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Die letzte Golfrunde 2017…

Abschlussturnier der Golfsparte des SC Riedberg: Vergangenen Sonntag hat die Golfsparte des SC Riedberg ihren Saison-Abschluss begangen. Gestartet wurde bei herbstlich-kühlem Wetter mit einem Turnier auf dem Old Course des Royal Homburg Golf Club im Kurpark von Bad Homburg, dem ältesten Golfplatz in Deutschland.

Siegerehrung in der Villa Belvedere

Das festliche Essen in illustrer Runde dort war gleichzeitig die vorgezogene Weihnachtsfeier der Golfsparte. Die anwesenden Spartenmitglieder haben in gemütlicher Runde auf die abgelaufene Saison zurückgeblickt. Diese war vor allem von drei Turnieren auf unterschiedlichen Plätzen und Filmaufnahmen am Schlagkäfig geprägt. Der Schlagkäfig auf der Sportanlage des SC Riedberg wurde Anfang diesen Jahres errichtet und dem Spielbetrieb übergeben. Freuen können sich die Riedberger Golfer auf neue Polo Shirts, die rechtzeitig zu Beginn der neuen Saison 2018 ausgeteilt werden sollen. Noch vor dem Essen konnte sich jedes Mitglied die passende Größe heraussuchen.

Siegerehrung nach einer kalten, aber erfolgreichen Golfrunde

Die  Golfer des SC Riedberg blicken bereits mit Freude auf die Golfsaison 2018 und laden alle Golfspieler aus unserem Stadtteil ein, sich ihnen anzuschließen!

Text und Bild: SC Riedberg e.V.

Werde ein Heartbeat Hero

Am Samstag ist es soweit: OCR Frankfurt veranstaltet auf der Sportanlage des SC Riedberg seinen ersten eigenen Hindernislauf: HEARTBEAT HERO. Auf der 1km Strecke sind insgesamt 15 Hindernisse verteilt. 6 Athleten gehen gleichzeitig an den Start und die schnellsten 3 kommen eine Runde weiter. Start ist am 14.10.2017 um 10 Uhr auf der Sportanlage des SC Riedberg, Altenhöferallee 189, 60438 Frankfurt am Main / Riedberg.

Was erwartete die Läufer: Fabian Raschke und sein Team haben ihre jahrelange Erfahrung als Teilnehmer und Marshalls bei Hindernisläufen genutzt und die Finnenbahn und Freiflächen mit ordentlichen und herausfordenden Hindernissen ausgebaut. Am Start geht es auf den Heartbeat Hill, nach einem kurzen Sprint liegen Tire Stacks und das Broken Window auf der Strecke an um eine erste Selektion durchzuführen. Nach einem weiteren kurzen Sprint gilt es Log Carry zu bewältigen, bevor auf der Gegengeraden 3 Hay Stacks durchlaufen werden. Wo normalerweise die Beachvolleyballer Bälle schmettern erwartet die Läufer der Sand Crawl und ein Balance Beam. Auf der Boules-Fläche können die Riedberger sonst eine ruhige Kugel schieben – aber nicht am Samstag! Über A-Climb und Climber geht es auf beim Under-Over im wahrsten Sinne des Wortes drunter und drüber. Mit Decline Wall und Log Drag hat man es dann schon fast geschafft: ein weiterer kurzer Sprint und mit der Wall geht es in den Zieleinlauf.

Die Läufer können sich auf spannende und herausfordernde Hindernisse und eine sportliche Competition freuen. Die Auswahl der Hindernisse zeigt sehr schön, dass Hindernislauf mehr ist als sich im Schlamm zu suhlen:
Neben Essen und Trinken gibt es für die Zuschauer auch eine Kids Area und Workout Zone. Wen der Ehrgeiz packt kann gerne jede Woche mittwochs vorbeischauen und sich selbst einmal ausprobieren. Instructor Raschkenstein und sein Team wird jede/n an sein Limit bringen. Der noch relativ junge Verein ist mittlerweile in der Frankfurter Sportszene fest etabliert und hat bereits knapp 60 Mitglieder.

Weitere Infos unter www.heartbeathero.de und www.ocrfra.de

Text: Alexander Markert, Foto: OCR Sprint Hindernislauf Frankfurt

Nachruf Werner Hackermeier

Ohne ihn würde der Riedberg nicht aussehen, so wie er heute aussieht. Darin waren sich die Redner der Verabschiedungsfeier von Werner Hackermeier im Lufthansa Congress-Centrum in Seeheim-Jugenheim am 24. Juli einig. Redner waren Friedhelm Flug von der Hessen Agentur, Norbert Landshut (ehemaliger Mitarbeiter der Hessen Agentur), sowie Jochen Krehbiel (früher Stadtplanungsamt Frankfurt, heute Stadtplanungsamt Darmstadt).  Bernd Lechner, mit dem die HA zahlreiche Projekte realisierte, u.a. auch das Wohnheim des Sozialwerk Main Taunus, und Ulrich Tolksdorf von der VR Bank Untertaunus sprachen ebenso, wie abschließend Stephan Grein, der Geschäftsführer von Werner Hackermeiers Firma „consens development“, der sich auch persönlich in der letzten Zeit sehr um Werner Hackermeier kümmerte.

Werner Hackermeier arbeitete ab 2002 mit seiner Firma „consens developmet“ im Auftrag der Hessen Agentur für die städtebauliche Entwicklung des Riedbergs. Er bezeichnete den Riedberg oft als sein „Baby“. Auch in den schwierigen Jahren bis 2005, da mancher die politische Entscheidung zur städtebaulichen Entwicklung des Riedbergs infrage stellte, gelang es Werner Hackermeier mit Vision und seiner unkonventionellen Art das Projekt, d.h. den Riedberg voranzubringen.

Werner Hackermeier arbeitete von 2002-2016 für die Entwicklung des Riedbergs. Ab 2015 mit einer todbringenden Diagnose, der er mit seiner Kämpfernatur entgegentrat: „Die Ärzte sagen: noch zwei Jahre, ich will zehn Jahre!“ Am Ende verlor er den Kampf gegen den Krebs. Er hinterlässt große Spuren und wie bei der Verabschiedungsfeier deutlich wurde, Menschen, denen er sehr viel bedeutet hat. Die Beiträge der Redner  gingen vom Geschäftlichen sehr stark auch ins Private und Persönliche über. Ein Redner nannte ihn seinen besten Freund, den er jetzt verloren hat. Beifall ist bei Veranstaltungen wie dieser eher unüblich. Als aber Werner Hackermeiers Sohn Corvin spontan kurz vor Schluss das Wort ergriff, sich bei den Rednern und allen Besuchern bedankte und seinen Vater in seiner ganz eigenen Art charakterisierte, gab es am Ende Applaus der Anwesenden.

Franz Biebl vom Sozialwerk Main Taunus moderierte die Verabschiedung und merkte an, dass es ohne Werner Hackermeier und im Fall des Sozialwerk Main Taunus, auch ohne Bernd Lechner (Lechner Group) kein Wohnheim für psychisch kranke Menschen auf dem Riedberg geben würde. Andere soziale Einrichtungen wie die der Lebenshilfe Stiftung, das Mutter-Kind-Haus der Waisenhausstiftung, der Sportverein SC Riedberg,  sowie das Familienzentrum Billabong wurden von der Hessen Agentur, in Persona von Herr Werner Hackermeier gefördert und unterstützt. Wir haben einen Visionär und Macher, einen Mann, der den Menschen zugewandt war verloren. Noch ist die Zeit des Abschiednehmens, des Loslassens, aber es wird eine Zeit kommen, in der das Gefühl der Dankbarkeit, Werner Hackermeier  gekannt zu haben, die Dankbarkeit über das, was ihn als Mensch ausmachte, das was er geschaffen hat, die Oberhand gewinnen wird über Schmerz und Trauer.

(Text: Franz Biebl, Foto: Werner Hackermeier)

2. Geburtstag der
Kita TraumBaum

Beitrag von Katharina Bathe-Metzler

2. Geburtstag der Kita TraumBaum

Mit einem großen Sommerfest feierte am Donnerstagnachmittag die Kita TraumBaum ihren zweiten Geburtstag. Die Leiterin der Einrichtung Naomi Wille begrüßte neben den 99 Kindern und 26 Erzieher*innen der Kita auch viele Eltern, Großeltern sowie auch ehemalige Mitarbeiter*innen und Bewohner des Pflegeheims Casa Reha.

Das Jubiläum wurde bei strahlendem Sonnenschein und mit einem bunten Programm zelebriert. Zum Auftakt gab es von der ersten TraumBaum-Miniband, bestehend aus 21 kleinen Musiktalenten aus dem Kindergartenbereich, eine musikalische Aufführung mit Trommeln und Gesang. Außerdem wurde ein vom TraumBaum-Team selbst gedrehter Film zur jungen Geschichte der Kita mit Interviews von Eltern gezeigt. Im Film berichten direkte Nachbarn und „Familien der ersten Stunde“, wie sich die Kita seit dem Baustart und der Eröffnung am 13. Juli 2015 bis heute entwickelt hat. „Es ist schön zu sehen, welches Leben hier in den letzten zwei Jahren eingezogen ist. Gestartet sind wir mit 13 Kindern im Krippen und Kindergartenbereich. Heute betreuen wir 99 Kinder. Und auch unser gruppenübergreifender Ansatz bzw. unser halboffenes Konzept ist mittlerweile komplett umgesetzt. Wir haben hier getreu unserem Motto wahrlichen ‚Ein Ort zum Wachsen’ geschaffen“, so Naomi Wille.

Kinderfreundliches Programm und ein Buffet der Nationen

Für entsprechende Unterhaltung und Partystimmung sorgten im Laufe des Nachmittags eine Vielzahl an Mitmach-Angeboten im Außenbereich: Kinderschminken, Taststationen jeweils für Hände und Füße, Steinebemalen und und und… Besonders das Fangen von Riesenseifenblasen wurde begeistert angenommen. Und auch für das leibliche Wohl war mit Würstchen vom Grill, Kuchen, Waffeln und Salaten bestens gesorgt. Außerdem brachten viele Eltern Speisen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern mit und es entstand wie schon zur offiziellen Eröffnungsfeier vor einem Jahr ein kleines Buffet der Nationen. „Durch unseren internationalen Ansatz und die Vielfalt an Nationen hier auf dem Riedberg haben wir auch viele Kinder unterschiedlicher Herkunft in unserer Einrichtung. Dadurch entstehen immer wieder tolle Möglichkeiten wie das Buffet der Nationen. So können unserer Kinder nicht nur durch Erzählungen der Kinder oder Eltern viel über andere Länder erfahren, sondern sie zu solchen Anlässen auch ‚schmecken’“, so Hendrik Lang, Mitarbeiter*in der Kita.

Ein Traum(-Baum) wird wahr

Ein echter TraumBaum zum träumen, innehalten, erzählen und vorlesen

Eine besondere Überraschung hielt das Team der Kita TraumBaum während der Feier für alle Gäste und vor allem für die Kinder bereit: Ein echter TraumBaum zum träumen, innehalten, erzählen und vorlesen wurde enthüllt. Zuvor durften die Kinder auf selbstgebastelte Herzen ihren ganz persönlichen Wunsch für die Kita durch ihre Eltern aufschreiben lassen. Alle Herzen wurden anschließend an den Baum gehängt – und werden hoffentlich früher oder später erfüllt. „Seit ich die Leitung der Kita vor zwei Jahren angenommen habe, haben wir daran gearbeitet, passend zu unserem wunderbaren Namen einen echten TraumBaum für alle unserer Kinder zu realisieren. Durch Spenden von Eltern, externen Institutionen und viel Arbeit zusammen mit Merih Aktas Goellrich und Daniel Rehm konnten wir uns diesen Traum nun erfüllen“, freut sich Naomi Wille.

Ein Himmel voller Ballons

Zum Abschluss ließen alle Gäste gemeinsam noch 99 Ballons in den strahlend blauen Himmel steigen. An jedem der Ballons war ein Wunsch der Besucher*innen befestigt und eine leichte Brise auf dem Riedberg sorgte dafür, dass sich die Wünsche der Kinder auch über die Grenzen des Riedbergs verbreiteten.

99 Geburtsagsballons mit Glückwünschen der Kinder

Die Kita TraumBaum ist eine von insgesamt zwölf Kitas auf dem Riedberg. Das pädagogische Konzept der Kita verfolgt den sogenannten Early-Excellence-Ansatz. Dieser dient dem Ziel, die individuellen Fähigkeiten der Kinder aufzugreifen und zu fördern. Ein multiprofessionelles Team unterstützt die Kinder mit gruppenübergreifenden Angeboten in den Bereichen Sprach- und Bewegungsförderung, Musik, Rollenspiele und Umwelt bei Ihrer Entwicklung. Träger der Kindertagesstätte ist die Internationale Bund Südwest gGmbH.

(Fotos: Katharina Bathe-Metzler)

Die Kandidaten stellen sich vor

Frankfurt hat am Sonntag den größten und längsten Wahlzettel aller Zeiten. 985 Kandidaten kämpfen um einen der 93 Sitze im Römer. Wir Wähler dürfen kumulieren, panaschieren und sogar einzelne Kandidaten streichen (siehe „Das Wahl-Abc„). Bildung, Wohnen, Lärmschutz und Flüchtlinge gehören zu den großen Themen in diesem Kommunalwahlkampf. Dabei wird manchmal fast vergessen: Auch die Stadtteilparlamente werden gewählt, die Politiker hier vor Ort in Riedberg/ Kalbach. Der Ortsbeirat 12 wird 19 Mitglieder haben. MAINRiedberg hat die Kandidaten der bisher im Ortsbeirat vertretenen sechs Parteien um Statements gebeten. Ein Klick auf die Partei-Symbole genügt.

Die einzelnen Parteien und Personen stellen sich vor:

CDU

spdgruene

die_linkefdp

bff

Ortsbeirat wählen gehen …

Was ist ein Ortsbeirat?

Der Ortsbeirat ist die unterste Ebene der Stadtpolitik. Die Ortsbeiräte sind Ansprechpartner für die BürgerInnen und setzen sich bei der Stadt für „ihren“ Stadtteil ein.

Wofür ist der Ortsbeirat zuständig?

Zu allen Themen, die den Stadtteil betreffen, muss der Ortsbeirat gehört werden. Umgekehrt kann der Ortsbeirat auch die Stadt auffordern, tätig zu werden. Entscheiden kann der Rat über Verkehrsberuhigungen, Grünpolitik, die Benennung von Straßen, Plätzen und Schulen. Mitwirken können die Politiker bei den Themen öffentlicher Nahverkehr, Schulpolitik, Spielplätze und soziale Einrichtungen.

Wie viele Mitglieder hat der Ortsbeirat 12?

Der Ortsbeirat Kalbach/Riedberg hat 19 ehrenamtliche Mitglieder, die jeweils für fünf Jahre gewählt sind.

Willkommen, liebe Anna!

Hi, ich bin die Anna und besuche die 9. Klasse des Gymnasiums Riedberg und absolviere hier ein Praktikum. Ich wohne hier auf dem Riedberg und habe somit auch das MAINRIEDBERG StadtteilMagazin bekommen. Da mir das Design sehr gut gefallen hat, habe ich im Impressum nachgeguckt und bin so auf diesen Praktikumsplatz gekommen. In meiner Freizeit zeichne ich gerne und ich spiele Badminton im Verein. Auch treffe ich mich gerne mit meinen Freunden.
Die nächsten 3 Wochen werde ich regelmäßig berichten, was ich hier so mache.

Eure Anna

Das neue MAINRiedberg ist da

Haben Sie es schon in Ihrem Briefkasten entdeckt?

Das neue MAINRiedberg ist da! Das Magazin für Frankfurts jüngsten Stadtteil kam gestern frisch aus der Druckerei und wird ab sofort verteilt. MAINRiedberg ist umwerfend anders, weltoffen und innovativ – wie die über 10.000 Riedbergerinnen und Riedberger, die hier leben. Entdecken Sie mit uns den Riedberg neu! Das Magazin erscheint drei Mal pro Jahr. Ständig aktualisierte Informationen, News und Terminhinweise finden Sie auch auf unserer Website www.main-riedberg.de.

Übrigens: Wenn Sie hier am Riedberg wohnen und bis Sonntag kein Exemplar von MAINRiedberg erhalten sollten, können Sie sich gerne an uns wenden. Dann lassen wir Ihnen umgehend – und selbstverständlich kostenlos – die zweite Ausgabe unseres Magazins zukommen. Mail an

mail@main-riedberg.de

genügt. Bitte Adresse nicht vergessen!

*** Wir freuen uns auch über Feedback und Anregungen unserer Leser. Denn MAINRiedberg ist das neue Magazin für ALLE Riedberger ***

Nur am Riedberg Mehrheit
gegen Rennbahn

Gut informierte Riedberger wissen es längst: Der Bürgerentscheid zum Erhalt der Frankfurter Galopprennbahn ist gescheitert. Die Rennbahn-Befürworter erreichten am 21. Juni nicht die notwendige Zahl der Stimmberechtigten, hatten im gesamten Stadtgebiet aber eindeutig die Nase vorn. Wirklich im gesamten Stadtgebiet? Nein, auf dem Riedberg nicht! Die Analyse des Bürgeramtes für Statistik belegt: Nur im Stadtbezirk Kalbach-Riedberg gab es eine Mehrheit GEGEN die Rennbahn und FÜR die geplante DFB-Akademie. Während in Kalbach die Zustimmung für die Nachwuchsakademie zwischen 46,2 und 54,4 Prozent lag, stimmten in der Grundschule Riedberg I sogar bis zu 63,1 Prozent der Wähler pro Fußball und gegen den Erhalt der Rennbahn.

Alex Markert, Präsident des SC Riedberg, spricht von einem „deutlichen Signal“. Markert weiter: „Das deckt sich auch mit unserer Einschätzung und Wahrnehmung hier am Riedberg, was das Thema Fußball angeht.“ Der Präsident des SCR, der kürzlich in den Vorstand des Sportkreises Frankfurt gewählt wurde, freut sich „auch für die Sportstadt Frankfurt“.

 

born2fly – Fliegen mit Gefühl

Zuerst ist da Frankfurts Skyline. Zum Greifen nah, fotografiert aus dem Cockpit einer Propellermaschine. Das zweite Bild zeigt eine zierliche Frau mit langen, braunen Haaren. Im Cockpit, am Steuerruder. Weiter hinter im Foto-Ordner ist Leonarda Born (25) mit Tankschlauch und Zapfpistole zu sehen. Fast beiläufig erklärt sie: „Ich mache alles weitgehend selbst. Wenn ich mein Flugzeug checke und feststelle, dass Luft fehlt, pump’ ich die Reifen auch noch auf.“

Leonarda Born spricht kurz und präzise. Keine Spur von Aufregung oder unnötigen Wortspielen. Es verwundert kaum, als sie erzählt, dass sie ausgebildete Fluglotsin ist. Doch an diesem Frühsommertag hat sie sich eine Auszeit für unser neues Stadtteilmagazin genommen, um über ihre größte Leidenschaft zu berichten: Über die Welt jenseits des Flughafen-Towers. Hoch über den Wolken. Über das Fliegen! Die 25-jährige, die seit Dezember 2010 am Riedberg wohnt, ist inzwischen Berufspilotin, Fluglehrerin – und bietet vom Flugplatz Frankfurt-Egelsbach aus Erlebnisflüge im gesamten Rhein-Main-Gebiet an.

Und zum ersten Mal kann mir jemand erklären, dass Fliegen viel mit Gefühl zu tun hat. Besonders, wenn man noch mit dem Segelfliegen begonnen hat. Da ist Fliegen „echte Handarbeit und man fliegt ein Stück weit mit dem Hintern“. Ohne hochkomplexe Technik, Wind und Wetter ausgeliefert. „Man muss sehr präzise fliegen, hat aber auch viel Zeit nachzudenken“, fügt Leonarda Born hinzu. Es ist die-ser Blick von oben auf die Welt, der sie bis heute fasziniert.

Schritt für Schritt und unzählige Flugstunden später steuert sie Business-Jets. Als Co-Pilotin. Die Verkehrspiloten-Ausbildung absolvierte sie in Berlin, die Theorie eignete sie sich im Fernstudium an.

Dennoch bleibt Zeit für kleinere Motoren und Abenteuer. Kürzlich flog sie mit einer Propellermaschine von Frankfurt bis nach Gibraltar. Mit Mini-Abstecher nach Mallorca. Weil sie sich „das schon lange in den Kopf gesetzt hat“.  Andere träumen vom Fliegen.
Leonarda lebt ihren Traum…

Mehr Informationen über Erlebnisflüge im Rhein-Main-Gebiet unter:
www.born2fly.fm

Am Anfang war nur Schotter

Am schönsten ist es am Morgen. Wenn die City unten am Main noch im Nebel liegt und für die Riedberger schon die Sonne aufgeht. Im Osten, gleich neben der Skyline der Stadt. Perfekt sind auch die Sommerabende, wenn sich das Leben in den grünen Innenhöfen, den Balkonen und Dachterrassen abspielt und der Blick von Frankfurts Wolkenkratzern bis zum Taunus reicht.

Keine Frage: Der Riedberg boomt. Mehr als 10.300 Einwohner leben inzwischen im größten Neubaugebiet Deutschlands für Wohnzwecke, wie es in bestem Amtsdeutsch heißt. Unser Stadtteil ist jung und weltoffen, innovativ, urban und kreativ. „Ich komme aus Mexiko, meine Freundin aus Serbien und in der Schule meiner Tochter sind Kinder mit asiatischen Wurzeln, aus dem Nahen Osten und natürlich Deutschland“, berichtet eine Riedberger Mutter mit ansteckendem Lachen. Im zuständigen Ortsbeirat spricht man von einem „spannenden Stück Stadtentwicklung“. Und davon, dass hier „Menschen mit verschiedensten Biografien und aus allen Teilen der Welt zusammenwachsen“. Lange stand der Riedberg im Schatten des Schwester-Stadtteils Kalbach, der anno 772 bereits erstmals urkundlich erwähnt worden ist. Doch längst spielt sich hier das gesamte, moderne Leben ab. Es gibt Ärzte, Geschäfte, immer noch einen Pferdehof, die Science City Frankfurt-Riedberg mit Campus und Forschungseinrichtungen, Cafés, erste Restaurants. Ambitionierten Städtebau und U-Bahn-Anbindung inklusive.

Als Markus Schaufler vor fast zehn Jahren mit seiner Familie hierher ziehen wollte, musste er „noch ordentlich Überzeugungsarbeit leisten“. Da war nur eine holprige Schotterstraße, die zum neuen Zuhause führte. Selbst dann, als es – natürlich später als geplant – endlich fertig war. „Es gab nur die erste Grundschule an der Kalbacher Höhe, dann lange nichts“, berichtet der Mann, der später die IG Riedberg mitinitiierte und damit erstes Gemeinschaftsleben ins Neubaugebiet brachte. Oben, wo längst das Riedberg-Zentrum entstanden ist, „war ein altes Gaslager und außerdem waren da noch ein, zwei Bauernhöfe, Streuobstwiesen und ein paar vereinzelte Häuserzeilen“. Einzig das erste Wohn-Quartier neben A661 und Merton-Viertel, der „Bo-
nifatiusbrunnen“ mit Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern, verströmte ein bisschen Stadtluft.

Die Riedbergerin aus Mexiko kann sich sogar noch an Zeiten erinnern, „als oben am Berg noch kein Haus war und keine 100 Meter von unse-rem Haus entfernt noch richtig Mais gewachsen ist“. Um ehrlich zu sein: ab und zu stibitzten sie den einen oder anderen Maiskolben und grillten ihn. „Das kenne ich aus meiner Heimat. Das schmeckt wirklich köstlich“, erzählt sie.

Apropos köstlich: Wer mittags den Riedberg hochfährt, nicht so sportlich wie die Profis beim Radrennen Eschborn-Frankfurt, aber mit mäßigem Tempo oder doch mal schweißtreibend per Rad, wird auf „Passhöhe“ eine kleine Menschenansammlung bemerken. Vor dem Asia-Imbisswagen Chalinee Silbermann. Man isst, sonnt und unterhält sich. Zwei Mal schon mussten Chalinee und das Küchenteam aus ihrer Heimat Thailand Bauprojekten weichen und den Standort wechseln. Jetzt ist ihr Hänger nur wenige Schritte von Uni Campus und Forschern entfernt. Das Lieblingsgericht der Kunden blieb: ein würziges, aber nicht zu scharfes Hühner-Curry mit Gemüse, Erdnüssen und Kokosmilch.

Nein, mit dem Rad sei er bisher noch nie hierher gelangt, bekennt Baudezernent Olaf Cunitz gegenüber Main Riedberg. Der Grünen-Bürgermeister fügt hinzu: „Da ich Freunde und Bekannte auf dem Riedberg habe, war dieser immer wieder Ausgangspunkt für schöne Spaziergänge.“ Manchmal ist er mehrmals pro Woche hier, dann aber aus beruflichen Gründen.

Denn am Riedberg möchte die Stadt fortführen, was Ernst May, der Baumeister des „Neuen Frankfurts“, zwischen 1925 und 1930 begonnen hat. May baute mit seinen Architekten und Gestaltern Siedlungen, die bis heute als beispielhaft gelten. Platzsparend, mit Design und Funktionalität, perfekt für Großstadtmenschen und preisgünstig dazu. May und Mitstreitern wird auch der Prototyp der Einbauküche, die Frankfurter Küche, zugeschrieben und natürlich der „Frankfurter Küchenstuhl“, der längst wieder in Design-Katalogen und im Zuhause Einzug hält. Das Quartier „die weiße Stadt“ ist May übrigens gewidmet.

Zugegeben: Wegweisende Architektur ist nicht überall. Zwei Vorzeige-Bauten, ein Einfamilienhaus vom Büro „unlimited architekten“ und das schwarze EnergieHaus Plus in der Graf-von-Stauffenberg-Allee, sind Ende Juni beim „Tag der Architektur“ zu besichtigen. Auch Star-Architekten wie Daniel Libeskind (u.a. Jüdisches Museum Berlin) legen inzwischen Entwürfe für unser Neubaugebiet vor. Die „Townhouses“ von Libeskind landeten im Jury-
Wettbewerb aber nur auf Platz 2. Den Zuschlag bekamen Architekten aus Rotterdam, Frankfurt und Berlin.

Die Zeitschrift „Capital“ empfiehlt den Riedberg bereits als Wohnlage und Kapitalanlage. Villen im neuen „Westflügel“ sollen mit Grundstück bis zu 1,8 Millionen Euro kosten. Menschen, die sich schon seit Jahren ums soziale Miteinander sorgen, liegt mehr am Herzen, „dass die
Mischung stimmt“. So setzt sich der Stadtteilarbeitskreis dafür ein, dass es endlich mehr Räume für die Vereine und sozialen Gruppierungen gibt. Für mehr Angebote für Eltern, Kinder, Jugendliche und Senioren.

Die Zahl der Riedberger wächst rasant. Ein Beispiel: Die Grundschule 2 bekommt im Sommer rund 100 neue Schüler. Weit mehr als erwartet. Ältere Kids fühlen sich derzeit noch in der Minderheit, werden sich aber sicher über die neue Anlage für Skater und BMX-Fans im Gewerbegebiet am Martinszehnten freuen. Der Skaterpark an der Josef-Eicher-Straße soll noch in diesem Jahr gebaut werden.

Längst sind wir eine Mini-Stadt in der Stadt. Wenn alle Bauprojekte fertig sind, also vermutlich 2020, werden hier mindestens 15.000 Menschen leben. Oder werden es sogar bis zu 17.000 sein? Bürgermeister Olaf Cunitz erklärt dazu: „Ich tue mir schwer mit diesen Prognosen.“ Ob eine Wohnung letztlich von zwei oder vier Personen bewohnt wird, sei „nicht steuerbar“. Viel schwerer wiegt nach Ansicht des Planungsdezernenten, dass sich alle Alt- und Neu-Riedberger „richtig wohlfühlen können“.

Dazu eine Randnotiz: Auf der offiziellen Homepage www.riedberg.de findet sich auch ein Riedberg-Klingelton. Wir finden: Der echte Riedberg klingt doch aufregender. Und ist – auch dank der Windböen vom Taunus – noch ein wenig „cooler“…                                                   Det.