Kategorie: Allgemein

60.000 Frankfurter
weichen dieser Bombe

Sie heißt HC-4000, wiegt 1,8 Tonnen und wurde in den Kampfeinsätzen der britischen Royal Air Force gegen Nazi-Deutschland über Frankfurt abgeworfen. Am Mittwoch wurde die Weltkriegs-Bombe mit mehr als 1000 Kilo Sprengstoff im Westend entdeckt. Jetzt steht Frankfurt vor der größten Evakuierung der Nachkriegszeit: Bis Sonntag, 3. September, 8 Uhr muss der Bereich 1, 5 Kilometer um den Fundort evakuiert sein. Mehr als 60.000 Menschen müssen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Krankenhäuser, Seniorenheime, Uni, Bundesbank und Hessischer Rundfunk müssen evakuiert werden. Der U-Bahn-Verkehr wird im entsprechenden Bereich eingestellt (siehe unten). Frankfurts Sicherheitsdezernent Markus Frank spricht von einer „großen Kraftanstrengung“ und appelliert an Mitarbeit und Hilfsbereitschaft der Bürger. Er sagt: „Wenn uns aber jeder unterstützt, bin ich mir sicher, dass alle am Sonntag um 20 Uhr zuhause sein können.“

Die gute Nachricht ist: In den vergangenen Jahren sind fast alle Bomben-Entschärfungen ohne größere Zwischenfälle gelungen. Allerdings wird berichtet, dass eine so große Bombe selbst die Experten vom Kampfmittelräumdienst bisher noch nie entschärft haben. Die Zuversicht ist trotzdem groß. Der Fundort der Bombe wird von der Polizei bis zur Entschärfung rund um die Uhr bewacht. Was ist aber mit all jenen Frankfurtern, die am Wochenende kein Ausweichquartier haben? Die Behörden rechnen mit etwa 6000 Menschen, die in einer Messehalle, der Jahrhunderthalle und kleineren Turnhallen unterkommen könnten. Verkehrsbetriebe und FES haben auch schon Hilfe angeboten. Die Stadt hat zudem ein Bürgertelefon geschaltet, das unter 069/212-111 ständig erreichbar ist.

Diese Straßen sind gesperrt

Aufgrund der aufgefundenen Weltkriegsbombe werden in den kommenden Tagen erhebliche Verkehrsbeinträchtigungen aufkommen, die teils bereits heute Nacht beginnen, aber nur den Lkw-Verkehr betreffen. Ab Sonntag um 4 Uhr wird dann die BAB 66 in Richtung Frankfurt (Ausbauende F-Miquellallee) ab dem Nordwestkreuz Frankfurt gesperrt, ab 8 Uhr wird es in der Frankfurter Innenstadt zu umfangreichen Sperrmaßnahmen kommen. Autofahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Ab dieser Uhrzeit ist der gesamte Verkehr im Evakuierungsbereich gesperrt.

Hier fahren keine U-Bahnen

Auch der öffentliche Personen- und Nahverkehr der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), sowohl ober- als auch unterirdisch, wird im Sperrbereich für die Dauer der Maßnahmen vollständig eingestellt werden. Weitere Informationen unter www.traffiq.de.

***

Alle Informationen zum Bombenfund und dem daraus folgenden Evakuierungskonzept sind auch auf den Internetseiten der Feuerwehr unter www.feuerwehr-frankfurt.de und der Polizei unter www.polizei.hessen.de/ppffm zu finden.

(Quelle: Feuerwehr Frankfurt/ bearbeitete Grafik)

NEU! Das aktuelle
MAINRiedberg

Interessiert Sie, wie viele Kita-Plätze im Stadtteil fehlen, welche junge Lady zum angesagten Social-Media-Star geworden ist und was RiedbergerInnen aus Mexiko, dem Iran und Schottland über ihr Leben und Ihre Heimat verraten? Dann sollten Sie unbedingt zum neuen MAINRiedberg greifen, das jetzt in Ihrem Briefkasten zu finden ist. Es ist bereits die siebte Ausgabe unseres Magazins, wieder mit vielen interessanten und spannenden Themen plus Terminkalender und News-Seiten. Natürlich freuen wir uns auch über Ihr Feedback – gerne per Mail an mail@main-riedberg.de

Von Riedbergern für Riedberger – das ist unser Motto! MAINRiedberg ist ein Stadtteilinformations-Magazin, das von der Marketing-Expertin und Designerin Katja Markert und der Journalistin Claudia Detsch 2015 ins Leben gerufen wurde. Wir leben selbst(verständlich) am Riedberg, lieben Geschichten von Menschen für Menschen und möchten mit unserem Magazin auch das nachbarschaftliche Miteinander in Deutschlands größtem Neubaugebiet fördern. Das alles ist nur möglich, weil lokale Firmen und Dienstleister von Anfang an unser Projekt geglaubt und uns mit Anzeigen unterstützt haben. Wir freuen uns sehr, dass inzwischen auch renommierte regionale und internationale Konzerne MAINRiedberg entdeckt haben und zum Kreis der Anzeigenkunden zählen. Wir sagen vielen herzlichen Dank – und versprechen: Wir machen weiter, mit genauso viel Neugierde, Power und Enthusiasmus. Für einen besonderen Stadtteil und seine besonderen Menschen.

Haben Sie noch kein neues MAINRiedberg erhalten? Eine Mail inkl. Adresse an mail@main-riedberg.de genügt – und schon bald wird die neue Ausgabe unseres Stadtteilmagazins in Ihrem Briefkasten sein!

Schüler fahren Bahn für 1 Euro

Einen Tag Bahnfahren für nur einen Euro. Das ist für Schüler ab sofort möglich. Seit Anfang August wird hessenweit das neue Schülerticket angeboten, das pro Jahr entweder einmalig 365 Euro oder monatlich 31 Euro kostet und auch im gesamten Bereich des RMV gilt. Außerdem gibt es auch weiterhin Ermäßigungen für Inhaber des Frankfurt-Passes.

Das Land Hessen stellt dazu pro Jahr rund 20 Millionen Euro zusätzlich bereit. Das Schülerticket ersetzt damit in Frankfurt die bisherige CleverCard. Um dabei zu sein, benötigen alle Nutzer unter 18 Jahren zum ausgefüllten Bestellschein lediglich einen Altersnachweis. Erst danach wird zusätzlich eine Bestätigung des Ausbildungsbetriebes oder der Schule benötigt. Die neuen Tickets kann man online bestellen oder am neuen Infostand in der B-Ebene der Hauptwache sowie in über 40 TicketShops in ganz Frankfurt beantragen und gleich mitnehmen.

www.vgf-ffm.de

(Foto: RMV / Jan Haas)

Nachruf Werner Hackermeier

Ohne ihn würde der Riedberg nicht aussehen, so wie er heute aussieht. Darin waren sich die Redner der Verabschiedungsfeier von Werner Hackermeier im Lufthansa Congress-Centrum in Seeheim-Jugenheim am 24. Juli einig. Redner waren Friedhelm Flug von der Hessen Agentur, Norbert Landshut (ehemaliger Mitarbeiter der Hessen Agentur), sowie Jochen Krehbiel (früher Stadtplanungsamt Frankfurt, heute Stadtplanungsamt Darmstadt).  Bernd Lechner, mit dem die HA zahlreiche Projekte realisierte, u.a. auch das Wohnheim des Sozialwerk Main Taunus, und Ulrich Tolksdorf von der VR Bank Untertaunus sprachen ebenso, wie abschließend Stephan Grein, der Geschäftsführer von Werner Hackermeiers Firma „consens development“, der sich auch persönlich in der letzten Zeit sehr um Werner Hackermeier kümmerte.

Werner Hackermeier arbeitete ab 2002 mit seiner Firma „consens developmet“ im Auftrag der Hessen Agentur für die städtebauliche Entwicklung des Riedbergs. Er bezeichnete den Riedberg oft als sein „Baby“. Auch in den schwierigen Jahren bis 2005, da mancher die politische Entscheidung zur städtebaulichen Entwicklung des Riedbergs infrage stellte, gelang es Werner Hackermeier mit Vision und seiner unkonventionellen Art das Projekt, d.h. den Riedberg voranzubringen.

Werner Hackermeier arbeitete von 2002-2016 für die Entwicklung des Riedbergs. Ab 2015 mit einer todbringenden Diagnose, der er mit seiner Kämpfernatur entgegentrat: „Die Ärzte sagen: noch zwei Jahre, ich will zehn Jahre!“ Am Ende verlor er den Kampf gegen den Krebs. Er hinterlässt große Spuren und wie bei der Verabschiedungsfeier deutlich wurde, Menschen, denen er sehr viel bedeutet hat. Die Beiträge der Redner  gingen vom Geschäftlichen sehr stark auch ins Private und Persönliche über. Ein Redner nannte ihn seinen besten Freund, den er jetzt verloren hat. Beifall ist bei Veranstaltungen wie dieser eher unüblich. Als aber Werner Hackermeiers Sohn Corvin spontan kurz vor Schluss das Wort ergriff, sich bei den Rednern und allen Besuchern bedankte und seinen Vater in seiner ganz eigenen Art charakterisierte, gab es am Ende Applaus der Anwesenden.

Franz Biebl vom Sozialwerk Main Taunus moderierte die Verabschiedung und merkte an, dass es ohne Werner Hackermeier und im Fall des Sozialwerk Main Taunus, auch ohne Bernd Lechner (Lechner Group) kein Wohnheim für psychisch kranke Menschen auf dem Riedberg geben würde. Andere soziale Einrichtungen wie die der Lebenshilfe Stiftung, das Mutter-Kind-Haus der Waisenhausstiftung, der Sportverein SC Riedberg,  sowie das Familienzentrum Billabong wurden von der Hessen Agentur, in Persona von Herr Werner Hackermeier gefördert und unterstützt. Wir haben einen Visionär und Macher, einen Mann, der den Menschen zugewandt war verloren. Noch ist die Zeit des Abschiednehmens, des Loslassens, aber es wird eine Zeit kommen, in der das Gefühl der Dankbarkeit, Werner Hackermeier  gekannt zu haben, die Dankbarkeit über das, was ihn als Mensch ausmachte, das was er geschaffen hat, die Oberhand gewinnen wird über Schmerz und Trauer.

(Text: Franz Biebl, Foto: Werner Hackermeier)

2. Geburtstag der
Kita TraumBaum

Beitrag von Katharina Bathe-Metzler

2. Geburtstag der Kita TraumBaum

Mit einem großen Sommerfest feierte am Donnerstagnachmittag die Kita TraumBaum ihren zweiten Geburtstag. Die Leiterin der Einrichtung Naomi Wille begrüßte neben den 99 Kindern und 26 Erzieher*innen der Kita auch viele Eltern, Großeltern sowie auch ehemalige Mitarbeiter*innen und Bewohner des Pflegeheims Casa Reha.

Das Jubiläum wurde bei strahlendem Sonnenschein und mit einem bunten Programm zelebriert. Zum Auftakt gab es von der ersten TraumBaum-Miniband, bestehend aus 21 kleinen Musiktalenten aus dem Kindergartenbereich, eine musikalische Aufführung mit Trommeln und Gesang. Außerdem wurde ein vom TraumBaum-Team selbst gedrehter Film zur jungen Geschichte der Kita mit Interviews von Eltern gezeigt. Im Film berichten direkte Nachbarn und „Familien der ersten Stunde“, wie sich die Kita seit dem Baustart und der Eröffnung am 13. Juli 2015 bis heute entwickelt hat. „Es ist schön zu sehen, welches Leben hier in den letzten zwei Jahren eingezogen ist. Gestartet sind wir mit 13 Kindern im Krippen und Kindergartenbereich. Heute betreuen wir 99 Kinder. Und auch unser gruppenübergreifender Ansatz bzw. unser halboffenes Konzept ist mittlerweile komplett umgesetzt. Wir haben hier getreu unserem Motto wahrlichen ‚Ein Ort zum Wachsen’ geschaffen“, so Naomi Wille.

Kinderfreundliches Programm und ein Buffet der Nationen

Für entsprechende Unterhaltung und Partystimmung sorgten im Laufe des Nachmittags eine Vielzahl an Mitmach-Angeboten im Außenbereich: Kinderschminken, Taststationen jeweils für Hände und Füße, Steinebemalen und und und… Besonders das Fangen von Riesenseifenblasen wurde begeistert angenommen. Und auch für das leibliche Wohl war mit Würstchen vom Grill, Kuchen, Waffeln und Salaten bestens gesorgt. Außerdem brachten viele Eltern Speisen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern mit und es entstand wie schon zur offiziellen Eröffnungsfeier vor einem Jahr ein kleines Buffet der Nationen. „Durch unseren internationalen Ansatz und die Vielfalt an Nationen hier auf dem Riedberg haben wir auch viele Kinder unterschiedlicher Herkunft in unserer Einrichtung. Dadurch entstehen immer wieder tolle Möglichkeiten wie das Buffet der Nationen. So können unserer Kinder nicht nur durch Erzählungen der Kinder oder Eltern viel über andere Länder erfahren, sondern sie zu solchen Anlässen auch ‚schmecken’“, so Hendrik Lang, Mitarbeiter*in der Kita.

Ein Traum(-Baum) wird wahr

Ein echter TraumBaum zum träumen, innehalten, erzählen und vorlesen

Eine besondere Überraschung hielt das Team der Kita TraumBaum während der Feier für alle Gäste und vor allem für die Kinder bereit: Ein echter TraumBaum zum träumen, innehalten, erzählen und vorlesen wurde enthüllt. Zuvor durften die Kinder auf selbstgebastelte Herzen ihren ganz persönlichen Wunsch für die Kita durch ihre Eltern aufschreiben lassen. Alle Herzen wurden anschließend an den Baum gehängt – und werden hoffentlich früher oder später erfüllt. „Seit ich die Leitung der Kita vor zwei Jahren angenommen habe, haben wir daran gearbeitet, passend zu unserem wunderbaren Namen einen echten TraumBaum für alle unserer Kinder zu realisieren. Durch Spenden von Eltern, externen Institutionen und viel Arbeit zusammen mit Merih Aktas Goellrich und Daniel Rehm konnten wir uns diesen Traum nun erfüllen“, freut sich Naomi Wille.

Ein Himmel voller Ballons

Zum Abschluss ließen alle Gäste gemeinsam noch 99 Ballons in den strahlend blauen Himmel steigen. An jedem der Ballons war ein Wunsch der Besucher*innen befestigt und eine leichte Brise auf dem Riedberg sorgte dafür, dass sich die Wünsche der Kinder auch über die Grenzen des Riedbergs verbreiteten.

99 Geburtsagsballons mit Glückwünschen der Kinder

Die Kita TraumBaum ist eine von insgesamt zwölf Kitas auf dem Riedberg. Das pädagogische Konzept der Kita verfolgt den sogenannten Early-Excellence-Ansatz. Dieser dient dem Ziel, die individuellen Fähigkeiten der Kinder aufzugreifen und zu fördern. Ein multiprofessionelles Team unterstützt die Kinder mit gruppenübergreifenden Angeboten in den Bereichen Sprach- und Bewegungsförderung, Musik, Rollenspiele und Umwelt bei Ihrer Entwicklung. Träger der Kindertagesstätte ist die Internationale Bund Südwest gGmbH.

(Fotos: Katharina Bathe-Metzler)

MAINRiedberg
wünscht tolle
Sommerferien!

Nur drei Stunden Schule, Zeugnis inklusive – dann sind endlich sechs Wochen große Ferien! Nicht wenige sitzen schon auf gepackten Koffern und die Reise in den Urlaub kann beginnen. Ob es nach Norden, Süden, zu Oma und Opa nach Griechenland, zur Familie nach China, Japan, Indien, in die Berge oder ans Meer geht – MAINRiedberg wünscht allen einen wunderbaren Urlaub und die vielleicht schönsten Wochen des Jahres.

Zum Auftakt in die Ferien ging’s für einige Riedberger heute Abend übrigens zum Coldplay-Konzert in die Commerzbank-Arena. Vielen Dank für tolle Fotos, auf die wir – ehrlich gesagt mit ein bisschen Neid – geklickt haben!

Das sind die Ferien-Angebote

Neben der Betreuung in den Grundschulen werden in diesem Jahr Sport-Camps und Ferienspiele angeboten. In den Grundschulen, beispielsweise der Marie-Curie-Schule, gibt es neben einem immer umfangreicheren Programm Hortfreizeiten in Rotenburg oder am Edersee. Ferienspiel-Angebote sind in der Evangelischen Riedberggemeinde sowie drei Wochen lang beim Familienzentrum Billabong im Jugendhaus. Infos zu den Ferienspielen der Riedberggemeinde unter charlotte.rendel@frankfurt-evangelisch.de. Billabong hat nur noch wenige Plätze in der ersten und dritten Ferienwoche. Informationen hierzu unter www.billabong-family.de

In diesem Sommer gibt es erstmals vier Wochen lang Fußballcamps auf der Sportanlage in der Altenhöferallee. Die Fußballschule M5 bietet für Mädchen und Jungs von 5 bis 13 Jahren in der ersten und sechsten Ferienwoche wieder die beliebten Camps an. Ergänzt wird diese in der zweiten und fünften Ferienwoche erstmals durch ein leistungsorientierteres „Coerver Coaching“. Anmeldung und weitere Informationen unter www.m5fussballschule.de/camp-2017.html sowie coerver-hessen.de

Mainspiele und Lego-Welt

Die bei den Kids so beliebten Mainspiele finden in den ersten beiden Ferienwochen wie gewohnt auf der Sachsenhäuser Mainseite am Museumsufer statt. Täglich von 11 bis 19 Uhr und bei freiem Eintritt gibt es ein buntes Programm mit Rutschen, Hüpfburg, Kletterbereiche und vielem mehr. In den letzten beiden Ferienwochen folgen dann die Opernspiele auf dem Opernplatz und in der Taunusanlage.

In den Sommerferien täglich von 10 bis 18 Uhr ist im Deutschen Architekturmuseum am Schaumainkai auch wieder die traditionelle „LegoBaustelle“ mit Tausenden von roten, blauen, gelben, schwarzen und weißen Legosteinen und bietet Kindern ab 4 Jahren (und auch Eltern und Großeltern) jede Möglichkeit, ihren Baufantasien freien Lauf zu lassen. Wer einfach drauflos bauen möchte, tut das. Alle anderen LegoBaumeister können an wechselnden Themenwettbewerben teilnehmen. Die besten Bauwerke werden prämiert.

Am Ende der Ferien erscheint das neue MAINRiedberg

Jetzt wollen wir natürlich noch nicht daran denken – aber irgendwann werden diese tollen Ferien vorbei sein. Damit der Neustart in den Alltag besser gelingt und Sie bestens über alle News am Riedberg informiert sind, wird am letzten Ferien-Wochenende das neue MAINRiedberg-Magazin erscheinen und an alle Haushalt verteilt. Wir können Ihnen jetzt schon versprechen, dass wir über eindrucksvolle Menschen und ihre Lebensgeschichte, einen neuen Riedberger Internet-Star, Sport, aber auch über Top-Themen wie den Mangel an Kita-Plätzen für über Dreijährige und die Schulen am Riedberg berichten werden. Lassen Sie sich überraschen…

Ihr MAINRiedberg-Team

wünscht


…eine möglichst entspannte Fahrt in den Urlaub

(Fotocollage: Javier Brosch/ Cartoon: Robert Kneschke)

Erfolgs-Tipps für Frauen

Kinder, Familie, Beruf und am liebsten auch noch Karriere – das alles ist in der Theorie oft leichter zu vereinbaren als im Alltag. Aber könnte nicht auch der Weg in die Selbstständigkeit manchmal eine Lösung sein? Davon ist Martina Peukert (40), Mutter eines zweijährigen Sohnes, überzeugt. Sie wohnt am Riedberg, ist seit mehr als 15 Jahren im Bereich Unternehmensberatung, Frauenförderung und Coaching tätig und hat jetzt ein Buch darüber geschrieben, wie Frauen „als Selbstständige durchstarten“ könnten.

Entschuldigen Sie bitte, aber ist diese Betonung auf „Frauen“ wirklich noch nötig? Auch hier nickt Martina Peukert, freundlich aber bestimmt. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass Frauen anders mit Selbständigkeit umgehen als Männer. Nicht besser oder schlechter – einfach anders. Das fängt mit der Scheu vor dem Schritt ins Ungewisse an und hört bei der Werbung in eigener Sache nicht auf. Kritik, besonders von engen Freunden oder der Familie, bringt sie ins Wanken. Und Tiefpunkte, wo das Unternehmenskonzept nicht zu funktionieren scheint. Oder, wenn es den Liebsten nicht so gut geht oder sie Probleme haben. „Für andere tut man oft alles, aber für einen selbst nichts“, weiß die Expertin.


Martina Peukert wohnt am Riedberg – und würde gerne erreichen, dass mehr Frauen „durchstarten“

Zurück zum Thema Selbständigkeit. Gerade in puncto Vereinbarkeit von Familie und Beruf könnte das eine interessante Perspektive sein. Wenn man, pardon frau, damit nebenberuflich oder in Elternzeit startet und somit kaum finanzielles Risiko geht. Wie könnte ich mein Talent oder mein Hobby zum Beruf? Was erwartet mich in der Selbständigkeit? Wie mache ich mich selbständig und welche Kosten kommen auf mich zu? Diese Fragen möchte sie beantworten. Aber auch Frauen, die bereits selbständig sind, möchte Martina Peukert Tipps geben. Von E wie E-Mail-Marketing und Erfahrungsberichten bis V wie Vorauskasse und Vorbilder. Am Ende des Buches dankt sie übrigens nicht nur Frauen, die sie dazu inspiriert haben, oder ihrem Mann – sondern auch ihrem Sohn, der während des Schreibens die notwendigen Pausen erzwungen hat.


Das Buch von Martina Peukert gibt Tipps für den Weg in die Selbständigkeit

Mehr Informationen über die Riedberger Expertin gibt’s unter www.erfolgreich-als-frau.de

(Fotos: Erfolgreich als Frau/ Martina Peukert)

Viel besser als Elektroschrott:
Lust auf ein Repair-Café?

Es ist Wahnsinn, das nach drei oder vier Jahren wegzuwerfen… Das hat wahrscheinlich jeder von uns schon mal gedacht, wenn er festgestellt hat, dass der „neue“ Toaster oder das Bügeleisen seinen Geist aufgegeben hat. Aber was soll man tun, handwerklich und technisch eher unbegabt, wenn der Kostenvoranschlag der Reparatur teurer ist als das Gerät selbst? Da bleibt nur die Entsorgung und Neuanschaffung. Denkste! Am 25. Oktober soll das erste Repair-Café am Riedberg aus der Taufe gehoben werden.

Das Familienzentrum Billabong Riedberg möchte dem (Elektro-)Schrott den Kampf ansagen und die Riedberger zum Reparieren Ihrer geliebten, aber defekten Dinge animieren. Es geht aber natürlich auch darum, gemeinsam etwas wieder zum Leben zu erwecken, gemeinsam Spaß haben und sich austauschen zu können.

Billabong sucht „Reparatur-Profis“

Billabong sucht nun Menschen, die sich beim neuen Repair-Café ehrenamtlich engagieren möchten. Und fragt: „Sind Sie vielleicht ein Elektriker im Ruhestand, eine Näherin, die nachmittags Zeit und Lust hat in geselliger Runde anderen Menschen und deren kaputten Textilien zu helfen? Sind Fahrräder Ihre Leidenschaft? Sind Sie Schreiner und können anderen bei der Reparatur kleiner Möbel zur Hand gehen?“ Denn man will keine Konkurrenz für Reparatur-Profis sein, vielmehr sollen die „Kunden“ zur Selbstreparatur angeleitet werden.

Repair-Cafés sind keine Profit-Veranstaltungen. Sie laufen ehrenamtlich und auf Spendenbasis – auch das ist Billabong wichtig zu betonen. Wer dabei sein möchte, oder jemanden kennt, der jemanden kennt, kann sich gerne unter 069/98957795 oder info@billabong-family.de melden.

Oder wie’s auf der zentralen Homepage der niederländischen Repair-Cafés heißt: Repareren kun je leren! Reparieren kann jeder lernen…

Informationen: Familienzentrum Billabong

(Fotos: bigpa/ Soloviova)

Begegnung mit Zeitzeugin
Trude Simonsohn

Warum hab ich überlebt? Das ist der Titel eines TV-Porträts über Trude Simonsohn. Eine Frage, die sie sich selbst immer wieder stellte. In einem weiteren Gespräch hat die erste Ehrenbürgerin Frankfurts ebenso betont: „Ich habe kein Talent zum Hassen.“ Sie überlebte Auschwitz – und spricht darüber: Trude Simonsohn hat es sich zur Aufgabe gemacht, über die Nazi-Gräuel zu informieren, damit sie niemals vergessen werden können. Dieser Aufgabe widmet sie sich, auch noch im Alter von 96 Jahren. So ist sie der Einladung der drei Riedberger Kirchen gefolgt.

Am nächsten Mittwoch um 19 Uhr ist Begegnung und Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden in der Katholischen Kirche St. Edith Stein an der Kalbacher Höhe am Riedberg möglich.

Trude Simonsohn wuchs im heutigen Tschechien zweisprachig auf. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht wurde ihr als Jüdin eine Berufsausbildung verweigert. Ihr Vater wurde bereits 1939 verhaftet, in das KZ Buchenwald verschleppt und danach im KZ Dachau ermordet. Ihre Mutter wurde später im KZ Auschwitz ermordet. Im Juni 1942 geriet sie selbst, nach dem Attentat auf SS-Größe Reinhard Heydrich, wegen angeblichen Hochverrats in Haft. Sie hatte unter anderem jüdische Jugendliche auf die Ausreise nach Palästina vorbereitet. Nach mehreren Monaten Einzelhaft wurde sie in das Ghetto Theresienstadt gebracht, wo sie den jüdischen Sozialpädagogen und Juristen Berthold Simonsohn kennenlernte, den sie kurz vor der Deportation nach Auschwitz rituell heiratete. Im Oktober 1944 kamen beide nach Auschwitz. Beide überlebten durch sehr viele glückliche Umstände.

Seit mehr als 60 Jahren lebt diese bemerkenswerte Frau jetzt in Frankfurt. Als Vorsitzende der jüdischen Gemeinde warb sie um ein besseres Verständnis zwischen Juden und Nichtjuden. Simonsohn hat ihr ereignisreiches Leben zusammen mit einer Sozialwissenschaftlerin aufgeschrieben: „Noch ein Glück“, heißt es. Auch darüber wird sie vielleicht sprechen.

Jüdische Geschichte in Riedberg-Nähe

Wussten Sie, dass es nur wenige hundert Meter vom Riedberg entfernt Spuren jüdischen Lebens in und um Frankfurt gibt? Unterhalb der Autobahn, an einem kleinen Weg, sind die Überreste eines Friedhofs zu sehen, auf dem die Niederurseler Juden ab 1876 ihre Toten bestatteten. Zeitweise war die jüdische Gemeinde dort auf 130 Mitglieder gewachsen, was ein Drittel des damaligen Niederursel ausmachte.


Spuren jüdischen Lebens nur wenige hundert Meter vom Riedberg entfernt. Hier bestatteten einst Juden aus Niederursel ihre Toten.

Heute ist vom Friedhof nur noch wenig zu sehen. In der NS-Zeit wurde dieser geschändet. Die Grabsteine wurden abgeräumt – und möglicherweise für den Bau der Urselbachbrücke verwendet.

Eine Frau, die immer noch viel mehr als Steine und Bücher über die Vergangenheit berichten kann, kommt am Mittwoch in unseren Stadtteil.

***

RIEDBERG ÖKUMENISCH
Mittwoch, 28. Juni 19 Uhr
Katholische Kirche Sankt Edith Stein,
Zur Kalbacher Höhe 56
BEGEGNUNG mit der Zeitzeugin
TRUDE SIMONSOHN

Die Tür steht offen – für viele Zuhörer!

(Fotos: Buchcover Wallstein-Verlag/ Fotolia/ www.memorialmuseums.org/ cd)

115 Mietwohnungen
und eine neue Gaststätte

Insgesamt 115 Mietwohnungen und eine neue Gaststätte werden im Westflügel gebaut. Vergangenen Freitag war Spatenstich für das Wohnensemble, das die ABG Frankfurt Holding auf einem 14.500 Quadratmeter großen Areal realisiert.

Von 35 Mietwohnungen werden im Frankfurter Programm für familien- und seniorengerechten Wohnungsbau gefördert. Die dreistöckigen Gebäude mit drei bis vier Wohnungen je Etage werden in Passivhausbauweise errichtet. Die Grundrisse der Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen reichen von 50 bis 100 Quadratmeter. Acht der zwölf Häuser haben direkten Zugang zur Tiefgarage mit 122 Stellplätzen. Die Bewohner der vier anderen Gebäude gelangen über die Fußwege zu ihren Fahrzeugen.

Eine Gaststätte (nicht nur) für den Westflügel

Im Erdgeschoss des Gebäudes an der südwestlichen Ecke des Areals entlang der Leberecht-Migge-Anlage, Mart-Stam-Straße und Ilse-Bing-Straße wird eine Speisegaststätte mit Außenbereich einziehen.

„Hier entsteht ein urbanes Wohnquartier des 21. Jahrhunderts“, würdigte Oberbürgermeister Feldmann das Neubauprojekt, „Menschen aller Generationen mit großem und kleinem Geldbeutel werden hier ein neues Zuhause finden“. Für den Bereich Riedberg/Heddernheim kündigte Feldmann zusätzlich weitere neue Wohnprojekte mit noch höherem Förderanteil an.

Die Architektur der leicht zueinander verdreht auf dem Areal angeordneten Gebäude wird durch sanft geschwungene, moderne Formen geprägt. Die Gebäudeecken sind gerundet, Loggien und Balkone werden tief in das Gebäudevolumen eingeschnitten. Im Wettbewerb konnte sich das Büro Cyrus Moser Architekten aus Frankfurt mit diesem Konzept durchsetzen.

„Durch die Passivhausbauweise werden die Nebenkosten für die künftigen Mieterinnen und Mieter in diesen Wohnungen kaum noch eine Rolle spielen“, betonte ABG-Geschäftsführer Frank Junker beim Spatenstich. Dieses Bauprojekt beweise einmal mehr, dass höchste Energieeffizienz und moderne Architektur keine Gegensätze sind. „Wir bauen hier ein schönes und ruhiges Wohnquartier mit großzügigen Grünanlagen. Mit der Gaststätte, die einen großzügigen Außenbereich hat, sorgen wir hier auch für eine urbane Infrastruktur und einen Ort, an dem die Menschen zusammen kommen können. Das gibt es bisher hier nicht“, so Junker weiter.

Die ABG investiert fast 27 Millionen Euro

Das Areal selbst, das von einem öffentlichen Rad- und Fußweg zwischen Leberecht-Migge-Anlage und Ilse-Bing-Straße gequert wird, ist mit Fahrzeugen nicht befahrbar. Das Wohnquartier im Riedberger Westflügel, in das die ABG rund 26,7 Millionen Euro investiert, soll bis zum Sommer 2019 fertiggestellt sein. Interessenten für die Mietwohnungen können sich unter Telefon 069/268-100 oder auf der Website www.abg-fh.de an das ServiceCenter Nord der ABG wenden.

(Visualisierung/ Copyright: CMA Cyrus Moser Architekten)