Kategorie: Kinder

Eltern-Kind-Treff
ist gestartet!

Mika wird nächste Woche zwei. Er findet momentan die große Kamera des Fotografen fast noch spannender als die Autos, mit denen er vorher noch so begeistert gespielt hat. Mira ist zehn Monate alt. Sie sitzt nur ein paar Schritte weiter im Hochstuhl, den Trinkbecher vor sich. Und lächelt. Aber die Augen sind nach fast drei Stunden im neuen Eltern-Kind-Treff schon ziemlich müde. Denn seit heute 10 Uhr ist die neue Einrichtung des Frankfurter Kinderschutzbundes in der Riedbergallee eröffnet. Mit einem Programm für die kleinen Gäste von Kinderschminken bis Glücksrad – und vielen Müttern und Vätern, die sich informieren wollen.


„So ein Angebot hat hier im Stadtteil noch gefehlt“, sagt Andreas, Vater von Mira (10 Monate)

Der offene Treff ist ein Angebot für Mütter und Väter, aber auch Großeltern und Tageseltern mit Kindern bis 3 Jahren. Die Eltern können sich austauschen und Gleichgesinnte in der ersten Babyphase finden, um Sorgen, Nöte und auch Freuden des Alltags zu teilen. Der von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern betreute Eltern-Kind-Treff versteht sich als soziale Anlaufstelle, in der Eltern zur Ruhe kommen können, während Kinder erste Kontakte zu anderen Kindern knüpfen können. Am Riedberg wird aber auch drei Stunden pro Tag eine pädagogische Fachkraft vor Ort sein. „Wenn also Beratungs- oder Unterstützungsbedarf besteht, können wir an die entsprechenden Angebote weitervermitteln“, erklärt Stefan Schäfer, Geschäftsführer des Frankfurter Kinderschutzbundes.

„Im neuen Stadtteil Frankfurt Riedberg wohnen viele junge Familien. Daher freuen wir uns sehr, dort auf Initiative der Crespo Foundation hin ein niedrigschwelliges Unterstützungs- und Beratungsangebot vorhalten zu können“, so Schäfer. Hinzu kommt, dass der Treff in unmittelbarer Nähe der U-Bahn-Haltestelle Campus Riedberg und auch für Mütter und Väter aus anderen Stadtteilen gut erreichbar ist.

Der Kinderschutzbund betreibt schon seit vielen Jahren den Eltern-Kind-Treff Blauer Elefant im Souterrain der Orangerie am Günthersburgpark. Wie am Günthersburgpark auch wird der neue Treff von Diplompädagogin Claudia Lukaschek geleitet. Die Idee für den Treff am Riedberg ist durch die Zusammenarbeit des Kinderschutzbundes und der Crespo Foundation im Projekt Babylotse entstanden. Dabei werden Familien rund um die Geburt in den Entbindungskliniken beraten und bei Bedarf in Angebote der Frühen Hilfen vermittelt. Die Erfahrung aus dem Projekt hat gezeigt, dass in manchen Regionen Frankfurts zusätzliche Angebote für Familien mit Babies und Kleinkindern benötigt werden.


Diese junge Mutter besucht bereits regelmäßig den Eltern-Kind-Treff des Kinderschutzbundes in Bornheim und kann „nur gutes Feedback“ geben

Was die Eltern dazu sagen? Mikas Mutter Nimo berichtet, dass sie bereits täglich den Treff des Kinderschutzbundes in Bornheim besucht, „nur gutes Feedback“ geben kann. Und dass so eine Spiel-Oase, mit der Möglichkeit sich auszutauschen und andere Eltern kennen zu lernen, schlicht „so relaxing“ ist. Miras Papa Andreas ist auch schon regelmäßig in Bornheim gewesen. Die Familie wohnt inzwischen am Riedberg. Der junge Vater ist der Meinung, dass ein solcher „zwangloser Treff“ für Eltern und Kinder hier noch gefehlt. Genauso, wie vielleicht noch ein paar Kneipen.


Anja Hohmann vom Familienzentrum Billabong und Stefan Schäfer, Geschäftsführer des Frankfurter Kinderschutzbundes, wollen auch gemeinsam „das Beste für die Familien hier erreichen“

Dann wird man wieder ernster und verweist darauf, dass die neue Einrichtung nur dank der ehrenamtlichen Helfer gemanagt und betrieben werden kann. Apropos ehrenamtliche Helfer: Auch eine erfahrene Helferin des Familienzentrums Billabong wird den Eltern-Kind-Treff unterstützen. Kontakt zwischen Kinderschutzbund und Billabong gibt es längst. „Wir sind davon überzeugt, dass wir uns gegenseitig befruchten können und so das Beste für die Familien hier erreichen“, betont Stefan Schäfer vom Kinderschutzbund. Gemeinsame Aktivitäten, eventuell Lesungen von Kinderbuch-Autoren, sind künftig auch möglich.

Eltern-Kind-Treff Riedberg
Riedbergallee 15
(Haltestelle U8/U9 Uni Campus Riedberg)
Öffnungszeiten Mo.-Fr. von 9.30 bis 13 Uhr

Das Angebot ist kostenlos.


Freuen sich schon auf viele Mütter, Väter und Kinder: Claudia Lukaschek, Leiterin des Eltern-Kind-Treffs, und eine „Babylotsin“ des Frankfurter Kinderschutzbundes

(Text & Fotos: cd)

Kleiderspenden für
traumatisierte Kinder

Diese Spende hilft garantiert! Noch bis einschließlich Freitag sammelt der Frankfurter Kinderschutzbund Kleiderspenden, die am 18. März von 10 bis 17 Uhr bei einem Benefiz-Basar im Ballsaal des Frankfurt City Centre Hotels (Hochstraße 4) verkauft werden. Der Erlös geht an die Beratungsstelle für gewalttraumatisierte Kinder und Jugendliche.

Und so können Sie helfen: Beim 17. Frankfurter Hilton-Bazar werden gut erhaltene Damen-, Herren- und Kindermode, Schuhe, Taschen, Accessoires und Modeschmuck verkauft. Die Sammelstelle für die nördlichen Stadtteile befindet sich in der Geschäftsstelle des Sozialwerk Main Taunus e. V., Heddernheimer Landstr. 144 (Innenhof). Sammeltermine: Montag bis Freitag von 9.30 bis 15 Uhr. Letzter Abgabetermin ist der 10. März. Außerhalb dieser Zeit kann man einen Abgabetermin vereinbaren unter der Telefonnummer 069/958 225-30. Weitere Informationen unter www.kinderschutzbund-frankfurt.de

(Informationen: Kinderschutzbund Frankfurt)

Frankfurt sucht den
neuen Timo Boll

Nicht selten werden aus „mini“-Meistern im Tischtennis später Nationalspieler. Einen Spieler wie Rekord-Europameister Timo Boll zu finden, ist aber nicht die Hauptsache. Es geht am nächsten Sonntag vor allem um den Spaß am schnellen Spiel. Denn am 12. März ab 9.30 Uhr wird in der Sporthalle des Gymnasium Riedberg in der Friedrich-Dessauer-Straße 2 der Frankfurter Kreisentscheid der so genannten „mini-Meisterschaften“ 2016/2017 in sechs Altersklassen ausgespielt.

Der Name mag „klein“ klingen, ist aber in Wirklichkeit groß, denn die mini-Meisterschaften sind die erfolgreichste Nachwuchs-Werbeaktion im deutschen Sport. Seit 1983 haben knapp 1,4 Millionen Kinder in Deutschland daran teilgenommen. Bundesweit wird die Aktion unter anderem von der Tischtennisfirma DONIC unterstützt. Mitmachen bei den mini-Meisterschaften durften bei vorhergehenden Ortsentscheiden alle sport- und tischtennis-begeisterten Kinder im Alter bis zwölf Jahre, mit einer Einschränkung: Die Mädchen und Jungen durften noch keine Spielberechtigung eines Mitgliedsverbandes des DTTB besessen haben oder beantragt haben. Im Klartext: Auch wer bislang noch nie einen Schläger in der Hand hatte, aber gerne einmal erste Erfahrungen mit dem schnellsten Ballsport der Welt sammeln mochte, war herzlich eingeladen mitzuspielen.

Nun spielen die Besten der ersten Runde um die „Stadtmeisterschaft“, unter der Regie des mini-Beauftragen Klaus Deigert und des Vorstandsmitglieds Wieland Speer. Organisiert wird die Veranstaltung vom Riedberger SV.

Die jeweils vier Besten jeder Altersklasse qualifizieren sich dann für den Bezirksentscheid am 22. April in Offenbach. Danach folgen für die Besten die Endrunden des Hessischen TT-Verbands (HTTV). Wer zehn Jahre alt ist oder jünger, dem winkt die Teilnahme am Bundesfinale 2017. Eine tolle Auszeichnung: Die Besten dieser „minis“ werden zu den Tischtennis-Weltmeisterschaft am 29. Mai 2017 in Düsseldorf eingeladen.

Die wichtigsten Infos für Sonntag: Ab 9 Uhr können die ersten Kinder zum Training kommen. Meldeschluss für die Altersklasse II (Jahrgang 2006/2007) ist 9.30 Uhr, für die Altersklasse I (Jg.: 2004/2005) dann 11.30 Uhr und für die Altersklasse III (Jg.: 2008 und jünger) erst 13:00 Uhr. Interessenten und freiwillige Helfer können sich auch direkt an Tischtennis-Trainer Wieland Speer unter wiespeer@gmail.com wenden.

Graffiti im Park
sind entfernt!

Die Graffiti am beliebten „Drehscheiben-Spielplatz“ im Kätcheslachpark sind schon vor Wochen Eltern, Spaziergängern und Joggern aufgefallen (MAINRiedberg berichtete). Es schmerzte, dass es „so etwas jetzt auch bei uns gibt“. Die Rutsche war mit Graffiti beschmiert, einige große Steinstufen am Spielplatz ebenso plus die Brücke, die über den Kätcheslachbach führt. Jetzt wurden die Schmierereien entfernt, vom Grünflächenamt am Spielplatz, vom Hochbauamt an der Brücke, da dort auch die Widerlager betroffen waren.


Diese Schmierereien waren an der Rutsche und auf den Steinstufen (im Hintergrund)

Laut Experten lässt sich das Problem am besten dadurch in den Griff bekommen, dass die Graffiti möglichst schnell wieder beseitigt werden. Auch Anwohner und Ortspolitiker hatten dringend darum gebeten, aber teils zu bedenken gegeben, dass dieses Geld „besser für den Bau und Renovierung von Spielplätzen angelegt worden wäre“. Jetzt ist wieder alles frei von Farbe und bereit für tolle Spielstunden. Eine Mutter sagte gestern: „Hoffentlich bleibt das so.“


Und die Brücke…


…sieht jetzt auch wieder so aus

(Fotos: cd)

Eltern-Kind-Treff
startet im März

Noch arbeiten hinter den großen Fenstern in der Riedbergallee 15 die Handwerker. Bald aber wird nur wenige Schritte vom Riedberg-Zentrum und der U-Bahn-Haltestelle Campus Riedberg entfernt ein wichtiges Angebot für Mütter und Väter mit kleinen Kindern geschaffen: Der Kinderschutzbund Frankfurt plant einen offenen Eltern-Kind-Treff. Auch die Möglichkeit von Gesprächen mit Pädagogen und Beratungs-Angebote wird es dort geben. „Wir werden voraussichtlich im März eröffnen“, erklärt Projektleiterin Claudia Lukaschek im Gespräch mit MAINRiedberg.

Ein Ort der Begegnung, die Möglichkeit für Austausch und Gespräche, während die Babies und Kleinkinder spielen, betreut werden oder einfach erst mal die Welt außerhalb von ihrem Zuhause bestaunen und erkunden – all das möchte der Treff im Erdgeschoss des Wohn- und Geschäftshauses sein. „Die Crespo Foundation stellt uns die Fläche zur Verfügung. Dafür sind wir sehr dankbar“, betont Geschäftsführer Stefan Schäfer.

Der Kinderschutzbund arbeitet mit der gemeinnützigen Stiftung bereits erfolgreich beim Projekt „Babylotse“ zusammen, wo Fachkräfte, also Sozialpädagoginnen und Sozialarbeiterinnen, Rat suchenden Frankfurter Eltern zur Seite stehen. Auch das Angebot am Riedberg wird ergänzt durch Informationen rund um die Themen Gesundheit, Ernährung und Erziehung.

Hier ist jeder willkommen

„Zu uns kann man man auch gerne kommen und sagen: Mensch, ist das anstrengend!“, sagt Claudia Lukaschek. Nach der Geburt eines Kindes ändert sich das ganze Leben. Babies beanspruchen Mütter und Väter Tag und Nacht. Das bedeutet Stress und oft auch Überforderung. Manchmal kommen noch persönliche Probleme hinzu. Der neue Eltern-Kind-Treff wird Montag bis Freitag von 9.30 bis 13 Uhr geöffnet sein und will „Netzwerke bieten, die entlasten“. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Tür steht offen. Dazu gibt es Kleinigkeiten von Brezeln bis Kaffee und Wasser, wobei um eine kleine „Spende“ gebeten wird. Denn auch der Treff ist nur dank Stiftungen möglich.


Projektleiterin Claudia Lukaschek möchte den Eltern-Kind-Treff zu einem „Ort der Begegnung“ machen.

Einen Eltern-Kind-Treff des Kinderschutzbundes gibt es bereits am Günthersburgpark. Warum öffnet ein weiterer gerade am Riedberg? „Es gibt hier Bedarf für eine solche Einrichtung“, betont man beim Kinderschutzbund. Dabei denken die Verantwortlichen nicht nur an die mehr als 700 Kinder unter drei Jahren in Frankfurts jüngstem und größtem Neubaugebiet, sondern auch an den stetig wachsenden Norden der Stadt. An den Uni-Campus nebenan und an die Mütter und Väter, die diesen Eltern-Kind-Treff schnell und leicht per U-Bahn erreichen können. Von Heddernheim, Kalbach, Bonames bis Nieder-Eschbach.

Wer möchte sich engagieren?

Im bereits etablierten Treff am Günthersburgpark hat es sich bewährt, dass sich Mütter oder auch Senioren mit einbringen. „Das kommt sehr gut an, gerade in einer Stadt, wo die familiäre Anbindung oft fehlt“, sagt Claudia Lukaschek. Deshalb würde sich der Kinderschutzbund freuen, wenn ältere Riedberger an den Vormittagen mithelfen würden. Wenn sich auch ein bis zwei Männer engagieren würden, sozusagen als Hobby-Opa oder Opa-Ersatz, „das wäre ein Traum“.

Weitere Informationen unter www.kinderschutzbund-frankfurt.de

Ehrenamtlich Interessierte können sich gerne direkt an die Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes unter dksb@kinderschutzbund-frankfurt.de wenden


Hier wird der neue Eltern-Kind-Treff voraussichtlich im März eröffnen.

(Fotos: cicisbeo/ cd (2)

Schüler-Kunst für Kita-Kinder

Wie ist es, ein „kleiner“ Mensch zu sein? Was hat uns denn am meisten fasziniert, als wir noch Kita-Kinder waren? Für Dilan Acar (16) und Hannah Friedrich (15), Schülerinnen des Gymnasiums Riedberg, waren diese Fragen schnell beantwortet. Zoo, Zirkus, Tiere, also Löwen, Kamele, Seiltänzer, Magier und Clowns – „das war damals einfach toll“. Und genau deshalb haben sie mit einer weiteren Mitschülerin damit begonnen, Schablonen zu basteln und per Graffiti eine bunte Zirkus-Wunderwelt auf Panele zu zaubern.

Andere Jugendliche der 9. Klassen, die ebenfalls den Wahlunterricht „Kulturelle Praxis“ bei Kunstlehrerin Maren Flößer besuchen, erschufen in den vergangenen Monaten mit viel Akribie und Liebe zum Detail eine Unterwasser-Welt, eine fantastische Monster-Galaxy, Himmelswelten, einen Spielplatz und ein Wasserschloss plus Wüste. Sie alle entwickelten in einem Wettbewerb Gestaltungsideen für den Eingangsbereich einer neuen Kindertagesstätte im Quartier Westflügel. Vom Ergebnis der Arbeiten waren die Jury-Mitglieder um Lehrerin Flößer, die bisherige Riedberger Kinderbeauftragte Manuela Roll plus Vertreter von Stadtschulamt und Hessenagentur so begeistert, dass einer der Juroren bei der Vorstellung der Arbeiten sogar – wirklich nur augenzwinkernd – formulierte: „Selten habe ich Kunst so billig eingekauft.“

Ausstellung im Infobüro Riedberg

Es ist eine wunderbare, kleine Ausstellung geworden, die ab sofort und auch noch in den nächsten Wochen im Infobüro im Riedberg-Zentrum zu sehen ist. Neben dem Siegerentwurf, der „Zirkusmanege“ von Dilan, Hannah und Mitschülerin Dena, sind sechs weitere Arbeiten von Schülergruppen ausgestellt. Die Siegerinnen bekamen für ihren Entwurf einen 300-Euro-Gutschein für Kunstmaterialien überreicht, jeweils 100 Euro gab es für die anderen Arbeiten, ebenfalls für Kunstbedarf.

Was die Preisverleihung allerdings so besonders macht, ist Folgendes: Die kunterbunte Zirkusmanege wird demnächst eine rund 50 Quadratmeter große Fläche im Eingangsbereich der neuen Kita Westflügel füllen. Die zweite Kindertagesstätte im siebten und letzten Riedberg-Quartier soll im September 2016 eröffnet werden. Dann wird auch der Siegerentwurf maßstabsgetreu realisiert und angebracht. Rainer Völker vom Büro WerkStadt Architekteken + Stadtplaner aus Darmstadt skizzierte am Donnerstag die Pläne für den Bau in der Mart-Stam-Straße und erklärte: „Wir hätten diese große Front im Eingangsbereich auch mit Holzpanelen oder farbigen Panelen füllen können, aber so richtig zufrieden waren wir damit nicht.“ Die Idee der langjährigen Kinderbeauftragten, einen Schülerwettbewerb dafür auszuloben, gefiel auch den Planern sofort. Wilfried Körner von der HA Stadtentwicklungsgesellschaft mbH fügte hinzu: „Das stärkt auch die Identifikation mit dem Stadtteil. Da freut man sich auch noch in 20 Jahren drüber.“

MAINRiedberg möchte Sie jetzt auf einen kurzen Rundgang durch die Ausstellung mitnehmen. Haben Sie Lust?

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Zirkusmanege (Siegerentwurf)

„Als wir erfahren haben, dass es sich um die Gestaltung eines Kindergartens handelt, überlegten wir, was wir gerne in dem Alter gemacht haben. Einer unserer ersten Einfälle waren Zoo oder Zirkus, aufgrund der Tiere. Als wir uns für den Zirkus entschieden hatten, wollten wir zuerst eine Zirkusmanege mit Tieren zeichnen. Da uns das Zeichnen nicht so ganz liegt, kamen wir auf die Idee, es weniger detailreich darzustellen. Letztendlich entschieden wir uns für Graffiti und probierten es mit schon fertigen Schablonen aus. Das gefiel uns so gut, dass wir unsere eigenen Schablonen entworfen haben.“

Dena Zandnia, Dilan Acar und Hannah Friedrich/ Klasse 9a

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Aqua World – Wasserwelt

Joseph, Julen, Pia, Lorena, Jonathan, Viola berichten:

„Wir haben uns überlegt, Planeten zu zeichnen und für jeden Planeten, einen eigenen Kontinent zu nehmen. Auf diese Idee kamen wir durch die vielen Kulturen am Riedberg.“

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Monster Galaxy – Gruselige Monster zum Liebhaben

Dario, Jannik und Emre berichten:

„Unsere Idee war, den Kindern eine Welt voller außergewöhnlicher und fantasievoller Wesen zu gestalten.“

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Playground – Spielplatz

Hendrik und Max erklären:

„Die Hauptidee hinter unserem Projekt war, dass wir mit unserem Bild auf die Kinder direkt eingegangen sind, indem wir sie in das Bild eingebunden haben.“

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Himmelswelten

Astrid Pittschmann erklärt:

„Dieser Entwurf entstand durch einen Zufall. Ursprünglich war ein Übergang von Welt zu Welt geplant, allerdings wurde daraus, beflügelt wie man manchmal ist, etwas Anderes.“

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Welten zwischen Wüste und Wasser

Antonia Holz & Naomi Paschek erzählen:

„Unsere Anfangsidee war eine Art Weltenreise, die sowohl durch eine Wüstenlandschaft, eine Wasserwelt, als auch eine Himmelswelt führen sollte.“

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Verkehrte Welt

Julian Wagner, Selin Taibbi, Paula Goy und Yannick Mäder berichten:

„Unser Bild sollte die normalen Dinge verändern und etwas mit Tieren zu tun haben. Deshalb haben wir Tiere an Stellen platziert, an denen man sie normalerweise nicht findet: etwa das apfelessende Krokodil auf dem Baum, Tiger und Löwe auf dem Floß und die Giraffe, die am Sandstrand im Wasser planscht.“

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Ausstellung im Infobüro Riedberg: Die Arbeiten der Schüler sind ab sofort während der Öffnungszeiten des Riedbergzentrums zu sehen.

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Herzlichen Glückwunsch! Diese Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen des Gymnasiums Riedberg nahmen an dem Wettbewerb zur Kita-Gestaltung teil. Links mit im Bild ist auch Kunstlehrerin Maren Flößer.

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(Text & Fotos/ Repros: cd)

Voller Einsatz für die Kinder

Kinder an die Macht! Das singt nicht nur der Liedermacher Herbert Grönemeyer. Klar und deutlich steht im Grundgesetz: Kinder haben Rechte. Dafür setzt sich das Frankfurter Kinderbüro schon seit 1991 ein. Aktuell mit der Kampagne „Stark durch Erziehung“, mit einer Plakataktion und Aufklärung über das Recht auf gewaltfreie Erziehung. Es finden immer wieder auch Kinder-Anhörungen in den Stadtteilen statt. Zu Problemen und Wünschen, von Spielplatz-Planung bis zu Skate-Arealen und Turnhallen. Das Kinderbüro arbeitet zudem eng mit den 41 Kinderbeauftragten der Stadtteile zusammen. In den vergangenen fünf Jahren hatte dieses Ehrenamt für den Riedberg Manuela Roll inne. Der/ die neue Kinderbeauftragte wird bei der Sitzung des Ortsbeirats 12 an diesem Freitag bestimmt. Und schließlich vom Magistrat berufen. Was aber kann eine „Kinderbeauftragte“ bewegen?

Am Riedberg wohnen viel mehr Kinder und Jugendliche als in anderen, vergleichbar großen Stadtteilen. Es gibt einen Sportplatz (der zweite wird derzeit durch Feldhamster-Vorkommen verhindert) und tolle, neue Spielplätze – aber bislang wenige Highlights für ältere Kids. Manuela Roll, die mit ihren beiden Kindern „die gesamte Karriere von Kita, Grundschule bis Gymnasium durchlaufen“ hat, spricht davon, dass sie gemeinsam mit Kindern, Schulen und Leitern verschiedener Einrichtungen versucht hat, den Riedberg bunter, vielfältiger und noch kindgerechter zu machen. So entstanden in den vergangenen Jahren hier unter anderem der erste Kinderwanderweg Frankfurts, eine Kletterwand in der Turnhalle des Gymnasiums, ein Spielplatz mit Keith-Haring-Motiven und demnächst eine Farbwand für die Kita Westflügel, die von Schülern des Gymnasiums entworfen wurde. Groß ist die Vorfreude schon auf den Piraten-Spielplatz im neuen Teil des Kätcheslachparks. Auch dort gestalteten die Kinder mit.

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Kunstaktion von Kindern für Kinder: Dieser Spielplatz am Johann-Beyer-Weg wurde von Schülern des Gymnasiums 2014 mit viel Farbe und Motiven von Keith Haring verschönert. Initiiert wurde das Projekt von der Kinderbeauftragten Manuela Roll, unterstützt von Grünflächenamt und Hessenagentur. (Foto: riedberg.de)

Manuela Roll erklärt, dass sie sich jetzt persönlichen Zielen „wie meiner Dissertation, meinem freiberuflichen Engagement und meiner künstlerischen Tätigkeit“ widmen möchte. Sie wird nicht mehr antreten. Der Ortsbeirat wird heute über einen engagierten Riedberger beraten, auf den sich CDU und Grüne bereits verständigt haben sollen. Über die Pläne und Ziele des neuen Kinderbeauftragten wird MAINRiedberg baldmöglichst berichten.

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Mit Postkarten und Plakaten setzt sich das Frankfurter Kinderbüro aktuell für das Recht auf gewaltfreie Erziehung ein (Foto: Kinderbüro)

Und hier noch ein kurzer Hinweis zur neuen Plakataktion des Frankfurter Kinderbüros: Jedes Plakat zeigt ein Portraitbild eines Kindes mit einem QR-Code über dem Mund. Durch das Scannen des QR-Codes mit Smartphone & Co wird man zu Videonachrichten zum Thema ‚Erziehungsweisheiten‘ geführt. Diese Plakate können „sprechen“ – zum Wohl unserer Kinder!

(Symbolfoto: drubig-photo/ Fotolia)

Diese Kinder sind Gewinner

Clara greift nach Sophies Hand. Die beiden Mädchen sitzen im Rollstuhl. Auch die anderen Kinder, die zur Ballett-Gruppe von Dr. Thom Hecht gehören, hören aufmerksam zu. Sie sind zwischen drei und sieben Jahren alt und nur wenige Meter von der großen Bühne entfernt. Ein Mann hat sich zu ihnen gesetzt, erklärt, dass hier gleich ein Preis verliehen wird und sie auf diese Bühne dürfen. Um zu zeigen, was sie können. Er sagt: „Ich will, dass ihr Spaß habt, ich will aber nicht, dass ihr diese Treppe runterfallt.“ Dann fügt er hinzu: „Bitte passt auf! Ich wünsche euch eine tolle Show.“

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Vorbesprechung ….

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…vor dem Auftritt auf der großen Bühne

Später, auf der Bühne, werden sie wie ein Vogel fliegen. Mit ausgebreiteten Armen. Jedes Kind, wie es kann und möchte. Den Blick auf Thom Hecht gerichtet, bewusst oder unbewusst im Takt der Musik. Eines der Kinder hat ein Down-Syndrom. Auch andere haben wie erwähnt ein Handicap, aber längst nicht alle. Das Projekt gehört zu drei ausgewählten Wettbewerbsbeiträgen zum Thema Inklusion, die der Paritätische Wohlfahrtsverband bei einer Fachtagung in Frankfurt prämiert.

„Jedes Kind fühlt sich als Teil der Gruppe. Man spürt diese Verbundenheit. Die Kinder fühlen sich wohl. Sie wissen, hier kann ihnen nichts passieren“, sagt Tanzpädagoge Thom Hecht bei einem Vorgespräch im Familienzentrum Billabong e. V. Er lädt MAINRiedberg zu einer Ballettstunde ein, natürlich mit dem Einverständnis der Eltern.

Ein Junge würde am liebsten noch den Kuschel-Hund mitnehmen. Nur ganz am Anfang. Dann wird das Hündchen draußen warten. Ein Mädchen bleibt noch ein paar Minuten abseits, die Knie fest umklammert, bis es sich zu den anderen in den Kreis wagt. Thom wählt die Worte mit Bedacht. Er spricht nicht von „Aufstehen“ oder „Hinsetzen“ und macht Mut. Auch ein Kind mit einer geistigen und körperlichen Behinderung kann davon träumen, eine Fee zu sein. Die Hände weit nach oben strecken, während die anderen hochspringen. Und lächeln, wenn es angeschoben wird, wenn sie alle einen Zug spielen, der zur Musik durch den Multifunktionsraum des Jugendhauses rattert.

Thom Hecht (42) beschäftigte sich bereits vor und während seiner Promotion in den USA intensiv mit Women’s Studies. Mit Geschlechterrollen, Minderheiten, den Bedürfnissen von Menschen mit und ohne Behinderung. Sein Ziel ist es, „Ballett und Tanz für alle zugänglich zu machen“. Vom Inklusions-Ballett „Dance Inc“, einem vermutlich einmaligen Angebot im Frankfurter Raum, bis zum Ballett für gebrechliche und demenzkranke Senioren. Derzeit unterrichtet er Frauen, übrigens auch Männer und Kinder von „2 ½ bis 96 Jahren“. 14 Damen werden im Herbst sogar zu einer Prüfung nach New York fliegen, zum American Ballet Theatre. Die Vorbereitungen für diese Prüfung für den zweiten von acht international anerkannten Leveln sind bereits gestartet.

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Eine Preisverleihung macht richtig Spaß…

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…und auch hungrig!

Am vergangenen Dienstag aber standen Clara, Elina, Emma, Hannah, Lara, Lilo, Luca, Raphael und Sophie im Mittelpunkt. Kurz vor 17 Uhr hatte das Publikum entschieden. Das Ballett-Projekt von Thom Hecht und Billabong gewann den zweiten Preis. Ein inklusives Waldarbeits-Projekt im Naturpark Kellerwald-Edersee belegte Platz drei, die Integrations-Initiative des fib e. V. in Marburg siegte. Auch die Riedberger Ballett-Kinder durften zum Gewinner-Foto auf die Bühne. Sie winkten noch etwas scheu in die Kameras der beiden Fotografen.

Zum Abschied streckte Clara die Hand nach Sophie aus, bis sie trotz Rollstuhl irgendwie ihre Wange erreichte. Manchmal, so erzählen Eltern, geben sich die Mädchen der Gruppe nach der Ballettstunde auch Küsschen. Die Jungs, die zugegebenermaßen lieber mit dem Gymnastikreifen „Auto fahren“ als ruhig zu sitzen und sanft mit der Armen mit dem „Fliegenden Teppich“ zu schweben – auch sie hüpfen begeistert raus. Einer übt sogar zuhause manchmal tanzen.

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Das Siegerfoto mit Anja Hohmann (Mitte), Julia Jung (links unten im Bild) und Dr. Thom Hecht (rechts) vom Familienzentrum Billabong und allen Gewinnern

Weitere Informationen zu Ballett am Riedberg finden Sie ab sofort auf der neuen Facebook-Seite des Thom Hecht Ballettförderzentrums

https://www.facebook.com/ThomHechtBallett

Hier gibt es auch einen Link zum Kurzfilm der Riedberger Produktionsfirma treibholzfilm über „Dance Inc.“.

(Text/ Fotos: cd)

Warum bisher NICHTS geschah

Am Montag ist ein Mädchen auf dem Zebrastreifen vor der neuen Grundschule verunglückt. Mit einer Ampel wäre es wohl nie zu dem Unfall gekommen – davon sind Eltern und Elternbeirat überzeugt. Schon seit der Eröffnung der Marie-Curie-Schule hatten sie ein besseres Verkehrskonzept und mehr Sicherheit für die Kinder gefordert. Im März 2015 fand sogar eine „Schulwegsicherheitsbegehung“ mit Ortsbeiräten, den zuständigen Ämtern, Stadtpolizei und Elternvertretern statt. Passiert ist – nichts.

Warum? Zu den Fakten gehört, dass manche Initiative schon im Ortsbeirat verpuffte. Die Parteien blockierten sich gegenseitig. Einen Monat nach dem Termin vor der Schule hatte die SPD im Ortsbeirat einen Antrag gestellt, (trotz der von den Eltern geforderten zwei Ampeln) vorrangig eine Drück-Ampel plus Mittelinsel zu errichten und zwar an dem Überweg direkt vor der Schule. CDU, die Mehrheit der Grünen, Freie Wähler und Linke hatten den Antrag abgelehnt – weil sie „keine neue Entscheidung ohne Elternvertretung und Schulleitung“ treffen wollten. Und die Diskussion drehte sich ohne Ergebnis weiter im Kreis.

Jetzt ist ein zehnjähriges Mädchen von einem Auto erfasst und verletzt worden. Zum großen Glück nicht schwer, wie Elternvertreter inzwischen erfahren haben. Es ist Wahlkampf, heute Abend ist die letzte Sitzung dieser Legislaturperiode. Jetzt gibt es (plötzlich) einen Ampel-Eilantrag. Auch Ortsvorsteherin Carolin Friedrich (CDU) erklärt nun: „Ich kann mir Tempo 30 in der Graf-von-Stauffenberg-Allee gut vorstellen und auch eine Ampelanlage.“

Die Sitzung findet um 19 Uhr in der alten Turnhalle am Grubweg in Kalbach statt. Die Elternvertreter der Marie-Curie-Schule appellieren an Mütter und Väter am Riedberg: „Bitte unterstützen Sie uns!“

(Text: cd/ Foto: Marco2811)

Muss erst etwas passieren?

Lesen Sie den bewegenden Brief von Unfallzeugin Viktoria Fiorenza-Heuer:

„Muss denn erst etwas passieren? Scheinbar ja!

Leider musste ich am gestrigen Nachmittag Zeugin eines Verkehrsunfalls in unmittelbarer Nähe der Marie-Curie-Grundschule werden. Ein zehnjähriges Mädchen wurde auf dem Zebrastreifen von einem mir vorausfahrendem Auto erfasst. Das Mädchen wurde verletzt und kam in die Unfallklinik. Noch am Unfallort konnte ich Kontakt zum Vater des Mädchens aufnehmen, um ihn über den Vorfall zu informieren. Solch einen Anruf möchte man niemals bekommen. Leider habe ich bis dato keine näheren Informationen über den Zustand des Mädchens. Ich hoffe inständig, dass es keine schweren, inneren Verletzungen davongetragen hat und es wieder vollständig gesund wird.

Seit der Eröffnung der Grundschule im Herbst 2014 fürchte ich mich genau davor. Immer wieder hat man solch ein Szenario vor Augen. Die sehr breite Straße verleitet leider die meisten Verkehrsteilnehmer zum viel zu schnellen Fahren. Unter den Rasern sind nicht selten große LKWs oder der Linienbus, welche einem noch größere Angst bereiten.

Es erklärt sich mir nicht, warum man nicht ALLES Mögliche zur Verhinderung eines solchen Unfalls tut. Es muss etwas passieren. An der benannten Stelle in Höhe des Lehrerparkplatzes und der neu hinzugekommenen Bushaltestelle ist eine Ampelanlage unumgänglich. Eine Ampelanlage hätte diesen Unfall verhindert! Jeder, der dem nicht zustimmt, nimmt einen weiteren Unfall billigend in Kauf. Die komplette Graf-von-Stauffenberg-Allee muss eine Tempo-30-Zone werden und mindestens in Höhe der Grundschule müssen die Verkehrsteilnehmer zum langsamen Fahren gezwungen werden. Sei es z.B. durch eine Fahrbahnverengung oder einen Mittelstreifen, wie es ihn bei der Grundschule 1 gibt.“