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Das Riedbergzentrum wird 10 Jahre alt

Waren Sie einkaufen und hätten dieses Jubiläum beinahe übersehen? Das wäre richtig schade, denn am 4. Dezember 2008, also vor exakt zehn Jahren, wurde das Riedbergzentrum eröffnet. Nach nur drei Jahren Planungs- und Bauzeit konnte diese „Mall“ mit rund 6000 Quadratmeter Verkaufsfläche fertiggestellt werden, wie in den Informationen der Architekten schneider+schumacher zu lesen ist.

Worauf können wir uns am morgigen Dienstag freuen? Bei Rewe erwarten die Kunden Aktionen und Präsentationen, das Café Riedberg hat gemeinsam mit dem druckWerk von 14 bis 18 Uhr Kinderanimation mit Kinderschminken und Ballon-Modellieren initiiert. Im Café gibt es zudem ein Jubiläumsangebot mit Blechkuchen und wahlweise Kaffee oder Glühwein, im Schreibwarenladen nebenan einen TopModel-Malwettbewerb.

Sabine Rupp, Chefin des Café Riedberg, und Heike Brockmeier hatten bezüglich einer größeren Jubiläumsfeier im Vorfeld nachgefragt und wenig bis keine Resonanz erhalten. Abgesehen von Melanie Alfano und Jennifer Gnass vom „druckWerk“ mit Schreibwaren, Postschalter, Bastelbedarf und Geschenk-Ideen. Da war schnell die Idee zur gemeinsamen Kinderanimation und zum Malwettbewerb geboren. Samstag war Abgabeschluss, morgen um 16 Uhr ist Preisverleihung.

„Dass so wenig Resonanz kam, fanden wir sehr schade“, sagt Heike Brockmeier und so hat sich nicht zuletzt das Café-Riedberg-Team darum bemüht, „dass etwas zum Jubiläum passiert“. Die Tische im Eingangsbereich des Zentrums sind bereits geschmückt, der Weihnachtsbaum leuchtet – fehlen morgen nur noch Riedberger*innen, die mitfeiern wollen.

Ursprünglich waren am Riedberg mehrere Zentren geplant

Ein kurzer Blick in die Geschichte gefällig? Ursprünglich waren am Riedberg mehrere Zentren geplant. Das war aufgrund politischer Intervention verschiedener Parteien letztlich nicht mehr umsetzbar. Im aktuellen Buch  „Der Frankfurter Riedberg – Stadtentwicklung für das 21. Jahrhundert“ von Christian Kaufmann und Michael Peterek (Hg.) heißt es zu diesem Thema beispielsweise: „Wer samstags im Riedbergzentrum einkauft, kann diese Konzentration hautnah erleben.“

In Riedberg-Mitte, jenseits der Bahnlinie und direkt gegenüber vom Riedbergzentrum, werden allerdings in wenigen Monaten auf 2.200 Quadratmetern ein Edeka-Vollsortimenter sowie ein Café und ein Fitnessstudio eröffnen. Das ist dann sicher ein Anlass für ein kleineres oder größeres Fest …

Fotos: Archiv/ druckWerk

Stadt will alte Turnhalle „interimsweise“ erhalten

Seit Wochen ist das die erste gute Nachricht für alle Vereine und Gruppierungen, die um einen Veranstaltungsort mit Tradition hier im Stadtteil bangen: Die alte Turnhalle in Kalbach, die abgerissen, in ferner Zukunft ersetzt werden soll und aufgrund eines gekündigten Mietvertrages und zahlreicher Baumängel beinahe sofort geschlossen werden könnte – sie soll „interimsweise“ erhalten werden. Das heißt es explizit in einer Stellungnahme des Magistrats vom 26. November.

Vereine sammeln Unterschriften für eine (neue) Halle

Zur Erinnerung: Der Kinderverein Kalbach, der Riedberger SV, der FC Kalbach und die Kerbeburschen sammeln seit wenigen Wochen in Listen und online Unterschriften unter dem Motto „Kalbach-Riedberg braucht auch in Zukunft einen Versammlungsraum“. Für Veranstaltungen wie die Kinderbuchmesse mit mehr als 1000 Besuchern, für Vorträge, Partys und vor allem auch Sportangebote. „Wir haben Sorge, dass die Alte Turnhalle abgerissen wird und – aus welchen auch immer nachvollziehbaren Gründen – kein oder unzureichender Ersatz geschaffen wird“, erklärt Hans J. Troost, Vorsitzender des Kinderverein Kalbach.

Die aktuelle Lage ist etwas kompliziert. Denn eine Vertreterin der „Gemeinschaft Kalbacher Vereine und Gruppierungen“ hatte – ohne Wissen der einzelnen Vereine – die alte Halle zum Jahresende gekündigt. Hinzu kommt, dass der Bau aus den 20er bis 60ern des vergangenen Jahrhunderts renovierungsbedürftig bis baufällig ist, Asbest inklusive.

Die Kündigung der Halle hat der Magistrat bestätigt, prüft aber nun, „unter welchen Voraussetzungen die Nutzung über den 31.12.2018 möglich ist“. Die notwendigen Veranlassungen werden schnellstmöglich auf den Weg gebracht.

Kann neben einer Kita eine neue Halle gebaut werden?

Zugleich wird geprüft, ob „mittelfristig“ anstelle eines Neubaus der Bedarf durch einen Anbau der in Planung befindlichen Kita „Am Hasensprung“ sichergestellt werden könne. Das ist am Ortsrand, in einer ruhigen Wohngegend. Ob ein bloßer Anbau ein Ersatz sein kann – da gibt es vor Ort derzeit erhebliche Zweifel.

Vor der jüngsten Stellungnahme des Magistrats haben sich alle Fraktionen des Ortsbeirates zusammengetan und fordern von der Stadt, einen „vielseitig nutzbaren Versammlungs- und Veranstaltungsraums in Kombination mit einer weiteren Kindertagesstätte für Kalbach am Kalbacher Stadtpfad zu erstellen“. Der Innenraum sollte rund 400 Quadratmeter betragen, der Bodenbelag entweder universell nutzbar oder leicht für nicht-sportliche Nutzungen umrüstbar sein. Belüftung und Fluchtwege sollten eine Zulassung für mindestens 199 Personen möglich machen – so wie bisher.

Heute auch Thema in der Ortsbeiratssitzung

Das „Ja“ der Stadt zur alten Halle aber verbucht man als ersten Punktsieg. „Das ist großartig“, erklärt beispielsweise Susanne Kassold, SPD-Fraktionsvorsitzende im Ortsbeirat. Grüne und SPD hatten sich für einen Erhalt und die Sanierung der Halle eingesetzt, waren damit aber gescheitert. Die Mehrheit im Ortsbeirat votierte im Oktober für einen Abriss. Die alte Turnhalle als Übergangslösung und dann eine neue Halle – das erscheint vielen momentan als beste Lösung.

Heute um 20 Uhr findet in der alten Turnhalle am Grubweg 6 in Kalbach die nächste Ortsbeiratssitzung statt. Die Sitzung ist öffentlich.

Foto: MAINRiedberg

Vorsicht! Stadtbücherei wurde gehackt

Am Mittwoch wurden der Katalog der Stadtbücherei Frankfurt und der Katalog der Schulbibliotheken der Stadtbücherei gehackt. Der Server wurde umgehend abgeschaltet. Die Kataloge sind zurzeit nicht zugänglich.

Es kann derzeit nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden, dass Daten von Nutzerinnen und Nutzern der Online-Dienste der Stadtbücherei von Unberechtigten abgerufen wurden.

Warnung der Stadtbücherei an alle Leser*innen

In einer Mail, die heute Nachmittag alle Leserinnen und Leser erhalten haben, bittet die Leiterin der Stadtbücherei ausdrücklich „in nächster Zeit um besondere Wachsamkeit“.
Außerdem heißt es: „Wir bitten Sie, bei E-Mails mit Absenderangaben der Stadtbücherei Frankfurt besonders aufmerksam zu sein. Es könnte sich um Spam-Mails mit gefälschten Absender-Angaben handeln.“ Man fordere in E-Mails niemals dazu auf, einen Link anzuklicken oder Dateien herunterzuladen. „Wir übersenden auch keine E-Mails mit Dateianhängen von Zip- oder PDF-Daten, die geöffnet werden sollen.“ Das persönliche Passwort ist verschlüsselt.

Die Stadtbücherei hat Strafanzeige gestellt und arbeitet gemeinsam mit dem Amt für Informations- und Kommunikationstechnik und dem Software-Hersteller mit Hochdruck an einer Wiederherstellung.

Informationen: Stadt Frankfurt/ Stadtbücherei Frankfurt

Foto: Archiv

IGS-Neubau soll im März beginnen

Die Zeit drängt – jetzt drängt auch die Stadt zur Eile. Mitte November hat der Magistrat die Vorlage zum Neubau der IGS Kalbach-Riedberg inklusive Turnhalle und Beratungs- und Förderzentrum beschlossen. Mitte Dezember ist noch ein Ja der Stadtverordnetenversammlung notwendig. Auch OB Peter Feldmann setzt sich dafür ein. Denn aus planungstechnischer Sicht bleibt nicht viel Spielraum. Der Neubau muss bereits zum Schuljahr 2021/ 22 in Betrieb genommen werden. Dann muss die Integrative Gesamtschule aus dem bisherigen Provisorium im Westen des Riedbergs ausziehen, damit dort wiederum die neue Grundschule 3 einziehen kann.

Der Komplex mit Förderzentrum kostet 47 Millionen

Der Bau soll im März 2019 beginnen, erklärt Günther Murr, Sprecher des Baudezernates, gegenüber MAINRiedberg. Die Kosten für den Komplex mit Förderzentrum am zentralen Riedberg belaufen sich auf 46,9 Millionen Euro. Die Baukosten sind zuletzt stark gestiegen, der Bau soll zudem langlebig und „qualitativ hochwertig“ sein.

Zum Vergleich: Der provisorische Holzmodulbau für Adorno-Gymnasium und Holzhausenschule im Campus Westend beläuft sich auf rund 56 Millionen Euro. Gestern gaben Bildungs- und Integrationsdezernentin Sylvia Weber und Baudezernent Jan Schneider den symbolischen Startschuss für eines der aktuell größten Schulbauprojekt der Stadt, wo mehr als 2000 Schülerinnen und Schüler lernen werden.

Die neue Gesamtschule auf einen Blick

Die neue Gesamtschule am Riedberg wird auf einem 13.000 Quadratmeter großen Grundstück entstehen, in unmittelbarer Nähe zur U-Bahn-Haltestelle Riedberg. Geplant ist eine vierzügige Integrierte Gesamtschule (IGS) in Form eines Schulgebäudes mit 2-Feld-Sporthalle, Mensa, sowie Schul- und Pausenhof. Hinzu kommen Flächen für ein regionales Beratungs- und Förderzentrum (rBFZ). Die Schule ist für die Klassenstufen 5 bis 10 und insgesamt 600 Schülerinnen und Schüler ausgelegt. Besonderer Wert wird auf Inklusion gelegt, ein spezieller Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung bei Hör- und Sprachstörungen.

Das pädagogische Konzept der Gesamtschule schlägt sich im Raumprogramm nieder. Die allgemeinen Unterrichtsräume werden jahrgangsstufenweise in so genannten „Lernhäusern“ angeordnet. Zudem gibt es Profilräume für die Projektarbeit sowie Kommunikations- und Lernzonen. Die Schulflächen werden ergänzt durch Räume für Sprach- bzw. Inklusionstherapie und die Jugendhilfe. Es wird auch eine Vielzahl von Passivhaus-Bestandteilen eingesetzt.

Momentan lernen die Schülerinnen und Schüler in einem Holzmodulbau im Westen des Riedberg. Wenn die IGS auszieht, wird die dritte Grundschule hierher kommen Foto: MAINRiedberg

Baupläne/ Grafik: h4a Generalplaner GmbH/ Stuttgart

Weihnachtsmarkt am Römer ist eröffnet

Er ist einer der ältesten und größten in Deutschland und nun offiziell eröffnet: Der Frankfurter Weihnachtsmarkt. Ob Glühwein und gebrannte Mandeln oder heißer Apfelwein und Bethmännchen – strahlende Weihnachtsmarktstände und traditionelle Köstlichkeiten erwarten die Besucher auch in diesem Jahr.

Nach einem Glockenspiel aus der Nikolaikirche hat Oberbürgermeister Peter Feldmann bei der Eröffnung am heutigen Nachmittag daran erinnert, dass die Weihnachtszeit immer eine Zeit der Begegnungen sei. „Dafür ist unser Weihnachtsmarkt ein wunderbarer Ort. Ob mit Familie und Freunden oder mit Arbeitskollegen – hier ist der Frankfurter Treffpunkt in der Adventszeit. Der Weihnachtsmarkt steht auch sinnbildlich für den Wunsch aller Frankfurter nach Nähe und Gemeinschaft.“

Das Stadtoberhaupt begrüßte das Publikum von der neuen Bühne unter der 31 Meter hohen Fichte aus Schlüchtern im Spessart: „Zum ersten Mal seit vielen Jahren versperrt endlich auch kein Bauzaun den Blick, zum ersten Mal können unsere Gäste durch die neue Altstadt flanieren. Das ist in diesem Jahr mein persönliches Highlight.“ Der Weihnachtsmarkt sei nun umrahmt vom gesamten Römerberg-Ensemble, mit der neuen Altstadt und dem Historischen Museum ergebe dies ein besonders harmonisches Bild. „Lassen Sie sich vom Zauber der neuen Altstadt faszinieren“, sagte Feldmann. Auch die Glühweintasse 2018 macht auf Frankfurts neues Herz, die Altstadt, aufmerksam: Sie zeigt den Krönungsweg, der mitten durch die Altstadt führt, und einen weihnachtlich interpretierten Krönungszug.

Bevor Feldmann den Weihnachtsmarkt offiziell mit dem Anschalten der über 6000 Lichter des Weihnachtsbaums eröffnete, bedankte er sich bei Susanne Simmler, erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises, für den Baum.

Ein Live-Konzert zum Mitsingen mit der Oper Frankfurt und Bläserklängen vom Altan der Nikolaikirche setzten den Schlusspunkt der Eröffnungszeremonie.

Der Weihnachtsmarkt ist bis 22. Dezember von Montag bis Samstag von 10 bis 21 Uhr und Sonntag von 11 bis 21 Uhr geöffnet

Foto: Stadt Frankfurt/ Heike Lyding

Wasserqualität in der Nidda belastet

Was können wir tun, um die Wasserqualität in deutschen Flüssen zu verbessern? Wie schaffen wir gute Lebensbedingungen für die dort lebenden Tiere und Pflanzen? Das hat ein interdisziplinäres Forscherteam unter Federführung von Wissenschaftlern der Goethe-Universität am Campus Riedberg in den vergangenen drei Jahren im Verbundprojekt NiddaMan untersucht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Projekt über drei Jahre mit 2,4 Millionen Euro gefördert. Zu den wichtigsten Forderungen nach Projektabschluss gehört die Verbesserung von Kläranlagen.

Die Nidda in Hessen war für die Gewässerforscher ein ideales Untersuchungsobjekt. Neben naturnahen Bereichen im Oberlauf ist der Mittellauf in der Wetterau durch eine intensive landwirtschaftliche Nutzung gekennzeichnet. Am Unterlauf nahe der Metropole Frankfurt fließt der Fluss durch dicht besiedelte, urbane Gebiete, beispielsweise auch am Alten Flugplatz in Kalbach/ Bonames. Stoffeinträge erfolgen zudem durch Einleitungen aus Kläranlagen und sonstigen Entwässerungssystemen.

„Insbesondere in den niederschlagsarmen Sommermonaten ist der Anteil an gereinigtem Abwasser im Einzugsgebiet der Nidda hoch. Auch deshalb werden, allen wasserbehördlichen Bemühungen zum Trotz, die Qualitätskriterien der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie nicht eingehalten“, so Prof. Jörg Oehlmann, Leiter von NiddaMan und der Abteilung Aquatische Ökotoxikologie der Goethe-Universität am Campus Riedberg. Die Nidda ist dabei kein Einzelfall: Bei Projektstart im Jahr 2015 erreichten weniger als 10 Prozent der Gewässer in Deutschland den geforderten guten bis sehr guten ökologischen Zustand.

Neben stofflichen Einflüssen aus der Landwirtschaft wird die Nidda dauerhaft mit Spurenstoffen aus Kläranlagen belastet. Mancherorts sind sogar gesetzlich vorgeschriebene Umweltqualitätsnormen für einzelne Schadstoffe überschritten. „Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass bestehende Grenzwerte aquatische Lebensgemeinschaften nur unzureichend schützen“, erklärt Oehlmann. Bereits ab einem Anteil von circa 12 Prozent an konventionell gereinigtem Abwasser ändert sich die Zusammensetzung der Arten im Fließgewässer. Hinzu kommen die Einleitungen aus Mischwasserentlastungen, die dazu führen, dass bei starken Niederschlägen nicht gereinigtes Abwasser in die Gewässer gelangt. Deren Auswirkungen sind bisher noch wenig untersucht.

Obwohl Fische, im Gegensatz zu vielen Kleinstlebewesen wie Krebse und Schnecken, mobil sind und im Prinzip stark verunreinigte Gewässerabschnitte meiden können, leiden auch sie unter der schlechten Wasserqualität. Gewebeuntersuchungen der NiddaMan-Experten konnten krankhafte Veränderungen der Leber nachweisen, die zwar nicht direkt zum Tod der Fische führen, aber ihre Fitness und damit die Fortpflanzung beeinträchtigen. Das Fehlen gewässertypischer Fischarten, das bereits im Oberlauf der Nidda (Messstellen zwischen Eichelsdorf und Unterschmitten) zu beklagen ist, sehen die Forscher als Indiz dafür, dass es den Fischen an „Kraftreserven“ für die Fortpflanzung fehlt.

Um die Auswirkungen des hohen Anteils an gereinigtem Abwasser in den Flüssen des Nidda-Einzugsgebiets für die Organismen abzumildern, fordern die NiddaMan-Ingenieure Ertüchtigungsmaßnahmen von Kläranlagen, abhängig von gewässerspezifischen Indikatoren (z. B. Abwasseranteil, ökologische und ökotoxikologische Parameter). Dabei stehen nicht zwingend die großen Kläranlagen mit höheren Stofffrachten, sondern auch die kleinen Kläranlagen,die zwar geringere Frachten, aber hohe Stoffkonzentrationen im Gewässer verursachen, im Fokus der Betrachtung.

Das Forscherteam fand frühere Beobachtungen bestätigt, dass von Gewässerrenaturierungen, die bisher als der Königsweg zum guten ökologischen Zustand galten, oft nur im Uferbereich lebende Organismen und der Auenbewuchs profitieren, kaum jedoch die im Gewässer selbst lebenden Wasserpflanzen, Fische und vor allem Wirbellose. Als mögliche Ursachen sehen sie fehlende Schlüsselhabitate wie Totholz, oder eine zu große Entfernung von Quellpopulationen.

„Der Wille zur Veränderung ist da, doch häufig fehlt es bei den verantwortlichen Stellen wie Wasserbehörden und Kommunen an finanziellen und personellen Ressourcen, um Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität schnell und zielgerichtet umzusetzen“, fasst Oliver Schulz die Recherchen des Institut für sozialökologische Forschung (ISOE, Frankfurt) zusammen. Oftmals gibt es zudem Akzeptanzprobleme bei den Betroffenen, besonders dann, wenn Maßnahmen bestehende Nutzungsansprüche einschränken, zum Beispiel von Flächen am Gewässer. Offene Gespräche und die Beteiligung von Akteuren und der Bevölkerung haben während des Projekts vielerorts erst das Verständnis für Lösungen geschaffen, die alle gemeinsam tragen müssen. Auch nach Projektende ist die Arbeit hin zu einem besseren Zustand unserer Gewässer lange nicht beendet.

Über NiddaMan

Das Verbundprojekt „Entwicklung eines nachhaltigen Wasserressourcen-Managements am Beispiel des Einzugsgebiets der Nidda“ (NiddaMan) wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Teil der Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ im Rahmenprogramm “Forschung für Nachhaltige Entwicklung” (FONA) gefördert. Ein Abschlussbericht wird Ende Januar 2019 vorliegen.

Weitere Informationen zum Projekt unter https://niddaland.de

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Informationen: Goethe-Universität

Foto des Erlenbachs im Nidda-Einzugsgebiet: Simone Ziebart, Goethe-Universität.

 

Niederursel: Schüsse bei Hochzeit gemeldet

Über den Polizeinotruf meldeten mehrere Zeugen am Samstag, den 24. November 2018, gegen 14.20 Uhr, Schüsse im Gerhart-Hauptmann-Ring, die offensichtlich von Teilnehmern eines Autokorsos anlässlich einer Hochzeit abgegeben wurden. Mit starken Kräften wurde die benannte Örtlichkeit angefahren, bei der es sich um eine Sackgasse handelte. Am Einsatzort befanden sich ca. 85 Personen, auf der Straße waren etliche Hülsen von Munition für Schreckschusswaffen zu sehen.

Auf Ansprache gab sich niemand als Verantwortlicher zu erkennen. Erst durch die Insistenz der Beamten gab sich ein 26-Jähriger aus Pfungstadt als Schütze zu erkennen. Er zeigte den Beamten auch die unter einem Auto befindliche Schreckschusswaffe, einen Revolver. Im weiteren Verlauf der Maßnahmen übergab noch ein weiterer Pfungstädter, 25 Jahre alt, seine Schreckschusspistole.

Gegen 15.30 Uhr konnte die Abfahrt der Hochzeitsgesellschaft gestattet werden. Die zwischenzeitliche Sperrung des Gerhart-Hauptmann-Ringes in diesem Bereich wurde aufgehoben.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Am Sonntag ist Zipfelmützenlauf!

Nicht vergessen: Am nächsten Sonntag, 2. Dezember, startet der 8. Riedberger Zipfelmützenlauf. Große und kleine Teilnehmer, passionierte Läuferinnen und Läufer, Walker, Nordic Walker und selbstverständlich auch Sportler mit Handicap sind herzlich eingeladen. Kurzum alle, die in der Adventszeit fit bleiben und ein paar Kalorien zusätzlich verbrennen möchten. Die Verantwortlichen des SC Riedberg betonen: Der Zipfelmützenlauf ist ein Familienlauf, bei dem es an erster Stelle um Spaß und Freude am Sport geht. Sprecher Olaf Emmerich: „Aber wir laufen auch für einen guten Zweck! Die Startgebühren spenden wir in diesem Jahr an eine karitative Organisation.“ Das Projekt wird noch ausgewählt und dann bekannt gegeben.

Der Zipfelmützenlauf besteht aus zwei Hauptläufen mit einer 5-Kilometer- und einer 10-Kilometer- Strecke sowie einem Schüler- und Kiga-Lauf rund um unseren schönen Stadtteil Riedberg.

DIE STARTZEITEN
KiGa-Lauf        >>>   Start: 10.30 Uhr
Schülerlauf     >>>   Start: 11.00 Uhr
10 km  
            >>>   Start: 11.45 Uhr
5 km
                 > >>  Start: 12.00 Uhr 

Der damals noch junge Verein hatte 2011 den Lauf ins Leben gerufen, um mit den Zipfelmützen passend zu den Vereinsfarben Marketing in eigener Sache zu betreiben. Inzwischen hat der Sportclub mehr als 1200 Mitglieder. Zum Rennen im vergangenen Jahr kamen auch Lauftreffs aus dem Umland und einige Ironman-Teilnehmer. Auch in diesem Jahr sind Start und Ziel an der Sportanlage in der Altenhöferallee. Die Strecke verläuft weitgehend über Asphalt. Für die „Laufbarkeit“ am 1. Advent ist gesorgt.Die Startgebühr für die Teilnahme am 5 und 10 km Zipfelmützenlauf beträgt 8 Euro. Die Startgebühr für den KiGa-Lauf beträgt 5 Euro.

Wer mitmacht, erhält eine Teilnahmebescheinigung – und natürlich eine grüne Zipfelmütze!

Termin: 2.12.2018/ Start: 10:30 Uhr (Kiga-Lauf)/ Startgebühr: 5-8 Euro (abhängig vom Lauf)

Anmeldung und Informationen unter www.zipfelmuetzenlauf.de

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Foto: SC Riedberg

Warum sich vor 59 Millionen Jahren das Klima änderte

Viele Meeresströmungen im tiefen Ozean haben einen wichtigen Einfluss auf das globale Klima. In welchem Ausmaß, zeigte sich zuletzt vor 59 Millionen Jahren, als es zum Austausch großer Mengen an Wasser zwischen dem nördlichen und südlichen Atlantik kam. Das fanden Forscher aus Deutschland und Großbritannien heraus, indem sie Sedimentproben vom Meeresboden aus beiden Regionen des Atlantiks miteinander verglichen. Auch Wissenschaftler des Instituts für Geowissenschaften am Campus Riedberg waren an der Studie beteiligt. Wie sie in der Fachzeitschrift Nature Communications mitteilen, kam es durch die verstärkte Zirkulation des Meereswassers und die gleichzeitige Zunahme des CO2-Gehalts in der Atmosphäre zu einem klimatischen Wendepunkt. Mit der gleichmäßigeren Wärmeverteilung über die Erde endete eine mehrere Millionen Jahre andauernde Kaltphase und es begann eine neue Warmzeit.

Das verrät das „Archiv“ am Meeresboden

So genannte „Neodym(Nd)-Isotope“ dienen als Tracer für Wassermassen. Sie gelangen aus Flüssen oder über Sedimente ins Meer oder werden als Bestandteile von Staub ins Wasser geweht. Wenn das Oberflächenwasser zum Meeresgrund sinkt, trägt es einen für seine Entstehungszeit charakteristischen Fingerabdruck des umgebenden Festlands in die Tiefe. Dort wird es von tiefen Meeresströmungen erfasst, mit anderen Wassermassen vermischt und nach und nach in das Sediment des Meeresbodens eingelagert. Die entstehenden Sedimentschichten haben sich als gute Archive für Meeresströmungen und das Klima vergangener Zeiten erwiesen.

Die Geschichte, die die Forscher aus der Analyse der Nd-Isotope in Bohrkernen aus Tiefseebohrungen rekonstruiert haben, beginnt in der späten Kreidezeit, als die Erde sich zwischen zwei Treibhaus-Phasen befand. Das Klima hatte sich für einige zehn Millionen Jahre abgekühlt, nachdem es vor etwa 90 Millionen Jahren in der Mitte der Kreidezeit seine heißeste Phase erreicht hatte. Aber trotz der langen Abkühlphase war der Meeresspiegel zum Ende der Kreidezeit vor 66 Millionen Jahren höher als heute. Der Atlantische Ozean war noch jung und deutlich kleiner, und das nord- und südatlantische Becken war flacher als heute. Die Ozeanpassage, die auf der Höhe des Äquators zwischen Südamerika und Afrika verlief, erlaubte während der späten Kreidezeit nur einen oberflächlichen Wasseraustausch. Aktive Unterwasser-Vulkane bildeten Berge und Plateaus auf dem Meeresboden, die eine freie Zirkulation der Tiefenströmungen behinderten. Im südlichen Atlantik bildete sich der Walfischrücken als steiler Rücken über einem vulkanischen Hotspot. Er befand sich teilweise sogar oberhalb des Meeresspiegels.

Als der Atlantische Ozean sich weiter öffnete, kühlte die Erdkruste am Meeresboden ab und die vulkanische Aktivität ließ nach. Die Becken wurden tiefer und größer, die untermeerischen Plateaus und Meeresrücken sanken zusammen mit der Erdkruste ab. An einem bestimmten Punkt konnte das Tiefenwasser aus dem südlichen Ozean den Walfischrücken in Richtung Norden überqueren und die tieferen Becken des Atlantiks füllen. „In unserer Studie haben wir erstmals herausgefunden, wann und wie diese Verbindung entstand“, sagt Sietske Batenburg, die Erstautorin der Studie. „Vor 59 Millionen Jahren wurde der Atlantische Ozean Teil jener Strömung, die vier der fünf Weltmeere miteinander in einem großen, weltumspannenden Kreislauf verbindet.“

Was kann man daraus für die Gegenwart lernen?

Die Studie hat gezeigt: Um die Rolle der Meeresströmungen in früheren Warmzeiten zu verstehen, ist es wichtig, zwischen geographischen Einflüssen und klimatischen Antrieben zu unterscheiden. Auch für die Gegenwart können wir etwas daraus lernen, denn das Treibhausklima der Kreidezeit und des frühen Eozäns könnten als Modelle für künftige Klimaveränderungen dienen.

Informationen: Goethe-Universität

Foto: CrazyCloud/ Fotolia

Autos nach Unfall auf der A5 ausgebrannt

Gestern Nachmittag stießen auf der A5, auf Höhe des Nordwestkreuzes, zwei Autos zusammen, die anschließend komplett ausbrannten. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Gegen 17.30 Uhr waren ein Skoda und ein Mercedes-Kleinbus auf der linken Spur der A5 in Richtung Kassel unterwegs. Auf Höhe des Nordwestkreuzes stockte der Verkehrs, weshalb der 40-jährige Skodafahrer bremsen musste. Der Mercedesfahrer, 53 Jahre alt, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte in den Skoda. Der Mercedes fing nach dem Zusammenstoß an zu brennen und die Flammen griffen schnell auf den Skoda über. Der Feuerwehr gelang es, den Brand zu löschen, jedoch sind beide Fahrzeuge komplett ausgebrannt und es entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Euro.

Die Autobahn Richtung Kassel war wegen der Lösch- und Bergungsarbeiten kurze Zeit voll und bis circa 20.00 Uhr teilweise gesperrt. Kurzzeitig mussten auch die beiden linken Spuren der A5 in Richtung Darmstadt gesperrt werden.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main