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Mädchen (11) am Zebrastreifen von Transporter erfasst

Schwerer Unfall am Riedberg: Ein 11-jähriges Mädchen wollte an einem Zebrastreifen die Graf-von-Stauffenberg-Straße überqueren und wurde von einem Transporter erfasst. 

Der Unfall ereignete sich bereits am Montag gegen 16.10 Uhr. Das Mädchen wollte mit dem Rad die Straße überqueren, auf einem Zebrastreifen in Höhe der Graf-von-Stauffenberg-Allee 30 – also in unmittelbarer Nähe der Marie-Curie-Schule und in einem Straßenabschnitt, wo nur Tempo 30 erlaubt ist. Laut Polizei geschah Folgendes: Dabei wurde die Elfjährige von einem Mercedes Vito erfasst, der von einem 25-jährigen Mann gesteuert wurde. Das Mädchen wurde auf die Straße geschleudert und erlitt schwere Verletzungen. Sie wurde sofort in ein Krankenhaus verbracht, wo sie stationär aufgenommen wurde.

Foto: MAINRiedberg

Von Kita bis Hort: So plant die Stadt nach den Ferien

Die städtischen Ämter arbeiten mit Hochdruck an der Planung für die Wiederaufnahme des Schul- und Kitabetriebs nach den Ferien. Zudem sollen 10.000 Laptops an Schülerinnen und Schüler ausgeliehen werden, die keinen Computer haben.

„Die Aufnahme des Regelbetriebs unter so genannten Pandemiebedingungen an den Kitas ist seit dem 6. Juli bereits erfolgreich angelaufen. Alle Träger und Kitas sind sehr bemüht und sich ihrer großen Verantwortung bewusst“, bilanziert Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber die bisherigen Schritte. „Die Eltern sind verständnisvoll und unterstützen den Öffnungsprozess gut. Ihnen allen danke ich sehr herzlich..“

Aktuell werde darum mit Hochdruck an den Vorbereitungen für die Zeit nach den Sommerferien gearbeitet. Vor allem gehe es darum, Informationsketten sicherzustellen, erklärt Weber. „Niemand weiß, wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt. Aber wir können dafür sorgen, dass Eltern unverzüglich informiert werden, wenn es in ihrer Schule oder Betreuungseinrichtung einen Corona-Fall gibt und was das für sie konkret bedeutet. Es ist verständlicherweise noch viel Unsicherheit vorhanden, da die Informationslage nicht immer eindeutig ist.“

Ihr Dezernat arbeite darum eng mit den Trägern zusammen, selbstverständlich auch in den Ferien. „Seit Beginn der Pandemie sind wir in engem, wöchentlichen Austausch mit den Trägern der Kinderbetreuung, um alle Schritte abzustimmen, vorzubereiten und zu begleiten. Gemeinsam haben wir den Lockdown, die Notbetreuung, die Ferienbetreuung, den eingeschränkten Regelbetrieb und nun die Wiedereröffnung organisiert“, sagt die Dezernentin.

Dem durch die Dezernentin einberufenen Krisenstab gehören unter anderem auch Vertreter des Gesundheitsamtes, des Kinderschutzbundes und der Gewerkschaften an.

Regulärer Betrieb in Kita und Hort

In den Krippen, Kindergärten und Horten findet nach den Sommerferien und unter der Voraussetzung niedrig bleibender Infektionszahlen ein regulärer Betrieb statt. Nur in Ausnahmefällen, wie etwa aufgrund von Personalmangel, können Öffnungszeiten eingeschränkt werden.

Die Hygienevorschriften des Landes und der Stadt behalten weiterhin Gültigkeit und müssen in den Betreuungseinrichtungen umgesetzt werden. Die Einrichtungen können darüber hinaus weitere individuelle Regelungen, beispielsweise gestaffelte Bring- und Abholzeiten, zur Sicherstellung des Infektionsschutzes treffen. Unter Beachtung der gültigen Regelungen zum Infektionsschutz sind auch teiloffene Konzepte in den Einrichtungen wieder möglich.

Personal und Fachkräfte in den Betreuungseinrichtungen

Für die Zeit nach den Ferien werden Aushilfskräfte mit pädagogischer Erfahrung (Museums- und Theaterpädagogen, Kursleiter, Studierende der Erziehungswissenschaften oder der Sozialen Arbeit) gesucht und eingestellt. Sie sollen die multiprofessionellen Teams in den Einrichtungen unterstützen und so eine Rückkehr zu den gewohnten Öffnungszeiten ermöglichen. Aktuell laufen auch Vorbereitungen für eine Fachkräfteoffensive, die im zweiten Halbjahr startet.

Hygiene und Gesundheitsschutz

Um auch weiterhin den Gesundheitsschutz der Kinder und Erwachsenen in den Einrichtungen sicher zu stellen, werden die Kitas vom Stadtschulamt und dem Gesundheitsamt beraten. Bereits jetzt werden anlassbezogene Testungen in Zusammenarbeit mit den Schulen und Kitas durchgeführt.

Entgelte

Die Stadt Frankfurt möchte alle Familien bestmöglich unterstützen. Dazu gehört auch die Befreiung vom Elternentgelt und Essensgeld für die Monate April und Mai sowie die Reduzierung um 50 Prozent im Juni. „Während andere Bundesländer die Elternentgelte pauschal für drei Monate übernommen haben, konnten wir auf eine solche Unterstützung aus Hessen nicht zurückgreifen. Für diejenigen Eltern, die im Juni gar keine Betreuung in Anspruch nehmen konnten oder darauf verzichtet haben, prüfen wir derzeit die Möglichkeit einer Rückerstattung“, kündigt Weber an.

Homeschooling

„Um nach den Ferien das Homeschooling besser zu unterstützen, haben wir eine Beschaffung von rund 10.000 Laptops gestartet, die an Schülerinnen und Schüler ausgeliehen werden können, die zu Hause keinen Computer haben“, sagt Weber. Ein entsprechendes Infoschreiben wird den Schulen zum Ende der Ferien zugehen. „Wir prüfen auch verschiedene Videokonferenz-Systeme mit dem Ziel, bis Ende des Jahres eine einheitliche Lösung für die Frankfurter Schulen zu installieren. Auch die sukzessive Ausstattung der Schulen mit WLAN und neuen Geräten aus dem Digitalpakt ist gestartet. Dabei haben wir vorgesehen, alle Berufsschulen bis 2021 mit WLAN auszustatten. Für Schulen sowie für Schülerinnen und Schüler, die derzeit noch über keinen Internet-Zugang verfügen, prüfen wir noch verschiedene Lösungen. Gegenüber dem Land haben wir bereits deutlich gemacht, dass wir mehr Fortbildung für Lehrkräfte sowie medienpädagogische Konzepte in den Schulen für dringend notwendig halten.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

Brandgefahr in der Flüchtlings-Unterkunft am Alten Flugplatz

Undichte Dächer, Ungeziefer, enge Wohnverhältnisse, Hygienemängel und mangelndes Verständnis bei den Mitarbeitern des Trägers: Rund 100 Flüchtlinge haben Mitte Juni gegen die völlig unakzeptablen Zustände in der Unterkunft am Alten Flugplatz Bonames protestiert. Bei der Überprüfung der Stadt stellte man fest, dass wegen Überlastung des Stromnetzes sogar Brandgefahr besteht

Bei den Vorbereitungen zur Verbesserung der Situation in den Küchen der Flüchtlingsunterkunft Am Alten Flugplatz sind Schwierigkeiten aufgetreten. Vielen Familien reichten die vorhandenen Kochmöglichkeiten nicht aus. Vermehrt wurden in den vergangenen Monaten Herde angeschlossen, die das Stromnetz überforderten. Dadurch kam es zu angeschmorten Kabeln. Bei der Überprüfung der Leitungen zeigten sich nun Messwerte, die auch eine Beschädigung weiterer Leitungen als Ursache haben könnten.

Um kurzfristig die Sicherheit für alle Bewohner zu gewährleisten, dürfen ab sofort keine elektrischen Großverbraucher wie Herde betrieben werden. Am Freitag, 10. Juli, haben städtische Mitarbeiter den Bewohnern die Situation erklärt und für eine Entfernung und Einlagerung der Geräte aus den Appartements gesorgt. Stadträtin Daniela Birkenfeld sagt: „Die Brandgefahr auszuschließen und die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten hat selbstverständlich oberste Priorität.“

Die Versorgung mit warmem Essen wird durch den Arbeiter-Samariter-Bund gewährleistet. Die Zubereitung kalter Speisen durch die Bewohner ist weiterhin in den Appartements möglich, weil Kühlschranke und Warmwasserbereitung nicht betroffen sind.

Im laufenden Betrieb der Einrichtung ist die genaue Überprüfung der elektrischen Anlagen und die Durchführung eventuell nötiger Folgearbeiten nicht möglich. Derzeit wird noch geklärt, ob die Bauteile nacheinander abgearbeitet werden können. Das wäre für alle Beteiligten das geringere Übel, denn so müsste immer nur ein Teil der Bewohner vorübergehend in eine andere Unterkunft umziehen. Nach Abschluss der Arbeiten stehen den Menschen dann die Appartements wieder zur Verfügung. Eine Nutzung der Küchen ist dann auch wieder möglich. Stadträtin Birkenfeld sagt: „Diese Maßnahme ist für alle Beteiligten mit großem Umstand und Einschränkungen verbunden. Aber wir haben das Ziel, allen Bewohnerinnen und Bewohner Kochmöglichkeiten ohne Einschränkung zur Verfügung zu stellen.“

Doch die Lage spitzt sich weiter zu. Auch die Kritik am Betreiber und an der mangelnden Überprüfung durch die Stadt wird unterdessen lauter.

Foto: Archiv

Ella (11) startet bei Ninja Warrior

Am Freitag heißt es Daumen drücken für Ella: Die elfjährige Schülerin des Gymnasiums Riedberg startet bei der RTL-Show „Ninja Warrior Kids Germany“ und möchte am liebsten bis ins Finale klettern.

„Ich bin 11 Jahre und komme in die 7. Klasse am Riedberg Gymnasium. Ich klettere und bouldere schon, seit ich ganz klein bin. Ich habe auch schon viele Wettkämpfe gewonnen und war letztes Jahr westdeutsche Vizemeisterin im Kids Cup klettern“, so stellte sich Ella vor wenigen Tagen per Mail an das MAINRiedberg-Team vor – und natürlich wollen wir sie gerne unterstützen.

Im Kids-Ableger der Gameshow wagen sich junge Sportler auf einen anspruchsvollen Hindernisparcours. In zwei Altersklassen (10-11 Jahre und 12-13 Jahre) werden sich erstmals 64 „Ninja Warrior Germany Kids“ der Herausforderung stellen und sich von der Vorrunde über das Halbfinale bis hin zum Finale durch den Parcours kämpfen – bis am Ende pro Altersklasse ein*e Sieger*in feststeht. 

Cooles Bewerbungsvideo und Casting auf Skype

Es ist nicht Ellas erster großer Auftritt: „Ich habe auch schon mal bei Klein gegen Groß mitgemacht. Das war 2016 und ich bin im Ringehangeln gegen den Olympia-Turner Marcel Nguyen angetreten (und habe gewonnen :-)). Ich liebe alles, was mit hangeln und klettern zu tun hat und ich liebe die Show Ninja Warrior.“ In Amerika gibt es schon länger das Sendeformat auch für Kinder und als Ellas Mutter Anfang des Jahres eine Anzeige für Ninja Warrior Germany Kids gesehen hat, wollte sich die Schülerin sofort bewerben. „Wir haben dann ein cooles Bewerbungsvideo gedreht und ich wurde zum Casting eingeladen.“

„Ich hoffe, dass viele die Show anschauen“

Allerdings lief dies wegen Corona ganz anders als geplant, nämlich von zu Hause aus. Die Kids haben Übungen bekommen, die man filmen und an den Sender schicken musste. Danach wurde Ella zu einem Skype-Interview eingeladen und – endlich – im April kam die Zusage, dass sie dabei sein darf. Gedreht wurde vom Mitte Juni in Köln, leider ohne Zuschauer. „Es war trotzdem mega cool und hat total viel Spaß gemacht“, berichtet Ella. Mehr darf sie aber momentan noch nicht verraten. Sie hätte nur noch folgenden Wunsch: „Ich hoffe, dass ganz viele Leute die Show anschauen!“

Die erste Folge von „Ninja Warrior Kids Germany“ mit Ella läuft am nächsten Freitag, 17.7.,  um 19.40 Uhr auf Super RTL sowie am 19.7. um 13.35 Uhr auf RTL.

Die weiteren Sendungen laufen im Herbst, aber ab 13.7. ist jede Woche eine neue Folge auf TVNOW schon vorab abrufbar. Außerdem ist Ella am nächsten Freitag noch in der Morning Show bei TOGGO Radio zu Gast.

Weitere Informationen unter rtl.de

Foto: Ninja Warrior Kids Germany / RTL

Straßen nach Naturwissenschaftlern der Goethe-Universität benannt

Nun ist es für jedermann sichtbar: Die Mikrobiologin Emmy Klieneberger-Nobel, der Atomphysiker Friedrich Hermann Hund und der Chemiker Sir Alexander Todd sind die mit der Goethe-Universität verbundenen Naturwissenschaftler, die drei bislang namenlosen Straßen auf dem Campus Riedberg einen Namen geben.

Der Ortsbeirat 8 hatte sich im Sommer 2018 für die Namensvorschläge der Universität ausgesprochen; nun wurden die neuen Straßennamen Ende Juni mit dem Anbringen der Schilder öffentlich gemacht.

Vizepräsident Manfred Schubert-Zsilavecz, der im Ortsbeirat engagiert für die drei Wissenschaftler geworben hatte, ist froh über diesen Schritt. „Wir erinnern nicht nur an drei hervorragende Forscher, die mit der Goethe-Universität verbunden sind und von denen zwei – Hund und Todd – in die Geschichte ihres Fachs eingegangen sind. Wir würdigen im Fall von Emmy Klieneberger auch eine Frau und Jüdin, die ihre wissenschaftliche Laufbahn nur unter schwersten Bedingungen beginnen und fortsetzen konnte.“

Die Bakteriologin Emmy Klieneberger-Nobel (1892-1985) war die erste Frau, die in den 20er Jahren an der Universität Frankfurt gegen Widerstände von Kollegen habilitiert wurde. Mit ihr wird nicht nur an eine der wenigen Frauen in den Anfängen der Universität erinnert, sondern auch an das Schicksal der jüdischen Universitätsangehörigen im Nationalsozialismus: 1933 wurde der Bakteriologin aufgrund ihrer jüdischen Abstammung die Lehrbefugnis entzogen. Kurz darauf emigrierte sie nach London, wo sie ihre Forschungen bis zu ihrer Emeritierung fortsetzen und sich als Mitentdeckerin der sogenannten Mykoplasmen einen Namen machen konnte. Ihren Namen trägt nun der Weg am Biologicum.

Die campusinterne Verbindung von Physikalischen und Chemischen Instituten ist nach dem renommierten Atomphysiker Friedrich Hund (1896-1997) benannt. Der Assistent Max Borns und Kollege Werner Heisenbergs war von 1951 bis 1957 in Frankfurt Ordinarius für Theoretische Physik. Mit den berühmten „Hundschen Regeln“ über Elektronen prägte er den Wandel der Quantentheorie in den zwanziger Jahren; er gilt ebenso als Entdecker des später sogenannten, für die Entwicklung der Quantenmechanik bedeutenden „Tunneleffekts“.

Die Zufahrtsstraße von der Altenhöferallee in Richtung Biozentrum erinnert an den Chemiker und Nobelpreisträger Sir Alexander Robertus Todd (1907-1997). Der Brite Todd promovierte an der Universität Frankfurt, danach kehrte er nach Großbritannien zurück, wo er nach mehreren Stationen bis zu seiner Emeritierung an der Universität Cambridge lehrte. Alexander Todd war einer der Pioniere der Erforschung der Nukleinsäuren, mit denen er Grundsteine für die moderne Genetik, Biochemie und Molekularbiologie legte. 1957 wurde ihm der Nobelpreis für Chemie verliehen.

Die Entscheidung für die drei Naturwissenschaftler war in der Goethe-Universität bereits Anfang 2015 gefallen. Mit dem Anbringen der Straßenschilder auf dem Campus der Naturwissenschaften kommt der Prozess der Straßenbenennung nun zu einem Abschluss.

Informationen und Foto: Goethe-Universität

Tempo 30 am Riedberg nicht möglich

Die Hoffnung auf ein generelles Tempolimit am Riedberg scheint zerplatzt: Wie der Magistrat in einer aktuellen Stellungnahme mitteilt, erlaubt die Straßenverkehrsordnung keine Reduzierung auf 30 km/h auf Haupterschließungsstraßen wie der Altenhöferallee.

Viele Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch der Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg hatten auf Tempo 30 auf den großen Stadtteil-Straßen wie der Altenhöferallee gehofft. Der Fahrzeugverkehr solle „ruhiger und disziplinierter“ gestaltet werden, hieß es im März im Antrag des Ortsbeirates für das Tempolimit. Einerseits aus Sorge um die Sicherheit von Kindern und Radfahrern, andererseits, weil der Riedberg inzwischen auch vom Durchgangsverkehr als Abkürzung Richtung Autobahn und City genutzt wird. Und aufgrund der Beobachtung und Erfahrung, dass nachts die großzügig ausgebaute Altenhöferallee zum Rasen einlädt, mit weit höheren Geschwindigkeiten als die derzeit erlaubten 50 Stundenkilometer.

Doch gerade das letzte Argument pro Tempo 30 ist zugleich der Hauptgrund für das klare Nein aus dem Magistrat. Denn das vor fast zwei Jahrzehnten geplante Verkehrskonzept für den Riedberg sieht ein hierarchisch gegliedertes Straßennetz vor. Die großen Stadtteil-Straßen Altenhöferallee, sowie auch weitere wie Graf-von-Stauffenberg-Allee und Riedbergallee dienen zur Sammlung des Quell- und Zielverkehrs, auch in Richtung Rosa-Luxemburg-Straße und Marie-Curie-Straße. In der aktuellen Stellungnahme zum Ortsbeirats-Antrag heißt es explizit: „Haupterschließungsstraßen können aufgrund ihrer Verkehrsbedeutung und ihres Ausbaustandards nicht Teil einer Tempo-30-Zone sein“ – das ist in der Straßenverkehrsordnung klar geregelt.

Tempo 30 nur vor Einrichtungen wie Schulen und Kitas

Vor „sicherheitsempfindlichen Einrichtungen“ wie Schulen und Kitas sind Tempo-30-Zonen weiterhin möglich und am Riedberg bereits überwiegend geschaffen. Ebenso können diese durchgesetzt werden, wenn eine Häufung von geschwindigkeitsbedingten Unfällen vorliegt.

Zusammengefasst bedeutet die Stellungnahme des Magistrats: Die Rechtsvorschrift Straßenverkehrsordnung erlaube „keine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h in den genannten Straßen“. Die Hoffnung auf ein generelles Tempolimit im Stadtteil hat sich damit höchstwahrscheinlich zerschlagen.

Foto: Archiv

Gleisbau: U9 fährt nicht, U8 fährt planmäßig

Neue Informationen zu den Sommerferien-Baustellen im RMV: Ab Montag bis zum 3. August fährt die U9 wegen Gleisbauarbeiten nicht, es ist ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die U8 fährt aber weiterhin planmäßig zum Riedberg.

In der Zeit von Montag, 6. Juli, circa 2 Uhr, bis Samstag, 1. August, circa 3 Uhr, ist die U-Bahnlinie U2 zwischen Riedwiese/Mertonviertel und Nieder-Eschbach unterbrochen. Grund sind Gleisbauarbeiten zwischen Kalbach und Nieder-Eschbach. Die U2 verkehrt nur zwischen Südbahnhof und Riedwiese/Mertonviertel sowie zwischen Nieder-Eschbach und Bad Homburg-Gonzenheim. Zwischen Riedwiese/Mertonviertel und Nieder-Eschbach findet kein Betrieb der U2 statt.

Im Anschluss daran, von Samstag, 1. August, circa 3 Uhr bis Montag, 3. August, circa 1.30 Uhr, verkehrt die U2 nur zwischen Südbahnhof und Heddernheim sowie zwischen Nieder-Eschbach und Bad Homburg-Gonzenheim. Grund dafür sind Arbeiten an der Fahrleitung. Von Heddernheim nach Nieder-Eschbach und zurück fährt die Linie U2 nicht.

Linie U9 fährt nicht

Die Linie U9 fährt während der gesamten Bauarbeiten nicht. Der Riedberg ist mit der Linie U8 planmäßig erreichbar.

Schienenersatzverkehr mit Bussen

Ein Schienenersatzverkehr mit Gelenkbussen zwischen Heddernheim, Riedwiese/Mertonviertel über Unicampus/Riedberg, Kalbach, Bonames Mitte und Nieder-Eschbach wird im gesamten Zeitraum eingerichtet.

RMV-Fahrplanauskunft ist aktuell

Über die RMV-App und auf http://www.rmv-frankfurt.de können sich Fahrgäste über die Fahrpläne und ihre neuen Verbindungen informieren. Auch die Mitarbeiter am RMV-Servicetelefon unter 069/24248024 sind rund um die Uhr erreichbar und beraten gerne.

Foto: MAINRiedberg

Eintracht & Stadt unterzeichnen Stadion-Mietvertrag

Die Stadt Frankfurt und Eintracht Frankfurt haben gestern ihre Unterschriften unter einen gewerblichen Mietvertrag zur Nutzung des Stadions und des dazugehörenden Areals gesetzt. Dieser normiert, worauf sich beide Seiten bereits Ende des letzten Jahres bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung verständigt hatten. Dem Vertragswerk haben sowohl der Aufsichtsrat der Sport Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklungen (kurz: SSF) – einer 100%igen Tochter der Stadt Frankfurt am Main – als auch der Aufsichtsrat der Eintracht Frankfurt Fußball einstimmig zugestimmt. Dem Abschluss des Vertrages gingen intensive Verhandlungsrunden zwischen Vertretern der Stadt und Eintracht Frankfurt voraus.

Ab dem heutigen 1. Juli wird Eintracht Frankfurt damit für die Dauer der nächsten 15 Jahre Hauptmieter der Arena, die zukünftig den Namen „Deutsche Bank Park“ trägt und die bis zum Beginn der Saison 2023/24 auf eine Gesamtkapazität von rund 60.000 Plätzen ausgebaut wird.

„Die harten, aber immer konstruktiven Verhandlungen mit der Stadt sind natürlich durch die pandemischen Entwicklungen der letzten Monate beeinflusst worden. Wir haben jetzt eine für beide Seiten tragfähige Lösung gefunden, die den komplexen Auswirkungen einer solchen Ausnahmekrise jetzt und für die Zukunft Rechnung trägt“, sagt Vorstandsmitglied Axel Hellmann. „Für Eintracht Frankfurt ist die Einigung mit der Stadt ein essentieller Baustein für eine weitere eigenständige Entwicklungs- und Handlungsfähigkeit.“

„In wirklich intensiven Gesprächen ist es gelungen, ein gutes Fundament für die künftige Zusammenarbeit der städtischen Sportpark Stadion GmbH mit Eintracht Frankfurt zu schaffen. Gerade der vertrauensvolle Umgang in den – natürlich auch durch die Krise geprägten – vergangenen Monaten lässt uns positiv in die Zukunft blicken und gibt uns Planungssicherheit für die nächsten 15 Jahre“, sagt Stadtrat Markus Frank, der als Aufsichtsratsvorsitzender die Verhandlungen maßgeblich geführt hat. Er dankt auch Stadtrat Claus Möbius und dem Stadtverordneten Jan Klingelhöfer, durch deren verlässliches Mitwirken in der städtischen Verhandlungskommission, dieses Ergebnis erreicht werden konnte.

Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker ergänzt: „Das Stadion der Stadt Frankfurt ist für viele Frankfurterinnen und Frankfurter wie ein zweites Wohnzimmer und ein Ort großer Emotionen. Mit der Vertragsunterzeichnung fällt der Startschuss für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und Zukunft. Fußballfans, aber auch Konzertbesucherinnen und -besucher werden hier hoffentlich sehr bald schon wieder gemeinsam jubeln und feiern können.“

Umgesetzt wird der Vertrag durch die eigens gegründete Eintracht Frankfurt Stadion, eine Tochtergesellschaft der Eintracht Frankfurt Fußball, deren Geschäftsführer Julien Zamberk und Patrik Meyer ab 1. Juli das Stadion gemeinsam mit der städtischen Besitzgesellschaft nutzen werden.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Eintracht Frankfurt

Nach Flüchtlings-Protest: Aufklärung der Vorwürfe gefordert

Undichte Dächer, Ungeziefer, enge Wohnverhältnisse, Hygienemängel und mangelndes Verständnis bei den Mitarbeitern des Trägers: Rund 100 Flüchtlinge haben Mitte Juni gegen die schlechten Zustände in der Unterkunft am Alten Flugplatz Bonames protestiert. Das zeigt jetzt Wirkung.

Die Kommunale Ausländerinnen- und Ausländervertretung (KAV) fordert eine tiefgreifende Aufklärung aller Umstände, die zu den Vorwürfen führten, beziehungsweise der Gesamtsituation der Leitung der Flüchtlingsunterkunft.

„Wir wissen, dass die Flüchtlinge selbst kaum eine Lobby haben und deshalb Schwierigkeiten haben, ihre Probleme anzusprechen, geschweige denn, sie zu lösen. Aus diesem Grund müssen sich andere für sie einsetzen. Vorrangig aber ist die Aufklärung des Sachverhaltes, damit eventuelle Versäumnisse oder Fehler öffentlich werden und dann auch beseitigt werden können“, heißt es von der KAV.

Foto: Archiv

Müllsünden werden ab 1. Juli deutlich teurer

Bis zu 55 Euro Strafe für ausgeleerte Aschenbecher, Bananenschalen oder Kaugummis am Boden und 250 Euro für die Ablagerung von Sperrmüll ohne Termin – ab 1. Juli drohen Müllsündern in Frankfurt teilweise deutlich höhere Verwarnungs- und Bußgelder.

Der Katalog der möglichen Müllsünden in Frankfurt am Main ist lang. Sei es die weggeworfene Zigarettenkippe, die leere Getränkedose oder der nicht angemeldete Sperrmüll. Auf vielfältige Art und Weise kann in Frankfurt gegen geltendes Abfallrecht verstoßen werden. Und das wird es auch. Nicht überall in der Stadt, aber an vielen Orten.

Sicherheitsdezernent Markus Frank sagt: „Als ich kürzlich spät abends unterwegs war, zeigte sich ein verheerendes Bild. Trotz vieler Mülleimer waren die Wege und Plätze am Main übersät mit Müll. Frankfurt am Main hat so viele schöne Plätze und Parks und investiert viel Zeit und Geld, öffentliche Bereiche ansprechend zu gestalten. Es ist eine Schande, wie diese Orte durch Ignoranz und Unachtsamkeit zunehmend vermüllt werden. Die Entwicklungen am Opernplatz passen hierbei leider ebenfalls ins Bild.“

Der Opernplatz ist das jüngste Beispiel, wie Vermüllung im öffentlichen Raum ein ganzes Stadtbild beschädigen kann. So fällt hier nach den seit geraumer Zeit hauptsächlich an den Wochenenden stattfindenden Treffen vieler Menschen sehr viel Müll an, der statt in bereitgestellte Mülleimer lieber mitten auf den Platz „entsorgt“ wird. Ein untragbarer Zustand. Auch ein Mehr an Mülltonnen und Aufklärungskampagnen zeigen, wenn überhaupt, nur eine marginale Wirkung.

„Höchste Zeit, an den Stellschrauben zu drehen und die Strafen für illegales Müllentsorgen nach oben anzupassen“, sagt Frank. „Andere Städte leiden unter ähnlichen Problemen und haben mit der Erhöhung der Verwarnungs- und Bußgeldsätze reagiert. Ein Schritt, den notwendiger Weise nun auch Frankfurt am Main geht.“

Mit diesen Strafen muss man ab sofort in Frankfurt rechnen Quelle: Stadt Frankfurt

So werden zum Mittwoch, 1. Juli, beispielsweise alle Kleinmüllverstöße auf die nach § 56 Ordnungswidrigkeitengesetz zulässige Obergrenze für Verwarngelder (55 Euro) erhöht oder auch Sperrmüllverstöße um 50 Euro nach oben angepasst.

Sonderbeauftragter für Sauberkeit und Ordnung

Eine weitere Stellschraube ist die Bestellung eines Sonderbeauftragten für Sauberkeit und Ordnung. Dieser Mitarbeiter der Stadtpolizei wird künftig Kontrollmaßnahmen koordinieren, neue Müllhotspots lokalisieren und die Arbeit der bereits vorhandenen Dienstgruppen der Stadtpolizei in Bezug auf Vermüllung unterstützen. Darüber hinaus kann er für besondere Maßnahmen auf die neu eingerichtete Operative Einheit (OPE) der Stadtpolizei zugreifen.

Markus Frank erklärt: „Durch diesen Sonderbeauftragten heben wir die Bearbeitung von Müllproblematiken in der Stadt auf ein höheres Level. Ich verspreche mir davon mehr Effizienz der bereits bestehenden Maßnahmen für mehr Sauberkeit in Frankfurt am Main.“

Frank sieht in den beiden Maßnahmen, Erhöhung der Verwarn- und Bußgelder und Einrichtung eines Sonderbeauftragten bei der Stadtpolizei, ein wichtiges Signal. Er appelliert jedoch an die Vernunft der Menschen in Frankfurt: „Kaum eine Stadt bietet so viele Möglichkeiten, Müll aller Art, in der Regel sogar kostenfrei, zu entsorgen. Bitte nutzen Sie diese Möglichkeiten und helfen Sie uns, unsere schöne Stadt sauber zu halten. All jene, die ihren Müll weiterhin in die Umwelt werfen, können sich sicher sein, dass wir sie mit den erhöhten Regelsätzen an dessen Beseitigung beteiligen werden. Dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadtpolizei künftig auch in zivil verstärkt Müllsündern auf der Spur sind, wird hoffentlich den ein oder anderen Schmutzfinken davon abhalten, seinen Müll achtlos auf Wegen und Plätzen zu verteilen.“

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