Schulleitung wird die Verantwortung ab Herbst in dieser Form nicht mehr übernehmen.“ Im Klartext: So konnte es definitiv nicht weitergehen. Sonst wäre die Betreuung für einen Teil der Schüler nicht mehr möglich gewesen.

Eine enorme Erleichterung – für Kinder und Betreuer

Die Container-Interimslösung soll nun dafür sorgen, dass alles weiterlaufen kann. Noch dazu in geordneteren Bahnen. Der Weg zum Jugendhaus wird dann ab Ende Oktober für die Viertklässler entfallen. Alle Kinder können nach Schulschluss wieder auf dem Schulgelände bleiben. Das ist eine enorme Erleichterung, auch für die Betreuer.

Die Stahlcontainer bleiben, bis die größeren Holzmodule kommen. Ende Januar/ Anfang Februar sollen sie bezugsfertig sein und den dringend benötigten Platz für vier Klassen bieten. Die gesamte Nachmittagsbetreuung kann danach wieder in den dafür vorgesehenen Räumen im Erdgeschoss stattfinden. Wenn der Zeitplan diesmal eingehalten wird.

Foto: Archiv

Gymnasium weiter ohne WLAN

Kreidezeit herrschte am Gymnasium Riedberg noch nie. Im Gegensatz zu manch anderen Schulen in Frankfurt. Gegenwart und Zukunft sind aber auch noch nicht so richtig angekommen. Zumindest, was die Digitalisierung betrifft. Eigentlich sollten bis Ende des Jahres 14 Pilotschulen in der Stadt mit WLAN ausgestattet werden, dazu zählt das Riedberggymnasium. Bis in fünf Jahren sollten alle weiteren Frankfurter Schulen folgen. Doch das Projekt kommt nicht in die Gänge. Laut Frankfurter Rundschau sind sich in der Römer-Koalition vor allem Christ- und Sozialdemokraten über das Vorgehen uneinig. Berufsschulen sprechen bereits von einem beträchtlichen Schaden. Schülervertreter, auch hier am Riedberg, fühlen sich „im Stich gelassen“.

„Wir als Schülervertretung finden es natürlich sehr ärgerlich, dass sich die planmäßige Einrichtung des WLANs an unserer Schule – und an 13 weiteren Schulen – wieder verzögert“, erklärt Gianluca Guccione, stellvertretender Stadtschulsprecher und Schulsprecher des Gymnasiums Riedberg, gegenüber MAINRiedberg.  „Ich denke, es ist unbestritten, dass wir in einem Zeitalter der Digitalisierung leben und deshalb haben die Schulen die Aufgabe, den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden.“

Alle Schulen, die am Pilotprojekt der Stadt Frankfurt teilnehmen wollten, mussten ein pädagogisches Konzept vorlegen. Die Ideen reichten von der schnellen, aktuellen Recherche im Internet, der Nutzung in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern bis zum Erstellen einer digitalen Schülerzeitung. Berufsschulen benötigen WLAN auch für gegenwärtige Ausbildungs- und Arbeitsprozesse.

„Wir werden im Stich gelassen“

Unstimmigkeiten herrschen offenbar im Hinblick auf die Kosten. Während das Bildungsdezernat ein Konzept mit hohen Sicherheitsstandards vorgelegt hat, das allerdings auch Ausgaben in Millionenhöhe bedeutet, zweifelt man im IT- und Baudezernat diese an. Man sei aber im Gespräch, heißt es derzeit.

Schulsprecher Gianluca Guccione stellt indes klar: „Es kann nicht sein, dass politische Streitigkeiten auf den Rücken vom uns Schülerinnen und Schülern ausgetragen werden, so dass wir – und auch die Schulen –  im Stich gelassen werden.“

Es gibt kaum WLAN an hessischen Schulen. Eine Ausnahme ist Marburg mit einer Versorgungsquote von nahezu 100 Prozent. Ganze Jahrgänge wurden dort bereits mit Tablets ausgestattet. Der Anspruch in der heutigen Zeit sei ganz klar. Schulsprecher Guccione: „Jede Schule sollte einen festen Digitalisierungsstandard haben, damit die Schulen ihrem Bildungsauftrag gerecht werden können und auch digitale Kompetenzen vermitteln können.“

Foto: Archiv

Kalbach: Exhibitionist festgenommen

Eine 28-jährige Frau aus Leipzig war gestern gegen 12.50 Uhr an der Hauptwache in die U-Bahn der Linie 2 in Fahrtrichtung Bad Homburg-Gonzenheim eingestiegen.

Etwa zwei oder drei Haltestellen später stieg ein Mann ins Abteil hinzu und nahm ihr gegenüber Platz. Plötzlich öffnete er seine Hose und zeigte sich der Frau in schamverletzender Weise.

Die 28-Jährige forderte ihn auf, dies zu unterlassen, was jedoch nur mit einem Lächeln quittiert wurde. Die Frau verständigte umgehend die Polizei, die den Tatverdächtigen, einen 64-jährigen Wohnsitzlosen, an der Haltestelle Kalbach festnahm.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

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Foto: Archiv

Ampel an Unfall-Kreuzung kommt 2019

Vor vier Wochen wurde hier eine Schülerin beim Überqueren des Zebrastreifens verletzt. Zum Glück nur leicht. Im Juni erlitt ein Radfahrer schwere Verletzungen bei einem Zusammenstoß mit einem Auto. Auch in den Monaten vorher hatten sich bereits Unfälle an der Kreuzung Altenhöferallee/ Graf-von-Stauffenberg-Allee, die insbesondere beim Abbiegen schwer einsehbar ist. Deshalb wollen Ortsbeiräte in der Sitzung heute Abend „die beschleunigte Errichtung einer Ampel“ oder vorerst „andere Maßnahmen zur Entschärfung der Verkehrssituation“ fordern. Die Vorzeichen für diese Diskussion stehen neuerdings auf Grün: Gestern kam die Nachricht aus dem Straßenverkehrsamt, dass die Ampel 2019 installiert wird.

Die Begründung: Man hat die Prioritäten neubewertet. Eine weitere Signalanlage am Riedberg habe noch Priorität, dann steht die Unfall-Kreuzung an einer der Hauptstraßen unseres Stadtteils an nächster Stelle. „Die Umsetzung wird ca. im zweiten oder dritten Quartal 2019 erfolgen“, heißt es in einem Schreiben, das der Elternbeirat der Marie-Curie-Schule erhalten hat. Die Eltern hatten „gebetsmühlenartig“ darauf aufmerksam gemacht, wie notwendig mehr Schutz durch eine Ampel wäre. Viele Kinder und auch Jugendliche queren hier auf dem Weg zur Grundschule, der neuen IGS oder zum Bus des Gymnasiums Nord die Straße. Kinder wurden schon verletzt.

„Das sind zumindest mal gute Nachrichten, auch wenn es noch etwas dauern wird“, erklärte Tanja Goldbeck vom Verkehrsausschuss des Elternbeirates gestern. Weitere Eltern wirken erleichtert und überrascht zugleich. Seit einigen Monaten lag der Beschluss zur Errichtung einer Ampel vor. Eine Umsetzung war aber nicht absehbar. Bisher hieß es, dass aufgrund der derzeitigen Haushaltslage noch kein genauer Zeitpunkt für eine Installation genannt werden könne. Davor hatte man ein klares Nein noch mit dem „geringen Querungsverkehr“ begründet. Jetzt soll die Ampel kommen.

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So berichtete MAINRiedberg bereits in dieser Woche: http://main-riedberg.de/ortsbeiraete-fordern-ampel-an-dieser-unfall-kreuzung/

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Foto oben: Im Februar wurde hier eine Schülerin des Gymnasiums Nord von einem Auto erfasst und leicht verletzt

Foto: Archiv

Leichtathletik zum Schnuppern & Ballspiele für alle

Der zweite Sportplatz am Riedberg ist noch nicht in Sicht. Das große Warum wird heute Abend wieder Thema in der Ortsbeiratssitzung sein. Zahlreiche Kids möchten Leichtathletik aber sicher schon mal jetzt ausprobieren. Deshalb bietet der Riedberger SV demnächst ein Kennenlerntraining für Mädchen und Jungen von sechs bis 13 Jahren an. Triathlontrainer Matthias Löwe will jedem Kind helfen, mit altersgerechten Übungen und Spielen erste bis hin zu vertiefenden Kenntnissen und Erfahrungen im Bewegungsablauf „Laufen“, „Springen“, „Werfen“ zu sammeln. „Matthias holt jedes Kind individuell bei seinem Kenntnisstand ab und hilft ihm, seine bisherigen Kenntnisse und Bewegungsabläufe zu optimieren und zu stärken. Natürlich steht auch hier an erster Stelle der Spaß an der Bewegung“, heißt es beim RSV.

Das Kennenlerntraining findet am 24. oder 25. September 2018 statt. Anmeldung unter matthias.loewe@riedberger-sv.de Jugendliche ab 13 oder 14 Jahren nehmen je nach Ausbildungsstand an der Jugend/Erwachsenentrainingsgruppe teil.

Neue Aktionstage „Ballspiele und Bewegung für alle“

Hallenschuhe nicht vergessen und einfach vorbeikommen, mitspielen, ausprobieren, neue Menschen treffen und Spaß erleben – das ist das Motto der Aktionstage „Ballspiele und Bewegung für alle“, die der RSV im Frühjahr gestartet hat

Am 23. September von 13 bis 17 Uhr findet der nächste Fun- und Bewegungstag in der Turnhalle des Gymnasiums Riedberg statt. Das Programmfreies Tischtennisspiel, Bewegungslandschaft für Kinder von 1 bis 7 Jahren (mit Mama/Papa), Kin Ball „zum Ausprobieren“ und Badminton für alle.

Apropos Badminton: Am 28. Oktober veranstaltet der RSV ab 10 Uhr in der Turnhalle des Gymnasiums ein Freizeitbadmintonturnier. Die Anmeldung ist bereits möglich unter badminton@riedberger-sv.de

Allgemeine Informationen unter riedberger-sv.de

Foto: Novikov

Riedberg Underground rockt auswärts

Ob die Kicker, die sonst gerne den Berg rocken, etwa Bammel haben? Denn am Samstag spielen die sechs Männer von Riedberg Underground „auswärts“ und somit zum ersten Mal außerhalb des Riedbergs im fernen Bockenheim. Im Rahmen eines Open-Air-Konzertes der Modern Music School Frankfurt  werden auch Allan France, Tobi Huber, Gerd Mander, Harald Metzler, Jörg Niegemann und Holger Wilhelmi auftreten – und freuen sich natürlich über Fans aus unserem Stadtteil.

Vorher hatten fast alle nur freitagabends gemeinsam gekickt. Seit zwei Jahren aber haben sich ein Sales Manager, ein Business Analyst, ein Key-Account-Manager, ein Jurist, ein Apron Controller vom Airport und ein Pharma-Experte zusammengetan, um mit Musik von Metallica bis Neil Young, von den Foo Fighters bis zu den Böhsen Onkelz Sound für den Riedberg zu liefern. Beim großen Sommerfest im Bonifatiuspark Mitte August (siehe Fotos unten) ging’s übrigens fast bis Mitternacht.

Das Konzert der Modern Music School findet am 15. September 2018 in der Leipziger Straße 36 (Innenhof) in Bockenheim statt. Veranstaltungsbeginn ist 15 Uhr. Der Auftritt von Riedberg Underground ist gegen 16 Uhr/ 16.30 Uhr.

Beim Konzert der Modern Music School in Bockenheim wird auch „Riedberg Underground“ auftreten

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Hier noch ein paar Impressionen vom Auftritt beim Riedberger Sommerfest

Riedberg Underground macht einfach verdammt Spaß…

…auch den Fans am Riedberger Sommerfest Mitte August

And the show must go on!

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Fotos: Alexander Markert

 

Gutachter: Preise für Immobilien steigen weiter

Der Gutachterausschuss für Immobilienwerte Frankfurt am Main hat den Immobilienmarktbericht für das erste Halbjahr 2018 veröffentlicht. Aufgrund des geringen Angebotes am Wohnimmobilienmarkt ging in diesem Zeitraum die Anzahl der Transaktionen weiter zurück. Gleichzeitig stieg der Gesamtgeldumsatz erneut, und zwar um rund drei Prozent. Der Anstieg ist vor allem auf die starke Nachfrage nach hochpreisigen, gewerblichen Immobilien zurückzuführen. Dazu ist der Investitionsdruck bei einigen Kapitalanlegern sehr hoch. Auch fehlen sichere alternative Investitionsmöglichkeiten.

So entwickeln sich die Immobilienpreise am Riedberg

Ein kurzer Blick Richtung Riedberg. In der aktuellen Ausgabe unseres Stadtteilmagazins MAINRiedberg haben wir auch zu diesem Thema recherchiert und unter anderem folgende Informationen erhalten: 2005, als unser schöner Stadtteil noch im Entstehen war, lagen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise noch bei etwa 2500 Euro. Wegen der explodierenden Immobilienpreise seien es heute rund 5300 Euro, erklärt Wilfried Körner vom Stadtplanungsamt, der das Projekt über viele Jahre bei der Hessenagentur begleitete. Bei demnächst fertiggestellten Luxus-Wohnungen in Top-Lagen wird am Riedberg sogar von Preisen zwischen 6800 bis 8000 Euro pro Quadratmeter gesprochen.

Laut Immobilienmakler Anton T. Hartl liegen die Preissteigerungen derzeit bei acht bis zehn Prozent pro Jahr. Hartl, der ebenfalls jahrelang den Aufbau des Riedberg mitbegleitet hat, spricht davon, dass man anfangs für ein Reihenhaus am Bonifatiusbrunnen etwa 260.000 Euro bezahlt hat, bei Erbbaurecht 200.000 plus Erbbauzins. Inzwischen kosten Reihenhäuser zwischen 600.000 bis 900.000 Euro. Einfamilienhäuser, die früher bei rund 450.000 Euro starteten, gehen „in der Nähe der Bahnlinie bei der doppelten Summe los“. Neue Villen im Westflügel können bis zu drei Millionen Euro kosten.

So beurteilen die Gutachter den Wohnungsmarkt der Stadt

Zurück zur Expertise des Gutachtenausschusses: Das Preisverhalten auf dem Wohnungsmarkt zeigt sich sehr differenziert. Während der Preisanstieg bei üblichen Neubauwohnungen unverändert hoch ist, gehen die Quadratmeterpreise bei Wohnungseigentum in den Wohnhochhäusern statistisch gesehen sogar zurück. Das Kaufpreisverhalten gerade bei den Wohnhochhäusern wird allerdings stark dadurch beeinflusst, welches Objekt und welche Stockwerkslagen gerade zur Vermarktung anstehen.

In den zurückliegenden Jahren verzeichneten vor allem innenstadtnahe Lagen sowie die Verkaufszahlen von Wohnungseigentum in Wohnhochhäusern hohe Zuwachsraten. Obwohl der prozentuale Anteil der verkauften Objekte in Wohnhochhäusern und in innenstadtnahen Lagen erheblich abnahm, erhöhten sich die Kaufpreise von neuen Eigentumswohnungen von 5290 Euro pro Quadratmeter im ersten Halbjahr 2017 auf 6170 Euro im zurückliegenden Berichtszeitraum. Das entspricht einem Anstieg um 17 Prozent. In den Stadtteilen westlich der A5 sind Neubauwohnungen noch für rund 4200 Euro erhältlich; bei Altbauten der Baujahre vor 1950 liegen die Kaufpreise dort bei rund 2800 Euro.

Höchste Neubaupreise im Bereich von Ostbahnhof und EZB

Die höchsten durchschnittlichen Neubaupreise finden sich mit 7320 Euro pro Quadratmeter im Bereich des Ostbahnhofs und der Europäischen Zentralbank. Neue Eigentumswohnungen werden in der Innenstadt, im Gutleut-/Gallusviertel sowie Europaviertel mit rund 6600 Euro gehandelt. Die Spitzenlage des Westends sowie des Nord- und Ostends zeigt sich bei den Verkaufszahlen der Altbauwohnungen (Baujahr vor 1950) mit 7920 Euro sowie 5990 Euro.

Die Wohnhochhäuser sind zwar weiterhin gefragt, dennoch erzielten diese Neubaueigentumswohnungen mit rund 7430 Euro Preise, die um rund 5 Prozent unter den Vorjahreswerten lagen. Die Aussage „Je höher, desto teurer“ findet weiterhin ihre Bestätigung. In den oberen Stockwerken sind Kaufpreise zwischen 10.000 Euro und 20.000 Euro nicht ungewöhnlich. Es ist allerdings auch festzustellen, dass in den unteren Stockwerken oft lediglich Kaufpreise erzielt werden, die sogar unter den Kaufpreisen im üblichen Geschosswohnungsbau liegen.

Für Reihenmittelhäuser wurden durchschnittlich je nach Baujahr Kaufpreise zwischen 343.000 Euro und 765.000 Euro erzielt. Spitzenwerte für Reihenmittelhäuser erreichen Werte bis zu 850.000 Euro.

Die Preissteigerungen im gesamten Wohnungsbau bei gleichzeitigem Umsatzrückgang sind laut Experten ein Beleg dafür, dass um der hohen Nachfrage zu entsprechen, dringend umfangreiche Wohnbauflächen benötigt werden.

Informationen: Stadt Frankfurt/ MAINRiedberg

Foto: Stadt Frankfurt/ Christian Christes