Kategorie: AktuelleNEWS

Am Römer ist schon Weihnachten…

Der Startschuss für die Weihnachtszeit in Frankfurt ist gefallen: Gestern um 17.20 Uhr hat Oberbürgermeister Peter Feldmann um 17.20 Uhr den Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg eröffnet. Nach einem Glockenspiel aus der Nikolaikirche begrüßte das Stadtoberhaupt die Gäste und erinnerte an die Bedeutung von Zusammenhalt und Gemeinschaft: „Es ist wichtig, die stimmungsvolle Adventszeit gemeinsam mit Familien und Freunden zu verbringen. Unser Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg ist dafür ein guter Ort. Er ist längst nicht mehr ein reiner Verkaufsmarkt, sondern ein Ort der Begegnung, der Kommunikation und des Genusses.“

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt ist bis Sonntag, 22. Dezember, von Montag bis Samstag von 10 bis 21 Uhr und Sonntag von 11 bis 21 Uhr geöffnet.

Neben dem Frankfurter Oberbürgermeister begrüßte auch Roland Weiß, Bürgermeister von Bad Orb, die Weihnachtsmarktbesucher. Die Kurstadt im Spessart hat der Stadt Frankfurt den diesjährigen Weihnachtsbaum geschenkt, eine 31 Meter hohe Fichte, die auf den Namen „Peter von Orb II“ hört und mit 6500 Lichtern und 700 roten und goldenen Schleifen geschmückt ist. Die Lichter wurden direkt nach der Ansprache der Stadtoberhäupter zum ersten Mal eingeschaltet und beleuchteten den Baum, den Römer und die Marktbuden.

An insgesamt 200 Ständen werden Kunsthandwerk und traditionelle Spezialitäten wie Bethmännchen, heißer Apfelwein, Maronen, Grillspezialitäten und natürlich Glühwein verkauft. Dieser wird in diesem Jahr in einer roten Glühweintasse serviert, deren Motiv eine Hommage an Frankfurt als Stadt der Theater und Bühnen ist: eine Skizze der Alten Oper, schauspielernde Weihnachtsmänner und ein Faust-Zitat schmücken die diesjährige Tasse.

Die Eröffnungsfeier ging mit einem Auftritt der belgischen Sängerin Dana Winner und den Klängen eines Blasorchesters auf dem Altan der Nikolaikirche zu Ende. Während der Dauer des Weihnachtsmarktes wird das Orchester immer samstags und mittwochs zu hören sein. Das Glockenspiel der Nikolaikirche erklingt täglich jeweils um 9.05 Uhr, 12.05 Uhr und 17.05 Uhr.

Wer den Weihnachtsmarkt nicht alleine erkunden möchte, kann sich einer Führung anschließen. An den Adventswochenenden wird der Rundgang „Glühwein, Geschichten und Gebäck – Der Frankfurter Weihnachtsmarkt mit allen Sinnen“ zu festen Uhrzeiten angeboten, Informationen und Tickets gibt es in der Tourist Information Römer, Römerberg 27.

Riedberger Weihnachtsmarkt ist am 13./ 14. Dezember !

Schöner kann das dritte Adventswochenende nicht beginnen: In diesem Jahr öffnet der beliebte Riedberger Weihnachtsmarkt auf dem Riedbergplatz bereits am Freitagabend, 13. Dezember, seine Tore. Kulinarische Köstlichkeiten von Feuerzangenbowle, Bratwurst & Co. bei Veranstalter IG Riedberg bis zum Raclette-Stand von Eltern der neuen Grundschule 3, Kunsthandwerk und ein tolles Bühnenprogramm warten auf uns.

Weitere Informationen demnächst auf www.main-riedberg.de

 Diesen Termin bitte unbedingt vormerken! Grafik: MAINRiedberg

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Foto oben:  © Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main

Abschied vom Nordwestzentrum

Nach 17 Jahren an der Spitze des Nordwestzentrums (NWZ) verabschiedet sich Georg Lackner Ende dieses Jahres in den Ruhestand. Bei der Verabschiedungsfeier am Donnerstag hat Oberbürgermeister Peter Feldmann das Werk des gebürtigen Schleswig-Holsteiners gewürdigt. „Das Nordwestzentrum ist mehr als ein Einkaufszentrum, weil Georg Lackner mehr als ein Geschäftsführer ist. Er ist das Gesicht und Herz des Zentrums“, sagte das Stadtoberhaupt.

Während Lackners Zeit als Geschäftsführer hat sich das Nordwestzentrum nicht nur wesentlich vergrößert, der 65-Jährige hat auch viele Feste und Aktivitäten im Center ins Leben gerufen. Dazu zählen Fastnachtspartys im Februar und November mit der Krönung des Frankfurter Prinzenpaars sowie Kinderfeste und familienfreundliche Veranstaltungen zum Weltkindertag. „Im NWZ sind alle Generationen im Blick. Und alle sind auch willkommen“, sagte Feldmann. „Georg Lackner ist immer dabei, hat Spaß und steckt andere an. Er ist ein Teil unserer Stadt geworden.“

„Es waren die vielen Begegnungen mit Frankfurtern und Menschen aus der Region, die wirklich eindrucksvoll und schön waren“, blickt Lackner auf seine Zeit in Frankfurt zurück. „Ich bin hier in Frankfurt sehr herzlich aufgenommen worden und habe viele angenehme, nette Menschen kennengelernt.“

Lackners soziales Engagement zeigt sich immer wieder. So macht im Nordwestzentrum einmal im Monat das „Hilda Mobil“ des Bürgerinstituts Station, das den Umgang mit Demenz thematisiert. Das Projekt „Biazza“ richtet sich an ältere Mitbürger: Es umfasst nicht nur Angebote im Stadtteil, sondern bildet auch eine zentrale Anlaufstation für Senioren.

Feldmann bedankte sich im Namen der Stadt Frankfurt für Lackners Engagement und betonte: „Frankfurter ist, wer Frankfurter sein will. Sie waren 17 Jahre voll dabei – wir lassen Sie ungern gehen.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Nordwestzentrum Verwaltungsgesellschaft mbH

Krankenhaus Nordwest gehört zu den besten Kliniken in Deutschland

Gleich in fünf Fachdisziplinen erhielt das Krankenhaus Nordwest jetzt die Auszeichnung „TOP Nationales Krankenhaus 2020“ und gehört somit zu den zehn Prozent der besten Kliniken in Deutschland. Zum wiederholten Male wurde damit die hohe medizinische und pflegerische Kompetenz des Hauses ausgezeichnet. Die Klinikliste des Nachrichtenmagazins Focus ist bundesweit der größte unabhängige Krankenhausvergleich.
Neben der Auszeichnung „Top Nationales Krankenhaus 2020“ kann sich das Krankenhaus Nordwest auch über den Titel „Top Regionales Krankenhaus 2020“ freuen.

Besonders empfohlen wird das Krankenhaus Nordwest bei den folgenden Krankheitsbildern bzw. Fachdisziplinen: Darmkrebs, Gallenblasen- sowie Gallenwegschirurgie, Gefäßchirurgie, Prostatakrebs und Strahlentherapie.
„Das hervorragende Ergebnis ist für uns ein Ansporn, diese positive Entwicklung fortzusetzen“, so Dr. med. Rafaela Korte, Geschäftsführerin am Krankenhaus Nordwest. „Die Auszeichnung belegt, dass sich unsere Patienten auf die hohe Kompetenz und das Engagement unserer Ärzte und Pflegekräfte verlassen können und wir auf dem aktuellsten Stand medizinischer Erkenntnisse mit modernster Technik arbeiten.“

Für die FOCUS-Klinikliste werden mehrere Tausend Fach- und Hausärzte befragt und die Ergebnisse der Patientenbefragung der Techniker Krankenkasse herangezogen, bei der knapp 400.000 Versicherte eine persönliche Einschätzung abgaben. Zudem wurden die Qualitätsberichte sowie die Hygienemaßnahmen der Kliniken ausgewertet. Auch die Pflegequalität fließt mit ein.

Symbolfoto: jimenez/ unsplash.com

Weihnachtsstimmung im Stadtwald

Am Samstag, 23. November, findet im Informationszentrum StadtWaldHaus/Fasanerie der traditionelle Weihnachtsmarkt statt. In der Zeit von 12 bis 17 Uhr können Kinder und Erwachsene Baumscheiben sägen und Nikoläuse basteln, Wintermärchen lauschen, Wildschweine und Hirsche bei der Tierfütterung kennenlernen, sich über den Stadtwald und die Jagd informieren, Wildfleisch und andere regionale Produkte kaufen oder einfach nur Stockbrot brutzeln und im StadtWaldHaus über den Weihnachtsbasar bummeln.

Auch in diesem Jahr gibt es eine besondere Attraktion für Kinder: Forstwirte der Abteilung StadtForst verhelfen schwindelfreien Baumkletterern mit Klettergurt und Klettergriffen zu einem sportlichen Ausflug in die luftigen Höhen einer Eiche. Im StadtWaldHaus können die Kinder mit ihren Eltern unter Anleitung im dunklen Nachtraum auf die Pirsch nach Fuchs, Kauz und Fledermaus gehen.

Mit einbrechender Dämmerung werden Jagdhörner erklingen und der Nikolaus hat sich auch angekündigt.

Anfahrt mit der Straßenbahnlinie 17 Richtung Neu-Isenburg, Haltestelle „Oberschweinstiege“. Der Weg zum StadtWaldHaus ist von dort ausgeschildert.

Parkplätze finden sich in begrenzter Zahl an der Isenburger Schneise.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und der Eintritt ist kostenfrei.

Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 069/683239 oder unter http://www.stadtwaldhaus-frankfurt.de im Internet.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto:

A5 am Wochenende vollständig gesperrt

Die A5 wird am Wochenende vollständig gesperrt – 18 Stunden lang. Die Sperrung betrifft den Abschnitt zwischen dem Nordwestkreuz Frankfurt und dem Bad Homburger Kreuz und beginnt am morgigen Samstag ab 18 Uhr. Grund ist eine marode Brücke am Nordwestkreuz, die abgebaut werden muss. Die Brücke verbindet einen Feldweg zwischen Eschborn-Süd und Frankfurt-Praunheim. Sonntagmittag wird die Vollsperrung voraussichtlich wieder aufgehoben.

Hessen Mobil beschildert eine großräumige Umleitung. Für das Stadtgebiet wird empfohlen, über Alleenring, Rosa-Luxemburg-Straße und Marie-Curie-Straße bis Anschlussstelle Heddernheim auf der A661 die Sperrung zu umfahren. Wer am Riedberg oder in Kalbach wohnt, sollte am besten also über die A661 ausweichen.

Weitere aktuelle Verkehrsinformationen gibt es unter http://www.mainziel.de im Internet.

Foto: Archiv

Zwei dreiste Diebstähle

Zwei dreiste Diebstähle haben sich in den vergangenen Tagen in unmittelbarer Nähe von Riedberg und Kalbach ereignet.

Am Donnerstag gegen 11 Uhr konnte bislang unbekannter Täter einem 69 Jahre alten Mann ein Bündel mit Banknoten entreißen und flüchten. Der Geschädigte war mit seinem Pkw zu einer Bankfiliale in die Straße „Oberer Kalbacher Weg“ (Bonames) gefahren, um dort Geld einzuzahlen. Nachdem er das Fahrzeug auf dem Kundenparkplatz der Bank abgestellt hatte und ausgestiegen war, erhielt er plötzlich einen kräftigen Stoß in den Rücken. Der 69-Jährige stürzte daraufhin zu Boden. Dabei verletzte er sich leicht. Der Angreifer nutzte die Gelegenheit und entriss seinem Opfer ein Bündel mit mehreren hundert Euro Bargeld. Anschließend flüchtete der Täter zu Fuß und unerkannt vom Parkplatz.

Aufgrund des Sturzes konnte der Geschädigte lediglich angeben, dass der Täter ein Mann gewesen sein soll, welcher weiße Schuhe getragen habe.

Zeugen, die im Bereich der Bank eine verdächtige Person gesehen haben und / oder Angaben zum Vorfall machen können, werden gebeten, sich bei der Frankfurter Polizei unter der 069 / 755-11400 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Trickdiebe machen große Beute

Am Mittwochmorgen gelang es zwei Trickdieben, unter einem Vorwand in eine Wohnung in Heddernheim zu gelangen. Sie entwendeten dort Wertgegenstände im Wert von mehreren tausend Euro.

Gegen 9.15 Uhr klingelte einer der derzeit unbekannten Täter an der Wohnungstür einer 82-Jährigen Dame und gab vor, Mitarbeiter eines Versorgungsunternehmens zu sein. Unter dem Vorwand, die Wasserleitungen überprüfen zu müssen, erlangte der Täter Zutritt zu der Wohnung der betagten Dame. In der Wohnung wies der Täter die Bewohnerin an, alle Wasserhähne im Haus aufzudrehen, was diese auch tat. Diese Zeit nutzte der Täter vermutlich dazu, einen Komplizen in die Wohnung zu lassen. Während der erste Täter die Dame weiterhin ablenkte, durchsuchte der zweite die gesamte Wohnung nach Wertgegenständen und wurde auch fündig. Die Höhe des Diebesgutes, darunter auch Goldmünzen, beträgt mehrere tausend Euro. Die 82-Jährige bemerkte das Fehlen der Gegenstände erst, nachdem der falsche Mitarbeiter die Wohnung wieder verlassen hatte. Das Opfer erlitt nach der Tat Kreislaufprobleme und musste durch die Besatzung eines Rettungswagens in ihrer Wohnung versorgt werden. Eine durchgeführte Fahndung nach den Tätern verlief ohne Erfolg.

Die 82-Jährige konnte den Täter wie folgt beschreiben: Männlich, circa 30 – 40 Jahre alt, etwa 170 cm groß, südländisches Erscheinungsbild und bekleidet mit dunkler Freizeitkleidung.

„Bedauerlicherweise konnten in jüngster Vergangenheit vermehrt Taten von gleicher oder ähnlicher Begehungsweise und Täuschungsversuchen seitens der Täter festgestellt werden, welche sich häufig als Mitarbeiter diverser Firmen ausgaben, um in die Wohnung zu gelangen. Opfer sind zumeist ältere und alleinlebende Menschen“, heißt es bei der Polizei.

Die Polizei Frankfurt warnt in diesem Zusammenhang noch einmal eindringlich: „Lassen Sie keine fremden Personen ins Haus oder in die Wohnung, welche ohne Termin oder Vereinbarung vor Ihrer Tür stehen.“ Notwendige Arbeiten, Ablesetermine oder Ähnliches werden in der Regel im Vorfeld angekündigt. „Sollten Sie Zweifel haben, lassen Sie die Person nicht rein und rufen Sie die Polizei.“

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt

Foto: Archiv

Kleine Kaiserin ganz groß …

„Die Kaiserkrönung war echt super!“, ruft die sechsjährige Jana begeistert. Der Grund ihrer Euphorie steht direkt vor ihr, denn gerade wurde ihre neue Mitschülerin, die siebenjährige Sonja, zur ersten Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation im Kaiserdom zu Frankfurt gekrönt und mit den Reichsinsignien Krone, Zepter, Schwert und Reichsapfel ausgestattet. Ihr Hofstaat hat sich inzwischen zu einem prunkvollen Zug formiert und steht gespannt in den Startlöchern, um sich mit ihr an der Spitze in Bewegung zu setzen. Bevor die kaiserliche Kinderprozession jedoch den Krönungsweg durch die mittelalterlichen Gassen der frisch sanierten Altstadt, vom Kaiserdom über den Römerberg, bis zu ihrem Ziel im Historischen Museum (HMF) antreten kann, steht zuerst einmal die Frage im Raum, wer denn eigentlich Kaiser oder Kaiserin und damit die unbestrittene Hauptperson des Tages sein darf und wie ausgewählt wird.

Dass Sonja und die 23 anderen Kinder der Adolf-Reichwein-Schule in Zeilsheim während des Ferienprogramms so realitätstreu in die kaiserlich-royale Welt des Mittelalters eintauchen können, ist dem Historischen Museum zu verdanken. Es bietet seit 2006 ganzjährig eine kindgerechte szenische Kostümführung mit dem Titel „Wie man einen Kaiser macht“ für alle Frankfurter Kinder in der Vorschule und den Klassenstufen eins bis sechs aus Schulen und Horten an. Diese ist je nach Entwicklungsstand der Kinder mal spielerischer für die Jüngeren und mal inhaltlich-sachlicher für die Älteren ausgerichtet.

Die Nachfrage ist seit Anbeginn ungebrochen groß. Aufgrund der guten Resonanz werden dienstags, mittwochs und donnerstags jeweils zwei zweistündige Führungen um 11.45 Uhr und um 14.15 Uhr angeboten. „Eine Hortgruppe ist jedoch aufgrund ihrer altersmäßigen Durchmischung eine kleine Herausforderung, da die Bedürfnisse der Kinder je nach Altersstufe andere sind. Der Gruppencharakter gibt die Methode vor“, sagt Julia Bender-Helferstein, welche die Führung leitet. Die Inhalte werden von der Museumspädagogin daher ständig methodisch überprüft und entsprechend angepasst.

Wappentier, Reichsapfel und Krone werden bestaunt

Nach ihrer Ankunft in der belebten Frankfurter Innenstadt geht es für Jana und die anderen direkt in das Historische Museum, wo Bender-Helferstein die jungen Besucher und ihre drei Betreuer empfängt. Die pädagogische Museumsmitarbeiterin entführt die staunenden Kinder in das riesige Reich der Franken des beginnenden 9. Jahrhunderts, wo sie gleich zu Anfang ihrer szenischen Zeitreise eine überlebensgroße Statue Karls des Großen, seines Zeichens stolzer Frankenkönig und erster Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, erwartet. Er ist wirklich erhaben und gewaltig mit seinem Mantel, Schuhen, Wappentier, Reichsapfel und Krone und hinterlässt bei den Kleinen große Kinderaugen. Sie setzen sich ehrfürchtig vor des Kaisers tönerne Füße und lauschen der Entstehungsgeschichte des Stadtnamens „Frankfurt“, der sich namenskundlich als „Furt der Franken“ übersetzen lässt.

Hernach erraten die Kids eifrig, warum die vor den Sachsen fliehenden Franken Scheu hatten, ins Wasser des Mains zu steigen, an dessen Ufer das spätere Frankfurt entstehen sollte. Viele Ideen schwirren durch den Raum, bis Jana plötzlich ruft: „Ihre Kleider waren zu schwer, da wären sie bestimmt untergegangen.“ „Richtig!“, bestätigt Bender-Helferstein. Die Kinder sind beeindruckt. Noch beeindruckter sind sie wenig später vom strahlenden Funkeln der goldenen Reichsinsignien – Krone, Reichsapfel und Zepter –, die ein jeder Kaiser bei seiner Krönung feierlich verliehen bekommt und die einen Kaiser erst zum Kaiser machen.

1562 in den Rang einer Krönungsstadt erhoben

Die kostbaren Kleinodien sind in einer Art Schatzkammer tief unten in den Katakomben des Museums sicher in einer Vitrine aufbewahrt. Sofort kleben vier Dutzend Kinderaugen gebannt an den juwelenbewehrten Insignien kaiserlicher Macht. Besonders die riesige güldene Krone mit ihren unzähligen Juwelen hat es den kleinen Besuchern angetan. Dass es sich hierbei „nur“ um eine Replik der in Wien verwahrten Originale handelt, tut der Begeisterung der Kinder keinen Abbruch. Sie erkennen die Krone und den Reichsapfel direkt wieder und erfahren, dass Karl der Große, König der Franken, am 25. Dezember 800 von Papst Leo III. zum Kaiser gekrönt wurde. Ihm folgten noch 51 weitere kaiserliche Würdenträger. Der letzte erwählte römische Kaiser war Franz II., der 1806 abdankte und das Ende der Kaiserära einläutete.

Trotz aller Erläuterungen bleibt die entscheidende Frage noch ungeklärt: Seit wann und warum werden die römischen Kaiser eigentlich in Frankfurt gewählt und die Stadt damit in den Stand einer einflussreichen Krönungsstadt erhoben? Julia Bender-Helferstein weiß auch darauf eine Antwort: Frankfurt wurde anno 1356 durch die sogenannte „Goldene Bulle“, das „Grundgesetz“ und kaiserliche Gesetzbuch des Heiligen Römischen Reiches, zum alleinigen Wahlort der deutschen Könige erhoben. Sie beendet gleichzeitig die Pflicht, dass ein Kaiser nur durch die Zustimmung und Gnade des römischen Pontifex im Vatikan die Kaiserwürde erlangen konnte. Stattdessen kam diese Ehre der Kaiserwahl nun sieben weltlichen und geistlichen Kurfürsten zu.

Im Jahr 1562 erlangten Frankfurt und der Römer dann weiteren Ruhm, indem Frankfurt nicht nur Wahlstadt war, sondern auch den zusätzlichen Rang einer Krönungsstadt erhielt. Wie so eine Kaiserwahl und Krönung konkret abläuft, das werden die Kinder gleich hautnah erleben können. Denn jetzt geht es endlich los zu ihrem Wahl- und Krönungsspektakel. Jana und die anderen machen sich auf den Weg zur Kaiserwahl und der Krönungszeremonie im St. Bartholomäus-Dom.

Krönungsmesse im Kaiserdom

Im altehrwürdigen Kaiserdom finden die feierliche Wahl der kleinen Kaiserin und die anschließende Krönungsmesse in sakraler Atmosphäre statt. Zunächst nehmen alle Kinder gespannt auf den hölzernen Kirchenbänken Platz. Dann beginnt das Wahl- und Krönungszeremoniell: „Sieben Kinder hätte ich gerne!“, ruft Bender-Helferstein. Viele kleine Hände schnellen augenblicklich in die Höhe. Aus den Reihen der Freiwilligen wählt Bender-Helferstein sieben Kurfürsten aus, drei geistliche Repräsentanten der Bistümer Mainz, Köln und Trier sowie vier weltliche Repräsentanten des Königreichs Böhmen, der Kurpfalz, dem Kurfürstentum Sachsen und der Mark Brandenburg. Ihnen wird nun die Ehre zuteil, Kaiser oder Kaiserin wählen zu dürfen.

Die sieben Auserwählten begeben sich in eine imaginäre „Wahlkapelle“. Die drei Mädchen erhalten eine traditionelle Bischofsmütze, die Jungen bilden die vier weltlichen Herrscher (sog. Kuren). Sie alle stellen sich die Frage: Wer ist ein guter Kaiser? Wer kann das Amt gut ausfüllen? „Nun dürft ihr abstimmen“, sagt Julia Bender-Helferstein. Die Kinder diskutieren eifrig, Namen werden durcheinandergerufen und am Ende einigt man sich schnell auf Sören, Sonja und Jessi als Kaiserkandidaten.

Abstimmung nach historischem Vorbild

Die Abstimmung beginnt. Nach einem Patt zwischen Sören und Sonja mit je zwei Stimmen und Jessi mit einer Stimme entscheidet die Stichwahl zwischen den beiden Erstplatzierten zugunsten von Sonja. Im Anschluss verkünden die sieben Kurfürsten, dass ihre Wahl auf Sonja als neue Kaiserin fällt, welche die Wahl sichtlich überrascht annimmt. Unter großem Pomp wird die neue Miniherrscherin mit den royalen Krönungsgewändern und den Reichsinsignien als weithin sichtbares Zeichen ihrer Macht ausstaffiert: Einen edlen Krönungsmantel, ein scharfes Schwert, ein Zepter und einen goldenen Reichsapfel als Symbol ihrer weltlichen Herrschaft. Natürlich darf die prunkvolle Reichskrone nicht fehlen.

Jetzt haben die Schüler endlich ihre Kaiserin und der Triumphzug kann beginnen: Mit lautem Getöse setzen sich die neue Kaiserin und ihr Hofstaat in Bewegung, die Prozession zieht aus dem Dom aus und läuft seinem dritten Etappenziel, dem Frankfurter Römer, entgegen. Der siebenjährige Jonas, ein treuer Gefolgsmann Sonjas, prahlt: „Ich bin stolz darauf, das Schwert der Kaiserin zu tragen“. Man sieht es Kaiserin Sonja förmlich an, dass sie sich der Würde ihres Amtes bewusst ist, welches sie gleichermaßen leicht zu überfordern scheint: Zunächst schreitet sie sicheren Schrittes, die goldene Krone auf dem Kopf, aus dem Dom.

Umgeben von Prunk und Gloria

Rasch macht ihr die geballte Aufmerksamkeit, die auf sie gerichtet ist, zu schaffen. Trompeten tröten, lautes Geschnatter erfüllt die Luft, die junge Herrscherin ist umgeben von Prunk und Gloria und leitet ihren Zug dennoch sicher durch die Gassen der Stadt. „VIVAT“ erschallt es immer im Chor. „VIVAAAT!“ Blechernes Trompetentröten erfüllt die Luft. Die Aufmerksamkeit der Passanten und internationalen Besucher der neuen Altstadt ist ihnen sicher. Die Trompetenklänge und die Rufe des Hofstaats sind nicht zu überhören. Der Krönungszug zieht vorbei an schmucken Häuserfassaden und macht das erste Mal auf dem weitläufigen Römerberg halt. Hier dürfen die Kinder nochmal ordentlich die Backen aufblasen und der Reihe nach in die Trompeten pusten, was das Zeug hält! Man hört sie sicherlich noch bis ans Ufer des nahgelegenen Mains.

Später geht es dann weiter entlang des prunkvollen Krönungswegs inmitten des Dom-Römer-Areals, aber wegen des einsetzenden Regens schneller als gedacht zurück ins Warme. Über den Marktplatz des Römers, dann scharf links noch einmal ins Historische Museum. Hier erfahren die Kinder zum Abschluss noch, dass zu Ehren des neuen Kaisers immer ein rauschendes Krönungsfest auf dem Römerberg für das Volke ausgerichtet wurde. Der Kaiser selbst feierte im Römer und ließ sich ein Festessen aus Froschschenkeln, Ochsenfleisch und edlem Wein munden, während draußen auf dem Römerberg ein Turnier ausgetragen wurde, bei dem es einen Ochsenkopf zu gewinnen gab.

Seit 13 Jahren vor historischer Kulisse

Zum Krönungsritual gehörte es, dass die weltlichen Kurfürsten die Diener gaben. Der Erbmarschall füllte einen Becher mit Getreide und reichte ihn dem Kaiser. Es folgte der Erbkämmerer, welcher dem neuen Herrscher ein Handbecken und ein Gießfass mit Wasser übergab. Natürlich durften der pfälzische Kurfürst mit einem Stück Ochsenfleisch und der König von Böhmen, auch Erbschenk genannt, mit einem Krug edlem Rebensaft aus dem sprudelnden Stadtbrunnen, nicht fehlen. Doch die meisten warteten am sehnsüchtigsten auf einen Regen aus Gold- und Silbermünzen, den der Erbschatzmeister über dem armen Volk ergoss. Dann zuckten sogleich tausende Hände in die Höhe und griffen gierig nach den Münzen.

Dieses Treiben endete zuweilen in einer handfesten Rauferei um das begehrte Gut. Solch ein mittelalterliches Spektakel wird der Minikaiserin und ihrem ergebenen Gefolge zwar nicht geboten, die Kinder sind jedoch auch ohne Krönungsmal und rauschendem Volksfest begeistert von ihrer Reise in die Zeit der ersten Kaiserkrönung des Jahres 1562.

Seit 13 Jahren finden das Krönungszeremoniell vor historischer Kulisse und das Abschreiten des Krönungsweges für Frankfurter Kinder in den Gassen der historischen Altstadt bereits statt. Und es wird sicherlich noch viele Male ein donnerndes „VIVAAAT“ durch die Gassen der Altstadt schallen.

Die historische Führung „Wie man einen Kaiser macht“ kann beim Besucherservice des Historischen Museums gebucht werden unter 069/212-35154 sowie besucherservice@historisches-museum-frankfurt.de. Der Eintritt kostet 3 Euro pro Kind und 4 Euro pro Betreuer, wobei ein Betreuer kostenlosen Eintritt hat.

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Text: Katrin Hofmann/Fotos: Rainer Rüffer/ Stadt Frankfurt

Kultur- & Freizeitticket für alle Kinder

Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat heute das vom Kulturdezernat erarbeitete Umsetzungskonzept zum Kultur- und Freizeitticket verabschiedet. Das neue Ticket ermöglicht Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren den kostenlosen Eintritt in die nicht-städtischen Museen und in den Zoo Frankfurt. Es kann ab Anfang des nächsten Jahres online oder zusammen mit dem Frankfurt-Pass vor Ort in den Sozialrathäusern beantragt werden. Der Eintritt für junge Besucher in städtische Museen ist bereits seit 2017 frei.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt dazu: „Ein großer Schritt für die kulturelle Bildung und Teilhabe der Kinder und Jugendlichen in unserer Stadt. Kultur für alle bleibt unser Ziel. Wichtig war uns eine möglichst unbürokratische Umsetzung — niemand soll aus Geldgründen groß überlegen müssen, ob und wie er dieses Ticket für seine Kinder bestellt. Möglichst alle jungen Menschen dieser Stadt sollten es in der Schultasche haben.“

„Auf diesen Beschluss haben wir lange hingearbeitet, wir können jetzt in die technische Umsetzungsphase gehen. Ich kann nicht oft genug wiederholen, wie unverzichtbar kulturelle Bildung als Teil unserer allgemeinen Bildung ist. Gerade in Zeiten, in denen die Gesellschaft auseinanderdriftet, ist es umso wichtiger, dass Museen als öffentliche Orte für alle erlebbar werden, unabhängig vom sozialen, wirtschaftlichen oder kulturellen Hintergrund!“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Das Kultur- und Freizeitticket, kurz KuFTi, kann von Frankfurter Kindern und Jugendlichen aus Haushalten mit einem Einkommen unter 4500 Euro netto sowie von Kita-Kindern und Frankfurter Schülern kostenlos bestellt werden, für alle anderen Familien wird ein Ticketpreis von jährlich 29 Euro erhoben. Dies entspricht dem durchschnittlichen Jahreskartenpreis der Kultureinrichtungen. Die Stadt Frankfurt rechnet mit 10.000 bis 20.000 Antragsstellern bis 2021. Die ausfallenden Eintrittsgelder werden den Museen in voller Höhe von der Stadt ersetzt. Durch die Nutzung der bewährten Infrastrukturen etwa der bereits bestehenden Museumsufercard, können dabei Zeit und Kosten gespart werden.

Mit dem Kultur- und Freizeitticket wird ein weiterer Arbeitsauftrag aus den „Bad Nauheimer Beschlüssen“ vom Dezember 2018 umgesetzt. Das Kulturdezernat war am 28. Februar dieses Jahres von der Stadtverordnetenversammlung mit der Erstellung eines konkreten Konzepts beauftragt worden. In den Folgemonaten hatte das Dezernat verschiedene Varianten für die technische Umsetzung und die finanziellen Abwicklung der Eintrittserstattung für die nicht-städtischen Häuser geprüft und vor der Sommerpause ein Konzept für die Umsetzung vorgestellt.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Städel Museum

Kita-Kind (6) starb an Stromschlag

Laut ersten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ist es am Dienstag in einer städtischen Kita im Frankfurter Stadtteil Seckbach zu einem tragischen Unfall gekommen, bei dem ein kleiner Junge tödlich verletzt wurde. Dass das Kind an eine nicht ausreichend gesicherte oder heraushängende Steckdose oder ein loses Kabel gegriffen habe, seien Vermutungen, die bislang nicht gesichert oder durch Beweise untermauert seien, teilte die Staatsanwaltschaft der Stadt schriftlich mit.

Fakt ist: Laut Staatsanwaltschaft deutet nach dem Ergebnis der gestern durchgeführten Obduktion alles auf einen Strom-Tod hin. Weitere ärztliche Untersuchungen laufen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Stadt gibt es aktuell keine Hinweise darauf, dass es an den elektrischen Anlagen vor dem Unglück einen Defekt gab. Im Gegenteil, nach Überprüfungen entsprachen die Steckdosen und elektrischen Anlagen dem höchsten Standard der Kindersicherung und waren fest montiert.

Um die Sicherheit der Kinder in den städtischen Kinderzentren zu gewährleisten, werden alle drei Jahre Gefahrenverhütungsschauen vorgenommen – darauf weist die Stadt mit Nachdruck hin. Außerdem gibt es regelmäßige Überprüfungen der ortsveränderlichen Elektrogeräte (jährlich) sowie der ortsfesten Elektroanlagen (alle vier Jahre), die durch Fachfirmen gemäß der Betriebssicherheitsverordnung und der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung durchgeführt werden. In allen städtischen Kinderzentren gibt es Sicherheitsbeauftragte, die geschult Gefahrenquellen erkennen und beseitigen und melden.

Kita Frankfurt überprüft außerdem die eigenen Liegenschaften mindestens jährlich durch eigene fachkundige Liegenschaftsmanager. Diese beauftragen Fachfirmen, wenn Mängel erkennbar sind.

Es gibt außerdem einen regelmäßigen Hausmeisterservice, den die Leitung mit Arbeiten betrauen kann. Elektroarbeiten müssen allerdings immer von Fachfirmen ausgeführt werden.

Im Falle der Kita Atzelberg steht fest, dass es in den Sommerferien bauliche Maßnahmen gab. Die baulichen Maßnahmen an der Elektrik wurden abgeschlossen und „ordnungsgemäß abgenommen“.

Es ist selbstverständlich, dass es nach einem solchen tragischen Unfall eine ausführliche Sicherheitsbegehung durch die Unfallkasse Hessen in einem Kinderzentrum gibt. Diese hat gestern stattgefunden. Nach eingehender Sicherheitsbegehung durch die Unfallkasse Hessen kann der Betrieb des Kinderzentrums Atzelbergstraße wieder aufgenommen werden. Wann das geschieht, wird in den nächsten Tagen entschieden.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

Junge (6) stirbt in Frankfurter Kita

Am Dienstagabend hat sich in einer städtischen Kita im Frankfurter Stadtteil Seckbach ein tödlicher Unfall ereignet. Dabei ist ein sechsjähriger Junge ums Leben gekommen. Es handelt sich um einen Schüler eines Vorlaufkurses der Zentgrafenschule.

Die genauen Umstände werden gerade untersucht. Die Kita ist aktuell geschlossen. Die Todesursache ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Nach ersten Hinweisen könnte ein Stromschlag die Ursache sein. Das kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt weder bestätigt noch dementiert werden.

Die anderen Kinder der Kita sind auf andere Einrichtungen verteilt.
Der Vorfall hat im Eigenbetrieb Kita Frankfurt und im Dezernat große Trauer ausgelöst. Die für den Eigenbetrieb zuständige Dezernentin für Integration und Bildung, Sylvia Weber, zeigte sich zutiefst betroffen von dem tragischen Ereignis: „Ich bin erschüttert über dieses schreckliche Unglück. In meinen Gedanken bin ich bei der Familie und den Angehörigen des Kindes. Ich wünsche ihnen viel Kraft für diese schwere Zeit.“

Eine eingehende Sicherheitsbegehung durch die Unfallkasse Hessen hat bereits stattgefunden und kam zu dem dem Ergebnis, dass der Betrieb des Kinderzentrums wieder aufgenommen werden könnte. Wann das sein wird, wird in den nächsten Tagen geklärt.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv