Kategorie: Kinder

Kickoff-Party für die Kinderbuch-Messe

Jetzt beginnt der Endspurt für den Kinderbuchpreis „Kalbacher Klapperschlange 2017“, an dem auch viele Kinder aus den Riedberger Schulen mitmachen. Denn im Gegensatz zu anderen Buchpreisen sind hier die Kinder die „Chef-Kritiker“ und nur diese Bücher haben die Chance auf einen Preis, die auch den Mädchen und Jungen bis einschließlich der 7. Klassen gefallen. Am 5. Oktober ist Abgabeschluss für die Bewertungen, die online gegeben werden (was für so manche jüngere Juroren übrigens „ziemlich cool“ ist). Nur wer mindestens fünf Bücher bewertet, kann dann auch über die besten Bücher entscheiden.

Die Preisträger werden traditionell in wenigen Wochen bei einer Kinderbuchmesse bekannt gegeben, an der es auch eine große Auswahl an Kinder- Jugend-, Sach- und Bilderbüchern gibt. Nächste Woche ist aber bereits Kickoff-Party für die Messe. Wie im letzten Jahr möchte der Kinderverein Kalbach e. V. das Ganze gemeinsam beginnen:

bei einer Feier am Mittwoch, den 4. Oktober, um 19 Uhr
im Kinder- und Jugendhaus Kalbach, Am Brunnengarten 19

Christine Matthias vom Kinderverein schreibt: „Wir möchten mit allen langjährigen und vielen neuen Helferinnen und Helfern die heiße Phase vor der Buchmesse einläuten. Dazu laden wir alle ein, die mitmachen wollen, neue Ideen haben oder einfach mal sehen möchten, was das für Leute sind, die das organisieren.“

Im November gibt es dann die Buchmesse mit einer Autorenlesung, Musik für die Kinder, plus reichlich zum Essen, Trinken und Naschen und vieles mehr. Die gesamte Organisation erfolgt ehrenamtlich, die Erlöse kommen der Arbeit für Kinder im Stadtteil zugute. Über „jede Verstärkung im Team“ freuen sich die Initiatoren natürlich immer. Weitere Informationen unter www.kinderverein-kalbach.de

(Fotos: Kalbacher Klapperschlange)

Uni-Vorlesungen für
neugierige Kinder

In der nächsten Woche von Dienstag bis Freitag lädt die Goethe-Universität zur 15. Frankfurter Kinder-Uni auf dem Campus Westend ein – nachmittags übrigens ohne Anmeldung für alle Kinder von 8 bis 12 Jahren. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erklären in vier verschiedenen Vorlesungen ihr Forschungsgebiet auf anschauliche und unterhaltsame Weise. Ziel ist es, auf Wissenschaft neugierig zu machen und Kindern einen Eindruck vom Uni-Leben zu vermitteln.

Die Frankfurter Dr. Marschner Stiftung, deren großzügige Unterstützung seit 2015 die Weiterführung der Frankfurter Kinder-Uni ermöglicht, gab heute bekannt, eine weitere Förderung für mehrere Jahre wohlwollend prüfen zu wollen. „Ich bin davon begeistert, dass es bei der Kinder-Uni gelingt, Frankfurter Schülerinnen und Schülern aller Bildungsschichten einen ersten Kontakt mit der Universität zu ermöglichen“, so Peter Gatzemeier, Vorstand der Dr. Marschner Stiftung.

Es gibt ein Kinder-Uni-Shirt und ein tolles Programm

Neu in diesem Jahr ist das Design der Kinder-Uni-T-Shirts in den Farben orange, grün und blau mit einem zeitlosen neuen Kinder-Uni-Logo. In diesem Design wird es auch Kinder-Uni-Tassen geben.

Zum Auftakt der Kinder-Uni am Dienstag (12. September) um 9 Uhr wird das Rumpelstilzchen aus dem Märchen der Gebrüder Grimm vor Gericht gestellt. Dafür, dass es der Müllerstochter beim Goldspinnen hilft, verlangt es deren erstes Kind. „Darf es das?“, fragen der Jura-Professor Matthias Jahn und sein studentisches Team in der Vorlesung „Ach, wie gut, dass niemand weiß…“. Bei der Urteilsfindung haben die Kinder im Hörsaal ein gewichtiges Wörtchen mitzureden.

In Filmen wie „Star Wars“ greifen Regisseure tief in die Trickkiste, aber: „Funktionieren eigentlich Laserschwerter?“, fragt der Physiker Dr. Sascha Vogel in seiner Vorlesung am Mittwoch (13. September). Er nimmt mit den Kindern eine Reihe von Hollywood-Filmen unter die Lupe, so dass sie am Ende wissen, was physikalisch möglich ist und was nicht. Diese Vorlesung besucht auch Oberbürgermeister Peter Feldmann. Im Anschluss setzt er seine bereits zur Tradition gewordenen Gespräche mit vier ausgewählten Schulklassen fort.

Am Donnerstag (14. September) geht es um „Mord im Bienenvolk“. Prof. Bernd Grünewald, Direktor des Instituts für Bienenkunde, erklärt beispielsweise, warum eine frisch geschlüpfte Bienenkönigin ihre noch in den Waben schlafenden Schwestern vergiftet. Mit von der Partie sind echte Bienen, die gut sichtbar, aber unter Verschluss gehalten werden.

Wie man mit Röntgenstrahlen und Infrarotlicht den niederländischen Malern des 15. und 16. Jahrhunderts nachträglich über die Schulter schauen kann, erklärt Prof. Jochen Sander, Professor für Kunstgeschichte und stellvertretender Direktor des Städel Museums in seiner Vorlesung am Freitag (15. September). Die Kinder erfahren, wie Künstler beim Malen vorgegangen sind und entdecken so Manches, was unter der Farbe versteckt ist.

Mehr als 10.000 Kinder erwartet

Die Organisatorinnen rechnen in diesem Jahr mit mehr als 10.500 Kindern. Die beiden Vormittagsvorlesungen (jeweils 9:30 Uhr und 11:00 Uhr) sind nur für Schulklassen reserviert und komplett ausgebucht: Mehr als 300 Klassen aus dem gesamten südhessischen Raum werden an den acht Vormittagsvorlesungen teilnehmen, weitere 62 Klassen konnten leider nicht berücksichtigt werden.

Nachmittags um 16 Uhr sind alle Kinder von 8 bis 12 Jahren in Begleitung Erwachsener ohne Anmeldung eingeladen. Für Kinder, die keine Möglichkeit haben, die Kinder-Uni zu besuchen, gibt es einen Live-Stream (http://live.uni-frankfurt.de). Die Aufzeichnungen können auch im Nachhinein im Internet angeschaut werden, dort finden sich auch Aufzeichnungen aller Kinder-Uni-Vorlesungen seit 2011 (http://www.rz.uni-frankfurt.de/68128012/Kinderuni).

Nach beiden Vorlesungen können die Schülerinnen und Schüler sich in der Mensa, den Cafeterien des Studentenwerks oder im Bistrorante „Sturm und Drang“ im Erdgeschoss des Hörsaalgebäudes stärken. In den Betrieben des Studentenwerks bekommen sie gegen Vorlage ihres „Studentenausweises“ für 3 Euro ein Kinder-Menü oder einen Snack und ein Getränk.

Kinderleicht? Das Quiz zur Vorlesung

Auch in diesem Jahr gibt es zu jeder Vorlesung ein Quiz. Unter den Teilnehmern, die das Richtige angekreuzt haben, werden Buchpreise verlost. Auf der Homepage der Kinder-Uni (www.kinderuni.uni-frankfurt.de) sind die Quizfragen und später die richtigen Antworten einsehbar. Besonders eifrige Besucher der Kinder-Uni, die an mindestens drei Vorlesungen teilgenommen haben, können bei einer weiteren Verlosung mitmachen. Zu gewinnen sind Sach– und Hörbücher, sowie Kinder-Uni-T-Shirts.

(Logo und Informationen: Pressestelle Goethe-Universität)

Gibt es bald
mehr Schüler
als Schulen?

In den nächsten fünf Jahren werden die Schülerzahlen in Frankfurt um weitere 9000 Mädchen und Jungen in allen Jahrgängen steigen – aber schon jetzt fehlen Schulplätze. Auch in unserem Stadtteil gibt es Engpässe. Trotz innovativer Neubauten und Konzepte sowie der Eröffnung der Integrierten Gesamtschule (iGS) im Quartier Westflügel zum Schuljahresbeginn. Im Bildungsdezernat spricht man von Interimslösungen und im Falle der neuen Gesamtschule von der „Option einer Erweiterung“ um eine Oberstufe. Ortspolitiker fordern rasches Handeln. Denn die Grundschulen besuchen bereits deutlich mehr Schüler als erwartet und die nächste Schüler-Generation drängt aus den Kindergärten, die nicht mehr alle Kinder aufnehmen können. Hier die fünf Schulen am Riedberg im Überblick:

Grundschule Riedberg
Zur Kalbacher Höhe 15
Seit November 2004 lernen Riedberger Kinder hier Lesen, Rechnen, Schreiben und noch vieles Wissenswerte mehr. Aktuell werden rund 400 Kinder in 17 Klassen unterrichtet. Die Schule passt zum Riedberg: Sie ist zukunftsweisend, funktional, innovativ und eine Ganztagsschule mit einer Erweiterten Schulischen Betreuung (ESB) bis 15 Uhr und Hortplätzen bis 17 Uhr. Allerdings sind im Frankfurter Schulentwicklungsplan die weiteren Wohnungsbauvorhaben in der Nähe nicht berücksichtigt. Der Ortsbeirat fürchtet: Die Schulplätze könnten bald nicht mehr ausreichen. www.grundschule-riedberg.de

Marie-Curie-Schule
Graf-von-Stauffenberg-Allee 55
Es ist eine nicht nur architektonisch schöne Schule: Die zweite Grundschule am Riedberg, inzwischen Marie-Curie-Schule benannt, wurde Ende 2014 offiziell eröffnet. Der Bau ist für rund 520 Kinder barrierefrei und im Passivhausstandard errichtet. In Zukunft wird allerdings mit mehr als 600 Kindern gerechnet und schon jetzt stößt man an Kapazitätsgrenzen. Deshalb wurden aktuell zwei Fachräume im Erdgeschoss in zwei Klassenräume umfunktioniert und zum Schuljahr 2018/ 19 soll die Schule eine Pavillon-Anlage mit Zusatz-Räumen erhalten. Es werden Englisch als frühe Fremdsprache, AG’s und einer Nachmittagsbetreuung bis 15 oder 17 Uhr angeboten.

Gymnasium Riedberg
Friedrich-Dessauer-Straße 2
Das Gymnasium Riedberg besteht erst seit dem Schuljahr 2009/10, beherbergt aber aktuell bereits 1365 SchülerInnen. Das Gymnasium hat einen naturwissenschaftlichen und bilingualen Schwerpunkt. Es bestehen Kooperationen mit der Goethe-Universitär und dem Max-Planck-Institut für Biophysik. Als Fremdsprachen werden Englisch, Französisch, Spanisch, Latein und Chinesisch unterrichtet. Es gibt Austausch-Angebote, AG’s sowie Wahlunterricht von Astrophysik bis Theater. Die Schule ist sehr beliebt. Die Anmeldungen von Viertklässlern haben wiederholt das Platzangebot überschritten. Für die Zukunft werden weiter steigende Schülerzahlen und ein noch größerer Bedarf an Gymnasialplätzen prognostiziert. Deshalb fordern Ortspolitiker von der Stadt rasches Handeln. www.gymnasium-riedberg.de

IGS Kalbach-Riedberg
Provisorium/ Carl-Hermann-Rudloff-Allee 11
Direktorin Dr. Susanne Gölitzer spricht von einer „besonderen Schule, wie sie meines Wissens in ganz Hessen nicht existiert“. Die neue Gesamtschule ist als Ganztagsschule und als „Teamschule“ geplant. Das heißt, dass zwei bis drei Lehrer rund 100 Schüler über mehrere Jahre begleiten. Die Lernfelder sind Naturwissenschaften, Gesellschaftslehre und Ästhetische Bildung. Als Fremdsprachen werden Englisch, Französisch und Spanisch unterrichtet. Die Schule arbeitet inklusiv und nimmt gezielt auch Kinder mit Sprachheilbedarf auf. Die Gesamtschule startet in einem Holzmodulbau mit vier 5. Klassen. Platz ist für eine weitere Jahrgangsstufe. Eine Erweiterung des Provisoriums um weitere Module und Räume ist bereits in Planung. Denn der Umzug an den endgültigen Standort in der Gräfin-Dönhoff-Straße könnte noch (Jahre) dauern, da sich auch der Umzug der NGO verzögert. www.igs-kalbach-riedberg.de

Neue Gymnasiale Oberstufe (NGO)
Provisorium/ Gräfin-Dönhoff-Straße 11
Die Neue Gymnasiale Oberstufe ist in Containern in unmittelbarer Nähe der U-Bahn-Haltestelle Riedberg untergebracht. Hier lernen rund 500 Jugendliche aus 65 verschiedenen Frankfurter Schulen. Mit Erfolg. Es gibt Fachräume, Labore für die Naturwissenschaften und moderne Konzepte wie „Lernateliers“. Als Sprachen werden Englisch, Französisch, Spanisch sowie Polnisch unterrichtet. Auch ein Konzept zur Berufsorientierung wird verfolgt. Die NGO wird ins Gallus ziehen. Doch Ortspolitiker hier am Riedberg befürchten, dass sich das noch bis zu zehn Jahre hinziehen könnte. Ein Teil des Grundstücks neben den Containern ist derzeit unbebaut und frei. Dort soll in einem ersten Bauabschnitt Schulgebäude und Sporthalle der neuen IGS Kalbach-Riedberg (siehe oben) errichtet werden. Ein Zeitplan ist allerdings noch nicht bekannt. www.ngo-ffm.de

***

Die nächste Sitzung des Ortsbeirates findet am 18. August ab 20 Uhr in der Grundschule Riedberg, Zur Kalbacher Höhe 15, statt. Auch der starke Anstieg der Schülerzahlen wird Thema sein.

Tagesordnung unter www.stvv.frankfurt.de

(Foto: Novikov/fotolia)

2. Geburtstag der
Kita TraumBaum

Beitrag von Katharina Bathe-Metzler

2. Geburtstag der Kita TraumBaum

Mit einem großen Sommerfest feierte am Donnerstagnachmittag die Kita TraumBaum ihren zweiten Geburtstag. Die Leiterin der Einrichtung Naomi Wille begrüßte neben den 99 Kindern und 26 Erzieher*innen der Kita auch viele Eltern, Großeltern sowie auch ehemalige Mitarbeiter*innen und Bewohner des Pflegeheims Casa Reha.

Das Jubiläum wurde bei strahlendem Sonnenschein und mit einem bunten Programm zelebriert. Zum Auftakt gab es von der ersten TraumBaum-Miniband, bestehend aus 21 kleinen Musiktalenten aus dem Kindergartenbereich, eine musikalische Aufführung mit Trommeln und Gesang. Außerdem wurde ein vom TraumBaum-Team selbst gedrehter Film zur jungen Geschichte der Kita mit Interviews von Eltern gezeigt. Im Film berichten direkte Nachbarn und „Familien der ersten Stunde“, wie sich die Kita seit dem Baustart und der Eröffnung am 13. Juli 2015 bis heute entwickelt hat. „Es ist schön zu sehen, welches Leben hier in den letzten zwei Jahren eingezogen ist. Gestartet sind wir mit 13 Kindern im Krippen und Kindergartenbereich. Heute betreuen wir 99 Kinder. Und auch unser gruppenübergreifender Ansatz bzw. unser halboffenes Konzept ist mittlerweile komplett umgesetzt. Wir haben hier getreu unserem Motto wahrlichen ‚Ein Ort zum Wachsen’ geschaffen“, so Naomi Wille.

Kinderfreundliches Programm und ein Buffet der Nationen

Für entsprechende Unterhaltung und Partystimmung sorgten im Laufe des Nachmittags eine Vielzahl an Mitmach-Angeboten im Außenbereich: Kinderschminken, Taststationen jeweils für Hände und Füße, Steinebemalen und und und… Besonders das Fangen von Riesenseifenblasen wurde begeistert angenommen. Und auch für das leibliche Wohl war mit Würstchen vom Grill, Kuchen, Waffeln und Salaten bestens gesorgt. Außerdem brachten viele Eltern Speisen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern mit und es entstand wie schon zur offiziellen Eröffnungsfeier vor einem Jahr ein kleines Buffet der Nationen. „Durch unseren internationalen Ansatz und die Vielfalt an Nationen hier auf dem Riedberg haben wir auch viele Kinder unterschiedlicher Herkunft in unserer Einrichtung. Dadurch entstehen immer wieder tolle Möglichkeiten wie das Buffet der Nationen. So können unserer Kinder nicht nur durch Erzählungen der Kinder oder Eltern viel über andere Länder erfahren, sondern sie zu solchen Anlässen auch ‚schmecken’“, so Hendrik Lang, Mitarbeiter*in der Kita.

Ein Traum(-Baum) wird wahr

Ein echter TraumBaum zum träumen, innehalten, erzählen und vorlesen

Eine besondere Überraschung hielt das Team der Kita TraumBaum während der Feier für alle Gäste und vor allem für die Kinder bereit: Ein echter TraumBaum zum träumen, innehalten, erzählen und vorlesen wurde enthüllt. Zuvor durften die Kinder auf selbstgebastelte Herzen ihren ganz persönlichen Wunsch für die Kita durch ihre Eltern aufschreiben lassen. Alle Herzen wurden anschließend an den Baum gehängt – und werden hoffentlich früher oder später erfüllt. „Seit ich die Leitung der Kita vor zwei Jahren angenommen habe, haben wir daran gearbeitet, passend zu unserem wunderbaren Namen einen echten TraumBaum für alle unserer Kinder zu realisieren. Durch Spenden von Eltern, externen Institutionen und viel Arbeit zusammen mit Merih Aktas Goellrich und Daniel Rehm konnten wir uns diesen Traum nun erfüllen“, freut sich Naomi Wille.

Ein Himmel voller Ballons

Zum Abschluss ließen alle Gäste gemeinsam noch 99 Ballons in den strahlend blauen Himmel steigen. An jedem der Ballons war ein Wunsch der Besucher*innen befestigt und eine leichte Brise auf dem Riedberg sorgte dafür, dass sich die Wünsche der Kinder auch über die Grenzen des Riedbergs verbreiteten.

99 Geburtsagsballons mit Glückwünschen der Kinder

Die Kita TraumBaum ist eine von insgesamt zwölf Kitas auf dem Riedberg. Das pädagogische Konzept der Kita verfolgt den sogenannten Early-Excellence-Ansatz. Dieser dient dem Ziel, die individuellen Fähigkeiten der Kinder aufzugreifen und zu fördern. Ein multiprofessionelles Team unterstützt die Kinder mit gruppenübergreifenden Angeboten in den Bereichen Sprach- und Bewegungsförderung, Musik, Rollenspiele und Umwelt bei Ihrer Entwicklung. Träger der Kindertagesstätte ist die Internationale Bund Südwest gGmbH.

(Fotos: Katharina Bathe-Metzler)

Über 100 Kinder
haben keinen
Kita-Platz

Es ist die verzweifelte Schilderung einer Mutter, die das Problem am besten veranschaulicht: Als sich Freitagabend in der Ortsbeiratssitzung bereits mehr als 30 Minuten alles um den Mangel an Kita-Plätzen dreht, meldet sich Anja Martschei zu Wort. Ihr Sohn wird derzeit noch in einer Krippe betreut. Da er aber genau am Stichtag des Krippenjahres geboren ist, will die Stadt keine Verlängerung mittragen und die junge Familie hat ab 1. August weder eine Kita-Platz noch einen Vertrag. Trotz monatelanger Bemühungen. „Das heißt, wir haben dann ein unbetreutes Kind. Ich bin berufstätig und musste meinem Arbeitgeber wieder absagen“, berichtet sie.

Am Riedberg fehlen 114 Kita-Plätze für über Dreijährige, in Kalbach sind es 80. Also exakt in jenem Alter, wo es schon seit Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gibt. Das bestätigten Jetta Lüdecke, Sprecherin von Bildungsdezernentin Sylvia Weber, und Cornelia Suess vom Stadtschulamt. Die beiden sprechen von einem „exorbitanten Wachstum an Kinderzahlen“, das aus den bisherigen Statistiken nicht ersichtlich gewesen sei, zumal man die Kindertagesstätten am Riedberg ohnehin schon mit 105-prozentiger Auslastung geplant habe. Auch jetzt fehle es laut Sprecherin Lüdecke „weder an Geld, noch an politischem Willen, sondern an Flächen“.

In zwei Kitas fehlen Erzieher

Wie konnte es dazu kommen? Ursprünglich waren zwölf Kitas mit der Hessenagentur für den Riedberg vertraglich vereinbart worden. Über eine 13. Kita wurde nachgedacht, als die Zahl an Wohneinheiten im Laufe der Bebauung deutlich erhöht wurde.

Auf der Fläche für diese mögliche 13. Kita steht jetzt das Provisorium der neuen Gesamtschule, die im August eröffnet. Denn 2016 schien es, dass die Kinderzahlen im Neubaugebiet rückläufig sind. „Wir aber müssen uns an den Zahlen orientieren, die wir immer im März aus dem Einwohnermeldeamt bekommen“, erläutert Cornelia Suess. Deshalb wurde die Option der 13. Kita nicht gezogen. Deshalb wurden auch die Container, die die Kita Königsblick bis September gegenüber vom Sportplatz nutzte, abgebaut.

Hinzu kommt, dass ein Mangel an qualifiziertem Personal gibt, da landauf, landab Erzieher gebraucht werden – und Frankfurt als Wohnort (zu) teuer ist. Laut Nachfrage des Bildungsdezernats fehlen sowohl in der Kita Kairos in Uni-Nähe Erzieher als auch in der neuen dreisprachigen Kita Erasmus, wo deshalb 20 Kita-Plätze nicht besetzt werden können.

Ist eine Lösung in Sicht?

Als die Ortsbeiräte darauf hinwiesen, dass die Eltern weniger die Ursachen, als Lösungen interessieren dürfte, betonte Jetta Lüdecke, dass man „mit Hochdruck“ an diesen Lösungen arbeite. Im Herbst 2017 wird mit dem Bau der Kita Westflügel begonnen. Diese wird 63 der dringend benötigten Plätze für über Dreijährige haben, wird allerdings erst 2019 in Betrieb gehen. Und vorher? Im sogenannten „Kita-Sofortprogramm“ kann die Stadt Büroräume für die Betreuung anmieten. Doch diese zu finden sei nicht einfach, da auch ein Außengelände benötigt werde. Im Klartext: Derzeit sind solche Räume noch nicht vorhanden.

Die Ortsbeiräte wiesen auf folgende Möglichkeiten hin: Südlich der Konrad-Zuse-Straße, wo einst die Container des Gymnasiums standen, wird die Fläche der so genannten „Berghöfe“ erst 2020 bebaut. Ingo Warnebold (CDU) brachte die Fläche als Interims-Standort ins Gespräch. Die Stadt will das jetzt prüfen. Die Grünen betonten verwundert, dass sie bereits 2015 auf den sich anbahnenden Mangel an Betreuungsplätzen hingewiesen hätten und Susanne Kassold (SPD) schlug vor, die tagsüber leerstehende Sportanlage besser und dafür zu nutzen.

Dr. Thorsten Lieb von der FDP wies noch auf eine weitere Konsequenz hin: „Diese Kinder, die jetzt nicht unterkommen, kommen ja auch irgendwann in die Schule.“ Platznot herrscht in den Schulen im Stadtteil aber schon jetzt.

Nur wenige Mütter waren da

Die Ortsbeiratssitzung verfolgten nur knapp zehn Mütter aus Riedberg und Kalbach. „Ich hab’s extra noch einmal über die Riedberg Mamas gepostet. Es ist schon frustrierend, wie wenige hierher gekommen sind“, sagte später eine Mutter, die sich schon in der Vergangenheit für mehr Kita-Plätze eingesetzt hatte.

Anja Martschei, der anderen betroffenen Mama, legte eine der Expertinnen ans Herz, zur persönlichen Beratung in die Infobörse des Stadtschulamtes zu gehen. Auf MAINRiedberg-Nachfrage haben wir nun erfahren, dass ihr Sohn kurzfristig und noch vor diesem Gespräch einen Platz bekommen hat. Weil ein anderes Kind wegzieht. Aber auch, weil sie auf eine verständnisvolle Kita-Leitung getroffen war und sogar die Krippe ihres Sohnes die Suche unterstützte. Anja Martschei will jetzt weiter am Ball bleiben und hofft, „dass sich jetzt auch mehr Eltern gemeinsam mit uns einsetzen werden“. Denn es bleiben 113 Kinder ohne Kita-Platz. cd


Diese junge Mutter schilderte im Ortsbeirat, was es bedeutet, wenn über 100 Kita-Plätze im Stadtteil fehlen

(Fotos: MITO Images/ cd)

Einweihung der
Kita Königsblick

Hell, bunt, einladend – so ist nicht nur die zwölfte Kita am Riedberg. So war auch das Wetter am Tag der offiziellen Einweihungsfeier der Kita Königsblick. „Es war für Kinder, Eltern, Gäste und unser Team ganz toll. Wir sind sehr glücklich mit dieser Veranstaltung“, sagt Tuncay Bayram, Leiter der Kindertagesstätte. Auch das Stadtoberhaupt, OB Peter Feldmann, fand trotz eines gefüllten Kalenders am Samstag Zeit. „Steigende Kinderzahlen mit einem jährlichen Zuwachs von rund 2100 Kindern sind eine wunderbare Entwicklung und ein Beleg dafür, dass Frankfurt eine familienfreundliche Stadt ist. Gute Kinderbetreuung, das heißt Bildung von Kleinauf, ist hierbei ein entscheidender Faktor“, hob er bei seiner Begrüßung hervor. Man sei stolz auf eine Quote bei unter Dreijährigen von 46 Prozent und eine Quote bei den über Dreijährigen stadtweit von 97 Prozent.

Allerdings fehlen am Riedberg aktuell Plätze für über Dreijährige, weil der Zuwachs an Kindern im Stadtteil alle Prognosen der Stadt übertroffen hat. Das Dezernat für Integration und Bildung spricht von einem „Engpass“, arbeitet mit Hochdruck an Alternativen und will noch vor den Sommerferien darüber informieren (MAINRiedberg berichtete).

Auch in der Kita Königsblick sind drei Kindergarten-Gruppen mit insgesamt 63 Mädchen und Jungen und eine Krabbelgruppe mit zwölf Kindern voll besetzt.

Eine zweite Krabbelgruppe gibt es ab Herbst

Die gute Nachricht diesbezüglich lautet: „Wir freuen uns, dass wir ab September/ Oktober noch eine zweite Krabbelgruppe eröffnen können“, so Leiter Bayram. Dann hat auch die neue Einrichtung keine Erweiterungskapazitäten mehr.

Viele Riedberger erinnern sich sicher, dass die Kita ab 2012 zunächst ein Provisorium am Ende der Altenhöferallee, sozusagen gegenüber vom Sportplatz, hatte. Dort fanden auch Bewegungsspiele statt oder die Kinder konnten herumtollen. Die neue Kita wurde nach einer rund eineinhalbjährigen Bauzeit im September termingerecht fertig gestellt und an den Betreiber – den Sozialpädagogischen Verein zur familienergänzenden Erziehung – übergeben. Das Büro 1100: Architekten aus Frankfurt hat für das rund 2325 Quadratmeter große Grundstück einen u-förmigen Baukörper entworfen, der einen geschützten Hof für die Kinder schafft. Es gibt draußen auch viel Grün und dank eines umlaufenden Fluchtbalkons drinnen Schatten und angenehme Temperaturen für die Gruppenräume im Erdgeschoss.


Durchdachtes Konzept: Im Außenbereich der Kita ist viel Platz zum Toben und in den Räumen im Erdgeschoss bleiben dank eines umlaufenden Balkons angenehme Temperaturen

Die Kita mit der Adresse „Zum Margarethenzehnten 47“ liegt im Quartier Mitte. In der Mitte des Riedbergs also, was den Kita-Leiter fast ein bisschen poetisch stimmt, wenn er sagt: „Wir versuchen aus der Mitte des Riedbergs unser pädagogisches Angebot zum Strahlen zu bringen.“

Drei Fachkräfte pro Gruppe

Tuncay Bayram betont, dass der Sozialpädagogische Verein als Träger sehr viel Wert auf die Qualität in den Einrichtungen legt. Deshalb habe man auch nicht den vorgeschriebenen Schlüssel von statistisch 1,7 Fachkräften pro Gruppe zum Vorbild genommen. „Wir haben drei Fachkräfte in Vollzeit pro Gruppe und das ist überdurchschnittlich.“ Und wichtig für ein weiteres Ziel der Kita, die Inklusion. Freuen können sich die Kleinen und nicht mehr so Kleinen ebenso darüber, dass es demnächst noch einen Raum gibt, den sie sich gewünscht habe. Eine Art Ruheraum. Zum Zurückziehen und Träumen.

(Fotos: Stadt Frankfurt/ cd)

Es gibt Hort-Freizeiten
Sportcamps & Ferienspiele

Die Kinder warten ohnehin schon sehnsüchtig auf die „unterrichtsfreie Zeit“, doch auch die Eltern können sich freuen: Denn am Riedberg wird das Ferien-Angebot immer größer. Neben der Betreuung in den Grundschulen werden in diesem Jahr Sport-Camps und Ferienspiele angeboten, die teils auch älteren Kids offenstehen. In den Grundschulen, beispielsweise der Marie-Curie-Schule, gibt es neben einem immer umfangreicheren Programm jetzt auch Hortfreizeiten in Rotenburg oder am Edersee. Ferienspiele gibt es in der Evangelischen Riedberggemeinde sowie drei Wochen lang beim Familienzentrum Billabong im Jugendhaus.

Das sind die Ferienspiel-Angebote

Spielen, Sport machen, singen, Geschichten aus der Bibel erfahren – das kann man von 7. bis 11. August im Gemeindezentrum Riedberg in der Riedbergallee 61 und in der ersten Ferienwoche bereits im Gemeindezentrum Niederursel. Das Angebot ist für Kinder von 7 bis 10 Jahren. Die Kosten liegen bei 60 Euro. Anmeldung bis zum 12. Juni 2017 per Mail unter charlotte.rendel@frankfurt-evangelisch.de oder 069/95155952 an.

Das Familienzentrum Billabong bietet in den ersten drei Ferienwochen Montag bis Freitag von 8.30 bis 16.30 Uhr für Kinder von 6 bis 12 Jahren wieder die beliebten Workshops, Ausflüge, Sport & Spaß an – erstmals auch bilingual Deutsch-Englisch. Dienstags und Donnerstags sind immer ganztägige Ausflüge, an den übrigen Tagen sind Angebote von Rugby, Tischtennis bis Ballett und kreativem Gestalten geplant, da Trainer und Vereine die Ferienspiele unterstützen. „Ganz wichtig ist uns auch zu erwähnen, dass das Mittagessen frisch und selbst gekocht ist“, heißt es bei Billabong. Weitere Informationen & Anmeldung unter www.billabong-family.de

Das sind die Sport-Camps

In diesem Sommer gibt es erstmals vier Wochen lang Fußballcamps auf der Sportanlage in der Altenhöferallee. Die Fußballschule M5 bietet für Mädchen und Jungs von 5 bis 13 Jahren in der ersten und sechsten Ferienwoche wieder die beliebten Camps an. Ergänzt wird diese in der zweiten und fünften Ferienwoche erstmals durch Coerver Coaching. M5 spricht eher die Breite an und Coerver ist etwas mehr leistungsorientiert, lautet die Info von Fußball-Experten.
Anmeldung und weitere Informationen unter
http://www.m5fussballschule.de/camp-2017.html
http://coerver-hessen.de/home/coerver-performance-camp/

OB Feldmann bei Eröffnung
der Krabbelstube „Pusteblume“

Selbstgebastelte Pusteblumen, Luftballons und ein großes Willkommensschild begrüßten die Besucher – und natürlich auch Oberbürgermeister Peter Feldmann, der am Freitag die Eröffnungsfeier der Krabbelstube Pusteblume besucht. Die Einrichtung in der Richard-Breitenfeld-Straße im Quartier Altkönigblick ist für 20 Kinder im Alter von null bis drei Jahren konzipiert.

Das Stadtoberhaupt sprach in seinem Grußwort über die Betreuungssituation in der Stadt Frankfurt: „Bei U3 haben wir eine Quote von 46 Prozent, bei Ü3 von 97 Prozent. Ich sage: Wir müssen unsere Anstrengungen weiter erhöhen. Wir brauchen noch mehr Betreuungsplätze.“ Umso mehr freue es ihn, dass es viele Partner gebe, durch deren Engagement die Stadt familienfreundlich sei „Der sozialpädagogische Verein zu familienergänzenden Erziehung als Träger der Krabbelstube Pusteblume ist für die Stadt insgesamt ein wichtiger Akteur, der die steigenden Kinderzahlen immer als Aufgabe annimmt, neue Einrichtungen eröffnet und uns dabei unterstützt, für unsere Bürger flächendeckend optimale Angebote bereit zu halten.“

Simona Gabriel von der Krabbelstube erläuterte das Konzept der Betreuungseinrichtung: „Wir sind ein kleines, familiäres Haus, das gruppenübergreifend arbeitet. Partizipation und ein liebevoller Umgang prägen unseren pädagogischen Alltag. Im Vordergrund steht dabei neben der Förderung von Autonomie und Solidarität der Erwerb von Sprachkompetenzen. Hierbei achten wir auf ein ausgewogenes Verhältnis von angeleiteten Angeboten und freiem Spiel.“

Die Krabbelstube Pusteblume ist bereits im April 2016 in Betrieb genommen worden. Jetzt erst sei sie jedoch voll besetzt, was zum Anlass genommen wurde, die offizielle Eröffnung zu feiern.

Feldmann danke allen Akteuren für ihr Engagement: „Die Krabbelstube Pusteblume bietet für die ganz Kleinen eine liebevolle Umgebung. Diese Einrichtung steht stellvertretend dafür, dass der Riedberg weiter aufblüht und neue Einrichtungen entstehen, die dieses Quartier noch attraktiver machen.“

(Informationen: Stadt Frankfurt/ Foto: Heike Lyding)

„Ihr könnt alles
erreichen!“

„Schaut mal Kinder, das sind Medaillen!“ Ihre Hände sind voll damit. Manche haben ein Band in den Farben des Landes, wo sie Marianne Buggenhagen gewonnen hat. Die letzte übrigens bei den Paralympics 2016 in Rio. Die Mädchen und Jungen wollen sie unbedingt anfassen. Und sie interessiert vor allem eine Frage: „Sind die echt?“

Marianne Buggenhagen, die oft als „Ikone des Deutschen Behindertensports“ bezeichnet wird, hat in rund 40 Jahren insgesamt fast 200 nationale und internationale Medaillen gewonnen. Nach Rio, dem Silber im Diskuswurf, hatte die 63-Jährige endgültig ihre Karriere beendet. Der Sport lässt sie noch lange nicht los. Derzeit macht sie eine Projekt-Tour durch diverse Schulen im Rhein-Main-Gebiet und möchte „zeigen, was doch möglich ist, trotz Behinderung, egal welcher Art auch immer“. Den Kindern in der Marie-Curie-Schule berichtet sie aus ihrem Leben. Endringlich sagt sie: „Merkt Euch: Ihr könnt alles erreichen!“ Mit und ohne Behinderung.


Sonja und Emilia probierten aus, was Krücken und ein Rollstuhl bedeuten

Wieland Speer, Leiter der neuen Tischtennis-AG der Grundschule und früherer Bundestrainer des Behindertensportverbandes, hat sie an den Riedberg gebeten. Auch und vielleicht gerade weil die Sechs- bis Zehnjährigen noch unbefangen und neugierig Fragen stellen und alles ausprobieren wollen. Auch die beiden Rollstühle, die die langjährige Profisportlerin mitgebracht hat. „Warum geht der eine so viel besser als der andere?“, wollen die Kids etwa wissen. Weil’s ein Sport-Rollstuhl für Kinder ist. Marianne zeigt, wie man den am besten dreht und beispielsweise beim Basketball auch noch dribbeln kann.

Sie kennt das Leben ohne Rollstuhl. Doch in Folge einer Krankheit ist sie seit 1976 darauf angewiesen. Der Sport war ihre Rettung. Erst hat sie damit begonnen, um sich fit zu halten und selbständig den Alltag bewältigen zu können. Mit dem Leistungssport begann sie erst später, in den Disziplinen Kugelstoßen, Diskuswerfen, Speerwerfen und Mehrkampf, wo sie teilweise noch immer Weltrekorde innehat.


Die Kinder fragten: „Sind die Medaillen echt?“

Sie nimmt sich einfach Zeit für die Kinder. Wenn die Schüler nach ihren anderen Lieblingssportarten fragen, erzählt sie, wie und wie gerne sie schwimmt und taucht. Dass man trotz Rollstuhl auch Tischtennis spielen kann, schließlich ist sie ja zu dieser AG eingeladen. Zum Schluss stellt sie, mehr nebenbei und an MAINRiedberg gerichtet, die Frage: „Ist Ihnen schon aufgefallen, dass die Zimmer für Behinderte in Hotels immer oben sind?“ Dort, wo sie vor dem Riedberg-Besuch übernachtete, war der Aufzug defekt. Sanitäter trugen sie hinunter, erklärten aber auch, dass sie das nur ein Mal machen würden und niemand Haftung dafür übernehme. Ihr Mann, der ebenfalls im Rollstuhl sitzt, konnte deshalb nicht mit zur Marie-Curie-Schule und musste warten, bis der Aufzug am Nachmittag wieder ging.

Aber zu klagen – das liegt Marianne Buggenhagen fern. Zeit für mehr Plauderei hat sie auch nicht. Fragt doch gerade ein Junge: „Willst Du jetzt mit mir spielen?“


Das ist die Autobiografie der Frau, die fast 200 nationale und internationale Titel gewonnen hat

(Fotos & Text: cd)

Bestürzung über
fehlende Kita-Plätze

Mütter machten bei der vergangenen Ortsbeiratssitzung darauf aufmerksam, dass es einen akuten Engpass bei Kita-Plätzen für über Dreijährige gibt. Trotz Rechtsanspruchs und 12 Kitas plus Uni-Kita am Riedberg. In angrenzenden Stadtteilen ist die Situation ebenfalls angespannt. Im Bildungsdezernat arbeitet man laut MAINRiedberg-Nachfrage „mit Hochdruck“ an einer Lösung. Zudem wollen auch die Ortsbeiräte, die die Problematik völlig überraschte, aktiv werden – und üben Kritik an den Planungen der Stadt.

Die CDU Kalbach-Riedberg spricht von „Erstaunen und Bestürzung“ darüber, dass Familien keinen Kindergartenplatz erhalten könnten. „Unbegreiflich“, meint CDU-Vorsitzender Stefan Müller, dass die Fachämter die Entwicklung nicht vorausgesehen haben, sei doch gerade Riedberg „der“ Familienstadtteil Frankfurts mit einer rasanten Bevölkerungsentwicklung. Erstaunlich ist das laut Müller auch, da der Magistrat noch 2016 mitteilte, die 13. Kita an Riedberg mangels Bedarfs nicht bauen zu wollen.


So berichtete MAINRiedberg am 28. April

Warum wurde das Provisorium der Kita Königsblick abgebaut?

Nicht nur Ortsbeiräte, auch viele Riedberger stellen sich folgende Frage: Wenn sich ein Engpass bereits abzeichnete – warum wurde dann vor wenigen Wochen das Provisorium der Kita Königsblick abgebaut? Exakt dort, wo die Sportplatz-Erweiterung nicht vor 2018 gebaut wird, wie die Ortsbeiratsvorsitzende Carolin Friedrich anmerkt. Das Provisorium stand zudem auf einem Parkplatz. Man hätte also trotz der zusätzlichen Übergangs-Kita mit dem Bau der Sportanlage beginnen können. 

Nächstes Problem: Betreuer fehlen

Nächstes Problem, auf das Eltern und auch die SPD aufmerksam machen, ist die Tatsache, dass Betreuer in den Einrichtungen fehlen. Konkret: Es sind Stellen unbesetzt. Würde man Betreuer finden, könnten auch mehr Kita-Gruppen eröffnet werden – mit Plätzen für mehr Kinder. Nicht nur am Riedberg.

Die CDU-Fraktion sieht „dringenden Handlungsbedarf“. Auch die SPD will sich verstärkt für mehr Betreuungsplätze engagieren – auch über die Römerfraktion. Die Grünen hatten bei der vergangenen Sitzung vor allem auf den Mangel an Hortplätzen in Kalbach aufmerksam gemacht. Am Wochenende ist Antragsschluss für die nächste Ortsbeiratssitzung am 19. Mai, wo die Betreuungssituation sicher eines der Hauptthemen sein wird.

Im Frankfurter Bildungsdezernat bestätigte man den „Engpass“ an Plätzen für über Dreijährige und betonte ausdrücklich: „Wir sind derzeit unter Hochdruck dabei, zusätzliche Alternativen zu prüfen.“

(Symbolfoto: MITO Images/ Repro: MR)