Kategorie: Frankfurt

Kita-Feuer war wieder Brandstiftung

Am Montag um 3.02 Uhr wurde die Feuerwehr Frankfurt zur Kita der Waldorfschule in der Friedlebenstraße im Dornbusch gerufen. Die nach wenigen Minuten eintreffenden Kräfte fanden ein zweigeschossiges Gebäude aus einer Holzkonstruktion vor, das Obergeschoss bereits in Vollbrand. Trotz viel Verstärkung war das Feuer erst um 6 Uhr unter Kontrolle, der Kindergarten ist vollständig zerstört worden. Wie man jetzt weiß: Es war Brandstiftung! Wie schon an Frankfurts Wahrzeichen, dem abgebrannten Goetheturm, und zwei weiteren hölzernen Pavillons.

Gestern teilte die Polizei mit: Die ersten Ermittlungen zur Brandursache haben ergeben, dass ein technischer Defekt ausgeschlossen werden kann. Demzufolge ist das Gebäude in Brand gesetzt worden. Welche Form der Zündquelle verwendet wurde, müssen die weiteren kriminaltechnischen Untersuchungen zeigen.

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung. Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten sich unter der Telefonnummer: 069/755-53111 zu melden.

(Foto: Fritz Demel/ Feuerwehr Frankfurt)

Stadt will Goetheturm wieder aufbauen

Für viele Frankfurter ist diese Nachricht ein Albtraum und nicht nur Stadtvertreter traf das mitten ins Herz: Ein Feuer hat heute in den frühen Morgenstunden den Goetheturm, unser Wahrzeichen im Stadtwald und eines der beliebtesten Ausflugsziele, in Schutt und Asche gelegt.

Gegen 3.15 Uhr erreichten Polizei und Feuerwehr zahlreiche Notrufe, dass der Goetheturm in Flammen stünde. Wenig später trafen die ersten Einsatzkräfte am Turm ein, da stand dieser bereits vollkommen in Flammen. Auch die intensiven Bemühungen der Feuerwehr konnten den Niedergang nicht verhindern. Angrenzende Gebäude und Waldbereiche gelang es so zu sichern, dass diese nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Brandstiftung wahrscheinlich – Polizei bittet um Hinweise

Der 43 Meter hohe Holzturm im Stadtwald war erst 2014 saniert worden. In der Nacht zum 1. Mai 2017 war bereits der hölzerne Morgentau-Pavillon im Koreanischen Garten abgebrannt, einen Monat später traf es den Wasserpavillon im Chinesischen Garten im Bethmannpark.

Mit Wut und Entschlossenheit reagierte Oberbürgermeister Feldmann auf die Nachricht. „Wenn sich ein Verdacht der Brandstiftung erhärten sollte, dass Kriminelle in unserer Stadt ein Wahrzeichen wie den Goetheturm niederbrennen, werden wir die volle Härte zeigen, unsere Polizei die Täter verfolgen und zur Rechenschaft ziehen.“

Nach Abschluss der Löscharbeiten haben spezialisierte Brandermittler der Frankfurter Kriminalpolizei ihre Arbeit begonnen. Die umfangreiche Spurensuche wird sicher mehrere Tage in Anspruch nehmen und dauern momentan an.

Zu der Brandursache sind derzeit keine seriösen und belastbaren Aussagen machbar. Aufgrund der Gesamtumstände ist eine Brandstiftung im weitesten Sinne sehr wahrscheinlich. Zusammenhänge mit ähnlichen Brandstiftungen der Vergangenheit werden im Rahmen der Ermittlungen geprüft.

In diesem Zusammenhang bittet die Polizei um Hinweise an den Kriminaldauerdienst unter Telefon 069/755-53111.

Das sind die Spendenkonten für den Wiederaufbau

OB Feldmann erklärte sogleich: „Ich werde alles daran setzen, den Goetheturm schnellstmöglich wieder aufzubauen.“ Bereits am Morgen haben ihn viele Menschen und Initiativen erreicht, die sich für den Wiederaufbau engagieren wollen. Dazu gehören die Handwerkskammer, die Nassauische Sparkasse, die Eintracht, die Frankfurter Sparkasse, die Stadion Betreiber Gesellschaft und viele mehr.

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig dankte der Feuerwehr, die den starken Funkenflug unterband und so einen Waldbrand verhinderte. Die benachbarte Gaststätte Goetheruh und der Waldspielplatz können wahrscheinlich schon am Wochenende wieder geöffnet werden. „Ich gebe allen Freundinnen und Freunden des Goetheturms das feste Versprechen, dass wir ihnen auch den Turm wieder zurückgeben.“

Beim Eintreffen der Feuerwehren um 3.24 Uhr hatte der Turm schon wie eine Fackel gebrannt. Das mit Teerölen imprägnierte Holz, das beim Bau Anfang der 1930er Jahre verwendet wurde, habe dazu sicher beigetragen. „Ein Großaufgebot an 60 Einsatzkräften unserer Berufsfeuerwehr und der drei Freiwilligen Feuerwehren Sachsenhausen, Oberrad und Niederrad war an dem Einsatz beteiligt und hat durch ihr schnelles und professionelles Handeln ein Ausbreiten des Brandes und damit noch Schlimmeres verhindert. Den Einsatzkräften danke ich sehr für ihr umsichtiges Agieren“, sagte Feuerwehrdezernent Markus Frank. Der Goetheturm wurde seinerzeit anlässlich des 100. Todestags von Johann Wolfgang von Goethe 1932 errichtet und war lange Zeit der höchste Holzturm Deutschlands.

Baudezernent Jan Schneider will nun mit der Bauaufsicht klären, ob ein originalgetreuer Wiederaufbau nach heutigen Standards noch genehmigt werden könnte. „Wünschenswert ist ein Wiederaufbau nach den alten Plänen zweifellos, ob er auch genehmigungsfähig wäre, muss nun geprüft werden“, sagte Schneider.

Die Nassauische Sparkasse und die Frankfurter Sparkasse haben bereits Spendenkonten eingerichtet, um den Wiederaufbau im bürgerschaftlichen Sinne zu unterstützen.

Spenden können auf folgende Konten der Stadt Frankfurt eingezahlt werden: Konto DE 46 5105 0015 0140 3028 60 bei der Nassauischen Sparkasse sowie Konto DE55 5005 0201 0200 6525 75 bei der Frankfurter Sparkasse, jeweils Stichwort „Wiederaufbau Goetheturm“


Das war das Frankfurter Wahrzeichen – und so soll der Turm möglichst bald wieder aufgebaut werden (Foto: Lesniewski)

Informationen: Stadt Frankfurt/ Polizei Frankfurt
Foto oben: Feuerwehr Frankfurt

Uni-Vorlesungen für
neugierige Kinder

In der nächsten Woche von Dienstag bis Freitag lädt die Goethe-Universität zur 15. Frankfurter Kinder-Uni auf dem Campus Westend ein – nachmittags übrigens ohne Anmeldung für alle Kinder von 8 bis 12 Jahren. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erklären in vier verschiedenen Vorlesungen ihr Forschungsgebiet auf anschauliche und unterhaltsame Weise. Ziel ist es, auf Wissenschaft neugierig zu machen und Kindern einen Eindruck vom Uni-Leben zu vermitteln.

Die Frankfurter Dr. Marschner Stiftung, deren großzügige Unterstützung seit 2015 die Weiterführung der Frankfurter Kinder-Uni ermöglicht, gab heute bekannt, eine weitere Förderung für mehrere Jahre wohlwollend prüfen zu wollen. „Ich bin davon begeistert, dass es bei der Kinder-Uni gelingt, Frankfurter Schülerinnen und Schülern aller Bildungsschichten einen ersten Kontakt mit der Universität zu ermöglichen“, so Peter Gatzemeier, Vorstand der Dr. Marschner Stiftung.

Es gibt ein Kinder-Uni-Shirt und ein tolles Programm

Neu in diesem Jahr ist das Design der Kinder-Uni-T-Shirts in den Farben orange, grün und blau mit einem zeitlosen neuen Kinder-Uni-Logo. In diesem Design wird es auch Kinder-Uni-Tassen geben.

Zum Auftakt der Kinder-Uni am Dienstag (12. September) um 9 Uhr wird das Rumpelstilzchen aus dem Märchen der Gebrüder Grimm vor Gericht gestellt. Dafür, dass es der Müllerstochter beim Goldspinnen hilft, verlangt es deren erstes Kind. „Darf es das?“, fragen der Jura-Professor Matthias Jahn und sein studentisches Team in der Vorlesung „Ach, wie gut, dass niemand weiß…“. Bei der Urteilsfindung haben die Kinder im Hörsaal ein gewichtiges Wörtchen mitzureden.

In Filmen wie „Star Wars“ greifen Regisseure tief in die Trickkiste, aber: „Funktionieren eigentlich Laserschwerter?“, fragt der Physiker Dr. Sascha Vogel in seiner Vorlesung am Mittwoch (13. September). Er nimmt mit den Kindern eine Reihe von Hollywood-Filmen unter die Lupe, so dass sie am Ende wissen, was physikalisch möglich ist und was nicht. Diese Vorlesung besucht auch Oberbürgermeister Peter Feldmann. Im Anschluss setzt er seine bereits zur Tradition gewordenen Gespräche mit vier ausgewählten Schulklassen fort.

Am Donnerstag (14. September) geht es um „Mord im Bienenvolk“. Prof. Bernd Grünewald, Direktor des Instituts für Bienenkunde, erklärt beispielsweise, warum eine frisch geschlüpfte Bienenkönigin ihre noch in den Waben schlafenden Schwestern vergiftet. Mit von der Partie sind echte Bienen, die gut sichtbar, aber unter Verschluss gehalten werden.

Wie man mit Röntgenstrahlen und Infrarotlicht den niederländischen Malern des 15. und 16. Jahrhunderts nachträglich über die Schulter schauen kann, erklärt Prof. Jochen Sander, Professor für Kunstgeschichte und stellvertretender Direktor des Städel Museums in seiner Vorlesung am Freitag (15. September). Die Kinder erfahren, wie Künstler beim Malen vorgegangen sind und entdecken so Manches, was unter der Farbe versteckt ist.

Mehr als 10.000 Kinder erwartet

Die Organisatorinnen rechnen in diesem Jahr mit mehr als 10.500 Kindern. Die beiden Vormittagsvorlesungen (jeweils 9:30 Uhr und 11:00 Uhr) sind nur für Schulklassen reserviert und komplett ausgebucht: Mehr als 300 Klassen aus dem gesamten südhessischen Raum werden an den acht Vormittagsvorlesungen teilnehmen, weitere 62 Klassen konnten leider nicht berücksichtigt werden.

Nachmittags um 16 Uhr sind alle Kinder von 8 bis 12 Jahren in Begleitung Erwachsener ohne Anmeldung eingeladen. Für Kinder, die keine Möglichkeit haben, die Kinder-Uni zu besuchen, gibt es einen Live-Stream (http://live.uni-frankfurt.de). Die Aufzeichnungen können auch im Nachhinein im Internet angeschaut werden, dort finden sich auch Aufzeichnungen aller Kinder-Uni-Vorlesungen seit 2011 (http://www.rz.uni-frankfurt.de/68128012/Kinderuni).

Nach beiden Vorlesungen können die Schülerinnen und Schüler sich in der Mensa, den Cafeterien des Studentenwerks oder im Bistrorante „Sturm und Drang“ im Erdgeschoss des Hörsaalgebäudes stärken. In den Betrieben des Studentenwerks bekommen sie gegen Vorlage ihres „Studentenausweises“ für 3 Euro ein Kinder-Menü oder einen Snack und ein Getränk.

Kinderleicht? Das Quiz zur Vorlesung

Auch in diesem Jahr gibt es zu jeder Vorlesung ein Quiz. Unter den Teilnehmern, die das Richtige angekreuzt haben, werden Buchpreise verlost. Auf der Homepage der Kinder-Uni (www.kinderuni.uni-frankfurt.de) sind die Quizfragen und später die richtigen Antworten einsehbar. Besonders eifrige Besucher der Kinder-Uni, die an mindestens drei Vorlesungen teilgenommen haben, können bei einer weiteren Verlosung mitmachen. Zu gewinnen sind Sach– und Hörbücher, sowie Kinder-Uni-T-Shirts.

(Logo und Informationen: Pressestelle Goethe-Universität)

60.000 Frankfurter
weichen dieser Bombe

Sie heißt HC-4000, wiegt 1,8 Tonnen und wurde in den Kampfeinsätzen der britischen Royal Air Force gegen Nazi-Deutschland über Frankfurt abgeworfen. Am Mittwoch wurde die Weltkriegs-Bombe mit mehr als 1000 Kilo Sprengstoff im Westend entdeckt. Jetzt steht Frankfurt vor der größten Evakuierung der Nachkriegszeit: Bis Sonntag, 3. September, 8 Uhr muss der Bereich 1, 5 Kilometer um den Fundort evakuiert sein. Mehr als 60.000 Menschen müssen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Krankenhäuser, Seniorenheime, Uni, Bundesbank und Hessischer Rundfunk müssen evakuiert werden. Der U-Bahn-Verkehr wird im entsprechenden Bereich eingestellt (siehe unten). Frankfurts Sicherheitsdezernent Markus Frank spricht von einer „großen Kraftanstrengung“ und appelliert an Mitarbeit und Hilfsbereitschaft der Bürger. Er sagt: „Wenn uns aber jeder unterstützt, bin ich mir sicher, dass alle am Sonntag um 20 Uhr zuhause sein können.“

Die gute Nachricht ist: In den vergangenen Jahren sind fast alle Bomben-Entschärfungen ohne größere Zwischenfälle gelungen. Allerdings wird berichtet, dass eine so große Bombe selbst die Experten vom Kampfmittelräumdienst bisher noch nie entschärft haben. Die Zuversicht ist trotzdem groß. Der Fundort der Bombe wird von der Polizei bis zur Entschärfung rund um die Uhr bewacht. Was ist aber mit all jenen Frankfurtern, die am Wochenende kein Ausweichquartier haben? Die Behörden rechnen mit etwa 6000 Menschen, die in einer Messehalle, der Jahrhunderthalle und kleineren Turnhallen unterkommen könnten. Verkehrsbetriebe und FES haben auch schon Hilfe angeboten. Die Stadt hat zudem ein Bürgertelefon geschaltet, das unter 069/212-111 ständig erreichbar ist.

Diese Straßen sind gesperrt

Aufgrund der aufgefundenen Weltkriegsbombe werden in den kommenden Tagen erhebliche Verkehrsbeinträchtigungen aufkommen, die teils bereits heute Nacht beginnen, aber nur den Lkw-Verkehr betreffen. Ab Sonntag um 4 Uhr wird dann die BAB 66 in Richtung Frankfurt (Ausbauende F-Miquellallee) ab dem Nordwestkreuz Frankfurt gesperrt, ab 8 Uhr wird es in der Frankfurter Innenstadt zu umfangreichen Sperrmaßnahmen kommen. Autofahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Ab dieser Uhrzeit ist der gesamte Verkehr im Evakuierungsbereich gesperrt.

Hier fahren keine U-Bahnen

Auch der öffentliche Personen- und Nahverkehr der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), sowohl ober- als auch unterirdisch, wird im Sperrbereich für die Dauer der Maßnahmen vollständig eingestellt werden. Weitere Informationen unter www.traffiq.de.

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Alle Informationen zum Bombenfund und dem daraus folgenden Evakuierungskonzept sind auch auf den Internetseiten der Feuerwehr unter www.feuerwehr-frankfurt.de und der Polizei unter www.polizei.hessen.de/ppffm zu finden.

(Quelle: Feuerwehr Frankfurt/ bearbeitete Grafik)

Doppelgeburtstag im Müllheizkraftwerk

In diesen Tagen feiert „unser“ Müllheizkraftwerk (MHKW) am Fuß des Riedbergs gleich zwei Jubiläen: Zum einen ist es der zehnte Geburtstag des Kraftwerks, welches unter anderem die Nordweststadt zuverlässig mit Strom und Wärme versorgt. Zum anderen wird an diesem Standort in Heddernheim seit 50 Jahren der Müll aus Frankfurt und Umgebung verbrannt.

Seit dem 1. Januar 2007 sind das Heizkraftwerk und die ehemalige Abfallverbrennungsanlage als Müllheizkraftwerk (MHKW) ein Anlagenverbund. Die ursprünglich getrennten Leitwarten wurden damals zu einer räumlichen Einheit zusammengelegt. Auf schultafelgroßen Bildschirmen werden heute dort alle Prozesse überwacht und gesteuert.

Am 25. August feierten die Frankfurter Stadträtin und Dezernentin für Umwelt und Frauen Rosemarie Heilig, der Mainova-Vorstandsvorsitzende Constantin H. Alsheimer und der Geschäftsführer der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES), Dirk Remmert, gemeinsam die beiden historischen Ereignisse. Für Heilig und Alsheimer war es gleichzeitig die Rückkehr an eine gemeinsame Wirkungsstätte. Beide waren beim Umbau des MHKWs in wesentlicher Leitungsfunktion involviert.

„Ich bin sehr froh darüber, dass die Stadtpolitik damals entschieden hat, das Projekt selbst zu stemmen, immerhin eine Viertelmilliarde hat das damals gekostet“, führt die heutige Stadträtin aus. „Müllverbrennung ist heute dank modernster Rauchgas-Reinigungsanlagen eine nahezu 100 Prozent saubere Angelegenheit“, sagt Heilig weiter.

Fernwärme spart 100.000 Tonnen CO2

Alsheimer hebt besonders die klimaschonenden Aspekte der Fernwärme des neu eröffneten Fernwärmeverbunds hervor: „Die verstärkte Nutzung der CO2-neutralen Wärme aus dem MHKW führt zu einer deutlichen Reduzierung von Emissionen im innerstädtischen Bereich. Mit dem Ausbau der Fernwärme leistet die Mainova einen großen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Stadt Frankfurt. Durch den gesamten Fernwärmeverbund spart Frankfurt jährlich 100.000 Tonnen CO2 ein.“

Weiterhin unterstreicht der Mainova-Vorstandsvorsitzende: „Das Müllheizkraftwerk ist eine Erfolgsgeschichte und eine wichtige Struktureinrichtung der Stadt. Es war richtig, die Anlage in kommunaler Hand zu belassen und nicht zu verkaufen. Der Plan von vor über zehn Jahren ging voll auf.“

Dirk Remmert, Geschäftsführer der MHKW GmbH und FES GmbH, hebt in diesem Zusammenhang die gelungene Kreislaufwirtschaft hervor: „Der Abfall der Frankfurter Bürgerinnen und Bürger wird von der FES gesammelt, in das MHKW transportiert und hier thermisch verwertet. Die Erlöse aus der Aufbereitung der Schlacke sind zudem ein wertvoller Beitrag zu den Gewinnen der FES.“ Die Stadt verwendet ihren Gewinnanteil an der FES zur Stabilisierung der Gebührenhaushalte Abfallsammlung und Straßenreinigung.

Das MHKW in Frankfurt gehört in Deutschland zu den modernsten und leistungsfähigsten Müllheizkraftwerken. Insbesondere die in Frankfurt und Rhein-Main anfallenden gewerblichen Abfälle können entstehungsnah und ökologisch hochwertig verwertet werden.

Text und Foto: Presse-Info Stadt Frankfurt

Im Bild von links nach rechts: der Mainova-Vorstandsvorsitzende Constantin H. Alsheimer, Dirk Remmert, Geschäftsführer der MHKW GmbH, sowie Stadträtin und Dezernentin für Umwelt und Frauen Rosemarie Heilig

Frankfurt feiert das Museumsuferfest

Frankfurt feiert von Freitag bis Sonntag beim diesjährigen Museumsuferfest. Mit 500 Einzelveranstaltungen, wo sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei ist. Zwischen Eiserner Steg und Friedensbrücke sind beide Main-Ufer voller Stände und Attraktionen vom Afrika-Dorf „Savanne“ bis zum Freigehege des Kunstvereins, mit Sonderveranstaltungen und Führungen der Museen vom Städel bis zum Eintracht-Frankfurt-Museum. Musik inklusive. Auf der Bühne des Sportkreis tritt heute Abend zum ersten Mal die Gruppe „Mainhattan Groove“ rund um den Bandleader und Riedberger Andy Ludyk auf. Los geht’s um 20 Uhr.

Drachenbootrennen und Sportwelt-Arena

In bewährter Tradition hat auch der Sport seinen Platz. Bereits zum 18. Mal präsentiert der Sportkreis Frankfurt mit Vorführungen, Mitmachangeboten und Aktionsständen von Vereinen und natürlich den spektakulären Drachenbootrennen das Beste aus der Sportregion Rhein-Main. Ergänzt wird das Sportprogramm durch Livemusik und kulinarische Angebote. Zu finden ist die Sportwelt-Arena auf der Nordseite des Holbeinstegs, der zudem die Ziellinie der Drachenbootrennen markiert. Übrigens: Die Finale der Drachenbootsrennen sind am heutigen Samstag kurz nach 19 Uhr.

Steinzeitkinder und Römische Mode

Zum Museumsuferfest bietet zum Beispiel auch das Archäologischen Museum ein abwechslungsreiches Programm: Die Sonderausstellung „Steinzeitkinder – Kleine Jäger und Sammler“ führt die Besucher in die Welt der jüngeren Altsteinzeit (ca. 40.000-12.000 Jahre vor heute). Dabei laden zahlreiche Exponate nicht nur Kinder zum Anfassen und Ausprobieren ein.

Und dann ist „Rom zu Gast in Frankfurt“: Die Wiese am Museum wird zum Militärlager, im Haus informieren Experten über Hygiene und medizinische Versorgung in der Römerzeit sowie antike Maße, Gewichte und Geld. Auf der Bühne können die Besucher den „neuesten“ Schrei der Mode im Römischen Reich bewundern.

17 Musikbühnen und Feuerwerk

Neben den außergewöhnlichen Programmen in den Museen laden die 17 Musikbühnen sowie zahllose Stände mit kulinarischen Köstlichkeiten entlang der beiden Mainufer dazu ein, die warmen Sommernächte entspannt ausklingen zu lassen.

Auch in diesem Jahr werden wieder gut zwei Millionen Besucher erwartet. Den krönenden Abschluss setzt das spektakuläre Musikfeuerwerk mit tausenden funkelnden Lichtern über der Skyline am Sonntagabend um 22 Uhr.

Das volle Programm finden Sie unter www.museumsuferfest.de/2017

(Grafik: Museumsuferfest)

Gesundheitsamt warnt
vor giftigen Pilzen

Das Gesundheitsamt warnt vor dem Verzehr von nicht eindeutig bestimmten Pilzen: Denn in Frankfurt sind drei Kinder und ein Familienvater schwer erkrankt, nachdem sie Knollenblätterpilz gegessen hatten. Die Fundstelle im Stadtteil Fechenheim wurde inzwischen kontrolliert und es wurde kein weiterer Grüner Knollenblätterpilz gefunden.

Das Frankfurter Gesundheitsamt warnt aus diesem Grund eindringlich vor dem Verzehr von Pilzen, sofern diese nicht durch ausgewiesene Pilzkenner eindeutig bestimmt sind.

Der Grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) gehört zu den giftigsten Pilzen in Deutschland: Das stark wirkende Gift Amanitin ist massiv leberschädigend und bereits der Verzehr von 50 Gramm dieses Pilzes kann zum Tode führen.

Um Pilzvergiftungen zu vermeiden, bietet das Gesundheitsamt seit vielen Jahren im Herbst eine kostenfreie Pilzberatung mit dem geprüften Pilzsachverständigen Dieter Gewalt an. Die Pilzberatung findet vom 10. September bis 29. Oktober 2017 an jedem Sonntag jeweils von 17 bis 20 Uhr im Gesundheitsamt, Breite Gasse 28, statt. Weitere Informationen zur Pilzberatung finden sich im Internet unter http://bit.ly/2wr1LPd .

(Foto: Holger Krisp)

Handy-Aufkleber im Freibad

Interessante Nachricht für Freibad-Fans: Die BäderBetriebe Frankfurt GmbH (BBF) werden ab sofort den Einsatz von Aufklebern testen, die auf der Kameralinse von Smartphones und Tablets angebracht werden können und so verhindern, dass Badegäste unfreiwillig fotografiert werden. Diese Aufkleber werden in der Testphase kostenfrei zunächst nur am Eingang des Freibads Riedbad in Bergen-Enkheim ausgegeben. Die Nutzung erfolgt auf freiwilliger Basis.

„Das Fotografieren und Filmen von anderen Badegästen ohne deren Einverständnis ist ohnehin verboten und gehört sich nicht“, sagt Frank Müller, Geschäftsführer der BBF. „Wir empfehlen allen, die ihr Smartphone im Schwimmbad für andere Zwecke nutzen möchten, die Aufkleber anzubringen. So kommen sie nicht unberechtigt in Verdacht, heimlich zu fotografieren. Auch Selfies sind so problemlos zu machen. Diese Aktion ist eine vorbeugende Maßnahme, in unseren Bädern gibt es bisher keine Beschwerden. Dennoch sind die Sticker eine gute Sache und ein freundliches Signal an die anderen Badegäste im Umfeld. In den Saunabereichen der BBF stehen die Aufkleber bereits seit länger Zeit zur Verfügung“, erläutert Müller.

Wenn die Aktion von den Gästen gut angenommen wird, ist geplant, die Aufkleber in allen Bädern anzubieten. Badegäste, die sich nicht an das Fotografierverbot halten, können aus dem Bad verwiesen werden. Es handelt sich um einen Verstoß gegen die Haus- und Badeordnung der BBF und einen Angriff auf die Privatsphäre, der nicht toleriert werden darf.

Zunächst hat BBF 60.000 Aufkleber des auf die Handysticker spezialisierten Herstellers Lens Seal bestellt. BBF wirbt bei ihren Kunden um Verständnis: Die Badegäste werden an der Kasse über Informationsmaterial und über den eigene Facebookauftritt auf die Aktion hingewiesen und motiviert mitzumachen.

Informationen und Foto/ Riedbad: BäderBetriebe Frankfurt GmbH (BBF)

Im Juli: U-Bahn
unterbrochen

Vom 1. bis 30. Juli wird die so genannte A-Strecke, auf der die Linien U1, U2, U3 und „unsere“ U8 im Abstand weniger Minuten verkehren, zwischen Dornbusch und Heddernheim in zwei Abschnitten unterbrochen. Die Arbeiten werden extra in die Sommerferien gelegt, da dann deutlich weniger Fahrgäste mit den U-Bahnen fahren. Denn es ist die meistbefahrene U-Bahn-Strecke in Frankfurt – mehr als 400 Züge pro Tag und Richtung sind dort unterwegs.

Während der Bauarbeiten fahren die U-Bahnen als Linie U1 auf der Tunnelstrecke zwischen Dornbusch und Südbahnhof uneingeschränkt im 5-Minuten-Takt mit 4-Wagen-Zügen. Auch von Heddernheim stadtauswärts sind durchgehend U-Bahnen im Einsatz, wenn auch nicht nach dem gewohnten Plan. Dazwischen fahren Gelenkbusse als Ersatz.

Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und die VGF empfehlen, die Baustelle mit Bus und Bahn möglichst großräumig zu umfahren und für sonst gewohnte Wege mehr Zeit einzuplanen. Sie bitten ihre Fahrgäste, soweit möglich, die S-Bahnen S5 und S6 oder die anderen alternativen Linien zu nutzen. Die Linien U9, 16 und 64 bieten durch mehr Wagen oder zusätzliche Fahrten zudem mehr Platz. Die Linie 60 fährt immer bis zum Bahnhof Eschersheim.

Denn für die mehr als 100.000 Fahrgäste, die täglich mit den U-Bahnen auf der Eschersheimer Landstraße fahren, bedeuten die Sperrungen unvermeidbare Einschränkungen. Für die Verkehrsunternehmen, die den Ersatzverkehr für etwas eigentlich Unersetzliches organisieren müssen, aber auch. Denn ein Gelenkbus kann einen voll besetzten U-Bahn-Zug mit 700 Plätzen leider nur begrenzt ersetzen. Engpässe mit Wartezeiten an Haltestellen des Schienenersatzverkehrs (SEV) werden daher nicht zu vermeiden sein.

Hinzu kommt, dass die Straßenbaumaßnahmen entlang der Eschersheimer Landstraße zu Verspätungen der Busse führen können. Zudem ist in den Ferien auch der Berkersheimer Weg erneut für Straßenbauarbeiten gesperrt, so dass die Buslinien 63 und 66 unterbrochen werden müssen.

Wann und wo die U-Bahnen unterbrochen werden

Die notwendigen Gleisbauarbeiten finden in zwei Abschnitten statt. Vom 1. bis 16. Juli muss dafür der U-Bahn-Verkehr zwischen Heddernheim und Hügelstraße unterbrochen werden. Anschließend, vom 17. bis 30. Juli, können die U-Bahnen nicht zwischen Hügelstraße und Dornbusch fahren.

So verkehren U-Bahnen und Ersatzbusse…von 1. bis 16. Juli

Zwischen Südbahnhof und Hügelstraße verkehrt die U-Bahn-Linie U1. Von der Hügelstraße über Heddernheim bis zur Station „Heddernheimer Landstraße“ sind Gelenkbusse unterwegs. Ab Heddernheim fahren die U-Bahn-Linien U2 nach Nieder-Eschbach (Achtung! Nicht bis Gonzenheim) und U3 nach Oberursel-Hohemark.

Die Linie U9 stellt eine „lange Verbindung“ von Ginnheim über die Nordweststadt, den Riedberg und Nieder-Eschbach nach Bad Homburg-Gonzenheim her. Die Linie U8 verkehrt nicht.

…von 17. bis 30. Juli

Jetzt fährt die U-Bahn-Linie U1 zwischen Südbahnhof und Dornbusch sowie zwischen Hügelstraße und Ginnheim. Der Einsatz der Gelenkbusse beschränkt sich auf den kurzen Abschnitt zwischen Dornbusch und Hügelstraße. Stadtauswärts ist der Umstieg von den SEV-Bussen in die U-Bahnen am Lindenbaum barrierefrei möglich.

Ab Hügelstraße fahren neben der U1 auch die Linien U2 (nach Nieder-Eschbach) und U3 (nach Oberursel-Hohemark). Die U9 stellt unverändert die Verbindung zwischen Ginnheim und Bad Homburg-Gonzenheim her. Die U8 ist nicht im Einsatz.

…von morgens bis abends im dichten Takt

Die U-Bahn-Linie U1 verkehrt auf dem Innenstadt-Abschnitt den ganzen Tag mit vier Wagen im 5-Minuten-Takt. Die Gelenkbusse des Schienenersatzverkehrs fahren genauso oft. Zu den verkehrsstarken Zeiten stehen sogar jeweils zwei Gelenkbusse bereit, um die Fahrgäste von der U-Bahn zu übernehmen.

Nördlich der Baustelle, also ab Heddernheim oder Hügelstraße verkehren die U-Bahn-Linien U1, U2 und U3, aber auch die U9, durchgehend mindestens viertelstündlich.

Die U-Bahn-Linie U9 fährt montags bis freitags die meiste Zeit des Tages sogar alle zehn Minuten.

Die beste Verbindung findet man in der Fahrplanauskunft unter www.traffiQ.de oder am RMV-Servicetelefon 069/24248024, das täglich rund um die Uhr zu erreichen ist.

Informationen: Presse-Info Stadt Frankfurt

Hier entsteht
der neue Stadtteil

Nicht weit vom Riedberg entfernt soll Frankfurts neuer Stadtteil für mindestens 25.000 Menschen entstehen. Laut Angaben der Stadt handelt sich dabei um ein Areal „beidseits der Autobahn A 5, das im Osten von Niederursel und Praunheim sowie im Westen von der Frankfurter Stadtgrenze umfasst wird“. Der Druck auf den Wohnungsmarkt ist groß, da bis zum Jahr 2030 die Einwohnerzahl auf mehr als 810.000 Menschen ansteigen soll. Im vergangenen Jahr waren knapp 730.000 Menschen in Frankfurt gemeldet – schon das war ein Rekord.


Dieses Gebiet könnte der neue Stadtteil umfassen

Am Freitag präsentierten Oberbürgermeister Peter Feldmann, Bürgermeister Uwe Becker und die Stadträte Stefan Majer und Mike Josef ihren Standortvorschlag für einen neuen Frankfurter Stadtteil. Das Entwicklungsgebiet ist knapp 550 Hektar groß, davon sind rund 190 Hektar Bruttobauland. „Aufgrund des anhaltenden Bevölkerungswachstums reichen die Projekte der Innenentwicklung nicht aus“, führt Oberbürgemeister Peter Feldmann aus. „Deshalb sind wir auch auf die Außenentwicklung angewiesen und gehen nun an die Schaffung eines neuen Stadteils heran.“ Bei den Untersuchungen zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept wurden rund 200 Flächen im Stadtgebiet unter die Lupe genommen. Das Areal westlich von Niederursel hat sich dabei als sehr gut geeignete Entwicklungsfläche erwiesen.

„Wir sehen hier starkes Entwicklungspotenzial und wünschen uns einen attraktiven, urbanen und lebendigen Stadtteil, der dringend benötigten Wohnraum zur Verfügung stellt“, erläutert Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker. „Er wird alle notwendigen Infrastruktureinrichtungen haben, die auch den angrenzenden bestehenden Stadtteilen zugute kommen werden.“

Frischluftschneisen bleiben erhalten

Ein weiteres Argument für das Areal, das allerdings bei den Nachbarn in Steinbach und Oberursel auf begrenzte Begeisterung stoßen dürfte: „Für die Bebauung des Areals müssen wir nicht in den Grüngürtel eingreifen, und die für die Klimaentwicklung Frankfurts entscheidenden Frischluftschneisen im Frankfurter Norden werden frei gehalten“, freut sich Stadtrat Stefan Majer. Der Grünraum bleibt Mensch und Natur erhalten. Noch ein Argument sind die guten Voraussetzungen für die Erschließung durch den ÖPNV. Stadtrat Mauer: „Neben den bestehenden Stadtbahn- und Schnellbahnlininen könnte hierfür auch die in Planung befindliche Regionaltangente West und eine Verlängerung der Stadtbahn U 6 dienen.“

„Wir werden die Stadt weiterbauen“, sagt Planungsdezernent Mike Josef. „Für das Gesamtareal werden wir nun vorbereitende Untersuchungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme auf den Weg bringen.“ Damit werden auch die Bodenpreise auf dem gegenwärtigen Niveau gehalten, um Spekulationen zu verhindern. Nun beginnt die vertiefte Prüfung des Gebiets. Plan ist derzeit, dass zunächst die Infrastruktur errichtet werden soll – wie Straßen, ÖPNV, Schulen – bevor die Wohnungen gebaut werden.

Zum Vergleich: Riedberg soll 2020 mehr als 6000 Wohneinheiten für mehr als 15.000 Menschen umfassen. Im neuen Stadtteil werden voraussichtlich doppelt so viele so genannte „Wohneinheiten“ entstehen. Innerhalb der nächsten 15 Jahre.

Informationen: Presse-Info Stadt-Frankfurt
Grafiken: Dezernat Planen und Wohnen