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Heute Informationen zu neuen Fernwärme-Preisen

Was bedeuten die neuen Mainova-Verträge? Diese Frage versuchten wir vor wenigen Wochen zu beantworten, nachdem immer mehr MAINRiedberg-Leser an uns herangetreten waren. Nochmals zur Information: Seit 1. Januar 2018 gilt ein neues Preisssystem. Das betrifft alle Riedberger, da hier ein Anschlusszwang für diese umweltfreundliche Energieform gilt. Bei der Mainova spricht man von teilweise leichter Entlastung, Transparenz, stabilen Preisen und neuen Entwicklungen auf dem Wärmemarkt. Einige Anwohner indes fürchten eine Preissteigerung um teilweise mehrere hundert Euro im Jahr. Was sind die Fragen der Kunden im Stadtteil, was sind die Fakten?  Heute Abend ist ein offener Informationsabend der Mainova am Riedberg, an dem jeder Kunde teilnehmen kann (siehe unten).

Der Fernwärmepreis setzt sich vor allem aus „Jahresgrundpreis“ und „Arbeitspreis“ zusammen. Der Grundpreis bemisst sich nach der vertraglich vorgehaltenen Wärmeleistung in Kilowatt. Also wie viel Wärme die Fernwärme-Übergabestation des Hauses oder der Wohnung im Prinzip produzieren kann und muss. Der Wert ist so ausgelegt, dass die Temperatur der Wohnräume auch am statistisch kältesten Tag bei etwa 20 Grad gehalten werden kann.

Faktor zwei ist der Verbrauch, also die gelieferte Wärme. Wer die neuen Preise wiederum mit den alten Preisen vergleicht, wird feststellen, dass sich der Preis für die Basis-Leistung künftig mehr als verdoppelt und der Preis für die verbrauchten Kilowattstunden leicht sinkt. Einige Riedberger haben inzwischen einen Energieberater hinzugezogen. Andere fragen, ob es nicht gerechter wäre, statt des Grundpreises den Preis für die jeweils verbrauchte Wärme anzuheben.

Diese und weitere Fragen könnten heute geklärt werden. Die Einladung zum Fernwärme-Informationsabend am Riedberg datiert von 9. Februar und ist, so ein Mainova-Kunde gegenüber MAINRiedberg, „etwas versteckt erst am Ende des Schreibens ersichtlich„.

Der heutige Informationsabend findet um 18 Uhr im Biozentrum der Goethe-Universität am Campus Riedberg, Max-von-Laue-Straße 9, statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

(Foto: Informationsschreiben der Mainova vom 9. Februar 2018)

 

Schon wieder! Auto verletzt hier eine Schülerin

Zwei Polizeifahrzeuge, Notarzt, teilweise Absperrung am Zebrastreifen – nicht nur Eltern haben heute Morgen vermutlich mit klopfendem Herzen diese Kreuzung passiert. Wieder hat sich ein Unfall ereignet an einer Stelle, wo es bereits mehrmals Unfälle gab. Kurz vor 8 Uhr wollte eine Schülerin den Zebrastreifen an der Altenhöferallee überqueren, der unmittelbar an der Einmündung zur Graf-von-Stauffenberg-Allee liegt. Ein abbiegendes Auto hat es erfasst. Passanten, ebenfalls Eltern, eilten sofort hinzu und wollten erste Hilfe leisten. Laut Auskunft der Polizei handelte es sich „zum Glück nur um eine Platzwunde“, aber das Kind wurde vorsorglich zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Viele Schüler überqueren hier jeden Morgen die Straße

Der Zebrastreifen liegt auf dem direkten Weg zur Marie-Curie-Grundschule und zu den Haltestellen der Busse Richtung Gymnasium Nord. Viele Schülerinnen und Schüler sind hier jeden Morgen unterwegs. Auch deshalb verbreitet sich die Unfallnachricht sehr schnell im Stadtteil. Eine Mutter berichtet, dass sie dort immer noch ihren Sohn morgens bis zum Zebrastreifen bringt und leider regelmäßig gefährliche Situationen erlebt. Im Elternbeirat der Marie-Curie-Schule heißt es: „Jeder, der dort bereits gefahren ist, weiß, wie schwer überschaubar gerade die Gehwege am Zebrastreifen sind. Steht ein höheres Auto an der direkt angrenzenden Parkfläche, ist ein Kind schier nicht zu sehen.“

Genau hier geschah der Unfall

Fassungslos ist auch die Elternbeiratsvorsitzende Barbara Günther. Gegenüber MAINRiedberg erklärt sie: „Es ist nicht nachvollziehbar, wie langsam die Mühlen der Bürokratie mahlen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass wir immer noch für einen sicheren Schulweg unserer Kinder kämpfen müssen.“

Eltern und Ortsbeirat fordern schon lange eine Ampel

Seit 2014 gibt es auch im Ortsbeirat Kalbach/Riedberg über alle Fraktionen hinweg das Bestreben, für mehr Sicherheit zu sorgen. Es gab bereits mehrere Anträge zum Thema Ampel, Verkehrsberuhigung und Tempo 30. Zuletzt erst im Dezember, nachdem hier kurz zuvor ein 16-jähriger Mofa-Fahrer schwer verletzt worden war. Eine Stellungnahme zu diesem letzten Antrag liegt noch nicht vor. Bisher lautete die ablehnende Begründung, dass die Verkehrs-Frequenz für eine Ampel fehlt. Sprich: Dass zu wenige Autos hier fahren – was gerade morgens und abends, also in den potentiell gefährlichsten Stunden, laut Anwohnern garantiert nicht gilt. Ein Ortsbeirat, der am Riedberg wohnt, betont: „Ich hoffe, dass wir spätestens jetzt im Magistrat etwas bewirken können.“

Als die Polizei heute Morgen den Unfall aufnahm und die entsprechende Stelle am Zebrastreifen markierte und vermaß, hupte eine Autofahrerin an der Absperrung und rief: „Tschuldigung, aber kann ich da nicht durchfahren?“ Einer der Polizisten erteilte laut eine Absage. Und schüttelte nur den Kopf.

Ob Fußgänger, Auto oder Laster – die Kreuzung Altenhöferallee/ Graf-von-Stauffenberg-Allee ist schwer einsehbar. Ortsbeirat und Eltern forderten wiederholt eine Ampel

(Text & Fotos: cd)

Opium-Kurier im Bereich Kalbach verhaftet

Polizei und Zoll ist ein Schlag gegen den Rauschgiftschmuggel gelungen. In einem laufenden Ermittlungsverfahren ergaben sich am vergangenen Wochenende Hinweise auf einen möglichen Rauschgifttransport aus dem Iran nach Frankfurt. Gestern gegen 9 Uhr gelang es, zwei iranische Staatsangehörige (41 und 50 Jahre) nach Übernahme des Rauschgiftes in Frankfurt-Ginnheim festzunehmen. In ihrem Fahrzeug wurden rund 42 Kilo Opium sichergestellt.

Zeitgleich konnte ein LKW mit iranischer Zulassung im Bereich Frankfurt-Kalbach lokalisiert werden und der 35-jährige LKW-Fahrer und Rauschgiftkurier festgenommen werden. Unter dem LKW konnten professionelle Schmuggelverstecke festgestellt werden, in denen das sichergestellte Opium zuvor transportiert worden war. Daraufhin wurde durch weitere Ermittlungen in einem Kleingartengelände in Ginnheim eine Parzelle entdeckt. Hier konnten im Backofen einer Gartenhütte weitere 43 Kilogramm Opium sichergestellt werden.

Die drei Festgenommenen befinden sich in Untersuchungshaft. Insgesamt wurden so 85 Kilogramm Opium sichergestellt. Erst vergangene Woche beschlagnahmte die Polizei in einem Überseecontainer in Friedberg 100 Kilogramm Kokain.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main/ Pressestelle

Intensivkurs für junge Naturschützer

Klimawandel, Umweltzerstörung und der Verlust an Artenvielfalt und Lebensräumen sind die großen Herausforderungen unserer Zeit, wenn wir der nächsten Generation einen lebenswerten Planeten hinterlassen wollen. So beginnt eine aktuelle Information der Goethe-Universität über einen einzigartiger Intensivkurs, in dem Studierende und junge Naturschutzprofis aus verschiedenen Ländern ab 19. Februar im Biologicum des Campus Riedberg das Handwerkszeug für professionellen Naturschutz lernen.

Man braucht „weltweit engagierte und gut ausgebildete Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Naturschutzbehörden, Nationalparks und staatlichen sowie nichtstaatlichen Organisationen“. Diese müssen nicht nur biologisches und ökologisches Wissen mitbringen, sondern auch über Knowhow im Management von Schutzgebieten oder Naturschutzprojekten verfügen. Doch genau diese praxisbezogene Qualifikation wird im Rahmen der einschlägigen Studiengänge wie etwa Biologie oder Naturschutz bislang kaum angeboten.

Die „Frankfurt Spring School on Conservation Project Management“ will diese Lücke füllen. Nach dem großen Erfolg des Pilotprojektes im vergangenen Jahr startet man jetzt mit 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus verschiedenen Ländern. Diese waren aus insgesamt 92 Bewerbungen ausgewählt worden. Darunter sind auch junge Naturschutzprofis aus Peru, Ecuador, Tansania, Äthiopien, Madagaskar und Vietnam. „Die hohe Anzahl der Bewerbungen aus Deutschland und dem europäischen Ausland freut uns sehr und zeigt, dass diese Frankfurter Initiative ein Volltreffer ist und derartige Zusatzqualifikation von Biologen, Geografen oder Forstwissenschaftlern sehr nachgefragt wird“, sagt Michael Brombacher, verantwortlicher Programmleiter bei der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt.

Informationen: Pressestelle Goethe-Universität

Symbolbild: Chinnapong

Progressive Rock plus Harmony

Lust auf Wave und Progressive Rock plus Lieder der Beatles, Byrds,
Hollies und Everly Brothers im Vorprogramm? Denn nächste Woche Freitag treten Neronia, eine spannende Rockband aus Darmstadt, und vorab die Gruppe Twin Set bei „Kultur in der Aula“ am Riedberg auf.

Neronia ist entstanden aus der deutschen Neoprogressive Rock Band Ulysses.
Inzwischen wurden fünf Alben veröffentlicht. Sie erhielten verschiedene
Nominierungen für ProgRock Awards und erreichten das
Finale des Berlin Music Video Awards 2016. Die Musik von
Neronia ist eine gelungene Mischung aus eingängigen Melodien,
sphärischen Soli von Gitarre, klassischem Progrock mit entsprechenden
Vintage-Sounds und sinfonischen Strukturen, aber auch
ansprechenden Akustikparts. Mit dem aktuellen Album PURE
veröffentlicht Neronia erstmals ein reines Unplugged-Album ausgesuchter
Songs der vier letzten Alben. Neronia wie noch nie zuvor
– ganz einfach PURE! Das Motto der Vorband Twin Set wiederum ist: „Two
in perfect harmony.“ Unvergessliche Songs der letzten Jahrzehnte inklusive.

Übrigens: Die Neronia waren einst die vom römischen Kaiser Nero ersonnenen Wettspiele nach griechischem Vorbild. Die mehrtägigen Spiele bestanden aus Konkurrenzen in Dichtkunst, Musik und Gesang, verschiedenen sportlichen Wettkämpfen sowie aus Pferderennen. Wenn das kein Omen ist!

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Das Konzert der Rock-Band „NERONIA“ ist am 23. Februar (Freitag) um 20.00 Uhr in der Aula der Riedbergschule, Zur Kalbacher Höhe 15. Eintritt: Abendkasse 14 € (ermäßigt 12 €), VVK 12 € (erm. 10 €).

Vorverkauf unter info@josua-gemeinde.net

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MAINRiedberg-Leser können gewinnen! Wir freuen uns sehr, dass wir wieder 3 x jeweils 2 Eintrittskarten für diesen Event von „Kultur in der Aula“ verlosen dürfen. Einfach eine Mail an mail@main-riedberg.de schreiben. Die ersten drei Einsender gewinnen und werden umgehend verständigt. Die Tickets liegen dann an der Abendkasse abholbereit.

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Foto: Neronia/ Informationen: Kultur in der Aula

 

Mädchen und Jungs, habt keine Angst!

Es ist die Geschichte eines kleinen Mädchens vom türkischen Marmarameer, das zu einer starken Frau geworden ist. Dr. med. Zahide Özkan-Rashed, Ärztin für Kardiologie und Innere Medizin, hat einen autobiografischen Roman geschrieben, mit dem sie Brücken bauen und Mut machen will (MAINRiedberg berichtete). Vergangene Woche besuchte die Autorin, die jetzt am Riedberg wohnt, nach mehr als 35 Jahren ihr ehemaliges Gymnasium und las aus ihren Buch mit dem Titel „Hab keine Angst”. Zu verdanken hat sie das für sie sehr berührende Erlebnis ihrer ehemaligen Schulkameradin Daniela Kling, die heute an der Schule Lehrerin für Religion und Sport ist.

Etwa vierzig Schülerinnen und Schüler aus zwei Klassen plus Lehrer haben am Gymnasium Goetheschule in Neu-Isenburg den Erinnerungen von Dr. Zahide Özkan-Rashed gelauscht. Auf 138 Seiten hält sie Momente aus ihrer Kindheit und Jugend fest, die prägend für sie waren: Ihr Alter Ego Feride träumt als Kind davon, Ärztin zu werden. Dafür gilt es gesellschaftliche Hürden zu überwinden, Konflikte mit der Familie auszutragen und immer wieder ausdauernd zu kämpfen. Denn mit dem Bildungsausstieg ändert sich unweigerlich die Beziehung zu der Herkunftsfamilie.

Stolze Eltern

Nach der Lesung luden die Lehrkräfte zu einer Diskussion ein. Lehrer Dr. Köberle sagte, dass er die Erfahrungen der Autorin gut nachvollziehen könne, weil auch er ein Arbeiterkind sei. Der Erste, der auf dem Gymnasium war. Der Erste, der studieren sollte. Er könne sich gut an Lehrer erinnern, die ihn „wie einen Exoten” behandelt hätten, weil sie wussten, welche Berufe seine Eltern ausübten. „Meine Mutter hat sich geschworen, sich drei Tage lang zu betrinken, wenn ich das Abi schaffe.” So groß war die Aufregung, so groß der Stolz auf den erfolgreichen Sohn. Ähnlich wie die Mutter der Autorin, die drei Tage fasten wollte, wenn die Tochter das Abitur bestanden hatte.

Kulturelle Unterschiede – kein Problem!

Überraschend waren die Reaktionen der Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund. „Wir merken es gar nicht, ob jemand biodeutsche Wurzeln hat oder nicht”, sagte eine Schülerin. Eine andere erzählte von diskriminierenden Bemerkungen, wenn sie etwa mit ihrer Freundin unterwegs sei, die ein Kopftuch trägt.

Zahide Özkan-Rashed: „Erfrischende Erfahrung”

Die Autorin berichtete danach von berührenden Momenten. „Es war für mich eine erfrischende Erfahrung, vor einer so jungen Gruppe zu sprechen. Ich war überrascht, wie interessiert sie zugehört haben und wie angeregt diskutiert wurde.“ Sie freute sich, dass ihre Erfahrungen des Anders- und Fremdseins unter der neuen Generation offenbar eine weit geringere Rolle spielten als damals, als ein kleines türkisches Mädchen davon träumte, Ärztin zu werden.

Das Buch von Zahide Özkan-Rashed ist im Buchhandel erhältlich

 

Informationen & Foto: Retap Verlag

Das wünsche ich mir 2018

Neues Jahr, neues Glück. 2018 hat längst begonnen und natürlich hat jeder die unterschiedlichsten Wünsche und Vorsätze für das neue Jahr. Aber was ist wirklich wichtig? Ist es Gesundheit für die Lieben, ein Beruf, der Sinn macht und der Gemeinschaft dient, oder ein Zuschuss der Stadt? Werden mehr Interesse für Kultur, endlich mehr Schulen, neue Turnhallen oder ein Auslandsjahr nach dem Abi Wunschträume bleiben? Wir haben mit Bewohnern des Riedbergs gesprochen, die ihre Wünsche für das neue Jahr geäußert haben. Aber lesen Sie jetzt selbst: 

 

Ich wünsche mir Gesundheit

„2018 wünsche ich mir in erster Linie Gesundheit für meine Familie, vor allem für meine drei Kinder. Meine zehn Wochen alte Tochter hat zum Beispiel ein Hüftproblem, das zwar gut therapierbar ist, aber man macht sich als Mutter natürlich Sorgen. Für mich persönlich wünsche ich mir Ideen, wie es beruflich weitergehen kann. Außerdem wünsche ich mir, dass wir unser Heim verschönern und fertig bekommen, da wir ja noch nicht so lange darin wohnen. Und natürlich wünsche ich mir für dieses Jahr viele schöne Momente mit der Familie.“

Katja Salzig (37), Apothekerin

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Ich möchte ein Auslandsjahr machen

„Ich wünsche mir auf jeden Fall viel Erfolg und Glück. Glücklich sein ist das Allerwichtigste, denn der Rest kommt schon von allein. Nach dem Abi möchte ein Auslandsjahr machen und nach Australien gehen und falls das nicht klappt, dann möchte ich einen Kurs im Business-Englisch machen. Ich möchte auf jeden fall nicht direkt nach dem Abi mit dem Studieren beginnen.“

Yaren Koc (17), Abiturientin

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Ich will helfen, das Bankensystem zu verbessern

„Ich habe begonnen, als Bankenprüfer zu arbeiten, und ich möchte dazu beitragen, dass das Bankensystem sich bessert und Verstöße verhindert werden können. Mir ist es wichtig, dass das, was ich in meinem Beruf tue, einen Sinn hat. Da ich den Eindruck habe, dass Banken schon länger nicht mehr tun, was sie tun sollen, möchte ich als Bankenprüfer mein Bestes tun, um schlimmste Auswüchse und Regelverstöße feststellen zu können. Das hilft auch, dem Steuerzahler Geld zu sparen. Dazu würde ich mir noch wünschen, dass Banken sich weniger mit sich selber befassen und kundenfreundlicher werden. Für meine Familie wünsche ich mir, dass wir bald wieder die Familie meiner Frau in Mexiko in aller Ruhe besuchen können.“

Patrick Kreutzer (50), Bankenprüfer

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Frieden, Freiheit und Gesundheit stehen an erster Stelle

„Frieden, Freiheit und Gesundheit stehen an erster Stelle, sie sind Voraussetzung für alles. Meinen Kindern, Schwiegerkindern und meiner Enkeltochter wünsche ich Glück und Freude auf ihren Wegen. Und ich selbst gehe hoffentlich viele weitere spannende Fotografieprojekte an, kann den geplanten Bildband „Antarktis“ umsetzen, habe genügend Zeit zum Laufen und mache Fortschritte beim Klettern. Das wird wieder ein straffes Programm 2018, auf das ich mich sehr freue!“

Petra Born, Fotografin

(Foto: www.berthold-walheim-photographie.de)

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Die Schulsituation muss sich bessern

„Für 2018 würde ich mir wünschen, dass sich die Situation der Schüler in FFM bessert. Das heißt, es sollte mehr Schulplätze in Wohnortnähe der Schüler geben, einen besseren Zustand der Schulen und mehr Verlässlichkeit auf genug Lehrer. Für den Riedberg an sich wünsche ich mir, dass die Kommunikation mit dem Dezernat wieder aktiver wird. So wurde unser frühzeitiger Hinweis um mehr Räume für die Ganztagsbetreuung sowie Garderoben und Toiletten nicht erhört. Auch würde ich mir wünschen, dass man für eine Ganztagsschule dieser Dimension nicht auf auslaufende Reinigungsverträge warten muss, sondern einfach mal unbürokratisch und schnell entschieden wird, dies zu ändern. Und zu guter Letzt wünsche ich mir, dass für die Marie-Curie-Schule endlich Bezug auf eine Außenstelle eingelenkt wird, da im Sommer 2018 die Schülerzahl der Marie-Curie-Schule auf 600 Schüler steigen wird.“

Barbara Günther, Elternbeiratsvorsitzende der Marie-Curie-Schule

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Wer will sich kulturell engagieren?

Die Liste der Wünsche ist ellenlang. Darunter befinden sich Wünsche, deren Erfüllung einem eher schaden würden (ein „Tischlein deck dich“), Wünsche, deren Realisierung utopisch sind (Verständnis für das Wesen der Frau, Autobahnen nach Amerika,…), Wünsche die man selbst noch nicht kennt, und dann noch die Wünsche, über die man redet … Langjährige Klassiker bei mir sind: Erfolg beim Abnehmen, Fitness ohne Sport und mehr Zeit für die privaten Hobbys.

Aber da gibt es noch ein paar Wünsche, wo es nicht nur um mich geht. Dazu gehören: Menschen zu finden, die Freude daran haben, sich kulturell für den Riedberg zu engagieren (Anlaufstelle Culture Club Riedberg e.V.). Der Wunsch, dass sich hier am Riedberg als Ersatz für den Temma wieder ein Naturkostladen etabliert, und, dass die Politik Lösungen für das Thema Unterversorgung mit Kindergarten- und Schulplätzen im Bereich Kalbach-Riedberg erarbeitet. Von daher freue ich mich auf das Jahr 2018, um miterleben zu können, wenn sich vielleicht der eine oder andere Wunsch von mir tatsächlich erfüllt!

Andreas Woitun, Culture Club Riedberg e. V. 

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Eine Tischtennis-Abteilung in einem Riedberger Verein

„Eine Tischtennis-Abteilung in einem Verein hier auf dem Riedberg würde ich mir wünschen. Wir konnten in den vier Riedberger Schulen bereits unfassbar viele Kinder für Tischtennis begeistern, doch es gibt derzeit für sie noch keine Möglichkeit, hier in einem Verein zu spielen und zu trainieren. Im allgemeinen wünsche ich mir, dass die Menschen freundlicher miteinander umgehen und hilfsbereiter sind. Dann würde es uns allen besser gehen.“

Wieland Speer, Tischtennis-Diplomtrainer

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Wir wünschen uns einen Zuschuss der Stadt

„Für 2018 wünschen wir uns, dass wir als Familienzentrum einen definitiven Zuschuss von der Stadt bekommen. Den Antrag dafür haben wir bereits 2016 gestellt. Natürlich freuen wir uns immer noch sehr über die neuen Räumlichkeiten hier in der Graf-von-Stauffenberg-Allee, wo wir unser Konzept besser umsetzen können als in der räumlichen Enge des Jugendhauses. Prima wäre auch ein florierendes Café mit vielen Besuchern und mehr Interesse für besondere Angebote wie Bollywood-Tanz, unseren Diabolo-Kurs oder das Repair-Café. Natürlich wünschen wir uns auch supertolle Ferienspiele im Sommer und tolles Wetter. Zum ersten Mal sind die Ferienspiele auch ein inklusives Angebot, was uns sehr freut.“

Anja Hohmann (49) und Harriet Papastefanou (53), Familienzentrum Billabong e. V.

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Es gibt auch Bewohner, die sich endlich die Sportplatz-Erweiterung, mehr Angebot für Senioren oder eine gemütliche Kneipe am Riedberg wünschen – nur in der Hektik des Alltags keine Zeit für ein Statement hatten. Umso mehr möchten wir allen herzlich danken, die bei der MAINRiedberg-Umfrage mitgemacht haben!

Interviews: Leticia Kreutzer & Claudia Detsch

Fotos: cd &  www.berthold-walheim-photographie.de

Sieg gegen den deutschen Meister

20 Uhr auf der Sportanlage des SC Riedberg, 7 Grad, leichter Nieselregen. Die Spieler der C2 räumen die kleinen Tore vom Platz und sammeln ihre verschossenen Bälle ein. Grün-weiss gestreifte und hellblaue Kicker sammeln sich um die original DFB-Fussballstele, auf der das Spielgerät bereitliegt. Dem einen oder anderen Riedberger läuft ein kalter Schauer über den Rücken. Liegt es am Wetter? Liegt es an den noch kurzfristigen Absagen einiger Spieler während des Tages?

Neu-Coach Hüseyin Akin und Salim Hag-Yahia, Team-Manager der SoMa-Kicker, mussten kurzfristig das Team etwas umstellen. Aber jetzt gilt es und die Riedberger Oldies wollen sich keine Blöße geben. Oder zumindest nicht zu hoch verlieren, wie der eine oder andere vorher noch zugibt. Schliesslich steht mit Höchst Classique der amtierende deutsche Meister des DFB-Ü40 Cups als Gegner bereit.

Der Höchster Spielgestalter Christian Balzer und sein Team ließen trotz Verletzungssorgen keine Ausreden gelten und stellten sich dem Match auf dem Großfeld. Die ersten Minuten waren durch taktisches Geplänkel geprägt. Mit Timo Wagner, Bernhard Kast, Minh-Thang Le und Damir Dobric stellte der SCR ein laufstarkes Mittelfeld. Im Sturm standen Khaled Khase und Alex Markert. Die Abwehr wurde mit Christian Wiegand, Markus Heise in der Innenverteidigung sowie Philipp Mönning und Jürgen Ackermann in der Aussenverteidigung machte die Räume eng. Im Tor sprang die Katze vom Niederfeld, Frank Somogyi. Auf der Bank standen Tim Brockmeier, Kemal Ertaner, Leshek Cholewicki und Josef Mirkhel bereit. Der Regen wurde stärker, man spielte beherzter auf, testete mit drei Versuchen die Windverhältnisse und schoss sich warm. Mitte der ersten Hälfte nahm sich Alex Markert ein Herz und chippte den Ball über den weit vor dem Tor stehenden Keeper der Höchster. Der Ball wurde länger und länger und landete im verwaisten Tor. Der Außenseiter legte vor – eine große Überraschung. Es kam zu weiteren kleineren Chancen auf beiden Seiten. Bis zur Pause blieb es aber doch beim 1:0 für die Gastgeber.

Nach der Pausenansprache kam ein deutlich aufgeweckteres Höchster Team auf den Platz zurück. Christian Balzer verlegte seinen Wirkungskreis vom Tor ins zentrale Mittelfeld und übernahm das Kommando. Die Gangart wurde deutlich schneller und es kam zu Nickligkeiten. Bei einem Freistoß zirkelte Thang den Ball an der Mauer der Höchster vorbei und erhöhte auf 2:0. Danach war man sich vielleicht schon zu siegessicher. Die Höchster zeigten ihre ganze Routine und zogen mit 2:4 davon. Aber der Ausgleich gelang und Damir netzte sogar noch zum unterm Strich verdienten Sieg der Riedberger, zum 5:4 ein. In der Nachspielzeit, als es dann nicht mehr so sehr um den Ball, sondern um das eine oder andere Getränk ging, begegnete man sich wieder freundschaftlich auf Augenhöhe und einigte sich auf ein faires Unentschieden.

Text: Redaktion/ Foto: Jürgen Rode

Die Pläne für die neue IGS – ohne Oberstufe

Drei Geschosse, helle Klinkerfassade, viel Licht und Farbe. Passend zum Konzept der Schule offene Arbeitsbereiche, Mensa, Turnhalle und Außenflächen für Sport. Kurz: Ein durchdachtes Konzept für den Neubau der Integrierten Gesamtschule Kalbach-Riedberg (IGS) wurde bei der vergangenen Ortsbeiratssitzung präsentiert. Thorsten Lieb (FDP) nannte die Pläne „wunderbar aus einem Guss“. Schnell aber kam quer durch die Fraktionen die Frage auf: Ist eine Oberstufe nicht berücksichtigt, wo doch auch in diesem Bereich Bedarf ohne Ende sei? Nein, so informierten die Projektentwickler, diese sei nicht geplant.

Die Fertigstellung ist im Herbst 2021 geplant

Optisch passt sich die Bebauung der Architektur der Umgebung an. Claudia Schwerdfeger vom renommierten Stuttgarter Generalplaner „h4a“ erläuterte, dass dies auch in puncto Höhe gilt. Das Gelände ist unmittelbar neben der Endhaltestelle der U8, hier war im Bebauungsplan schon immer eine weiterführende Schule vorgesehen. Doch das Grundstück ist begrenzt. Künftig soll es Platz für sechs Jahrgangsstufen in einem u-förmigen Hauptbau bieten. Die Schüler werden in „Jahrgangseinheiten“ unterrichtet. In einem weiteren Bau sind ein Förderzentrum und Ausbildungszentrum für Sonderpädagogen, eine Einrichtung der Jugendhilfe sowie eine Hausmeisterwohnung vorgesehen.

Eine Herausforderung, so die Planer, sei die Hanglage, die man auf den ersten Blick kaum bemerken würde. Es handelt sich um vier Meter Differenz, was dazu führt, dass die Turnhalle halb eingegraben sein wird, sich die erforderlichen Parkplätze in einer Tiefgarage befinden – und diese Lage auch „Lärm schluckt“. Turnhalle wie Mensa inklusive Theaterbühne, Akkustik-Lamellen und knapp 400 Plätzen sollen von außen zugänglich sein. Veranstalter und Vereine würden das sicher begrüßen.

Einige Planungsdetails könnten Wunschdenken bleiben. Dann, wenn der Kostenrahmen feststeht. Am vergangenen Freitag wollten sich weder Planer noch Hessenagentur zu den Kosten äußern. Man hofft, dass die Rohbauarbeiten bereits Ende des Jahres beginnen und der Umzug der IGS zum Schuljahr 2021/2022 realistisch ist.

Wo theoretisch eine Oberstufe möglich wäre

Der zuständige Landschaftsarchitekt erläuterte später, wie grün und einladend auch der Schulhof gestaltet wird. Mit Sitzbereichen, Bäumen und einem Spielbereich. Gegenüber vom Hauptbau ist Platz für ein Kleinsportfeld, ein Basketballfeld und eine 100-Meter-Bahn. Die Frage ist: Was geschieht, wenn doch noch eine gymnasiale Oberstufe benötigt wird? Eine Erweiterung der Schule oder eine Aufstockung ist nicht mehr möglich, heißt es. Einzige Option wäre der Schulhof. Dann müssten eventuell Teile des Sportbereichs etwa mit Containern belegt werden. „Wir warnen direkt davor“, so Sascha Vogel, Fraktionsvorsitzender der CDU.

Eine Alternative könnte im Mertonviertel zu finden sein. Die ehemalige Lurgizentrale wurde Ende vergangenen Jahres versteigert. Die Stadt würde offenbar gerne ein Bauvorhaben oder eine Umnutzung mit Büros, Gewerbe und Schule unterstützen. Details stehen aber noch nicht fest.

Schüler bräuchten schon jetzt mehr Platz für Sport

Apropos Sport: Wenig Platz für Sport ist bereits jetzt im Provisorium der IGS im Westflügel. Rektorin Dr. Susanne Gölitzer regte bei der Sitzung an, ob das derzeitige Schulgelände nicht in Richtung Rosa-Luxemburg-Straße erweitert werden könnte. Die Kinder bräuchten dringend mehr Raum für Bewegung, auch in den Pausen. Eine Sporthalle gibt es dort nicht.

Eine Vertreterin des Schulamtes betonte, dass man auch diesbezüglich bereits in Gesprächen sei. Sie erklärte aber auch, dass die Untere Naturschutzbehörde Einwände hat. Unter anderem, da, auf dem angrenzenden Gelände wilde und geschützte Apfelbäume, Speierlinge, wachsen.  „Doch wir versuchen für die Schüler etwas rauszuholen.“ Die nächsten Schülerjahrgänge kommen bestimmt. Noch bevor der Neubau fertig ist.

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Wichtiger Termin für den Übertritt: Am nächsten Samstag, 3.02.2018, ist von 10 bis 14 Uhr Tag der offenen Tür in der IGS Kalbach-Riedberg, Carl-Hermann-Rudloff-Allee 11.   http://www.igs-kalbach-riedberg.de/aktuelles/termine/

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Ein Blick in den Neubau

In der Mensa ist eine raumhohe Verglasung geplant

 

Alle Räumlichkeiten sind auch für Kinder mit Handicap problemlos erreichbar

 

Ein „Blick“ in die Sporthalle

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Baupläne/ Repro: h4a Generalplaner GmbH/ Stuttgart

Text: cd

Einbrecher entkommen mit großer Beute

Einbrecher drangen am Montag im Laufe des Tages in ein Haus in der Straße „Am Hopfenbrunnen“ in Kalbach ein und entkamen mit einer großen Beute.

Fest steht bisher nur: Die Diebe kamen im Zeitraum zwischen 8 Uhr und 15 Uhr, gelangten unbemerkt ins Haus, schauten sich nach Wertvollem um und wurden schließlich im Keller fündig. Dort brachen sie einen Metallschrank auf und fanden eine Kiste mit mehreren zehntausend Euro. Mit ihrer Beute flüchteten sie in unbekannte Richtung.

Wie die Einbrecher genau in das Haus gelangen konnten, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Laut Polizei liegen aktuell keine Hinweise auf die Täter vor.

(Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main/ Foto: Archiv)