Kategorie: Aktueller Artikel

Das ist die Rennstrecke im Stadtteil

Weltstars, TeilnehmerInnen der verschiedenen Jedermann-Rennen und auch die Skater – sie alle fahren in diesem Jahr über den Riedberg. Im Detail heißt das: Die Fahrer kommen von der Rosa-Luxemburg-Straße und biegen erst in Riedberg-West in unseren Stadtteil ein. Dann geht’s unmittelbar an der neuen Gesamtschule (IGS) vorbei in die Carl-Hermann-Rudloff-Allee, von dort in die Riedbergallee, zum Riedbergzentrum und am Kreisel links in die Altenhöferallee stadtauswärts. In Kalbach führt die Strecke über das Industriegebiet und weiter Richtung Bad Homburg.

Die Durchfahrtszeiten stehen auch schon fest (siehe Grafik): Die Elite wird um 12.38 Uhr am Riedberg sein. Die Junioren werden um 12.56 Uhr erwartet und die U23-Fahrer bereits um 11.18 Uhr. Die Teilnehmer der Jedermann-Rennen über 105 Kilometer, 90 oder 50 Kilometer passieren zwischen 9.16 Uhr und 10.20 Uhr den Riedberg, die Skater ebenfalls. Es bleibt also richtig viel Zeit, allen zuzujubeln!

Das sind die Durchfahrtszeiten der Sportler am Riedberg

Straßen gesperrt, S-Bahn und U-Bahn fahren

Für rund 6000 Radrennfahrer werden im gesamten Rhein-Main-Gebiet zahlreiche Straßen gesperrt. Start ist in Eschborn, das Ziel liegt in Frankfurt an der Alten Oper. Dort wird den ganzen Tag über ein buntes Rahmenprogramm geboten. Zieleinlauf der Profis ist am späten Nachmittag. Neben dem Autoverkehr sind zahlreiche Straßenbahn- und Buslinien von den Sperrungen betroffen.

RMV und traffiQ empfehlen, S-Bahnen und U-Bahnen zu nutzen. Denn die S-Bahnen verkehren ungehindert und nach Fahrplan, bei den U-Bahnen gibt es nur bei zwei Linien (U2 und U3) außerhalb Frankfurts Einschränkungen.

Erst Jubeln am Riedberg und dann zum Ziel – auch das ist problemlos möglich: Der Zielbereich an der Alten Oper ist gut mit S-Bahn und U-Bahn zu erreichen. Die S-Bahn-Station „Taunusanlage“, an der die Linien S1 bis S6, S8 und S9 halten, ist nur wenige Meter entfernt. Praktisch direkt unter der Ziellinie, an der Station „Alte Oper“, halten die U-Bahn-Linien U6 und U7. Die U-Bahn-Linien U4, U6 und U7 fahren mit zusätzlichen Wagen und bieten so mehr Platz als üblich. Die Linie U7 verkehrt, ebenso wie viele Straßenbahn- und Buslinien, bereits ab etwa 8 Uhr viertelstündlich statt nur alle 30 Minuten.

Aktuelle Fahrplanauskunft unter http://www.rmv.de oder über das RMV-Servicetelefon 069/24248024, das auch am 1. Mai rund um die Uhr zu erreichen ist. Dort sind alle im Vorhinein bekannten Sonderfahrpläne hinterlegt.

Informationen: Eschborn – Frankfurt. der Radklassiker / Stadt Frankfurt

Grafiken: Eschborn – Frankfurt. Der Radklassiker

Hat Frankfurt Potenzial zur Millionen-City?

Binnen der vergangenen zehn Jahre ist Frankfurt um über 100.000 Einwohner gewachsen. Jährlich kommen bis zu 15.000 weitere Neu-Frankfurter hinzu. Die Folge: Wohnraum wird knapp und vielerorts immer teurer. Doch eine stetig wachsende Stadt wie Frankfurt kann ihren Bedarf nach neuem Wohnraum nicht allein durch Nachverdichtung und Modernisierung bestehender Stadtviertel stillen. Bis die Bagger in einem Neubaugebiet rollen, vergehen jedoch meist Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte.

Um neuen Wohnraum zu schaffen und bestehende Flächen zu verdichten, wird das Frankfurter Stadtgebiet seit Jahren von hoch aufragenden Baukränen durchzogen. Ob im Ostend, in Sachenhausen, im Europaviertel, dem Lyoner Quartier in der früheren Bürostadt oder direkt am Römer: Stadtweit entstehen neue Eigentums- oder Mietwohnungen, die den Zustrom an neuen Einwohnern auffangen sollen. Doch immer mehr Menschen ziehen nach Frankfurt und stellen nicht zuletzt die Stadtverwaltung vor die Herausforderung, die planerischen Voraussetzungen für einen finanzierbaren wie auch attraktiven Wohnraum zu schaffen. Den handelnden Akteuren ist daher bewusst: Allein mit Nachverdichtung ist es nicht getan. Ohne die Ausweisung weiterer Neubaugebiete wird die Stadt schon bald aus allen Nähten platzen. Und hier kommt Martin Hunscher, seit 2014 Leiter des Frankfurter Stadtplanungsamtes, ins Spiel.

Der Leitende Baudirektor arbeitet seit fast 30 Jahren als Stadtplaner und ist seit 1991 in Frankfurt tätig. Hunscher war maßgeblich an der Planung und Realisierung der Wohnquartiere im Europaviertel und am Riedberg beteiligt. Kaum einer weiß so genau wie er, was passieren muss, bis ein Neubaugebiet von der ersten Skizze am Reißbrett in die städtebauliche Wirklichkeit überführt wird. Zeitgemäße Stadtplanung sei ein facettenreiches und herausforderndes Geschäft, das auch in ökologischer und sozialer Hinsicht immer anspruchsvoller werde, befindet der Chef des Stadtplanungsamtes.

Zehn Jahre Vorbereitung, zehn Jahre Bauzeit

Pauschal lasse sich nicht sagen, wie lange dieses bürokratische Vorspiel bei der Planung eines neuen Wohngebiets dauere. „Jedes Baugebiet ist anders gelagert“, sagt Martin Hunscher. Doch über den Daumen gepeilt sei mit zehn Jahren Vorbereitung und weiteren zehn Jahren Bauzeit zu rechnen. Beim Europaviertel und dem bereits zum Teil bebauten Henninger-Areal in Sachsenhausen sei es gelungen, die Planungen innerhalb von fünf Jahren abzuschließen, da hier keine Bodenordnung, also die Neuordnung der Grundstücke zu bebaubaren Parzellen, erforderlich war. Danach konnten bereits erste Bauarbeiten beginnen.

Auch Mark Gellert, Sprecher des Frankfurter Planungsdezernats, hat eine Reihe von größeren Bauvorhaben auf Frankfurter Gemarkung begleitet. „Zuerst erfolgt der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Im Planungsausschuss wird darüber beraten. Es folgt der Stadtverordnetenbeschluss. Nach Bürgerbeteiligung, Offenlegung und Satzungsbeschluss können Baugenehmigungen erteilt werden. Und erst dann rollen die Bagger“, zählt Gellert die planerischen Hürden auf, die jedes neue Baugebiet zu nehmen hat. „Über den Bebauungsplan wird die kommunale Planungshoheit gewährleistet“, erklärt Gellert. So könne die Stadt – ganz gleich ob Industrie- oder Wohngebiet – von vornherein vorgeben, auf welche Art, und zu welchem Zweck in Frankfurt gebaut wird. Die Vorgaben reichen von der Art der Nutzung, der Höhe der Gebäude über die Ausnutzung der Grundfläche bis zur infrastrukturellen Erschließung eines Neubaugebiets.

Das geplante Neubaugebiet in der Nähe des Riedbergs

Derzeit ist das geplante Neubaugebiet im Frankfurter Norden westlich von Praunheim und der Nordweststadt in aller Munde. Auf einem 550 Hektar großen Areal sollen hier zwischen 8.500 und 11.500 Wohnungen für bis zu 30.000 Menschen entstehen. „Am Ende fällt ein neuer Stadtteil nicht vom Himmel“, sagt Martin Hunscher. Er verweist auf das 2014 vom Magistrat in Auftrag gegebene und beinahe vollendete Integrierte Stadtentwicklungskonzept Frankfurt am Main 2030. In seinem Entwurf sind alle Wachstumspotenziale der Mainmetropole gebündelt. Das Konzept enthält sowohl gewerbliche Flächen als auch Wohnquartiere. Ferner werden die Anbindungen an das Verkehrsnetz, Umweltbelange und infrastrukturelle Voraussetzungen wie der Bedarf an Schulen oder Naherholungsflächen berücksichtigt.

„Wir haben das gesamte Stadtgebiet analysiert und im Schwerpunkt die ökologische, verkehrliche und siedlungsstrukturelle Verträglichkeit geprüft“, erläutert Hunscher. Ein solch umfassender Planungsansatz, der explizit frühzeitig auch Umweltaspekte berücksichtigt, sei vor einigen Jahren noch völlig undenkbar gewesen. „Unser Geschäft ist wesentlich anspruchsvoller und komplexer geworden. Die Ansprüche sind gestiegen und die Themen Klima, Umweltschutz und Gebäudetechnik sind in den letzten Jahren viel stärker in den Fokus gerückt.“ So kämen jedes Jahr neue Immissions-Schutz-Verordnungen hinzu, was dazu führe, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Begründungen zu den Bebauungsplänen längst nicht mehr aus wenigen Seiten bestünden, sondern so dick wie Telefonbücher seien. Doch die Mühe zahle sich aus: Lebensqualität, Verkehrsanbindung und ökologische Aspekte seien viel besser miteinander verzahnt als bei manch älteren städtebaulichen Großprojekt. Als negatives Gegenbeispiel führt der Leitende Baudirektor Neubauten an, die während der 80er-Jahre komplett ohne soziale Infrastruktur wie Kindergärten oder Schulen entstanden.

Text: Mirco Overländer/ Stadt Frankfurt

Foto: Christian Christes/ Stadt Frankfurt

KunstLandschaften bei Billabong

Vom 26. April bis 17. Mai 2018 sind im Billabong Familienzentrum Arbeiten des Künstlers Klaus M. Becker zu sehen. Er ist in Kalbach aufgewachsen und lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Oberursel-Weißkirchen. Von 1975 bis 1978 studierte er an der Hochschule für Grafik und Design in Offenbach, von 1978 bis 1981 schloss er ein Studium der Freien Malerei an der renommierten Städelschule ab. Seither ist er selbstständig mit einem Büro für Grafik, Text und Korrektur und arbeitet als Illustrator für historische Darstellungen. Diese kennen sicher viele noch aus ihren Schulbüchern.

In seiner ersten Schaffensphase in den 80er-Jahren beschäftige er sich mit der Umwelt des Großstädters und hatte viele Ausstellungen in und um Frankfurt sowie im Rahmen von „Frankfurter Künstler“ auch in Tel Aviv (1982) und Kairo (1984). Seit jeher spielen die verwendeten Materialen in seiner Kunst eine wichtige Rolle, selbst der Rahmen wird Teil des Kunstwerks. Seit 2012 widmet sich Klaus M. Becker einer neuen Auseinandersetzung mit der Malerei. Treiber für die kraftvollen, teils farbintensiven Werke in unterschiedlichen Formaten sind Landschaften und ihre Beschaffenheit. Dafür sammelt der Künstler bei Exkursionen Erde, Steine und Sand und verarbeitet sie in seinen Bildern. Vor allem Ocker aus der Provence in vielfältigen Farbschattierungen findet sich in vielen Bildern wieder.

Seine Werke sind Kunst und Handwerk

Kein Werk ist nur gemalt, sie sind eine Schnittmenge aus Handwerk und Kunst. Auch bei den Papierarbeiten kommen nicht einfach vorgefertigter Papiere zum Einsatz, das Basismaterial ist handgeschöpft und wird in mehreren Prozessen hergestellt.  Die Ausstellung zeigt ein Querschnitt der Arbeiten des Künstlers, wobei die aktuelleren Werke den Schwerpunkt bilden.

Eröffnung der Austellung ist am 26. April um 19 Uhr mit einer Vernissage. Bis 17. Mai können die Bilder Mo./ Di. von 9 bis 16 Uhr, Mi./ Do. 9 bis 18 Uhr sowie an Freitagen von 9 bis 15 Uhr betrachtet werden. Ort: Familienzentrum Billabong, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46

Weiter Infos zum Künstler unter www.klausmbecker.de

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Text: Fabian Obergföll/ Culture Club Riedberg

Sportplatz-Erweiterung erst Ende 2020?

Die Details stehen jetzt fest: Die von Sportlern und den beiden Vereinen SC Riedberg und Riedberger SV schon lange ersehnte Sportplatz-Erweiterung östlich der Altenhöferallee kommt – aber voraussichtlich nicht vor Ende 2020. Das geht aus der Ausschreibung und dem Amtsblatt des Grünflächenamtes hervor. Die Anlage, die direkt gegenüber der bisherigen Sportanlage gebaut wird, wird ein Großspielfeld aus Kunstrasen, eine Rundlaufbahn mit vier Spuren sowie Kleinspielfelder, Erschließungsflächen plus Parkplätze erhalten. Ein Schwerpunkt wird also auf Leichtathletik und Fußball liegen.

Vor Baubeginn müssen allerdings noch Baugrunduntersuchungen, Kampfmittelerkundungen und bodendenkmalrechtliche Erkundungen durchgeführt werden. Vorübergehend befand sich auf dem Grundstück eine Kita, deren Container bereits zurückgebaut sind. Unmittelbar neben dem Sportplatz-Areal haben aktuell bereits Bauarbeiten begonnen. Hier wird in denn nächsten Monaten ein breiter Grünstreifen und unter anderem ein großer Spielplatz zum Thema „Bauernhof“ entstehen.

Planung ruhte wegen des Feldhamsters

Die Planungen laufen schon einige Jahre, ruhten aber wegen des Feldhamsters. Zur Erinnerung: Naturschützer mussten erst untersuchen, ob in diesem Bereich geschützte Feldhamster leben. Als sich herausstellte, dass nur noch zwei Männchen zu finden sind, die wiederum nur in einer Erhaltungsstation gerettet werden können, gab es grünes Licht.

Laufbahn, Groß- und Kleinspielfelder, Umkleiden und Parkplätzen – so sieht die geplante Sportplatz-Erweiterung aus

Im Laufe des Jahres 2018 sollen die Voruntersuchungen erledigt sein, so dass die notwendigen bau- und finanzrechtlichen Genehmigungen bis Frühjahr 2019 vorliegen. Explizit heißt es: Baubeginn ist für den September 2019 vorgesehen. Die Baufertigstellung ist für den Dezember 2020 geplant. Es wird also noch dauern…

Fotos: Archiv

Vormerkung für neue Kita möglich

Der akute Mangel an Betreuungsplätzen im Kita-Bereich beunruhigt Eltern in Riedberg und Kalbach. Jetzt steht fest, dass im Sommer dieses Jahres eine zusätzliche Kindertagesstätte für 3- bis 6-Jährige eröffnen wird. Diese wird Kindern aus dem gesamten Stadtteil offen stehen, wie Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber im Rahmen der Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung erklärte. Die Kita startet voraussichtlich am 1. Juli.

Wichtig! Aktuell wurde bekannt, dass Eltern ihre Kinder bereits für die neue Kita im „Kindernet Frankfurt“ vormerken lassen können.

Eröffnung in Containern in Kalbach – Neubau am Riedberg

Die Kita wie zuerst in Containern in Kalbach eröffnen und voraussichtlich 2019 in einen Neubau im Riedberger Westflügel ziehen. Die Details: Auf einer Gemeinbedarfsfläche am Kalbacher Stadtpfad stehen jetzt noch die Container, die bislang für verschiedene „Auslagerungen“ anderer Einrichtungen verwendet wurden. Nun wird der Eigenbetrieb Kita Frankfurt ab dem kommenden Schuljahr hier eine dreigruppige Kita eröffnen, „die 63 zusätzliche Betreuungsplätze anbietet“, so die Stadträtin zufrieden. Damit reagiert der Magistrat auf den akuten Mangel an Kita-Betreuungsplätzen im Ortsbezirk 12. Die Arbeiten an dem Neubau dieser zwölften Kita für den Riedberg seien bereits in vollem Gange, das benötigte Personal werde nun vorher eingestellt und die Kita vorzeitig eröffnet.

Das Besondere: Diese Einrichtung wird sowohl Kalbacher als auch Riedberger Kindern offen stehen. Nach dem Umzug dieser provisorischen Kita auf den Riedberg im Jahr 2019 sei es das erklärte Ziel des Magistrats, die Gemeinbedarfsfläche am Kalbacher Stadtpfad auch langfristig für Kinderbetreuungszwecke zu nutzen.

Suche nach weiteren Flächen für Kitas

„Unabhängig von dieser kurzfristigen Lösung suchen wir unter Hochdruck nach weiteren Flächen für zusätzliche, langfristige Standorte für Kinderbetreuungseinrichtungen, sowohl in Kalbach als auch auf dem Riedberg“, kündigte die Stadträtin an. Im Kindertagesstätten-Entwicklungsplan sei Kalbach priorisiert, die Kinderzahlen hätten trotz der hohen Prognosen die Planungen übertroffen.

Es gelte nun, zügig zu handeln. „Wir prüfen gemeinsam mit dem Stadtschulamt und der Hessen Agentur verschiedene Flächen, sowohl auf dem Riedberg als auch in Kalbach“, sagte Weber abschließend. Wie so oft in Frankfurt läge es nicht am fehlenden Geld, sondern an geeigneten Flächen und Bestandsliegenschaften, die den Anforderungen für die Errichtung von Kindertagesstätten genügten. Es sei klar, dass die betroffenen Familien schnellstmöglich Hilfe brauchten.

Informationen: Presse.Info Stadt Frankfurt

Foto: Stadt Frankfurt/ Archiv

Das wünsche ich mir 2018

Neues Jahr, neues Glück. 2018 hat längst begonnen und natürlich hat jeder die unterschiedlichsten Wünsche und Vorsätze für das neue Jahr. Aber was ist wirklich wichtig? Ist es Gesundheit für die Lieben, ein Beruf, der Sinn macht und der Gemeinschaft dient, oder ein Zuschuss der Stadt? Werden mehr Interesse für Kultur, endlich mehr Schulen, neue Turnhallen oder ein Auslandsjahr nach dem Abi Wunschträume bleiben? Wir haben mit Bewohnern des Riedbergs gesprochen, die ihre Wünsche für das neue Jahr geäußert haben. Aber lesen Sie jetzt selbst: 

 

Ich wünsche mir Gesundheit

„2018 wünsche ich mir in erster Linie Gesundheit für meine Familie, vor allem für meine drei Kinder. Meine zehn Wochen alte Tochter hat zum Beispiel ein Hüftproblem, das zwar gut therapierbar ist, aber man macht sich als Mutter natürlich Sorgen. Für mich persönlich wünsche ich mir Ideen, wie es beruflich weitergehen kann. Außerdem wünsche ich mir, dass wir unser Heim verschönern und fertig bekommen, da wir ja noch nicht so lange darin wohnen. Und natürlich wünsche ich mir für dieses Jahr viele schöne Momente mit der Familie.“

Katja Salzig (37), Apothekerin

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Ich möchte ein Auslandsjahr machen

„Ich wünsche mir auf jeden Fall viel Erfolg und Glück. Glücklich sein ist das Allerwichtigste, denn der Rest kommt schon von allein. Nach dem Abi möchte ein Auslandsjahr machen und nach Australien gehen und falls das nicht klappt, dann möchte ich einen Kurs im Business-Englisch machen. Ich möchte auf jeden fall nicht direkt nach dem Abi mit dem Studieren beginnen.“

Yaren Koc (17), Abiturientin

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Ich will helfen, das Bankensystem zu verbessern

„Ich habe begonnen, als Bankenprüfer zu arbeiten, und ich möchte dazu beitragen, dass das Bankensystem sich bessert und Verstöße verhindert werden können. Mir ist es wichtig, dass das, was ich in meinem Beruf tue, einen Sinn hat. Da ich den Eindruck habe, dass Banken schon länger nicht mehr tun, was sie tun sollen, möchte ich als Bankenprüfer mein Bestes tun, um schlimmste Auswüchse und Regelverstöße feststellen zu können. Das hilft auch, dem Steuerzahler Geld zu sparen. Dazu würde ich mir noch wünschen, dass Banken sich weniger mit sich selber befassen und kundenfreundlicher werden. Für meine Familie wünsche ich mir, dass wir bald wieder die Familie meiner Frau in Mexiko in aller Ruhe besuchen können.“

Patrick Kreutzer (50), Bankenprüfer

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Frieden, Freiheit und Gesundheit stehen an erster Stelle

„Frieden, Freiheit und Gesundheit stehen an erster Stelle, sie sind Voraussetzung für alles. Meinen Kindern, Schwiegerkindern und meiner Enkeltochter wünsche ich Glück und Freude auf ihren Wegen. Und ich selbst gehe hoffentlich viele weitere spannende Fotografieprojekte an, kann den geplanten Bildband „Antarktis“ umsetzen, habe genügend Zeit zum Laufen und mache Fortschritte beim Klettern. Das wird wieder ein straffes Programm 2018, auf das ich mich sehr freue!“

Petra Born, Fotografin

(Foto: www.berthold-walheim-photographie.de)

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Die Schulsituation muss sich bessern

„Für 2018 würde ich mir wünschen, dass sich die Situation der Schüler in FFM bessert. Das heißt, es sollte mehr Schulplätze in Wohnortnähe der Schüler geben, einen besseren Zustand der Schulen und mehr Verlässlichkeit auf genug Lehrer. Für den Riedberg an sich wünsche ich mir, dass die Kommunikation mit dem Dezernat wieder aktiver wird. So wurde unser frühzeitiger Hinweis um mehr Räume für die Ganztagsbetreuung sowie Garderoben und Toiletten nicht erhört. Auch würde ich mir wünschen, dass man für eine Ganztagsschule dieser Dimension nicht auf auslaufende Reinigungsverträge warten muss, sondern einfach mal unbürokratisch und schnell entschieden wird, dies zu ändern. Und zu guter Letzt wünsche ich mir, dass für die Marie-Curie-Schule endlich Bezug auf eine Außenstelle eingelenkt wird, da im Sommer 2018 die Schülerzahl der Marie-Curie-Schule auf 600 Schüler steigen wird.“

Barbara Günther, Elternbeiratsvorsitzende der Marie-Curie-Schule

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Wer will sich kulturell engagieren?

Die Liste der Wünsche ist ellenlang. Darunter befinden sich Wünsche, deren Erfüllung einem eher schaden würden (ein „Tischlein deck dich“), Wünsche, deren Realisierung utopisch sind (Verständnis für das Wesen der Frau, Autobahnen nach Amerika,…), Wünsche die man selbst noch nicht kennt, und dann noch die Wünsche, über die man redet … Langjährige Klassiker bei mir sind: Erfolg beim Abnehmen, Fitness ohne Sport und mehr Zeit für die privaten Hobbys.

Aber da gibt es noch ein paar Wünsche, wo es nicht nur um mich geht. Dazu gehören: Menschen zu finden, die Freude daran haben, sich kulturell für den Riedberg zu engagieren (Anlaufstelle Culture Club Riedberg e.V.). Der Wunsch, dass sich hier am Riedberg als Ersatz für den Temma wieder ein Naturkostladen etabliert, und, dass die Politik Lösungen für das Thema Unterversorgung mit Kindergarten- und Schulplätzen im Bereich Kalbach-Riedberg erarbeitet. Von daher freue ich mich auf das Jahr 2018, um miterleben zu können, wenn sich vielleicht der eine oder andere Wunsch von mir tatsächlich erfüllt!

Andreas Woitun, Culture Club Riedberg e. V. 

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Eine Tischtennis-Abteilung in einem Riedberger Verein

„Eine Tischtennis-Abteilung in einem Verein hier auf dem Riedberg würde ich mir wünschen. Wir konnten in den vier Riedberger Schulen bereits unfassbar viele Kinder für Tischtennis begeistern, doch es gibt derzeit für sie noch keine Möglichkeit, hier in einem Verein zu spielen und zu trainieren. Im allgemeinen wünsche ich mir, dass die Menschen freundlicher miteinander umgehen und hilfsbereiter sind. Dann würde es uns allen besser gehen.“

Wieland Speer, Tischtennis-Diplomtrainer

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Wir wünschen uns einen Zuschuss der Stadt

„Für 2018 wünschen wir uns, dass wir als Familienzentrum einen definitiven Zuschuss von der Stadt bekommen. Den Antrag dafür haben wir bereits 2016 gestellt. Natürlich freuen wir uns immer noch sehr über die neuen Räumlichkeiten hier in der Graf-von-Stauffenberg-Allee, wo wir unser Konzept besser umsetzen können als in der räumlichen Enge des Jugendhauses. Prima wäre auch ein florierendes Café mit vielen Besuchern und mehr Interesse für besondere Angebote wie Bollywood-Tanz, unseren Diabolo-Kurs oder das Repair-Café. Natürlich wünschen wir uns auch supertolle Ferienspiele im Sommer und tolles Wetter. Zum ersten Mal sind die Ferienspiele auch ein inklusives Angebot, was uns sehr freut.“

Anja Hohmann (49) und Harriet Papastefanou (53), Familienzentrum Billabong e. V.

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Es gibt auch Bewohner, die sich endlich die Sportplatz-Erweiterung, mehr Angebot für Senioren oder eine gemütliche Kneipe am Riedberg wünschen – nur in der Hektik des Alltags keine Zeit für ein Statement hatten. Umso mehr möchten wir allen herzlich danken, die bei der MAINRiedberg-Umfrage mitgemacht haben!

Interviews: Leticia Kreutzer & Claudia Detsch

Fotos: cd &  www.berthold-walheim-photographie.de

Neue Ausstellung im Bettinahof

Eine wunderbare Ausstellung – offen für alle interessieren Menschen im Stadtteil. Vergangene Woche war Vernissage für ein ungewöhnliches Projekt der Betreuungs-Einrichtung Bettinahof mit der Freien Kunstakademie Frankfurt. Die Künstlerinnen Solveig Kulas, Gabriella Lipkau und Manuela Otto stellen bis Ende April ihre Bilder im Erdgeschoss aus. „Wir freuen uns sehr auf die Vernissage. Die Bewohner waren von den ersten beiden Ausstellungen sehr begeistert und freuen sich auf die neuen Bilder“, erklärt Alexandra Leidig vom Sozialdienst des Hauses.

Sind Sie neugierig geworden? Hier einige Informationen über die Künstlerinnen:

Gabriella Lipkau

…sucht ihre Themen in ihrem direkten Umfeld. Sei es der Blick aus dem Fenster, eine Reiseimpression, ein Ausschnitt zwischen Tür und Angel, oder das Beobachten von Kollegen bei der Arbeit. Wichtiger als das Thema ist ihr die Frage nach der Farbsetzung. Wo das Licht, wo der Schatten, wie stehen die Farben zueinander? Das Ergebnis hat nicht den Anspruch, eine Repräsentation der Wirklichkeit zu sein, ganz im Gegenteil, es entwickeln sich eigene Orte oder Räume.

Solveig Kulas

Nach dem Ende meiner beruflichen Laufbahn beschäftige ich mich seit einigen Jahren mit Fotografie. Ich bin Autodidaktin und bilde mich intensiv durch verschiedene Workshops weiter. Besonders der Charme verblühter Blüten zieht mich immer wieder in ihren Bann. Daneben experimentiere ich gern und widme mich der abstrakten und malerischen Fotografie. Beim Druck der Fotos arbeite ich mit externen professionellen Dienstleistern zusammen, um meine Ansprüche an ästhetisch schöne Bilder realisieren zu können.

Die Webseite der Künstlerin lautet www.kulas-fotografie.de

Manuela Otto

Die Malerin lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Sie besucht seit 2015 intensiv Kurse an der Freien Kunstakademie Frankfurt. In ihren Bildern setzt sie sich mit Licht (und Schatten), Farbe und Abstraktion auseinander. Sie malt Räume und Orte, in denen Menschen ihre Spuren hinterließen. Dann richtet sich der Blick auf die scheinbar leeren Räume. Die Webseite der Künstlerin lautet errorproperties.com

Was ist die Freie Kunstakademie Frankfurt?

Die Freie Kunstakademie Frankfurt  besteht seit nunmehr fünf Jahren und steht für den Dialog zwischen Künstlern und Laien aller Altersstufen, Anfänger wie Fortgeschrittene.

Claudia Himmelreich, Leiterin der Akademie, erklärt: „Das Besondere der FKaF ist das Spektrum und die Qualität der Dozenten, die den Unterricht prägen. Die Künstlerinnen und Künstler, die bei uns unterrichten, haben an Kunsthochschulen wie der Städelschule, der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, der Kunstakademie Düsseldorf, München oder Dresden studiert und sind mit ihren Werken in Museen und Ausstellungen präsent.“ Jeder der lehrenden Dozenten habe einen „eigenen Schatz an Fähigkeiten“, an dem sich die Teilnehmenden bilden und entwickeln können. 

www.fkaf.de

Die Ausstellung im Haus der Betreuung und Pflege Bettinahof, Altenhöferallee 74-78, ist täglich von  8 Uhr bis 16 Uhr bis Ende April zu besichtigen. Der Stadtteil ist herzlich dazu eingeladen.

Auch diese Impressionen sind bis Ende April im Bettinahof zu sehen

(Bilder: Solveig Kulas/ Manuela Otto/ Freie Kunstakademie Frankfurt)

Mehr Polizei und Sicherheit

Jetzt ist das neue Polizeirevier für den Frankfurter Norden nur noch wenige hundert Meter vom Riedberg entfernt: Nachdem bereits am 20. November 2017 der Umzug ins Mertonviertel stattgefunden hatte, wurde nun gestern das große 14. Polizeirevier durch den Hessischen Staatsminister des Inneren, Peter Beuth, offiziell eröffnet. Die Adresse ist Marie-Curie-Straße 32. Schon vorab bei einem Besuch im Ortsbeirat sprachen Claudia Rogalski, Leiterin der Polizeidirektion Nord, und Revierleiter Thomas Schulze davon, dass sie selbst im Norden wohnen und sich sehr freuen, hier arbeiten zu können. Es ist ein „sehr modernes Gebäude, barrierefrei und technisch auf dem neuesten Stand“, das die Polizei langfristig gemietet und mit großem Planungsaufwand umgebaut hat. Polizeipräsident Gerhard Bereswill hatte erklärt, dass durch das neue Revier „die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger im Norden Frankfurts spürbar erhöht“ wird.

Denn ein wichtiger Punkt ist die Erhöhung der Polizeipräsenz auf der Straße, und die damit verbesserte Ansprechbarkeit in den nördlichen Stadtteilen. Waren bislang drei Streifen verfügbar, werden es nun vier Streifen sein. Mit einer weiteren Personalverstärkung im Februar werden regelmäßig fünf Streifen angestrebt. Hierdurch soll eine größere Nähe zu den Menschen im Zuständigkeitsbereich erreicht werden.

Ermittlungsgruppe für Mehrfach- und Intensivtäter

Denn es wurden das „frühere“ 14. Revier, das bisher für Heddernheim, Nordweststadt, Niederursel, Praunheim, Mertonviertel und Riedberg zuständig war, mit dem für Bonames, Berkersheim, Frankfurter Berg, Harheim, Kalbach, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach zuständigen 15. Revier zusammengelegt. So hat auch das Kuriosum ein Ende, dass die Häuser im Altkönigblick östlich der Altenhöferallee bisher polizeiintern zu Kalbach und damit zu einem anderen Revier als der Rest des Riedbergs zählten.

Ein weiterer Vorteil liegt in der räumlichen Zusammenführung mit der Direktionsleitung, der Führungsgruppe der Direktion, der Operativen Einheit Nord sowie der Ermittlungsgruppe Mehrfach-/Intensivtäter Nord, die bisher außerhalb ihres eigentlichen Zuständigkeitsbereiches im zentralen Polizeipräsidium untergebracht waren.

Verbesserungen für Organisation und Einsätze

Unter den Gästen am Donnerstag befanden sich auch zahlreiche Vertreter aus Landes- und Stadtpolitik und nahestehender Behörden wie etwa aus dem Landespolizeipräsidium und dem Hessischen Landeskriminalamt.

In seiner Ansprache wies der Hessische Innenminister auf die zahlreichen Vorteile der neuen Liegenschaft hin. So steht den Bediensteten nicht nur mehr Fläche zur Verfügung. Es ist nun auch eine Verbesserung in organisatorischer und einsatztaktischer Hinsicht zu erwarten, da die einzelnen Dienststellen praktisch Tür an Tür untergebracht sind. Durch eben diese Zusammenführung in einem modernen Gebäude war dann auch die Schließung von drei grundsätzlich sanierungsbedürftigen Liegenschaften, dem alten 14. und 15. Polizeirevier sowie des Polizeipostens Bonames, möglich. Dies soll auch zu einer größeren Berufszufriedenheit führen.

So präsentiert sich das Revier den Bürgern

Den Bürgerinnen und Bürgern, die das neue Gebäude betreten, zeigt sich die Wache als Kernstück des neuen Reviers. Großzügig konzipiert und auch den polizeilichen Arbeitsbedingungen entsprechend. Bereits jetzt sei festzustellen, dass die Arbeitszufriedenheit auch tatsächlich gestiegen ist, heißt es. Von Beginn der Planungsarbeiten Ende 2015 bis zum regulären Dienstbetrieb im November 2017 vergingen knapp zwei Jahre. Den neuen Nutzern steht nun eine angemietete Fläche von 7.533 Quadratmetern zur Verfügung, wovon 840 qm auf Pkw-Stellplätze entfallen.

Mehr Sicherheit auch am Riedberg

Für die Bewohner des Riedbergs wird sicher nicht unwichtig sein, dass der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill schon Ende letzten Jahres erklärte: Er freut sich, dass mit dem neuen Standort nun auch der optimalen polizeilichen Betreuung des neuen, schnell wachsenden Stadtteils Riedberg Rechnung getragen wird.

Erreichbar ist das neue 14. Revier in der Marie-Curie-Straße (Mertonviertel) unter der Telefonnummer 069/ 75511400 oder per E-Mail: 14.Polizeirevier.PPFFM@polizei.hessen.de

(Informationen: Polizei Frankfurt/ Fotos: Polizei Frankfurt/ cd)

Endlich Tempo 30 am Sportplatz

Mehr Sicherheit vor der Sportanlage in der Altenhöferallee: Es wurde schon lange von Eltern, Vereinsvertretern und auch dem Ortsbeirat gefordert – jetzt ist es Realität. Rechtzeitig zum Trainingsauftakt nach der Winterpause hat die Stadt Frankfurt eine Tempo-30-Zone am Sportplatz eingerichtet. Diese umfasst einen Bereich von hundert Metern und damit auch die beiden Bushaltestellen sowie die Ein- und Ausfahrt zur Sportanlage. So können nicht nur Sportler und damit auch viele Kinder besser geschützt werden, sondern auch alle, die hier die Busse nutzen. Hinzu kommt, dass die neue Verkehrsregelung (hoffentlich) bewirkt, dass Autofahrer bei der Einfahrt in den Stadtteil schneller das Tempo reduzieren als bisher.

Olaf Emmerich schreibt auf der Homepage des SC Riedberg: „Unser Dank gilt allen, die sich hierfür eingesetzt haben – Ortsbeirat, Parteien und Vorstand.“

Die Tempo-30-Zone gilt ab sofort auf einem Abschnitt von 100 Metern im Bereich der Ein- und Ausfahrt zur Sportanlage und den beiden Bushaltestellen 

(Fotos: cd)

„Ich habe einen Spender“

Ihr Schicksal bewegt viele Menschen, auch weit jenseits unseres Stadtteils. Anfang Januar haben wir über eine dreifache Mutter berichtet, die Ende Oktober erfahren musste, dass sie Leukämie hat. Claudia (42) schrieb auf Facebook und in einem Link zu einem Video der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS)„Mein einziger, jedoch wichtigster Vorsatz für 2018 ist, zu LEBEN!“ Sie appellierte auch an die Menschen „da draußen“, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Um ihr und anderen Krebspatienten eine Chance auf Leben zu geben. Jetzt lautet die erste, gute Nachricht: „Ich habe einen Spender.“

Der Online-Aufruf hat viele Riedberger erreicht, der passende Spender wurde in Claudias Fall aber in Israel gefunden. „Er hat sich bereit erklärt, mir ein neues Leben zu schenken.“ Der Spender hat bereits alle Untersuchungen bestanden, sein Einverständnis gegeben und ist nun für sie reserviert. Das bedeutet konkret: Zunächst werden Leukämiepatienten wie Claudia mit Hilfe einer hochdosierten Chemotherapie so intensiv behandelt, dass das gesamtes Knochenmark und im Idealfall auch alle erkrankten Zellen zerstört werden. Anschließend werden ihr gesundes Knochenmark oder gesunde Stammzellen von dem geeigneten Spender wie bei einer Bluttransfusion in die Vene übertragen. Diese siedeln sich in den Knochen an und sollen neue funktionstüchtige Blutzellen bilden. In der Regel dauert es durchschnittlich drei Wochen, bis das fremde Knochenmark angewachsen ist und sich die Blutwerte erholt haben.

Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland nach Angaben der Deutschen Knochenmarkspenderdatei ein Mensch neu an Leukämie. Weltweit hoffen Tausende auf einen passenden Stammzellspender.

Wenn die Transplantation erfolgreich ist, kann man dauerhaft geheilt sein. Das wünschen wir Dir von Herzen, liebe Claudia!

(Informationen: Deutsche Krebsgesellschaft/ Foto: privat)