Kategorie: Aktueller Artikel

Extrem-Sommer bald jedes zweite oder dritte Jahr?

Angesichts der extremen Dürre dieses Sommers in Deutschland und anderen Ländern der Nordhalbkugel fragen sich vielen Menschen, ob diese Phänomene bereits Auswirkung des menschengemachten Klimawandels sind und mit welchen Extremwetter-Ereignissen in Zukunft noch zu rechnen ist. Joachim Curtius, Professor für experimentelle Erforschung der Atmosphäre am Campus Riedberg der Goethe-Universität, beschäftigt sich unter anderem mit dem Thema Wolkenbildung und warnt: „Solche extremen Bedingungen könnten ab der der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts sogar jedes zweite oder dritte Jahr auftreten, weil sich einerseits die Häufigkeitsverteilung als Ganzes hin zu wärmeren Temperaturen verschiebt, aber auch weil sich die Breite der Verteilung vergrößert und damit die extremen Hitzeereignisse noch zusätzlich zunehmen.“

Für Curtius und die meisten seiner Forschungskollegen steht außerdem fest, dass menschengemachte Auswirkungen einen wesentlichen Effekt auf das gegenwärtige Klima haben. „Die Situation ist bei uns ähnlich wie im Sommer 2003, der für West- und Mitteleuropa bereits als Jahrhundert- oder gar Jahrtausendsommer galt. Und bereits nach 2003 haben die Klimaforscher darauf hingewiesen, dass solche Sommer im vom Menschen beeinflussten Klima deutlich häufiger auftreten würden und dadurch immer neue Höchstwerte zu erwarten seien“, erklärt Curtius.

Atmosphärenforscher Joachim Curtius warnt vor deutlich mehr „Jahrhundertsommern“ ab 2050 Foto: Goethe-Universität / Uwe Dettmar

Inzwischen mache die Forschung auch Fortschritte darin, die natürlichen von den vom Menschen verursachten Effekten zu separieren, so Curtius: „In der Klimaforschung zu den Extremwetterereignissen gibt es die neue Forschungsrichtung der „attribution science“, die in den vergangenen Jahren riesige Fortschritte gemacht hat. Sie erlaubt es inzwischen, dass wir in Modellrechnungen vergleichen können, wie wahrscheinlich ein bestimmtes Wetterextrem in einer Region ist, einerseits im aktuellen, vom Menschen veränderten Klima und andererseits in einem Klima ohne zusätzliche Treibhausgase.“

Der renommierte Atmosphärenforscher sorgt sich jedoch nicht nur um die zunehmende Erderwärmung, sondern auch die Folgen auf die heimische Pflanzenwelt: An einzelne Trocken- oder Hitzeperioden seien die meisten Pflanzen bei uns durchaus angepasst und erholten sich längerfristig wieder. „Aber eine deutliche Häufung solcher Extremereignisse führt sicherlich auch zu dauerhaften Schäden bei vielen heimischen Pflanzenarten. Es gibt bereits umfassende Untersuchungen, welche Baumarten angepflanzt werden sollen, damit die Wälder bei uns auch in Zukunft mit längeren Phasen von Trockenstress und abnehmender Bodenfeuchte im Sommer zurechtkommen.“ Jedoch sei die Abschätzung, welche Pflanzen nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig für einen Standort passend seien, sehr schwer, „weil sehr viele weitere Faktoren eine Rolle spielen und die Bäume ja für Jahrzehnte bis Jahrhunderte mit ihrem Standort klarkommen müssen. In dieser Zeit können sich die Bedingungen stark verändern. Die Einzelheiten solcher Entwicklungen können wir nicht vorhersehen.“

Text: Goethe-Universität Frankfurt

Foto unten: Goethe-Universität / Uwe Dettmar

Foto oben: Archiv

Hat die alte Turnhalle eine Zukunft?

Diese – zugeben schon in die Jahre gekommene – Halle am Grubweg ist aus dem Kalbacher Vereinsleben eigentlich nicht mehr wegzudenken. Für Riedberger Gruppen und Vereine inzwischen übrigens auch nicht mehr. Umso größer war das Erstaunen bis Erschrecken, als vor den Ferien bekannt wurde, dass Anfang Juni der Mietvertrag bei der Stadt zum Jahresende gekündigt worden war. Dies erfolgte durch die Vorsitzende der Kalbacher Vereine und Gruppierungen, Gisela Stamm – angeblich ohne einen Beschluss des Vorstandes und der Mitglieder der Vereine. „Wir wussten definitiv von nichts““, bestätigt eine der Vereinsvorstände dem Stadtteilmagazin MAINRiedberg. Und Gaby Nagel, die Vorsitzende des Riedberger SV betont: „Unser Interesse am Erhalt haben wir mehrfach gegenüber dem Ortsbeirat und der Presse kundgetan.“

„Unser Stadtteil braucht so etwas“

Gaby Nagel weiter: „Unser Stadtteil braucht so etwas. Wenn die alte Turnhalle erst mal weg ist, wird vermutlich nie mehr etwas für Versammlungsräume und Sport-und Kulturangebote nachkommen. Denn ein Bürgerhaus oder ähnliches wird sicherlich mangels Geld nie kommen.“ Alleine neun Gruppen des RSV trainieren dort neun Monate im Jahr und drei Gruppen ganzjährig. Würde die Halle erhalten bleiben, könne man noch viel mehr anbieten. Das gilt auch in puncto Kulturangeboten anderer Gruppierungen. Privatpersonen könnte die Halle ebenso zur Verfügung gestellt werden.

Die alte Turnhalle in Kalbach ist dringend sanierungsbedürftig

Fakt ist aber auch: Die in den 20er Jahren gebaute Halle ist marode und sanierungsbedürftig. Das Amt für Bau und Immobilien ist schon länger damit beauftragt, eine Bestandsaufnahme zu erstellen, um den Sanierungsbedarf zu überblicken. Im Klartext: Es geht auch darum, ob sich eine Sanierung überhaupt noch lohnen würde.

Ist eine neue Halle theoretisch möglich?

Dieser Überblick über die Sanierungskosten steht noch aus. Der Ortsbeirat hat bereits diesbezüglich nachgefragt. In der nächsten Sitzung am Freitag bringen außerdem drei Fraktionen (FDP, Grüne, SPD) einen Antrag zur alten Turnhalle ein. Sie wollen den Magistrat bitten, auch im Falle der Neuerrichtung „eines für vergleichbare Nutzungen vorgesehenen Gebäudes an gleicher Stelle“ so eine Halle weiterhin geeigneten Institutionen und Vereinen in Eigenregie zu übertragen. Eine solche neue Halle könnte „Ausgleich für ein in den Stadtteilen Kalbach-Riedberg fehlendes Bürgerhaus“ sein.

Dabei müsste nach Meinung der Antragsteller auch ein Mietvertrag auf eine neue Basis gestellt werden. Denn die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass alleine aus den Mieteinnahmen der Halle umfangreiche Instandhaltungs-Maßnahmen nicht zu stemmen sind.

Die Kündigung gilt zum Jahresende. Zeit und Sanierungsbedarf drängen. Auch Vereinsvertreter haben sich für den Ortsbeirat angesagt.

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Die nächste Ortsbeiratssitzung findet heute um 20 Uhr in der Grundschule Riedberg, Zur Kalbacher Höhe 15, statt. Die Sitzung ist öffentlich.

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Fotos: MAINRiedberg

Altkleider sammeln für den SC Riedberg

Haben Sie noch Hosen, T-Shirts und sonstige Kleidungsstücke zuhause, die Sie schon längst nicht mehr tragen? Dann könnten Sie diese sammeln – und der Umwelt und gleichzeitig dem SC Riedberg etwas Gutes tun. Denn am Mittwoch, also am 1. August, startet in ganz Frankfurt der FES-Vereinswettbewerb „Altkleidersammlung“ an 29 Standorten. Der Verein, der bis Ende September die meisten Altkleider sammelt, gewinnt 5000 Euro. Platz 2 bekommt 3000 Euro und 2000 Euro gehen an Platz 3. Der blaue Sammelcontainer steht bereits am Parkplatz des Vereins an der Altenhöferallee.

Die FES (Frankfurter Entsorgungs- und Servicegesellschaft) hatte den Wettbewerb im Frühjahr ausgeschrieben und  „wir hatten uns darauf beworben und sind nun einer der 29 Vereine, die mitmachen dürfen“, erklärt man nicht ohne Stolz. SCR-Sprecher Olaf Emmerich weiter: „Ich finde es eine tolle Aktion der FES, ganz unabhängig von Wettbewerb und Preisen.“ Hinzu komme, dass – gefühlt – ohnehin nicht genügend Altkleidercontainer auf dem Riedberg stehen. „Auch wenn es als Vereinswettbewerb ausgeschrieben ist und wir mit unseren über 1000 Mitgliedern sicherlich ein enormes „Potential“ für das Einsammeln stellen, so soll das allen Riedberger/innen die Möglichkeit bieten, aussortierte Klamotten gezielt und guten Gewissens zu entsorgen.“

Die Aktion soll einen Beitrag für Nachhaltigkeit, Recyclingquote und Sauberkeit leisten. Die FES ist zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb und garantiert eine ordnungsgemäße Verwertung der gesammelten Altkleider.

Die wichtigsten Infos zur Sammelaktion

Benötigt werden Kleidung, Schuhe, Bettwäsche und auch Tischwäsche. Alles in Tüten packen, zur Anlage bringen und dort die Aufkleber mit der Vereinsnummer des SCR (29) anbringen. Wichtig: Ohne die Aufkleber können die Tüten nicht zugeordnet werden.

Die Aktion startet ab 1. August. Erst dann sollten Tüten eingeworfen werden (der Container wird vorher nochmals geleert, damit ab Aktionsstart korrekt gezählt werden kann). Aufkleber und Tüten sind ab Mittwoch am Container zu finden. Auch auf der Sportanlage am Büro können dann Tüten/Aufkleber abgeholt werden

Zum Hintergrund der Aktion: In Deutschland werden jährlich 2,2 Millionen Tonnen Kleidungsstücke und andere Textilien gekauft, das entspricht rund 27 Kilogramm pro Einwohner. Pro Jahr sortieren deutsche Haushalte etwa 750.000 Tonnen Textilien aus.

Ein großer Teil der Alttextilien wird durch gemeinnützige Organisationen gesammelt. Aber auch zahlreiche unseriöse Sammler tummeln sich auf dem Markt. Um das Geschäft mit Altkleidern transparenter zu machen und die Sauberkeit in der Stadt Frankfurt zu verbessern, bietet die FES eine zusätzliche Sammelmöglichkeit an, die nicht zur karitativen Sammlung in Konkurrenz steht.

Dafür könnte ein Gewinn verwendet werden.

Für den Fall, dass der SCR einen Preis gewinnt, würde dieses Geld unter anderem in „Give-Aways“ investiert, wie Sportbeutel oder T-Shirts, die dann im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen wie dem IG Sommerfest verteilt werden könnten.

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Infos der FES gibt es hier: https://www.fes-vereinswettbewerb.de/

Foto: FES/ MAINRiedberg

 

„Ladies Night“ zum Jubiläum

Dieses Konzert-Highlight ist ein Grund, sich auch auf die Zeit nach den Sommerferien zu freuen:  Seit nun zehn Jahren holt „Kultur in der Aula“ tolle Musiker zu uns an den Riedberg – und dieses Jubiläum wird am 7. September mit einer Ladies Night  mit den Singer/Songwriterinnen Jacky Bastek, Lucid und Natascha Leonie gefeiert. Die Künstlerinnen kommen aus London, Berlin und Frankfurt

Natascha Leonie (London) veröffentlichte vor einiger Zeit mit „Forget Humble“ ihr Debütalbum. Sie tauchte dabei in ganz verschiedene Genres ein – von Folk über Country und Indie Pop bis Electronica. Jetzt kommt die Sängerin, Gitarristin und Pianistin nach einer längeren Schaffenspause mit neuen Stücken zurück auf die Bühne.

Claudia Fink ist „Lucid“ und lebt in Berlin. Lucids Talent für Melodien, die selbst melancholischen Momenten noch eine eigene Eleganz abgewinnen, prägt intensive Balladen und leichtfüßigere Songs. Mal eingängig, mal hymnisch, mal verträumt begeisterte sie bereits das Publikum von Suzanne Vega, My Brightest Diamond u.a.  Simone White oder Joshua Radin, mit denen sie sich bereits die Bühne teilte.

Jacky Bastek tritt mit ihrer Gitarre auf. Sie spielte ihre ersten Liveshows in 2014. Ihr aktuelles YouTube-Video „No Exit“ brachte ihr bislang über 3 Millionen Aufrufe ein. Sie trat in Deutschland, England, Schweden und der Tschechischen Republik auf und das Team von Kultur in der Aula freut sich, sie jetzt bei „Kultur in der Aula“ in Frankfurt-Riedberg begrüßen zu dürfen.

Karten an der Abendkasse kosten 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Im Vorverkauf jeweils zwei Euro weniger. Und jetzt noch ein großes Dankeschön an Veranstalter „Kultur am Riedberg“: Wir konnten wieder 3 x 2 Gratis-Tickets für dieses Konzert-Highlight verlosen. Eine Mail an mail@main-riedberg.de genügteDie ersten drei Einsender haben die Karten gewonnen und sind bereits verständigt. Herzlichen Glückwunsch!

Datum: Freitag, 7. September 2018 um 20 Uhr
Veranstaltungsort: Aula der Riedbergschule
Zur Kalbacher Höhe 15
Eintritt: AK 14 € (ermäßigt 12 €) VVK 12 € (erm. 10 €)

Vorbestellungen per E-Mail an: info@josua-gemeinde.net
oder telefonisch: 069 – 57 00 32 49

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Flyer & Informationen: Kultur in der Aula

Gut in Frankfurt gelandet?

Für alle, die sich bald zuhause, schon zuhause oder immer schon zuhause hier in Frankfurt fühlen, hat das MAINRiedberg-Team zwei Lese-Tipps. Perfekt für freie Stunden und die Sommerferien, die endlich immer näherrücken. Aktuell liegt die erste Frankfurt-Ausgabe des ZEITmagazins der Wochenzeitung im Rhein-Main-Gebiet bei. In der Titelgeschichte erzählen 34 Menschen unter dem Motto „Gut Gelandet“, wie und wann sie in Frankfurt ankamen und warum sie geblieben sind – unter ihnen Hannelore Elsner, Kevin-Prince Boateng, Daniel Cohn-Bendit und Bodo Kirchhoff. Neu ist auch das Buch „Frankfurt für Anfänger“ des früheren FR-Lokalchefs Matthias Arning, das in der Edition Frankfurter Ansichten erschienen ist. Ein Blick gefällig?

Wo Alex Meier neben Goethe und Sabrina Setlur steht

Ums kurz zu machen: Zumindest meine Kinder hatten wenig Zeit für Cover und Titelgeschichte des Frankfurt-Magazins der Zeit. Da zählte vor allem die Bildstrecke mittendrin mit Frankfurter Ikonen von Alex Meier bis hin zu Sabrina Setlur. Goethe, Petra Roth, Marcel Reich-Ranicki, Onkel Otto und Josef Ackermann nicht zu vergessen. Heiteres Promi- und Beruferaten ist hier möglich, die Auflösung gibt’s dann auf der Rückseite. Auf weiteren Seiten verrät Anna von Münchhausen, Textchefin der ZEIT und seit 2001 in Frankfurt, in ihrer Kolumne „The Secrets Of Frankfurt“ Geheimnisse der Stadt. Es folgt eine „Ode an die schönsten Bäume am Main“. Der Frankfurter Rechtsmediziner Marcel A. Verhoff berichtet aber auch, warum so viele Morde in der Stadt unaufgeklärt bleiben.

„Mein Blick auf die Stadt hat sich im Laufe der Jahre verändert, aber auf gewisse Art bleibt man das Kind, das staunend durch die erste große Stadt des eigenen Lebens läuft und sie immer wieder neu entdeckt“, erzählt Christoph Amend, Chefredakteur des ZEITmagazins, selbst in Hessen geboren und aufgewachsen. Die dritte Stadtausgabe nach Hamburg und München soll deshalb kein Heft über Frankfurt, sondern ein Magazin für Frankfurterinnen und Frankfurter sein.

Der Riedberger Fleischautomat hat’s ins Buch geschafft!

„Frankfurt für Anfänger“ heißt das neue Buch des früheren FR-Lokalchefs Matthias Arning. Es soll eine Handreichung für Ankommende, neue Frankfurter und solche sein, die es werden wollen. Eine Liebeserklärung an eine Stadt und ein Leitfaden, um sich allmählich dem anzunähern, was dieses Frankfurt eigentlich ist und warum sich der Weg dorthin lohnt. Auch wenn sich die  Mär vom öden Ort hartnäckig hält. Autor Arning fordert die LeserInnen auf: „Bahnen Sie sich ihren ganz eigenen Weg durch dieses Buch, das sich Frankfurt aus allen Himmelsrichtungen annähert. Wer erst mal den Eisernen Steg überquert hat, ist schon mittendrin. Wie und wo Sie weiterlesen, entscheiden Sie. Ganz so, wie Sie wollen. Und etwa so, wie man in Frankfurt lebt.“

Man erfährt dabei natürlich auch: Es gibt durchaus Konventionen, denn zur Grünen Soße gehören nun mal sieben Kräuter und den Handkäs‘ isst man ohne Gabel. Aber Frankfurt ist stets ein Ort der Spontis gewesen, nichts für Dogmatiker. Man muss in dieser Stadt ankommen, Adorno einen Moment lang nachtrauern, am Fleischautomaten (bei uns!) im hohen Norden nachts einen Braten erwerben, in der Paulskirche die Demokratie retten und sich im Senckenberg-Museum die Verschiebungen der Erdplatten im Zusammenhang mit der Entstehung der Kontinente erklären lassen…

Neu erschienen ist auch das Buch „Frankfurt für Anfänger“ des früheren FR-Lokalchefs Matthias Arning

Weitere Informationen unter www.frankfurteransichten.net sowie www.zeit-verlagsgruppe.de

 

 

 

Beschwerden wegen Hundekot

Immer mehr Menschen fühlen sich am Riedberg zuhause. Indiz dafür ist auch, dass immer mehr Haustiere gehalten werden. Die Hinterlassenschaften von Hunden werden aber zunehmend zum Gesprächsthema und zum Ärgernis. Eine Mutter erzählt, dass ihre dreijährige Tochter schon zum wiederholten Mal in Hundekot getreten ist, unmittelbar neben einem Spielplatz. Aber auch auf den großen Wegen. Anwohner im Quartier Altkönigblick berichten, dass sich der noch relativ neue Ewald-Heinrich-von-Kleist-Platz mit dem hellen Gestein „in rasanter Geschwindigkeit zu einem Hundeklo entwickelt“. Eine Spaziergängerin beschreibt folgende Szene:  „Beim Drehscheiben-Spielplatz im Kätcheslachpark haben wir einen Hundebesitzer gesehen, der seelenruhig dastand, während sein Hund in die Senke unter dem Spielplatz gesch… hat.“ Als sie ihn darauf aufmerksam machte, sagte der Halter nur, dass in dem Matsch ohnehin kein Kind spielen würde. Die Spaziergängerin fassungslos: „Erstens spielen da garantiert Kinder und zweitens konnte ich es kaum glauben, dass dieser Mann auch noch meint, dass er im Recht ist und sein Hund das darf.“

Es drohen Bußgelder bis 150 Euro

Im Frankfurter Ordnungsamt sieht man das komplett anders. „Wir sind der Meinung, dass sich die Anzahl der Nichtwissenden doch sehr stark in Grenzen hält“, erklärt Michael Jenisch auf MAINRiedberg-Anfrage. „Gründe für die Verschmutzungen durch Hundekot sind Ignoranz, Bequemlichkeit und fehlendes Verantwortungsbewusstsein.“

Hundebesitzer müssen den Kot ihres Vierbeiners beseitigen, darüber werden sie auch beim Anmelden ihres Hundes informiert. Wer sich nicht daran hält, muss mit 90 Euro Regelgeldbuße plus 28,50 Euro Auslagen und Gebühren rechnen. In Grünanlagen wie hier am Riedberg kostet es 130 Euro Regelgeldbuße plus 28,50 Euro Auslagen und Gebühren. Spielplätze sind ohnehin tabu. Theoretisch. Denn die Stadtpolizei des Ordnungsamtes (siehe unten) kann nur aktiv werden, wenn Hund und Halter klar bestimmt werden können oder ein Zeuge Anzeige erstattet. In manchen Kommunen wird deshalb darüber diskutiert, ob man DNA-Tests für Hunde einführen soll. In Frankfurt ist das kein Thema. Die Auskunft des Ordnungsamtes: „Wir sehen diese Idee eher kritisch, da unrealisierbar und mit hohen Kosten- und Verwaltungsaufwand verbunden.“

Sind mehr Liegewiesen die Lösung?

Weil trotz aller eindeutigen Regelungen der Grünanlagensatzung Hunde frei herumlaufen und das Problem Hundekot zunimmt, möchte der Ortsbeirat Flächen in den Parks als Liegewiesen ausweisen. Dort sind Hunde verboten. Einem Antrag der Grünen wurde in der letzten Sitzung zugestimmt. Einer der Ortsbeiräte sieht das allerdings kritisch und sagt: „Die Hundekotverschmutzung wird sich so nicht lösen lassen.“ Die Sachlage sei klar, jeder Hundehalter muss den von seinem Hund verursachten Kot auch beseitigen. Es gibt zudem Beutelspender, die dafür genutzt werden können.

Wer zu diesem Thema Fragen hat, kann sich an die Stadtpolizei des Ordnungsamtes unter der Hotline 069/212-44044 wenden.

Fotos: MAINRiedberg/ Archiv

 

Fußball-Kabarett pünktlich zum WM-Start

Die Bundesligasaison ist gerade erst zu Ende. Pokalfinale und natürlich dann noch die WM stehen unmittelbar bevor. Was würde da besser passen, als ein Abend, wo’s (fast) nur um König Fußball geht? Denn Mitte Juni kommt Kabarettist Uwe Spinder zu uns auf den Riedberg, mit seinem neuen Programm „Da lacht der Fußball“. Es ist ein Kabarett-Special pünktlich zum WM-Auftakt.

Wer Spaß am Fußball hat und gerne lacht, der ist genau richtig bei Uwe Spinders neuem Programm. Nach über 600 Auftritten in der ganzen Republik frönt der Schwabe nun seiner größten Passion auch auf der Bühne und präsentiert die wunderbar kuriose Welt des runden Leders mit viel Humor und jeder Menge Pointen. Seine Mischung aus Kabarett und Comedy ist die vergnügliche Reise eines leidenschaftlichen Kenners durch das fußballkulturelle Geschehen mit all seinen bunten Facetten, die auch stets topaktuell angepasst als witzige Hommage an das Spiel aller Spiele daherkommt.

Anekdoten von der Kreisliga bis zum WM-Finale, Amüsantes von der Stadionwurst bis zu Ronaldo. Legendäre Kicker, launige Trainer, schwafelnde Reporter, absurde Entwicklungen, skurrile Nostalgie, lustige Fakten und Fundstücke, flankiert von herzerfrischend komischen Sprüchen und Weisheiten – der Fußball schreibt die schönsten Geschichten.

Uwe Spinder hat sich durch die Schatzkammer der Fußballkomik gedribbelt und garantiert für 90 Minuten plus Verlängerung beste Unterhaltung – nicht nur für Experten!

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern!

Karten an der Abendkasse kosten 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Im Vorverkauf jeweils zwei Euro weniger. Und jetzt noch ein großes Dankeschön an Veranstalter „Kultur am Riedberg“: Wir konnten wieder 3 x 2 Gratis-Tickets für diesen Kabarett-Abend verlosen. Eine Mail an mail@main-riedberg.de genügteDie ersten drei Einsender haben die Karten gewonnen und sind bereits verständigt. Herzlichen Glückwunsch!

Der Kabarett-Abend zur Fußball-WM findet am Donnerstag, 14. Juni, um 20 Uhr in der Riedbergschule, Zur Kalbacher Höhe 15, statt.

Info und Vorverkauf: info@josua-gemeinde.net und Telefon 069/ 57003249

Foto: Veranstalter/ Kultur am Riedberg

Schulplätze: Das sind die Pläne der Stadt

„Wir platzen aus allen Nähten“ – das war eine der alarmierenden Aussagen aus dem Offenen Brief, den Elternbeirat und Eltern der Marie-Curie-Schule Anfang April an die zuständigen Dezernate und Ämter der Stadt geschickt haben. Denn in die zweite Grundschule am Riedberg werden ab Sommer voraussichtlich mehr als 600 statt der rund 500 Schüler gehen, für die sie gebaut worden ist. Tendenz weiter deutlich steigend. Zumal die Bauarbeiten im Quartier Westflügel noch nicht beendet sind. Hinzu kommt aktuell, dass schon jetzt Klassenräume fehlen und die Pavillons für die neuen ersten Klassen nicht vor den Herbstferien fertig sind.

Die dritte Grundschule kommt definitiv

Jetzt kam die Antwort aus dem Bildungsdezernat und auch eine Antwort auf eine Anfrage eines Riedberger CDU-Stadtverordneten. Den Eltern schrieb Referentin Jetta Lüdecke im Namen von Dezernentin Sylvia Weber (SPD): „Wir teilen Ihre Auffassung, dass die pädagogisch hervorragende Arbeit der MCS unter diesen Schülerzahlen stark gefährdet ist und Abhilfe geschaffen werden muss, jenseits von Improvisation.“ Zudem ist man auch bei der Stadt inzwischen überzeugt, dass ein „dritter Grundschulstandort auf dem Riedberg ist unerlässlich“ ist und Teil der Fortschreibung des Schulentwicklungsplans in diesem Jahr sein muss. Die Grundschule Riedberg wird mittelfristig ebenfalls ihre Kapazitäten erweitern müssen.

Stadt will bis Herbst zusätzlich Räume anmieten

Wie aber will man die akuten Platz-Probleme im neuen Schuljahr lösen? Die Errichtung der Holzmodule liegt in der Verantwortung des Amtes unter Dezernent Jan Schneider (CDU). Da diese erst im März angewiesen wurden und erst nach den Herbstferien fertig werden, erwarten die Eltern schnelle Zwischenlösungen. Danach fragte auch Axel Leonhardt (CDU) im Stadtrat – und bekam als Antwort: „Derzeit erfolgt in Absprache mit der Schulgemeinde der Marie-Curie-Schule die Abstimmung zur Anmietung von zusätzlichen Räumlichkeiten in unmittelbarer Nähe der Schule.“ Mit diesen gemieteten Räumen soll die Zeit zwischen den Sommerferien und den Herbstferien überbrückt werden. Weitere Details sind noch nicht bekannt.

So soll eine zweite Essensausgabe geschaffen werden

Das Bildungsdezernat sagt den Eltern ebenfalls zu, dass die Essensausgabe verbessert wird. Denn der Platz reicht bereits jetzt bei weitem nicht. Die Kinder müssen zeitversetzt essen und die Küche ist ohnehin zu klein. Jetzt heißt es: Zur Verbesserung der Essenssituation erging aktuell ein Auftrag für eine zweite Essensausgabe. „Hierfür sind diverse bauliche Veränderungen im Flurbereich erforderlich, inklusive der Erweiterung von Sitzplätzen.“ Außerdem werden in der Küche Umbauten vorgenommen, damit hier mehr Essen produziert werden können.

Was sagen Elternbeirat und Eltern zu den Plänen? Der Vorstand erklärt gegenüber MAINRiedberg: „Es wird an einer Übergangslösung gearbeitet, die nicht ideal ist, aber gut für die wenigen Wochen.“

Dezernentin Sylvia Weber wird am 15. Juni um 19 Uhr in die Sitzung des Ortsbeirats 12 kommen und eine Gesamtlösung für Kita- und Schulplätze im Stadtteil vorstellen

Foto: MAINRiedberg

 

Das ist die Rennstrecke im Stadtteil

Weltstars, TeilnehmerInnen der verschiedenen Jedermann-Rennen und auch die Skater – sie alle fahren in diesem Jahr über den Riedberg. Im Detail heißt das: Die Fahrer kommen von der Rosa-Luxemburg-Straße und biegen erst in Riedberg-West in unseren Stadtteil ein. Dann geht’s unmittelbar an der neuen Gesamtschule (IGS) vorbei in die Carl-Hermann-Rudloff-Allee, von dort in die Riedbergallee, zum Riedbergzentrum und am Kreisel links in die Altenhöferallee stadtauswärts. In Kalbach führt die Strecke über das Industriegebiet und weiter Richtung Bad Homburg.

Die Durchfahrtszeiten stehen auch schon fest (siehe Grafik): Die Elite wird um 12.38 Uhr am Riedberg sein. Die Junioren werden um 12.56 Uhr erwartet und die U23-Fahrer bereits um 11.18 Uhr. Die Teilnehmer der Jedermann-Rennen über 105 Kilometer, 90 oder 50 Kilometer passieren zwischen 9.16 Uhr und 10.20 Uhr den Riedberg, die Skater ebenfalls. Es bleibt also richtig viel Zeit, allen zuzujubeln!

Sperrzeit der Strecke und damit der betroffenen Straßen am Riedberg ist von 9.10 Uhr bis 13 Uhr. 

Das sind die Durchfahrtszeiten der Sportler am Riedberg

Straßen gesperrt, S-Bahn und U-Bahn fahren

Für rund 6000 Radrennfahrer werden im gesamten Rhein-Main-Gebiet zahlreiche Straßen gesperrt. Start ist in Eschborn, das Ziel liegt in Frankfurt an der Alten Oper. Dort wird den ganzen Tag über ein buntes Rahmenprogramm geboten. Zieleinlauf der Profis ist am späten Nachmittag. Neben dem Autoverkehr sind zahlreiche Straßenbahn- und Buslinien von den Sperrungen betroffen.

RMV und traffiQ empfehlen, S-Bahnen und U-Bahnen zu nutzen. Denn die S-Bahnen verkehren ungehindert und nach Fahrplan, bei den U-Bahnen gibt es nur bei zwei Linien (U2 und U3) außerhalb Frankfurts Einschränkungen.

Erst Jubeln am Riedberg und dann zum Ziel – auch das ist problemlos möglich: Der Zielbereich an der Alten Oper ist gut mit S-Bahn und U-Bahn zu erreichen. Die S-Bahn-Station „Taunusanlage“, an der die Linien S1 bis S6, S8 und S9 halten, ist nur wenige Meter entfernt. Praktisch direkt unter der Ziellinie, an der Station „Alte Oper“, halten die U-Bahn-Linien U6 und U7. Die U-Bahn-Linien U4, U6 und U7 fahren mit zusätzlichen Wagen und bieten so mehr Platz als üblich. Die Linie U7 verkehrt, ebenso wie viele Straßenbahn- und Buslinien, bereits ab etwa 8 Uhr viertelstündlich statt nur alle 30 Minuten.

Aktuelle Fahrplanauskunft unter http://www.rmv.de oder über das RMV-Servicetelefon 069/24248024, das auch am 1. Mai rund um die Uhr zu erreichen ist. Dort sind alle im Vorhinein bekannten Sonderfahrpläne hinterlegt.

Informationen: Eschborn – Frankfurt. der Radklassiker / Stadt Frankfurt

Grafiken: Eschborn – Frankfurt. Der Radklassiker

Hat Frankfurt Potenzial zur Millionen-City?

Binnen der vergangenen zehn Jahre ist Frankfurt um über 100.000 Einwohner gewachsen. Jährlich kommen bis zu 15.000 weitere Neu-Frankfurter hinzu. Die Folge: Wohnraum wird knapp und vielerorts immer teurer. Doch eine stetig wachsende Stadt wie Frankfurt kann ihren Bedarf nach neuem Wohnraum nicht allein durch Nachverdichtung und Modernisierung bestehender Stadtviertel stillen. Bis die Bagger in einem Neubaugebiet rollen, vergehen jedoch meist Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte.

Um neuen Wohnraum zu schaffen und bestehende Flächen zu verdichten, wird das Frankfurter Stadtgebiet seit Jahren von hoch aufragenden Baukränen durchzogen. Ob im Ostend, in Sachenhausen, im Europaviertel, dem Lyoner Quartier in der früheren Bürostadt oder direkt am Römer: Stadtweit entstehen neue Eigentums- oder Mietwohnungen, die den Zustrom an neuen Einwohnern auffangen sollen. Doch immer mehr Menschen ziehen nach Frankfurt und stellen nicht zuletzt die Stadtverwaltung vor die Herausforderung, die planerischen Voraussetzungen für einen finanzierbaren wie auch attraktiven Wohnraum zu schaffen. Den handelnden Akteuren ist daher bewusst: Allein mit Nachverdichtung ist es nicht getan. Ohne die Ausweisung weiterer Neubaugebiete wird die Stadt schon bald aus allen Nähten platzen. Und hier kommt Martin Hunscher, seit 2014 Leiter des Frankfurter Stadtplanungsamtes, ins Spiel.

Der Leitende Baudirektor arbeitet seit fast 30 Jahren als Stadtplaner und ist seit 1991 in Frankfurt tätig. Hunscher war maßgeblich an der Planung und Realisierung der Wohnquartiere im Europaviertel und am Riedberg beteiligt. Kaum einer weiß so genau wie er, was passieren muss, bis ein Neubaugebiet von der ersten Skizze am Reißbrett in die städtebauliche Wirklichkeit überführt wird. Zeitgemäße Stadtplanung sei ein facettenreiches und herausforderndes Geschäft, das auch in ökologischer und sozialer Hinsicht immer anspruchsvoller werde, befindet der Chef des Stadtplanungsamtes.

Zehn Jahre Vorbereitung, zehn Jahre Bauzeit

Pauschal lasse sich nicht sagen, wie lange dieses bürokratische Vorspiel bei der Planung eines neuen Wohngebiets dauere. „Jedes Baugebiet ist anders gelagert“, sagt Martin Hunscher. Doch über den Daumen gepeilt sei mit zehn Jahren Vorbereitung und weiteren zehn Jahren Bauzeit zu rechnen. Beim Europaviertel und dem bereits zum Teil bebauten Henninger-Areal in Sachsenhausen sei es gelungen, die Planungen innerhalb von fünf Jahren abzuschließen, da hier keine Bodenordnung, also die Neuordnung der Grundstücke zu bebaubaren Parzellen, erforderlich war. Danach konnten bereits erste Bauarbeiten beginnen.

Auch Mark Gellert, Sprecher des Frankfurter Planungsdezernats, hat eine Reihe von größeren Bauvorhaben auf Frankfurter Gemarkung begleitet. „Zuerst erfolgt der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Im Planungsausschuss wird darüber beraten. Es folgt der Stadtverordnetenbeschluss. Nach Bürgerbeteiligung, Offenlegung und Satzungsbeschluss können Baugenehmigungen erteilt werden. Und erst dann rollen die Bagger“, zählt Gellert die planerischen Hürden auf, die jedes neue Baugebiet zu nehmen hat. „Über den Bebauungsplan wird die kommunale Planungshoheit gewährleistet“, erklärt Gellert. So könne die Stadt – ganz gleich ob Industrie- oder Wohngebiet – von vornherein vorgeben, auf welche Art, und zu welchem Zweck in Frankfurt gebaut wird. Die Vorgaben reichen von der Art der Nutzung, der Höhe der Gebäude über die Ausnutzung der Grundfläche bis zur infrastrukturellen Erschließung eines Neubaugebiets.

Das geplante Neubaugebiet in der Nähe des Riedbergs

Derzeit ist das geplante Neubaugebiet im Frankfurter Norden westlich von Praunheim und der Nordweststadt in aller Munde. Auf einem 550 Hektar großen Areal sollen hier zwischen 8.500 und 11.500 Wohnungen für bis zu 30.000 Menschen entstehen. „Am Ende fällt ein neuer Stadtteil nicht vom Himmel“, sagt Martin Hunscher. Er verweist auf das 2014 vom Magistrat in Auftrag gegebene und beinahe vollendete Integrierte Stadtentwicklungskonzept Frankfurt am Main 2030. In seinem Entwurf sind alle Wachstumspotenziale der Mainmetropole gebündelt. Das Konzept enthält sowohl gewerbliche Flächen als auch Wohnquartiere. Ferner werden die Anbindungen an das Verkehrsnetz, Umweltbelange und infrastrukturelle Voraussetzungen wie der Bedarf an Schulen oder Naherholungsflächen berücksichtigt.

„Wir haben das gesamte Stadtgebiet analysiert und im Schwerpunkt die ökologische, verkehrliche und siedlungsstrukturelle Verträglichkeit geprüft“, erläutert Hunscher. Ein solch umfassender Planungsansatz, der explizit frühzeitig auch Umweltaspekte berücksichtigt, sei vor einigen Jahren noch völlig undenkbar gewesen. „Unser Geschäft ist wesentlich anspruchsvoller und komplexer geworden. Die Ansprüche sind gestiegen und die Themen Klima, Umweltschutz und Gebäudetechnik sind in den letzten Jahren viel stärker in den Fokus gerückt.“ So kämen jedes Jahr neue Immissions-Schutz-Verordnungen hinzu, was dazu führe, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Begründungen zu den Bebauungsplänen längst nicht mehr aus wenigen Seiten bestünden, sondern so dick wie Telefonbücher seien. Doch die Mühe zahle sich aus: Lebensqualität, Verkehrsanbindung und ökologische Aspekte seien viel besser miteinander verzahnt als bei manch älteren städtebaulichen Großprojekt. Als negatives Gegenbeispiel führt der Leitende Baudirektor Neubauten an, die während der 80er-Jahre komplett ohne soziale Infrastruktur wie Kindergärten oder Schulen entstanden.

Text: Mirco Overländer/ Stadt Frankfurt

Foto: Christian Christes/ Stadt Frankfurt