Kategorie: Allgemein

Ruckelpiste wird Fuß- und Radweg

Auf einer Kiesschicht mit dem Fahrrad zu fahren ist eine ruckelige Angelegenheit. So war es bisher auch auf dem Feldweg, der entlang der Landesstraße 3019 und der Straße Am Weißkirchener Berg führt. Das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) baut die Ruckelpiste zwischen Riedberg und Kalbach nun zu einem vollwertigen Fuß- und Radweg um.

Ab Montag, 24. September, gehen die Bauarbeiten los. Dabei wird auf einer Länge von rund 650 Metern die vorhandene Felsenkiesschicht beziehungsweise Erdschicht durch eine beständigere Asphaltdeckschicht ersetzt.

Das ASE arbeitet in zwei Abschnitten. Nach derzeitiger Planung ist der Fuß- und Radweg nach zweiwöchiger Bauarbeit fertig und kann von den Verkehrsteilnehmern genutzt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 70.000 Euro und werden vom Land Hessen bezuschusst.

Während der Bauzeit ist der gesamte Feldweg gesperrt.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: MAINRiedberg

O´zapft is! Am Wochenende ist Oktoberfest am Sportplatz

Wer braucht schon München, wenn es das Oktoberfest auch am Riedberg gibt? Zugegeben: Es ist natürlich alles eine große Nummer kleiner. Aber zünftig wird’s laut SCR-Sprecher Olaf Emmerich auf jeden Fall. Denn am Wochenende findet auf der Anlage des SC Riedberg in der Altenhöferallee das dritte Oktoberfest des Vereins statt.

Am Samstag und Sonntag wird gefeiert mit Festbier vom Fass, Weißwurst, frischen Brezn und Wiesnhits. Sportlich soll’s beim Maßkrugstemmen, Fingerhakeln oder Nägeln zugehen. „Kai Pirinja feat. Manou werden am Samstag Abend das Zelt anheizen. Außerdem werden wir in diesem Jahr das schönste Dirndl, beziehungsweise die schönste Tracht mit einem Gutschein prämieren“, heißt es beim SCR. Auch Ehrennadeln und Auszeichnungen werden überreicht. Für die kleinen Besucher stehen eine Hüpfburg, eine große Torwand sowie Kickertische bereit.

Am Samstag, 22. September, wird das Fest um 12 Uhr eröffnet. Der obligatorische Fassanstich folgt um 16 Uhr. Ab 19 Uhr spielt eine Band. Am Sonntag um 10 Uhr geht es mit dem traditionellen Frühschoppen weiter.

Fotos: Archiv

„Ein Leben ohne Esel kann ich mir nicht mehr vorstellen“

Alles begann mit einem Esel. Der ratterte mit seinem Bauern und einem Karren hintendran den Urselbach entlang, wo einst noch mehr als 40 Getreide-, Papier- und Tabakmühlen waren. Als sein Bauer ins Wirtshaus ging, legte er sich störrisch vors Lokal und stand angeblich nicht mehr auf.

Inzwischen ist der Gaststätte mit dem Schild „Zum Lahmen Esel“, eine der ältesten und größten Apfelwein-Wirtschaften Frankfurts, nur wenige Meter von der U-Bahn-Station Niederursel und fünf Minuten vom Riedberg entfernt. Ein klitzekleines bisschen lahm sind allenfalls Zweibeiner auf dem Rückweg. Aber darüber wollen wir nicht sprechen, sondern über ein wunderbares Jubiläum: Denn gestern feierten Wirt Thomas Metzmacher (50) und seine Gaststätte „Jubiläumshochzeit“. Viele treue Stammgäste und Freunde waren gekommen. Eine Band aus seiner Heimat, dem Westerwald, sorgte für Stimmung. 1993 hatte der Profi-Koch und Küchenchef das Lokal übernommen, auf Bitten des alten Pächters, für den er damals bereits drei Jahre lang gearbeitet hatte.

Wirt Thomas Metzmacher und seine Gaststätte ,Zum Lahmen Esel´ feierten gestern „Jubiläumshochzeit“. Der Gastro-Profi wohnt bei uns im Stadtteil und auch viele Riedberger zählen längst zu seinen Stammgästen

„Wir sind gewachsen, in jeder Hinsicht. Die Gäste sind uns ans Herz gewachsen, ich an meinen Aufgaben, wir alle zu einem tollen Team und der Lahme Esel um weitere Räumlichkeiten“, meint Thomas Metzmacher, fragt man ihn nach seinem Erfolgsrezept. Und dass es ihm schon immer am wichtigsten gewesen sei, den traditionellen Charme zu erhalten und Raum zu schaffen für Neues. So kam es zum Beispiel 1995 zum Anbau des Kollegs, einem separaten Gastraum mit Platz für bis zu 65 Gästen und einer zweiten Thekenanlage. Die überdachte Terrasse und der Sommergarten mit dem uralten Baumbestand und dem Kinderspielplatz gibt es natürlich auch noch.

Vom Schobbe bis zum Apfelsecco-Menü – hier gibt’s Tradition und Neues

Im Lahmen Esel schlagen zwei Herzen. Metzmacher bezeichnet sein 1807 erstmals urkundlich erwähntes Lokal liebevoll als „gastronomischen Hybrid“. Hier könne man „sowohl an blank geputzten Holztischen im urgemütlichen Stil zum Schobbe trinken beieinander sitzen, als auch an weiß gedeckten Tischen mit Blumen und Kerzen und einem ausgesuchten Vier-Gang-Menü mit Apfelsecco-Empfang Gäste willkommen heißen“.

Hinter der Denkmal-Fassade und im Garten gibt es Speisen und Getränke vom „Esel“-Schnitzel, Handkäs’, fangfrischer Forelle bis zu Erdbeeren mit hausgemachtem Buttermilch-Eis. Von Ebbelwoi bis Espresso eben. Gäste finden typische Apfelweinlokal-Klassikern sowie regionale Gerichte und eine separate saisonale Extrakarte, etwa mit frischem Spargel, Pfifferlingen oder Gänsekeulen.

Auch bei seinem Team setzt Thomas Metzmacher auf Tradition. Mehr als die Hälfte der Belegschaft ist seit mindestens zehn Jahren und manche sogar schon seit über dreißig Jahren in Küche und Service des Lahmen Esels tätig. Er selbst engagiert sich ehrenamtlich in der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute, in der Vereinigung der Frankfurter Apfelweinwirte und wurde über den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband zum ehrenamtlichen Richter am Frankfurter Arbeitsgericht ernannt.

Auszeichnungen für das „Eselchen“ – und 5320 Euro Spenden für die Lebenshilfe

Nicht nur deshalb weiß man den Lahmen Esel auch über die Grenzen von Niederursel hinaus zu schätzen. Ebenso gibt es andernorts positive Reaktionen auf sein einfaches, aber stimmiges und langfristig angelegtes Konzept. So gewann der Lahme Esel im Jahre 2008 den hessischen Gastronomiepreis als bestes Apfelweinlokal, war schon Zweiter beim Grüne Soße Festival und wurde von den Lesern des Magazins „Frankfurt geht aus“ auf Platz eins in der Kategorie „Gemütlich essen gehen“ gewählt.

Der Wirt wohnt übrigens bei uns am Riedberg. Ein Leben ohne Esel kann und will er sich aber schon längst nicht mehr vorstellen. Ein großer Bembel mit Eselchen stand gestern auch gut sichtbar im vorderen Gastraum. Ein Bembel für Spenden der Jubiläumsgäste. Statt Barem für den Wirt. Denn der Erlös geht an die Lebenshilfe Frankfurt, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung und ihre Familien. Am Ende kann Thomas Metzmacher „die unglaubliche Summe von 5320 Euro vermelden“. So viel wurde noch nie gespendet, wie er gegenüber MAINRiedberg überwältigt hinzufügt.

Der lahme Esel ist sein „Ein und Alles“. Ihm will er treu bleiben, „bis ich alt und grau bin“. Grau wie das Eselchen aus Plüsch, das zufrieden auf einem Regal im Gastraum liegt.

Viele Jubiläumsgäste bedankten sich mit Spenden, die der Lebenshilfe Frankfurt e. V. zugute kommen

***

Adresse: Zum Lahmen Esel, Krautgartenweg 1, 60439 Frankfurt, Tel 069/ 573974, www.lahmer-esel.de

***

Fotos: Metzmacher/ MAINRiedberg

Container statt Jugendhaus: Viertklässler können zurück in die Grundschule

Die Debatte um die Platznot in der Marie-Curie-Schule hat eine neue, überraschende Wendung genommen. Während man in der vergangenen Woche noch davon ausging, dass rund 100 Viertklässler weiterhin nachmittags im Jugendhaus betreut werden müssen plus nach den Herbstferien auch in zwei Räumen des Gymnasiums, heißt es jetzt: Ende Oktober werden voraussichtlich Metallcontainer direkt auf dem Pausenhof der Grundschule in der Graf-von-Stauffenberg-Allee aufgestellt, die für die Nachmittagsbetreuung zur Verfügung stehen.

Der Baudezernent spricht von „Wiedergutmachung“

Das kündigte Baudezernent Jan Schneider (CDU) bei der Ortsbeiratssitzung am Freitag an und sprach in diesem Zusammenhang von „Wiedergutmachung“. Denn eigentlich sollten schon längst im Auftrag des Baudezernates dauerhaftere Holzmodule auf dem Schulgelände installiert sein, die Platz für mehr Klassenräume und Sanitäranlagen schaffen. Auch die problematische Betreuungssituation wäre so überhaupt nicht entstanden. Nun also soll ein Provisorium vor dem eigentlichen Provisorium für Abhilfe schaffen.

Schneider spricht von einem „Notbehelf für acht bis neuen Wochen“. Die Stahlcontainer sollen in unmittelbarer Nähe zum Schulgebäude, auf dem Bolzplatz, platziert werden. Nur vorübergehend. „Im Moment sieht es sehr gut aus“, dass das klappt.

So berichtete MAINRiedberg in der vergangenen Woche. Jetzt hat das Baudezernat eine andere Interimslösung

Ein kurzer Rückblick: Im Schulgebäude in der Graf-von-Stauffenberg-Allee reichte seit Sommer der Platz nicht mehr für die mehr als 500 Grundschüler im Ganztag aus. Die Viertklässler sind seit Schuljahresbeginn in den Stadtteilräumen des Jugendhauses untergebracht. Wenn aber Herbst und Winter kommen und die Kinder nicht mehr im Außengelände spielen und toben können, sind auch die begrenzten Räumlichkeiten dort zu klein. Das machten Schulleitung und Elternbeirat kürzlich nochmals in einem Brandbrief an den Baudezernenten und die übrigen Beteiligten deutlich. Dort ist zu lesen: „Die Schulleitung wird die Verantwortung ab Herbst in dieser Form nicht mehr übernehmen.“ Im Klartext: So konnte es definitiv nicht weitergehen. Sonst wäre die Betreuung für einen Teil der Schüler nicht mehr möglich gewesen.

Eine enorme Erleichterung – für Kinder und Betreuer

Die Container-Interimslösung soll nun dafür sorgen, dass alles weiterlaufen kann. Noch dazu in geordneteren Bahnen. Der Weg zum Jugendhaus wird dann ab Ende Oktober für die Viertklässler entfallen. Alle Kinder können nach Schulschluss wieder auf dem Schulgelände bleiben. Das ist eine enorme Erleichterung, auch für die Betreuer.

Die Stahlcontainer bleiben, bis die größeren Holzmodule kommen. Ende Januar/ Anfang Februar sollen sie bezugsfertig sein und den dringend benötigten Platz für vier Klassen bieten. Die gesamte Nachmittagsbetreuung kann danach wieder in den dafür vorgesehenen Räumen im Erdgeschoss stattfinden. Wenn der Zeitplan diesmal eingehalten wird.

Foto: Archiv

Gymnasium weiter ohne WLAN

Kreidezeit herrschte am Gymnasium Riedberg noch nie. Im Gegensatz zu manch anderen Schulen in Frankfurt. Gegenwart und Zukunft sind aber auch noch nicht so richtig angekommen. Zumindest, was die Digitalisierung betrifft. Eigentlich sollten bis Ende des Jahres 14 Pilotschulen in der Stadt mit WLAN ausgestattet werden, dazu zählt das Riedberggymnasium. Bis in fünf Jahren sollten alle weiteren Frankfurter Schulen folgen. Doch das Projekt kommt nicht in die Gänge. Laut Frankfurter Rundschau sind sich in der Römer-Koalition vor allem Christ- und Sozialdemokraten über das Vorgehen uneinig. Berufsschulen sprechen bereits von einem beträchtlichen Schaden. Schülervertreter, auch hier am Riedberg, fühlen sich „im Stich gelassen“.

„Wir als Schülervertretung finden es natürlich sehr ärgerlich, dass sich die planmäßige Einrichtung des WLANs an unserer Schule – und an 13 weiteren Schulen – wieder verzögert“, erklärt Gianluca Guccione, stellvertretender Stadtschulsprecher und Schulsprecher des Gymnasiums Riedberg, gegenüber MAINRiedberg.  „Ich denke, es ist unbestritten, dass wir in einem Zeitalter der Digitalisierung leben und deshalb haben die Schulen die Aufgabe, den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden.“

Alle Schulen, die am Pilotprojekt der Stadt Frankfurt teilnehmen wollten, mussten ein pädagogisches Konzept vorlegen. Die Ideen reichten von der schnellen, aktuellen Recherche im Internet, der Nutzung in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern bis zum Erstellen einer digitalen Schülerzeitung. Berufsschulen benötigen WLAN auch für gegenwärtige Ausbildungs- und Arbeitsprozesse.

„Wir werden im Stich gelassen“

Unstimmigkeiten herrschen offenbar im Hinblick auf die Kosten. Während das Bildungsdezernat ein Konzept mit hohen Sicherheitsstandards vorgelegt hat, das allerdings auch Ausgaben in Millionenhöhe bedeutet, zweifelt man im IT- und Baudezernat diese an. Man sei aber im Gespräch, heißt es derzeit.

Schulsprecher Gianluca Guccione stellt indes klar: „Es kann nicht sein, dass politische Streitigkeiten auf den Rücken vom uns Schülerinnen und Schülern ausgetragen werden, so dass wir – und auch die Schulen –  im Stich gelassen werden.“

Es gibt kaum WLAN an hessischen Schulen. Eine Ausnahme ist Marburg mit einer Versorgungsquote von nahezu 100 Prozent. Ganze Jahrgänge wurden dort bereits mit Tablets ausgestattet. Der Anspruch in der heutigen Zeit sei ganz klar. Schulsprecher Guccione: „Jede Schule sollte einen festen Digitalisierungsstandard haben, damit die Schulen ihrem Bildungsauftrag gerecht werden können und auch digitale Kompetenzen vermitteln können.“

Foto: Archiv

Uni stellt „Wahlempfehlungshilfe“ per App vor

Demokratie ist langweilig? Nein, Demokratie ist jung, modern und aufschlussreich, wenn es nach Wissenschaftlern der Goethe-Universität und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg geht. Mit der neuen Wahlempfehlungshilfe „WahlSwiper“ können sich Wählerinnen und Wähler in Hessen über die politischen Angebote informieren und prüfen, welche Parteien ihren politischen Präferenzen am nächsten kommen. Entwickelt wurden App und Website von Forschern der beiden Universitäten gemeinsam mit einer Agentur in Berlin. Das Programm ist bereits für Auszeichnungen nominiert.

Am 28. Oktober ist Landtagswahl in Hessen, und die Bürgerinnen und Bürger bestimmen über die politischen Kräfteverhältnisse im Land. Vielen fällt die Entscheidung nicht leicht, wo sie ihr Kreuz setzen sollen. Mit der App und Website WahlSwiper (www.wahlswiper.de) können sie sich über die Programme und Positionen der Parteien informieren und prüfen, wie sehr die Parteien ihren politischen eigenen Positionen entsprechen. Die Anwendung ist denkbar einfach: Die Nutzer beantworten Fragen zu ihrer politischen Meinung, die sie mit einem Wisch nach links mit „Nein“ oder nach rechts mit „Ja“ beantworten können. Das Programm gleicht die Antworten mit denen der Parteien ab und zeigt Übereinstimmungen und Schnittmengen an.

Das Gemeinschaftsprojekt der Goethe-Universität und der Ludwig-Albert-Universität Freiburg sowie der Digital-Agentur MOVACT aus Berlin geht zum Start der Briefwahl am 17. September online. Aus diesem Anlass haben die Entwickler die Online-Wahlhilfe heute an der Goethe-Universität vorgestellt. „Sich vor einer Wahlentscheidung eine Meinung zu bilden, soll einfach sein und Spaß machen“, sagt Matthias Bannert, Projektleiter bei MOVACT. Die Agentur hat das Konzept entwickelt und umgesetzt. Die 30 Fragen in der App wurden von einem Team der Universitäten in Frankfurt am Main und Freiburg entwickelt. „Der WahlSwiper ist ein hervorragendes Projekt zur Demokratieförderung“, sagt Dr. Pascal König von der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Prof. Dr. Uwe Wagschal (Freiburg) hat bereits mit dem Debat-O-Meter und anderen Wahlhilfe-Tools Erfahrungen gesammelt. „Der WahlSwiper ist modern, macht Spaß und liefert uns Wissenschaftlern spannende und wichtige Erkenntnisse“, sagt Politikprofessor Wagschal, dessen Schwerpunkt die vergleichende Politikwissenschaft ist. Er und sein Team interessieren sich vor allem dafür, inwieweit sich die Parteien voneinander unterscheiden – was ja auch im Interesse der Wähler liegen dürfte.

Einfach nur Fragen zu stellen, hat den Machern aber nicht gereicht. „Mit einem neuen, auf Mobilgeräte ausgerichteten Videokonzept wird der Hintergrund zu jeder Frage durch einen Nachwuchsmoderator neutral erklärt“, sagt Steven Siebert, bei MOVACT zuständig für Video-Produktionen: „Dazu zeigen wir unterstützende Animationen, die die Thematik für jeden verständlich machen.“

Der WahlSwiper wurde erstmals zur Bundestagswahl 2017 veröffentlicht, bislang haben ihn eine halbe Million Nutzer abgerufen. Das kostenlose Angebot gibt es für iPhone, iPad, Android-Smartphones und -Tablets, für Apple TV sowie für die Sprachassistenten Amazon Alexa und Google Home und als Web-Anwendung auf www.wahlswiper.de. „Wir möchten möglichst viele Menschen erreichen“, erklärt MOVACT-Geschäftsführer Max Mitschke. „Deswegen ist es uns wichtig, auf vielen verschiedenen Plattformen zu sein, um die Nutzer dort abzuholen, wo sie unterwegs sind.“ Die Hürde, sich eine politische Meinung zu bilden, solle möglichst niedrig sein.

Informationen: Goethe-Universität Frankfurt/ Pressestelle

Leichtathletik zum Schnuppern & Ballspiele für alle

Der zweite Sportplatz am Riedberg ist noch nicht in Sicht. Das große Warum wird heute Abend wieder Thema in der Ortsbeiratssitzung sein. Zahlreiche Kids möchten Leichtathletik aber sicher schon mal jetzt ausprobieren. Deshalb bietet der Riedberger SV demnächst ein Kennenlerntraining für Mädchen und Jungen von sechs bis 13 Jahren an. Triathlontrainer Matthias Löwe will jedem Kind helfen, mit altersgerechten Übungen und Spielen erste bis hin zu vertiefenden Kenntnissen und Erfahrungen im Bewegungsablauf „Laufen“, „Springen“, „Werfen“ zu sammeln. „Matthias holt jedes Kind individuell bei seinem Kenntnisstand ab und hilft ihm, seine bisherigen Kenntnisse und Bewegungsabläufe zu optimieren und zu stärken. Natürlich steht auch hier an erster Stelle der Spaß an der Bewegung“, heißt es beim RSV.

Das Kennenlerntraining findet am 24. oder 25. September 2018 statt. Anmeldung unter matthias.loewe@riedberger-sv.de Jugendliche ab 13 oder 14 Jahren nehmen je nach Ausbildungsstand an der Jugend/Erwachsenentrainingsgruppe teil.

Neue Aktionstage „Ballspiele und Bewegung für alle“

Hallenschuhe nicht vergessen und einfach vorbeikommen, mitspielen, ausprobieren, neue Menschen treffen und Spaß erleben – das ist das Motto der Aktionstage „Ballspiele und Bewegung für alle“, die der RSV im Frühjahr gestartet hat

Am 23. September von 13 bis 17 Uhr findet der nächste Fun- und Bewegungstag in der Turnhalle des Gymnasiums Riedberg statt. Das Programmfreies Tischtennisspiel, Bewegungslandschaft für Kinder von 1 bis 7 Jahren (mit Mama/Papa), Kin Ball „zum Ausprobieren“ und Badminton für alle.

Apropos Badminton: Am 28. Oktober veranstaltet der RSV ab 10 Uhr in der Turnhalle des Gymnasiums ein Freizeitbadmintonturnier. Die Anmeldung ist bereits möglich unter badminton@riedberger-sv.de

Allgemeine Informationen unter riedberger-sv.de

Foto: Novikov

Platznot macht erfinderisch: Viertklässler können nachmittags ins Gymnasium

Wer vergangene Woche bei Schulleitung und Elternvertretern nachfragte, erhielt die resignierte Auskunft: „Die Situation ist dramatisch. Wir haben noch immer keine Lösung.“ Noch immer keine Lösung für das Problem, dass die längst zugesagte und dringend benötigte Erweiterung der Marie-Curie-Schule erst 2019 fertig sein wird – und damit die Nachmittagsbetreuung für rund 100 Viertklässler gefährdet ist. Nun zeichnet sich ein möglicher Ausweg ab: Die Grundschule kann vorübergehend auch Räume des Gymnasiums nutzen, wie heute bekannt wurde.

Jetta Lüdecke, Referentin von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD), erklärt: „Herr Kühnberger ist dankenswerterweise damit einverstanden, dass die Betreuung der Viertklässler der Marie-Curie-Schule ab den Herbstferien bis Januar/Februar 2019 in zwei Räumen des Gymnasiums unter der Woche von 14 – 17 Uhr stattfinden kann.“ Man sei dem Direktor des Gymnasiums sehr dankbar. Die Vorgehensweise ist mit dem Baudezernat abgestimmt und die „Details dieser Nachbarschaftshilfe“ werden nun zwischen Marie-Curie-Schule, dem Träger der Betreuung Kaleidoskop e.V. und dem Gymnasium Riedberg geklärt.

Die Schulleitung wollte die Verantwortung so nicht mehr übernehmen

Ein kurzer Rückblick: Im Schulgebäude in der Graf-von-Stauffenberg-Allee reichte seit Sommer der Platz nicht mehr für die mehr als 500 Grundschüler im Ganztag aus. Die Viertklässler sind deshalb in den Stadtteilräumen des Jugendhauses untergebracht. Wenn aber Herbst und Winter kommen und die Kinder nicht mehr im Außengelände spielen und toben können, sind auch die begrenzten Räumlichkeiten dort zu klein. Das machten Schulleitung und Elternbeirat kürzlich nochmals in einem Brandbrief an Baudezernent Jan Schneider (CDU) und die übrigen Beteiligten deutlich. Dort ist zu lesen: „Die Schulleitung wird die Verantwortung ab Herbst in dieser Form nicht mehr übernehmen.“ Im Klartext: So kann es definitiv nicht weitergehen. Sonst ist die Betreuung für einen Teil der Schüler nicht mehr möglich.

Jetzt wird es zusätzliche Räume geben, die genutzt werden können. Neben den ohnehin angemieteten im Jugendhaus. Das liegt bekanntlich nur wenige Schritte vom Gymnasium entfernt.

Das sagen die Elternvertreter zur Zwischenlösung

Bei den Elternvertretern ist man vorsichtig optimistisch. „Aktuell wird schulintern geprüft, was diese Lösung bedeuten kann. Dazu müssen dann auch die Gespräche zwischen den beteiligten Partnern laufen“, sagt die bisherige Elternbeirats-Vorsitzende Barbara Günther.  Denn die Frage sei: Können nun alle Viertklässler im Gymnasium betreut werden – oder geht das nur an beiden Orten? Letzteres sei logistisch und von der Personalverteilung kaum zu stemmen. Die Antworten auf diese Fragen habe man noch nicht, da gerade im Hintergrund die Bewertung läuft. Günther schließt mit den Worten: „Es ist toll, dass es einen Lichtblick gibt. Nun muss geprüft werden, wie tragfähig der für alle ist.“

Foto: Archiv

Drohnenshow für die neue Altstadt – und ganz Frankfurt

Anlässlich der feierlichen Einweihung der neuen Altstadt vom 28. bis 30. September spielen am Samstag, 29. September, um 21.45 Uhr LED-Drohnen die Hauptrolle in der Inszenierung „Sternenbilder – Eine Symphonie für die Frankfurter Altstadt“. Bei der multimedialen Drohnen-Choreographie verschmelzen direkt über dem Main Lichtspiel, eigens komponierte Musik und Sprach-Passagen zu einer „Hommage an Frankfurt“, wie heute bekannt gegeben wurde.

Das Spektakel wird sich zwischen Eisernem Steg und Untermainbrücke abspielen. Gemeinsam stellten Oberbürgermeister Peter Feldmann, Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main (TCF) und Ausrichter der Feierlichkeiten, sowie Stefan Weil, Geschäftsführer des gestalterisch verantwortlichen Frankfurter Kreativstudios Atelier Markgraph, das Projekt während einer Pressekonferenz vor.

Oberbürgermeister Feldmann sagt: „Frankfurt trägt das stete Zwiegespräch zwischen Vergangenem und Künftigem in sich. Das manifestiert sich auch in der Architektur der Stadt – nur hier ragen hinter Fachwerkfassaden Wolkenkratzer empor. Neuestes Beispiel hierfür ist Rekonstruktion der Altstadt, die wir mit einer geschichtlich tragenden sowie technisch zukunftsweisenden Inszenierung einweihen wollen.“

Hier wurden Könige und Kaiser gewählt und gekrönt und schon vor Jahrhunderten Feste gefeiert 

Thomas Feda ergänzt: „Das Mainufer, der angrenzende Römerberg und der Dom gelten als zentrale Orte des Frankfurter Lebens – damals wie heute. Hier wurden Könige gewählt, Lebensmittel gehandelt und Feste ausgerichtet. Mit der Eröffnung des neuen Quartiers soll wieder mehr Leben in die Mitte der Stadt einziehen. Das wollen wir spektakulär feiern.“

Im erzählerischen Zentrum der „Sternenbilder“ stehen neben herausragenden Persönlichkeiten und Figuren der Stadt auch prägende Ereignisse und Landmarks.

Stefan Weil gibt Einblick in den kreativen Prozess: „Frankfurt ist ein Ort der Vielfalt und Kontraste. Hier wird seit Jahrhunderten souverän Dialog gelebt und gefeiert. Wir nutzen die neueste Generation von Technik für eine ikonografische Performance, die dieser weltoffenen Haltung Frankfurts in poetischen Bildern die Ehre erweist. Der Main, Lebensader der Stadt, ist die perfekte Bühne dafür.“

Die Flug-Formationen der Drohnen vor der nächtlichen Mainkulisse begleiten skulpturale Lichteffekte verschiedenfarbiger Sky Beams. Sebastian Hohberg und Jan Mayerhofer von hoerfeld kreierten eigens für diesen Anlass eine Fusion aus Klassik und Elektronik. Teile der Komposition interpretieren den prägenden Barock-Komponisten Georg Philipp Telemann neu. Auch Telemann lebte zeitweise in der Frankfurter Altstadt. Die eingebetteten Zitate stammen aus der Feder des wohl berühmtesten ehemaligen Altstadt-Bewohners, Johann Wolfgang von Goethe – seinerzeit ein glühender Verfechter der Vielfalt.

Das gab es bisher noch nie…

Eine Show dieser Art hat es bisher in Frankfurt noch nicht gegeben und steht auch weltweit im Kontext innovativer Luftraum-Shows. Das konzeptionell und organisatorisch anspruchsvolle Projekt wurde von einem internationalen Team realisiert.

Eine besondere Herausforderung stellte die Choreographie der Drohnen dar: Denn die Sternenbilder, die sich durch deren Flug-Position ergeben, sollen aus möglichst vielen verschiedenen Perspektiven erkennbar sein.

Nicht planbar hingegen ist das Wetter. Wenn es stürmt oder regnet, müssen die Drohnen am Boden bleiben. Doch auch für den Fall der Fälle gibt es eine Lösung: Dann wird kurzfristig ein Ersatztermin bekannt gegeben.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Markgraph

Ortsbeiräte fordern Ampel an dieser Unfall-Kreuzung

Der jüngste Unfall ereignete sich vor vier Wochen. Am Nachmittag des 14. August war ein zehnjähriges Mädchen auf dem Heimweg von einer Freundin und wollte mit dem Fahrrad den Zebrastreifen an der Kreuzung Altenhöferallee/ Graf-von-Stauffenberg-Allee überqueren. Dabei wurde sie von einem Motorroller erfasst. „Der Rollerfahrer war in Richtung Riedbergzentrum unterwegs und hat die Schülerin offenbar zu spät gesehen. Beide sind gestürzt“, informiert André Sturmeit, Pressesprecher der Frankfurter Polizei. Zum Glück erlitt das Mädchen keine schweren Verletzungen. Im Krankenhaus wurden später Blutergüsse und Prellungen behandelt, die Polizei war nach dem Zusammenstoß vor Ort. Es war aber nicht der erste Unfall an dieser Kreuzung mit einem Schulkind – weshalb Ortsbeiräte in der Sitzung am Freitag die beschleunigte Errichtung einer Ampel fordern werden. Plus vorerst „andere Maßnahmen zur Entschärfung“ der Verkehrssituation. Elternvertreter setzen sich „gebetsmühlenartig und schon lange“ ebenfalls dafür ein.

Die Kreuzung liegt auf dem direkten Weg zur Marie-Curie-Grundschule, zur IGS Kalbach-Riedberg, zur Haltestelle der Busse Richtung Gymnasium Nord und ab voraussichtlich nächstem Schuljahr auch auf dem Weg zur Grundschule Riedberg III. Viele Kinder sind hier unterwegs, der Zebrastreifen ist zudem schwer einsehbar. Insbesondere beim Einbiegen von der Graf-von-Stauffenberg-Allee in die Altenhöferallee kommt es laut Ortsvertretern fast täglich zu Beinahe-Zusammenstößen.

Im Juni diesen Jahres stießen hier ein 44-jähriger Radfahrer und ein VW-Fahrer zusammen. Der Radfahrer erlitt schwere, aber glücklicherweise nicht lebensgefährlichen Verletzungen. Im Februar wurde hier eine Schülerin des Gymnasiums Nord von einem Auto erfasst und leicht verletzt. Im November war ein 16-jähriger Mofa-Fahrer an der Kreuzung schwer verletzt worden. Ein Busfahrer hatte ihn übersehen.

Die Ampel ist zugesagt – aber nicht in Sicht

Der Beschluss zur Errichtung einer Ampel liegt bereits vor, eine Umsetzung ist aber noch nicht absehbar. Bisher hieß es, dass aufgrund der derzeitigen Haushaltslage noch kein genauer Zeitpunkt für die Installation genannt werden könne. In der Vergangenheit hatte man auch auf den „geringen Querungsverkehr“ verwiesen – dem widersprechen Ortsvertreter vehement. Schon mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung am Riedberg, wo inzwischen rund 14.000 Menschen wohnen.

Jetzt wollen Ortsvertreter von SPD und Grünen in verschiedenen Anträgen erreichen, dass beispielsweise ein Warnlicht oder eine „Interimslichtsignalanlage“ eingerichtet wird – bis der endgültige Bau einer Ampel erfolgt.

Im Juni wurde hier ein 44-jähriger Radfahrer schwer verletzt. Im Februar trug eine Schülerin bei einem Unfall zum Glück nur leichte Verletzungen davon

Die nächste Ortsbeiratssitzung findet am Freitag (14. September) in der Alten Turnhalle am Grubweg in Kalbach statt. Wichtig: Die Sitzung beginnt bereits um 19 Uhr!

Die aktuelle Tagesordnung der Ortsbeirats-Sitzung finden Sie unter https://www.stvv.frankfurt.de/PARLISLINK/DDW?W=DOK_NAME=%27TO-O-12′

Fotos: Archiv