Kategorie: Allgemein

Tischtennis-Petition hat Erfolg!

Die Petition „Mehr Tischtennisplatten auf dem Riedberg – Attraktive Spielplätze auch für große Kinder“ hat auf dem offiziellen Beteiligungsportal der Stadt Frankfurt die notwendige Unterstützerzahl von 200 übertroffen – und nachhaltigen Erfolg! Denn die Bürgeridee bekam nicht nur so viel Unterstützung, dass die Stadt die Umsetzung prüfen musste. In einer aktuellen Antwort der Verwaltung heißt es: „Der Anregung zur Aufstellung von Tischtennisplatten wird entsprochen.“ Der Riedberg wird zwei neue Outdoor-Platten erhalten. Gerade für ältere Kids, die jenseits der Vereine relativ wenig Freizeitmöglichkeiten haben, ist das sicher eine „schöne Nachricht“, wie der im Stadtteil engagierte Tischtennis-Diplomtrainer Wieland Speer formuliert.

Hier werden die beiden Outdoor-Platten aufgestellt

Allerdings wurden die von den Bürgern vorgeschlagenen Standorte teilweise modifiziert. Statt der drei erhofften Tischtennisplatten werden nur zwei Platten installiert. Wo? In der Renoirallee gegenüber der Kita Weltraum und im südlichen Bereich des neuen Grünzugs „Römische Straße“ im Westteil des Riedbergs. Von der Aufstellung weiterer geplanter Platten wurde aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung abgesehen.

Der Hintergrund der Initiative: Viele Kinder in unserem Stadtteil spielen leidenschaftlich gerne Tischtennis. In den Schulen sind die Tischtennis-AGs sehr beliebt. „Nur in der Freizeit haben die Kinder leider nur sehr begrenzte Möglichkeiten, Tischtennis zu spielen“, erklärt Kristina Kaiser, Initiatorin der Petition. Gerade auf Spielplätzen rund um die Grundschule Riedberg sei grundsätzlich ausreichend Platz vorhanden. Daher schlug man die Installation von Tischtennisplatten auf verschiedenen Spielplätzen vor.

Auch der Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg hat sich im Mai mit dem Thema beschäftigt und setzte sich in einem gemeinsamen Antrag für mehr Outdoor-Tischtennisplatten ein.

Start mit großem Tischtennis-Spieltag?

Tischtennis-Trainer Speer denkt gleich noch einen Schritt weiter. Er fragt: „Sobald die Tische aufgestellt werden und wir davon erfahren, könnten wir dort einen öffentlichkeitswirksamen TT-Spieltag durchführen. Oder?“

Foto: Archiv

Für saubere Luft: Kürzere Wartezeiten für Bus und Bahn an Ampeln

Lange Wartezeiten an Kreuzungen für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) müssen nicht sein. Daher hat der Magistrat in seiner Sitzung am Montag beschlossen, 24 Ampelanlagen zu modernisieren. Ziel der digitalen Modernisierung ist ein störungsfreier und pünktlicher Betriebsablauf. Durch die Beschleunigungsmaßnahmen können betriebliche und verkehrliche Störungen reduziert und Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit erhöht werden.

Die Mittel dafür stammen aus dem städtischen Etat und dem „Sofortprogramm Saubere Luft“ des Bundes. Dem Beschluss muss noch die Stadtverordnetenversammlung zustimmen. Oberbürgermeister Peter Feldmann und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling begrüßen die Entscheidung als wichtigen Schritt hin zu einem attraktiveren ÖPNV und Beitrag zu einem gesünderen Stadtklima.

Oberbürgermeister Feldmann sagt: „Wir arbeiten die Punkte des gemeinsam mit unserer Nachbarstadt Offenbach erstellten Masterplanes NOx-Minderung konsequent ab. Unser Ziel bleibt die Schaffung eines gesünderen Stadtklimas und damit auch die Vermeidung von Fahrverboten. Ich vertraue hier darauf, dass Magistrat und Stadtverordnete den Verkehrsdezernenten auch weiterhin im Kampf für saubere Luft und gegen Fahrverbote unterstützen.“

Der Bund steuert 589.000 Euro bei, von der Stadt kommen 1,78 Millionen Euro. An fünf Anlagen muss die vorhandene Technik lediglich angepasst werden, neun Ampeln bekommen ein umfangreiches Update, bei zehn weiteren erneuert das Straßenverkehrsamt die gesamte Hardware bis hin zum Schaltschrank vollständig für den Digitalbetrieb.

„Die Attraktivität unserer Busse und Bahnen als alternative Verkehrsmittel zum eigenen Auto und damit auch als Beitrag zu sauberer Luft in unserer Stadt steht und fällt mit ihrer Fahrplantreue. Mit den zur Verfügung stehenden Bundesmitteln können wir nun die schon in den vergangenen Jahren durchgeführten Maßnahmen zur ÖPNV-Beschleunigung an Ampeln entlang der Tramlinie 12 und der wichtigen Buslinie 36 zügig weiterführen“, erklärt Verkehrsdezernent Oesterling.

Information: Stadt Frankfurt

Foto: RMV

Darum ist jetzt Trinken so wichtig…

Ob beim FamilienSportFest, bei der Radtour oder auf dem Bolzplatz – im Sommer muss die gefüllte Wasserflasche immer dabei sein 

Hochsommerliche Temperaturen bedeuten für unseren Körper kein hitzefrei, sondern eine Menge zusätzliche Arbeit. Der Körper verliert an normalen Tagen über zwei Liter Wasser. An heißen Sommertagen entsprechend mehr. 

Es wird mit Sicherheit heiß hergehen beim 8. FamilienSportFest am 6. Juli im Brentanobad und im Stadion am Brentanobad. Einen spannenden und aktiven Ferientag (11 bis 17 Uhr) mit bis zu 40 Bewegungsangeboten bei freiem Eintritt versprechen die Initiatoren Sportkreis Frankfurt, Frankfurter Bäder, Sportamt der Stadt Frankfurt, Deutsches Institut für Sporternährung und Sportklinik Frankfurt/Bad Nauheim sowie TG Bornheim. 

Einer wird bei jeder körperlichen Aktivität dabei sein: der Schweiß. Und das ist gut so, denn die „Bio-Maschine“ Mensch arbeitet leider mit einem sehr geringen Wirkungsgrad. 

75 Prozent der erzeugten Energie muss als Wärme abgeführt werden – und zwar über die Schweißproduktion. Geschieht dieses nicht oder unzureichend, droht dem Körper eine Überhitzung. Der Stoffwechsel braucht ständig Wasser für viele Funktionen und Organe, auch im Schlaf. 

„Wasser ist nicht nur Wärmeregulator, sondern auch Transport- und Lösungsmittel sowie flüssiger Baustein. Das Blut besteht zu 90 Prozent aus Wasser, das Gehirn zu 70 Prozent. Auch ohne körperliche Anstrengung verliert man durch Schwitzen jeden Tag gut einen halben Liter Wasser“, weiß Prof. Dr. Peil, ärztlicher Leiter der Sportklinik Frankfurt und Mitinitiator des FSF. 

Trinken hält auch das Gehirn fit – denn es braucht einen konstanten Wassergehalt. „Es geht dabei nicht nur um die richtige Menge pro Tag, sondern auch um den richtigen Zeitpunkt des Trinkens. Wer zu wenig und zur falschen Zeit trinkt, verringert seine geistige Leistungsfähigkeit, ob in der Schule, bei der Arbeit oder beim Sport“, so Prof. Dr. Peil. 

Ein schleichendes Wasserdefizit ist nach Experten weit verbreitet, weil viele Menschen zu wenig trinken: Ein Großteil der Deutschen, insbesondere auch der Kinder, liegen regelmäßig rund 20 Prozent unterhalb der optimalen Trinkmenge. Doch viele Menschen trinken nicht nur zu wenig, sondern auch nicht zur rechten Zeit: Nur zu den Mahlzeiten, oft erst abends, oder erst, wenn sie schon starken Durst verspüren. Das ist falsch, sagen auch Fachleute wie Günter Wagner, Ernährungswissenschaftler am Deutschen Institut für Sporternährung e.V. in Bad Nauheim: „Viele glauben, dass sie sich das Wasser zu einem beliebigen Zeitpunkt zuführen können, zum Beispiel erst abends. Doch wer nicht tagsüber trinkt, und zwar regelmäßig, und auch bei körperlicher oder geistiger Anstrengung, der schwächt seine geistige Leistungsfähigkeit.“ 2 

Der Körper kann ein entstandenes Defizit nicht so schnell ausgleichen. „Wer also glaubt, er braucht nur nachzutrinken und schon stimmt die Bilanz wieder, der muss berücksichtigen, dass die Erholung nach dem Defizit doch einige Zeit braucht. Das zeigt, dass man kontinuierlich und eben vor der Anstrengung, also vor dem Lernen oder vor dem Arbeitsmeeting im Büro trinken sollte – und nicht hinterher“, so Günter Wagner. Nippen statt kippen lautet auch sein Trinkmotto für das FamilienSportFest. 

Der Ernährungsfachmann hat sich schon seit Jahren auf das Thema Trinken spezialisiert und berät Sportler und andere Interessenten dazu, wie sie optimal trinken können. Zusammen mit Prof. Dr. Peil und Uwe Schröder hat er das Buch „Trink dich fit – Handbuch für das richtige Trinken“ (pala-Verlag, Darmstadt) verfasst. 

Der Trink-Experte plädiert vor allem für das Frühstück mit Getränken, besonders für Schulkinder. Auch Studierende sollten am besten vor der Vorlesung oder währenddessen trinken, wenn es irgendwie geht: Mineralwasser (1,5 bis 2,5 Liter über den Tag verteilt) reicht – so genannte Energiedrinks sind nicht nötig. 

Wenn Wasser-/Schweißverluste nicht rechtzeitig ausgeglichen werden, verschlechtern sich langfristig die Fließeigenschaften. Dadurch wird die Versorgung der Muskelzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen (Energie) verzögert und Stoffwechselvorgänge laufen verlangsamt ab. „Der Körper versucht die Wasserverluste zu minimieren und drosselt die Schweißproduktion. Das Risiko von Hitzeschäden steigt,“ gibt Sportmediziner Prof. Dr. Peil zu bedenken. Wird der Bedarf an Wasser und Mineralstoffen nicht ausgeglichen, können Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen die Folge sein. 

Mit jedem Tropfen Schweiß verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Mineralstoffe. Neben Natrium insbesondere Calcium und Magnesium im Mengenverhältnis von 2:1 – 2 Teile Calcium zu 1 Teil Magnesium. Empfehlenswert ist ein schneller gleichzeitiger Ersatz beider mit dem Schweiß verlorenen Wirkstoffe, also von Calcium und Magnesium. Entsprechend ist mineralstoffreiches Mineralwasser ein ideales Getränk für Sportler in jeder Alters- und Leistungsklasse. Voraussetzung: Das Mineralwasser enthält physiologisch wirksame Mengen der Mineralstoffe Calcium und Magnesium. Mit einem derartigen Mineralwasser kann sozusagen Schluck für Schluck ein erfolgreicher Ausgleich der sportbedingten Verluste an den Mineralstoffen Calcium und Magnesium erreicht werden. 

Im Vergleich zu Erwachsenen haben Kinder einen, bezogen auf ihr Körpergewichterhöhten Wasserbedarf. Ihr Wasseranteil im Körper und ihr Wasserstoffwechsel ist im Verhältnis zu Körpergewicht und Körperoberfläche gegenüber Erwachsenen deutlich größer. Daher sind Kinder und Jugendliche im besonderen Maße von Flüssigkeitsverlusten, wie beim Sport im Sommer, gefährdet. Zudem beginnt das Risiko von Hitzeschäden bei Kindern auf einem niedrigeren Dehydratationsniveau. Kinder sollten intensive körperliche Aktivitäten meiden, wenn die Umgebungstemperatur die Hauttemperatur übersteigt. 

Neben der Kühlung von innen ist die Kühlung von außen besonders wichtig. Dabei können nasse Tücher ihren Einsatz finden. Auch bei der Wahl der Sportbekleidung sollte auf Material aus atmungsaktiven Kunstfasern geachtet werden, um eine Luftzirkulation herzustellen und einen Hitzestau zu vermeiden. Das Tragen einer Kopfbedeckung kann, je nach Sportart, ebenfalls einen kühlenden Effekt für den Kopf haben und einem Sonnenstich vorbeugen. Keinen kühlenden, dafür aber einen schützenden Effekt hat das Auftragen eines Sonnenschutzmittels mit ausreichendem Lichtschutzfaktor. So präpariert, kann nichts schiefgehen – auch nicht beim FamilienSportFest. 

Foto & Informationen: FamilienSportFest/

38 Grad Hitze! Wetterdienst warnt und gibt Tipps

Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Warnung vor Hitze herausgegeben. Schon in den vergangenen Tagen wurde für Frankfurt eine starke Wärmebelastung mit Temperaturen von über 35 Grad prognostiziert. Aktuell sind heute sogar noch bis zu 38 Grad vorhergesagt

Die meisten Menschen fühlen sich bei sonnigem Wetter und sommerlichen Temperaturen richtig wohl. Damit das bei der starken Hitze auch so bleibt, sollten alle – selbst gesunde Erwachsene – angemessene Vorsorgemaßnahmen ergreifen und durch rechtzeitiges Vorbeugen und richtiges Verhalten gesundheitliche Beeinträchtigungen und Schäden vermeiden. Das Gesundheitsamt hat hierzu einfache Tipps zusammengestellt.

• Wichtig ist, ausreichend zu trinken und dabei auch auf eine ausreichende Mineralienzufuhr zu achten. Das heißt statt natriumarmer Wässer sollte auf mineralreiche Wässer umgestellt werden. Auch durch salziges Knabbergebäck kann der durch Schwitzen erhöhte Kochsalzbedarf sichergestellt werden.
• Weiterhin gilt, möglichst körperliche Anstrengung während extremer Hitze und Aufenthalt in der Sonne zu vermeiden.
• Wohnungen sollten durch Abdunkelung der Fenster möglichst kühl gehalten werden und insbesondere in den frühen Morgenstunden und in den Abendstunden gelüftet werden.

Obwohl jeder unter großer Hitze leidet, sind manche Menschen besonders gefährdet. Darunter Kleinkinder, Menschen über 65 Jahre und Menschen mit körperlichen Erkrankungen, insbesondere mit Diabetes, Herzkreislauf-Erkrankungen und mit hohem Blutdruck. Bei diesen Personengruppen sollte regelmäßig (mindestens zweimal am Tag) auf Zeichen von Erschöpfung durch Hitze und auf Hitzschlag geachtet werden, das heißt Überwärmung, Schwäche, Schwindel, Benommenheit, gegebenenfalls Übelkeit und Erbrechen. Kinder und insbesondere Kleinkinder müssen selbstverständlich noch enger überwacht und umsorgt werden.

Weitere Informationen – vor allem auch für besonders von starker Hitze gefährdete alte und kranke Menschen, aber auch für Ärzte sowie für Mitarbeiter in Altenpflegeheimen – findet man auf der Startseite des Gesundheitsamtes unter http://www.gesundheitsamt.stadt-frankfurt.de .

Foto: Gesundheitsamt Frankfurt

Spendenaktion für Kirchenglocken

Vor drei Jahren, exakt am 3. Juli 2016, wurde die katholische Kirche St. Edith Stein feierlich geweiht und damit auch das „Centre for Dialogue at Campus Riedberg“, das Edith Stein Zentrum, dort eröffnet. „Die katholischen Bürger in Frankfurt/Riedberg haben eine Heimat gefunden“, wie der Kirchbauförderverein betont. Der moderne Bau an der Kreuzung Riedbergallee/ Kalbacher Höhe, direkt gegenüber der evangelischen Riedberggemeinde, ist weithin sichtbar. Nur eines fehlt bis heute: Der Turm der Kirche ist leer. Es gibt keine Kirchenglocken, die zum Gottesdienst oder anderen Feierlichkeiten läuten.

Das will der Kirchbauförderverein der Gemeinde nun ändern, mit viel Engagement und einer Spendenaktion. „Die Finanzierung der Glocken ist das bisher größte und ehrgeizigste Projekt in der Vereinsgeschichte“, erklärt Sabrina Geller vom Förderverein gegenüber MAINRiedberg.

Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, St. Edith Stein materiell und ideell zu fördern. Dazu gehören zum Beispiel die Anschaffung von liturgischen Gegenständen aber auch die Durchführung verschiedener religiöser, musischer und kultureller sowie wissenschaftlicher Veranstaltungen. Unter anderem wurde zusätzliche Stühle für die Gottesdienste, und ganz aktuell ein neues Keyboard zur Begleitung der Gottesdienste angeschafft. Der Kirchbauförderverein beteiligt sich für die Gemeinde traditionell am Riedberger Weihnachtsmarkt und führt in Zusammenarbeit mit dem Centre für Dialogue at Campus Riedberg jährlich einen Edith-Stein-Tag, die Namenspatronin der Gemeinde, sowie andere wissenschaftliche Veranstaltungen durch.

Die Räumlichkeiten der Gemeinde, eine Kapelle mit einem zuschaltbaren, multifunktionalen Saal, ein großzügiges Foyer, Büros und Gruppenräume, werden daher gut genutzt. „Unvollendet ist jedoch nur unser Glockenturm. Es fehlen drei Glocken, damit der Bau vollendet werden kann“, erklären die Vertreter des Fördervereins – und hoffen auf die Unterstützung hier im Stadtteil und auch über die Gemeindegrenzen hinaus.

Das Bistum Limburg hat der Gemeinde die Kostenübernahme für die Anbringung und Einrichtung des Geläuts sowie die Verschalung des Glockenturms zugesagt. Die Anschaffung der Glocken obliegt, wie üblich, der Gemeinde. Die Kosten liegen bei rund 30.000 Euro inklusive Material- und Transportkosten.

Spenden für die Kirchenglocken können auf folgendes Konto überwiesen werden: Kirchbauverein Edith Stein, IBAN: DE 16 5005 0201 02006114 70 (Spendenquittungen können erstellt werden)

Weitere Informationen unter info@kirchbauverein-edith-stein.de  sowie  https://www.sankt-katharina-frankfurt.de/gemeinden/st-edith-stein/

Foto: MAINRiedberg

U-Bahn-Strecke gesperrt: Das sind die Alternativen

In den Sommerferien wird die Strecke der U-Bahn-Linien U1, U2, U3 und „unserer“ U8 vom Südbahnhof bis nördlich von Heddernheim gesperrt. In dieser Zeit lässt die VGF diverse Arbeiten an der von täglich bis zu 120.000 Fahrgästen genutzten Frankfurter U-Bahn-Trasse ausführen, um die mehrwöchige Sperrung intensiv zu nutzen. In dieser Zeit gibt es einen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen, der weitgehend parallel zur U-Bahn-Strecke fährt. Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und die VGF haben „großen Wert auf ein gutes Angebot weiträumiger Umleitungen gelegt“, um den Fahrgästen viele, möglichst individuelle Optionen im dichten Frankfurter Nahverkehrsnetz zu bieten. Damit werden auch Wünsche der Ortsbeiräte und des Fahrgastbeirats erfüllt.

U9 plus Straßenbahn oder S-Bahn als Alternative

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Verbindung aus dem Frankfurter Norden. Vom Riedberg kann man mit der Linie U9 nach Ginnheim und weiter mit der Straßenbahnlinie 16 Richtung Stadtmitte fahren. Aber auch die Buslinien 27 von Bonames nach Preungesheim und 64 von Ginnheim entlang des Uni-Campus Westend zum Hauptbahnhof verbessern das Angebot. Kunden mit Fahrtberechtigung für das Tarifgebiet Frankfurt am Main können auch die U-Bahn zwischen Niederursel und Oberursel Bahnhof sowie die S-Bahn-Linie S5 zwischen Oberursel Bahnhof und Frankfurt nutzen.

traffiQ und VGF bitten alle Fahrgäste, längere Fahrtzeiten einzuplanen und sich vor Fahrtantritt über die möglichen Verbindungen zu informieren. Die Fahrplanauskunft unter http://rmv-frankfurt.de berücksichtigt die geänderten Fahrpläne. Über die beste Fahrtmöglichkeit informiert auch das RMV-Servicetelefon unter der Nummer 069/24248024, das rund um die Uhr erreichbar ist. Die Nutzung dieser Angebote ist sehr zu empfehlen, da sie stets die beste Verbindung auswählen, die man als Fahrgast im Alltag oft nicht präsent hat. Weitere Informationen sind außerdem unter http://vgf-ffm.de/wirbauen zu finden.

Keine U8 von Anfang Juli bis 12. August 3 Uhr

Von Montag, 1. Juli, circa 2 Uhr, bis Montag, 12. August, circa 3 Uhr, verkehren die Bahnen der Linien U1 und U8 nicht. Die Linie U2 fährt nur zwischen Nieder-Eschbach und Riedwiese/Mertonviertel. Die Linie U3 fährt von Oberursel-Hohemark kommend bis zur Station Wiesenau und von dort weiter nach Ginnheim. Die Linie U9 wird über Nieder-Eschbach hinaus bis Gonzenheim verlängert. Sie verkehrt in dichterem Takt und mit mehr Wagen, so dass sie gemeinsam mit der Straßenbahnlinie 16 zur starken Verbindung aus dem Frankfurter Norden Richtung Innenstadt wird.

Schienenersatzverkehr mit diesen Bussen 

Auf zwei Routen setzt die VGF Schienenersatzverkehr mit Bussen ein. Die SEV-Haltestellen befinden sich in der Nähe der U-Bahn-Stationen und sind ausgeschildert.

Der sogenannte SEV1 verkehrt alle fünf Minuten von der Konstablerwache über das Eschenheimer Tor, die Eschersheimer Landstraße und Heddernheim bis zur Heddernheimer Landstraße, wo der Umstieg in die Linien U3 und U9 möglich ist. Pro Abfahrt sind an Werktagen tagsüber zwei Gelenkbusse gleichzeitig unterwegs.

Auf einer kürzeren Strecke ist der SEV2 unterwegs. Er fährt von der Station Riedwiese/Mertonviertel, wo der Umstieg in die U2 möglich ist, über Heddernheim, wo auch der SEV1 hält, bis zur S-Bahn-Station Eschersheim, so dass ein Umstieg in die S-Bahnlinie S6 möglich ist.

VGF und traffiQ bitten darum, auf die Mitnahme von Fahrrädern in den SEV-Bussen zu verzichten.

Aus dem Frankfurter Norden in die City 

Die attraktivste Verbindung, den gesperrten Bereich zu umfahren, ist ohne Frage die Fahrt mit der U-Bahn-Linie U9 bis Ginnheim und von dort weiter mit der Straßenbahnlinie 16 zur Bockenheimer Warte (U-Bahn-Linien U4, U6, U7), zum Westbahnhof (S-Bahnen) oder zum Hauptbahnhof. Ebenfalls zwischen Ginnheim und dem Hauptbahnhof verkehren die Busse der Linie 64, die auch für die Studierenden am Uni-Campus Westend – die Semesterferien beginnen erst in der zweiten Julihälfte – von Interesse sind. Mit der Linie 27 gelangt man von Nieder-Eschbach und Bonames zum Frankfurter Berg (S-Bahn-Linie S6) und nach Preungesheim (U5). Auf allen Linien wird das Angebot verstärkt, die Linie U5 fährt nach dem dichteren Fahrplan, der während der Schulzeit gilt. Von Oberursel, Bad-Homburg, Eschersheim und vom Frankfurter Berg fahren die S-Bahnen wie gewohnt in die Frankfurter Innenstadt.

… auch mit dem Fahrrad

Wer auf das Fahrrad umsteigen möchte, hat die Gelegenheit, Leihfahrräder zu nutzen. Die VGF stellt diese zur Verfügung: Bis zu zwei Fahrten à 30 Minuten sind mit den Rädern täglich kostenfrei möglich. Detaillierte Informationen hierzu sind an den Haltestellen zu finden.

Die Alternativen in der Innenstadt

Zwischen Hauptwache, Konstablerwache und dem Südbahnhof fahren die S-Bahn-Linien in kurzen Abständen. Zum Willy-Brandt-Platz gelangt man am besten über die Konstablerwache oder den Hauptbahnhof mit den Linien U4 und U5 sowie der Straßenbahnlinie 12. Der Schweizer Platz ist mit den Straßenbahnlinien 15 und 16, der Südbahnhof auch mit den Straßenbahnlinien 15, 16 und 18 zu erreichen.

Sperrungen schon vorab

Schon von Samstag, 29. Juni, circa 4 Uhr, bis Montag, 1. Juli, circa 2 Uhr, finden wegen Arbeiten im Tunnel keine Fahrten der Linien U1, U2, und U8 zwischen Südbahnhof und Willy-Brandt-Platz statt. Die Linie U3 verkehrt nur zwischen Oberursel-Hohemark und Heddernheim.

Was wird gemacht?

Auf der sogenannten A-Strecke wird die VGF in den Sommerferien diverse Arbeiten bündeln, um die mehrwöchige Sperrung ihres meist genutzten Abschnitts sinnvoll auszunutzen. Dazu gehören der Ersatz von Gleisen und Weichen, die Sanierung von Fahrleitungsmasten, die Erneuerung von Kabelsträngen und der Neubau von vier Überwegen.

Ein Clip, der die anstehenden Arbeiten erklärt, findet sich auf dem Youtube-Kanal der VGF unter https://www.youtube.com/watch?v=_SShZLw6khM .

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

Zehntausende Nichtwähler mobilisiert

Auch in Frankfurt haben sich mit der Europawahl am 26. Mai – ähnlich wie bundesweit – die Größenverhältnisse der sechs stärksten Parteien im Vergleich zur Europawahl 2014 deutlich geändert. „Die Präferenzen der Frankfurter Wahlberechtigten verschoben sich, weg von den bisher größten Parteien, SPD und CDU, aber auch weg von der AfD“, skizziert Stadtrat Jan Schneider, der für die Frankfurter Statistik zuständige Dezernent, die Entwicklung.

Zugleich mobilisierten die Grünen in bisher ungekanntem Maße – insbesondere Nichtwähler. Durch die hohe Wahlbeteiligung profitierten auch die anderen Parteien – wenngleich in deutlich geringerem Umfang – vom Zustrom aus der Gruppe derer, die 2014 nicht an die Urnen gingen.

Mit rund 37000 Stimmen geht fast die Hälfte des Grünen-Ergebnisses auf den Zulauf von Nicht- oder Erstwählern zurück. Und auch von rund 9000 zusätzlichen Stimmen aus der ehemaligen SPD-Wählerschaft profitierten die Grünen, was zum guten Abschneiden der Grünen führte.

Die Abwanderung zu den Grünen machte fast ein Fünftel der ehemaligen SPD-Wählerschaft aus. Rund 4100 Wahlberechtigte, die 2014 SPD gewählt hatten, gingen zu den Sonstigen. Die Linke hingegen wurde nur von etwa 2500 ehemaligen SPD-Wählern als Alternative gesehen.

Durch die höhere Wahlbeteiligung und das starke Bevölkerungswachstum der Stadt konnte die CDU im Vergleich mit 2014 – trotz ihres gesunkenen Stimmenanteils – absolut gesehen Stimmen hinzugewinnen. Unter ihren früheren Wählern verlor sie hingegen deutlich an Zuspruch. Ihre Anhängerschaft von 2014 wanderte vor allem zur FDP, zu den Sonstigen und den Grünen. Von der AfD hingegen konnte die CDU im Saldo 1300 Stimmen hinzugewinnen.

Mit Blick auf ihre frühere Anhängerschaft schnitt die AfD am schlechtesten ab. Nur etwas mehr als zwei von fünf ehemaligen AfD-Wählern wählte die Partei erneut.

Die Wählerwanderungsanalyse basiert auf einem wissenschaftlich evaluierten Kalkulationsmodell. Stadtrat Schneider erklärt: „Es geht – vereinfacht dargestellt – von folgender Annahme aus: Hat eine Partei bei der aktuellen Wahl im Vergleich zur vorhergehenden Wahl in Wahlbezirken mehr, dafür aber eine andere Partei weniger Stimmen erhalten, so ist es wahrscheinlich, dass zwischen diesen Parteien eine Wählerwanderung stattfand. Mit den Ergebnissen aus 373 allgemeinen Wahlbezirken erhalten wir so eine recht valide Analyse.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

Es wird wieder spät: Heute ist NIGHT OF SCIENCE

Bereits zum 14. Mal steht der Campus Riedberg am heutigen Freitag ganz im Zeichen der NIGHT OF SCIENCE. Studierende der Goethe-Universität haben wieder die spektakuläre Nacht organisiert: Interessierte können von 17 Uhr bis zum frühen Morgen auf Entdeckungsreise gehen und erleben, was die einzelnen Fachbereiche zu bieten haben. In über 60 Vorträgen präsentieren Lehrende bis zum Morgengrauen bahnbrechende Erkenntnisse. In spannenden Führungen können die Besucher hinter die Kulissen schauen und Wissenschaft hautnah erleben. Den Eröffnungsvortrag hält traditionell ein externer Wissenschaftler: Diesmal spricht Prof. Dr. Ivo Sbalzarini von der TU Dresden über “Informatik und Biologie: eine Verbindung für die Zukunft“. Wie immer ist auch für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt, das Wachbleiben wird durch die Nutzung einer „Kaffee-Flatrate“ erleichtert.

In diesem Jahr steht das Thema „Interdisziplinarität“ im Mittelpunkt der langen Nacht; gastgebender Fachbereich ist die Medizin, als historische Persönlichkeit fungiert Leonardo da Vinci, dessen 500. Geburtstag gefeiert wird. Ein weiterer Geburtstag wird im Rahmen der Wissenschaftsnacht begangen – die „Akaflieg Frankfurt“ (Akademische Fliegergruppe Frankfurt) an der Goethe-Universität wird in diesem Jahr 90, ein neuer Segelflieger soll mit flüssigem Stickstoff getauft werden. Auch eine Podiumsdiskussion zu den ökologischen und ökonomischen Aspekten des Mikroplastiks verspricht ebenso aufschlussreich wie lebendig zu werden. Ein wichtiger Preis wird im Rahmen der NIGHT OF SCIENCE vergeben: Für seine langjährige Dokumentation der Insektenbestände wird der Entomologische Vereins Krefeld mit dem Science Hero Preis ausgezeichnet.

NIGHT OF SCIENCE 2019
14.06.2019, 17.00-6.00 Uhr, Campus Riedberg

Mehr zum Programm unter https://www.nightofscience.de

Foto: Night of Science

Vermisste 14-Jährige ist wohlbehalten zurück

Gute Nachrichten: Die seit dem 1. Juni vermisste 14-Jährige aus Oberursel wurde nach einem Hinweis aus der Bevölkerung vergangene Woche von der Polizei wohlbehalten in Frankfurt am Main aufgefunden. Die Öffentlichkeitsfahndung konnte eingestellt werden. Die Mutter bedankte sich via Facebook ausdrücklich bei allen, die so großen Anteil an ihrer verzweifelten Suche nach der Tochter genommen haben und deren Hinweise letztlich so wichtig waren.

So berichtete MAINRiedberg über den Vermisstenfall 

Seit mehr als einer Woche ist die 14-jährige Noemi aus dem nahen Oberursel vermisst. Zuletzt befand sie sich bei Freunden in Frankfurt. Die vermisste Jugendliche ist ca. 155 cm groß, von zierlicher Statur mit dunklem Haar und braunen Augen. Am Samstagabend, 1. Juni, wo sie zuletzt gesehen wurde, trug sie dunkle Leggins, schwarze Schuhe und ein sportliches Oberteil. Die Jugendliche ist meist stark geschminkt mit künstlichen Wimpern. Es besteht die Möglichkeit, dass Noemi sich auf dem Weg nach Frankreich – möglicherweise Paris – befindet oder dies anstrebt, so die Auskunft der Polizei. Jetzt bittet auch ihre Mutter via Facebook um Hilfe mit den Worten: „Jeder, der ein Kind hat, kann sich wohl vorstellen, dass man als Mutter fast zerbricht an der Ungewissheit, ob es seinem Kind gut geht und wo es ist.“

Die Mutter betont, dass ihre Tochter „nicht von Zuhause weggelaufen ist, weil sie es hier schlecht hatte, oder wir gestritten haben, oder Sonstiges.“ Sie ist nach Ansicht der Mutter in einen Freundeskreis hineingeraten, „bei dem ich hoffe, dass es Eure Kinder nicht trifft“.

Die Bad Homburger Kriminalpolizei bittet Personen, die etwas zum Aufenthaltsort der Vermissten sagen können, sich unter der Telefonnummer (06172) 120-0 zu melden.

Foto: Polizeidirektion Hochtaunus

Jan Schneider bleibt Baudezernent

Jan Schneider ist von der Stadtverordnetenversammlung gestern als hauptamtlicher Stadtrat für eine zweite Amtszeit in den Magistrat der Stadt gewählt worden. Er gehört in dieser Eigenschaft bereits seit November 2013 der Stadtregierung an und verantwortet die Geschäftsbereiche Bau und Immobilien, Reformprojekte, Bürgerservice und IT.

„Ich bedanke mich für das große Vertrauen der Stadtverordnetenversammlung. Auch in den kommenden sechs Jahren werde ich mich mit vollem Einsatz den Zukunftsthemen der Stadt widmen“, sagte der CDU-Politiker aus Kalbach. „Besonders wichtig ist es mir, die Reform der Hochbau- und Liegenschaftsverwaltung weiterzuführen, die enormen Herausforderungen im Schulbau zu bewältigen, den Bürgerservice zu stärken und die Digitalisierung der Stadtverwaltung voranzutreiben.“

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte: „Meine Gratulation zur Wiederwahl, dazu beglückwünsche ich Jan Schneider ganz persönlich. Die Stadtregierung muss die großen Aufgaben wie die Schaffung bezahlbarer Wohnungen und den Bau neuer Schulen weiter voranbringen. Die Rekordzahl an Baugenehmigungen im vergangenen Jahr von über 7300 neuen Wohnungen oder die Abschaffung der Kita-Gebühren zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind. Diesen gehen wir gemeinsam entschlossen weiter.“

Bei der geheimen Abstimmung stimmten 56 Stadtverordnete für Schneider, 34 gegen ihn und es gab keine Enthaltung. Die Amtszeit eines hauptamtlichen Stadtrates dauert laut Hessischer Gemeindeordnung sechs Jahre. Stadtrat Schneider ist 38 Jahre alt, Volljurist, verheiratet und Vater von drei Kindern. Seine zweite Amtszeit als Mitglied des Magistrats beginnt am 1. November.

Informationen & Foto: Stadt Frankfurt