Kategorie: Mein Riedberg

Das sind die Sieger beim 1. Riedberg-Fotowettbewerb

Von Oktober bis Ende des Jahres waren die Riedbergerinnen und Riedberg aufgerufen unter dem Motto „Der Riedberg – Mein Ort“, Fotos von ihrem Lieblingsplatz im Stadtteil oder aus der schönsten Perspektive zu machen. Insgesamt 47 Teilnehmer reichten 219 Fotos beim 1. Riedberg-Fotowettbewerb ein, den der Culture Club Riedberg (CCR), das Familienzentrum Billabong und das Stadtteilmagazin MAINRiedberg ausgelobt hatten. Maßgeblich organisiert hatte ihn die Fotografin und CCR-Mitglied Ksenia Beizerova: „Die Einsendungen haben mich sehr überrascht. Wir haben so viele tolle Aufnahmen bekommen, dass uns die Entscheidung sehr schwergefallen ist. Es scheint, dass am Riedberg viel Kreativität zu Hause ist.“

Auf die Gewinner in den Kategorien Erwachsene und Jugendliche warteten hochwertige Preise. Bei den Erwachsenen ging der erste Preis für eine Aufnahme des winterlichen Campus an Michael Scherbeck. Er ist jetzt Besitzer einer neuen Digitalkamera, die vom MediaMarkt im Nordwestzentrum zur Verfügung gestellt wurde. Zweite wurde Ardiana Dacic, die sich über ein Family-Fotoshooting bei Ksenia Beizerova Photography freuen kann. Wouter Braem kam auf den dritten Platz und erhält einen 100-Euro-Gutschein für den Online-Fotoservice Pixum.

Sieger-Foto bei den Erwachsenen von Michael Scherbeck

Auch bei den Jugendlichen wurden tolle Bilder eingereicht. Am meisten überzeugte die Jury stimmungsvolle Nachtaufnahme, die von Laura Hartinger eingereicht wurde. Als Preis gab es einen Bluetooth-Lautsprecher, der vom MediaMarkt im Nordwestzentrum gesponsert wurde. Lars Olaf Neidhardt und Kimberly Porath wurden Zweiter und Dritte und können sich jeweils über einen 100-Euro-Gutschein für den Online-Fotoservice Pixum freuen.

Sieger-Foto bei den Jugendlichen von Laura Hartinger

Ausgewählt wurden die Siegerfotos von einer Jury. In dieser saßen die Ortsvorsteherin von Kalbach-Riedberg Carolin Friedrich, Katja Adam-Markert, Gründerin des MainRiedberg-Magazins, die Fotografin Ksenia Beizerova, Harriet Papastefanou, vom Billabong-Familienzentrum sowie Marc Wildenhof, Fotoexperte beim MediaMarkt im Norwestzentrum.

Der Wettbewerb ist aber noch nicht zu Ende. Vom 5. bis 19. März werden die sechs Siegerbilder sowie weitere 18 Bilder in den neuen Räumen des Billabong-Familienzentrum in der Graf-von-Stauffenberg-Allee 46 präsentiert. Die Besucher können dann ihre sechs Favoriten küren. Zusammen mit den sechs Gewinnerbildern wird dann ein Kalender gestaltet, der für einen guten Zweck verkauft werden soll.

(Text/Foto: Fabian Obergföll & Culture Club Riedberg CCR)

Hier entsteht unser längster Park

Noch sind hier Pfützen, Schutt und Kräne.

Doch am Ende der rund einen Kilometer langen Nord-Süd-Achse ist die Skyline zu sehen. In der anderen Himmelsrichtung Feldberg und Taunus. Exakt hier, an der „Römischen Straße“, wo einst die Legionäre des Römischen Reiches vom Städtchen Nida zum Kastell Saalburg und zum Limes marschierten, bekommen die Riedberger ihren längsten Park. Das Grünflächenamt könnte theoretisch schon Anfang 2017 mit den Arbeiten beginnen.

„Ich möchte Sie gerne auf einen Spaziergang mitnehmen“, beginnt Jörg Sander, Experte des Grünflächenamtes, seine Ausführungen in der Sitzung des Ortsbeirats. Dann fährt er fort: „Wir gehen vom Riedbergzentrum die Riedbergallee nach Westen, bis dorthin, wo die Stadtbahn ins Grüne führt.“ Blickt man jetzt nach links und rechts, ist eine Schneise zu sehen, die quer durchs Univiertel und weiter bis zu den letzten Häusern im Quartier Altkönigblick führt. Diese unverbaute Achse ist sozusagen das Relikt der alten Römer-Straße. Deshalb soll hier in Zukunft, leicht erhöht, ein Weg entlangführen. Mit Basaltsteinen rechts und links, „Pflanzinseln“ mit Hecken, Bäumen und Bänken, sowie insgesamt drei Spielplätzen.

Die „neue“ Römische Straße ist asphaltiert. Das soll an die Bedeutung als Verkehrsweg in der Antike erinnern. Radfahrer und Fußgänger dürfen den Weg nutzen. Dort, wo die Straße den neuen Teil des Kätcheslachparks kreuzt, soll später ein kleiner Platz entstehen, Café inklusive.

Landschaftsarchitekt Jürgen Weidinger, der Planer des Kätcheslachparks, hat auch den Zuschlag für den neuen Grünzug erhalten. Der Ortsbeirat stimmte am Freitag den Planungen im Grundsatz zu – mit Optimierungswünschen: Der Zugang zu den Bänken soll rollstuhlgerecht sein. Dann soll einer der Spielplätze statt für die Altersgruppe von 1 bis 12 Jahren, für die Altersgruppe von 6 bis 12 gestaltet werden. Poller sollen die Durchfahrt von den Straßen zum Park verhindern. Gerne hätte man auch noch eine Brunnenanlage und Bänke, deren Zwischenräume nicht – wie am Riedbergplatz – mit Müll zugestopft werden können. Laut Grünflächenamt dürfte ein Brunnen mit hohen Unterhaltungskosten oder eine Abweichung vom Modell der „Frankfurter Bank“ aber schwer durchsetzbar sein.

Am längsten wurde über das Thema römische Zahlen diskutiert, auch in der Bürgerfragestunde. Plan der Landschaftsarchitekten war es, die Distanz nach Rom auf der neuen Straße zu markieren. In römischen Lettern. Allerdings in Kilometern, nicht wie die alten Römer in Meilen. Die Grünen sprachen von „nicht verständlichen Markierungen“ – und hatten einen Gegenvorschlag. Vor 2000 Jahren zeigten Steinsäulen die Wegstrecken an. Entsprechend hätte der Ortsbeirat gerne drei Meilensteine an „markanten Punkten“. Oder zumindest eine größere Steinsäule. Auch soll der „Geo-Lehrpfad“ nebst Infotafeln auf der Römischen Straße fortgesetzt werden.

meilenstein
Die Römer hatten „Meilensteine“ entlang der Verkehrswege. Meist waren die Distanzen angegeben oder Huldigungen an den Kaiser eingemeißelt. Der Ortsbeirat würde gerne nach antikem Vorbild gefertigte Säulen am Park „Römische Straße“ anbringen.

Übrigens: Vom Riedberg nach Rom sind es 1237 km, also umgerechnet rund 836 alte, römische Meilen. Der oder die runden Meilensteine könnten am Wegrand oder an einem Platz stehen, während nicht weit davon entfernt Kinder spielen, eine Kräuterwiese duftet und Bänke zum Sitzen einladen. Soweit ein bisschen Idylle pur. Fakt ist: Der Ortsbeirat gab grünes Licht für den Park – allerdings mit einigen „Ergänzungen“. Was davon realisiert werden kann, muss erst noch geprüft werden. Das könnte den Beginn der Bauarbeiten verzögern. Aber vielleicht schon bis 2018 werden die Riedberger ihren neuen, längsten Park bekommen.

Roman soldier

Roman soldier

Aber Vorsicht: Motorisierte Riedberger dürfen den neuen Weg nicht nutzen – selbst als Römer verkleidet… Grafik: Tromeur

(Text/ Foto oben: cd)

Das sind die Ferien bis 2024

Brauchen Sie Planungssicherheit? Oder möchten Sie am liebsten jetzt schon wissen, wann Sie sich in den nächsten Jahren auf Freizeit, Sonne und Strand oder Winterzauber (hoffentlich) im Schnee freuen können? Für Hessen stehen bereits jetzt alle Ferientermine bis zum Schuljahr 2023/24 fest. Nach Abschluss des Beteiligungsverfahrens hat Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz aktuell die neue Ferienregelung für Hessen freigegeben. Die verbindliche Ferientermine gelten für die Schuljahre 2018/2019 bis 2023/2024. „Damit stellen wir sicher, dass Eltern, Verlage und auch Veranstaltungsplaner schnellstmöglich eine verlässliche Planungsgrundlage in Händen haben“, erklärte Lorz.

Osterferien starten manchmal erst mit Ostern

Die Ferientermine wurden im Wesentlichen nach den bisherigen Gepflogenheiten festgelegt. Dieser Vorschlag hat in einem breiten Anhörverfahren große Zustimmung gefunden. Aufgrund der Anregungen des Landeselternbeirats, des Hauptpersonalrats der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien wurden kleinere Verschiebungen vorgenommen. So beginnen im Jahr 2021 die Osterferien erst mit Ostern selbst und umfassen die beiden Wochen nach Ostern (so wie auch in diesem Jahr). In den meisten Jahren umfassen die Osterferien eine vor und eine Woche nach den Feiertagen.

Späte Sommerferien – kürzere Herbstferien

Außerdem wird es in den Schuljahren 2022/23 und 2023/24 wegen der spät liegenden Sommerferien nur eine Woche Herbstferien geben. In diesen beiden Schuljahren werden stattdessen die Osterferien drei Wochen (!) lang sein. Damit wird auch ein Ausgleich zwischen dem ersten und dem zweiten Schulhalbjahr geschaffen.

ALLE FERIENTERMINE AUF EINEN BLICK

Ferientermine Schuljahr 2015/2016

Herbstferien 19.10. – 31.10.2015
Weihnachten 23.12.2015 – 09.01.2016
Osterferien 29.03. – 09.04.2016
Sommerferien 18.07. – 26.08.2016

Schuljahr 2016/2017

Herbstferien 17.10. – 29.10.2016
Weihnachten 22.12.2016 – 07.01.2017
Osterferien 03.04. – 15.04.2017
Sommerferien 03.07. – 11.08.2017

Schuljahr 2017/2018

Herbstferien 09.10. – 21.10.2017
Weihnachten 24.12.2017 – 13.01.2018
Osterferien 26.03. – 07.04.2018
Sommerferien 25.06. – 03.08.2018

Schuljahr 2018/2019

Herbstferien 01.10. – 13.10.2018
Weihnachten 24.12.2018 – 12.01.2019
Osterferien 15.04. – 27.04.2019
Sommerferien 01.07. – 09.08.2019

Schuljahr 2019/2020

Herbstferien 30.09. – 12.10.2019
Weihnachten 23.12.2019 – 11.01.2020
Osterferien 06.04. – 18.04.2020
Sommerferien 06.07. – 14.08.2020

Schuljahr 2020/2021

Herbstferien 05.10. – 17.10.2020
Weihnachten 21.12.2020 – 09.01.2021
Osterferien 06.04. – 16.04.2021
Sommerferien 19.07. – 27.08.2021

Schuljahr 2021/2022

Herbstferien 11.10. – 23.10.2021
Weihnachten 23.12.2021 – 08.01.2022
Osterferien 11.04. – 23.04.2022
Sommerferien 25.07. – 02.09.2022

Schuljahr 2022/ 2023

Herbstferien 24.10. – 29.10.2022
Weihnachten 22.12.2022 – 07.01.2023
Osterferien 03.04. – 22.04.2023
Sommerferien 24.07. – 01.09.2023

Schuljahr 2023/ 2024

Herbstferien 23.10. – 28.10.2023
Weihnachten 27.12.2023 – 13.01.2024
Osterferien 25.03. – 13.04.2024
Sommerferien 15.07. – 23.08.2024

Angegeben ist jeweils der erste und letzte Ferientag.

Nach dem Schulgesetz stehen den Schülerinnen und Schülern „Ferien in pädagogisch sinnvollen Abständen zu“. Weitere Einzelheiten sind in der Verordnung über die Gestaltung des Schulverhältnisses geregelt; danach gibt es in Hessen Sommer-, Herbst-, Weihnachts- und Osterferien sowie einige bewegliche Ferientage. Durch Erlass des Kultusministeriums werden die Termine der einzelnen Ferienabschnitte festgelegt.

Die Gesamtzahl der Ferientage liegt bundeseinheitlich bei 75 Tagen, wobei alle Wochentage (Montag bis Samstag) als Ferientage gezählt werden.

Für die Gestaltung der Sommerferien gibt es eine Absprache der Kultusministerkonferenz. Durch einen gestaffelten Beginn der Sommerferien in den Ländern wird dafür gesorgt, dass Feriengebiete und Verkehrsmittel nicht überlastet werden. Durch das rollierende System wechseln alle Länder (außer Bayern und Baden-Württemberg) von Jahr zu Jahr von früheren auf spätere Termine und umgekehrt. Innerhalb dieses Systems werden benachbarte Länder zu Ländergruppen zusammengefasst. Hessen bildet mit Rheinland-Pfalz und dem Saarland eine solche Ländergruppe. Die Sommerferientermine für die Zeit von 2018 bis 2024 wurden bereits 2014 vereinbart.

Die übrigen Ferientermine legen die Länder in eigener Zuständigkeit fest.

Weitere Informationen auf der Homepage des Hessischen Kultusministeriums unter kultusministerium.hessen.de

(Quelle: Hessisches Kultusministerium/ Foto: drubig-photo)

Weihnachtsbaum ade – Infos zur Entsorgung

Noch strahlt er in unseren Zimmern, liebevoll geschmückt und in Lichterglanz. Doch so manche fragen sich schon: Wohin mit dem guten Stück, wenn man beispielsweise ab 2. Januar noch ein paar Tage verreist? Laut Information der Stadt Frankfurt kann „der ausgediente Weihnachtsbaum am Leerungstag zur braunen Biotonne oder zur grauen Restmülltonne dazu gestellt werden“.

Die Bäume müssen lediglich auf 1 Meter lange Stücke gekürzt werden und komplett abgeschmückt sein. Noch eine kleine Einschränkung: Aus Kapazitätsgründen können natürlich nicht alle Weihnachtsbäume auf einmal mitgenommen werden, sondern werden nach und nach während des ganzen Monats Januar abgeholt.

Wer den Weihnachtsbaum selbst fortbringen möchte, kann diesen bei der Rhein-Main Biokompost GmbH und im Rahmen des Kofferraumservice kostenlos abgeben.

Feuerwerk bitte selbst entsorgen!

Die FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH hat so kurz vor Silvester auch noch folgende Bitte: Alle Bürger und Gäste der Mainmetropole sollten „größere Rückstände des Silvesterfeuerwerks nicht auf der Straße liegen lassen, sondern selbst entsorgen“. Denn Raketenstöcke, Böllermagazine oder Sektflaschen können einerseits problematisch bis gefährlich für Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer werden – anderseits kann all das aufgrund der Größe von den Kleinkehrmaschinen nicht aufgenommen werden. Stattdessen müssen die FES-Mitarbeiter diese Abfälle einzeln per Hand aufsammeln, was die Reinigungsarbeiten verzögert.

Bereits am Neujahrsmorgen werden Mitarbeiter der Stadtreinigung zwischen 6 und 12 Uhr die zentralen Bereiche am Mainufer, größere Plätze in der Innenstadt und den Stadtteilen sowie die Altstadt in Sachsenhausen vom Silvestermüll befreien – sofern kein Winterdiensteinsatz notwendig ist. Allein in diesen Bereichen rechnet die FES mit bis zu 25 Tonnen Abfall. Nach einer hoffentlich tollen und friedlichen Silvesternacht…

Weitere Infos unter www.frankfurt.de Stichwort Abfall von A – Z.

(Quelle: Stadt Frankfurt/ Foto: cd)

Neue Schulen für den Norden!

Beim Thema Gymnasium schlagen am Riedberg die Emotionen hoch. 500 Schüler aus dem gesamten Stadtgebiet hatten keinen Platz an einer der drei gewählten Schulen bekommen. An der zweiten Grundschule Riedberg lag die Absage-Quote zunächst sogar bei 30 Prozent. Ab 2016 könnte sich die Lage zumindest etwas entspannen. Bei der Ortsbeiratssitzung am Freitag wurde bekannt: Bereits zum Schuljahr 2016/ 2017 könnte ein neues Gymnasium für den Frankfurter Norden starten. Ab Sommer 2017 soll eine IGS am Riedberg für ein vielfältigeres Schulangebot und auch für Entlastung in puncto Gymnasialplätzen sorgen. Allerdings ist die Gesamtschule OHNE Oberstufe geplant, was Elternvertreter umgehend kritisieren.

Es ist Freitag, kurz nach 20 Uhr. Trotz angenehmer Sommertemperaturen sind die meisten Stühle in den Zuschauerreihen der Alten Turnhalle Kalbach besetzt. Ein Vertreter des Dezernats für Bildung und Frauen ist geladen, um den neuen Schulentwicklungsplan der Stadt vorzustellen. Nicht wenige Mitglieder des Ortsbeirats bemängeln während und nach der Sitzung, „dass sich nicht Frau Sorge selbst der Verantwortung stellt“. Die Bildungsdezernentin wird durch Monika Ripperger von der Stabsstelle Pädagogische Grundsatzplanung vertreten. Die Dame vom Stadtschulamt macht schnell klar, dass sie bestens mit der Materie vertraut ist – und kritische Nachfragen nicht scheut. Monika Ripperger erläutert kurz, dass der Schulentwicklungsplan maßgeblich in Zusammenarbeit mit Gremien und Eltern entstanden ist und die Bildungsziele bis 2030 definiert.

Die wichtigsten Fakten aus Riedberger Sicht: Ein neues, mindestens sechszügiges Gymnasium „soll möglichst bereits im nächsten Schuljahr eröffnet werden“. Eine entsprechende Taskforce ist eingerichtet. Zunächst soll es ein Provisorium in „gut erreichbarer Lage“ geben. Endgültige Standorte im Norden, unter anderem einen Standort in Bonames, lässt die Stadt derzeit prüfen. Man hatte Anfang des Jahres mit ganzseitigen Zeitungsanzeigen nach entsprechenden Grundstücken gesucht. Da der Stadtrat ebenfalls seit Freitag bei den Schulen nicht mehr auf den Passivhausstandard, sondern auf schnelleres Bauen in Holz-Modulbauweise setzt, könnte auch das relativ zeitnach umgesetzt werden.

Baustein 2 im Schulplan für den Riedberg ist eine Integrierte Gesamtschule (IGS), die an der Gräfin-Dönhoff-Straße eventuell schon im Sommer 2017 den Betrieb aufnehmen könnte. Dort, wo jetzt noch in Containern die gymnasiale Oberstufe untergebracht ist, die letztlich nach Nied ziehen soll. Die IGS ist allerdings nur vierzügig und mit einem sprachheilpädagigischen Schwerpunkt geplant, in Fortentwicklung des preisgekrönten Konzepts der Weißfrauenschule. Zukunfts-Baustein Nummer 3 für den gesamten Norden ist die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an der Carlo-Mierendorff-Schule in Preungesheim.

Zu den Fakten gehört aber auch, dass am Riedberg die Übergangsquote auf das Gymnasium nicht bei den von der Stadt taxierten 53 Prozent, sondern bei bis zu 67 Prozent liegt. Ortsvertreter errechneten, dass trotz verbesserter Planung somit in fünf Jahren bis zu 200 Plätze für Schüler fehlen würden. Noch schwerer wiegt, dass die künftige IGS, die im Prinzip begrüßt wird, ohne Oberstufe geplant ist. Ein Argument der Stadt lautet, dass Konzept und Grundstücksgröße das nicht zulassen. SPD, Grüne und CDU wollen sich dennoch dafür einsetzen.

Wie eine IGS mit Oberstufe auch auf begrenztem Raum funktionieren könnte – dafür hat die Elternbeiratsvorsitzende der zweiten Grundschule, Barbara Günther, einige gute Vorschläge: So könnte man beispielsweise dreistöckig wie in Kalbach planen und auf Anbauten wie eine Turnhalle verzichten. Schließlich könnte man im Sommer den Sportplatz des SC Riedberg nutzen, im Winter und in der Übergangszeit vorhandene Hallenkapazitäten. In einem Punkt aber waren sich Elternvertreter und die Mehrheit im Ortsbeirat 12 einig: „Eine Gesamtschule ohne Oberstufe geht am Bedarf hier am Riedberg vorbei.“                                    C. Detsch

Parken plötzlich verboten? Wirbel um Grundstücks-Zufahrten

Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Schildbürgerstreich: Kürzlich bekamen mehrere Bewohner der Ginsterhöhe Post vom Amt für Straßenbau und Erschließung. Der Inhalt des Schreibens: Die betroffenen Riedberger werden aufgefordert, die „unerlaubte Überfahrung des Gehweges zu unterbinden“. Im Klartext: Man soll und darf NICHT mehr über den Gehweg zum Stellplatz fahren, da dies keine Grundstückszufahrt sei. Parken auf den eigenen Stellplätzen wäre also plötzlich nicht mehr möglich. Bei Nichtbeachtung droht ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. Eventuell sogar eine Nachzahlung für enstandene „Schäden“ an den Gehwegen.

Gestern versuchte die HA-Stadtentwicklungsgesellschaft mit einem Statement, die Lage zu klären und eine Lösung auf den Weg zu bringen. Die HASEG hatte vor rund zehn Jahren die Zufahrten erstellt und stellt klar: Alle Zufahrten wurden gemäß der damaligen Ausführungsplanung hergestellt und „im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens genehmigt“. Allerdings hätten die Bauherren in diesem besonderen Fall eine „Sondernutzungserlaubnis“ für die Zufahrten einholen müssen. Das bedeutet: Wird dieser Antrag jetzt gestellt, wird das Amt für Straßenbau diesen auch genehmigen und Zufahrt und Parken sind endgültig erlaubt. Allerdings fällt wohl eine Gebühr an.

Die Diskussion dreht sich um bis zu 11 Stellplätze einer Eigentümergemeinschaft. Die Hausverwaltung der Gemeinschaft wurde bereits verständigt. Der Stellplatz-Wirrwarr könnte also schon bald Vergangenheit sein…

Am Anfang war nur Schotter

Am schönsten ist es am Morgen. Wenn die City unten am Main noch im Nebel liegt und für die Riedberger schon die Sonne aufgeht. Im Osten, gleich neben der Skyline der Stadt. Perfekt sind auch die Sommerabende, wenn sich das Leben in den grünen Innenhöfen, den Balkonen und Dachterrassen abspielt und der Blick von Frankfurts Wolkenkratzern bis zum Taunus reicht.

Keine Frage: Der Riedberg boomt. Mehr als 10.300 Einwohner leben inzwischen im größten Neubaugebiet Deutschlands für Wohnzwecke, wie es in bestem Amtsdeutsch heißt. Unser Stadtteil ist jung und weltoffen, innovativ, urban und kreativ. „Ich komme aus Mexiko, meine Freundin aus Serbien und in der Schule meiner Tochter sind Kinder mit asiatischen Wurzeln, aus dem Nahen Osten und natürlich Deutschland“, berichtet eine Riedberger Mutter mit ansteckendem Lachen. Im zuständigen Ortsbeirat spricht man von einem „spannenden Stück Stadtentwicklung“. Und davon, dass hier „Menschen mit verschiedensten Biografien und aus allen Teilen der Welt zusammenwachsen“. Lange stand der Riedberg im Schatten des Schwester-Stadtteils Kalbach, der anno 772 bereits erstmals urkundlich erwähnt worden ist. Doch längst spielt sich hier das gesamte, moderne Leben ab. Es gibt Ärzte, Geschäfte, immer noch einen Pferdehof, die Science City Frankfurt-Riedberg mit Campus und Forschungseinrichtungen, Cafés, erste Restaurants. Ambitionierten Städtebau und U-Bahn-Anbindung inklusive.

Als Markus Schaufler vor fast zehn Jahren mit seiner Familie hierher ziehen wollte, musste er „noch ordentlich Überzeugungsarbeit leisten“. Da war nur eine holprige Schotterstraße, die zum neuen Zuhause führte. Selbst dann, als es – natürlich später als geplant – endlich fertig war. „Es gab nur die erste Grundschule an der Kalbacher Höhe, dann lange nichts“, berichtet der Mann, der später die IG Riedberg mitinitiierte und damit erstes Gemeinschaftsleben ins Neubaugebiet brachte. Oben, wo längst das Riedberg-Zentrum entstanden ist, „war ein altes Gaslager und außerdem waren da noch ein, zwei Bauernhöfe, Streuobstwiesen und ein paar vereinzelte Häuserzeilen“. Einzig das erste Wohn-Quartier neben A661 und Merton-Viertel, der „Bo-
nifatiusbrunnen“ mit Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern, verströmte ein bisschen Stadtluft.

Die Riedbergerin aus Mexiko kann sich sogar noch an Zeiten erinnern, „als oben am Berg noch kein Haus war und keine 100 Meter von unse-rem Haus entfernt noch richtig Mais gewachsen ist“. Um ehrlich zu sein: ab und zu stibitzten sie den einen oder anderen Maiskolben und grillten ihn. „Das kenne ich aus meiner Heimat. Das schmeckt wirklich köstlich“, erzählt sie.

Apropos köstlich: Wer mittags den Riedberg hochfährt, nicht so sportlich wie die Profis beim Radrennen Eschborn-Frankfurt, aber mit mäßigem Tempo oder doch mal schweißtreibend per Rad, wird auf „Passhöhe“ eine kleine Menschenansammlung bemerken. Vor dem Asia-Imbisswagen Chalinee Silbermann. Man isst, sonnt und unterhält sich. Zwei Mal schon mussten Chalinee und das Küchenteam aus ihrer Heimat Thailand Bauprojekten weichen und den Standort wechseln. Jetzt ist ihr Hänger nur wenige Schritte von Uni Campus und Forschern entfernt. Das Lieblingsgericht der Kunden blieb: ein würziges, aber nicht zu scharfes Hühner-Curry mit Gemüse, Erdnüssen und Kokosmilch.

Nein, mit dem Rad sei er bisher noch nie hierher gelangt, bekennt Baudezernent Olaf Cunitz gegenüber Main Riedberg. Der Grünen-Bürgermeister fügt hinzu: „Da ich Freunde und Bekannte auf dem Riedberg habe, war dieser immer wieder Ausgangspunkt für schöne Spaziergänge.“ Manchmal ist er mehrmals pro Woche hier, dann aber aus beruflichen Gründen.

Denn am Riedberg möchte die Stadt fortführen, was Ernst May, der Baumeister des „Neuen Frankfurts“, zwischen 1925 und 1930 begonnen hat. May baute mit seinen Architekten und Gestaltern Siedlungen, die bis heute als beispielhaft gelten. Platzsparend, mit Design und Funktionalität, perfekt für Großstadtmenschen und preisgünstig dazu. May und Mitstreitern wird auch der Prototyp der Einbauküche, die Frankfurter Küche, zugeschrieben und natürlich der „Frankfurter Küchenstuhl“, der längst wieder in Design-Katalogen und im Zuhause Einzug hält. Das Quartier „die weiße Stadt“ ist May übrigens gewidmet.

Zugegeben: Wegweisende Architektur ist nicht überall. Zwei Vorzeige-Bauten, ein Einfamilienhaus vom Büro „unlimited architekten“ und das schwarze EnergieHaus Plus in der Graf-von-Stauffenberg-Allee, sind Ende Juni beim „Tag der Architektur“ zu besichtigen. Auch Star-Architekten wie Daniel Libeskind (u.a. Jüdisches Museum Berlin) legen inzwischen Entwürfe für unser Neubaugebiet vor. Die „Townhouses“ von Libeskind landeten im Jury-
Wettbewerb aber nur auf Platz 2. Den Zuschlag bekamen Architekten aus Rotterdam, Frankfurt und Berlin.

Die Zeitschrift „Capital“ empfiehlt den Riedberg bereits als Wohnlage und Kapitalanlage. Villen im neuen „Westflügel“ sollen mit Grundstück bis zu 1,8 Millionen Euro kosten. Menschen, die sich schon seit Jahren ums soziale Miteinander sorgen, liegt mehr am Herzen, „dass die
Mischung stimmt“. So setzt sich der Stadtteilarbeitskreis dafür ein, dass es endlich mehr Räume für die Vereine und sozialen Gruppierungen gibt. Für mehr Angebote für Eltern, Kinder, Jugendliche und Senioren.

Die Zahl der Riedberger wächst rasant. Ein Beispiel: Die Grundschule 2 bekommt im Sommer rund 100 neue Schüler. Weit mehr als erwartet. Ältere Kids fühlen sich derzeit noch in der Minderheit, werden sich aber sicher über die neue Anlage für Skater und BMX-Fans im Gewerbegebiet am Martinszehnten freuen. Der Skaterpark an der Josef-Eicher-Straße soll noch in diesem Jahr gebaut werden.

Längst sind wir eine Mini-Stadt in der Stadt. Wenn alle Bauprojekte fertig sind, also vermutlich 2020, werden hier mindestens 15.000 Menschen leben. Oder werden es sogar bis zu 17.000 sein? Bürgermeister Olaf Cunitz erklärt dazu: „Ich tue mir schwer mit diesen Prognosen.“ Ob eine Wohnung letztlich von zwei oder vier Personen bewohnt wird, sei „nicht steuerbar“. Viel schwerer wiegt nach Ansicht des Planungsdezernenten, dass sich alle Alt- und Neu-Riedberger „richtig wohlfühlen können“.

Dazu eine Randnotiz: Auf der offiziellen Homepage www.riedberg.de findet sich auch ein Riedberg-Klingelton. Wir finden: Der echte Riedberg klingt doch aufregender. Und ist – auch dank der Windböen vom Taunus – noch ein wenig „cooler“…                                                   Det.

Chancentod & Fußballgott

Es ist Freitag, 20 Uhr, in Frankfurt-Riedberg. Die Bundesliga? Kickt doch so richtig erst am Samstag! Oder besser gesagt: ab Herbst, in der neuen Saison. Die Herren mit Kampfnamen „Kugelblitz“, „Chancentod“, „Torfabrik“ oder „Zerberus“ aber tun schon jetzt alles dafür, dass das Runde ins Eckige kracht. Ein Steilpass nach halblinks. Ein Spurt. Ein kurzer Blick in die Mitte. Dann der Pass zum freien Mitspieler. Direktannahme und platzierter Schuss ins rechte, untere Eck. Das Tor zählt, der Spielstand ist eher Nebensache. Der Torjubel stimmt. Wer sagt denn, dass Fußball im Halbdunkel und mit Spielern, die überwiegend die 40 überschritten haben und teils schon etwas „Daddy-Body“ mit sich mitschleppen, nicht unterhaltsam oder schlicht für alle Mitspieler ein Highlight der Woche sein kann?

Meist spielen sieben gegen sieben Mann. Oder acht gegen acht. Auf dem Kleinfeld, also der Hälfte des normalen Spielfeldes. Nebenan laufen die Rasensprenger und schicken immer mal wieder einen Wasserstrahl rüber. Kalter Wind weht vom Taunus herunter. Ein leicht verletzter Mitspieler, der nur zum Zugucken vorbeigekommen ist, erzählt, dass immer mehr Fußballbegeisterte anklopfen. Auch der Auftritt der Herren wird zunehmend professioneller. Gerade erst wurden die neuen blauen Trikots mit dem Schriftzug „Zum Lahmen Esel“ verteilt. „Passt doch prima zu uns, oder?“, bemerkt Vereinspräsident Alex Markert süffisant. Er hat den Kontakt zum gleichnamigen Niederurseler Apfelwein-Lokal vermittelt, zumal Wirt Thomas auch am Riedberg wohnt. Markert selbst hat sich den Rücken mit dem Zusatz „Fußballgott“ beflocken lassen und spielt so natürlich mit seinen Initialen und Eintracht-Ikone Alex Meier Doppelpass.

Die „Alten Herren“ des SC Riedberg sehen sich nicht als alte Garde des noch jungen Vereins, mehr als Traditionself. Es ist für sie mehr als ein bisschen Sport. Schon als Kinder haben sie mit ihren Lieblingsclubs mitgelitten und sind dem Ball hinterhergejagt, auf Bolzplätzen, nicht auf bestem Kunstrasen wie hier. Freundschaften und viele Jahre vergingen, das Faible für Fußball blieb. Jetzt sind sie Mikrobiologen, Lehrer, Banker oder Selbständige, die sich auch nach 90 Minuten noch etwas zu sagen haben, ein Bierchen gemeinsam trinken oder am Vatertag – bei einem kurzfristig einberufenen „Sondertraining“ – erst ge-pflegt kicken und dann mindestens so gepflegt grillen und feiern. Es ist vielleicht genau das, was in einem großen Neubaugebiet Heimat schafft. (Auch wenn das sicher keiner so poetisch formulieren würde.)

Übrigens spielt bisweilen auch ein Sportreporter des Hessischen Rundfunks mit. Der wird genauso abgegrätscht. Ebenso wie „Fußballgott“ und Vereinspräsident Alex.

Auch die Fan-Liebe zur Eintracht verbindet. Die meisten der Herren jedenfalls. Egal, ob man(n) aus Karlsruhe, Kalbach, aus Nahost oder aus Frankfurt-Hausen stammt. Beim Heimspiel geht’s mit Dauerkarte ins Stadion. Bei Auswärtsspielen trifft man sich vorm Fernseher. Notgedrungen, „weil uns hier immer noch eine richtige Kneipe fehlt“. Beispielsweise beim 0:2 kurz vor Ende der Saison gegen Dortmund, das ein ziemlich trostloses Gekicke war. Europa rückte da bereits in weite Ferne. Der Ärger darüber war erstaunlich schnell verflogen. Der Nachwuchs, ein Mädchen inklusive, saß mit Chips und roten Backen auf ei-ner Familien-Couch, während die Väter fachsimpelten, vieles bes-ser wussten und nebenbei vom Stress der Woche entspannten. Gemeinsam fühlt sich so eine Niederlage vermutlich auch nur halb so schlimm an. Eine „Spielerfrau“ sagt mit Blick auf den familiären Terminkalender nur: „Glaub’ mir, die Alten Herren, die sind ihm heilig.”      C. Detsch

www.scriedberg.de

Riedberg News

In jeder Ausgabe rücken wir ein aktuelles Stadtteil-Thema in den Focus,
über das wir ausgewogen berichten. Zudem wird es die Rubrik „Drei Fragen“ geben, wo wir die jeweils Verantwortlichen der Stadt um kurze Informationen/Stellungnahmen zu aktuellen Problemfeldern bitten. Auch Umfragen zu aktuellen Themen sind geplant.