Kategorie: Allgemein

Polizei warnt „böse Geister“

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist Halloween, in der wieder viele „Geister“ „Süßes oder Saures!“ fordern. Doch manche Geister übertreiben es mit dem Spuk und sehen die Halloweennacht als Freibrief, um Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten zu begehen.

Bewerfen von Hauswänden mit Eiern, Werfen mit Steinen oder Angriffe auf Einsatzkräfte waren einige der Aktionen, die hemmungslose „Gespenster“ in den vergangenen Jahren in Frankfurt begangen haben. Bei Halloweenstreichen, die das Eigentum oder gar die Gesundheit anderer Menschen gefährden oder schädigen, handelt es sich um Straftaten. Die Täter müssen mit Anzeigen beispielsweise wegen Nötigung, Bedrohung, Sachbeschädigung oder Körperverletzung rechnen. Zudem können derartige Umtriebe auch unangenehme finanzielle Folgen nach sich ziehen. Daher appelliert die Frankfurter Polizei ganz deutlich, gruselige Scherze im Rahmen zu halten. Übrigens sollte bei der Wahl der Halloweenverkleidung auf das Tragen von täuschend echten Waffen (Anscheinswaffen) zur Sicherheit aller verzichtet werden.

Die Polizei ist auf die besondere Situation vorbereitet und wird die ganze Nacht entsprechend präsent sein, um einem ausufernden Treiben Einhalt zu gebieten. Straftaten werden konsequent verfolgt.

Am Ende der Polizeimeldung steht der Satz: „Selbstverständlich wünscht die Frankfurter Polizei allen guten Geistern eine schöne und friedliche Halloweennacht.“

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt

Foto: MAINRiedberg

Ein Vogelnest für 99 Kinder

Die kleine Besucherin wusste sofort, was ihr am besten gefällt. Das bunte, halb durchsichtige Iglu im Eingangsbereich. Hier spielte Mayla (2) Verstecken, mindestens eine halbe Stunde lang. Während die Erwachsenen, von Oberbürgermeister Peter Feldmann bis zu Kita-Leitung Diana Flucke-Leber, plus Erzieher, Architekten, Vertreter der Stadt und Lokalpolitiker im großen Raum nebenan waren und teilweise Grußworte sprachen. Heute um 9.30 Uhr wurde eine weitere Kita am Riedberg feierlich eröffnet, das Kinderzentrum Ernst-Balser-Straße im Westflügel. Für 99 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt, von denen die meisten bereits seit Herbst 2018 die provisorische Einrichtung am Kalbacher Stadtpfad besuchten.

Zwischenlösungen, tolle Neubauten, innovative Konzepte – und dann doch wieder die Erkenntnis, dass das Platzangebot in unserem weiter wachsenden Stadtteil vermutlich immer noch nicht reicht. Auch das kam heute zur Sprache. Doch vorher stand die neue Einrichtung im Mittelpunkt, mit Räumen zum Spielen und Entdecken für die Kleinen. Mit Atelier, Bauraum, Rollenspielraum, Bewegungsraum und Forscherraum für die größeren Kids und einem Außengelände mit Spielgeräten für alle. OB Feldmann spricht von einem „Schatz“, die Kita-Leiterin von einem „wunderschönen Kinderzentrum“ und der Geschäftsführer des zuständigen Architektur-Büros BAUFRÖSCHE aus Kassel von einem „Vogelnest“, dem der gesamte Bau, übrigens ein Passivhaus, nachempfunden ist. Einem Nest zum Ankommen und Wohlfühlen. Die schützenden Stäbe am Balkon rund um das Obergeschoss sollen dies verdeutlichen, auch wenn sich die Konstruktion beim Bau als etwas kniffliger und zeitaufwändiger erwies als geplant.

Ein „Vogelnest“ zum Wohlfühlen

„Unsere schöne Stadt Frankfurt wächst, die Geburtenrate steigt glücklicherweise deutlich, viele Familien kommen nach Frankfurt – zum Arbeiten und zum Leben.“ Mit diesen Worten eröffnete der Oberbürgermeister das neue Kinderzentrum. Gerade auf dem Riedberg sei der Bedarf an Betreuungsplätzen sehr hoch. Aus diesem Grund startete die Kita vor einem Jahr vorzeitig in einer Pavillonanlage in Kalbach, wo in der Vergangenheit schon Kinder der dortigen Grundschule untergebracht waren. In einer „etwas in die Jahre gekommenen Anlage“, die zwischenzeitlich leer stand und mit viel Aufwand in kürzester Zeit für die neue Verwendung vorbereitet wurde, wie die Kita-Leiterin bemerkte. 

Oberbürgermeister Feldmann bedankte sich, denn: „Dieser vorgezogene Start wurde durch das Zusammenwirken aller beteiligten Institutionen wie Stadtschulamt, Kita Frankfurt und Dezernat für Bildung und Integration ermöglicht. Ich danke allen, die daran mitgewirkt und den betroffenen Familien diese Entlastung ermöglicht haben.“

36 neue Plätze für unter Dreijährige

Im Juli 2019 fand der große Umzug an den Riedberg statt. Für die Kindergartenkinder hieß das auch ein bisschen Abschiednehmen. Denn ein Teil ihrer Kinderfreunde, nämlich die Mädchen und Jungen aus Kalbach, blieben noch dort. Im Neubau in der Ernst-Balser-Straße indes konnten neben den Kindergartenplätzen 36 neue Plätze für unter Dreijährige geschaffen werden. Dadurch werde die Stadt auch dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz weiter gerecht, so der OB.

Mit großem Engagement gestalten die pädagogischen Fachkräfte den Prozess des Neuaufbaus. Hierzu gehören die Eingewöhnungen der neuen Kinder, die Entwicklung der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern, die Konzeptentwicklung sowie die Angebotsplanung.

Starke kleine Frankfurterinnen und Frankfurter – das sollen die Kinder auch dank der neuen Einrichtung werden, wie Peter Feldmann hofft. Und dort viele Freundschaften schließen. Manfred Lenhart von „Baufrösche“-Architekten wiederum hatte vier große Glasbehälter dabei, passenderweise voll gefüllt mit grünen Frosch-Gummibärchen. Natürlich nur für die Kinder.

Fotos: Rainer Rüffer/ Stadt Frankfurt und MAINRiedberg

Diese kleine Besucherin wusste sofort, was ihr am besten gefällt: Das bunte „Iglu“ im Eingangsbereich der Kita Foto: MAINRiedberg
Zur Einweihung des Kinderzentrums Ernst-Balser-Straße am Riedberg kam auch OB Peter Feldmann. Gabriele Bischoff (Kita Frankurt), Kita-Riedberg-Leiterin Diana Flucke-Leber sowie Ortsvorsteherin Carolin Friedrich sprachen ebenfalls Grußworte Foto: Rainer Rüffer
…und von BAUFRÖSCHE-Architekten, dem zuständigen Planungsbüro, gab’s passenderweise reichlich Frosch-Gummibärchen. Natürlich nur für die Kinder! Foto: MAINRiedberg

Schnellere Hilfe im Notfall dank Handy-Daten

Ein schwerer Mountainbike-Sturz, ein Unfall auf der Autobahn, ein Schlaganfall, ein Notfall eines Touristen ohne Ortskenntnis – in allen Fällen muss Hilfe schnell herbei, aber in all diesen Fällen kann es schwer bis unmöglich sein, den eigenen Standort zu bestimmen und beim Notruf anzugeben.

Tatsächlich ist das auch in Frankfurt kein seltenes und kein geringes Problem. Mit der AML-Technologie, die die Frankfurter Feuerwehr als eine der ersten in Deutschland einsetzt, soll sich diese Situation deutlich bessern. AML steht dabei für Advanced Mobile Location und ermöglicht Leitstellen eine genaue und verlässliche Geolokalisierung von Anrufern. Um die Technologie zügig einsetzen zu können, haben IT-Spezialisten der Feuerwehr kurzerhand eine eigene Software für ihre Leitstelle geschrieben. „Im Notfall zählt jede Sekunde. Wir gehen davon aus, dass wir mit AML vielen Menschen in Not deutlich schneller helfen können“, erläutert Karl-Heinz Frank, Direktor der Branddirektion, die auch den Rettungsdienst steuert.

Während Leitstellen bisher für die Ortung bestenfalls auf die recht grobe Information von Funkmasten zurückgreifen konnten, erhalten sie mit AML bei einem Anruf mit dem Smartphone automatisch auf wenige Meter genaue Standort-Daten des Anrufers. AML ist keine App sondern bereits in das Betriebssystem vieler Handys integriert. Die Schnittstelle sorgt dafür, dass automatisch GPS und WLAN aktiviert werden und der Aufenthaltsort innerhalb von rund 20 Sekunden übermittelt wird. Die Daten gehen an einen für ganz Deutschland zentralen AML-Endpunkt-Server, von dem die zuständige Leitstelle die Daten der Notrufe in ihrer Region abrufen kann. Die Information wird nach einem begrenzten Zeitraum automatisch gelöscht.

Auch der Datenschutzbeauftragte der Stadt Frankfurt wurde in die Planungen einbezogen. Sein Urteil, genau wie das der Datenschutzaufsichtsbehörden, die AML stellvertretend für die Bundesländer geprüft hatten: Der Einsatz von AML im Rettungsdiensteinsatz ist datenschutzrechtlich zulässig. Die verbesserte Geolokalisierung von Notrufen ist Bestandteil einer EU-Richtlinie, die im nächsten Jahr für alle Länder verpflichtend wird. Unter anderem in Schweden, Estland und Belgien ist die Technik schon seit einiger Zeit flächendeckend im Einsatz und hat bereits etliche Menschenleben gerettet. „Unsere Feuerwehrkräfte sind technisch sehr versiert und haben bei allen Brandschutzthemen eine gewisse Vorreiterstellung. Nach dem erfolgten ‚Go‘ der Datenschützer werden wir jetzt mit AML eine wertvolle Ergänzung einsetzen, um Menschen in Frankfurt vielleicht in dem einen oder anderen Fall noch schneller helfen zu können“, erklärt Feuerwehr-Dezernent Markus Frank.

Noch funktioniert Advanced Mobile Location nicht für alle Notrufe, sondern zum jetzigen Zeitpunkt nur für etwa 25 Prozent. Bisher unterstützen nämlich in erster Linie Smartphones mit Android-Betriebssystem die Funktion. AML funktioniert zudem nicht, wenn ein Anrufer den Notruf 112 wählt, aber das Netz seines Mobilfunkbetreibers gerade nicht verfügbar ist. Dann ist nur der Sprachanruf möglich, aber keine weitere Datenübertragung. Und von einem älteren Handy, das kein Smartphone ist, werden auch keine GPS-Daten übertragen.

Die Frankfurter Feuerwehr ist aber sicher, dass AML schon jetzt in vielen Fällen und in der Zukunft noch viel häufiger einen entscheidenden Unterschied machen wird. Apple will die Schnittstelle in den kommenden Monaten in ihrem iOS-Betriebssystem implementieren, immer mehr Smartphones lösen herkömmliche Geräte ab. Schon am Tag nach Inbetriebnahme in Frankfurt konnte einem in Not geratenen Mann geholfen werden, der keine Angaben zu seinem Aufenthalt machen konnte. Mit den automatisch gesendeten Informationen waren die Rettungskräfte wenige Minuten nach seinem Notruf vor Ort.

Informationen & Foto: Feuerwehr Frankfurt

Diskussion: Wie viel Demokratie braucht unsere Demokratie?

Politikverdrossenheit und Demokratiemüdigkeit einerseits. Volksbegehren und Klima-Streiks andererseits. Wie passt das alles zusammen?  Wie viel Demokratie braucht und verträgt unsere Demokratie? Welche Möglichkeiten gibt es noch, die Wählerinnen und Wähler direkt einzubinden? Darüber diskutieren am nächsten Sonntag die frühere Verfassungsrichterin Dr. Christine Hohmann-Dennhardt, Frankfurts Planungsdezernent und SPD-Vorsitzender Mike Josef, Frankfurts Baudezernent und CDU-Vorsitzender Jan Schneider sowie Grünen-Sprecher Bastian Bergerhoff. Der „Sonn-Talk“ findet ab 11 Uhr im Haus Nidda in Bonames, rund 10 Minuten vom Riedberg, statt.

Als „kleine Sensation“ werten die Veranstalter die Anwesenheit der ehemaligen Verfassungsrichterin Hohmann-Dennhardt. „Hier können die Gäste aus erster Hand erfahren, was die Mütter und Väter des Grundgesetzes sich so dachten. Eine Verfassung, um die uns viele in der Welt beneiden“, heißt es in einer Mitteilung der SPD-Ortsvereine im Frankfurter Norden, die zu der Talk-Runde laden. Am Sonntag soll Gelegenheit sein, das Thema aus unterschiedlichen politischen Perspektiven zu diskutieren.

Die Diskussionsrunde findet statt am Sonntag, 22. September 2019, 11-13 Uhr, Haus Nidda, Harheimer Weg 18-22, 60437 Frankfurt a. M. (ca. 10 Minuten vom Riedberg)

Foto: Archiv

#MainBecher geht an den Start

Kaum eingeschenkt, schon ausgetrunken und weggeworfen – der Einmalbecher To-Go ist zu einem Symbol für einen Konsum geworden, der auf unsere Umwelt und Ressourcen keine Rücksicht nimmt. Auch in Frankfurt verstopfen jährlich geschätzt 25 Millionen Einwegbecher die öffentlichen Papierkörbe der Stadt oder verschmutzen den öffentlichen Raum. Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) begegnet den veränderten Konsumgewohnheiten jetzt mit einem neuen Service: einem stadtweiten Pfandsystem samt Mehrwegbecher, dem #MainBecher. Das Unternehmen knüpft damit an ein erfolgreiches Pilotprojekt der gemeinnützigen Initiative Cup2gether an.

„Die Stadt Frankfurt gibt jedes Jahr rund 50 Millionen Euro für die Reinhaltung von Straßen, Plätzen und Grünflächen aus“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig am Donnerstag, 19. September, bei der öffentlichen Präsentation. „Als Aufsichtsrätin der FES bin ich stolz, dass mit dem #MainBecher ein weiterer Service für Frankfurterinnen und Frankfurter angeboten wird, der Abfallvermeidung in den Fokus rückt. Denn die Vermeidung von unnötigem Abfall muss unser Ziel sein.“ Besonders freue sie sich, dass es gelungen ist, einen Becher zu finden, der komplett aus nachwachsenden Rohstoffen besteht und zudem kompostierbar ist, sagte die Stadträtin. „Wir wollten unbedingt ein wirklich grünes System haben. Wenn es einen Becher gibt, der aus einem Abfallprodukt der Papierherstellung von einem kleinen Unternehmen in der Region produziert wird, ist er der Richtige für uns.“

So funktioniert #MainBecher – in Kürze mit App

Der #MainBecher funktioniert im Gegensatz zu anderen Systemen fast bargeldlos. Nur einmal, zum Start, müssen die mobilen Kaffeetrinker für drei Euro eine Pfandmarke erwerben. Die kleine Holzmünze passt bequem in den Geldbeutel und kann bei den Systemteilnehmern gegen den #MainBecher ein- oder ausgelöst werden. Angeboten wird der Becher zunächst in der Größe 0,4 Liter; eine kleinere Version 0,3 Liter ist ab November verfügbar. Ein Deckel in FES-blau für zwei Euro ist nicht Teil des Pfandsystems, kann aber über die Systemteilnehmer ebenfalls in Kürze miterworben werden. Eine Übersicht aller Systemteilnehmer ist auf der Internet-Seite http://www.mainbecher.de zu finden. In Kürze wird außerdem eine App fürs Smartphone bereitgestellt.

Wirkt auf den ersten Blick kompliziert – ist aber kinderleicht: das #MainBecher-System

Optisch ist der Becher in neutralem Grau gehalten. Befragungen haben ergeben, dass dies die am meisten akzeptierte Farbe ist. Aufgedruckt sind in Weiß der Frankfurt-Adler, das #MainBecher-Logo mit Skyline sowie – unten klein – der FES-Slogan „Keiner macht das so wie wir“. „Der Name und die Frankfurt-Motive auf dem Becher sollen bewusst den Lokalpatriotismus ansprechen“, erläutert FES-Geschäftsführer Dirk Remmert. „Wir wollen damit deutlich machen, dass dieser Becher und das Pfandsystem in Frankfurt für die Frankfurterinnen und Frankfurter erdacht und entwickelt wurden. Wem Frankfurt am Herzen liegt, der kommt am #MainBecher nicht vorbei.“

Das Interesse ist laut FES hoch. Für den #MainBecher gewonnen wurden bereits drei Aral-Tankstellen, die Kantine der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen sowie diverse weitere Cafés und Kioske. Gespräche mit weiteren namhaften Anbietern stehen vor dem Abschluss. Mit Hilfe des FES-Sponsoringpartners Löwen Frankfurt ist zudem eine Tür zu den großen Sportveranstaltungen in Frankfurt aufgestoßen.

FES stemmt die finanziellen Aufwendungen zum Start aus dem eigenen Marketing-Budget. Aus diesem werden seit jeher Aufklärungs- und Präventionsangebote im Kontext der Müllvermeidung finanziert. Das System #MainBecher ist nicht auf Gewinn ausgelegt. Einnahmen können generiert werden durch den Verkauf des #MainBecher an Sponsoren, die ihren Becher mit eigenem Logo bedrucken lassen können. „Das könnte für viele Unternehmen zum Beispiel ein attraktives Weihnachtsgeschenk an ihre Mitarbeiter sein“, sagte Remmert. Um die Wirksamkeit des Pfandsystems nachzuweisen, gibt FES außerdem eine Sortieranalyse der öffentlichen Papierkörbe in Auftrag. Studien zufolge beträgt der Volumenanteil von To-Go-Bechern darin bis zu 15 Prozent.

Wegbereiter war die Initiative Cup2gether

Wegbereiter für den #MainBecher war die Initiative Cup2gether, die im vergangenen Jahr bereits zahlreiche Cafés in den Stadtteilen Bornheim, Nordend und Ostend sowie über 1000 Bürger für das Modell gewinnen konnte und auf diese Weise das breite Interesse an einem Pfandsystem dokumentierte. „Für uns schließt sich mit dem heutigen Tag ein Kreis“, sagten die Geschäftsführerinnen Marlene Haas und Claudia Schäfer. „Wir sind froh und dankbar, dass sich unser Projekt auf diese Weise verstetigt und mit der FES jetzt in die ganze Stadt getragen wird. Auch möchten wir an dieser Stelle Frankfurts Wirtschaftsdezernent Markus Frank danken. Wir freuen uns auch für die vielen engagierten Gastronomen und Konsumenten, denen jetzt endlich eine nachhaltige Alternative geboten werden kann.“

Haas und Schäfer werden FES weiterhin beraten. Die Initiative richtet ihre Aktivitäten zugleich neu aus: In den Fokus wollen Haas und Schäfer jetzt stärker als bisher auch Stadtteil- und Vereinsfeste sowie die Beratung weiterer Städte in der Rhein-Main-Region nehmen.

Fotos & Informationen: FES

Workshop zu Zivilcourage und Gewaltprävention

Jeder kennt es: Eine unangenehme Situation, in der man sich nicht wohlfühlt, von anderen bedrängt wird oder sogar bedroht. Wie sollen Sie damit umgehen? Was können Sie tun? „Wenn Sie sich das auch schon gefragt haben, dann kommen Sie am 21. September 2019 von 10.00-14.00 Uhr zum kostenfreien Gewalt-Präventionstraining“, heißt es vom Quartiersmanagement der Nordweststadt, die das Training in Zusammenarbeit mit dem Präventionsrat der Stadt und der Polizei veranstaltet.

Es geht darum, möglichst frühzeitig bedrohliche Situationen wahrzunehmen. Dem Bauchgefühl zu folgen. Und ich entweder selbst aus der unangenehmen Situation zu befreien oder anderen Menschen zu helfen, sich aus einer für sie möglicherweise unangenehmen Lage zu lösen.

Das Gewalt-Präventionstraining findet am Samstag ab 10 Uhr in der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde, Thomas-Mann-Straße 10, 60439 Frankfurt statt. Verbindliche Anmeldung bis zum 17.09.2019 erforderlich unter nordweststadt@frankfurt-sozialestadt.de

Grafik: Veranstalter

Spielmobil auf dem Riedbergplatz

Hier ist ab heute Spiele-Spaß garantiert: Noch bis 20. September und auch in der nächsten Woche vom 23. bis 27. September, montags bis freitags in der Zeit von 14 Uhr bis 18 Uhr, hält ein Spielmobil auf dem Riedbergplatz.

Das Spielmobil-Team baut Hüpfkissen, Rollenrutsche und viele Kleinspielgeräte auf. „Die Kinder können das umfangreiche Spielmobilangebot nutzen und einen schönen Nachmittag verbringen“, heißt es bei den Veranstaltern vom Abenteuerspielplatz Riederwald e. V.

Apropos Abenteuerspielplatz: Inzwischen gibt es drei dieser pädagogisch betreuten Spielplätze in Frankfurt, die der Verein in mehr als vier Jahrzehnten aufgebaut hat, weitere Veranstaltungen inklusive.

So werden graue Straßen und Plätze zu „Spielstraßen“

Seit 1985 sind auch Spielmobile unterwegs und in Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt am Main sorgt diese dafür, dass Straßen – zumindest zeitweise – wieder zum Spielen genutzt werden können. „Das ist unsere eigentliche Aufgabe, wir bringen uns und unsere Spielmöglichkeiten zu den Kindern Frankfurts.“

Das ist aber noch nicht alles. Wer nicht die ganzen Sommerferien in Urlaub fahren kann, hat sicher schon mal die “Mainspiele” und “Opernspiele” besucht – ebenfalls veranstaltet vom Spielmobile-Team.

Weitere Informationen unter www.abenteuerspielplatz.de

Foto: Veranstalter

Nordwestzentrum: Kripo sucht Trickdiebe

Bereits am Donnerstag, den 2. November 2017, entwendeten Unbekannte einem damals 83-jährigen Mann die ec-Karte. Anschließend hoben sie bei verschiedenen Banken Geld ab. Die Frankfurter Polizei fahndet nun mit Aufnahmen einer Überwachungskamera nach den Tätern.

In dem Zeitraum von 10.45 Uhr bis 11.15 Uhr befand sich der inzwischen 85-jährige Mann im „Nordwestzentrum“. Als er mit seinen Einkäufen fertig war, machte er sich auf den Weg zum Parkplatz. Als er am Parkautomaten sein Ticket bezahlen wollte, fielen einer unbekannten Frau neben ihm Münzen zu Boden. Hilfsbereit hob er diese gemeinsam mit ihr auf. Dabei rempelte sie ihn „versehentlich“ an. Sie oder ein/e Mittäter/in entwendete im Zuge dessen mutmaßlich die ec-Karte des Opfers.

Kurz darauf wurde mit seiner ec-Karte sowohl in Frankfurt, als auch zahlreiche Male in Karlsruhe, Bargeld abgehoben. Der finanzielle Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.

Die Frankfurter Kriminalpolizei hat bereits umfangreiche Ermittlungen durchgeführt und sucht nun im Zuge einer Öffentlichkeitsfahndung nach den Tätern. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie zwei Männer in einer Bankfiliale am Europaplatz in Karlsruhe mit der gestohlenen ec-Karte Geld abheben. Einer der Täter soll 25-35 Jahre alt, 160-170 cm groß sein, südosteuropäisches Erscheinungsbild, kurze schwarze Haare mit Geheimratsecken, bekleidet mit schwarzer Lederjacke mit schwarzem Fellkragen, dunkelblauer Jeans und dunkelblauen Turnschuhen mit heller Sohle und bunten Streifen. Der zweite Täter soll 30-40 Jahre alt und 165-175 cm groß sein, südosteuropäisches Erscheinungsbild, kurze schwarze Haare, bekleidet mit einer schwarzen Jacke, blauer Jeans und dunkelblauen Turnschuhen mit weißer Sohle

Wer kennt diese Männer und/oder kann Angaben zur Taten machen? Sachdienliche Hinweise nimmt die Frankfurter Polizei unter der Telefonnummer 069/755-52499 entgegen.

Die beiden Täter beim Abheben mit der erbeuteten EC-Karte Foto: Polizei

Foto: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Willkommensfest für Mini-Riedberger, Mamas und Papas

Stützen, helfen, austauschen und vernetzen – hier setzt das Projekt Familiennetzwerk an, das gemeinsam mit der Stadt ins Leben gerufen wurde. Katrin Wünsche vom Kinderschutzbund betreut elf Standorte in Frankfurt und spricht von einem „Willkommensort“, der mit dem Familienzentrum Billabong als Partner auch bei uns realisiert werden konnte. Die Pädagogin möchte deshalb junge Familien „ganz herzlich zu einem bunten Nachmittag mit Spiel, Bewegung und leckerem Essen in Ihrem Stadtteil einladen“. Das Willkommensfest findet am morgigen Freitag im Familienzentrum Billabong statt.

In gemütlicher Atmosphäre hat man die Möglichkeit, andere Eltern mit Babys aus dem Stadtteil kennenzulernen, sich über Angebote für Kinder im Stadtteil Riedberg auszutauschen und einen entspannten Nachmittag zu verbringen.

Das „Willkommensfest“ des Familiennetzwerks ist am Freitag, 6. September, von 15 bis 17.30 Uhr, im Familienzentrum Billabong, Graf-von Stauffenberg-Allee 46b, Ffm-Riedberg.

Apropos Familiennetzwerk: Das Angebot ist insbesondere für Eltern und Kinder von 0 bis 3 Jahren gedacht, soll für alle offen, kostenfrei und niederschwellig sein. Konkret bedeutet das: Einerseits gibt es nun immer freitags von 15 bis 17.30 Uhr das Krabbelcafé Drop-In(klusive), wo man nicht nur andere Eltern kennenlernen, sondern auch Unterstützung finden kann. Andererseits gibt es schon seit 2017 den offenen Elterntreff in der Riedbergallee 15, der Montag bis Freitag von 9.30  bis 13 Uhr geöffnet ist.

Weitere Informationen unter www.billabong-family.de und www.kinderschutzbund-frankfurt.de

Foto: Kinderschutzbund Frankfurt

Singen Sie gerne? Das ist eine Einladung…

Mögen Sie Musik von Klassik bis Jazz, von Pop bis Gospel? Und singen Sie gerne? Am Riedberg ist ein ungewöhnliches Projekt gestartet, zu dem Dirigentin Burcu Özcanyüz Seymen weitere Interessierte willkommen heißt: Ein „Projektchor“ für das ökumenische Gemeindefest Ende September.

„Herzlich eingeladen sind all jene, die Freude am mehrstimmigen Chorgesang haben“, erklärt Seymen und fügt hinzu: „Wir haben zwar genügend Leute im Chor, das Projekt wäre aber mit externen Teilnehmern schöner.“ Musikalische Vorerfahrung ist sinnvoll. Denn die neuen Mitsängerinnen und Mitsänger werden den seit 2007 bestehenden Riedbergchor verstärken.  

Der Projektchor ist kostenlos. Anmeldung unter info@riedbergchor.de oder wie es die Dirigentin einladend formuliert: „Komm einfach vorbei!“

Der „Projektchor“ probt bereits am heutigen Donnerstag ab 20 Uhr in der evangelischen Kirche in der Riedbergallee, sowie am 19. September ab 19.30 Uhr. Auftritt ist beim ökumenischen Gemeindefest am Sonntag, 22. September.

Verbunden ist das Projekt mit einer weiteren Einladung: Denn wer Lust am gemeinsamen Singen bekommen hat, kann einfach dabei bleiben. „Ausgewählten Stücke für den Projektchor sind aus unserem Herbstkonzertprogramm“, sagt die Chorleiterin. Herbstkonzert ist am 2. November. Übrigens: Teilnehmer beschreiben den Chor als eine „glückliche Mischung“ von Menschen im Alter zwischen 30 und 75 Jahren, die sich nach den Proben meist auch noch zum Plaudern treffen…

Foto oben: Archiv