Alle Artikel in: Leben

„Ein Ziel jahrelanger Träume“

Das Familienzentrum Billabong könnte schon im Herbst 2017 neue Räume und ein großes, neues „Zuhause“ im Quartier Westflügel bekommen. MAINRiedberg-Praktikantin Anna Weichert sprach mit Anja Hohmann (47), Vereinsassistentin von Billabong, über Pläne und Perspektiven, die dieser Neustart auch für andere Gruppen und Vereine am Riedberg eröffnet. Was bedeutet das neue Zentrum für Billabong? Anja Hohmann: „Es ist ein Ziel jahrelanger Träume. Ich möchte aber betonen: Es ist für den gesamten Riedberg gedacht und nicht nur für Billabong! Wir wollen großen Raum bieten, wo alle sich wie zu Hause fühlen können.“ Was nehmen Sie sich vor? „Wir wollen unser Kursangebot erweitern, aber beispielsweise auch die Inklusion auf dem Riedberg voranbringen. Wir wollen Chancen bieten für Menschen, die privat oder auf dem Arbeitsmarkt keine Chancen haben. Auch ist es uns wichtig, dass wir Räume für Begegnung aller Art und für alle Generationen schaffen. Außerdem wird es voraussichtlich die Möglichkeit geben, Räume auch für private Anlässe, etwa Familienfeiern oder Parties, zu mieten.“ Viele Gruppen und Vereine suchen Räume hier auf dem Riedberg. Ist das Zentrum auch für sie …

Die News der Woche

Flüchtlinge werden Turnhalle verlassen Hessen will die Flüchtlinge aus den Notunterkünften in Landeseinrichtungen verlegen. „Das bedeutet, dass wir die Sporthallen in Kalbach, Fechenheim und an der Sport-Uni wieder den Vereinen, Schulen und Studenten zurückgeben werden“, erklärte am Freitag Frankfurts Stadträtin Daniela Birkenfeld. Zurzeit sind an den drei Standorten 450 Flüchtlinge untergebracht, die auf ihre Erstaufnahme warten. Der exakte Zeitpunkt für den Umzug in eine Landeseinrichtung und die Übergabe der geräumten Hallen steht noch nicht fest. „Die Stabsstelle Flüchtlingsmanagement plant unter Hochdruck mehrere Großprojekte und mein Ziel bleibt es, die Turnhallen so schnell wie möglich wieder ihrer Bestimmung zu übergeben“, sagt Birkenfeld. Es bleibt aber abzuwarten, ob – bei steigenden Flüchtlingszahlen – eventuell wieder Turnhallen benötigt werden. In den vergangenen Monaten haben sich in Kalbach und Riedberg zahlreiche Ehrenamtliche für die Flüchtlinge engagiert, die mehrheitlich aus Syrien und Afghanistan stammen. Das Riedberger Familienzentrum Billabong bietet beispielsweise zwei Mal pro Woche Deutschunterricht für Frauen und Mädchen inklusive Kinderbetreuung im Infobüro des Riedbergzentrums an. Die Uni bot vor Weihnachten „Wissenschaft für Flüchtlinge“. Die Diakonie, die die Flüchtlinge in …

Wissenschaft für Flüchtlinge

Am Anfang ist nur heller, grauer Dampf. Kinder versuchen, danach zu greifen. Dann gießt einer der Studenten mehr von der geheimnisvollen Flüssigkeit aus dem Behälter und bittet, Abstand zu halten. Der Stickstoff verdampft wie auf einer Herdplatte. Bläschen blubbern über den Tisch. Michael Wiebusch und Philipp Beloin vom Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) erklären, dass flüssiger Stickstoff bereits bei – 196 Grad siedet. Sie zeigen, wie man mit Hilfe von Stickstoff Magneten schweben lassen kann. Wissenschaftler hoffen, durch diesen „Supraleitungs“-Effekt eines Tages Strom billig und Ressourcen schonend über weite Strecken zu transportieren. Am Versuch aber stehen nicht Kommilitonen, sondern Flüchtlinge aus der Notunterkunft in Kalbach. Sie sind eingeladen, „Wissenschaft zum Anfassen“ zu erleben. Über 40 Flüchtlinge kommen zu Fuß aus Kalbach „Wir wollen spielerisch zeigen, dass Wissenschaft etwas Tolles ist“, hat Dr. Sascha Vogel, Leiter und Initiator der Ausstellung vorab erklärt. „Notfalls mit Händen und Füßen und ohne Zeitlimit“ will sein Team an sechs Versuchsstationen die Neugier der Flüchtlinge wecken und Abwechslung zum Alltag und der Enge in der Turnhalle bieten. Man ist überrascht …

Die NEWS der Woche

Mehr Haltestellen für den Riedberg Immer mehr Menschen leben am Riedberg. Deshalb fährt die Buslinie 29 demnächst fünf neue Haltestellen an. Die Haltestellen entlang der Graf-von-Stauffenberg-Allee sowie der Carl-Hermann-Rudloff-Allee lauten: „Hans-Leistikow-Straße“, „Ernst-Balser-Straße“, „Hans-Poelzig-Straße“ und „Lucy-Hillebrand-Straße“. Neu ist auch die unmittelbar an der U-Bahn-Station liegende Haltestelle „Uni Campus Riedberg“. Durch den neuen Weg der Linie 29 entfällt die Haltestelle Annette-Kolb-Weg. Allerdings wird diese weiterhin von der Linie 251 sowie an Schultagen von der Linie 28 bedient. Bereits ab sofort werden zu Schulbeginn und auch mittags mehr Busse der Linie 28 eingesetzt. Das soll die Verbindung zum „Schulstandort Riedberg“ verbessern. Weitere gute Nachricht für Schüler: Die U9 wird bei den besonders nachgefragten Fahrten um 7.18 Uhr und 7.33 Uhr von Nieder-Eschbach verlängert. Es wird jeweils ein Wagen angehängt. Ob diese Maßnahmen aufgrund der wachsenden Schülerzahlen am Riedberg ausreichen, wird noch geprüft. *** Scheitert das neue Gymnasium? Mehr als 270 Plätze an weiterführenden Schulen fehlen im Norden Frankfurts. Das neue Gymnasium in Westhausen soll bereits ab dem nächsten Schuljahr für Entlastung sorgen. Zunächst am provisorischen Standort in Westhausen. …

Frauen können mehr!

Diese Frau weiß, was sie will: Martina Peukert (39), Mutter eines einjährigen Sohnes, arbeitet seit 15 Jahren im Bereich Unternehmensberatung, Media-Training und Coaching. Eines der Spezialgebiete der Neu-Riedbergerin ist das „Training von Frau zu Frau“. Ihre Arbeit beginnt mit dem Auffrischen von Computerkenntnissen und endet auch nicht bei Bewerbungs-Tipps oder Präsentationen. Was reizt sie an dieser Aufgabe? Anders ausgedrückt: Was müssen wir Frauen noch lernen? Was möchten Sie den Frauen, die zu Ihnen kommen, mit auf den Weg geben? Peukert: „Ich möchte die Hemmschwelle abbauen, dass man vermeintlich nichts mehr weiß und kann, und ich möchte Selbstvertrauen aufbauen. Ich helfe bei Bedarf auch aktiv dabei, einen neuen Job zu finden. Viele halten nur an ihrer alten Stelle fest, weil sie glauben, eine bessere würden sie nicht bekommen.“ Warum ist der Wiedereinstig in den Beruf oft so schwer – und warum lohnt es trotzdem, sich durch die harte Anfangsphase durchzukämpfen? „Da ist natürlich der Geld-Aspekt und das Bewusstsein, auf eigenen Beinen zu stehen. Man fühlt sich auch besser, fühlt sich anerkannt. Seit ich wieder arbeite, bin …

Hab keine Angst

Auf ihrer Visitenkarte steht: Dr. med. Zahide Özkan-Rashed, Ärztin für Kardiologie und Innere Medizin. Auf dem Buch, das sie mitgebracht hat und aus dem sie am Mittwoch im Familienzentrum Billabong vorlesen wird, steht der Halbsatz: „Hab keine Angst“. Die 53-Jährige hat es selbst verfasst, basierend auf Tagebuch-Aufzeichnungen und Erinnerungen. Es ist die Geschichte eines Mädchens, dem sie den Namen Feride gab. Es kommt im Alter von zwei Jahren aus einem kleinen, türkischen Dorf am Marmarameer nach Deutschland, in eine Stadt im Rhein-Main-Gebiet. Die Eltern arbeiten hart, um den Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Sie wohnen zu fünft in einer Zweizimmer-Wohnung. Der Papa wurde als „Gastarbeiter“ angeworben. Die Mama hat nie eine Schule besucht, legt aber großen Wert darauf, dass sich die Kinder anstrengen. So gut sie nur können. Feride lernt und muss lernen, mehr als andere, und hat bald einen großen Traum: Sie will Ärztin werden! Zahide Özkan-Rashed, die Autorin des Buches, wohnt hier am Riedberg. Sie hat in einer Radiosendung über ihr autobiografisches Debütwerk gesprochen, wurde in Zeitschriften und Online-Portalen dazu interviewt. Der …

Das neue MAINRiedberg ist da

Haben Sie es schon in Ihrem Briefkasten entdeckt? Das neue MAINRiedberg ist da! Das Magazin für Frankfurts jüngsten Stadtteil kam gestern frisch aus der Druckerei und wird ab sofort verteilt. MAINRiedberg ist umwerfend anders, weltoffen und innovativ – wie die über 10.000 Riedbergerinnen und Riedberger, die hier leben. Entdecken Sie mit uns den Riedberg neu! Das Magazin erscheint drei Mal pro Jahr. Ständig aktualisierte Informationen, News und Terminhinweise finden Sie auch auf unserer Website www.main-riedberg.de. Übrigens: Wenn Sie hier am Riedberg wohnen und bis Sonntag kein Exemplar von MAINRiedberg erhalten sollten, können Sie sich gerne an uns wenden. Dann lassen wir Ihnen umgehend – und selbstverständlich kostenlos – die zweite Ausgabe unseres Magazins zukommen. Mail an mail@main-riedberg.de genügt. Bitte Adresse nicht vergessen! *** Wir freuen uns auch über Feedback und Anregungen unserer Leser. Denn MAINRiedberg ist das neue Magazin für ALLE Riedberger ***

Initiative für mehr Schulplätze

Wie viele Plätze an weiterführenden Schulen fehlen wirklich? „Mehr als 270 im Frankfurter Norden“, warnen Elternvertreter. Keine mehr – argumentiert das für den Schulentwicklungsplan zuständige Stadtschulamt. Schließlich wächst zum nächsten Schuljahr das Angebot an Gesamtschulen und Gymnasien im Stadtgebiet. Das Landesschulamt, zuständig für Platzvergabe und Verwaltung, hält Distanz zu dieser Debatte, weiß aber um die Brisanz der Thematik. Ein leitender Direktor des Amtes kam kürzlich persönlich zu einem Info-Abend an den Riedberg. Auch im Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg heißt es unzweideutig: „Wir wissen, dass die Plätze nicht ausreichen.“ Deshalb hat man – einstimmig – in der jüngsten Sitzung eine Initiative für mehr Schulplätze gestartet. An der Otto-Hahn-Gesamtschule im nahen Nieder-Eschbach sollen in einem „Erweiterungsbau in Containermodulbauweise“ weitere Unterrichtsräume geschaffen werden. Da Erweiterungsflächen bereits ausgewiesen sind, könnte langfristig sogar ein fünfzügiger Ausbau des Gymnasialzweigs erfolgen. „Die Ortsbeiräte 14 und 15 haben Anträge mit dem gleichen Tenor gestellt“, informiert Ortsvorsteherin Carolin Friedrich. Auch der zuständige Bildungsausschuss habe positiv votiert. Drei Monate hat das Stadtschulamt nun Zeit, darauf zu reagieren. Apropos Bildung und Betreuung: Ulrike Gauderer von den Grünen …

12 Hamster stoppen 400-Meter-Bahn

Der Feldhamster macht’s (un)möglich: Wie bereits berichtet hausen mindestens 12 possierliche, aber europaweit geschützte Feldhamster auf dem Gelände östlich der Altenhöferallee. Da die Tiere erst umgesiedelt werden müssen, verzögert sich der Startschuss für die zweite Sportanlage am Riedberg bis 2017, die Fertigstellung voraussichtlich bis 2018. Das Konzept aber steht fest: Die Anlage soll eine 400-Meter-Laufbahn bekommen, ein Großspielfeld, zwei Kleinfelder und ein „Funktionsgebäude“ mit Umkleiden und Toiletten. Der Ortsbeirat hat vergangene Woche – einstimmig – für diesen Vorentwurf des Sportamtes gestimmt, der kürzlich Orts- und Vereinsvertretern vorgestellt wurde. Zudem will man erreichen, dass die notwendigen Finanzmittel bereits jetzt für den Haushaltsplanentwurf 2017 angemeldet werden. Der Antrag dazu stammte von CDU und Grünen. Die SPD hatte ursprünglich auch die Errichtung einer Kaltlufthalle favorisiert, um mehr Hallen-Kapazitäten am Riedberg zu schaffen. Auf dem neuen, etwa 22.000 Quadratmeter großen Areal ist das aber aus Gründen des Landschaftsschutzes nicht möglich. Deshalb soll nun geprüft werden, ob diese Halle „in Abstimmung mit dem SC Riedberg auf dem bestehenden Sportgelände westlich der Altenhöferallee errichtet werden kann“. Apropos SC Riedberg: Alex Markert, …

Wahl 2016: Das sind die Kandidaten

Der Wahl-Countdown hat begonnen. 121 Tage vor den hessischen Kommunalwahlen am 6. März steht die Mehrheit der Kandidaten für den Ortsbeirat Riedberg/ Kalbach fest. Interessant aus Sicht von mehr als 10.000 Riedbergern: Während bisher beim Stadtteil-Parlament Vertreter aus Kalbach dominierten, stehen jetzt auch immer mehr Frauen und Männer aus den Neubaugebieten zwischen Altenhöferallee und Bonifatiusbrunnen zur Wahl. Bei einer Volkspartei führt sogar ein Riedberger die Liste an. Die Fakten im Überblick: Die CDU setzt auf Ortsvorsitzende Carolin Friedrich auf Listenplatz 1. „Kaum einer verkörpert besser die beiden Stadtteile Kalbach und Riedberg als sie“, erklärt der Stadtbezirksvorsitzende Stefan Müller. Schließlich wohnt Friedrich in Kalbach, ist aber beruflich am Riedberg tätig. Auf Platz zwei folgt Ingo Warnebold (Riedberg), Platz 3 Stefan Müller (Kalbach), Platz 4 Dr. Winfried Lampe (Riedberg), Platz 5 Eva Maria Lang (Kalbach), Platz 6 Dr. Sascha Vogel (Riedberg) sowie Platz 7 Dr. Matthias Heiler (Riedberg). Auf den weiteren Plätzen folgen Thomas Schmidt, Dr. Ruth Ellger und Reinhard Tiefenbach. Die SPD hat mit Jörg Rohrmann – übrigens einstimmig – zum ersten Mal einen Riedberger an …