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Hat Frankfurt Potenzial zur Millionen-City?

Binnen der vergangenen zehn Jahre ist Frankfurt um über 100.000 Einwohner gewachsen. Jährlich kommen bis zu 15.000 weitere Neu-Frankfurter hinzu. Die Folge: Wohnraum wird knapp und vielerorts immer teurer. Doch eine stetig wachsende Stadt wie Frankfurt kann ihren Bedarf nach neuem Wohnraum nicht allein durch Nachverdichtung und Modernisierung bestehender Stadtviertel stillen. Bis die Bagger in einem Neubaugebiet rollen, vergehen jedoch meist Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte.

Um neuen Wohnraum zu schaffen und bestehende Flächen zu verdichten, wird das Frankfurter Stadtgebiet seit Jahren von hoch aufragenden Baukränen durchzogen. Ob im Ostend, in Sachenhausen, im Europaviertel, dem Lyoner Quartier in der früheren Bürostadt oder direkt am Römer: Stadtweit entstehen neue Eigentums- oder Mietwohnungen, die den Zustrom an neuen Einwohnern auffangen sollen. Doch immer mehr Menschen ziehen nach Frankfurt und stellen nicht zuletzt die Stadtverwaltung vor die Herausforderung, die planerischen Voraussetzungen für einen finanzierbaren wie auch attraktiven Wohnraum zu schaffen. Den handelnden Akteuren ist daher bewusst: Allein mit Nachverdichtung ist es nicht getan. Ohne die Ausweisung weiterer Neubaugebiete wird die Stadt schon bald aus allen Nähten platzen. Und hier kommt Martin Hunscher, seit 2014 Leiter des Frankfurter Stadtplanungsamtes, ins Spiel.

Der Leitende Baudirektor arbeitet seit fast 30 Jahren als Stadtplaner und ist seit 1991 in Frankfurt tätig. Hunscher war maßgeblich an der Planung und Realisierung der Wohnquartiere im Europaviertel und am Riedberg beteiligt. Kaum einer weiß so genau wie er, was passieren muss, bis ein Neubaugebiet von der ersten Skizze am Reißbrett in die städtebauliche Wirklichkeit überführt wird. Zeitgemäße Stadtplanung sei ein facettenreiches und herausforderndes Geschäft, das auch in ökologischer und sozialer Hinsicht immer anspruchsvoller werde, befindet der Chef des Stadtplanungsamtes.

Zehn Jahre Vorbereitung, zehn Jahre Bauzeit

Pauschal lasse sich nicht sagen, wie lange dieses bürokratische Vorspiel bei der Planung eines neuen Wohngebiets dauere. „Jedes Baugebiet ist anders gelagert“, sagt Martin Hunscher. Doch über den Daumen gepeilt sei mit zehn Jahren Vorbereitung und weiteren zehn Jahren Bauzeit zu rechnen. Beim Europaviertel und dem bereits zum Teil bebauten Henninger-Areal in Sachsenhausen sei es gelungen, die Planungen innerhalb von fünf Jahren abzuschließen, da hier keine Bodenordnung, also die Neuordnung der Grundstücke zu bebaubaren Parzellen, erforderlich war. Danach konnten bereits erste Bauarbeiten beginnen.

Auch Mark Gellert, Sprecher des Frankfurter Planungsdezernats, hat eine Reihe von größeren Bauvorhaben auf Frankfurter Gemarkung begleitet. „Zuerst erfolgt der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Im Planungsausschuss wird darüber beraten. Es folgt der Stadtverordnetenbeschluss. Nach Bürgerbeteiligung, Offenlegung und Satzungsbeschluss können Baugenehmigungen erteilt werden. Und erst dann rollen die Bagger“, zählt Gellert die planerischen Hürden auf, die jedes neue Baugebiet zu nehmen hat. „Über den Bebauungsplan wird die kommunale Planungshoheit gewährleistet“, erklärt Gellert. So könne die Stadt – ganz gleich ob Industrie- oder Wohngebiet – von vornherein vorgeben, auf welche Art, und zu welchem Zweck in Frankfurt gebaut wird. Die Vorgaben reichen von der Art der Nutzung, der Höhe der Gebäude über die Ausnutzung der Grundfläche bis zur infrastrukturellen Erschließung eines Neubaugebiets.

Das geplante Neubaugebiet in der Nähe des Riedbergs

Derzeit ist das geplante Neubaugebiet im Frankfurter Norden westlich von Praunheim und der Nordweststadt in aller Munde. Auf einem 550 Hektar großen Areal sollen hier zwischen 8.500 und 11.500 Wohnungen für bis zu 30.000 Menschen entstehen. „Am Ende fällt ein neuer Stadtteil nicht vom Himmel“, sagt Martin Hunscher. Er verweist auf das 2014 vom Magistrat in Auftrag gegebene und beinahe vollendete Integrierte Stadtentwicklungskonzept Frankfurt am Main 2030. In seinem Entwurf sind alle Wachstumspotenziale der Mainmetropole gebündelt. Das Konzept enthält sowohl gewerbliche Flächen als auch Wohnquartiere. Ferner werden die Anbindungen an das Verkehrsnetz, Umweltbelange und infrastrukturelle Voraussetzungen wie der Bedarf an Schulen oder Naherholungsflächen berücksichtigt.

„Wir haben das gesamte Stadtgebiet analysiert und im Schwerpunkt die ökologische, verkehrliche und siedlungsstrukturelle Verträglichkeit geprüft“, erläutert Hunscher. Ein solch umfassender Planungsansatz, der explizit frühzeitig auch Umweltaspekte berücksichtigt, sei vor einigen Jahren noch völlig undenkbar gewesen. „Unser Geschäft ist wesentlich anspruchsvoller und komplexer geworden. Die Ansprüche sind gestiegen und die Themen Klima, Umweltschutz und Gebäudetechnik sind in den letzten Jahren viel stärker in den Fokus gerückt.“ So kämen jedes Jahr neue Immissions-Schutz-Verordnungen hinzu, was dazu führe, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Begründungen zu den Bebauungsplänen längst nicht mehr aus wenigen Seiten bestünden, sondern so dick wie Telefonbücher seien. Doch die Mühe zahle sich aus: Lebensqualität, Verkehrsanbindung und ökologische Aspekte seien viel besser miteinander verzahnt als bei manch älteren städtebaulichen Großprojekt. Als negatives Gegenbeispiel führt der Leitende Baudirektor Neubauten an, die während der 80er-Jahre komplett ohne soziale Infrastruktur wie Kindergärten oder Schulen entstanden.

Text: Mirco Overländer/ Stadt Frankfurt

Foto: Christian Christes/ Stadt Frankfurt

Mehr als Pop & Country: Ann Doka singt am Riedberg

Erst am Freitag veröffentlichte sie ihr neues Album – bald kommt die weit über die Grenzen Hessens hinaus bekannte Pop- und Country-Sängerin zu uns auf den Riedberg. Freunde und Weggefährten beschreiben ihre Musik so: Künstler wie Taylor Swift erobern gerade die Herzen der alten und neuen Country-Fans. Für Ann jedoch ist NewCountry nicht einfach der nächste große Hype, sondern eine lang gehegte Leidenschaft. Mit 14 entdeckt sie ihre Liebe zu Country, spielt von da an in verschiedenen Bands, schreibt eigene Songs und gründet 2011 ihr Soloprojekt. Mehrfach ausgezeichnet ist die Sängerin mit dem Deutschen Rock- & Pop-Preis (u. a. aktuell wieder als beste Country- Sängerin & beste Pop-Sängerin 2017) und konnte mittlerweile auch schon über Deutschlands Grenzen hinaus auf sich aufmerksam machen.

In ihrem neuen Studioalbum LOST BUT FOUND spricht und singt sie davon, was es heißt, sich zu trennen, sich neu zu verlieben, Freunde zu finden und Freunde hinter sich zu lassen. Verlust und Chance, Verlieren und Finden, Ende und Anfang prägen Ann‘s neue Songs inhaltlich. Auf diesem Album erzählt sie ihre Geschichte(n).

Karten an der Abendkasse kosten 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Im Vorverkauf jeweils zwei Euro weniger. Und jetzt noch ein großes Dankeschön an Veranstalter „Kultur am Riedberg“: Wir konnten gestern 3 x 2 Gratis Tickets für dieses Konzerterlebnis verlosen! Eine Mail an mail@main-riedberg.de genügteDie ersten drei Einsender haben die Karten gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

Das Konzert findet am Freitag, 4. Mai, um 20 Uhr in der Riedbergschule, Zur Kalbacher Höhe 15, statt.

Info und Vorverkauf: info@josua-gemeinde.net und Telefon 069/ 57003249

 

KunstLandschaften bei Billabong

Vom 26. April bis 17. Mai 2018 sind im Billabong Familienzentrum Arbeiten des Künstlers Klaus M. Becker zu sehen. Er ist in Kalbach aufgewachsen und lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Oberursel-Weißkirchen. Von 1975 bis 1978 studierte er an der Hochschule für Grafik und Design in Offenbach, von 1978 bis 1981 schloss er ein Studium der Freien Malerei an der renommierten Städelschule ab. Seither ist er selbstständig mit einem Büro für Grafik, Text und Korrektur und arbeitet als Illustrator für historische Darstellungen. Diese kennen sicher viele noch aus ihren Schulbüchern.

In seiner ersten Schaffensphase in den 80er-Jahren beschäftige er sich mit der Umwelt des Großstädters und hatte viele Ausstellungen in und um Frankfurt sowie im Rahmen von „Frankfurter Künstler“ auch in Tel Aviv (1982) und Kairo (1984). Seit jeher spielen die verwendeten Materialen in seiner Kunst eine wichtige Rolle, selbst der Rahmen wird Teil des Kunstwerks. Seit 2012 widmet sich Klaus M. Becker einer neuen Auseinandersetzung mit der Malerei. Treiber für die kraftvollen, teils farbintensiven Werke in unterschiedlichen Formaten sind Landschaften und ihre Beschaffenheit. Dafür sammelt der Künstler bei Exkursionen Erde, Steine und Sand und verarbeitet sie in seinen Bildern. Vor allem Ocker aus der Provence in vielfältigen Farbschattierungen findet sich in vielen Bildern wieder.

Seine Werke sind Kunst und Handwerk

Kein Werk ist nur gemalt, sie sind eine Schnittmenge aus Handwerk und Kunst. Auch bei den Papierarbeiten kommen nicht einfach vorgefertigter Papiere zum Einsatz, das Basismaterial ist handgeschöpft und wird in mehreren Prozessen hergestellt.  Die Ausstellung zeigt ein Querschnitt der Arbeiten des Künstlers, wobei die aktuelleren Werke den Schwerpunkt bilden.

Eröffnung der Austellung ist am 26. April um 19 Uhr mit einer Vernissage. Bis 17. Mai können die Bilder Mo./ Di. von 9 bis 16 Uhr, Mi./ Do. 9 bis 18 Uhr sowie an Freitagen von 9 bis 15 Uhr betrachtet werden. Ort: Familienzentrum Billabong, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46

Weiter Infos zum Künstler unter www.klausmbecker.de

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Text: Fabian Obergföll/ Culture Club Riedberg

18-Jähriger attackiert Ex-Freundin

Mit einem hölzernen Möbelbein hat ein 18-Jähriger am Sonntagnachmittag im Unteren Kalbacher Weg auf seine Ex-Freundin und deren beiden Freundinnen eingeschlagen.

Gegen 15.30 Uhr waren die drei jungen Frauen zu Fuß in Richtung Alter Flugplatz unterwegs. Hier kam der 18-Jährige auf sie zu und schlug mit dem Holzbein in der Hand gewaltsam auf seine Opfer ein. Sowohl seine Ex-Freundin (16 Jahre), als auch deren beiden Begleiterinnen (16 und 25 Jahre) traf er dabei am Kopf und am Oberkörper. Alle drei Opfer mussten im Krankenhaus medizinisch behandelt werden, wobei die 25-Jährige stationär aufgenommen wurde.

Der 18-Jährige konnte wenig später durch Beamte des 14. Polizeireviers festgenommen werden. Die Tat gilt als gefährliche Körperverletzung. Hintergrund dürften Streitigkeiten im Zuge der Trennung des ehemaligen Paares sein.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main/ Pressestelle

 

Leichtathletik-Halle in Kalbach wird saniert

Sportdezernent Markus Frank zeigte sich sehr erfreut darüber, dass der Magistrat die dringend notwendige Sanierung von Dach und Fassade der Leichtathletikhalle im Sport- und Freizeitzentrum Kalbach beschlossen hat, und hofft, dass auch die Stadtverordnetenversammlung zustimmen wird.

Seit mehreren Jahren häufen sich Undichtigkeiten im Glasdach und in der Glasfassade im Sport- und Freizeitzentrum Kalbach, das als wesentliche Säule des Leichtathletik-Bundes- und Landesstützpunktes in Frankfurt fungiert. Die Sanierung des Daches wird in diesem Jahr begonnen. Im Jahr 2019 startet dann die Fachsanierung der Fassade.

Aufgrund notwendiger Haushaltskonsolidierung wurde eine Sanierung in früheren Haushaltsjahren zurückgestellt. Zum Erhalt der Leichtathletikhalle ist die Fachsanierung nunmehr dringend erforderlich.

Die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen mit Kosten von rund 4,4 Millionen Euro werden mit Zuschüssen des Bundes und des Landes Hessen finanziell gefördert.

„Ich bin sehr froh, dass wir mit dieser Sanierung den Leichtathletinnen und -athleten in den Herbst- und Wintermonaten wieder exzellente Trainingsmöglichkeiten bieten können“, sagte Sportdezernent Markus Frank.

Auch Baudezernent Jan Schneider begrüßte die Entscheidung des Magistrats: „Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Bausubstanz und damit des städtischen Vermögens. Deshalb freut es mich, dass wir die Beauftragung für die Dachsanierung noch in diesem Jahr angehen können, wenn die Stadtverordneten den Maßnahmen ebenfalls zugestimmt haben.“

Informationen: Presse.INFO Stadt Frankfurt

Foto: Stefan Schurr

Schülerzahlen: Die Eltern schlagen Alarm

Neue Schulen, innovative Konzepte – wir Riedberger könnten stolz darauf sein. Doch Frankfurt wächst. Was Kinder betrifft, wesentlich stärker als prognostiziert. Die Zahl der Schüler in der Stadt wird sich von aktuell 61.000 auf 73.000 in sechs Jahren erhöhen. Hier im Stadtteil wird bereits jetzt die Situation in Kitas und Schulen immer angespannter. Insbesondere in der Marie-Curie-Schule, der zweiten Grundschule. Hier werden ab Sommer voraussichtlich mehr als 600 statt der rund 500 Schüler gehen, für die sie gebaut worden ist. Tendenz steigend. Zumal die Bauarbeiten im Quartier Westflügel nicht beendet sind.

Eltern der Grundschule haben jetzt eine „Task Force“ gebildet und wenden sich mit einem offenen Brief an Bildungsdezernat, Stadtschulamt und weitere Ämter. Auch im Ortsbeirat heute Abend (siehe unten) gibt es zwei Anträge zur Schul-Problematik. Grüne und FDP fordern, die „notwendigen Schritte zur Errichtung einer 3. Grundschule für den Stadtteil Riedberg einzuleiten“. Die CDU will „aktuelle Lösungen“ für Riedberg und Kalbach erreichen. Unterdessen rückt eine dritte Grundschule bereits näher. Dezernentin Sylvia Weber (SPD) wird „am 15. Juni in den Ortsbeirat kommen, um eine Gesamtlösung für die Kita- und Schulsituation vorzustellen“. Das hat eine Sprecherin des Dezernats für Integration und Bildung bestätigt.

„Wir platzen aus allen Nähten“

Die Eltern der Marie-Curie-Schule haben mit der Task Force eine Unterschriften-Aktion gestartet, an der viele Eltern teilgenommen haben. Im Vortext heißt es unter anderem: „Wir platzen aus allen Nähten“. Schon jetzt fehlen Räume, Toiletten, Garderoben. Plätze und Küche der Kantine und der Nachmittags-Komplex reichen nicht aus. Pädagogisches Personal fehlt, auch die Größe der Einrichtung schrecke ab. „Der Schulalltag für unsere Kinder im Ganztagsbetrieb wird von Jahr zu Jahr schwieriger“. Man sieht die akute Gefahr, dass das Ganztagsangebot nicht mehr für alle aufrechterhalten werden kann.

Die Eltern der Marie-Curie-Schule wenden sich mit einem offenen Brief plus Unterschriften-Aktion an die Stadt

Die Aufnahme weiterer Kinder wäre „schlicht und einfach verantwortungslos“. Deshalb wird eine weitere Grundschule oder eine Umverteilung der Kinder auf umliegende Grundschulen gefordert.

Das größte aktuelle Problem

Es gibt noch ein aktuelles Problem: Die vier Pavillons, die im Schulhof der Marie-Curie-Schule aufgestellt werden und die neuen ersten Klassen beherbergen sollen, werden „erst in den Herbstferien bezugsfertig sein“. So lautete die Auskunft aus dem Amt für Bau und Immobilien auf MAINRiedberg-Anfrage. Nicht wenige halten selbst diesen Zeitpunkt für optimistisch. Es stelle sich die Frage: „Wohin mit den neuen Schülern?“

Die neue Task Force appelliert: „Unsere Kinder brauchen eine verbindliche Lösung, so dass die Schüler, Lehrer und Ganztagsbetreuer sich auf den pädagogischen Alltag konzentrieren können.“

Weitere Themen im Ortsbeirat

Am Anfang der Sitzung stehen die Betreiber des Tower Cafés am Alten Flugplatz Bonames für Fragen zur Verfügung und erläutern das Konzept des außergewöhnlichen Angebotes. Auch die Flüchtlings-Unterkunft am Flugplatz wird heute Abend ein Thema sein. Denn noch immer ist nicht geklärt, wie lange die temporäre Einrichtung bestehen bleibt. Hier möchten die Ortsbeiräte Auskunft von der Stadt. Sie wollen auch wissen, wie viele der 180 Kinder aus der Unterkunft derzeit Kindergärten und Schulen in den umliegenden Stadtteilen besuchen und was es für die Integration dieser Kinder bedeutet, wenn die Einrichtung am Alten Flugplatz aufgelöst wird. Denn vielleicht ist es grundsätzlich auch möglich, dass der Betrieb der Unterkunft verlängert wird.

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Die Sitzung des Ortsbeirates 12 findet heute um  20 Uhr in der Alten Turnhalle, Am Grubweg 6, in Kalbach statt. Die Sitzung ist öffentlich.

Aktuelle Tagesordnung unter https://www.stvv.frankfurt.de/

Turnhalle auf! Sport, Spaß & Spiele für alle

Lust auf Sport, Spaß und Spiele, reichlich Bewegung inklusive? Am Sonntag startet das neue Projekt des Riedberger SV. An mindestens acht Tagen im Jahr 2018 wird ab sofort die Sporthalle des Gymnasiums Riedberg geöffnet sein. Vorstand Gaby Nagel: „Wir bieten kostenloses Programm für alle, egal ob Mitglied,  Nichtmitglied, Anwohner von nah und fern. Alle sind herzlich eingeladen, gemeinsam eine sportlich schöne Zeit zu verbringen.“

Beim ersten Mal sind Tischtennis, Badminton und verschiedene Ballspiele angesagt, plus eine Bewegungslandschaft für die Kleinen (siehe unten). An den weiteren Sonntagen im Mai und Juni gibt es unter anderem Bubble Soccer. Das ist ein Fun-Sport, der ursprünglich aus Skandinavien kommt. Dabei schlüpft jeder Spieler in eine aufblasbare Plastik-Blase, was mit und ohne Kicken großen Spaß macht.

Damit die Hallenkapazität ausreicht und für jeden genug Platz zum Austoben und ausgiebigen Spielen bleibt, werden allen Nichtmitgliedern und Kooperationsmitgliedern eine große, aber begrenzte Anzahl an kostenlosen Eintrittskarten rechtzeitig vor den jeweiligen Tagen zur Abholung zur Verfügung stellen. Das Angebot gilt, bis alle Karten des jeweiligen Projekttages ausgegeben sind. Die Eintrittskarten sind kostenlos erhältlich bei Park Avenue am Riedbergzentrum, Riedberger SV (per Nachrichtenformular reservieren und nach Terminabstimmung abholen) und in einigen Kursen der Kooperationspartner TV Kalbach und TSG Nordwest. An allen Tagen sind auch Kinder und Erwachsene mit Handicap sehr willkommen.

Zum Schluss noch ein Versprechen der Verantwortlichen: „Jeder Tag des Projektes Ballspiele & Bewegung für alle wird anders sein!“ Möglich macht das gemeinnützige Projekt für den Stadtteil die DFL Stiftung. Großer Dank des RSV gilt auch Park Avenue und Stadtdruck für die Unterstützung.

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Das Programm und weitere Termine:

  • Sport und Spaß am 15. April in der Turnhalle Gymnasium Riedberg Programm: 13 – 14 Uhr Fußballspiel für alle von 7-9 Jahre, 14 – 16 Uhr freies Tischtennisspiel, 14 – 16 Uhr freies Badmintonspiel, 15-17 Uhr freies Ballspiel (Kinball, Basketball und mehr), 15-17 Uhr Bewegungslandschaft von 1 – 7 Jahre (mit Mama/Papa)
  • 5. Mai 2018 in der Turnhalle Gymnasium Riedberg (13 – 17 Uhr) Programm: freies Tischtennisspiel, freies Badmintonspiel, Bubble Soccer – zum Ausprobieren für alle, Bewegungslandschaft für Kids von 1 – 7 Jahren (mit Mama/Papa)
  • 3. Juni 2018 in der Turnhalle Gymnasium Riedberg (13 – 17 Uhr) Programm: freies Tischtennisspiel, freies Ballspiel (Basketball und mehr), Bubble Soccer – zum Ausprobieren für alle, Bewegungslandschaft für Kids von 1 – 7 Jahren (mit Mama/Papa)
  • Fünf weitere Termine folgen noch!

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Anmeldung plus Hallenschuhe nicht vergessen und los geht’s!

Weitere Informationen: http://riedberger-sv.de

 

Wo Männer Sportgeschichte machten…

Sind Sie schon im Radsport-Fieber? Schließlich startet am 1. Mai wieder der Radklassiker Frankfurt-Eschborn, der auch über den Riedberg führt – und unsere beiden Riedberger Ladies Judith McCrory (47) und Maren Yakas (49) machen beim Jedermann-Rennen mit und berichten uns regelmäßig vom Training. Deshalb möchten wir Sie auf eine Veranstaltung aufmerksam machen, die nächsten Mittwoch nur wenige Kilometer vom Riedberg entfernt stattfindet. Mit „Radrennen im Palmengarten und in der Arena – Erste Bahnen, erste Rennen, erste Rekorde“ geht die Reihe „Spuren des Sports in Frankfurt“ an einen vielfach unbekannten Ort der Anfänge des Radrennsports: In den Palmengarten!

Im Palmengarten fing alles an

Als Vorgeschmack auf einen spannenden, um historische Aufnahmen ergänzten Vortrag von Peter Schermer, dem Leiter des Arbeitskreises „Sport und Geschichte“ im Landessportbund Hessen, einige Daten: Der 24.8.1881 gilt als Beginn des Frankfurter Radrennsports. In den Geschäftsräumen von Heinrich Kleyer wird der Frankfurter Bycicle-Club (F.B.-C.) mit dem Ziel gegründet, die Austragung von Radrennen zu fördern. Zwei Jahre später folgte die Gründung des Velociped-Clubs Frankfurt, der gute Beziehungen zum F.B.-C. pflegte.

Nachdem Verhandlungen mit dem Rheinischen Rennverein über eine Nutzung des Innenraums der Pferderennbahn scheitern, konzentriert sich der Vorstand auf den Bau einer Rennbahn am Oberforsthaus. Schon 1884 werden dort die ersten Rad-Rennen ausgetragen. Jedoch ist der Palmengarten zentraler, und so verlagert sich das Rad-Rennen nach der Erweiterung des Palmengartens ab 1887 auf die Radrennbahn im „Neugarten“.

Die Bahn im Palmengarten ist ab jetzt DER MAGNET. Es ist auch die Zeit von August Lehr, erfolgreich auf Hochrad und „Sicherheits-Nieder-Rad“, Frankfurter Weltmeister 1894 auf dem Nieder-Rad.

August Lehr, anno 1894 Weltmeister aus Frankfurt

Nach dem Auslaufen des Vertrags mit dem Palmengarten 1895 verlagern sich die Rad-Rennen auf die – allerdings unzulängliche – Radrennbahn auf dem Sportplatz an der Mainzer Landstraße. So ist es ein großer Fortschritt, als 1910 auf dem Festhallengelände im Rahmen der „Internationalen Ausstellung für Sport und Spiel (ISA)“ eine „Arena“ mit einer modernen Radrennbahn gebaut wird.

Experten bezeichnen diese Bahn sogar als damals „schönste und schnellste der Welt“. Es überrascht deshalb nicht, daß die ISA mit Radrennen eröffnet und beendet wurde. Schon am zweiten Renntag wird der Weltrekord über 50 Kilometer unterboten.

Nach dem Ende der Ausstellung werden in unregelmäßigen Abständen immer wieder Renntage auf der Bahn veranstaltet. Auch aufgrund von Protesten der benachbarten Anwohner wird die Rennbahn 1914 in den Ostpark bzw. an den Riederwald verlegt.

Referent der Veranstaltung ist Peter Schermer. Er beschäftigt sich als „Stadt(teil)historiker insbesondere sehr intensiv mit der frühen Frankfurter Sportgeschichte, um an diese spannende Epoche zu erinnern.  Er profitiert dabei von den umfangreichen Beständen des Frankfurter Instituts für Stadtgeschichte sowie von der Kooperation mit Museen, Vereinen und Fachverbänden. Dazu kommen noch die Kontakte aus der zeitweiligen Mitarbeit als Stadtlaborant im Rahmen des Historischen Museums Frankfurt.

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Da Eintracht Frankfurt am 18.4. ab 20.45 Uhr im DFB-Halbfinale um den Einzug ins Finale kämpft, beginnt der Vortrag von Peter Schermer pünktlich um 19 Uhr  und wird pünktlich um 20 Uhr beendet sein

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VORTRAG

„Radrennen im Palmengarten und in der Arena  – Erste Bahnen, erste Rennen, erste Rekord“ am Mittwoch, 18.04.2018, Siesmayersaal des Palmengartens, Siesmayerstraße 61, 60323 Frankfurt am Main

Eintritt ist frei. Einlass 18.30 Uhr

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Fotos:

  • Radrennbahn im Palmengarten, © Sammlung Peter Schermer
  • Der Frankfurter Radweltmeister August Lehr ca. 1890, © Frankfurter Sportmuseum
  • Die „Arena“ an der Festhalle 1912 – © Institut für Stadtgeschichte Frankfurt

Was bleibt vom Riedberg-Tatort?

Kuck mal, da ist unsere Schule! Kuck mal, da ist ein Freund von mir. Im Hintergrund als Statist. Kuck mal, da ist die Turnhalle vom Gymnasium, die U-Bahn-Haltestelle, der Bolzplatz, der Kätcheslachpark. Hinzu kommen verschiedene Spielplätze, St. Edith Stein oder der Skylineblick. Wer am 8. April den ARD-Tatort „Unter Kriegern“ ansah oder als jüngerer Riedberger anschauen durfte, konnte viele Orte im Stadtteil wiedererkennen. Auch wenn sie in anderem Zusammenhang standen. So wurde für die Dreharbeiten ein Waffengeschäft im Riedbergzentrum aufgebaut, in das der zwölfjährige Hauptdarsteller emotionslos blickte. „Zum Glück gibt es das bei uns nicht in Wirklichkeit“, wie eine Mutter betonte.

Wer hat den zwölfjährigen Malte getötet?

Der FALL des Frankfurter Tatorts, der vor einem Jahr unter anderem am Riedberg gedreht wurde: Der kleine Malte wird im Heizungskeller eines Sportleistungszentrums eingesperrt und verdurstet qualvoll. Die Kommissare Anna Janneke (Margarita Broich, 57) und Paul Brix (Wolfram Koch, 56) haben zuerst den Hausmeister mit Vorstrafen im Visier. Schnell merken die Zuschauer aber, dass der Leiter des Leistungszentrums und sein Stiefsohn mindestens ebenso gefährlich sind. Sportfunktionär Joachim Voss schikaniert nicht nur seine Frau – er macht das gemeinsam mit dem Jungen, der auch noch andere regelrecht tyrannisiert.

8,4 Millionen wollen Tatort sehen 

8,37 Millionen Zuschauer wollten diesen Tatort sehen. Das ist eine gute Quote – aber keine sehr gute, wenn man bedenkt, dass beispielsweise Tatorte aus Münster 13 Millionen Zuschauer und mehr haben. Der Marktanteil aber lag gestern bei 24 Prozent. Am Riedberg vermutlich höher. Hier hatte die IG auch zum Public Viewing ins Jugendhaus geladen.

Am Ende gibt es mindestens drei Tote und nicht nur einen Mörder. Das Magazin Stern fragt jetzt nach: Kann man ein Kind zum Psychopathen erziehen? Und gibt gleich noch die Antwort: Experten sprechen von einer angeborenen Persönlichkeitsstörung, die therapiert werden könne. Aber ein instabiles Umfeld und psychopathisch veranlagte Eltern würden diese fördern. Aber so stringent wie im Film ist es vermutlich kaum vorstellbar.

Im Tatort nimmt der Vater alle Schuld auf sich. Das Fazit eines Mädchens, das normalerweise keine Krimis sehen darf: „Warum wird der Junge nicht bestraft?“

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Haben Sie den Riedberg-Krimi leider verpasst? Der Tatort ist in der ARD-Mediathek abrufbar www.ardmediathek.de/tv/Tatort

Foto: hr (2)/ MAINRiedberg (1)

Erst Airport-Streik, dann keine U-Bahn

Jetzt beginnen die neuen Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi, die auch Schüler, Pendler und Geschäftsreisende vom Riedberg betreffen: Am morgigen Dienstag wird der Airport bestreikt, am Freitag der öffentliche Nahverkehr plus Stadtverwaltung und Krankenhäuser. Für die rund 2,7 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen werden sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt gefordert, mindestens aber 200 Euro pro Monat mehr – und bessere Konditionen für Azubis. Die wichtigsten Fakten:

Der Streik-Dienstag

Am Frankfurt Flughafen müssen sich Reisende von 5 Uhr morgens an bis 18 Uhr Wartezeiten und Störungen einstellen. Hier ist das Bodenpersonal sowie Teile der Flughafenfeuerwehr zum Warnstreik aufgerufen. Laut Flughafen-Betreiber Fraport trifft der Streik vor allem Passagiere, die an Terminal 1 einchecken wollen. Die Lufthansa hat bereits bundesweit rund 800 Flüge gestrichen.

Auch Mainova-Kunden sollten wissen: Bei Problemen mit Strom, Fernwärme und Wasser sind Service-Mitarbeiter schlecht oder gar nicht erreichbar.

Der Streik-Freitag

Mittwoch und Donnerstag wird in anderen Teilen Hessens gestreikt, am Freitag ist aber wieder Frankfurt im Fokus:  Die Gewerkschaft hat angekündigt, dass am 13. April alle neun U-Bahn-Linien und zehn Straßenbahnlinien bestreikt werden. S-Bahnen und Buslinien sollen aber voraussichtlich planmäßig verkehren.

Am Freitag stehen U-Bahnen und Straßenbahnen still

Auch andere Bereiche sind von dem Warnstreik betroffen: die Stadtentwässerung, die Entsorgungsbetriebe (FES), die städtischen Bühnen, die Stadtverwaltung, das Klinikum Höchst, das Heilig-Geist-Krankenhaus, die orthopädische Klinik Friedrichsheim sowie weitere Krankenhäuser der öffentlichen Hand.

Aktuelle Informationen zu Bus und Bahn im Internet und in den sozialen Medien unter http://www.rmv.de , http://www.rmv-frankfurt.de , http://www.vgf-ffm.de sowie unter http://www.facebook.de/VGFffm und http://www.twitter.com/vgf_ffm .

Fotos: Daniel Ernst/ MAINRiedberg