Bald „watscheln“ die Pinguine zu Billabong

Von Daleyla Büttner

Petra Born ist eine Fotografin, die es liebt, Abenteuer zu unternehmen. Fast exakt vor einem Jahr konnte sie mit Kollegen in die Antarktis reisen. Zu einer Forschungsstation, die vor 30 Jahren noch mitten im Eis lag und wo aufgrund des Klimawandels „der Gletscher jetzt 300 Meter weg ist“. Dort konnte sie hautnah die Landschaft und die Tiere der Antarktis fotografieren. Natürlich war sie in Begleitung von Wissenschaftlern, die sicherstellten, dass alle Hygiene-Vorschriften eingehalten werden. Das ist wichtig, um die Tiere nicht zu gefährden. Petra erzählt beim Besuch von MAINRiedberg, dass sie diese Reise unglaublich fand und ihr manchmal sogar Tränen in die Augen schossen. Besonders bei einem Erlebnis, das ihr immer in Erinnerung bleiben wird. „Wir waren bei einer großen Kolonie von tausenden Pinguinen und ich habe gesehen, wie liebevoll sich ein Pinguin-Weibchen und das Männchen um ihre zwei kleinen Pinguine gekümmert haben und wie sie die ständig gefüttert haben.“ Die Fotografin aus unserem Stadtteil hielt das mit ihrer Kamera fest.

Zuwendung, Fürsorge, Nestwärme – würde das nicht wunderbar zu einem Ort wie dem Familienzentrum Billabong passen? „Der Gedanke kam mir spontan, als ich bei meinem Besuch eine große weiße Wand gesehen habe“, verrät Petra Born. Wo übrigens garantiert viele vorbeikommen. Auf dem Weg zum großen Multifunktionsraum, gegenüber von der Tür zu den Toiletten. Schnell sprachen die Fotografin und die Billabong-Verantwortlichen schon darüber, ob das Pinguin-Bild, sozusagen als Dauerleihgabe, demnächst exakt an dieser weißen Wand hängen könnte. Born hat inzwischen alles in die Wege geleitet, das Foto ist als Galerie-Acrylbild bereits in ihrer Wohnung.

Die Fotografin Petra Born reiste im vergangenen Jahr in die Antarktis                     Foto: Berthold Walheim

Pinguine sind eine Familie mit einem engen Zusammenhalt. Beide Eltern kümmern sich ständig und in gutem Teamwork um ihre Küken. Zuerst bauen sie ein Nest aus kleinen Felsen und Steinen, in das die Mutter dann zwei Eier legt. Beide Eltern bebrüten die Eier für 37 Tage, bis die Tiere schlüpfen. In einer niemals endenden Schleife füttern sie ihre Jungen. Krill ist das einzige Essen für die Tiere. Es ist eine Krebsart, die nur wenige Gramm wiegt und als einer der wichtigste Bausteine im Ökosystem der Antarktis gilt. Krill brauchen Wale und auch Pinguine, um zu überleben.

Um ihre Jungen zu füttern, geht zuerst ein Elternteil, beispielsweise die Mutter, um nach Krill zu suchen. Wenn die Mutter zurückkehrt und die jungen Pinguine füttert, ist der Vater an der Reihe. Die Fotografin erzählt: „Es ist ein ohrenbetäubendes Geschnatter und ein ständiges Hin und Her. Wenn man das nicht selbst erlebt hat, wird man es kaum glauben.“

Das wunderschöne Pinguin-Foto von Petra Born ist demnächst im Familienzentrum Billabong zu sehen, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b

Weitere Fotos und Informationen unter www.fotografie-pb.net

Foto: Petra Born