Kategorie: Einkaufen

Deshalb gibt es
Wurst-to-go!

Ab sofort gibt es am Riedberg Fleisch und Wurst to go. Wie bitte? Ja, manche Passanten werden sich erst mal vielleicht verwundert die Augen reiben. Aber was beim Kaffee längst Alltag ist, hält jetzt auch bei hochwertigen Fleisch- und Wurstwaren Einzug. Fleischerhandwerk 2.0 sozusagen. Nachdem die Kalbacher Metzgerei Kaiser bereits vor knapp zwei Jahren in unserem Co-Stadtteil Frankfurts ersten Wurst-Automaten in Betrieb genommen hat, folgt jetzt ein zweiter am Riedberg. Standort ist in der Ernst-Abbe-Straße, unmittelbar neben dem Eingang der Bäckerei Ruppel.

Fleisch von den eigenen Galloway-Rindern, Würste, Hühnerbrust, Hähnchenschenkel, aber auch Eier und Salate gibt es dort, wenn man die richtigen Tastenkombinationen drückt. „Wir haben hier aber auch mehr Fertiggerichte wie Gulasch, Chili oder Kartoffelsuppe“, erklärt Andreas Kaiser. Für Singles und Studenten. Oder generell, wenn’s schnell gehen muss. Der Automat wurde übrigens auch dank der tatkräftigen Mitarbeit einiger Riedberger via Facebook Realität. Dort hatte man nach einem Standort am Riedberg gesucht, nachdem Gerät Nummer eins in Kalbach schon so erfolgreich läuft. Mit Kunden „von 8 bis 80 Jahren“, vor allem außerhalb der Geschäftszeiten, am Wochenende. An guten Tagen läuft’s da „so gut wie im Laden“. Für die Traditions-Metzgerei, die seit mehr als 50 Jahren besteht, lohnt es sich trotz der fünfstelligen Investitionskosten. Mehr wird nicht verraten.

Ein Automat für die Zukunft?

Fleischermeister Andreas und Alexander Kaiser, aber auch der Mann, der für Anbieter Regiomart das Gerät heute ab 11 Uhr morgens programmierte und zum Laufen brachte, werden im Gespräch nachdenklich. Der Experte vom Automatenhersteller meint, dass viele Fleischer nicht nur in Frankfurt die Zukunft „komplett verschlafen“. Dabei könnten sie so mit Qualität und Frische, Produkten direkt vom Hersteller und der Tatsache überzeugen, „dass die Preise oft auch nicht über denen an einer guten Supermarkt-Theke liegen und man hier schneller einkauft, als man am Samstag einen Parkplatz sucht“. Fleisch werde außerdem für eine jüngere Generation zum „It-Piece“. Es wird „vielleicht nur noch drei Mal die Woche Fleisch gegessen, aber dann darf’s auch was Vernünftiges sein“.


Seit heute in Betrieb: Metzger Andreas und Alexander Kaiser am neuen Riedberger Automaten mit Fleisch und Wurst „to go“

Weitere innovative Einkaufsmöglichkeiten

Am Samstag ist von 9 bis 16 Uhr Wochenmarkt am Riedbergplatz. Jeden Donnerstag in der Mittagszeit hält inzwischen auch ein roter „Tante-Emma“-Verkaufswagen der Firma RhönGut an den drei Standorten Hans-Bethe-Straße, Hans-Leistikow- und Fabian-von-Schlabrendorff-Straße und verkauft Fleisch- und Wurst-Waren vom eigenen Berghof, sowie Brot, Kuchen, Obst, ausgewählte Getränke und Molkereiprodukte. Anbieter wie Rewe & Co. bauen in Frankfurt zudem das Online-Shopping inklusive Lieferservice aus. Ein Spagat zwischen gestern und übermorgen – vielleicht ist auch das die Zukunft…

(Fotos: Ludyk, Countrypixel, cd)

Mission Umbau im Supermarkt

„Das sieht alles sehr lecker und frisch angerichtet aus!“, so das einstimmige Urteil eines älteren Ehepaares am 26. Februar, dem Tag der Wiederöffnung des umgebauten REWE-Supermarktes auf dem Riedberg, als sie vor der neuen, erweiterten Salatbar stehen mit der Aufschrift: „Eigene Herstellung.“

Den Eindruck kann ich nur bestätigen. Die große Auswahl an Salatvariationen mit Tomaten, Nudeln oder als griechische Variante mit Ziegenkäse und gefüllten Weinblättern, hart gekochten Eier, usw., alles appetitlich angerichtet und klar beschriftet, sodass der Kunde nicht lange rätseln muss, welche kulinarische Spezialität er vor sich hat. Ein guter erster Eindruck nach der Neugestaltung des Eingangsbereiches.

Hatte ich mich noch, passend zur hessischen „Fassenacht“, ein wenig lustig gemacht über die Unordnung während der Umbauarbeiten, die, laut Plakat, auch für mich stattfanden: „Wir bauen für Sie um!“ – bin ich heute angenehm vom Ergebnis überrascht. Aber von vorne.

Damit mich niemand in meiner selbsternannten „Undercover Mission“ erkennt, – so eine Art: „Rach, der Restaurant-Tester“ – habe ich mich äußerlich vorsichtshalber völlig entstellt: Fünf Tage nicht rasiert und als Merkmal des echten Supermarkt-Kunden schiebe ich einen Einkaufswagen vor mir her. Tarnung ist eben alles!

Bereits am Eingang springt einem ein Meer aus Schnittblumen zum Sonderpreis ins Auge, daneben der plakatierte Hinweis: Jeder 100. Einkauf ist kostenlos, wird in Payback Punkten zurückgezahlt. Na, dann kann’s ja losgehen.

Gleich links, an der Stelle, an der Kunde einst seinen Einkaufswagen mit 1 € aus dem Verbund herauslöste, wartet die erwähnte neue Sushi Bar. Vier ganz in Schwarz gekleidete Japaner warten darauf, die Sushi-Liebhaber vom Riedberg kulinarisch zu verwöhnen. Emsig bereitet das Quartett frisches Sushi in allen Variationen zu. Auch ich halte inne, um mich mit einem Original Snack zu versorgen.

Weiter geht’s, entlang der neu gestylten Obst- und Gemüseabteilung. Links warten Kartoffeln, Paprika, Zwiebeln, Gurken und Tomaten auf ihre Liebhaber. In der Mitte die erwähnte und erweiterte Salatbar, dahinter, an den Glastüren weiteres Obst- und Gemüseangebote von A wie Apfel bis Z wie Zucchini.

Geübt schiebe ich den bis auf den Sushi Snack leeren Einkaufswagen links um die Ecke und stehe vor einem Holz-Häuschen. Das BIO-Haus beinhaltet ökonomisch Angebautes aus BIO-Kulturen und ist grünen Fröschen dekoriert, die auf den Dachgiebeln sitzen. Frage: Essen Frösche Gemüse aus BIO-Anbau?

Rechts an der Wand hat sich kaum etwas verändert, Fleisch und vieles mehr lagert gut gekühlt und sortiert hinter Glastüren – Doing! Ich knalle mit dem Einkaufswagen an die neue Brot- und Brötchen Theke. Ja, man sollte schauen, wo man hinfährt. Diese Theke gab es an der Stelle vor Wochen noch nicht, jetzt werden Brot, Brezeln, Brötchen, Baguette und alles andere an feinen, frischen Backwaren feilgeboten. Ich bin beeindruckt.

Noch mehr jedoch überrascht die neue Frischfleisch-, -wurst-, Fisch- und Käsetheke an der Stirnseite des Marktes. Sie erstrahlt in neuem Licht und Glanz, wirkt großzügiger, übersichtlicher und hat scheinbar viiiiiieeel mehr Auswahl. Ich stoppe den immer noch fast peinlich leeren Einkaufswagen. Ein leckeres Mettbrötchen mit Zwiebeln lacht mich förmlich an – und: es kostet nur 1 €! Hingegen wurde der Preis – Sie erinnern sich – für ein Fleischkäse-Brötchen in der Umbauphase bereits von 1 € auf 1,50 € erhöht!

Ich frage nach: Wieso diese drastische Preiserhöhung für ein kleines Brötchen mit einer Scheibe Fleischkäse? Die freundliche Bedienung zuckt die Schultern und weist lachend auf die Auslage: „Die neue Theke?“ „Ne, is klar, die will bezahlt sein.“, erwidere ich ebenfalls belustigt und ziehe freundlich grüßend meines Weges.

Neben den bereits damals erwähnten Änderungen im Bereich Delikatessen und Haushaltswaren sind auch die Hygiene Artikel nicht mehr am angestammten Platz. Dort, wo ich einst meinen Deo-Roller aus dem Regal pflückte, könnte ich mir jetzt Salzletten unters Ärmchen reiben. Ansonsten hat sich in den meisten Gängen des Marktes nicht viel verändert, die Waren sind fast alle an ihren Plätzen geblieben.

Mehr Raum ergab sich aus dem umgebauten Eingangsbereich und der neu gestalteten Obst- und Gemüseabteilung, sie ist großzügiger, übersichtlicher unterteilt und wirkt aufgeräumter. Alles erscheint liebevoller zusammengestellt und präsentiert sich freundlicher. Auch die Spirituosen- und Weinabteilung gleich neben dem Kassenbereich hat durch einen neuen Bodenbelag und eine Umstrukturierung mehr winzerisches Flair im Sortiment erhalten.

Ich schiebe den weiterhin fast völlig leeren Einkaufswagen zur Kasse. Schade, meine Lieblings-Kassiererin hat heute frei. Macht nichts, alle anderen sind auch nett. 4,90 € möchte die junge Frau von mir abkassieren und fragt nach der Payback-Karte. Stimmt! Da war doch noch was! Jeder 100. Einkauf ist kostenlos! Sie schaut konzentriert auf den Monitor der Kasse, – bange Sekunden vergehen – bin ich etwa der 100.! Bekomme ich ein Mettbrötchen und den Sushi-Snack kostenlos bei meinem ersten Großeinkauf im umgebauten Markt? Nein! Bedauerndes Kopfschütteln der jungen Kassiererin. Ich werde es finanziell irgendwie verkraften.

Draußen beiße ich hungrig in das Mettbrötchen. Lecker, ich liebe das. Sorry, Herr Rach, Mettbrötchen sind natürlich nicht ihr Stil, aber ich bin auch kein Sternekoch, nur ein hungriger, unrasierter Journalist, in selbsternannter geheimer Mission. Autor: Klaus Emmerling

KLAUS EMMERLING ist von ganzem Herzen Riedberger und hat eine Passion für spannenden Journalismus. Er wird ab sofort Gastkommentare und Berichte für MAINRiedberg schreiben. Wir freuen uns schon darauf!

(Symbolfoto: Trueffelpix)

Diese neuen Läden eröffnen hier

Noch sind nur weiße Wände, Folien und Bau-Leuchten zu sehen. Im neuen Komplex „central living riedberg“ direkt neben dem Riedbergzentrum sind sieben Ladengeschäfte geplant. Doch wer wird hier einziehen und das Angebot in unserem Stadtteil breiter und vielfältiger machen? MAINRiedberg weiß es schon! Eine Nachfrage beim Projektmanagement der SELECT Immobilien GmbH im Frankfurter Westhafen ergab: Hier im Bereich Altenhöferallee 27 – 29 werden eine Praxis für Allgemeinmedizin und Orthopädie, ein Grillrestaurant, ein Geschäft für italienische Feinkost, von Semifreddo bis Törtchen, ein Feinkostladen, ein Laden für asiatische Lebensmittel sowie ein Nagelstudio eröffnen. Nicht zu vergessen: „Das Persienhaus“, eine Filiale von Stand Nummer 102/ 103 in der Kleinmarkthalle, wird hier persische und orientalische Spezialitäten anbieten. Eine Tasse Tee zur Entspannung inklusive.

Ein Fertigstellungstermin bzw. Eröffnungstermin steht laut Jessica Zalewski von SELECT Immobilien derzeit aber noch nicht fest.

Bereits neu eröffnet am Riedberg ist eine zweite Filiale von MIREL Friseure. Nach dem beliebten Hauptgeschäft in der Altenhöferallee ist das Team um Irina Mezger jetzt auch in der Otto-Schott-Straße 1, direkt neben dem Temma-Markt, zu finden.

(Foto/ Text: cd)