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Riedberg feiert Sommerfest!

Diesen Termin bitte unbedingt vormerken: Das große Sommerfest auf dem Riedberg findet wieder an zwei Tagen statt, nämlich am Freitag und Samstag, 30 und 31. August. Wo? Natürlich wieder im Bonifatiuspark, unterhalb der Grundschule Riedberg. Neu ist, dass das schönste Sommer-Event in unserem Stadtteil diesmal schon am Freitagabend startet.

„Dies schafft noch mehr Raum für viele Programm-Highlights und gibt das Gefühl von Ferien nach den Ferien“, heißt es bei der IG Riedberg, die als Verein und Veranstalter das Fest erst möglich machen. Das kulinarische Angebot wiederum macht es möglich, dass die eigene Küche kalt bleibt – und viel Zeit zum Feiern für Groß und Klein.

Die IG verspricht: „Auf der Bühne erwarten Euch vertraute Gesichter, wir haben aber auch einige Überraschungen im Gepäck.“ Der Freitagabend steht von 18 bis 24 Uhr unter dem Motto „Flip-Flop-Friday – Afterwork Lounge“. Also, locker machen, genießen und der Musik auf der Bühne lauschen.

Am Samstag geht es um 14 Uhr los. Beim „Family Fun“ am Nachmittag stehen die jüngeren Riedberg-Bewohner im Fokus. Ab 18 Uhr bekommt das Sommerfest einen Festival-Charakter, bis 1 Uhr ist Party angesagt. Und nicht vergessen: Gegen 22 Uhr kommen die Männer von Riedberg Underground auf die Bühne. Mit dem Versprechen: Der Riedberg rockt!

Noch eine Bitte der IG Riedberg: Wer jetzt schon weiß: „Ich bin dabei und helfe gerne mal zwei Stunden“, kann sich ab sofort unter kontakt@ig-riedberg.de melden.

Foto: IG Riedberg

Mehr Platz für die Grundschule Riedberg

Wegen der stark steigenden Schülerzahlen erhält die Grundschule Riedberg an der Kalbacher Höhe zusätzliche Räume. Auf dem sogenannten Alten Gerichtsplatz, der direkt neben der Schule im Zugang zum Bonifatiuspark liegt, entsteht bis zum Schuljahresbeginn eine provisorische Erweiterung in Modulbauweise. Heute wurden die ersten Stahlmodule angeliefert. In den kommenden Tagen folgt der Innenausbau. Aus insgesamt rund 30 Modulen entsteht ein temporäres Gebäude mit drei Klassenräumen, einem EDV-Raum und einem Mehrzweckraum. Damit kann die Grundschule von vier auf fünf Züge erweitert werden und hat damit Platz für rund 500 Schülerinnen und Schüler. „Es gelingt uns, innerhalb kürzester Zeit den zusätzlichen Raumbedarf zu decken“, sagte Baudezernent Jan Schneider. „Das ist ein großer Kraftakt, für den ich mich bei allen Beteiligten bedanke.“

Das Amt für Bau und Immobilien hatte mehrere Standorte für die provisorische Erweiterung geprüft. Die Wahl fiel auf den Alten Gerichtsplatz, da dieser direkt neben der Schule liegt und kurzfristig zur Verfügung stand. Außerdem lässt sich dort der Erweiterungsbau mit vergleichsweise geringem Aufwand errichten. Die schnelle Lieferung der Stahlmodule ist deshalb möglich, weil die Stadt Frankfurt Ende vergangenen Jahres den Rahmenvertrag zur Lieferung und Anmietung mobiler Anlagen für Schulen erheblich erweitert hat. „Wir können dadurch noch flexibler reagieren“, betonte der Baudezernent.

Ab August gibt es 3 Grundschulen am Riedberg

Die Nutzung des Erweiterungsbaus, durch den die vorhandenen Bäume nicht beeinträchtigt werden, ist zunächst für zwei Jahre vorgesehen. Anschließend wird die Modulanlage abgebaut und die Grünfläche wiederhergestellt. Ab 2021 stehen für die Grundschulversorgung des Riedbergs zusätzliche Räume in dem heute von der IGS Kalbach-Riedberg genutzten Holzmodulbau an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee zur Verfügung. Dort wurde gerade der zweite Bauabschnitt fertiggestellt. In zwei Jahren wird die Grundschule Riedberg III das Gebäude beziehen. Sie nimmt zum Schuljahresbeginn den Betrieb in einem Übergangsquartier in der Hans-Leistikow-Straße auf. Für die Marie-Curie-Schule, die bisher zweite Grundschule auf dem Riedberg, wurde bereits Anfang des Jahres eine modulare Erweiterung errichtet.

„Kalbach-Riedberg ist allein in den vergangenen beiden Jahren um rund 2400 Einwohnerinnen und Einwohner gewachsen“, sagte Schneider. „Wegen dieser Entwicklung müssen wir zusätzliche Kapazitäten an den Schulen schaffen.“ In diesem Jahr entstanden, beziehungsweise entstehen auf dem Riedberg insgesamt zwei Übergangsbauten aus Stahlcontainern und zwei Holzmodulbauten mit insgesamt 31 Klassenräumen, zwei Kantinen sowie den zugehörigen Verwaltungs-, Naturwissenschafts- und Betreuungsräumen. Außerdem wurde mit dem Neubau für die IGS Kalbach-Riedberg an der U-Bahn-Station Riedberg begonnen, der in zwei Jahren bezogen werden soll. Die Einwohnerzahlen, aber auch die Kinderzahlen, steigen weiter.

Informationen & Foto: Stadt Frankfurt

Jugendliche fordern Jugendparlament

Mehrere deutsche Städte, wie Wiesbaden, Stuttgart, Darmstadt oder Marburg ermöglichen Jugendlichen politische Teilhabe und haben Jugendparlamente etabliert. Nun fordern die drei Jugendorganisationen Frankfurter Jugendring (FJR), Stadtschülerrat (SSR) und Fridays for Future (FFF), diesen Schritt auch in Frankfurt und haben zu einem Kongress in den Römer eingeladen. Ziel ist es, eine Debatte über ein Konzept für ein Jugendparlament in Frankfurt zu beginnen.

„Unserer Jugend wird unterstellt, sie sei unpolitisch. Das kann ich absolut nicht bestätigen. Die Jugendlichen in Frankfurt gehen nicht nur für den globalen Klimaschutz und Schülertickets auf die Straße, sondern wollen sich auch lokal einbringen und Frankfurt mitgestalten. Unsere Demokratie lebt vom Mitmachen und braucht junge Menschen, wie Euch, die Beteiligung mit Nachdruck einfordern“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann in seiner Begrüßungsrede im Kaisersaal. Er habe den Kaisersaal und die Römerhallen gerne zur Verfügung gestellt, um damit seine Unterstützung für die Forderung der Jugendlichen deutlich zu machen.

„Während in ganz Deutschland und, weiter noch, rund um die Welt Jugendliche auf die Straße gehen um auch – aber nicht nur – für eine konsequente Umweltpolitik zu demonstrieren, wird immer klarer, dass es mehr Möglichkeiten der Partizipation für die jungen Menschen innerhalb unserer Gesellschaft geben muss. Uns ist es wichtig, das Thema jetzt anzupacken, solange wir Jugendlichen öffentlich wahrgenommen werden“, sagte Paul Harder, Stadtschulsprecher, in seiner Rede im Kaisersaal.

Den Kongress im Römer verstehen die Jugendorganisationen als „Kick Off Event“ zur gemeinsamen Arbeit an einem Konzept für ein Jugendparlament in Frankfurt. Nach der Begrüßung der Teilnehmer im Kaisersaal durch Oberbürgermeister Feldmann konnten sich die Gäste in den Römerhallen im Rahmen eines „Marktes der Möglichkeiten“ über die Arbeit bereits bestehender Jugendparlamente in Dresden, Marburg, Stuttgart, Wiesbaden und Offenbach informieren. Im Anschluss wurde diskutiert, wie ein Modell in Frankfurt aussehen könnte.

„Nach dem Kongress soll gemeinsam mit den drei Jugendorganisationen sowie mit Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft und Politik ein stadtweiter Arbeitskreis zum Thema Kinder- und Jugendbeteiligung in der Stadt Frankfurt entstehen. Wir wollen weitere Konzepte der Partizipation kennenlernen und ihre konkrete Umsetzung bei uns planen. Wir brauchen niedrigschwellige und offene Angebote, für jede Altersgruppe“, sagte Yassine Chaikhoun, Vorsitzender des Frankfurter Jugendrings.

„Gemeinsam geht es darum, den Jugendlichen endlich eine Stimme auch außerhalb des Protests auf der Straße zu geben und reelle Mitwirkungsmöglichkeiten zu schaffen, auch für Schülerinnen und Schüler. Mit einem Jugendparlament, das von den Schülerinnen und Schülern selbst getragen wird, haben diese endlich die Möglichkeit der Teilhabe an Prozessen, die sie selbst oft am stärksten betreffen“, ergänzte ein Vertreter von Fridays for Future Frankfurt.

Den Kongress am Montag, 22. Juli, im Römer verstehen die Jugendorganisationen als Anfang eines Prozesses, in dem politische Teilhabe an Debatten innerhalb der Stadt für Kinder und Jugendliche ermöglicht und erleichtert werden soll, damit wichtige Entscheidungen nicht länger über die Köpfe der nächsten Generation hinweg getroffen werden.

Foto oben (von links): Stadtschulsprecher Paul Harder, stellv. Stadtschulsprecher Magnus Welkerling, OB Peter Feldmann und Julien Chamboncel vom Frankfurter Jugendring

Informationen & Foto: Stadt Frankfurt

So lebten die „Frankfurter“ vor 6000 Jahren

Oberbürgermeister Peter Feldmann und Planungsdezernent Mike Josef haben vergangene Woche gemeinsam mit der Leiterin des Frankfurter Denkmalamtes, Andrea Hampel, rund 6000 Jahre alte archäologische Funde vor Ort in Harheim präsentiert. Dort hat das Frankfurter Denkmalamt neben einer keltischen Siedlung auch mehrere steinzeitliche Siedlungen erfasst. In einer der Gruben lag unter anderem ein menschlicher Schädel. Gefunden wurde ein Oberschädel ohne Unterkiefer. Die Fachleute gehen davon aus, dass der Kopf vom Körper abgetrennt, der Unterkiefer entfernt und der Schädel aus unbekannten, wahrscheinlich „kultischen“ Gründen absichtlich deponiert wurde.

„Ich bin immer wieder überrascht, welche bemerkenswerten Funde unser Denkmalamt bei seinen Grabungen im Stadtgebiet macht. Nun wurden Teile des mutmaßlich ersten Frankfurter Landwirts gefunden“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Solche Grabungsfunde helfen uns weiter, unsere Ursprünge und unsere eigene Geschichte besser zu verstehen.“

Planungsdezernent Josef unterstrich, dass es sich um einen außerordentlich seltenen Befund in Frankfurt handelt: „Das zeigt erneut, dass noch viele Schätze im Frankfurter Boden schlummern. Dabei ist es in erster Linie die bauliche Weiterentwicklung, die es uns erlaubt, in den Boden vorzudringen und neue Erkenntnisse über unsere Geschichte zu Tage zu fördern.“ Da auf dem Areal Wohnungen errichtet werden sollen, finden derzeit die gesetzlich vorgeschriebenen archäologischen Grabungen statt. Auf dem Grundstück sollen drei Reihenhäuser und acht Doppelhaushälften errichtet werden.

„Grundsätzlich wurden auch in der Steinzeit Tote auf Friedhöfen beerdigt – allerdings gibt es Ausnahmen“, erläuterte Amtsleiterin Hampel. „In Frankfurt kennen wir zwar über 100 Siedlungen aus diesem Zeitraum, aber bisher keinen nachgewiesenen Friedhof. Etwa zehn Fundstellen mit menschlichen Überresten aus der Jungsteinzeit haben wir im Stadtgebiet bislang entdeckt. Ein einzelner Schädel wirft allerdings viele Fragen auf, die wir noch nicht alle beantworten können. Nach der Bergung werden zahlreiche Untersuchungen folgen, die Alter, Geschlecht und Herkunft der Person klären sollen – und natürlich auch die Frage, wie der Kopf abgetrennt wurde.“ Anhand der Keramikfunde in der Grube gehört der Schädel in die Zeit um 4800 vor Christus. In Frankfurt ist bisher kein Skelett aus dieser Zeit bekannt.

An der Fundstelle befindet sich auch eine ältere Siedlung der sogenannten Linienbandkeramischen Kultur aus der Zeit um 5500 vor Christus als sich in Europa aus Mesopotamien kommend das Konzept und nach neuesten Erkenntnissen auch durch Zuwanderung die sesshafte Lebensweise verbreitete. Die Menschen ließen sich dauerhaft nieder und lösen die Lebensweise der Jäger und Sammler ab. Dabei handelt es sich um einen der bedeutendsten Entwicklungsschritte in der Geschichte der Menschheit, der zu Recht als „neolithischen Revolution“ bezeichnet wird.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Stadt Frankfurt/ Bernd Kammerer

U-Bahn-Baustelle live erleben

Die Bauarbeiten auf den U-Bahnlinien U1, U2, U3 und „unserer“ U8 zwischen Heddernheim und dem Südbahnhof sind in vollem Gange. Unter anderem werden Gleise erneuert, Überwege saniert und Brandschutzmaßnahmen durchgeführt.

Am heutigen Freitag, 19. Juli, zwischen 10 und 16 Uhr können große und kleine Besucher dabei sein, wenn im Rahmen der Sommerbaustellen sieben Weichen ausgetauscht werden.

Dazu gibt es ausführliche Erläuterungen und spannende Einblicke in die Arbeit auf der Baustelle. Der Eintritt ist kostenlos und leckere Speisen und Getränke kann man vor Ort kaufen.

Der Betriebshof liegt an der Haltestelle Heddernheim in der Nassauer Straße 27 – nur einige Minuten vom Riedberg entfernt. Die Station ist mit dem Schienenersatzverkehr SEV 1 erreichbar.

Weitere Informationen zu den Bauarbeiten und deren Auswirkungen gibt es unter http://vgf-ffm.de/wirbauen im Internet.

Foto: MAINRiedberg

Tischtennis-Petition hat Erfolg!

Die Petition „Mehr Tischtennisplatten auf dem Riedberg – Attraktive Spielplätze auch für große Kinder“ hat auf dem offiziellen Beteiligungsportal der Stadt Frankfurt die notwendige Unterstützerzahl von 200 übertroffen – und nachhaltigen Erfolg! Denn die Bürgeridee bekam nicht nur so viel Unterstützung, dass die Stadt die Umsetzung prüfen musste. In einer aktuellen Antwort der Verwaltung heißt es: „Der Anregung zur Aufstellung von Tischtennisplatten wird entsprochen.“ Der Riedberg wird zwei neue Outdoor-Platten erhalten. Gerade für ältere Kids, die jenseits der Vereine relativ wenig Freizeitmöglichkeiten haben, ist das sicher eine „schöne Nachricht“, wie der im Stadtteil engagierte Tischtennis-Diplomtrainer Wieland Speer formuliert.

Hier werden die beiden Outdoor-Platten aufgestellt

Allerdings wurden die von den Bürgern vorgeschlagenen Standorte teilweise modifiziert. Statt der drei erhofften Tischtennisplatten werden nur zwei Platten installiert. Wo? In der Renoirallee gegenüber der Kita Weltraum und im südlichen Bereich des neuen Grünzugs „Römische Straße“ im Westteil des Riedbergs. Von der Aufstellung weiterer geplanter Platten wurde aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung abgesehen.

Der Hintergrund der Initiative: Viele Kinder in unserem Stadtteil spielen leidenschaftlich gerne Tischtennis. In den Schulen sind die Tischtennis-AGs sehr beliebt. „Nur in der Freizeit haben die Kinder leider nur sehr begrenzte Möglichkeiten, Tischtennis zu spielen“, erklärt Kristina Kaiser, Initiatorin der Petition. Gerade auf Spielplätzen rund um die Grundschule Riedberg sei grundsätzlich ausreichend Platz vorhanden. Daher schlug man die Installation von Tischtennisplatten auf verschiedenen Spielplätzen vor.

Auch der Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg hat sich im Mai mit dem Thema beschäftigt und setzte sich in einem gemeinsamen Antrag für mehr Outdoor-Tischtennisplatten ein.

Start mit großem Tischtennis-Spieltag?

Tischtennis-Trainer Speer denkt gleich noch einen Schritt weiter. Er fragt: „Sobald die Tische aufgestellt werden und wir davon erfahren, könnten wir dort einen öffentlichkeitswirksamen TT-Spieltag durchführen. Oder?“

Foto: Archiv

Neuer Kinderstadtplan für den Riedberg

Druckfrisch zeigt das Frankfurter Kinderbüro zehn überarbeitete Kinderstadtpläne. Die Pläne einzelner Stadtteile waren vergriffen, bei den Neubaugebieten konnte eine neue Version der Stadtgrundkarte als Basis eingesetzt werden. Große Veränderungen gab es vor allem bei den Plänen von Riedberg, Kalbach und Gallus. Mit anderen Worten: Bisher haben weite Teile des Riedbergs in den alten Kinderstadtteilplänen gefehlt – das hat sich nun grundlegend geändert.

Das Frankfurter Kinderbüro präsentierte deshalb am Montag auf dem Piratenspielplatz im Kätcheslachpark die druckfrischen neuen Kinderstadtteilpläne. Diese wurden auf neuer Datenbasis des Stadtvermessungsamtes und in Zusammenarbeit mit dem Kinderbeauftragten für den Riedberg, Ronald Bieber, hergestellt.

41 Teilpläne für das ganze Stadtgebiet – online oder frisch gedruckt

Auf insgesamt 41 Teilplänen ist das ganze Stadtgebiet Frankfurts abgebildet. Die Pläne für die Stadtteile Bonames/Frankfurter Berg, Gallus, Goldstein, Höchst, Kalbach, Oberrad, Riedberg, Riederwald, Rödelheim und Sindlingen wurden aktualisiert. Die Pläne, die sehr großen Anklang bei Kindern, Eltern, Schulen und Betreuungseinrichtungen finden, können ab sofort kostenfrei im Kinderbüro, Schleiermacherstraße 7, abgeholt oder bestellt werden. Auch Schulklassen und Kindergruppen können die Kinderstadtteilpläne erhalten.

Kinder können mit den Plänen eigenständig ihr nahes Umfeld erkunden. Sie sind übersichtlich und bunt gestaltet. Kinder und Jugendliche finden sich im Großstadtgefüge vor ihrer Haustür damit schnell zurecht. Im Einzelnen sind auf den Plänen zu sehen: Spiel- und Bolzplätze, Spielwiesen, Rollschuhbahnen, Betreuungseinrichtungen, Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Sportplätze, Bibliotheken, Bücherschränke, Polizei, Feuerwehr, Linien der Straßenbahnen und U- und S-Bahnen, Kindertheater, Museen und vieles mehr.

Jeder Plan zeigt einen Stadtteil Frankfurts im DIN A3-Format und im DIN A2-Format die gesamte Stadt.

Die Neuauflage wurde von den Kinderbeauftragten in den Stadtteilen unterstützt. Ihre Ortskenntnisse der einzelnen Quartiere sind unersetzlich für die Aktualisierung der Kinderstadtteilpläne.

Die Pläne sind auch auf der Internetseite des Kinderbüros https://www.frankfurter-kinderbuero.de für private Zwecke zum Download eingestellt.

Der Kinderstadtplan für den Riedberg ist unter https://kinderbuero-frankfurt.de/images/pdf_2019/Riedberg_04-18_RL03.pdf zu finden.

Foto: Kinderbüro Frankfurt

Für saubere Luft: Kürzere Wartezeiten für Bus und Bahn an Ampeln

Lange Wartezeiten an Kreuzungen für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) müssen nicht sein. Daher hat der Magistrat in seiner Sitzung am Montag beschlossen, 24 Ampelanlagen zu modernisieren. Ziel der digitalen Modernisierung ist ein störungsfreier und pünktlicher Betriebsablauf. Durch die Beschleunigungsmaßnahmen können betriebliche und verkehrliche Störungen reduziert und Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit erhöht werden.

Die Mittel dafür stammen aus dem städtischen Etat und dem „Sofortprogramm Saubere Luft“ des Bundes. Dem Beschluss muss noch die Stadtverordnetenversammlung zustimmen. Oberbürgermeister Peter Feldmann und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling begrüßen die Entscheidung als wichtigen Schritt hin zu einem attraktiveren ÖPNV und Beitrag zu einem gesünderen Stadtklima.

Oberbürgermeister Feldmann sagt: „Wir arbeiten die Punkte des gemeinsam mit unserer Nachbarstadt Offenbach erstellten Masterplanes NOx-Minderung konsequent ab. Unser Ziel bleibt die Schaffung eines gesünderen Stadtklimas und damit auch die Vermeidung von Fahrverboten. Ich vertraue hier darauf, dass Magistrat und Stadtverordnete den Verkehrsdezernenten auch weiterhin im Kampf für saubere Luft und gegen Fahrverbote unterstützen.“

Der Bund steuert 589.000 Euro bei, von der Stadt kommen 1,78 Millionen Euro. An fünf Anlagen muss die vorhandene Technik lediglich angepasst werden, neun Ampeln bekommen ein umfangreiches Update, bei zehn weiteren erneuert das Straßenverkehrsamt die gesamte Hardware bis hin zum Schaltschrank vollständig für den Digitalbetrieb.

„Die Attraktivität unserer Busse und Bahnen als alternative Verkehrsmittel zum eigenen Auto und damit auch als Beitrag zu sauberer Luft in unserer Stadt steht und fällt mit ihrer Fahrplantreue. Mit den zur Verfügung stehenden Bundesmitteln können wir nun die schon in den vergangenen Jahren durchgeführten Maßnahmen zur ÖPNV-Beschleunigung an Ampeln entlang der Tramlinie 12 und der wichtigen Buslinie 36 zügig weiterführen“, erklärt Verkehrsdezernent Oesterling.

Information: Stadt Frankfurt

Foto: RMV

Streckensperrung – meine erste Bilanz

Von Monika Nowicka

Montag, 1. Juli, 8 Uhr morgens. Ein ganz normaler Arbeitstag. Nicht ganz. Simone B. steht an der U-Bahn Haltestelle Uni Campus Riedberg und blickt auf die Anzeigetafel. Heute ist der erste Tag, an dem die U8 sowie U1, U2 und U3 für die nächsten sechs Wochen komplett ausfallen. Streckensperrung zwischen Südbahnhof und Heddernheim. Wegen diverser, dringend notwendiger Arbeiten an der so genannten „A-Strecke“, Frankfurts meist befahrener U-Bahn-Verbindung.

Die junge Riedbergerin, die in der Innenstadt arbeitet, fährt in der Regel jeden Tag mit der U8 zur Arbeit und zurück. Dauer der Fahrt sind meist 20 bis 25 Minuten. Sie ist etwas verunsichert, ob durch den Ausfall der U8 ihr Arbeitsweg erschwert wird.

Auf die U9 Richtung Ginnheim muss sie nur ein paar Minuten warten. In der U-Bahn gibt es bereits per Lautsprecher Informationen über den Schienenersatzverkehr (SEV) und an der Heddernheimer Landstraße kann sie direkt in einen der drei Ersatz-Busse einsteigen.

„Der Bus ist noch leer, als ich einsteige, und bei den warmen Temperaturen gut klimatisiert“, berichtet Simone B.“Wir fahren auch gleich los, nach zwei Minuten.“

Am weißen Stein wird der Bus relativ voll, aber es fahren ja mehrere Busse hintereinander. Wie ist die Stimmung bei den Fahrgästen? Nach Simones Empfinden schwankt die zwischen Gelassenheit, leichter Verärgerung über die Strecksperrung – die anscheinend trotz Informationen auf verschiedenen Kommunikationskanälen von RMV-Infos bis Radio und Zeitung nicht bei allen angekommen ist – bis hin zu Verunsicherung bei Touristen, die nach der Route fragen.

„Insgesamt war ich morgens 15 Minuten länger unterwegs durch den Verkehr auf der Eschersheimer – also anstelle 25 Minuten habe ich 40 Minuten bis in die Stadt gebraucht. Auf dem Rückweg waren es vielleicht 5 Minuten mehr. Es hat alles geklappt vom Bus bis zur Bahn.“ So die zeitliche Bilanz.

„Von daher ziehe ich ein erstes, positives Fazit. Und ich bin ehrlich gesagt etwas überrascht, wie gut alles geklappt hat“, resümiert die junge Frau.

Die Alternative: Mit dem Rad in die Stadt!

Unsere MAINRiedberg-Kollegin Monika Nowicka ist „bei dem sonnigem Wetter einfach mal auf mein Fahrrad gestiegen und bin die Strecke in die Innenstadt geradelt“. Zugegeben, teilweise ist der Weg (vor allem der Berg auf dem Rückweg) recht anstrengend. Und trotzdem, „ich habe die Fahrt an der frischen Luft genossen“.

Vielleicht wird also der eine oder andere durch die U-Bahn Sperrung mal wieder inspiriert, aufs Fahrrad umzusteigen. „Der Gesundheit und der Umwelt kommt es auf jeden Fall zugute“, meint Monika Nowicka augenzwinkernd.

Und wenn der kalte, nasse Herbst anbricht und man möglichst schnell von einem zum anderen Ort kommen möchte – dann können wir wieder in die U-Bahn umsteigen…

Foto: MAINRiedberg

 

 



 

Darum ist jetzt Trinken so wichtig…

Ob beim FamilienSportFest, bei der Radtour oder auf dem Bolzplatz – im Sommer muss die gefüllte Wasserflasche immer dabei sein 

Hochsommerliche Temperaturen bedeuten für unseren Körper kein hitzefrei, sondern eine Menge zusätzliche Arbeit. Der Körper verliert an normalen Tagen über zwei Liter Wasser. An heißen Sommertagen entsprechend mehr. 

Es wird mit Sicherheit heiß hergehen beim 8. FamilienSportFest am 6. Juli im Brentanobad und im Stadion am Brentanobad. Einen spannenden und aktiven Ferientag (11 bis 17 Uhr) mit bis zu 40 Bewegungsangeboten bei freiem Eintritt versprechen die Initiatoren Sportkreis Frankfurt, Frankfurter Bäder, Sportamt der Stadt Frankfurt, Deutsches Institut für Sporternährung und Sportklinik Frankfurt/Bad Nauheim sowie TG Bornheim. 

Einer wird bei jeder körperlichen Aktivität dabei sein: der Schweiß. Und das ist gut so, denn die „Bio-Maschine“ Mensch arbeitet leider mit einem sehr geringen Wirkungsgrad. 

75 Prozent der erzeugten Energie muss als Wärme abgeführt werden – und zwar über die Schweißproduktion. Geschieht dieses nicht oder unzureichend, droht dem Körper eine Überhitzung. Der Stoffwechsel braucht ständig Wasser für viele Funktionen und Organe, auch im Schlaf. 

„Wasser ist nicht nur Wärmeregulator, sondern auch Transport- und Lösungsmittel sowie flüssiger Baustein. Das Blut besteht zu 90 Prozent aus Wasser, das Gehirn zu 70 Prozent. Auch ohne körperliche Anstrengung verliert man durch Schwitzen jeden Tag gut einen halben Liter Wasser“, weiß Prof. Dr. Peil, ärztlicher Leiter der Sportklinik Frankfurt und Mitinitiator des FSF. 

Trinken hält auch das Gehirn fit – denn es braucht einen konstanten Wassergehalt. „Es geht dabei nicht nur um die richtige Menge pro Tag, sondern auch um den richtigen Zeitpunkt des Trinkens. Wer zu wenig und zur falschen Zeit trinkt, verringert seine geistige Leistungsfähigkeit, ob in der Schule, bei der Arbeit oder beim Sport“, so Prof. Dr. Peil. 

Ein schleichendes Wasserdefizit ist nach Experten weit verbreitet, weil viele Menschen zu wenig trinken: Ein Großteil der Deutschen, insbesondere auch der Kinder, liegen regelmäßig rund 20 Prozent unterhalb der optimalen Trinkmenge. Doch viele Menschen trinken nicht nur zu wenig, sondern auch nicht zur rechten Zeit: Nur zu den Mahlzeiten, oft erst abends, oder erst, wenn sie schon starken Durst verspüren. Das ist falsch, sagen auch Fachleute wie Günter Wagner, Ernährungswissenschaftler am Deutschen Institut für Sporternährung e.V. in Bad Nauheim: „Viele glauben, dass sie sich das Wasser zu einem beliebigen Zeitpunkt zuführen können, zum Beispiel erst abends. Doch wer nicht tagsüber trinkt, und zwar regelmäßig, und auch bei körperlicher oder geistiger Anstrengung, der schwächt seine geistige Leistungsfähigkeit.“ 2 

Der Körper kann ein entstandenes Defizit nicht so schnell ausgleichen. „Wer also glaubt, er braucht nur nachzutrinken und schon stimmt die Bilanz wieder, der muss berücksichtigen, dass die Erholung nach dem Defizit doch einige Zeit braucht. Das zeigt, dass man kontinuierlich und eben vor der Anstrengung, also vor dem Lernen oder vor dem Arbeitsmeeting im Büro trinken sollte – und nicht hinterher“, so Günter Wagner. Nippen statt kippen lautet auch sein Trinkmotto für das FamilienSportFest. 

Der Ernährungsfachmann hat sich schon seit Jahren auf das Thema Trinken spezialisiert und berät Sportler und andere Interessenten dazu, wie sie optimal trinken können. Zusammen mit Prof. Dr. Peil und Uwe Schröder hat er das Buch „Trink dich fit – Handbuch für das richtige Trinken“ (pala-Verlag, Darmstadt) verfasst. 

Der Trink-Experte plädiert vor allem für das Frühstück mit Getränken, besonders für Schulkinder. Auch Studierende sollten am besten vor der Vorlesung oder währenddessen trinken, wenn es irgendwie geht: Mineralwasser (1,5 bis 2,5 Liter über den Tag verteilt) reicht – so genannte Energiedrinks sind nicht nötig. 

Wenn Wasser-/Schweißverluste nicht rechtzeitig ausgeglichen werden, verschlechtern sich langfristig die Fließeigenschaften. Dadurch wird die Versorgung der Muskelzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen (Energie) verzögert und Stoffwechselvorgänge laufen verlangsamt ab. „Der Körper versucht die Wasserverluste zu minimieren und drosselt die Schweißproduktion. Das Risiko von Hitzeschäden steigt,“ gibt Sportmediziner Prof. Dr. Peil zu bedenken. Wird der Bedarf an Wasser und Mineralstoffen nicht ausgeglichen, können Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen die Folge sein. 

Mit jedem Tropfen Schweiß verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Mineralstoffe. Neben Natrium insbesondere Calcium und Magnesium im Mengenverhältnis von 2:1 – 2 Teile Calcium zu 1 Teil Magnesium. Empfehlenswert ist ein schneller gleichzeitiger Ersatz beider mit dem Schweiß verlorenen Wirkstoffe, also von Calcium und Magnesium. Entsprechend ist mineralstoffreiches Mineralwasser ein ideales Getränk für Sportler in jeder Alters- und Leistungsklasse. Voraussetzung: Das Mineralwasser enthält physiologisch wirksame Mengen der Mineralstoffe Calcium und Magnesium. Mit einem derartigen Mineralwasser kann sozusagen Schluck für Schluck ein erfolgreicher Ausgleich der sportbedingten Verluste an den Mineralstoffen Calcium und Magnesium erreicht werden. 

Im Vergleich zu Erwachsenen haben Kinder einen, bezogen auf ihr Körpergewichterhöhten Wasserbedarf. Ihr Wasseranteil im Körper und ihr Wasserstoffwechsel ist im Verhältnis zu Körpergewicht und Körperoberfläche gegenüber Erwachsenen deutlich größer. Daher sind Kinder und Jugendliche im besonderen Maße von Flüssigkeitsverlusten, wie beim Sport im Sommer, gefährdet. Zudem beginnt das Risiko von Hitzeschäden bei Kindern auf einem niedrigeren Dehydratationsniveau. Kinder sollten intensive körperliche Aktivitäten meiden, wenn die Umgebungstemperatur die Hauttemperatur übersteigt. 

Neben der Kühlung von innen ist die Kühlung von außen besonders wichtig. Dabei können nasse Tücher ihren Einsatz finden. Auch bei der Wahl der Sportbekleidung sollte auf Material aus atmungsaktiven Kunstfasern geachtet werden, um eine Luftzirkulation herzustellen und einen Hitzestau zu vermeiden. Das Tragen einer Kopfbedeckung kann, je nach Sportart, ebenfalls einen kühlenden Effekt für den Kopf haben und einem Sonnenstich vorbeugen. Keinen kühlenden, dafür aber einen schützenden Effekt hat das Auftragen eines Sonnenschutzmittels mit ausreichendem Lichtschutzfaktor. So präpariert, kann nichts schiefgehen – auch nicht beim FamilienSportFest. 

Foto & Informationen: FamilienSportFest/