Kategorie: AktuelleNEWS

Bald wieder Normalbetrieb an der U-Bahn-Station Ginnheim

Fahrgäste der U9 können aufatmen: Die Arbeiten an der Oberleitung zwischen den Stationen Römerstadt und Ginnheim dauern nur noch bis Anfang Juli. Die Linien U1 und U9 werden voraussichtlich von Montag, 6. Juli, etwa 3 Uhr, an wieder ihren normalen Linienweg bis zur Station Ginnheim befahren.

Der Abschnitt zwischen Römerstadt und Ginnheim war nach einem Unfall am 27. Mai, bei dem eine U1 auf einen Prellbock aufgefahren war, gesperrt. Insbesondere die Oberleitung und Oberleitungsmasten wurden beschädigt. Seitdem fahren Busse auf dem Abschnitt zwischen Nordwestzentrum und Ginnheim. Die Straßenbahnlinie 16 verkehrt nach Plan.

Nächtliche Arbeiten

Um den Zeitplan einzuhalten, sind allerdings Nachtarbeiten nötig. Von Montag bis Freitag, 22. bis 26. Juni, sowie nochmals vom 29. Juni bis 3. Juli, jeweils in der Zeit von 22 bis 5 Uhr, wird nachts gearbeitet. In den Nächten der Wochenenden finden keine Arbeiten statt, allerdings ist Sonntag, 28. Juni, von 8 bis 22 Uhr, ebenfalls für Arbeiten eingeplant. Die VGF bittet um Verständnis, wenn die Baustelle nicht geräuscharm bleibt. Anwohner werden durch Flugblätter informiert.

Bei der aufwendigen Reparatur der Oberleitung spannt die VGF unter anderem 1600 Meter neuen Fahrdraht und 3200 Meter neues Tragseil. Fünf Fahrleitungsmasten werden neu gesetzt, 30 Mastfüße werden saniert. Diverse andere Teile der Oberleitung müssen ebenfalls ersetzt oder erneuert werden.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: RMV

Stadt informiert über Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung kann ab sofort heruntergeladen werden. Die freiwillige und kostenlose Tracing-App soll ein weiterer Baustein in der Pandemiebekämpfung sein und dazu beitragen, frühzeitig Infektionsketten zu unterbrechen. Auch die Stadt Frankfurt beantwortet auf ihrer Webpage die wichtigsten Fragen.

Der Zeitraum zwischen dem Positivtest einer Person und der Information ihrer Kontakte kann mit der App reduziert werden. Das verringert auch die Zeit, in der beispielsweise asymptomatische Personen andere anstecken könnten. Durch die App können außerdem zusätzliche Risikobegegnungen in Alltagssituationen, die bisher durch das Raster gefallen sind, zum Beispiel bei längeren Aufenthalten in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Einkaufen, festgestellt werden. Sie soll damit eine wichtige Ergänzung zur Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter sein.

Die Corona-Warn-App benachrichtigt die Nutzer, wenn sie sich für eine bestimmte Zeit in der Nähe einer Corona-positiven Person aufgehalten haben. Die App schätzt das Infektionsrisiko ein und gibt Verhaltensempfehlungen.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer sagt: „Ich habe die Hoffnung, dass die App vielen Menschen Anlass gibt, noch bewusster die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, und bin sehr gespannt, welche Ergebnisse sie erzielen wird. Allerdings muss klar sein, dass die App die Regeln nicht ersetzen kann. In dem Moment, wo eine Risikoeinschätzung durch die App vorliegt, beginnt die eigentliche Arbeit unseres Gesundheitsamtes. Wir rechnen damit, dass es aufgrund der neuen App zu einer Vielzahl von Fragen an und zu einem hohen Beratungsbedarf durch die Gesundheitsämter kommen wird. Wir haben in Frankfurt dafür gesorgt, dass wir flexibel reagieren können und jederzeit eine erfolgreiche Kontaktnachverfolgung sowie eine gute Beratung garantieren können.“

Den Bürgern empfiehlt Majer, nach eigenem Ermessen zu entscheiden, ob sie die App nutzen möchten oder nicht. Gleichzeitig appelliert er an alle, weiterhin das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Meter einzuhalten, eine gründliche Handhygiene zu praktizieren und einen Mund-Nasenschutz überall dort zu tragen, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann.

Allgemeine Fragen zur App werden auf der Corona-Seite der Stadt Frankfurt unter http://www.frankfurt.de/coronavirus-fragen-und-antworten und auf der Informationsseite der Bundesregierung unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app/corona-warn-app-faq-1758392beantwortet.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Bundesregierung

Ab Samstag sind alle Freibäder geöffnet

Ab dem Wochenende starten auch die Freibäder im Riedberg-nahen Nieder-Eschbach und das Riedbad unter Pandemie-Bedingungen in die Saison. Das beliebte Freibad in Eschersheim ist bereits geöffnet. Tickets für die Freibäder müssen vorab online gebucht werden.

Die Anlage in Nieder-Eschbach ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Das Riedbad Bergen-Enkheim ist täglich von 7 bis 20 Uhr geöffnet. Für die gründliche Reinigung und Desinfektion schließen beide Bäder täglich von 14 bis 15 Uhr.

Das Hallenbad Bergen-Enkheim öffnet ausschließlich für das Vereinsschwimmen ab Montag, 22. Juni. Das Fitness-Studio, die Saunalandschaft sowie die Kneipp-Anlage bleiben weiterhin geschlossen.

Die BäderBetriebe informieren über das neue Zulassungsverfahren unter Pandemiebedingungen für die Freibäder unter http://www.frankfurter-baeder.de im Internet.

Tickets müssen online gebucht werden

Gäste müssen für den Freibadbesuch vorab online ein E-Ticket buchen oder kaufen. Das E-Ticket kann als Ausdruck oder als mobile Version auf dem Smartphone mitgebracht werden und muss am Kassenempfang für den Einlass vorgezeigt werden.

Vorteilskarteninhaber nutzen die Vorteilskarte wie gewohnt am Einlass, buchen aber im Ticket-Shop das 0-Euro Ticket als ermäßigten Tarif. Am Kassenempfang wird dann von der Vorteilskarte wie gewohnt der rabattierte Einlasstarif abgebucht. Die Vorteilskarte ist in allen Bädern nutzbar und kann bequem über die Homepage der Frankfurter Bäder bestellt werden. Den Gutschein für die Vorteilskarte bringen die Kunden einfach mit an die Freibadkassen.

Foto: BäderBetriebe Frankfurt

„Kontaktsport“ ist wieder bis zehn Personen erlaubt

Jetzt kann der Ball (fast) wieder richtig rollen: Ab sofort ist in Hessen wieder „Kontaktsport“ mit bis zu zehn Personen erlaubt. Das hat der Landessportbund bekanntgegeben.

Am Dienstag hat die Hessische Landesregierung neue Anpassungen der Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus verabschiedet, die bis zum 16. August 2020 gilt. Ab dem 11. Juni, also seit gestern, werden auch die für den Sport geltenden Regelungen an die allgemeinen Kontaktbeschränkungen des Landes Hessen angeglichen. Demnach darf Kontaktsport unter Beachtung der Hygieneregeln mit bis zu zehn Personen durchgeführt werden. 

Konkret heißt das: Ab sofort ist neben dem bereits vorher erlaubten Trainings- auch ein Wettkampfbetrieb auf Sportanlagen (im Freien und in Hallen) wieder möglich, sofern dabei bestimmte Vorgaben eingehalten werden. „Vorrausetzung ist, dass der Sport alleine, in Gruppen von höchstens zehn Personen oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes stattfindet“, heißt es auf der Homepage des Landessportbundes. Bei größeren Gruppen muss gewährleistet sein, dass die Unterschreitung der Abstandsregel der oben genannten Systematik Rechnung trägt.

Auch Ferienangebote von Sportvereinen sind jetzt möglich

So können zum Beispiel 30 Personen im Rahmen einer gemeinsamen Trainingseinheit joggen gehen, wenn die jeweiligen Trainingsgruppen, die den Mindestabstand von 1,5 Metern unterschreiten, maximal zehn Personen umfassen. Gleiches gilt für das Training von Spielsportarten, aber auch für Ferienangebote von Sportvereinen oder anderen Anbietern. Die gleiche Systematik gilt für den Wettkampfbetrieb.

Der Trainingsbetrieb auf Sportanlagen findet weiterhin unter Ausschluss der Öffentlichkeit, auch der Zutritt muss geregelt erfolgen und nur die persönliche Sportbekleidung und Sportausrüstung darf verwendet werden.

Foto: Sandro Schuh on Unsplash.com

Mundschutz-Pflicht auch am Flughafen

Nachdem die Reisewarnung für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, für Schengen-assoziierte Staaten und für das Vereinigte Königreich ab Mitte Juni aufgehoben und durch individuelle, landesspezifische Reisehinweise ersetzt wird, wird es wieder mehr Flugverkehr geben. „Mit den steigenden Passagierzahlen ist für bestimmte Bereiche des Flughafens ein Mindestabstand nicht einzuhalten, die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, ist deshalb unumgänglich“, erklärt Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer.

Für den Flughafen Frankfurt hat das Gesundheitsamt Frankfurt als zuständige Behörde deshalb seit Dienstag, 9. Juni, innerhalb aller Terminalbereiche zunächst für drei Monate eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung angeordnet. Diese Verpflichtung gilt nicht für Kinder unter sechs Jahren oder Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können. Für Mitarbeiter der Fraport ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung entbehrlich, soweit andere Schutzmaßnahmen, wie Trennvorrichtungen, gewährleistet sind. „Die Anordnung der Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, ist neben dem Hygienekonzept der Fraport zum jetzigen Zeitpunkt eine notwendige Maßnahme, um die Infektionszahlen weiterhin auf einem niedrigen Niveau halten zu können“, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes Prof. René Gottschalk.

Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist jede Bedeckung vor Mund und Nase, die aufgrund ihrer Beschaffenheit unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln oder Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern.

Informationen: Stadt Frankfurt

Photo by Mika Baumeister on Unsplash.com

Fashion Week goes Frankfurt

Bye, bye, Berlin! Die Bundeshauptstadt hat eine der wichtigsten Modemessen Europas an die Mainmetropole verloren. Sommer 2021 ist der Kick-Off für die „Frankfurt Fashion Week“. Nach dem Verlust der IAA gilt das als großer Erfolg.

Für die neue Fashion Week Frankfurt haben sich der weltweit größte Messe-, Kongress- und Eventveranstalter mit eigenem Gelände – die Messe Frankfurt – und der Veranstalter Europas größter Modemesse, die Premium Group, als Initiatoren sowie die Stadt Frankfurt am Main und das Land Hessen als Gastgeber zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie in Frankfurt am Main „ein vollkommen neues Ecosystem für Tradeshows, Konferenzen, Runways und Events“ für Professionals und Konsumenten schaffen.

Frankfurt soll „Hotspot“ der Modeszene werden

„Damit wird die Wirtschaftsmetropole Frankfurt zum neuen Hotspot der
Fashion- und Lifestyleszene und zur neuen internationalen Fashionmetropole. Die Realisierung einer Frankfurt Fashion Week bietet für die Stadt Frankfurt eine einmalige und internationale wirtschaftliche Chance. Wir rechnen mit einer Umwegrentabilität von über 200 Millionen Euro pro Jahr für unsere Heimatstadt und die Region“, betonte Oberbürgermeister Peter Feldmann gestern. „Hotellerie, Gastronomie und Transport werden dadurch massiv angekurbelt. Frankfurt war immer stilprägend für Kunst, Architektur, Design und bekannt für seine einmalige Club-, Bar- und Restaurant-Szene. Durch die neue Frankfurt Fashion Week steigt jetzt auch unsere Strahlkraft als internationaler Fashionstandort.“ Man will das Thema Mode und Design in die Stadt tragen und mit eigenen Veranstaltungen ergänzen.

„Diese besondere Messe für Frankfurt am Main zu sichern, ist eine große Chance, um unser Image national und weltweit zu stärken. Die Stadt ist bereit dazu, die notwendigen Mittel in den nächsten Jahren aufzubringen, um den Menschen aus Nah und Fern zu zeigen, dass Frankfurt genau der kreative Ort ist, wo die Fashion Week reinpasst und dazugehört“, ergänzt Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker. Er hatte zusammen mit Wirtschaftsdezernent Markus Frank die Entwicklungsmöglichkeiten der Fashion Week in Frankfurt aufgezeigt.

Modeschau auf der Zeil, Runway auf dem Eisernen Steg…

„Eine Modeschau auf unserer umsatzstarken Einkaufsmeile Zeil, ein Runway auf dem Eisernen Steg, Streetwear im bei Skatern beliebten Hafenpark – in der innovativen,dynamischen und weltoffenen Mainmetropole heißen alle die Fashion Week herzlich willkommen“, sagte Wirtschaftsdezernent Frank.

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Danke 112! Geburtshilfe am Telefon

Es ist die schönste Notfall-Meldung dieser Woche: Gestern gab die Rettungs-Leitstelle der Feuerwehr Frankfurt „Geburtshilfe“ am Telefon – Baby, Mama und Papa sind wohlauf!

Am Samstag gegen 8.45 Uhr erhielt die Zentrale Leitstelle der Feuerwehr über den Notruf 112 ein Hilfeersuchen von einem werdenden Vater. Problem: Bei seiner schwangeren Ehefrau hatten in der heimischen Wohnung plötzlich Wehen und der Geburtsvorgang eingesetzt.

Der Disponenten in der Leitstelle alarmierte während des Gesprächs einen Rettungswagen sowie einen Notarzt und entsendete diese zu der Wohnung des Paares nach Griesheim. „Dann leitete er den sehr souverän und unaufgeregt wirkenden Vater bis zum Eintreffen der Kollegen am Einsatzort telefonisch an, und gab Hilfestellung bei der Geburtshilfe“, wie die Feuerwehr in einer Pressemitteilung schreibt.

Bis zum Eintreffen des Rettungswagens, der acht Minuten nach Notrufeingang vor Ort eingetroffen war, hatte bereits ein kleiner Junge das Licht der Welt erblickt. Die Mutter und der Neugeborene, welcher den Vornamen Florian erhalten hat, wurden nach einer ersten Behandlung vor Ort im Rettungswagen zur Nachsorge in die Uni-Klinik transportiert. Ob die glücklichen Eltern diesen Vornamen spontan, aufgrund der Hilfe des Feuerwehrmanns am Notruf (Sankt Florian ist der Schutzpatron der Feuerwehr), oder geplant vergeben haben, ist nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass die am Einsatz beteiligten Kräfte und natürlich das Leitstellenpersonal sich über den guten Verlauf und das glückliche Ende des Einsatzes sehr gefreut haben. Lagedienstleiter Florian Ritter meinte dazu „Vielleicht wird ja auch dieser Florian mal ein Feuerwehrmann und ein Kollege von uns.“

Als Anregung hat die Frankfurter Feuerwehr auch gleich noch Infos für alle mitgeschickt http://feuerwehr-frankfurt.de/index.php/job-karriere http://feuerwehr-frankfurt.de/index.php/job-karriere

Informationen: Feuerwehr Frankfurt

Symbolfoto: Peter Oslanec on Unsplash.com

500-Kilo-Bombe erfolgreich entschärft

Die Straßen waren seit dem Morgen gesperrt, 2.700 Menschen mussten vorsorglich ihre Wohnungen verlassen. Bei Bauarbeiten auf dem Messegelände war am Dienstag eine 500-Kilo-Fliegerbombe amerikanischer Bauart entdeckt worden. Die Bombe konnte heute Mittag erfolgreich entschärft werden.

Der Kampfmittelräumdienst (KMRD) des Regierungspräsidiums Darmstadt meldet um 13:25 Uhr, dass die 500 kg-Bombe erfolgreich unschädlich gemacht war, so dass sämtliche Absperrmaßnahmen kurz darauf aufgehoben werden konnten.

Die Spezialisten konnten in diesem Fall keine sogenannte Raketenklemme verwenden, die aus der Ferne betätigt wird: Beide Zünder stecken hinter einer Art Kragen. Glücklicherweise gelang der Versuch, die Zünder des Blindgängers vorsichtig soweit herauszudrehen, dass sie anschließend gezielt und ohne Gefahr gesprengt werden konnten.

Zuvor hatten rund 2.700 Menschen am Freitagmorgen bis 9 Uhr den Evakuierungsbereich, in einem vorher festgelegten Gefahrenbereich verlassen müssen. Der weitaus größte Teil hatte sich privat eine Aufenthaltsmöglichkeit gesucht, für alle anderen hatte das DRK gemeinsam mit der Messe Frankfurt eine Betreuungsstelle in der Messehalle 11 eingerichtet. In der Spitze nahmen 24 Anwohner das Angebot wahr. Sechs Frankfurterinnen und Frankfurter, die bei der Evakuierung auf Hilfe angewiesen waren, wurden vom Rettungsdienst und der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Sperrbereich gefahren.

Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte von Freiwilliger Feuerwehr, Berufsfeuerwehr, dem Bürgertelefon und den Hilfsorganisationen aus Frankfurt eingesetzt. Ebenso waren zahlreiche Kräfte der Landespolizei sowie des Ordnungs- und Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt an den Maßnahmen zur Evakuierung und Entschärfung beteiligt.

Die gesamte Evakuierungsaktion verlief reibungslos und sehr zufriedenstellend. „Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihre Mitarbeit“, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr Frankfurt.

Sperrgebiet rund um das Messegelände in Frankfurt Feuerwehr Frankfurt Copyright Map Data @ OpenStreetMap contributors, CC-BY-SA

Mundschutz-Pflicht in der U-Bahn bleibt

Seit Ende April gilt im öffentlichen Verkehr die Pflicht, eine Maske oder eine entsprechende Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Wer mit U-Bahn, Straßenbahn, Bus oder auch Zug fahren will, muss entsprechende Vorkehrungen treffen. Das gilt weiterhin – darauf weist die Stadt in einer aktuellen Mitteilung ausdrücklich hin.

Die große Mehrheit der Frankfurter Fahrgäste beachtet diese nach wie vor notwendige Pflicht, wofür sich die VGF herzlich bedanken möchte. Allerdings gibt es eine Minderheit, die U- und Straßenbahnen ohne Masken oder MNB nutzen. Die VGF hat bislang auf eine positive Ansprache ihrer Kunden gesetzt. Mitglieder des Fahrausweisprüfdiensts weisen „maskenlose“ Fahrgäste auf ihr Versäumnis hin, sie tragen auch Mund-Nase-Bedeckungen bei sich, für den Fall, dass eine solche schlicht fehlt oder vergessen wurde. Die Info-Punkte am Hauptbahnhof und in der Station Hautwache geben Masken auf Nachfrage von Fahrgästen aus.

Bei dieser Linie muss das Unternehmen bleiben, da es keine ordnungspolizeilichen Befugnisse hat und es auch keine gesetzliche Grundlage gibt – analog zu den 60 Euro fürs Schwarzfahren – ein Bußgeld zu verhängen. Allerdings prüft die VGF zwei andere Möglichkeiten, um der Maskenpflicht den noch nötigen Nachdruck zu verleihen: Zum einen gemeinsame Kontrollen in U- und Straßenbahnen mit der Polizei, zum anderen, ob Maskenverweigerer künftig aus den Fahrzeugen verwiesen werden können, ähnlich wie es in Geschäften geschieht, die in solchen Fällen von ihrem Hausrecht Gebrauch machen.

Auf alle Fälle wird die VGF weiterhin auf die bestehende Pflicht hinweisen, denn in Bahnen und Bussen gilt die Abstandsregelung von 1,5 Metern nicht, weil ihre Einhaltung nicht gewährleistet werden kann. Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen kommen deshalb umso größere Bedeutung zu. Das tut sie seit 27. April ausgiebig und auf mehreren Wegen: auf Plakaten in den Stationen, mit Spots auf den Bildschirmen von Infoscreens und Fahrscheinautomaten, mit der Laufschrift auf den dynamischen Fahrzielanzeigern, mit Durchsagen in den Stationen. Auch Durchsagen in den U- und Straßenbahnen laufen in unregelmäßigen Abständen. Zum Beginn der Maskenpflicht hatte die VGF zusammen mit Oberbürgermeister Peter Feldmann und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling in der Station Hauptwache Masken gratis verteilt, eine Aktion, die in den folgenden Tagen auch ohne die prominente Unterstützung und an anderen Stationen fortgesetzt wurde.

Foto: Mika Baumeister on Unsplash.com

Frau rast mit Auto in Café-Besucher

Verhängnisvolle Verwechslung: Am Samstag verursachte eine 32-Jährige einen schweren Verkehrsunfall, weil sie bei einem behindertengerecht umgebauten Wagen Brems- und Gaspedal verwechselte. Sie fuhr in den Außenbereich eines Gastronomiebetriebs im Nordend und verletzte dadurch drei Gäste. Sie selbst erlitt einen Schock.

Gegen 11:30 Uhr wurde die 32-Jährige in der Glauburgstraße auf den Fahrer eines Audi aufmerksam, der offensichtlich Probleme beim Einparken hatte. Daraufhin bot sie dem gehbehinderten 64-jährigen Mann an, sein Auto für ihn in die Parklücke zu fahren. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen bediente sie dabei das behindertengerecht umgebaute Fahrzeug unsachgemäß und verwechselte das Brems- mit dem Gaspedal. Dadurch beschleunigte sie aus der Parklücke über den Gehweg in den Außenbereich eines Cafés und verletzte dabei drei 27, 49 und 42 Jahre alte Damen. Alle drei wurden zur Untersuchung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Fahrerin stand unter Schock und wurde vor Ort medizinisch versorgt.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt

Foto: Archiv