Kategorie: Allgemein

Zehn Schlangen im Kindergarten

Vor rund drei Stunden lautete eine Twitter-Meldung der Frankfurter Feuerwehr: „Derzeit sammeln wir mehrere Baby-Schlangen in einem Kindergarten in der Fritz-Tarnow-Straße ein. Dort wurden im Außenbereich 30 Zentimeter kleine Boa Constrictor gefunden. Diese Schlangenart ist ungiftig und für Menschen ungefährlich.“

Es war ein höchst ungewöhnlicher Besuch im nur wenige Kilometer vom Riedberg entfernten Stadtteil Dornbusch – aber zum Glück ungefährlich für die Kids. Die Boa Constrictor können ausgewachsen bis zu 1,80 Meter lang werden können. Die gefundenen Schlangen sind allerdings vermutlich erst wenige Tage alt. Mit Unterstützung eines Schlangenexperten des Frankfurter Zoo wurden die Schlangen eingefangen.

Woher die Tiere kamen konnte, nicht geklärt werden. Die Schlangen kommen vorerst in den Zoo, danach eventuell zur Vermittlung ins Tierheim.

Informationen & Foto: Feuerwehr Frankfurt

Der Culture Club lebt (zum Glück!) weiter

Fotowettbewerb, Ausstellungen, internationale Feierlichkeiten und natürlich viel Einsatz bei den Stadtteil-Festen – der „Culture Club Riedberg“ prägt unser Kulturleben seit mehr als zwei Jahren mit. Im Juni kam für viele überraschend der Beschluss zur Auflösung des Vereins, weil das Engagement offenbar auf zu wenigen Schultern ruhte. Nicht wenige Kulturfreunde am Riedberg reagierten betroffen. In dieser Woche kam (vorerst) die Wende: In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Dienstag wurde beschlossen, die Auflösung aufzuheben. Vereins-Experte und Diplomtrainer Wieland Speer wurde zum neuen Ersten Vorstand gewählt und löst die bisherige Vorsitzende Sandra Thoms ab. Ab sofort nimmt der Verein wieder neue Mitglieder auf, entwickelt neue Ideen und ist auch am Riedberger Sommerfest am Wochenende mit dabei.

Ich hoffe, dass es dem zahlenmäßig kleinen Verein gelingt zu wachsen und weitere kulturelle Akzente im und um den Riedberg zu setzen. Ich sehe mich nur als Zwischenlösung, bis andere willige Personen für den Vorstand gefunden werden , saget abschließend der neue Vorsitzende. Er freue sich auch, dass Sandra Thoms als aktives Mitglied dem CCR erhalten bleibt und dankte ihr für das große Engagement als Vorsitzende.

Vereins-Experte Wieland Speer wollte den Culture Club vor der Vereinsauflösung retten, sieht sich allerdings als „Zwischenlösung“

Der Diplomtrainer hatte sich vor einigen Wochen aufgrund einer Meldung zur Vereinsauflösung in MainRiedberg angeboten zu helfen. Nach einigen Emails, Telefonaten und einem Treffen zwischen ihm, der bisherigen Vorsitzenden Sandra Thoms sowie dem Kassenwart Andreas Woitun wollte man den Versuch einer Fortführung des Culture Club unternehmen. Die anwesenden Mitglieder sind am Dienstagabend erfreut dem Vorschlag gefolgt.

Wieland Speer (55) aus Oberursel hat über 40 Jahre ehrenamtliche Erfahrung in diversen Vereinen, war und ist in mehreren Vorständen, unter anderem im Förderverein Gymnasium Riedberg, aktiv. Er war in fünf Vereinen Tischtennis-Bundesliga- und Bundestrainer (DBS) sowie Breitensportreferent, Ligamanager und berät seit 2013 Vereine, Sportler und Firmen, leitet Schul-AGs und entwickelt neue Projekte. Erst 2017 hat er kurzfristig den Vorsitz des TV Obernhain im Hochtaunuskreis übernommen und vor der Auflösung gerettet.

Schatzmeister und Mitglied des Vorstands ist weiterhin Andreas Woitun. Fabian Obergföll bleibt ebenfalls Schriftführer und Jannis Radeleff ist Kassenprüfer. Ein Appell des neuen Culture-Club-Teams zum Schluss: „Damit der Verein weiter mit Leben gefüllt werden kann, brauchen wir aber mehr Unterstützung. Alle sind willkommen.“

Unter dem Motto „Der Riedberg – mein Ort“ veranstaltete der Culture Club den ersten Fotowettbewerb im Stadtteil

Beim Sommerfest am Wochenende ist der Culture Club natürlich vertreten – mit einem griechischen Café am Samstag und einem Tischtennisturnier am Sonntag. Dort steht morgen der neue Vorsitzende für Fragen zur Verfügung.

Informationen: Culture Club Riedberg

Hat die alte Turnhalle eine Zukunft?

Diese – zugeben schon in die Jahre gekommene – Halle am Grubweg ist aus dem Kalbacher Vereinsleben eigentlich nicht mehr wegzudenken. Für Riedberger Gruppen und Vereine inzwischen übrigens auch nicht mehr. Umso größer war das Erstaunen bis Erschrecken, als vor den Ferien bekannt wurde, dass Anfang Juni der Mietvertrag bei der Stadt zum Jahresende gekündigt worden war. Dies erfolgte durch die Vorsitzende der Kalbacher Vereine und Gruppierungen, Gisela Stamm – angeblich ohne einen Beschluss des Vorstandes und der Mitglieder der Vereine. „Wir wussten definitiv von nichts““, bestätigt eine der Vereinsvorstände dem Stadtteilmagazin MAINRiedberg. Und Gaby Nagel, die Vorsitzende des Riedberger SV betont: „Unser Interesse am Erhalt haben wir mehrfach gegenüber dem Ortsbeirat und der Presse kundgetan.“

„Unser Stadtteil braucht so etwas“

Gaby Nagel weiter: „Unser Stadtteil braucht so etwas. Wenn die alte Turnhalle erst mal weg ist, wird vermutlich nie mehr etwas für Versammlungsräume und Sport-und Kulturangebote nachkommen. Denn ein Bürgerhaus oder ähnliches wird sicherlich mangels Geld nie kommen.“ Alleine neun Gruppen des RSV trainieren dort neun Monate im Jahr und drei Gruppen ganzjährig. Würde die Halle erhalten bleiben, könne man noch viel mehr anbieten. Das gilt auch in puncto Kulturangeboten anderer Gruppierungen. Privatpersonen könnte die Halle ebenso zur Verfügung gestellt werden.

Die alte Turnhalle in Kalbach ist dringend sanierungsbedürftig

Fakt ist aber auch: Die in den 20er Jahren gebaute Halle ist marode und sanierungsbedürftig. Das Amt für Bau und Immobilien ist schon länger damit beauftragt, eine Bestandsaufnahme zu erstellen, um den Sanierungsbedarf zu überblicken. Im Klartext: Es geht auch darum, ob sich eine Sanierung überhaupt noch lohnen würde.

Ist eine neue Halle theoretisch möglich?

Dieser Überblick über die Sanierungskosten steht noch aus. Der Ortsbeirat hat bereits diesbezüglich nachgefragt. In der nächsten Sitzung am Freitag bringen außerdem drei Fraktionen (FDP, Grüne, SPD) einen Antrag zur alten Turnhalle ein. Sie wollen den Magistrat bitten, auch im Falle der Neuerrichtung „eines für vergleichbare Nutzungen vorgesehenen Gebäudes an gleicher Stelle“ so eine Halle weiterhin geeigneten Institutionen und Vereinen in Eigenregie zu übertragen. Eine solche neue Halle könnte „Ausgleich für ein in den Stadtteilen Kalbach-Riedberg fehlendes Bürgerhaus“ sein.

Dabei müsste nach Meinung der Antragsteller auch ein Mietvertrag auf eine neue Basis gestellt werden. Denn die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass alleine aus den Mieteinnahmen der Halle umfangreiche Instandhaltungs-Maßnahmen nicht zu stemmen sind.

Die Kündigung gilt zum Jahresende. Zeit und Sanierungsbedarf drängen. Auch Vereinsvertreter haben sich für den Ortsbeirat angesagt.

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Die nächste Ortsbeiratssitzung findet heute um 20 Uhr in der Grundschule Riedberg, Zur Kalbacher Höhe 15, statt. Die Sitzung ist öffentlich.

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Fotos: MAINRiedberg

Tag der offenen Tür im 14. Polizeirevier

Mit der Zusammenlegung des 14. und des 15. Polizeireviers nahm am 20. November 2017 die zweitgrößte polizeiliche Liegenschaft innerhalb des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main den Dienst auf. Nach nunmehr fast neun Monaten öffnet das neue Schwerpunktrevier in der Marie-Curie-Straße 32 im Mertonviertel zum 12. August 2018 in der Zeit von 10 Uhr bis 16 Uhr seine Türen für interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Der Tag der offenen Tür wird durch Herrn Polizeivizepräsidenten Dr. Walter Seubert feierlich eröffnet. Anlässlich dieses besonderen Tages präsentiert die Polizei einen Querschnitt ihrer Arbeit und Ausrüstung an Informationsständen und auf Aktionsflächen.

Blick hinter die Kulissen

Hierbei haben die Besucher die Gelegenheit, sich über polizeiliche Themen zu informieren und im Rahmen einer Führung hinter die Kulissen des Polizeireviers zu schauen, übrigens der die modernsten polizeilichen Liegenschaft in der Stadt. Auch sind Einblicke in die Geschichte der ehemals zwei traditionsreichen Polizeireviere möglich.

Neben Diensthunden in Aktion hat man die Gelegenheit, die persönliche Reaktionsfähigkeit unter erschwerten Bedingungen zu testen sowie altersbedingte körperliche Einschränkungen mit Hilfe eines „Altersanzuges“ zu simulieren.

Infos über Betrugsphänomen „Skimming“

Es gibt Informationen über die technische Ausstattung eines Streifenwagens sowie über aktuelle Probleme wie das Betrugsphänomen „Skimming“ sowie über Geld- und Dokumentenfälschung. Näheres zum Waffenrecht ebenfalls. Außerdem sind sichergestellte Exponate zu sehen.

„Werfen Sie im Rahmen einer Führung einen Blick in unser Polizeigewahrsam oder schießen Sie ein Erinnerungsfoto in dem Raum, in welchem üblicherweise erkennungsdienstliche Behandlungen durchgeführt werden. Kommen Sie mit auf eine Zeitreise und verfolgen Sie den Wandel der Zeit anhand historischer Polizeiuniformen und Bilderreihen“, heißt es im Flyer zur Veranstaltung der Polizei.

Die Beamten klären über aktuelle Kriminalitätsphänomenen auf und darüber, wie man sich davor schützen können. Weitere Informationen gibt es auch zu den Serviceangeboten des 14. Reviers innerhalb der nördlichen Stadtteile oder für interessierte Berufseinsteiger – durch die Einstellungsberater der Polizei.

Spaß für kleine Gäste

Weiterhin können die kleinen Gäste ihre fahrerischen Fähigkeiten auf einem Kettcar-Parcours unter Beweis stellen und ihrer Kreativität am Stand des Polizeimalers freien Lauf lassen.

Für das leibliches Wohl ist ebenfalls gesorgt. Aus Sicherheitsgründen bittet die Polizei aber „um Verständnis, dass das Mitführen von Tieren, Glasflaschen, Waffen und anderer gefährlicher Gegenstände sowie größere Taschen nicht gestattet werden kann“.

Es gibt eine Fahrrad-Abstellfläche, allerdings können leider keine Kfz-Parkplätze vorgehalten werden können. Der Eintritt ist kostenfrei. Abhängig von dem Besucheraufkommen kann es am Eingang zu Wartezeiten kommen.

Informationen, Flyer und Foto: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Die Besucherinfo mit dem Plan des neuen 14. Polizeireviers

Gewitter sorgt für Einsätze der Feuerwehr

Das kurze Gewitter mit Windböen bescherte der Feuerwehr am Samstagnachmittag gegen 16 Uhr mehrere Hilfeleistungseinsätze. Hauptsächlich davon betroffen waren die Stadtteile Niederursel und Heddernheim. An fünf Einsatzstellen waren Äste abgebrochen und auf die Fahrbahn gestürzt oder hingen instabil am Baum. Diese wurden von den Einsatzkräften abgesägt oder beiseite geräumt.

An einem Hochhaus im Gerhart-Hauptmann-Ring hatten sich Gerüstteile an einer Außenfassade im neunten Obergeschoss gelöst. Die Einsatzkräfte der Sondereinheit Höhenrettung konnten gesichert die losen Teile entfernen und nach unten bringen.

Golf-Caddy aus Ostparkweiher geborgen

Gegen acht Uhr am Sonntagmorgen wurde die Feuerwehr von der Polizei zum Ostpark angefordert. Im Ostparkweiher hatten die Schutzleute einen Elektropersonentransporter, auch als Golf-Cart oder Golf-Caddy bekannt, entdeckt. Die Feuerwehrkräfte konnten das Fahrzeug an der Seilwinde des Gerätewagen-Boot befestigen und an Land ziehen. Dort wurde es dem mittlerweile eingetroffenen Platzwart übergeben. Dieser konnte das Vehikel wieder in Betrieb nehmen und tuckerte damit davon. Wahrscheinlich haben unbekannte das Fahrzeug in der vergangenen Nacht in den Weiher geschoben.

Es ist noch nicht bekannt, wer dieses Golf-Cart in den Ostparkweiher schob

Informationen & Foto unten: Feuerwehr Frankfurt

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Foto oben: Archiv

Studieren mit Nebenjob: Ist Regelstudienzeit noch zeitgemäß?

Starre Regelstudienzeiten scheinen immer weniger der Lebenswirklichkeit vieler Studierender an der Goethe-Universität zu entsprechen. Das ist ein Ergebnis einer umfassenden, repräsentativen Befragung, an der sich insgesamt rund 11.000 Studierende (24%) der Goethe-Universität beteiligten:

Zwei Drittel der an der Goethe-Uni Eingeschriebenen sind neben dem Studium erwerbstätig, sieben Prozent leisten familiäre Fürsorgearbeit – mit z.T. gravierenden Folgen für das Studium: So schätzt fast die Hälfte der Studierenden, dass sie gegenüber der Regelstudienzeit in Verzug ist (45 Prozent). Als häufigster Grund hierfür wird Erwerbstätigkeit neben dem Studium (49 Prozent) genannt. Immerhin 32 Prozent finden es belastend, die richtige Balance zwischen Studium und Erwerbsarbeit zu finden. Zur Sicherung ihres Lebensunterhalts müssen sie in einer teuren Stadt wie Frankfurt neben ihrem Studium durchschnittlich 13 Stunden pro Wochearbeiten. „Wir sollten zusammen mit der Politik überlegen, ob die Studienzeit noch ein sinnvoller Parameter für die Hochschulfinanzierung ist, oder ob man nicht besser auf aussagekräftigere Parameter für ein erfolgreiches Studium umsteigen sollte. Ist es wirklich noch sinnvoll, den Hochschulen Anreize zu setzten, die Studierende zu einem schnellen Studium drängen, wenn das weder zu deren überwiegenden Lebenssituation passt noch der Schlüssel zu einem guten Studienerfolg zu sein scheint?“

Der überwiegende Teil der Studierenden der Goethe-Universität ist mit dem Studium zufrieden (87 Prozent).90% würden die Goethe-Universität einem befreundeten Studieninteressierten weiterempfehlen. Fast 80% der Studierenden beurteilen Aufbau und Struktur ihres Studienfachs als „sehr gut“, „gut“ (54%) oder „befriedigend“ (25%).

Deutlich mehr Studierende mit Migrationshintergrund

Und noch ein interessantes Ergebnis liefert die Befragung: Der Anteil von Studierenden mit Migrationshintergrund ist in der aktuellen Befragung deutlich höher als vor fünf Jahren bei der ersten Studierendenbefragung (32 Prozent vs. 24 Prozent). Auch im bundesweiten Vergleich ist der Anteil von Studierenden mit Migrationshintergrund an der Goethe-Universität damit größer als an anderen Hochschulen.

Diese und viele weitere Ergebnisse helfen der Goethe-Universität, ihre Studienangebote und studienbegleitenden Dienstleistungen noch zielgruppenorientierter zu gestalten: „Die Qualitätskultur der Goethe-Universität setzt auf einen partizipativen, dialogorientierten Prozess, in dem die studentische Perspektive fest verankert ist. Um anhand der Ergebnisse die Weiterentwicklung von Studium und Lehre gezielt anzustoßen, führen wir in regelmäßigen Abständen universitätsweite Studierendenbefragungen durch“, betont Prof. Roger Erb, Vizepräsident für Studium und Lehre.

Neben den allgemeinen Faktoren eines Studiums und seiner Rahmenbedingungen bewerten die Studierenden auch die konkrete Situation ihres eignen Studiengangs. So nannten sie als studienbezogene Belastungsfaktoren vor allem Prüfungsdruck, Termin- und Zeitdruck sowie überfüllte Lehrveranstaltungen. „Insgesamt liefern die fachspezifischen Ergebnisse zur Studiensituation und Studienbedingungen unmittelbare Anhaltspunkte zur Weiterentwicklung der Studiengänge an der Goethe-Universität“, äußert sich Dr. Martin Lommel, Leiter der Abteilung Lehre und Qualitätssicherung.

Text: Pressestelle Goethe-Universität

Foto: Archiv/ Fotolia

Wasser für Frankfurts Bäume! Stadt bittet um Hilfe der Bürger

Bäume helfen uns normalerweise, die Hitze in der Stadt zu ertragen. Sie spenden Schatten und kühlen über die Verdunstung von Wasser sogar die Luft. Doch nach wochenlanger Trockenheit brauchen viele der rund 200.000 Frankfurter Stadt- und Parkbäume nun selbst Hilfe. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und das Grünflächenamt rufen deshalb alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, den Bäumen in ihrer eigenen Straße Wasser zu spenden. „Wir möchten doch alle, dass die Bäume nächstes Jahr wieder austreiben. Bitte helfen Sie ihnen!“

Die anhaltende Trockenheit gefährdet vor allem jüngere Bäume an Straße und auf Gehwegen. Etwa 5000 Bäume, die seit weniger als fünf Jahre stehen, werden regelmäßig vom Grünflächenamt oder von beauftragten Firmen bewässert. Besonders kritisch ist die Lage für Bäume im „Grundschulalter“, also sechs bis zehn Jahre nach Pflanzung. Hier ist die Baumscheibe auch meistens noch locker genug, dass man ordentlich wässern kann. Generell gilt: Lieber ein Mal in der Woche richtig durchdringend wässern als täglich ein Kanne. Ein junger Baum kann gut und gerne 150 Liter Wasser vertragen, also etwa 15 Putzeimer oder Gießkannen. Das entspricht Kosten von 50 Cent.

Manche Baumarten kommen besser mit Hitze und Trockenheit zurecht als andere. Das Grünflächenamt hat deshalb schon seit dem Hitzesommer 2003 die Auswahl neuer Straßen- und Parkbäume verändert. Zu den „Klimabäumen“ gehören beispielsweise der Amberbaum, die Blasenesche oder auch der Baum des Jahres 2018: die Esskastanie.

Alles Wissenswerte hierüber findet sich in der Broschüre „Frankfurt – Stadt der Bäume“, die kostenlos beim Umwelttelefon unter 069/212-39100 bestellt werden kann. Als PDF-Dokument findet man es unter: https://www.frankfurt-greencity.de/fileadmin/_migrated/pics/faltplan-ffm-stadt-der-baeume.pdf

Das Grünflächenamt erklärt weiter: Neue Stadtbäume haben nur eine Zukunft, wenn sie auch ausreichend Wurzelraum bekommen. Man strebt deshalb an, dass die Baumgrube ein Volumen von 12 Kubikmetern hat. Früher gestanden Planer Bäumen am Straßenrand manchmal nur zwei Kubikmeter Wurzelraum zu. Da hilft dann auch keine Bewässerung mehr.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

Waldbrandgefahr! Wo man beim Grillen aufpassen muss

Durch das Andauern der Hitzewelle mit Temperaturen weit über 30 Grad und ausbleibenden Niederschlägen beziehungsweise nur lokal begrenzten gewittrigen Niederschlägen verstärkt sich die Waldbrandgefahr in Hessen wieder deutlich. Große Teile Hessens sind seit längerem ohne ergiebige Niederschläge geblieben. Grundsätzlich ist es wegen der Waldbrandgefahr verboten, in Wäldern oder am Waldrand zu grillen, zu rauchen oder Glas liegen zu lassen, da Glas durch Lichtreflektionen Feuer entfachen kann. Einige Kommunen wie Wiesbaden haben die öffentlichen Grillplätze auch schon teilweise wegen der Hitze gesperrt.

Für die nächsten Tage besteht nach aktuellen Prognosedaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in weiten Teilen Hessens hohe Waldbrandgefahr. Die für das kommende Wochenende vorhergesagten, gewittrigen Niederschläge führen nach erster Einschätzung zu keiner anhaltenden Verbesserung der Situation.

Das Hessische Umweltministerium hat daher am Dienstag die erste von zwei Alarmstufen, Alarmstufe A, für die Forstverwaltung in Hessen ausgelöst. Die Aussicht auf ein Anhalten der Wetterlage ohne größere landesweite Niederschläge bei weiterhin hohen Temperaturen sowie eine Zunahme des Waldbrandgeschehens macht diesen Schritt erforderlich.

Mit dem Ausrufen der zweithöchsten Alarmstufe wird unter anderem sichergestellt, dass die besonders gefährdeten Waldbereiche verstärkt überwacht werden. Die Forstverwaltung stellt zudem die technische Einsatzbereitschaft sicher und intensiviert den Kontakt zu den örtlichen Brandschutzdienststellen. In besonders brandgefährdeten Waldgebieten beziehungsweise Waldrandbereichen kann es zur Schließung von Grillstellen kommen. Auch die vorübergehende Sperrung von Waldwegen und Waldflächen ist nicht ausgeschlossen.

Nach einem in Hessen insgesamt zu trockenen Frühjahr und deutlich zu trockenen Juni bei gleichzeitigen Rekordtemperaturen im April und Mai, sind die Wasservorräte auch in den Waldböden stark zurückgegangen. Seit Jahresbeginn kam es zu etwa 45 Waldbränden mit einer Schadfläche von rund 4,5 Hektar.

Das Ministerium bittet zudem alle Waldbesucher um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit. Außerhalb der ausgewiesenen Grillstellen darf kein Feuer entfacht werden. Auf den Grillplätzen sollte darauf geachtet werden, dass kein Funkenflug entsteht und dass das Feuer beim Verlassen des Grillplatzes richtig gelöscht wird.

Im Wald ist das Rauchen grundsätzlich nicht gestattet. Waldbrandgefahr geht ebenfalls von liegen gelassenen Flaschen und Glasscherben sowie durch Zigarettenkippen aus, die entlang von Straßen achtlos aus dem Fenster geworfenen werden. Alle Waldbesucher werden zudem gebeten, die Zufahrtswege in die Wälder nicht mit Fahrzeugen zu blockieren. Pkws dürfen nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Die Fahrzeuge sollten nicht über trockenem Bodenbewuchs stehen.

Wer einen Waldbrand bemerkt, wird gebeten, unverzüglich die Feuerwehr (Notruf 112) oder die nächste Forstdienststelle zu informieren.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

Immer mehr Frankfurter haben mehr als einen Job

Die neueste Ausgabe von „frankfurt statistik aktuell“ beschäftigt sich mit dem Thema Mehrfachbeschäftigung: Ein wachsender Teil von Personen übt mehrere Beschäftigungen aus. Aber in welchen Branchen arbeiten Mehrfachbeschäftigte in Frankfurt am Main? Wer arbeitet in mehreren Jobs? Und wie sehen die Verdienste von Mehrfachbeschäftigten aus?

Der für die Statistik zuständige Dezernent Jan Schneider stellt fest: „Wie die Statistik zeigt, gehen die meisten Mehrfachbeschäftigten neben ihrer sozialversicherungspflichtigen Haupttätigkeit einem Minijob als Nebentätigkeit nach.“

„Seit dem Jahr 2003 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse auf dem Frankfurter Arbeitsmarkt um 19,4 Prozent angestiegen, während sich die Mehrfachbeschäftigung mehr als verdoppelt hat“, so beschreibt Stadtrat Schneider die dynamische Entwicklung in diesem Bereich. „Im vergangenen Jahr“, so betont er weiter, „ging in Frankfurt etwa jede beziehungsweise jeder vierte Beschäftigte mehreren Jobs nach.“

Vor allem in den Dienstleistungsberufen konzentrieren sich die Mehrfachbeschäftigten. Der Anteil der Mehrfachbeschäftigten in den einzelnen Dienstleistungsbranchen variiert allerdings deutlich. „Während in den Berufen in Finanzdienstleistungen, Rechnungswesen und der Steuerberatung lediglich vier Prozent in mehreren Beschäftigungsverhältnissen arbeiten, hat in den Reinigungsberufen eine von vier Personen mehrere Beschäftigungen“, kommentiert Jan Schneider die Situation auf dem Frankfurter Arbeitsmarkt.

Im Durchschnitt sind die monatlichen Bruttoverdienste von Beschäftigten, die eine Nebentätigkeit ausüben, deutlich geringer als die Verdienste von sonstigen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Frankfurt am Main. „Mehrfachbeschäftigte arbeiten häufig in Berufen mit eher niedriger Bezahlung“, stellt Schneider abschließend fest.

„frankfurt statistik aktuell“ 10/2018 steht unter http://www.frankfurt.de/statistik_aktuell als kostenloses PDF-Download zur Verfügung.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv/ Fotolia

Gymnasium Nord: Hoher Schaden bei Turnhallen-Brand

Nicht wenige Kinder aus unserem Stadtteil besuchen das Gymnasium Nord in Praunheim, das ab August aufgrund der steigenden Schülerzahlen ein zusätzliches Schulgebäude und eine Mensa bekommt. Zum Jahresende sollte am provisorischen Schulcampus auch noch eine Turnhalle hinzukommen. Die Hiobsbotschaft aber ist: Gestern Abend gegen 19.53 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, weil bei der im Rohbau befindlichen Turnhalle in der Munckermannstraße Feuer ausgebrochen war. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannten bereits Teile der Dachkonstruktion. Das Feuer wurde von mit Atemschutzgeräten ausgerüsteten Einsatzkräften mit mehreren Strahlrohren, die zum Teil auch über Drehleitern eingesetzt worden sind, gelöscht. Am Einsatz waren insgesamt rund 70 Einsatzkräfte mit 24 Fahrzeugen beteiligt. Die Löscharbeiten waren auch aufgrund des heißen Wetters äußerst anstrengend. Verletzt wurde niemand.

Der Brandschaden liegt im sechsstelligen Bereich. Laut FNP liegt die Brandursache bei Bauarbeiten. Mit der Brandserie von Holzbauten in Frankfurt hat dieses Feuer nach ersten Erkenntnissen offenbar nichts zu tun.

Die Nachlöscharbeiten für den Brand der Turnhalle in Praunheim haben sich bis in die Mittagsstunden des Samstags hingezogen. Insgesamt viermal (gegen 0:30 Uhr, 03:00 Uhr, 08:30 Uhr und 12:30 Uhr) sind Einsatzkräfte vor Ort gewesen, um vereinzelte Glutnester abzulöschen und die Brandstelle mit Wärmebildkameras zu kontrollieren.

Foto & Informationen: Feuerwehr Frankfurt