Kategorie: RiedbergNEWS

Erst anfeuern – dann feiern!

Sport ist ihr Hobby: Judith McCrory (47) und ihre Schwester Maren Yakas (49) starten beim Jedermann-Rennen am 1. Mai, beim Radklassiker Eschborn – Frankfurt. Auf der 50-Kilometer-Strecke. Erst war es nur eine Idee, langsam wird es ernst. Uns haben die beiden in den vergangenen Wochen verraten, wie sie sich fit fürs große Rennen machen und wie sie trotzdem noch das Leben genießen. Wir vom MAINRiedberg-Team sind stolz darauf, dass wir Judith und Maren beim Start unterstützen können. Und drücken jetzt die Daumen! Denn auch in diesem Jahr werden alle Starter wieder über den Riedberg fahren.

Judith und Maren werden mit den anderen RadlerInnen der Velo-Tour 50 zwischen 9.16 Uhr und 10.20 Uhr erwartet. Die Strecke führt unter anderem über den Riedbergplatz und dann in die Altenhöferallee Richtung Taunus.

„Wir sollten in zwei Stunden durch sein“

Judith hat die Startnummer 4497. Ihr Plan: „Ich hole die Nummern am 30. April ab. Wir haben als Startzeit 8.45 Uhr. Es sind sind ein paar Steigungen dabei, aber wir sollten nach etwa zwei Stunden durch sein.“ Dann wollen die beiden Ladies voraussichtlich wieder von Eschborn zurück zum Riedberg radeln!

Judith und Maren sind sich sicher: „Wir schaffen das gemeinsam!“

Danach lädt die IG Riedberg zum PICKNICK IM GARTEN

Vorausgesetzt, das Wetter ist am 1. Mai schön genug, um ein Picknick zu veranstalten, findet auch in diesem Jahr das PiG – Picknick im Garten – statt. Das gemütliche Beisammensein findet ab 12 Uhr auf dem Gartengrundstück statt, das die IG Riedberg betreut. Das umzäunte Areal befindet sich direkt gegenüber vom Kautenhof an der alten Riedbergstraße.

Die IG Riedberg lädt alle Riedberger ein, die Streuobstwiese in eine bunte Picknick-Landschaft zu verwandeln. Die Organisatoren empfehlen: „Bringen Sie Ihr Mittagessen und Picknickdecken, Klappstühle, Getränke und natürlich Outdoor-Spielzeug mit. Lernen Sie beim fröhlichen Essen und Spielen im Freien andere Riedberger kennen.“

Anders als beim großen Sommerfest der IG gibt es beim 1.-Mai-Picknick keine Getränke- und Verpflegungsstände und auch kein Programm. Einzige Ausnahme: Die IG wird einen Grill aufstellen und befeuern. Wer sein Grillgut darauf zubereiten möchte, kann dies gerne tun.

Weitere Informationen unter www.ig-riedberg.de

Fotos: privat / Fotolia

Haben Raser diese Verkehrszeichen umgefahren?

Es ist einer dieser Überwege am Riedberg, den viele Fußgänger lieber meiden. Denn nur selten halten Autofahrer an und lassen sie passieren. Hier, auf dem provisorischen Überweg an der Altenhöferallee, Höhe Gymnasium Riedberg und unmittelbar am Kätcheslachpark, sind offensichtlich am vergangenen Wochenende zwei Hinweisschilder umgefahren und zerstört worden. Die Schilder lagen hinter der Hecke, wie auf dem Foto oben zu erkennen ist.

Ohne Schilder und ohne Beleuchtung waren die beiden verbliebenen Teile auf der Fahrbahn eine Gefahr für die Autofahrer – und für die Fußgänger ebenso. „Aus meiner Sicht ist auch das ein Indiz dafür, dass auf der Altenhöferallee zu schnell gefahren wird“, sagt Jörg Rohrmann, Mitglied des Ortsbeirates. Er hatte die Polizei und das zuständige Amt verständigt. Die Reparatur erfolgte bereits im Laufe dieser Woche.

Tempo 30 bisher nur am Sportplatz

Würde ein Tempolimit auch hier helfen? Mit dem Wunsch nach Tempo 30 hatte sich der Ortsbeirat bereits im vergangenen Jahr für eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Altenhöferallee, Graf-von-Stauffenberg-Allee und Carl-Hermann-Rudloff-Allee ausgesprochen. Das wurde vom Magistrat abgelehnt. Die Begründung: Das sind „Haupterschließungsstraßen“, die auch der Anbindung an Rosa-Luxemburg-Straße und Marie-Curie-Straße dienen. Ein Ja wäre nur möglich, wenn Unfalluntersuchungen „eine Häufung von geschwindigkeitsbedingten Unfällen“ ergeben.

Ende Januar 2018 allerdings hat die Stadt Frankfurt eine Tempo-30-Zone am Sportplatz eingerichtet. Diese umfasst einen Bereich von hundert Metern und damit auch die beiden Bushaltestellen sowie die Ein- und Ausfahrt zur Sportanlage. So können nicht nur Sportler und damit auch viele Kinder besser geschützt werden, sondern auch alle, die hier die Busse nutzen. Die neue Verkehrsregelung sollte eigentlich auch bewirken, dass Autofahrer bei der Einfahrt in den Stadtteil schneller das Tempo reduzieren als bisher.

Nur direkt am Sportplatz in der Altenhöferallee gilt seit Januar Tempo 30
Fotos: privat/ MAINRiedberg

Das ist die Rennstrecke im Stadtteil

Weltstars, TeilnehmerInnen der verschiedenen Jedermann-Rennen und auch die Skater – sie alle fahren in diesem Jahr über den Riedberg. Im Detail heißt das: Die Fahrer kommen von der Rosa-Luxemburg-Straße und biegen erst in Riedberg-West in unseren Stadtteil ein. Dann geht’s unmittelbar an der neuen Gesamtschule (IGS) vorbei in die Carl-Hermann-Rudloff-Allee, von dort in die Riedbergallee, zum Riedbergzentrum und am Kreisel links in die Altenhöferallee stadtauswärts. In Kalbach führt die Strecke über das Industriegebiet und weiter Richtung Bad Homburg.

Die Durchfahrtszeiten stehen auch schon fest (siehe Grafik): Die Elite wird um 12.38 Uhr am Riedberg sein. Die Junioren werden um 12.56 Uhr erwartet und die U23-Fahrer bereits um 11.18 Uhr. Die Teilnehmer der Jedermann-Rennen über 105 Kilometer, 90 oder 50 Kilometer passieren zwischen 9.16 Uhr und 10.20 Uhr den Riedberg, die Skater ebenfalls. Es bleibt also richtig viel Zeit, allen zuzujubeln!

Das sind die Durchfahrtszeiten der Sportler am Riedberg

Straßen gesperrt, S-Bahn und U-Bahn fahren

Für rund 6000 Radrennfahrer werden im gesamten Rhein-Main-Gebiet zahlreiche Straßen gesperrt. Start ist in Eschborn, das Ziel liegt in Frankfurt an der Alten Oper. Dort wird den ganzen Tag über ein buntes Rahmenprogramm geboten. Zieleinlauf der Profis ist am späten Nachmittag. Neben dem Autoverkehr sind zahlreiche Straßenbahn- und Buslinien von den Sperrungen betroffen.

RMV und traffiQ empfehlen, S-Bahnen und U-Bahnen zu nutzen. Denn die S-Bahnen verkehren ungehindert und nach Fahrplan, bei den U-Bahnen gibt es nur bei zwei Linien (U2 und U3) außerhalb Frankfurts Einschränkungen.

Erst Jubeln am Riedberg und dann zum Ziel – auch das ist problemlos möglich: Der Zielbereich an der Alten Oper ist gut mit S-Bahn und U-Bahn zu erreichen. Die S-Bahn-Station „Taunusanlage“, an der die Linien S1 bis S6, S8 und S9 halten, ist nur wenige Meter entfernt. Praktisch direkt unter der Ziellinie, an der Station „Alte Oper“, halten die U-Bahn-Linien U6 und U7. Die U-Bahn-Linien U4, U6 und U7 fahren mit zusätzlichen Wagen und bieten so mehr Platz als üblich. Die Linie U7 verkehrt, ebenso wie viele Straßenbahn- und Buslinien, bereits ab etwa 8 Uhr viertelstündlich statt nur alle 30 Minuten.

Aktuelle Fahrplanauskunft unter http://www.rmv.de oder über das RMV-Servicetelefon 069/24248024, das auch am 1. Mai rund um die Uhr zu erreichen ist. Dort sind alle im Vorhinein bekannten Sonderfahrpläne hinterlegt.

Informationen: Eschborn – Frankfurt. der Radklassiker / Stadt Frankfurt

Grafiken: Eschborn – Frankfurt. Der Radklassiker

Tischtennis: Ab sofort Training für Kids

Tischtennis boomt. Fast 500 Schülerinnen und Schüler haben im Stadtteil in diesem Jahr an den Meisterschaften für Tischtennis-Minis teilgenommen, die AGs in den Schulen sind längst beliebt – doch ein dauerhaftes Angebot in einem Verein gab es bisher nicht. Das könnte sich ab sofort ändern. In Zusammenarbeit mit dem AG-Leiter Wieland Speer und dem ehemaligen Tischtennis-Profi Andreas Cipu will der SC Riedberg „ein regelmäßiges Vereinsangebot schaffen, um dem Bedarf im Stadtteil und darüber hinaus, gerecht zu werden“. Konkret bedeutet das: Ab dem heutigen Montag werden Schnuppertrainings angeboten. Danach will man für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 12 Jahren einen fixen Trainingstag pro Woche anbieten und die Gruppe einteilen.

Klares Ziel ist ein Wettkampf-Team

„Wir freuen uns riesig, dass wir endlich loslegen können“, sagt Andreas Cipu, der das Training leiten wird. Klares Ziel ist es, nächstes Jahr mit einer Wettkampf-Mannschaft starten zu können.

Die Tischtennis-AGs in den Riedberger Schulen sind bereits sehr beliebt – jetzt soll ein Angebot im Verein folgen

Das neue Sportangebot soll nach den Schnuppertrainings Mitte Mai beginnen. Das Problem ist und bleibt aber wieder einmal die fehlende Hallen-Kapazität. „Langfristig möchten wir in eine größere Halle, doch derzeit erscheint das als Akt der Unmöglichkeit“, so Trainer Cipu. Beim SCR ist man froh, zunächst mit dem am Riedberg wohnenden chinesischen Unternehmer, Dr. Lorenz Chen, einen Unterstützer gefunden zu haben, der zum Start einen Sportraum in der Wilhelm-Gutbrod-Straße im Industriegebiet Kalbach zur Verfügung stellt. Doch Platz und Tische sind begrenzt. In erster Linie wurden deshalb interessierte Kids aus den Schul-AGs angesprochen. Tischtennis könnte bald auch im Verein boomen.

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Die Schnuppertermine sind: In dieser Woche am heutigen Montag, am Mittwoch und Donnerstag 18 bis 19.30 Uhr sowie am 30. April und am 2. Mai, wiederum 18 bis 19.30 Uhr.

Trainingsort: Sportraum/ Wilhelm-Gutbrod-Straße 19
60437 Frankfurt am Main (Industriegebiet/ Kalbach)

Weitere Infos www.scriedberg.de sowie unter kontakt@scriedberg.de (Stichwort Tischtennis).

(Fotos: Archiv/ cd)

NEU! Die aktuelle MAINRiedberg

Riedberg, Sonnenschein pur, 26 bis 28 Grad. Was würde dazu besser passen als eine frühsommerliche neue Ausgabe unseres Stadtteilmagazins MAINRiedberg? Gestern wurden die ersten Exemplare druckfrisch geliefert und wir sind mehr als ein bisschen stolz darauf, weil wir viele interessante Beiträge für viele interessierte Leserinnen und Leser bieten können. Möchten Sie Beispiele? Natürlich sehr gerne! Kurz vor dem Radklassiker Eschborn – Frankfurt sind wir hautnah beim Training der beiden Schwestern Judith McCrory und Maren Yakas dabei, die beim großen Jedermann-Radrennen am 1. Mai starten. Wir berichten über einen 17-Jährigen Läufer, der sich für Kinder in Kenia einsetzt, und über einen Mann, dessen Leidenschaft das Ballett-Tanzen geworden ist. Er verrät, warum er mit neun Mittänzerinnen aus dem Stadtteil eine Prüfung in New York wagt.

Es gibt (leider) auch Themen, die weniger erfreulich sind und viele Menschen bewegen. An erster Stelle steht die Situation in Kitas und den Schulen. Es fehlten im vergangenen Jahr mehr als 100 Kindergartenplätze auf dem Riedberg, rund 90 in Kalbach. Die Lage könnte sich noch verschärfen. Denn die Grundschulen haben schon jetzt keine Kapazitäten mehr. Auch Zusatz-Container werden nicht genügen. Auf den nächsten Seiten skizzieren wir die aktuelle Situation und berichten, warum Eltern und Ortsvertreter eine dritte Grundschule fordern – und wann das Bildungsdezernat eine Gesamtlösung in Aussicht stellt.

Apropos Schulen: Wissen Sie noch, wie das Gefühl war, als man endlich alles hinter sich und den Abschluss in der Tasche hatte? Abiturienten aus dem Stadtteil werden über ihre Pläne und Wünsche sprechen. Darüber, was für sie „danach“ kommt.

In der Mitte des Heftes ist ein besonderer Beitrag einer besonderen Frau platziert. Die Fotografin Petra Born wird von ihrer Reise in die Antarktis berichten. In Wort und Bild. Übrigens verantwortet sie auch das Titelbild dieses Magazins. Wir sagen nochmals ein großes Dankeschön dafür und wünschen Ihnen allen einen tollen Frühling…

Die neuen Magazine werden ab sofort am Riedberg verteilt.

 

Viel Freude damit und einen sonnigen Tag

wünscht Ihr MAINRiedberg-Team

Katja Markert & Claudia Detsch

 

Ortsvorsteherin wegen Wahlwerbung in der Kritik

Es ist Freitag, gegen 21 Uhr. Ortsvorsteherin Carolin Friedrich verlässt vorübergehend den Saal in der Alten Turnhalle in Kalbach. Wolfgang Diel (Grüne) übernimmt. Ein nicht ganz gewöhnlicher Vorgang. Doch es steht auch ein Punkt auf der Tagesordnung, der ebenso ungewöhnlich ist. Auf Antrag von SPD, Grünen und FDP geht es um „Rechte und Pflichten der Ortsvorsteherin“. Konkret darum, dass die Politikerin ihr Amt missbraucht habe, um Wahlwerbung für ihre CDU-Parteikollegin, die ehemalige OB-Kandidatin Bernadette Weyland zu machen. Sowohl in einem Wahlaufruf war sie mit ihrem offiziellen Titel zu finden als auch in einem MAINRiedberg-Artikel zum Besuch Weylands im Familienzentrum Billabong im Februar.

Eine Ortsvorsteherin sollte „unparteiisch und neutral“ die Interessen des Stadtteil-Gremiums insgesamt vertreten. Dem entspreche diese Wahlwerbung nicht. Thorsten Lieb (FDP) sagte, gerade bei einem wichtigen Thema wie Wahlen, „muss man sich bewusst sein, welche Tragweite das hat“. Er fordert „ein bisschen mehr Demut“ und „Sensibilität“. Die SPD drückte ihren „Missmut“ aus und sprach davon, dass es nicht das erste Mal sei, dass so etwas passiert ist. Die Grünen missbilligten ausdrücklich dieses Verhalten.

„Ich möchte mich entschuldigen“

Carolin Friedrich äußerte sich in einer mündlichen Erklärung. Sie sagte unter anderem: „Hätte ich ein Mal darüber nachgedacht, hätte ich das anders formuliert. Ich möchte mich entschuldigen.“ Sie sei sich dessen „nicht so bewusst“ gewesen.

Das betrifft insbesondere den beanstandeten Wahlaufruf. Dass sie auch im MAINRiedberg-Artikel als Ortsvorsteherin statt als CDU-Mitglied auftrete, sei so nicht abgestimmt gewesen. Allerdings hat Carolin Friedrich den Artikel auf Facebook mit einem „Gefällt mir“ geliked.

Die Parteikollegen nahmen sie in Schutz und sprachen davon, dass Friedrich keine Schuld trifft. Eine schriftliche Stellungnahme muss die Ortsvorsteherin dennoch verfassen. Mit ihrer Erklärung ist, wie eine Ortsbeirätin der Linken formulierte, die Sache „vom Tisch“.

Foto: CDU Frankfurt

Hat Frankfurt Potenzial zur Millionen-City?

Binnen der vergangenen zehn Jahre ist Frankfurt um über 100.000 Einwohner gewachsen. Jährlich kommen bis zu 15.000 weitere Neu-Frankfurter hinzu. Die Folge: Wohnraum wird knapp und vielerorts immer teurer. Doch eine stetig wachsende Stadt wie Frankfurt kann ihren Bedarf nach neuem Wohnraum nicht allein durch Nachverdichtung und Modernisierung bestehender Stadtviertel stillen. Bis die Bagger in einem Neubaugebiet rollen, vergehen jedoch meist Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte.

Um neuen Wohnraum zu schaffen und bestehende Flächen zu verdichten, wird das Frankfurter Stadtgebiet seit Jahren von hoch aufragenden Baukränen durchzogen. Ob im Ostend, in Sachenhausen, im Europaviertel, dem Lyoner Quartier in der früheren Bürostadt oder direkt am Römer: Stadtweit entstehen neue Eigentums- oder Mietwohnungen, die den Zustrom an neuen Einwohnern auffangen sollen. Doch immer mehr Menschen ziehen nach Frankfurt und stellen nicht zuletzt die Stadtverwaltung vor die Herausforderung, die planerischen Voraussetzungen für einen finanzierbaren wie auch attraktiven Wohnraum zu schaffen. Den handelnden Akteuren ist daher bewusst: Allein mit Nachverdichtung ist es nicht getan. Ohne die Ausweisung weiterer Neubaugebiete wird die Stadt schon bald aus allen Nähten platzen. Und hier kommt Martin Hunscher, seit 2014 Leiter des Frankfurter Stadtplanungsamtes, ins Spiel.

Der Leitende Baudirektor arbeitet seit fast 30 Jahren als Stadtplaner und ist seit 1991 in Frankfurt tätig. Hunscher war maßgeblich an der Planung und Realisierung der Wohnquartiere im Europaviertel und am Riedberg beteiligt. Kaum einer weiß so genau wie er, was passieren muss, bis ein Neubaugebiet von der ersten Skizze am Reißbrett in die städtebauliche Wirklichkeit überführt wird. Zeitgemäße Stadtplanung sei ein facettenreiches und herausforderndes Geschäft, das auch in ökologischer und sozialer Hinsicht immer anspruchsvoller werde, befindet der Chef des Stadtplanungsamtes.

Zehn Jahre Vorbereitung, zehn Jahre Bauzeit

Pauschal lasse sich nicht sagen, wie lange dieses bürokratische Vorspiel bei der Planung eines neuen Wohngebiets dauere. „Jedes Baugebiet ist anders gelagert“, sagt Martin Hunscher. Doch über den Daumen gepeilt sei mit zehn Jahren Vorbereitung und weiteren zehn Jahren Bauzeit zu rechnen. Beim Europaviertel und dem bereits zum Teil bebauten Henninger-Areal in Sachsenhausen sei es gelungen, die Planungen innerhalb von fünf Jahren abzuschließen, da hier keine Bodenordnung, also die Neuordnung der Grundstücke zu bebaubaren Parzellen, erforderlich war. Danach konnten bereits erste Bauarbeiten beginnen.

Auch Mark Gellert, Sprecher des Frankfurter Planungsdezernats, hat eine Reihe von größeren Bauvorhaben auf Frankfurter Gemarkung begleitet. „Zuerst erfolgt der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Im Planungsausschuss wird darüber beraten. Es folgt der Stadtverordnetenbeschluss. Nach Bürgerbeteiligung, Offenlegung und Satzungsbeschluss können Baugenehmigungen erteilt werden. Und erst dann rollen die Bagger“, zählt Gellert die planerischen Hürden auf, die jedes neue Baugebiet zu nehmen hat. „Über den Bebauungsplan wird die kommunale Planungshoheit gewährleistet“, erklärt Gellert. So könne die Stadt – ganz gleich ob Industrie- oder Wohngebiet – von vornherein vorgeben, auf welche Art, und zu welchem Zweck in Frankfurt gebaut wird. Die Vorgaben reichen von der Art der Nutzung, der Höhe der Gebäude über die Ausnutzung der Grundfläche bis zur infrastrukturellen Erschließung eines Neubaugebiets.

Das geplante Neubaugebiet in der Nähe des Riedbergs

Derzeit ist das geplante Neubaugebiet im Frankfurter Norden westlich von Praunheim und der Nordweststadt in aller Munde. Auf einem 550 Hektar großen Areal sollen hier zwischen 8.500 und 11.500 Wohnungen für bis zu 30.000 Menschen entstehen. „Am Ende fällt ein neuer Stadtteil nicht vom Himmel“, sagt Martin Hunscher. Er verweist auf das 2014 vom Magistrat in Auftrag gegebene und beinahe vollendete Integrierte Stadtentwicklungskonzept Frankfurt am Main 2030. In seinem Entwurf sind alle Wachstumspotenziale der Mainmetropole gebündelt. Das Konzept enthält sowohl gewerbliche Flächen als auch Wohnquartiere. Ferner werden die Anbindungen an das Verkehrsnetz, Umweltbelange und infrastrukturelle Voraussetzungen wie der Bedarf an Schulen oder Naherholungsflächen berücksichtigt.

„Wir haben das gesamte Stadtgebiet analysiert und im Schwerpunkt die ökologische, verkehrliche und siedlungsstrukturelle Verträglichkeit geprüft“, erläutert Hunscher. Ein solch umfassender Planungsansatz, der explizit frühzeitig auch Umweltaspekte berücksichtigt, sei vor einigen Jahren noch völlig undenkbar gewesen. „Unser Geschäft ist wesentlich anspruchsvoller und komplexer geworden. Die Ansprüche sind gestiegen und die Themen Klima, Umweltschutz und Gebäudetechnik sind in den letzten Jahren viel stärker in den Fokus gerückt.“ So kämen jedes Jahr neue Immissions-Schutz-Verordnungen hinzu, was dazu führe, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Begründungen zu den Bebauungsplänen längst nicht mehr aus wenigen Seiten bestünden, sondern so dick wie Telefonbücher seien. Doch die Mühe zahle sich aus: Lebensqualität, Verkehrsanbindung und ökologische Aspekte seien viel besser miteinander verzahnt als bei manch älteren städtebaulichen Großprojekt. Als negatives Gegenbeispiel führt der Leitende Baudirektor Neubauten an, die während der 80er-Jahre komplett ohne soziale Infrastruktur wie Kindergärten oder Schulen entstanden.

Text: Mirco Overländer/ Stadt Frankfurt

Foto: Christian Christes/ Stadt Frankfurt

Mehr als Pop & Country: Ann Doka singt am Riedberg

Erst am Freitag veröffentlichte sie ihr neues Album – bald kommt die weit über die Grenzen Hessens hinaus bekannte Pop- und Country-Sängerin zu uns auf den Riedberg. Freunde und Weggefährten beschreiben ihre Musik so: Künstler wie Taylor Swift erobern gerade die Herzen der alten und neuen Country-Fans. Für Ann jedoch ist NewCountry nicht einfach der nächste große Hype, sondern eine lang gehegte Leidenschaft. Mit 14 entdeckt sie ihre Liebe zu Country, spielt von da an in verschiedenen Bands, schreibt eigene Songs und gründet 2011 ihr Soloprojekt. Mehrfach ausgezeichnet ist die Sängerin mit dem Deutschen Rock- & Pop-Preis (u. a. aktuell wieder als beste Country- Sängerin & beste Pop-Sängerin 2017) und konnte mittlerweile auch schon über Deutschlands Grenzen hinaus auf sich aufmerksam machen.

In ihrem neuen Studioalbum LOST BUT FOUND spricht und singt sie davon, was es heißt, sich zu trennen, sich neu zu verlieben, Freunde zu finden und Freunde hinter sich zu lassen. Verlust und Chance, Verlieren und Finden, Ende und Anfang prägen Ann‘s neue Songs inhaltlich. Auf diesem Album erzählt sie ihre Geschichte(n).

Karten an der Abendkasse kosten 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Im Vorverkauf jeweils zwei Euro weniger. Und jetzt noch ein großes Dankeschön an Veranstalter „Kultur am Riedberg“: Wir konnten gestern 3 x 2 Gratis Tickets für dieses Konzerterlebnis verlosen! Eine Mail an mail@main-riedberg.de genügteDie ersten drei Einsender haben die Karten gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

Das Konzert findet am Freitag, 4. Mai, um 20 Uhr in der Riedbergschule, Zur Kalbacher Höhe 15, statt.

Info und Vorverkauf: info@josua-gemeinde.net und Telefon 069/ 57003249

 

KunstLandschaften bei Billabong

Vom 26. April bis 17. Mai 2018 sind im Billabong Familienzentrum Arbeiten des Künstlers Klaus M. Becker zu sehen. Er ist in Kalbach aufgewachsen und lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Oberursel-Weißkirchen. Von 1975 bis 1978 studierte er an der Hochschule für Grafik und Design in Offenbach, von 1978 bis 1981 schloss er ein Studium der Freien Malerei an der renommierten Städelschule ab. Seither ist er selbstständig mit einem Büro für Grafik, Text und Korrektur und arbeitet als Illustrator für historische Darstellungen. Diese kennen sicher viele noch aus ihren Schulbüchern.

In seiner ersten Schaffensphase in den 80er-Jahren beschäftige er sich mit der Umwelt des Großstädters und hatte viele Ausstellungen in und um Frankfurt sowie im Rahmen von „Frankfurter Künstler“ auch in Tel Aviv (1982) und Kairo (1984). Seit jeher spielen die verwendeten Materialen in seiner Kunst eine wichtige Rolle, selbst der Rahmen wird Teil des Kunstwerks. Seit 2012 widmet sich Klaus M. Becker einer neuen Auseinandersetzung mit der Malerei. Treiber für die kraftvollen, teils farbintensiven Werke in unterschiedlichen Formaten sind Landschaften und ihre Beschaffenheit. Dafür sammelt der Künstler bei Exkursionen Erde, Steine und Sand und verarbeitet sie in seinen Bildern. Vor allem Ocker aus der Provence in vielfältigen Farbschattierungen findet sich in vielen Bildern wieder.

Seine Werke sind Kunst und Handwerk

Kein Werk ist nur gemalt, sie sind eine Schnittmenge aus Handwerk und Kunst. Auch bei den Papierarbeiten kommen nicht einfach vorgefertigter Papiere zum Einsatz, das Basismaterial ist handgeschöpft und wird in mehreren Prozessen hergestellt.  Die Ausstellung zeigt ein Querschnitt der Arbeiten des Künstlers, wobei die aktuelleren Werke den Schwerpunkt bilden.

Eröffnung der Austellung ist am 26. April um 19 Uhr mit einer Vernissage. Bis 17. Mai können die Bilder Mo./ Di. von 9 bis 16 Uhr, Mi./ Do. 9 bis 18 Uhr sowie an Freitagen von 9 bis 15 Uhr betrachtet werden. Ort: Familienzentrum Billabong, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46

Weiter Infos zum Künstler unter www.klausmbecker.de

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Text: Fabian Obergföll/ Culture Club Riedberg

Leichtathletik-Halle in Kalbach wird saniert

Sportdezernent Markus Frank zeigte sich sehr erfreut darüber, dass der Magistrat die dringend notwendige Sanierung von Dach und Fassade der Leichtathletikhalle im Sport- und Freizeitzentrum Kalbach beschlossen hat, und hofft, dass auch die Stadtverordnetenversammlung zustimmen wird.

Seit mehreren Jahren häufen sich Undichtigkeiten im Glasdach und in der Glasfassade im Sport- und Freizeitzentrum Kalbach, das als wesentliche Säule des Leichtathletik-Bundes- und Landesstützpunktes in Frankfurt fungiert. Die Sanierung des Daches wird in diesem Jahr begonnen. Im Jahr 2019 startet dann die Fachsanierung der Fassade.

Aufgrund notwendiger Haushaltskonsolidierung wurde eine Sanierung in früheren Haushaltsjahren zurückgestellt. Zum Erhalt der Leichtathletikhalle ist die Fachsanierung nunmehr dringend erforderlich.

Die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen mit Kosten von rund 4,4 Millionen Euro werden mit Zuschüssen des Bundes und des Landes Hessen finanziell gefördert.

„Ich bin sehr froh, dass wir mit dieser Sanierung den Leichtathletinnen und -athleten in den Herbst- und Wintermonaten wieder exzellente Trainingsmöglichkeiten bieten können“, sagte Sportdezernent Markus Frank.

Auch Baudezernent Jan Schneider begrüßte die Entscheidung des Magistrats: „Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Bausubstanz und damit des städtischen Vermögens. Deshalb freut es mich, dass wir die Beauftragung für die Dachsanierung noch in diesem Jahr angehen können, wenn die Stadtverordneten den Maßnahmen ebenfalls zugestimmt haben.“

Informationen: Presse.INFO Stadt Frankfurt

Foto: Stefan Schurr