Kategorie: Gesundheit

Die News der Woche

+++ Neue Läden am Riedberg +++ Polizei gibt Tipps gegen Einbrecher +++ Großes Sommerfest im Juni +++ Ortsbeirat stimmt gegen Blitzer +++ Initiative klagt weiter gegen Flüchtlingsunterkunft +++ Neue Fitness- und Wellnessangebote +++

Großes Sommerfest am 25. Juni

Nach diesem tollen Sonnentagen möchten wir auch die News der Woche mit einem schönen Termin beginnen, den Sie sich schon jetzt im Kalender notieren sollten: Am 25. Juni von 14 bis 23 Uhr findet das große Sommerfest am Riedberg statt. Mit einer Bühne plus Musik-Acts, einem Sponsorenlauf, Auftritten der kleinen und großen Balletttänzer(innen) unter Leitung von Dr. Thom Hecht, mit attraktiven Ständen und Angeboten verschiedenster Gruppen und Vereine, natürlich auch mit Essen und Getränkeangebot. Die Hessenagentur organisiert in diesem Jahr das Fest gemeinsam mit der IG Riedberg. „Es ist noch nicht ganz klar, ob das Fest schon im neuen Teil des Kätcheslachparks stattfinden kann, da wir schlicht noch nicht wissen, wie gut das Gras bis dahin angewachsen ist“, erklärt der IG-Vorsitzende Markus Schaufler. Falls das nicht klappt, wird vermutlich der Park-Teil östlich der Altenhöferallee zum Festplatz. Vereine, Kirchen und das Familienzentrum Billabong sind mit dabei. Wer noch Interesse hat, bei den Vorbereitungen zu helfen oder Ideen beizusteuern, kann sich gerne unter info@ig-riedberg.de melden.

Das große Sommerfest wird sozusagen auch ein „Abschiedsfest“ der Hessenagentur. Denn am 30.6.2016 endet deren Zuständigkeit für die „Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme“ am Riedberg. Danach liegt die Verantwortung bei der Stadt Frankfurt, die Haseg wird aber Projekte wie den Westflügel vollenden. Und (hoffentlich) auch die zweite Sportanlage, die derzeit durch Hamstervorkommen verhindert wird.

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Neu 1

Neu am Riederg: Delikatessen und ein Nagelstudio

Noch mehr Geschäfte und Dienstleistungen direkt vor Ort – das wünschen sich viele Riedberger. Mit der neuen Ladenzeile in der Altenhöferallee 29 (neben dem Riedbergzentrum) wird das Angebot in unserem Stadtteil größer. Bereits eröffnet hat das Nagelstudio „A. B. Nails“ von Le Phuong, das Montag bis Samstag von 10 bis 19 Uhr Maniküre, Pediküre und beispielsweise auch Nagelschmuck anbietet, jetzt auch zu Eröffnungskonditionen. Direkt daneben können sich Genießer auf „Luna Feinkost“ mit italienischen und französischen Spezialitäten freuen. Luna Feinkost startet am nächsten Samstag (14.5.), die Öffnungszeiten sind Mo. bis Fr. 7 – 19 Uhr und Samstag 8 – 16 Uhr.

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Polizei gibt Tipps gegen Einbrecher

Fast täglich gibt es am Riedberg Einbrüche oder Einbruchsversuche. Auch von Diebstählen war in den vergangenen Wochen häufig zu hören. Wie kann ich mein Eigentum besser schützen? Wie groß ist der Aufwand, Fenster und Türen nachzurüsten? Diese und viele weitere Fragen klärt Hauptkommissar Dirk Balzer von der Beratungsstelle der Polizei beim Informationsabend zum Thema Einbruchsprävention am heutigen Donnerstag, 12. Mai, um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Veranstalter ist die IG Riedberg. Der Informationsabend findet im Infobüro im Riedbergzentrum statt. (Symbolfoto: Mojzes/ Fotolia)

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Kein Baustopp für Flüchtlingsunterkunft

Am Alten Flugplatz gehen die Bauarbeiten für die geplante Flüchtlingsunterkunft weiter – trotz der Klagen der Bürgerinitiative „Pro Renaturierung des Alten Flugplatzes Bonames“. Nach dem Scheitern vor dem Frankfurter Verwaltungsgericht zogen die sieben Bürger vor den Hessischen Verwaltungsgerichtshof, um einen sofortigen Baustopp durchzusetzen. Auch dort scheiterten sie, da einer Initiative das Recht abgesprochen wird, einen Baustopp zu fordern. Das berichtet die „FAZ“ in der heutigen Ausgabe. Die Unterkunft, die ursprünglich schon am 24. Mai eröffnen sollte, ist wegen der Nähe zum Landschaftsschutzgebiet umstritten. Die Wohnmodule stehen allerdings am Vorplatz des ehemaligen US-Hubschrauber-Hangars und werden dringend benötigt für Flüchtlingsfamilien aus Syrien und Afghanistan, die ihre Notunterkünfte in Frankfurt verlassen müssen. Der Naturschutzbund NABU will lieber kooperieren als klagen. Auch die Naturschützer am Alten Flugplatz wollen sich einbringen.

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Ortsbeirat stimmt gegen Blitzer

Immer mehr Autofahrer sind an der Kalbacher Höhe mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs, die Lärmbelastung steigt. Besonders in den Nachtstunden, wenn die Ampelanlage an der ersten Grundschule ausgeschaltet ist. „Das stört die Anwohner in erheblichem Maße und beeinflusst die Verkehrssicherheit“, hieß es in einem Antrag der SPD, die sich bei der vergangenen Ortsbeiratssitzung für fest installierter Radaranlagen zwischen den Straßen „Zum Stulen“ und der Riedbergallee einsetzte. Die Ortsbeiratsmehrheit hat den Antrag abgelehnt, da man keine Notwendigkeit für einen Blitzer in einer 30er-Zone sieht. Ein Ortsbeirat argumentierte folgendermaßen: Die Autofahrer seien nur zu schnell unterwegs, würden aber niemanden gefährden. Betroffene Anwohner hatten sich in der Bürgerfragestunde nicht zu Wort gemeldet.

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Neue Fahrradständer an der Sporthalle

Gute Nachricht für Radfahrer am Riedberg: Schon bald gibt es mehr Fahrrad-Abstellmöglichkeiten in unserem Stadtteil. Präzise gesagt: Zwischen Gymnasium Riedberg, dem Jugendhaus und der großen Sporthalle. Das Amt für Straßenverkehr und Erschließung hat zugesagt, bis zum 30.6. dort Fahrradständer anzubringen. Denn bisher gibt es nur Abstellmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler am Gymnasium – aber nicht für all jene, die in der Halle Sport treiben oder das Jugendhaus bzw. das Familienzentrum Billabong besuchen. Das heißt: Räder stehen und liegen nicht selten irgendwo auf dem Platz vor der Sporthalle herum.

Eigentlich wollte sich der Ortsbeirat bei der vergangenen Sitzung für die Fahrradständer einsetzen, doch die scheidende Kinderbeauftragte Manuela Roll hatte bereits lange vorher bei den entsprechenden Stellen „angeklopft“ und das Anbringen von Fahrradständern angeregt. Nun also kam grünes Licht von der Stadt, der Antrag im Ortsbeirat wurde überflüssig. Und die Radfahrer profitieren.

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Kunstprojekt: Schüler gestalten Kita-Eingangsbereich

In den vergangenen Monaten haben Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Riedberg an einem ganz besonderen Projekt gearbeitet: Auf Initiative der HA Stadtentwicklungsgesellschaft und mit Unterstützung der Kinderbeauftragten Manuela Roll sowie dem Architekturbüro WerkStadt hat ein Kunstkurs unter Leitung von Maren Flößer Gestaltungsideen für den Eingangsbereiches einer neuen Kita am Frankfurter Riedberg erarbeitet. Es handelt sich um eine rund 50 Quadratmeter große Fläche, für die Jugendliche einer 9. Klasse Gestaltungsvorschläge entwickelt haben, die jetzt im Infobüro Riedberg ausgestellt werden. Die Ausstellung zeigt ein einzigartiges Spektrum kreativer Ideen sowie eine große Vielfalt und Individualität der Arbeiten. Ausstellungseröffnung und Preisverleihung ist am Donnerstag, 19. Mai, um 16 Uhr im Infobüro im Riedbergzentrum.

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Flohmarkt und Hüpfburgen-Festival

Am 21. Mai von 11 bis 13.30 Uhr ist Flohmarkt beim Familienzentrum Billabong auf dem Platz vor dem Jugendhaus. Jeder, der etwas verkaufen möchte, kann sich ab sofort unter info@billabong-family.de anmelden. Die Standgebühr beträgt 6 Euro, Aufbau ist ab 10.30 Uhr. Noch ein Tipp für Familien: Von 19. bis 29. Mai macht am noch unbebauten Grundstück am Ende der Altenhöferallee das „Fischerland Hüpfburgenparadies“ Station. Der mobile Freizeitpark ist täglich von 14 bis 18 Uhr, am Wochenende bereits ab 12 Uhr geöffnet.

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Neu: Outdoor-Fitness am Morgen und „Yoga XL“

Fitness für Frühaufsteher: Zu den neuen Sportangeboten im Stadtteil zählt ein einstündiges Ganzkörpertraining, das Fitnesstrainer Carsten Frowein ab 24.5. immer dienstags und donnerstags ab 6.45 Uhr anbietet. Outdoor – und bei jedem Wetter! Weitere Infos unter car.frowein@gmail.com oder 0176/42488917. Spannend ist auch folgendes Angebot im Familienzentrum Billabong: Dort bietet Adriana Richter einen Yoga-Kurs an, der auf die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit mehr Gewicht abgestimmt ist. Es ist ein Kurs für alle, die neue Kraft und Energie tanken und ein positives Körpergefühl erreichen möchten. Weitere Informationen zu Yoga XL unter adriana@lakshmi.yoga sowie www.billabong-family.de

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Deshalb wird Deutschland Europameister

Und noch interessante News der Goethe-Universität zum Schluss: In vier Wochen beginnt die Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich. Die deutsche Nationalmannschaft tritt als amtierender Weltmeister an. Doch welche Chancen haben die Männer von Jogi Löw auf den begehrten Titel Europameister? Matthias Ludwig, Professor für Didaktik der Mathematik, und sein Mitarbeiter Iwan Gurjanow können bereits mit einer wissenschaftlich fundierten Prognose aufwarten: Statistisch betrachtet hat Deutschland die größten Chancen, Fußball-Europameister zu werden. Laut dem verwendeten Prognosemodell, das drei Faktoren berücksichtigt – historische Ergebnisse inklusive des Torverhältnisses zwischen den Mannschaften, die derzeitig erreichten FIFA-Punkte sowie den aktuellen Mannschaftswert -, gewinnt Deutschland mit einer Wahrscheinlichkeit von 15,84 Prozent den Titel. Spanien kommt knapp dahinter auf 15,57 Prozent, England auf 10,15 Prozent. Wir dürfen gespannt sein!

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TERMINE +++ TERMINE +++ TERMINE

Info-Abend der IG Riedberg zum Thema „Einbruchsprävention“ heute, 12. Mai, um 19 Uhr im Infobüro im Riedbergzentrum

Ausstellungseröffnung und Preisverleihung für das Kunstprojekt von Riedberger Schülern, die den Eingangsbereich der neuen Kita Westflügel gestalten konnten. Termin: Donnerstag, 19. Mai, um 16 Uhr im Infobüro Riedberg, Altenhöferallee 19

Flohmarkt beim Familienzentrum Billabong am 21. Mai von 11 bis 13.30 Uhr

– CDU-Bürgergespräch in Kalbach-Riedberg mit Staatssekretärin Dr. Bernadette Weyland am 24. Mai um 19 Uhr im Infobüro im Riedbergzentrum, Altenhöferallee 19.

– Zum Vormerken: Am 3. Juni von 17 bis 6 Uhr ist wieder NIGHT OF SCIENCE! Alle Infos unter www.nightofscience.de

12 Hamster stoppen 400-Meter-Bahn

Der Feldhamster macht’s (un)möglich: Wie bereits berichtet hausen mindestens 12 possierliche, aber europaweit geschützte Feldhamster auf dem Gelände östlich der Altenhöferallee. Da die Tiere erst umgesiedelt werden müssen, verzögert sich der Startschuss für die zweite Sportanlage am Riedberg bis 2017, die Fertigstellung voraussichtlich bis 2018. Das Konzept aber steht fest: Die Anlage soll eine 400-Meter-Laufbahn bekommen, ein Großspielfeld, zwei Kleinfelder und ein „Funktionsgebäude“ mit Umkleiden und Toiletten. Der Ortsbeirat hat vergangene Woche – einstimmig – für diesen Vorentwurf des Sportamtes gestimmt, der kürzlich Orts- und Vereinsvertretern vorgestellt wurde. Zudem will man erreichen, dass die notwendigen Finanzmittel bereits jetzt für den Haushaltsplanentwurf 2017 angemeldet werden.

Der Antrag dazu stammte von CDU und Grünen. Die SPD hatte ursprünglich auch die Errichtung einer Kaltlufthalle favorisiert, um mehr Hallen-Kapazitäten am Riedberg zu schaffen. Auf dem neuen, etwa 22.000 Quadratmeter großen Areal ist das aber aus Gründen des Landschaftsschutzes nicht möglich. Deshalb soll nun geprüft werden, ob diese Halle „in Abstimmung mit dem SC Riedberg auf dem bestehenden Sportgelände westlich der Altenhöferallee errichtet werden kann“.

Apropos SC Riedberg: Alex Markert, erster Vorsitzender des SC, nennt das einstimmige Ja zur zweiten Sportanlage „ein tolles Signal“. Markert weiter: „Wir freuen uns, dass der Ortsbeirat eine positive Entscheidung getroffen hat, und wir hoffen, dass eine zeitnahe Finanzierung und Umsetzung erfolgt.“ Denn nicht nur der Riedberg wächst und wächst, auch der SC hat inzwischen mehr als 1000 Mitglieder und rechnet damit, dass auch künftige Neu-Riedberger die Sportangebote nutzen wollen. Doch bereits jetzt gibt es Engpässe. Anders ausgedrückt: „Wir platzen aus allen Nähten.“

Die Sportplatz-Erweiterung wird insbesondere von den Schulen, dem TV Kalbach und auch weiteren Vereinen herbeigesehnt – wegen der geplanten Laufbahn. Derzeit gibt es am Riedberg nur die rund 700 Meter lange Finnenbahn um den „alten“ Sportplatz und eine 100-Meter-Bahn hinter dem Gymnasium, die asphaltiert ist. Letzteres ist für zeitgemäße Leichtathletik kaum geeignet. Hinzu kommt, dass auch die große Leichtathletikhalle am Martinszehnten nur eingeschränkt für den Breitensport zugänglich ist und der Olympiastützpunkt dort keine Außenfläche hat.

Damit die neue Sportanlage am Riedberg inklusive vier Laufbahnen entstehen kann, muss auf die im Bebauungsplan vorgesehenen Kleingärten verzichtet werden. Das tragen auch die Grünen mit. Die Kita Königsblick, derzeit in provisorischen Räumlichkeiten auf dem Gelände, will im nächsten Jahr umziehen. Das steht schon fest. Wenn dann noch die Hamster weichen würden, könnte es endlich losgehen…

(Text: cd/ Foto: Fotolia)

Wir sind dann mal weg…

Jeder hat nur einen kleinen Koffer, maximal 18 Kilo schwer. Die Wohnung am Kätcheslachpark ist längst ausgeräumt. Ein Teil landete auf dem Flohmarkt, Lieblingsmöbel sind bei den Eltern untergestellt. „Mehr brauchen wir nicht, das ist alles nur Ballast“, sagt Tobias Hopf (32), Personal Trainer und Finisher beim Ironman in Zürich und Frankfurt. Denn heute um kurz nach 20 Uhr geht es los. Heute erfüllen sich Tobi und Freundin Angelika Fischer, übrigens interne Verkaufsleitung bei P&C in der Zeil, einen lang gehegten Traum und starten zu einer Weltreise. Ein Jahr lang. Heute Abend geht es Nonstop nach Kapstadt/ Südafrika. Dann folgen die berühmte Garden Route inklusive Felsklippen, malerischen Buchten, ausgedehnten, breiten Sandstränden plus Regenwald. Danach zweieinhalb Wochen Bali, sieben Wochen Thailand, Laos, Vietnam. Ab Januar Australien und Neuseeland.

Es ist ein beneidenswertes Programm. Doch wer Angelika und Tobias näher kennenlernt, erfährt schnell, dass nicht nur Abenteuerlust hinter dieser Traumreise steckt. Angelika konnte sich dank ihres Arbeitgebers ein „Sabbatical“ nehmen, reist also mit beruflich gesichertem Rückfahrticket. Tobias wiederum möchte die Zeit auf allen Kontinenten dazu nutzen, um die neuesten Fitness- und Sporttrends all around the world aufzuspüren. Der Extremsportler erklärt: „Ich möchte wissen: Wie macht die Welt Sport?“ Wie hält man sich beispielsweise in Brasilien aktuell fit, welche Kurse, Geräte und Konzepte sind in Südafrika oder Asien angesagt? Wie können Outdoor-Aktivitäten, die in irgendeinem Winkel der Erde vielleicht schon seit Jahrhunderten gepflegt werden, unser Leben (positiv) beeinflussen? Über all das werden die Weltreisenden aus Ffm-Riedberg ab sofort auf ihrem Blog www.fitness-around-the-world.com berichten. Während sie gerade am Strand sitzen, vom Schwimmen in der Brandung kommen oder schlicht einen Tag erlebt haben, den sie nie mehr vergessen möchten. Das Lebensmotto der beiden ist: „Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum.“ Das Lieblingszitat: „Life is, what happens, while you’re busy making other plans.“ (John Lennon) Angelika Fischer und Tobias Hopf wollen das Leben spüren und ihre Pläne verwirklichen…

Gemeinsam gegen die Sucht

Eberhard (63) sucht nicht nach schönen Worten. Er sagt klipp und klar: „Der typische Alkoholiker ist Mitte 40. Man trinkt sich in die Droge ein. Das geht leider solange und teils über Jahre gut, bis man es im Alltag oder im Job spürt, bis man schlicht nicht mehr funktioniert.“ Heute Abend wird Eberhard die erste Selbsthilfegruppe für Alkohol-, Medikamenten-Abhängige und andere Sucht-Erkrankungen am Riedberg leiten. Er war selbst abhängig, arbeitet beruflich im Management eines großen Unternehmens und ehrenamtlich für die Freiwillige Suchtkrankenhilfe. Er hat 180 Stunden Ausbildung zum Suchtkrankenhelfer absolviert, um anderen zu helfen, den Weg zu gehen, der ihn zurück in ein selbst bestimmtes Leben ohne Alkohol führte.

Unser Stadtteil ist für den gemeinnützigen Suchthilfe-Verein mit Sitz in Bad Homburg ein idealer Standort für eine neue Selbsthilfegruppe. Der Riedberg ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestens erreichbar, der Frankfurter Norden bietet kaum vergleichbare Angebote. Die ersten Interessenten haben sich bereits gemeldet. Eberhard wird die Gruppe mit einem Kollegen gemeinsam leiten. Für MAINRiedberg skizziert er den Ablauf der Zusammentreffen, schickt aber gleich vorweg: “Eine Suchtkrankheit kann man nur zum Stillstand bringen, aber nicht heilen.“ Völlige Freiwilligkeit und völlige Anonymität sind in der Gruppe garantiert. „Wir kontrollieren niemanden und telefonieren keinem hinterher.“ Wer raus aus der Sucht will, muss es selbst wollen und freiwillig Unterstützung suchen.

Dabei wird sehr darauf geachtet, dass „sich keiner angegriffen fühlt, was auch immer er oder sie berichtet“. In der so genannten „Blitz-Runde“ zu Beginn der Treffen, wo jeder schildert, wie es ihm momentan geht. Wo man auch einen Rückfall beichten kann. Gemeinsam wird dann im Verlauf der Treffen ein Thema gesucht, das alle trifft und betrifft. Beispielsweise, wie man bei Festen oder auch Firmenfeiern den Kontakt mit Alkohol komplett vermeidet. Wie man einsame Abende und Seelentiefs überwindet oder was hilft, wenn es kribbelt. Wenn der besondere Kick fehlt und das Verlangen im Casino oder Online weiterzuzocken übermächtig wird. Hier zählen die Erfahrungen von allen. Jeder kann im Prinzip jedem helfen.

Eberhard und seine Kollegen sind aber auch behilflich dabei, wenn jemand Therapie-Möglichkeiten ausloten und Therapie-Anträge stellen möchte. Er appelliert auch an Familie, Freunde und Arbeitskollegen von Abhängigen „nicht wegzuschauen“, sondern aktiv zu werden, notfalls und rechtzeitig Druck auszuüben. Er weiß aus eigener Erfahrung, „dass man eine hohe Chance hat, wenn die Fassade noch stimmt“.

Die neue Selbsthilfegruppe am Riedberg trifft sich ab sofort jeden Mittwoch von 19.30 bis 21.30 Uhr in den Räumen des CASA-Reha-Heims in der Altenhöferallee 74 – 78. Infos unter Tel.: 01805/222118 sowie www.f-s-h.de

„Wir sind ein offenes Haus“

Manchmal steht eine ältere Dame in der Altenhöferallee vor Haus Nummer 163. Sie zieht ganz langsam an einer Zigarette, guckt dem Verkehr zu. Lächelt höchstens, wenn die Kinder auf dem Weg zur Grundschule an ihr vorbeieilen. Wenn sie dabei miteinander quatschen, manchmal streiten oder sogar singen. Da gibt es noch einen Mann, der besonders gerne seine Runden in den Straßen des Neubaugebiets dreht. Zu Fuß und tagtäglich. Und da gibt es noch 18 weitere Bewohner und Einrichtungsleiterin Charlotte Fern, die sich über den Besuch zahlreicher Riedberger zum Nachbarschaftsfest am Samstag ab 15 Uhr freuen würden. Das 2011 erbaute Heim des Sozialwerks Main Taunus will „ein offenes Haus sein“, unsichtbare Grenzen überwinden. Die Einrichtungsleiterin wägt jedes Wort. Sie sagt dann: „Wenn man sich gegenseitig kennt, wächst auch das Verständnis füreinander.“

Das Sozialwerk ist seit vier Jahrzehnten in der gemeindepsychiatrischen Versorgung der Stadt Frankfurt aktiv. Auch in die Einrichtung am Riedberg mit 20 Betreuungsplätzen und sechs externen Wohngruppen, engagierten Mitarbeitern und Betreuern, „geht niemand freiwillig“. Doch hier gibt es Ansprechpartner, Angebote, Struktur, Begleitung, Feste, eine Gemeinschaft und auch Selbstbestimmung. Wenn es einzelnen im Laufe der Betreuung besser geht, wenn es gelingt, vom Haus in einer der Wohngruppen in angrenzenden Stadtteilen zu wechseln, ist das „schon ein großer Erfolg“, wie Charlotte Fern erklärt. Dann haben sie die Chance, ihr Leben Stück für Stück besser in den Griff zu kriegen. Trotz psychischer Erkrankungen, die teils schon in der Kindheit bedingt sind, trotz schizophrener Wahrnehmungen oder Angst- und Zwangsstörungen. In der Regel wird die Einrichtung von gesetzlichen Betreuern, Kliniken oder Angehörigen von Kranken angefragt, für die ein Platz im Wohnheim oder in einer der betreuten Gruppen der bestmögliche Weg ist.

Einige Bewohner leben in ihrer eigenen Welt. Auch eine Dame, die sich schon mal in Nachbarschaftsgärten „verirrt“ hat und dann auch nicht weichen wollte. Charlotte Fern und ihre Kollegen würden sich wünschen, dass in einem solchen Fall Nachbarn anrufen und sinngemäß fragen: „Gehört die zu Ihnen? Was sollen wir tun?“ Sie appelliert an gegenseitiges Wohlwollen und Verständnis und hofft: „Wenn man sich kennt, die Gesichter kennt und auch uns kennt, ist das alles leichter.“ Umso herzlicher ist deshalb auch die Einladung zum Nachbarschaftsfest, zu dem auch Kinder herzlich willkommen sind. Es wird eine Hüpfburg, den Auftritt von Illusionskünstlern und Führungen durch das Wohnheim geben. Natürlich auch Kaffee und Kuchen und viel Zeit für interessante Gespräche.

Bereits heute, Freitag, ist von 14 bis 18 Uhr ein Tag der offenen Türe.

Das Nachbarschaftsfest am Samstag beginnt um 15 Uhr und dauert bis 18 Uhr. Große und kleine Besucher sind herzlich willkommen!

Einrichtungsleiterin Charlotte Fern freut sich auf viele interessierte Besucher                  Foto: Detsch

Einrichtungsleiterin Charlotte Fern freut sich auf viele interessierte Besucher Foto: Detsch

Pausenbrot von der Dezernentin

Kurz vorher tobten sie noch in der ersten Pause herum. Jetzt sehen mehr als 200 Erst- und Zweitklässler der Marie Curie Schule die Dame, die ihnen als „Umwelt-Bürgermeisterin“ vorgestellt wird, neugierig, manche auch ein bisschen skeptisch an. Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig hat eine gelbe, selbstverständlich frisch gefüllte Bio-Brotbox in der Hand und will zuerst wissen: „Wer von euch hat denn heute schon gefrühstückt?“ Die meisten Finger schnellen nach oben. Und während die Grünen-Politikerin und Schirmherrin des Projekts erklärt, was zu einem „richtig guten und gesunden Frühstück“ gehört und wo dieses richtig gesunde Frühstück herkommt, sagt ein Vertreter des Umweltforums Rhein-Main leise: „Wir machen die Aktion jetzt im zehnten Jahr. Aber das ist die erste Schule, wo so viele Kinder schon etwas gefrühstückt haben und auch schon auf einem Bauernhof gewesen sind.“

Die Initiatoren wollen Kinder aus allen Familien und Stadtteilen erreichen und ihnen viel Wissenswertes rund um das Thema Ernährung mit auf den Weg geben. Auch, dass eine ausgewogene Ernährung körperlich und geistig fit macht. Normalerweise kommen nur Schulanfänger in den Genuss der besonderen Schulstunde. Da beide Grundschulen am Riedberg im Flex-System, also erste und zweite Klassen gemeinsam lernen, können sich an diesem Montagmorgen in der neuen Grundschule auch Sieben- und Achtjährige über Obst, Brot, Gemüse und spannende Informationen freuen.

Auch ein wichtiger Partner der Aktion, der Dottenfelderhof in Bad Vilbel, stellt sich vor. Die Kinder erfahren, dass es auf dem Schulbauernhof zwar keinen Esel, aber „ein riesengroßes Ackerpferd, den Fritz“ gibt. Dass die Rinder „Super-Mist machen, der die Erde fruchtbar macht“ und in den Ländereien auch viele Bienen leben, die wiederum besten Honig produzieren. Wer in der großen Schlange Richtung Bio-Brotboxen steht, kann auf einem Tisch auch viele Erzeugnisse des Hofs sehen, riechen und anfassen. Von der Gurke bis zur Paprika, von Kartoffeln bis Blumen. Kommenden Samstag von 14 bis 17 Uhr findet übrigens ein großes Herbstfest auf dem Hof statt. Kinder können Kürbisse ernten, Rübengeister schnitzen und erfahren, warum hier Getreidesaatgut für die Zukunft gezüchtet wird.

Die Umwelt-Dezernentin hat unterdessen alle Hände voll zu tun. Wortwörtlich genommen. Denn sie verteilt mit Schulleiterin Inken Matzen, Claudia König vom Elternbeirat der Grundschule sowie Monika Dorn von der FES Pausenbrote an die wartenden Kinder. Oder fragt schon mal nach, was sie denn am liebsten zum Frühstück essen und welche Brotsorten denn besonders gut schmecken.

Den Namen der Dezernentin, „Frau Heilig“, können sich viele Kinder gut merken. Und der Herr bei der Begrüßung neben ihr? „Der sieht aus wie der Meister Eder“, sagt ein Erstklässler leise, aber hörbar. Zugegeben: Über die vermeintliche Ähnlichkeit ließe sich streiten. Hans-Georg Dannert vom Umweltforum Rhein-Main hat dennoch allen Grund, den Start der Bio-Brotboxen-Aktion als großen Erfolg zu verbuchen. Rund 7500 Schulanfänger aus 89 Grund- und Förderschulen sind in diesem Jahr dabei. Die Riedberger Kinder machten den Anfang.

In den Bio-Brotboxen ist je ein Vollkornbrötchen, eine Karotte, vegetarischer Brotaufstrich, Rosinen

In den Bio-Brotboxen ist je ein Vollkornbrötchen, eine Karotte, vegetarischer Brotaufstrich, Rosinen, ein Gutscheinheft, Infos des Kindersorgentelefons und „Rote Nasen Clown-Tee“

(Text: cdet/ Fotos: Presseamt)

Einzigartig: Tanzen mit und ohne Handicap

Thom Hecht lächelt viel, wenn er mit den Kindern tanzt. Natürlich auch, wenn er Erwachsene oder Teenager unterrichtet. Seine Ballettstunden sind selbst in den Ferien gut besucht. Als er danach um ein paar Gesprächsminuten bittet, merkt man sofort, dass ihm etwas auf dem Herzen liegt. Ja, er möchte nur kurz auf ein besonderes Angebot aufmerksam machen. „Demnächst gibt es hier auch inklusiven Kindertanz“, berichtet er. „Das ist einzigartig nicht nur am Riedberg, das ist meines Wissens einzigartig im gesamten Frankfurter Raum.“ Immer freitags können dann Kinder auf phantastische Entdeckungsreisen gehen. Mit allen Sinnen, Musik und so, wie sie sich gerade fühlen. Kinder mit und ohne Handicap.

Dr. Thom Hecht (42) hat in Texas Tanz studiert. Zudem eine Fachkombination, die soziale Gerechtigkeit in allen Facetten des Lebens untersucht und beleuchtet. Ihm ist es ein Anliegen, „Hemmungen abzubauen“ und „Anders-Sein als Normal-Sein zu vermitteln“. Mit Spiel, viel Freude und in einer Gruppe, die jedem Kind Halt geben kann. Vier gesunde Kinder und zwei mit Down-Syndrom sind bereits für den Kurs angemeldet, den Hecht ab September für das Familienzentrum Billabong veranstaltet. „Vielleicht kann und möchte irgendwann noch ein Kind mit einer körperlichen Behinderung zu uns stoßen“, bemerkt er. Auch Kinder im Rollstuhl kann die Tanzerfahrung begeistern. Musik hilft, Gefühle auszudrücken. Menschen mit Handicap haben Wissenschaftlern längst berichtet, wie frei und „gesund“ sie sich fühlen, wenn sie sich bewegen. Im Wasser, beim Tanz. Sogar beim Klettern, das übrigens die Frankfurter Sektion des Alpenvereins für körperlich und geistig Behinderte in Preungesheim anbietet.

Beim Tanzen gehen alle auf Bewegungsreise. Die Themen lauten „Im Spielzeugland“, „Im Dschungel“ oder „Die geheime Schatzinsel“. Was gemacht wird, bestimmen die Kinder zwischen drei und acht Jahren selbst. Jeder so, wie er kann und möchte. Gemeinsam in der Gruppe. Mit Betreuung, aber ganz ohne Eltern. Thom Hecht folgt dabei einem innovativen Konzept, das bewusst Kinder mit einem größeren Altersunterschied in einer Gruppe verbindet. „Schließlich geht es nicht darum, dass alle das gleiche Level haben, sondern darum, dass sie gemeinsam etwas erreichen.“ Nicht selten ist es so, dass fitte Kinder den anderen helfen, sie unterstützen „und eine Führungsrolle übernehmen“. Am meisten freut es ihn, wenn nicht nur er die jeweils 45 Minuten als Bereicherung empfindet. Einfach ausgedrückt: Wenn möglichst viele Kinder lächeln.

C. Detsch

Informationen zur Anmeldung, Terminen und Gebühren unter www.billabong-family.de

Fit für den Strand TEIL 2

Es ist Sommer pur, mit über 30 Grad. „Ironman“ Tobias Hopf empfiehlt, an diesen Tagen am besten den frühen Morgen oder die Abende für Fitness am Riedberg zu nutzen. Wie praktisch, dass das nächste – und vollkommen kostenlose – Freiluft-Studio nur ein paar Schritte entfernt ist…

 

Hier geht’s zu den Fitnessübungen
>>> Fit für den Strand mit Tobias Hopf

 

Kurze Erholung gefällig? Dann genießen Sie doch die wunderbaren Sommertage. Neue Tipps von Tobias Hopf gibt es in der kommenden Woche!

Entwarnung nach Chemie-Unfall

Entwarnung nach dem Vorfall am letzten Freitag: Das Labor im Biozentrum der Goethe-Universität am Campus Riedberg kann ab sofort wieder uneingeschränkt genutzt werden, die zwischenzeitliche Schließung wurde durch die Behörden aufgehoben. Nach Uni-Angaben besteht keine Gesundheitsgefahr mehr.

Am Freitagnachmittag war es in einem Bio-Labor am Campus Riedberg zu einem Zwischenfall gekommen: Eine Studierende hatte ein Gefäß mit einer giftigen flüssigen Chemikalie fallen lassen. Eine geringe Menge Mercaptoethanol wurde dabei freigesetzt. Die Dämpfe der Substanz können Atemwege, Augen und Haut stark reizen. Die Frankfurter Feuerwehr war daraufhin angerückt, das Gebäude war vorsorglich geräumt worden. Drei Personen wurden zur Beobachtung  ins Krankenhaus gebracht, Verletzungen gab es letzthin aber keine. Auch im Gebäude und im Labor sind keine nennenswerten Schäden entstanden, wie der Immobilienleiter der Goethe-Universität, Dr. Albrecht Fester, erklärte.

FIT für den Strand

Er ist sympathisch, schnell, fast immer auf dem Weg zum nächsten Training – und hat trotzdem noch ein entspanntes Lächeln im Gesicht: Tobias Hopf (32), Personal Trainer und “Ironman”, möchte die MainRiedberg-Leser fit für den Strand machen. Oder besser gesagt: “Ich möchte euch mal zeigen, was man hier direkt in unserem Stadtteil und in kürzester Zeit alles machen kann, um fit zu werden!” Damit’s vielleicht doch noch mit dem Traumbody in Bikini und Badeshorts klappt…

Sind Sie neugierig geworden? Dann klicken Sie doch auf unsere neue Rubrik „riedbergFIT“ direkt beim MAINRiedberg-Logo. Experte Tobias Hopf verrät dort ab sofort ein Mal pro Woche, mit welchen Fitness-Tricks und Übungen wir Muskeln und Körper in nur 20 Minuten trainieren können. Zum Beispiel auch im Kätcheslachpark, direkt vor unserer Haustüre…