Kategorie: Aktueller Artikel

U8 fährt nachts ohne Pause – bis Heddernheim

Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 können sich Nachtschwärmer auf eine Neuerung freuen: Erstmals gibt es auf den U-Bahnlinien U4 und U8 keine Betriebspause, beide fahren auf Teilabschnitten durch die Nacht.

Die Linie U4 wird von Dezember an in den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag sowie vor Feiertagen auf dem Abschnitt Seckbacher Landstraße und Bockenheimer Warte verkehren. „Unsere“ U8 fährt zwischen Südbahnhof und Heddernheim – und damit leider nicht bis zum Riedberg. Beide U-Bahnen fahren im 30-Minuten-Takt.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte zu dem Angebot: „Frankfurt ist eine pulsierende Großstadt mit einem attraktiven Nachtleben, das viele Menschen in den zwei Nächten des Wochenendes nutzen. Das wollen viele mit den öffentlichen Verkehrsmitteln tun und sollen es auch. Denn dann gibt es keine Parkplatzsorgen und das Thema ‚Alkohol am Steuer‘ erledigt sich auch von selbst. Die Nachfrage ist also da, jetzt wollen wir sie mit dem entsprechenden Angebot auch befriedigen.“

Der Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsbunds (RMV), Prof. Knut Ringat, führte aus: „Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember startet der Nachtverkehr auf den ersten S-Bahnen und Regionalbahnlinien. Dass in Frankfurt dieses Angebot um die U-Bahn ergänzt wird, freut uns sehr. Damit wächst unsere Region noch ein Stück weiter zusammen.“

„Wir haben uns für den Start des Angebots auf zwei U-Bahnlinien konzentriert, die die am stärksten nachgefragten Abschnitte auf der Ost-West- und der Nord-Süd-Strecke abdecken. Mit U4 und U8 wollen wir das schon vorhandene und gut genutzte Nachtbus-Angebot attraktiv erweitern“, ergänzte VGF-Geschäftsführer Thomas Wissgott im Rahmen einer nächtlichen Straßenbahn-Fahrt vor wenigen Tagen (siehe Foto oben).

Nach derzeitiger Planung soll das Angebot auf der Schiene zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 nochmals ausgeweitet werden. Vorgesehen sind bis jetzt die Linie U4 zwischen Bockenheimer Warte und Seckbacher Landstraße, die Linie U7 zwischen Heerstraße und Enkheim, die Linie U8 zwischen Südbahnhof und Riedberg und Nieder-Eschbach die Linie 11 zwischen Zuckschwerdtstraße und Schießhüttenstraße, die Linie 12 zwischen dem Abschnitt Rheinlandstraße und Konstablerwache, die Linie 16 zwischen Ginnheim und Offenbach Stadtgrenze und die Linie 18 zwischen dem Abschnitt Konstablerwache und Gravensteiner-Platz. Diese Angaben sind noch ohne Gewähr, da sich Liniennummern und Umfang des Angebots im kommenden Jahr noch ändern können.

In Frankfurt und Umgebung sind zurzeit 26 Nachtbuslinien im Einsatz. Auf U- und Straßenbahn-Linien besteht wiederum bis jetzt eine nächtliche Betriebspause, die zwischen den letzten und den ersten Zügen zwischen 1.30 Uhr und 3.30 Uhr liegt. Diese Pausen konnte die VGF bis jetzt für Instandsetzungen und andere Arbeiten nutzen, ohne den Betrieb zu behindern, was insbesondere auf den stark frequentierten Tunnelabschnitten von Vorteil war. VGF-Geschäftsführer Thomas Wissgott sagte dazu, dass diese Arbeiten künftig anders organisiert und terminiert würden, um sie trotzdem erledigen zu können.

Informationen und Foto: Presse-Info Stadt Frankfurt

So hat Riedberg gewählt

Die gute Nachricht vorweg: In Riedberg und Kalbach liegt die Wahlbeteiligung bei über 82 Prozent – und dabei klar über dem Bundesdurchschnitt. 102 Seiten dick sind die Frankfurter Wahlanalysen, die Mitglieder des Bürgeramts, Statistik und Wahlen inzwischen unter www.wahlen.frankfurt.de veröffentlicht haben. Da kann man herauslesen, dass in den neun Wahllokalen in unserem Stadtteil plus bei der Briefwahl in Riedberg und Kalbach folgendermaßen gewählt wurde:

Ergebnis der Zweitstimmen

Summe der Wähler: 9.019 (Wahlberechtigte: 10.946)
CDU 33,6 %
SPD 16,9 %
Grüne 12,8 %
Linke 7,2 %
AfD 7,4 %
FDP 18,3 %

Das sind die Hochburgen der Parteien

Besonders hoch war der Anteil der CDU bei den Briefwählern sowie in der Grundschule Kalbach. Die SPD blieb überall unter 20 Prozent, schnitt aber besonders schlecht in der Grundschule Riedberg ab. Grün wurde wiederum verstärkt an der Marie-Curie-Schule und per Briefwahl gewählt. Fast zehn Prozent für die Linke gab es im Gymnasium Riedberg. Fast zehn Prozent für die AfD allerdings auch an der Grundschule Kalbach.

Die FDP ist zweitstärkste Kraft

Mit Abstand am meisten Grund zum Feiern hat aber die FDP in unserem Stadtteil, der somit zu den Hochburgen der Liberalen in Frankfurt zählt. Besonders viele Briefwähler wählten FDP und in vier von sechs Wahllokalen am Riedberg landeten die Liberalen bei plus/minus 20 Prozent.

Mit dem Blick auf das Gesamt-Ergebnis in Frankfurt kann man sagen: Der typische AfD-Wähler hat vorher CDU gewählt oder war bislang Nichtwähler. Nicht wenige frühere Unionswähler wechselten aber auch zur FDP. Die SPD war nur noch in vier Bezirken stärkste Kraft, die Grünen siegten im östlichen Nordend. AfD wählte man vor allem in Zeilsheim, Sossenheim, Sindlingen und am Riederwald.

Die „Stadtteilkarten“ von CDU, SPD, FDP und Grünen


Kalbach/ Riedberg gehört immer noch zu den „Hochburgen“ der CDU in Frankfurt. Allerdings verlor die Union hier fast zehn Prozent


Die SPD allerdings erreichte nur noch 16,9 Prozent und verlor mehr als fünf Prozentpunkte.


Die Grünen konnten mit 12,8 Prozent ein wenig hinzugewinnen.


Grund zum Feiern haben aber eigentlich nur die Liberalen. Die FDP erreichte 18,3 Prozent, in einigen Wahllokalen sogar über 20 Prozent.

Statistiken und Karten: Bürgeramt, Statistik und Wahlen/ Stadt Frankfurt

Debatte um
besseren U-Bahn-Takt

Was wird geschehen, wenn der Westflügel fertig ist, nochmals 4000 Einwohner mehr am Riedberg leben – und noch mehr Menschen die U-Bahn nutzen müssen und wollen? Die Tatsache ist laut einiger Ortsbeirats-Mitglieder „nicht von der Hand zu weisen“, dass schon jetzt die U-Bahnen morgens und abends voll sind, eine barrierefreie Nutzung oder die Nutzung mit Kinderwagen dann nur eingeschränkt möglich ist und diese Situation nicht zur Attraktivität des Öffentlichen Nahverkehrs beiträgt. Also ein Argument wäre, aufs Auto zu verzichten. Was aber kann man tun, welche Lösung ist realistisch? Diese Fragen standen im Zentrum einer Debatte in der Ortsbeiratssitzung am vergangenen Freitag.

Die Trasse Richtung Hauptwache und Südbahnhof ist die meistbefahrene U-Bahn-Strecke Frankfurts. Das betrifft die Linien U1, U2, U3 und auch „unsere“ U8. An normalen Werktagen fahren hier bis zu 100.000 Menschen. Ab Heddernheim ist kein weiterer Verkehr möglich. SPD und FDP hatten dennoch einen Antrag auf Erhöhung der Taktung der Linie U8 in den Hauptverkehrszeiten gestellt. Das sollte so aussehen: Die Schnelligkeit, in die Stadt zu kommen, könne laut des Antrags verdoppelt werden, indem man bis Heddernheim mehr Züge einsetzt. Diese sollen dann statt des aktuellen 15-Minuten-Takts alle sieben bis acht Minuten fahren. Die zusätzlichen Verbindungen sollten auf einem Bahnsteig in Heddernheim enden. Die Fahrgäste könnten von dort in andere U-Bahnen umsteigen. Die bisherigen Verbindungen aber sollten durchgehend bis Sachsenhausen bleiben.

Die Antragsteller sprachen von einem „Signal“ für einen besseren Anschluss von Riedberg und Kalbach. CDU und Grüne hielten den Vorstoß für nicht durchsetzbar, teuer und sahen „keinen Vorteil“. Zudem könne das Umsteigen in Heddernheim gefährlich werden, wenn Fahrgäste in Eile die „Abkürzung“ über die Gleise nehmen wollen. Der Antrag wurde mit zehn Nein-Stimmen zu sieben Ja-Stimmen abgelehnt.

Kommt doch noch die Strecke über Bockenheim?

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in Frankfurt seit einiger Zeit wieder der Ausbau der so genannten „D-Strecke“ diskutiert wird. Ein Blick in die Geschichte: Schon in den 1970er Jahren standen die Pläne für eine Verbindung des Uni-Campus in Bockenheim mit dem schon damals absehbaren Campus auf dem Riedberg zur Diskussion. 2004 beschlossen die Stadtverordneten den Bau. 172,5 Millionen Euro sollte die Verlängerung der U4 von der Bockenheimer Warte nach Ginnheim kosten. Die Grünen sprachen sich dagegen aus und mit dem Regierungswechsel 2006, der zur schwarz-grünen Koalition führte, kam das Aus.

Stattdessen erschloss die Stadt den Riedberg über die aktuelle Strecke, mit den inzwischen bekannten Problemen. Falls irgendwann dennoch die zusätzliche Verbindung über Bockenheim kommt, würde das für die Menschen in Riedberg und Kalbach viele Vorteile bringen. Und eine doppelt so gute Anbindung.

(Text/ Foto: cd)

„Wir erwarten, dass
Wetterextreme zunehmen“

Der Hurrikan „Irma“ wird von nicht wenigen Beobachtern bereits als Ergebnis des menschengemachten Klimawandels angesehen. Der gewaltige Sturm hat ganze Regionen in Lateinamerika und den USA zerstört und auf seinem Weg von den Kapverden in den Süden der USA mehrere Wetterrekorde gebrochen. Auch in unseren Breiten scheinen die Extremwetterereignisse deutlich zuzunehmen. Für den renommierten Klimaforscher Prof. Joachim Curtius vom Institut für Atmosphäre und Umwelt am Campus Riedberg ist das Anlass genug, sich erneut öffentlich zu den Folgen des menschengemachten Klimawandels zu Wort zu melden: „Wir erwarten, dass im Zuge des Klimawandels einige Arten von Wetterextremen zunehmen. Bei Ereignissen wie Hitzewellen und Dürren in einigen Regionen oder auch bei Extremniederschlägen sind sich die Klimaforscher sehr sicher“, so Curtius.

Es gebe aber auch „klare Indizien, die es plausibel erscheinen lassen, dass der menschgemachte Klimawandel auch bei Hurrikanen einen Einfluss hat. Insbesondere wissen wir, dass sich die Ozeanoberfläche durch den Klimawandel erwärmt und damit die Gebiete größer werden, in denen das Wasser warm genug ist, so dass sich ein tropischer Wirbelsturm bilden kann. Wir wissen auch, dass je größer der Temperaturunterschied zwischen Ozeanoberfläche und oberster Troposphäre ist, desto höher sind auch die maximal möglichen Windgeschwindigkeiten im Hurrikan. Insofern ist es plausibel, dass durch Klimawandel Hurrikane noch zerstörerischer werden und dass Hurrikane in Gebieten auftreten können, wo es bisher keine Hurrikane gab. Irma hat einige Rekorde für Hurrikane im Nordatlantik aufgestellt mit maximalen Windgeschwindigkeiten von rund 300 km/h über anderthalb Tage hinweg.“

Deshalb war „Irma“ so gewaltig

Die gewaltige Ausdehnung des Hurrikans Irma stellt auch den Atmosphärenforscher vor ein Rätsel: „Wieso gerade Irma so groß geworden ist und vor allem so extrem viel Energie aufgenommen hat, ist nicht leicht zu beantworten. Es lagen für die Entstehung und das Anwachsen perfekte Bedingungen vor: der Atlantik ist auf Höhe der Kapverden, wo Irma entstand, derzeit sehr warm. Hinzu kommt, dass die Windscherung schwach war, das heißt die Unterschiede in Windgeschwindigkeit und -richtung mit der Höhe waren gering. Irma hat sich über mehrere Tage aufgebaut und dabei ständig an Intensität gewonnen. Warum es aber gerade in diesem Jahr bei diesem Sturm zu diesen besonderen Bedingungen gekommen ist, ist schwer zu sagen.“

Curtius sieht in Zukunft gravierende Folgen für die Bewohnbarkeit ganzer Regionen als Folge von Extremwetter-Ereignissen: „Der Pazifik hat allgemein die schlimmsten Tropenstürme zu befürchten, weil dort die extremsten Bedingungen vorliegen und in vielen betroffenen Regionen die Bevölkerung zu arm ist, um sich zu schützen. Es wird aber auch erwartet, dass in Zukunft Hurrikane in Regionen auftreten, wo es diese bisher überhaupt nicht gibt, zum Beispiel im Südatlantik vor der Küste Brasiliens. Das würde die Bevölkerung überraschen und könnte auch zu großen Schäden und Opferzahlen führen, weil man bislang kaum darauf vorbereitet ist.“ Die materiellen Schäden seien, so Curtius, bei solchen Naturkatastrophen in jedem Fall enorm.

Zahlreiche Mega-Städte sind jetzt in Gefahr

„Viele der Megastädte der Erde liegen direkt an der Küste in Regionen, die von Hurrikanen bedroht sind. Selbst wenn es gelingt, mehrere Millionen Menschen rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, dann bringen Hurrikane auch immer wieder gigantische wirtschaftliche Verluste.“ Hurrikan Katrina habe Schäden über 100 Milliarden Dollar verursacht. Wolle man solche Schäden in Zukunft vermeiden, dann müsse man sicherer und vor allem nicht mehr zu nah an der Küste bauen.

Die Empfehlung des Wissenschaftlers an die Politik lautet: „Eine kluge Politik sollte immer versuchen, die eigene Bevölkerung mit Weitsicht zu schützen. Dies allein sollte als Argument für besseren Klimaschutz und respektvolleren Umgang mit Natur und Rohstoffen schon ausreichen, selbst wenn es beispielsweise höhere Energiekosten mit sich bringt. Der wichtigste Rat ist wahrscheinlich, dass wir noch stärker berücksichtigen müssen, dass die meisten der jetzt angestoßenen Veränderungen des Klimas sich nicht wieder rückgängig machen lassen, wenn wir feststellen, dass die Folgen für uns sehr schädlich sind.“

Auch Hurrikan Katrina habe 2005 eine große Debatte ausgelöst und das Thema Klimawandel damit wesentlich ins Bewusstsein vieler Menschen gerückt. Ich nehme an, dass man sich auch nach Harvey und Irma wieder intensiver in der Öffentlichkeit mit dem Thema auseinandersetzt und feststellt, wie dringend es ist, die Ursachen des Klimawandels zu bekämpfen, um zu vermeiden, dass Klimaextreme immer zerstörerischer werden.“

Text & Foto: Pressestelle Goethe-Universität

Tischtennis-Boom – aber
keine Hallenzeiten

Tischtennis am Riedberg boomt. Inzwischen gibt es AG-Angebote an allen vier Schulen. Im Gymnasium hatten sich sogar 55 Mädchen und Jungs der fünften bis siebten Klassen angemeldet. Weit mehr als erwartet, was ein paar Schwierigkeiten mit sich bringt. Trainer Wieland Speer indes sagt, dass er gewohnt ist, auch hunderte Kinder organisatorisch zu „bändigen“. Bei den Kids Open in Düsseldorf sind es sogar über 1000 Kids. Platz ist hier begrenzt, Schläger und Bälle habe er aber genügend. Der Mann, der schon als Bundestrainer beim Deutschen Behindertensportverband und als Bundesliga-Trainer gearbeitet hat, hat die Tischtennis-Begeisterung hier im Stadtteil erst möglich gemacht. Mit viel Engagement, das weit über die Schul-Angebote hinausgeht. Das Problem ist nur: Alle, die so begeistert davon sind, dass sie auch im Verein trainieren wollen, haben am Riedberg bislang keine Chance. Es gibt zu wenige Turnhallen für immer mehr Kinder und keine Hallenzeiten. Sogar die Schüler an der neuen IGS müssen vorerst draußen spielen, was im Winter schwierig werden dürfte. Oder viel Improvisationstalent braucht.

Auch der Deutsche Tischtennis-Bund setzt sich ein

Wie aber könnte es weitergehen? Der Sportkreis Frankfurt und inzwischen auch der Deutsche Tischtennis-Bund setzen sich dafür ein, dass die neue Turnhalle für die IGS speziell auch für Tischtennis geeignet ist. Diese wird neben den bisherigen Containern der Gymnasialen Oberstufe (NGO) in unmittelbarer Nähe der U-Bahn-Haltestelle Riedberg entstehen, wo in einem späteren Schritt die IGS ebenfalls gebaut wird. Fakt ist: Derzeit gibt es keine einzige Turnhalle in der gesamten Stadt Frankfurt, in der Tischtennis-Turniere gespielt werden können. Fakt ist aber auch: Derzeit ist trotz des Platzmangels in Sachen Sport am Riedberg nur eine kleinere (!) Halle im Gespräch und zudem sind die konkreten Planungen noch längst nicht abgeschlossen. Es dürfte also mindestens drei Jahre dauern, bis hier etwas fertiggestellt ist. „Immer am Ball bleiben und immer wieder bohren“, lautet deshalb die Devise. Sagt Experte Speer.


Tischtennis-Experte Wieland Speer hat für den Boom am Riedberg gesorgt

Möglichkeiten für Tischtennis-Begeisterte

Einige tischtennisbegeisterte Jungs spielen inzwischen in Eschenheim in einem Verein. Wie sie hoffen, nur vorübergehend. Aber auch der Riedberger SV bietet neuerdings am Dienstag von 17 bis 18.30 Uhr freies Tischtennistraining in Kooperation mit dem TV Kalbach in einem kleinen Mehrzweckraum dort an (siehe riedberger-sv.de). In der aktuellen Woche gibt es außerdem Gespräche eines ehemaligen Tischtennis-Profis und Trainers mit dem SC Riedberg in Sachen Tischtennis. Und nach dem Umzug des Familienzentrums Billabong in die Graf-von-Stauffenberg-Allee gibt es dort einen größeren Mehrzweckraum, wo eventuell ebenfalls – im kleinen Rahmen – etwas Training möglich wäre. „Im Moment sind mehrere Optionen auf dem Tisch. Irgendwann wird’s irgendwie funktionieren“, hofft Tischtennis-Trainer Speer.

Das sind die neuen Mini-Meister

Übrigens: Die Sieger des ersten Schul-Entscheids der 35. Tischtennis-mini-Meisterschaften heißen Maureen Mehrer und Jin-Ho Park. Die beiden setzten sich in der Altersgruppe 11-/12-Jährige in der Sporthalle des Gymnasiums Riedberg durch. Weitere Schulentscheide in den anderen Schulen auf dem Riedberg werden bis zum 18. Februar folgen. Wie gesagt: Tischtennis boomt!

(Fotos. W. Speer/ Logo: Veranstalter)

Appell an die Vernunft

Die Erleichterung nicht nur in Frankfurt war riesengroß, als Feuerwehr und Polizei gestern erklärten, dass die 1,8 Tonnen schwere Weltkriegsbombe im Westend erfolgreich entschärft wurde. Heute war dann der Tag, um danke zu sagen. Prof. Birgitta Wolff, Präsidentin der ebenfalls betroffenen Goethe-Universität, dankte insbesondere René Bennert und Dieter Schwetzler vom Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstadt (siehe Foto oben) „für ihren fantastischen Einsatz“. Das machte auch OB Peter Feldmann und gab zugleich bekannt, dass es demnächst auch eine Dankesveranstaltung für Einsatzkräfte und Helfer in der Paulskirche geben wird.

Aufhorchen ließen aber die Zahlen, die Polizeipräsident Gerhard Bereswill bereits am Sonntag bekannt gab. Im Zuge der Evakuierung der 65.000 Bürgerinnen und Bürger aus der 1,5 Kilometer umfassenden Sperrzone rund um den Bomben-Fundort hatte die Polizei 298 Platzverweise aussprechen, sowie 36 Identitätsfeststellungen, 26 Transporte, 19 Wohnungsöffnungen und sogar 5 Verhaftungen vornehmen müssen. Zuvor hatte sich die Entschärfung mehr als zwei Stunden verzögert, da verschiedene Bürger die Räumung der Evakuierungszone wohl eher als Happening, denn als lebensbeschützende Maßnahme interpretiert hatten. Einige hatten sich schlicht geweigert, ihre Wohnungen zu verlassen. Grund genug für Dr. Olaf Kaltenborn von der Pressestelle der Goethe-Universität, bei Sozialpsychologe Prof. Rolf van Dick nachzufragen, was Menschen zu einem solchen Verhalten motiviert:

Herr Prof. van Dick, gibt es bestimmte Kollektive oder Individuen, die für solche Verhaltensweisen besonders anfällig sind?

Es gibt bestimmte Individuen, die besonders autoritaristisch eingestellt sind und Regeln besonders eng befolgen und Anweisungen von oben unbedingt durchsetzen. Das bedeutet natürlich, dass es umgekehrt auch Menschen gibt, die eine besonders geringe Autoritarismusneigung haben, und sich grundsätzlich eher auflehnen, wenn es Anweisungen gibt, wie bei der Evakuierung. Für Kollektive gilt, dass diese in manchen Kulturen eher ein starkes Gefühl für Gleichheit haben und Unterschiede in der Machtverteilung nicht akzeptieren. Dazu gehört auch Deutschland. Hier ist es also auch wahrscheinlicher, dass man sich Anweisungen „von oben“ etwas stärker widersetzt. Außerdem gibt es situative Einflüsse (wie z.B. Dunkelheit), die dann eher dazu führt, dass man nicht das tut, was eigentlich vernünftig wäre.

Hat die Sozialpsychologie in der Vergangenheit bereits vergleichbare Fälle analysiert?

Nicht, dass ich wüsste. Aber es gibt Forschungen zu Verhalten in größeren Gruppen, die dann sehr dumme Dinge tun. So ist es z.B. in den USA immer wieder vorgekommen, dass Menschenmengen Selbstmordkandidaten, die auf hohen Häusern standen „anfeuern“, doch zu springen. Oder „bystander“ von Unfallopfern, die, wenn sie in der Menge sind, nicht eingreifen oder helfen. Das ist alles recht gut erforscht.

Wie sieht aus Sicht der Sozialpsychologie die richtige Reaktion der Behörden auf ein solches Verhalten aus?

Das Vernünftigste ist, Individuen als Einzelne anzusprechen und an ihre Vernunft zu appellieren. Wenn das nicht hilft, sollte man auch mit Konsequenzen drohen. Bei Gaffern bei Unfällen z.B. werden regelmäßig Platzverweise durch die Polizei ausgesprochen, die, wenn sie nicht eingehalten werden, auch zu Geldbußen führen können. Außerdem kann es auch sinnvoll sein, in so einem Fall – ohne allerdings Panik zu verbreiten – auf frühere Entschärfungsversuche zu verweisen, die schief gegangen sind (2010 sind z.B. in Göttingen drei Experten des Kampfmittelräumdienstes ums Leben gekommen, weil eine 400 kg-Bombe bei der Entschärfung explodiert ist). Dies würde der Haltung entgegenwirken, dass die Menschen denken „es passiert ja doch nichts“.

Quelle: Pressestelle Goethe-Universität/ aktuelles.uni-frankfurt.de
Foto: feuerwehrffm

Kinder laufen für kranke Ailina

Heute laufen die Riedberger Kinder beim großen Sommerfest für die kleine Ailina. Sie ist fünf Jahre alt und leidet seit der Geburt an einem Gen-Defekt, der zu starken Beeinträchtigungen in der Entwicklung führt. Ailina kann nicht alleine laufen und nicht sprechen. Sie hat einen Sprachcomputer, den sie mit den Augen steuern kann – und sie hat Eltern, die alles dafür tun, dass sie in kleinen Schritten immer mehr an unserer Welt teilnehmen kann. Die Fünfjährige besucht einen integrativen Kindergarten, wo sie sehr gefördert wird und sie scheint alles um sie herum zunehmend wahrzunehmen. Vor allem, seit sie mit ihren Eltern dank Sammel- und Spendenaktionen an einer Delfin-Therapie auf der Karibik-Insel Curaçao teilnehmen konnte. Seitdem kann sie auch die Arme ausstrecken, wenn Mama sie morgens aus dem Sicherheitsbettchen holt.

Jetzt würden die Eltern Ailina gerne nochmals eine solche Delfin-Therapie ermöglichen – und der Förderverein der Grundschule Riedberg möchte mit dem Sponsorenlauf in diesem Jahr dabei helfen. Start ist um 13:30 direkt unterhalb der Schule an der großen Treppe im Bonifatiuspark.

Was ist ein Sponsorenlauf?

Alle Schülerinnen und Schüler suchen sich Eltern, Großeltern, Verwandte, Paten oder Freunde der Familie als Sponsoren, die pro gelaufene 300-Meter-Runde einen frei wählbaren Betrag spenden. Jedes Kind bekommt am Ende des Laufes eine Urkunde ausgestellt.

Wer kann teilnehmen und wie meldet man sich an?

Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der Grundschule Riedberg. Aber auch Geschwisterkinder und Freunde sind willkommen. Anmeldungen waren bislang unter der Mail-Adresse des Fördervereins, in Ausnahmefällen ist die Anmeldung aber auch heute noch direkt am Stand möglich. Die Kinder sollten bis spätestens 13:15 Uhr dort sein, um die Startkarten abzuholen.

Letzes Jahr sind die Schüler der Grundschule über 600 Runden gelaufen und haben damit eine Spendensumme von 1102,90 € erkämpft. Dieser Betrag ging zu Gunsten des Riedberger Vereins „Helping Hands for Africa“ und kommt dort Waisenkindern in Nigeria und Kamerun zu Gute.

Heute um 13.30 Uhr laufen die Kinder für Ailina!

Weitere Informationen zu dem kleinen Mädchen finden Sie www.ailinaswelt-rettsyndrom.de

(Foto: B. Schwerkolt)