Kategorie: Aktueller Artikel

„Verdächtiger Gegenstand“ war ein Puppenspiel

Große Aufregung zur Mittagszeit: Zuerst war nur der Bereich um die Altenhöferstraße 96 von der Polizei abgesperrt. Kurze Zeit später der gesamte Abschnitt zwischen Gymnasium und Graf-von-Stauffenberg-Allee. An allen Einfahrtsstraßen waren Polizeibeamte. Eltern riefen besorgt in der Schule an. Auch der stellvertretende Schulleiter, Thomas Kluge, erkundigte sich bei den Polizisten vor dem Gymnasium, ob nach Schulschluss auf dem Heimweg irgendeine Gefahr für die Schülerinnen und Schüler bestehen würde. Schon da versuchte die Polizei zu beruhigen. Man habe einen „verdächtigen Gegenstand“ gefunden und hofft, dass das schnell geklärt ist. Nein, Gefahr für die Schüler besteht jenseits der Absperrung nicht.

Hinter diesem gelben Post-Briefkasten war offenbar der verdächtige Karton deponiert, der sich zum Glück als harmlos herausstellte

Gegen 11 Uhr traf der Hinweis auf einen verdächtigen Gegenstand bei der Polizei ein. Dieser Gegenstand war ein Schuhkarton, deponiert hinter einem gelben Briefkasten der Post. Metalldrähte ragten raus, eine Batterie war zu sehen. Um 13.25 Uhr wurde die Straßensperrung wieder aufgehoben. Chantal Emch, Pressesprecherin der Frankfurter Polizei, bestätigte MAINRiedberg, dass sich der Karton „zum Glück“ als harmlos herausgestellt hat. „Man hat herausgefunden, dass es sich um eine Art batteriebetriebenes Puppenspiel handelt.“

Die Altenhöferallee war zeitweise zwischen Gymnasium Riedberg und Graf-von-Stauffenberg-Allee gesperrt

Die großräumige Straßensperrung war eine Vorsichtsmaßnahme gewesen, um jede Gefahr auszuschließen. Auch Spezialisten waren vor Ort.

Kurz nach halb zwei Uhr fuhren die Autos wieder durch die Altenhöferallee, als ob nichts gewesen wäre.

Fotos: Archiv/ privat

Weihnachtsmarkt am Riedbergplatz

Nicht vergessen: Am Samstag und Sonntag ist wieder der beliebte Stadtteil-Weihnachtsmarkt auf dem Riedbergplatz! Mit 35 Angeboten und Ständen plus Bühnenprogramm mit Ballett, Gesang und Musikbands. Die IG Riedberg hat auch in diesem Jahr den Markt geplant und organisiert, bietet die legendäre selbstgemachte Feuerzangenbowle an und Bratwurst & Co. Der Culture Club Riedberg baut ein Märchenzelt auf, in dem Schulkinder anderen Kindern vorlesen. Übrigens nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Polnisch, Persisch und Vietnamesisch (siehe unten). Auch die anderen Vereine und Organisationen werden sich wieder viel Mühe geben, um die großen und kleinen Besucher zu überraschen.

„Das Programm umfasst von 16 Uhr mit Eröffnung und Action auf der Bühne, über die obligatorische Ballettdarbietung der Gruppen von Thom Hechts Ballettförderzentrum bis zur Frankfurter Band East Town Rumblers  am Samstag alles, was das Herz begeht“, sagt IG-Vorstand Markus Schaufler. Am Sonntag geht es mit dem ökumenischen Gottesdienst um 10.30 Uhr weiter, gefolgt von einer Choraufführung der Ernst-Reuter-Schule, einer Darbietung der Flötenschule Irina Hofmann (Riedberg). Am Nachmittag spielen dann noch die Gruppe „Born 2 b Blues“ und ganz am Schluss singen alle gemeinsam im Rahmen des „lebendigen Adventskalenders“.

Samstag,15. Dezember, 16 bis 23 Uhr & Sonntag, 16. Dezember, 10.30 Uhr bis 18 Uhr, ist Weihnachtsmarkt am Riedbergplatz

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Das sind die Vorlesezeiten im Märchenzelt

Märchenerzählerinnen und -erzähler lesen in einem festlich geschmückten Zelt Kindern Geschichten vor. Die Märchen werden in unterschiedlichen Sprachen vorgelesen, natürlich auf Deutsch, aber ebenfalls auf Polnisch, Persisch und Vietnamesisch. Der Eintritt ist kostenlos. Samstag ab 15:00 Uhr bis 19:30 Uhr und Sonntag ab 10:00 bis 17:00 Uhr.

Am Samstag wird von 16:30-17:00 Uhr auf Persisch vorgelesen, am Sonntag von 14:00-14:30 Uhr auf Polnisch und von 15:30-16:00 auf Vietnamesisch.

Am Sonntag von 10 Uhr bis 12 Uhr lesen Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 9 des Gymnasiums Riedberg lesen für Kinder und Jugendliche ihre liebsten Geschichten zur Weihnachtszeit vor.

Fotos: IG Riedberg

So gelingen leckere Bethmännchen!

Marzipan und Mandeln verzaubern uns zur Weihnachtszeit – nicht nur in Frankfurt und Umgebung. Denn längst sind die süßen „Bethmännchen“ mindestens so berühmt wie Grüne Soße, Frankfurter Würstchen & Co. Sie haben diese zuckersüße Spezialität noch nie probiert? Das sollte sich schnellstens ändern, rät Konditormeister Gregor Golüke von der Bäckerei Gangel in Kalbach, der ältesten Bäckerei Frankfurts in Familienbesitz. Ihm durften wir beim Backen über die Schulter schauen (und er hat uns – siehe unten – auch sein persönliches Rezept verraten).

Doch vorab ein kurzer Blick in die Geschichtsbücher: Zwar rätseln die Frankfurter heute noch gerne, wann die Mandeln zum ersten Mal mit der aus Marzipan hergestellten Brentenmasse zusammengebracht wurden. Doch gibt es mittlerweile keine Zweifel mehr, dass im Hause des Staatsrates Simon Moritz von Bethmann schon anno 1838 das halbkugelförmige Gebäck mit den Mandelhälften beim Fünf-Uhr-Tee die Gäste begeisterte. Für die Gebäckforscher steht fest, dass es ein Franzose war, der die Familie Bethmann mit seinem wohlschmeckenden Einfall überraschte. Jean Jacques Gautenier  hatte Ende des 18. Jahrhunderts Paris verlassen und sich in Friedrichsdorf im Taunus nahe Frankfurt niedergelassen, bevor er von dem angesehenen Frankfurter Bankier als Küchenchef engagiert wurde…

Aber noch schöner, als über die leckeren Bethmännchen zu lesen, ist es doch, diese Frankfurter Spezialität zu backen und dann zu genießen!

Übrigens sind Bethmännchen auch ein wunderbares, kleines Geschenk – wenn nach dem ersten Probieren noch welche übrig sein sollten…

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Das Bethmännchen-Rezept der Bäckerei Gangel

400 g Marzipan-Rohmasse

160 g Puderzucker

160 g Mandeln gemahlen

4 EL Mehl

Orangenlikör je nach Geschmack oder Rosenwasser

ca. 80 bis 100 Stück halbierte Mandeln

2 Eiweiß, 2 Eigelb

8 EL Milch

So einfach werden die Bethmännchen gemacht!

Marzipan, gesiebten Puderzucker, gemahlene Mandeln, Mehl, Eiweiß, evtl. etwas Orangenlikör gut verkneten. Kleine Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Je Bethmännchen drei halbierte Mandeln andrücken, mit der Spitze nach oben. Oft hilft ein Tropfen Wasser, damit die Mandeln besser kleben. Und noch ein Experten-Tipp: Am besten die Bethmännchen über Nacht trocknen lassen und erst am nächsten Tag Eigelb und Milch verrühren, das Gebäck damit abpinseln und bei 170 – 175 Grad ca. 15 Minuten leicht abbacken.

Guten Appetit!!!

Bäckermeister Gregor Golüke rät: „Am besten die Bethmännchen über Nacht antrocknen lassen und dann erst in den Ofen schieben.“

Fotos: MAINRiedberg

Angriff am Park: Täter weiter in Untersuchungshaft

Es ist eine Tat, die viele im Stadtteil immer noch bewegt: Sonntag kurz vor Mitternacht war ein 68-Jähriger mit seinem Hund am Prozessionsweg am Eingang zum Bonifatiuspark spazieren, als er von hinten mit einer Handelstange angegriffen wurde. Er schrie so laut um Hilfe, dass Nachbarn sofort die Polizei alarmierten und der Täter letztlich gefasst werden konnte. „Der tatverdächtige 23-Jährige wurde dem Haftrichter vorgeführt und befindet sich aktuell in Untersuchungshaft“, erklärt Chantal Emch, Pressesprecherin der Frankfurter Polizei, auf Nachfrage von MAINRiedberg.

Dank der aufmerksamen Nachbarn und einer „sehr guten Personenbeschreibung“ konnte die Polizei in kürzester Zeit eine Nahbereichsfahndung einleiten und den Mann, der auf seinem Fahrrad flüchtete, festnehmen. Nachbarn eilten aber auch dem Opfer zu Hilfe, das ansprechbar war, und kümmerten sich um den Riedberger, bis der Krankenwagen eintraf.

„Wenn etwas passiert, bitte sofort anrufen. Dann sind die Chancen, dass wir den oder die Täter fassen, am größten“, betont Pressesprecherin Emch.

Die Ermittlungen dauern an

Die Polizei spricht von einem Angriff und nicht von einem Überfall, da keinerlei Wertgegenstände entwendet wurden. Die Ermittlungen über Motiv und Hintergründe der Tat dauern an.

Die Staatsanwaltschaft wird darüber entscheiden, ob der 23-Jährige weiter in Haft bleibt. Doch die Wahrscheinlichkeit dafür ist hoch, da schwerwiegende Haftgründe vorliegen. Als die Beamten ihn Sonntagnacht durchsuchten, fanden sie die Kurzhantelstange, mit der er vermutlich den 68-jährigen Spaziergänger von hinten angegriffen an. Auch hier werden die Spuren noch ausgewertet. Aktuell wird wegen Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt.

Foto: Archiv

Tolle Aktion: „Ihr Weihnachtsgeschenk für Frankfurter Kinder“

Weihnachten steht vor der Tür. Damit auch bei den Kindern Wünsche in Erfüllung gehen, deren Eltern nicht so viel Geld haben, findet die Aktion „Ihr Weihnachtsgeschenk für Frankfurter Kinder“ dieses Jahr bereits zum 23. Mal statt. Die Idee dahinter: Frankfurterinnen und Frankfurter beschenken Kinder aus sozial benachteiligten Familien.

Für Stadträtin Silvia Weber gehört die Aktion genauso zur Vorweihnachtszeit wie der Adventskranz. „Das Tolle an der Aktion: Jedes Kind bekommt seinen persönlichen Wunsch erfüllt!“ Damit das auch gelingt, müssen alle Geschenke rechtzeitig gekauft werden. Daher jetzt schnell die noch übrigen Wunschkarten abmachen und das Geschenk bis spätestens 17. Dezember entweder im Geschäft oder im Kinderbüro in der Schleiermacherstraße 7 abgeben. So erhält jedes Kind garantiert und rechtzeitig sein persönliches Weihnachtsgeschenk.

Fragen beantwortet das Frankfurter Kinderbüro unter Telefon 069/212-39001.Eine Liste mit den Standorten der Wunschbäume findet man unter www.kinderbuero-frankfurt.de

Der nächste Wunschbaum für uns ist im Nordwest-Zentrum, Limescorso 8. 

Abgeben kann man die gekauften Geschenke überall da, wo auch ein „Wunschbaum“ steht oder im Kinderbüro (9 – 17 Uhr) – und zwar bis spätestens 17.12.2018!!

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu dieser tollen Aktion findet man auch unter www.kinderbuero-frankfurt.de

Foto: Kinderbüro Frankfurt

Stadtteil-Kalender mit den Bildern der Gewinner

Vor exakt einem Jahr waren die Riedbergerinnen und Riedberg eingeladen, unter dem Motto „Der Riedberg – Mein Ort“ Fotos von ihrem Lieblingsplatz im Stadtteil oder aus der schönsten Perspektive zu machen. Insgesamt 47 Teilnehmer reichten 219 Fotos beim 1. Riedberg-Fotowettbewerb ein, den der Culture Club Riedberg, das Familienzentrum Billabong und das Magazin MAINRiedberg ausgelobt hatten. Jetzt gibt es die schönsten Bilder im handlichen Kalender zum Preis von 9 Euro zu kaufen – beim Weihnachtsmarkt am 15. und 16. Dezember im Zelt des Culture Club oder ab sofort direkt via Mail über andreas.woitun@cultureclubriedberg.de

Maßgeblich organisiert hatte den Wettbewerb die Fotografin und CCR-Mitglied Ksenia Beizerova, die begeistert erklärte: „Wir haben so viele tolle Aufnahmen bekommen, dass uns die Entscheidung sehr schwergefallen ist. Es scheint, dass am Riedberg viel Kreativität zu Hause ist.“

Bei den Erwachsenen ging der erste Preis für eine Aufnahme des winterlichen Campus an Michael Scherbeck, Zweite wurde Ardiana Dacic. Bei den Jugendlichen überzeugte die Jury stimmungsvolle Nachtaufnahme, die von Laura Hartinger eingereicht wurde.

Hobby-Fotograf Scherbeck hatte die verschneite Passage an der Universität bei Nacht fotografiert und damit nicht nur die Jury überzeugt. Der Verkehrspilot nutzt auch die Wartezeiten zwischen seinen Flügen im Ausland regelmäßig, um mit seiner Kamera Land und Leute zu erkunden.

Mit diesem Foto überzeugte Michael Scherbeck die Jury

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Abbildung (oben): Culture Club Riedberg

Foto (unten): Michael Scherbeck

Stadt will alte Turnhalle „interimsweise“ erhalten

Seit Wochen ist das die erste gute Nachricht für alle Vereine und Gruppierungen, die um einen Veranstaltungsort mit Tradition hier im Stadtteil bangen: Die alte Turnhalle in Kalbach, die abgerissen, in ferner Zukunft ersetzt werden soll und aufgrund eines gekündigten Mietvertrages und zahlreicher Baumängel beinahe sofort geschlossen werden könnte – sie soll „interimsweise“ erhalten werden. Das heißt es explizit in einer Stellungnahme des Magistrats vom 26. November.

Vereine sammeln Unterschriften für eine (neue) Halle

Zur Erinnerung: Der Kinderverein Kalbach, der Riedberger SV, der FC Kalbach und die Kerbeburschen sammeln seit wenigen Wochen in Listen und online Unterschriften unter dem Motto „Kalbach-Riedberg braucht auch in Zukunft einen Versammlungsraum“. Für Veranstaltungen wie die Kinderbuchmesse mit mehr als 1000 Besuchern, für Vorträge, Partys und vor allem auch Sportangebote. „Wir haben Sorge, dass die Alte Turnhalle abgerissen wird und – aus welchen auch immer nachvollziehbaren Gründen – kein oder unzureichender Ersatz geschaffen wird“, erklärt Hans J. Troost, Vorsitzender des Kinderverein Kalbach.

Die aktuelle Lage ist etwas kompliziert. Denn eine Vertreterin der „Gemeinschaft Kalbacher Vereine und Gruppierungen“ hatte – ohne Wissen der einzelnen Vereine – die alte Halle zum Jahresende gekündigt. Hinzu kommt, dass der Bau aus den 20er bis 60ern des vergangenen Jahrhunderts renovierungsbedürftig bis baufällig ist, Asbest inklusive.

Die Kündigung der Halle hat der Magistrat bestätigt, prüft aber nun, „unter welchen Voraussetzungen die Nutzung über den 31.12.2018 möglich ist“. Die notwendigen Veranlassungen werden schnellstmöglich auf den Weg gebracht.

Kann neben einer Kita eine neue Halle gebaut werden?

Zugleich wird geprüft, ob „mittelfristig“ anstelle eines Neubaus der Bedarf durch einen Anbau der in Planung befindlichen Kita „Am Hasensprung“ sichergestellt werden könne. Das ist am Ortsrand, in einer ruhigen Wohngegend. Ob ein bloßer Anbau ein Ersatz sein kann – da gibt es vor Ort derzeit erhebliche Zweifel.

Vor der jüngsten Stellungnahme des Magistrats haben sich alle Fraktionen des Ortsbeirates zusammengetan und fordern von der Stadt, einen „vielseitig nutzbaren Versammlungs- und Veranstaltungsraums in Kombination mit einer weiteren Kindertagesstätte für Kalbach am Kalbacher Stadtpfad zu erstellen“. Der Innenraum sollte rund 400 Quadratmeter betragen, der Bodenbelag entweder universell nutzbar oder leicht für nicht-sportliche Nutzungen umrüstbar sein. Belüftung und Fluchtwege sollten eine Zulassung für mindestens 199 Personen möglich machen – so wie bisher.

Heute auch Thema in der Ortsbeiratssitzung

Das „Ja“ der Stadt zur alten Halle aber verbucht man als ersten Punktsieg. „Das ist großartig“, erklärt beispielsweise Susanne Kassold, SPD-Fraktionsvorsitzende im Ortsbeirat. Grüne und SPD hatten sich für einen Erhalt und die Sanierung der Halle eingesetzt, waren damit aber gescheitert. Die Mehrheit im Ortsbeirat votierte im Oktober für einen Abriss. Die alte Turnhalle als Übergangslösung und dann eine neue Halle – das erscheint vielen momentan als beste Lösung.

Heute um 20 Uhr findet in der alten Turnhalle am Grubweg 6 in Kalbach die nächste Ortsbeiratssitzung statt. Die Sitzung ist öffentlich.

Foto: MAINRiedberg

Vorsicht! Stadtbücherei wurde gehackt

Am Mittwoch wurden der Katalog der Stadtbücherei Frankfurt und der Katalog der Schulbibliotheken der Stadtbücherei gehackt. Der Server wurde umgehend abgeschaltet. Die Kataloge sind zurzeit nicht zugänglich.

Es kann derzeit nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden, dass Daten von Nutzerinnen und Nutzern der Online-Dienste der Stadtbücherei von Unberechtigten abgerufen wurden.

Warnung der Stadtbücherei an alle Leser*innen

In einer Mail, die heute Nachmittag alle Leserinnen und Leser erhalten haben, bittet die Leiterin der Stadtbücherei ausdrücklich „in nächster Zeit um besondere Wachsamkeit“.
Außerdem heißt es: „Wir bitten Sie, bei E-Mails mit Absenderangaben der Stadtbücherei Frankfurt besonders aufmerksam zu sein. Es könnte sich um Spam-Mails mit gefälschten Absender-Angaben handeln.“ Man fordere in E-Mails niemals dazu auf, einen Link anzuklicken oder Dateien herunterzuladen. „Wir übersenden auch keine E-Mails mit Dateianhängen von Zip- oder PDF-Daten, die geöffnet werden sollen.“ Das persönliche Passwort ist verschlüsselt.

Die Stadtbücherei hat Strafanzeige gestellt und arbeitet gemeinsam mit dem Amt für Informations- und Kommunikationstechnik und dem Software-Hersteller mit Hochdruck an einer Wiederherstellung.

Informationen: Stadt Frankfurt/ Stadtbücherei Frankfurt

Foto: Archiv

Weihnachtsmarkt am Römer ist eröffnet

Er ist einer der ältesten und größten in Deutschland und nun offiziell eröffnet: Der Frankfurter Weihnachtsmarkt. Ob Glühwein und gebrannte Mandeln oder heißer Apfelwein und Bethmännchen – strahlende Weihnachtsmarktstände und traditionelle Köstlichkeiten erwarten die Besucher auch in diesem Jahr.

Nach einem Glockenspiel aus der Nikolaikirche hat Oberbürgermeister Peter Feldmann bei der Eröffnung am heutigen Nachmittag daran erinnert, dass die Weihnachtszeit immer eine Zeit der Begegnungen sei. „Dafür ist unser Weihnachtsmarkt ein wunderbarer Ort. Ob mit Familie und Freunden oder mit Arbeitskollegen – hier ist der Frankfurter Treffpunkt in der Adventszeit. Der Weihnachtsmarkt steht auch sinnbildlich für den Wunsch aller Frankfurter nach Nähe und Gemeinschaft.“

Das Stadtoberhaupt begrüßte das Publikum von der neuen Bühne unter der 31 Meter hohen Fichte aus Schlüchtern im Spessart: „Zum ersten Mal seit vielen Jahren versperrt endlich auch kein Bauzaun den Blick, zum ersten Mal können unsere Gäste durch die neue Altstadt flanieren. Das ist in diesem Jahr mein persönliches Highlight.“ Der Weihnachtsmarkt sei nun umrahmt vom gesamten Römerberg-Ensemble, mit der neuen Altstadt und dem Historischen Museum ergebe dies ein besonders harmonisches Bild. „Lassen Sie sich vom Zauber der neuen Altstadt faszinieren“, sagte Feldmann. Auch die Glühweintasse 2018 macht auf Frankfurts neues Herz, die Altstadt, aufmerksam: Sie zeigt den Krönungsweg, der mitten durch die Altstadt führt, und einen weihnachtlich interpretierten Krönungszug.

Bevor Feldmann den Weihnachtsmarkt offiziell mit dem Anschalten der über 6000 Lichter des Weihnachtsbaums eröffnete, bedankte er sich bei Susanne Simmler, erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises, für den Baum.

Ein Live-Konzert zum Mitsingen mit der Oper Frankfurt und Bläserklängen vom Altan der Nikolaikirche setzten den Schlusspunkt der Eröffnungszeremonie.

Der Weihnachtsmarkt ist bis 22. Dezember von Montag bis Samstag von 10 bis 21 Uhr und Sonntag von 11 bis 21 Uhr geöffnet

Foto: Stadt Frankfurt/ Heike Lyding

Schüler entwickeln Ideen für ein nachhaltiges Europa

Zehn Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen des Gymnasiums Riedberg haben sich gemeinsam mit ihren Lehrern auf den Weg nach Zentralspanien gemacht, um sich dort mit anderen Jugendlichen aus Frankreich, Italien und Spanien über ihre Ideen für eine nachhaltige Lebensweise auszutauschen. Die Begegnungsfahrt, die den Auftakt des von der EU geförderten Erasmus+ Projektes „Tomorrow“ bildete, fand vom 4.-10. November in Valladolid statt. Das Projekt ist englischsprachig und wird vom Gymnasium Riedberg geplant und geleitet.

Schüler bauen funktionstüchtiges Solarthermie-Panel

Während der Woche in Spanien konnten die Jugendlichen bei spannenden Ausflügen und Workshops erforschen, welche Möglichkeiten und Technologien ein nachhaltiges und energieeffizientes Handeln ermöglichen und wie ein ressourcenschonender Umgang mit der Natur gelingt. So erkundeten die Schülerinnen und Schüler im Umweltlernzentrum PRAE eine anschauliche Nachbildung verschiedener Ökosysteme der Erde und lernten Möglichkeiten ökologischer Landwirtschaft sowie alternativer Energiegewinnung kennen. Schließlich durften sie selbst kreativ werden und ein funktionstüchtiges Solarthermie-Panel bauen.

Schüler aus vier europäischen Ländern entwickeln im Umweltlernzentrum PRAE in Valladolid gemeinsam ein Solarthermie-Panel Foto: Johanna Müller

Bei dem Besuch einer Fabrik für nachhaltige Heizpellets konnten die Jugendlichen hautnah die Produktionsabläufe vom Schreddern der Baumstämme bis hin zum Pressen und Verpacken der Pellets beobachten. Auch hier wurde deutlich, dass Energiegewinnung nicht die Verschwendung von Ressourcen bedeuten muss: Die Wärme zum Trocknen des Holzes für die Pellets wird erzeugt, indem die Rinde der Bäume, die ohnehin als Abfallprodukt abfällt, verbrannt wird.

Auch der Geschmack von Churros und Tortillas bleibt in Erinnerung

Neben den projektorientierten Ausflügen wurde das Programm durch eindrucksvolle touristische Attraktionenabgerundet. Die Schülerinnen und Schüler besichtigten gemeinsam die hübsche Altstadt und das prunkvolle Rathaus von Valladolid und schlenderten durch die Gassen der Universitätsstadt Salamanca, vorbei an imposanten Bauwerken wie der Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert. Durch die herzliche und gastfreundliche Unterbringung und Bewirtung durch die spanischen Gastfamilien konnten die Frankfurter Jugendlichen tief in die spanische Kultur eintauchen. Der Geschmack von frischen Churros oder hausgemachten Tortillas wird so manchen sicherlich in Erinnerung bleiben. Ebenso die Erkenntnis, dass es möglich ist sich mit Händen und Füßen oder notfalls über den Google Übersetzer mit Jugendlichen aus ganz Europa zu verständigen, auch wenn einem die richtige Vokabel nicht immer einfallen will.

Zurück in Frankfurt können die Jugendlichen ihre neuen Eindrücke und Ideen nun mit den anderen Mitgliedern der 30-köpfigen Erasmus-AG des Gymnasium Riedberg teilen und gemeinsam weiterentwickeln. Diese trifft sich jeden Freitag, um über einen Zeitraum von zwei Jahren Lösungen für globale Probleme wie zum Beispiel Müll, Umweltverschmutzung, Abholzung der Wälder, Nahrungsmittelknappheit oder schlechte Luft in den Städten zu entwerfen.

Natürlich können die Gymnasiasten nicht die ganze Welt retten – aber sie haben sich fest vorgenommen, in ihrer Schule und dem Stadtteil Riedberg in kleinen lokalen Projekten ihre Mitmenschen zum nachhaltigen Denken und Handeln anzuregen. Dasselbe geschieht zeitgleich in den Erasmus-Gruppen der drei Partnerschulen in Valladolid, Syrakus (Sizilien) und Marmande (Frankreich). Bei der nächsten Austauschfahrt im Frühjahr auf Sizilien werden die Jugendlichen aus vier Ländern sich dann wieder begegnen, über ihre jeweiligen lokalen Projekte diskutieren und mit neuen Ideen und Eindrücken in die nächste Projektphase starten.

Text: Gymnasium Riedberg

Fotos: Johanna Müller