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Stadt will Goetheturm wieder aufbauen

Für viele Frankfurter ist diese Nachricht ein Albtraum und nicht nur Stadtvertreter traf das mitten ins Herz: Ein Feuer hat heute in den frühen Morgenstunden den Goetheturm, unser Wahrzeichen im Stadtwald und eines der beliebtesten Ausflugsziele, in Schutt und Asche gelegt.

Gegen 3.15 Uhr erreichten Polizei und Feuerwehr zahlreiche Notrufe, dass der Goetheturm in Flammen stünde. Wenig später trafen die ersten Einsatzkräfte am Turm ein, da stand dieser bereits vollkommen in Flammen. Auch die intensiven Bemühungen der Feuerwehr konnten den Niedergang nicht verhindern. Angrenzende Gebäude und Waldbereiche gelang es so zu sichern, dass diese nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Brandstiftung wahrscheinlich – Polizei bittet um Hinweise

Der 43 Meter hohe Holzturm im Stadtwald war erst 2014 saniert worden. In der Nacht zum 1. Mai 2017 war bereits der hölzerne Morgentau-Pavillon im Koreanischen Garten abgebrannt, einen Monat später traf es den Wasserpavillon im Chinesischen Garten im Bethmannpark.

Mit Wut und Entschlossenheit reagierte Oberbürgermeister Feldmann auf die Nachricht. „Wenn sich ein Verdacht der Brandstiftung erhärten sollte, dass Kriminelle in unserer Stadt ein Wahrzeichen wie den Goetheturm niederbrennen, werden wir die volle Härte zeigen, unsere Polizei die Täter verfolgen und zur Rechenschaft ziehen.“

Nach Abschluss der Löscharbeiten haben spezialisierte Brandermittler der Frankfurter Kriminalpolizei ihre Arbeit begonnen. Die umfangreiche Spurensuche wird sicher mehrere Tage in Anspruch nehmen und dauern momentan an.

Zu der Brandursache sind derzeit keine seriösen und belastbaren Aussagen machbar. Aufgrund der Gesamtumstände ist eine Brandstiftung im weitesten Sinne sehr wahrscheinlich. Zusammenhänge mit ähnlichen Brandstiftungen der Vergangenheit werden im Rahmen der Ermittlungen geprüft.

In diesem Zusammenhang bittet die Polizei um Hinweise an den Kriminaldauerdienst unter Telefon 069/755-53111.

Das sind die Spendenkonten für den Wiederaufbau

OB Feldmann erklärte sogleich: „Ich werde alles daran setzen, den Goetheturm schnellstmöglich wieder aufzubauen.“ Bereits am Morgen haben ihn viele Menschen und Initiativen erreicht, die sich für den Wiederaufbau engagieren wollen. Dazu gehören die Handwerkskammer, die Nassauische Sparkasse, die Eintracht, die Frankfurter Sparkasse, die Stadion Betreiber Gesellschaft und viele mehr.

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig dankte der Feuerwehr, die den starken Funkenflug unterband und so einen Waldbrand verhinderte. Die benachbarte Gaststätte Goetheruh und der Waldspielplatz können wahrscheinlich schon am Wochenende wieder geöffnet werden. „Ich gebe allen Freundinnen und Freunden des Goetheturms das feste Versprechen, dass wir ihnen auch den Turm wieder zurückgeben.“

Beim Eintreffen der Feuerwehren um 3.24 Uhr hatte der Turm schon wie eine Fackel gebrannt. Das mit Teerölen imprägnierte Holz, das beim Bau Anfang der 1930er Jahre verwendet wurde, habe dazu sicher beigetragen. „Ein Großaufgebot an 60 Einsatzkräften unserer Berufsfeuerwehr und der drei Freiwilligen Feuerwehren Sachsenhausen, Oberrad und Niederrad war an dem Einsatz beteiligt und hat durch ihr schnelles und professionelles Handeln ein Ausbreiten des Brandes und damit noch Schlimmeres verhindert. Den Einsatzkräften danke ich sehr für ihr umsichtiges Agieren“, sagte Feuerwehrdezernent Markus Frank. Der Goetheturm wurde seinerzeit anlässlich des 100. Todestags von Johann Wolfgang von Goethe 1932 errichtet und war lange Zeit der höchste Holzturm Deutschlands.

Baudezernent Jan Schneider will nun mit der Bauaufsicht klären, ob ein originalgetreuer Wiederaufbau nach heutigen Standards noch genehmigt werden könnte. „Wünschenswert ist ein Wiederaufbau nach den alten Plänen zweifellos, ob er auch genehmigungsfähig wäre, muss nun geprüft werden“, sagte Schneider.

Die Nassauische Sparkasse und die Frankfurter Sparkasse haben bereits Spendenkonten eingerichtet, um den Wiederaufbau im bürgerschaftlichen Sinne zu unterstützen.

Spenden können auf folgende Konten der Stadt Frankfurt eingezahlt werden: Konto DE 46 5105 0015 0140 3028 60 bei der Nassauischen Sparkasse sowie Konto DE55 5005 0201 0200 6525 75 bei der Frankfurter Sparkasse, jeweils Stichwort „Wiederaufbau Goetheturm“


Das war das Frankfurter Wahrzeichen – und so soll der Turm möglichst bald wieder aufgebaut werden (Foto: Lesniewski)

Informationen: Stadt Frankfurt/ Polizei Frankfurt
Foto oben: Feuerwehr Frankfurt

Der Riedberg leuchtet

Diwali, das hinduistische Lichterfest, wird vor allem in Indien, aber auch im Rest der Welt jedes Jahr gefeiert. In diesem Jahr richten es Riedberger mit indischen Wurzeln erstmals im Jugendhaus aus. Der Culture Club Riedberg unterstützt sie dabei und alle Riedberger sind herzlich willkommen.

Das mehrtägige Fest findet jedes Jahr an einem anderen Datum statt, es beginnt aber immer am 15. Tag des Hindumonats Kartik. In diesem Jahr ist dies am 19. Oktober der Fall. Am Sonntag, den 22. Oktober, wird es ab 16 Uhr im Jugendhaus ziemlich bunt und fröhlich zugehen. Jugendliche haben bereits seit Wochen mit einer indischen Tanzlehrerin Bollywood-Tänze eingeübt, überall werden Kerzen leuchten und es wird nach selbst gemachtem indischen Gebäck und Süßigkeiten duften. Es gibt auch einen kurzen Vortrag, der die Bedeutung von Diwali beleuchtet – und das ist ganz wörtlich gemeint. Denn das bekannteste Element von Diwali sind die vielen kleinen und großen Lichter.

Das fröhliche Fest wird oft auch als indisches Weihnachten bezeichnet: die Häuser sind geschmückt, Kerzen werden angezündet, Gaben verteilt und gemeinsam wird gut und viel gegessen. „Wir freuen uns sehr auf das Fest, und dass wir es erstmals gemeinsam mit unseren Nachbarn feiern können“, erklärt Dhanalakshmi Ramkumar, die mit ihren Freundinnen und Freunden sowie deren Familien das Fest vorbereitet haben. „Wir wollen damit auch zeigen, wie toll es ist, friedlich in einer multi-kulturellen Gesellschaft zu leben.“

Genau das ist auch das Anliegen des Culture Club Riedberg (CCR). Der Verein hat den Kontakt zum Jugendzentrum hergestellt, Spenden organisiert – die Blumendekoration stellt Blumengeschäft blume2 zur Verfügung – und kümmert sich um die Werbung für das Event. „Unser Stadtteil ist wunderbar bunt. Und wie kann man seine Nachbarn und andere Kulturen besser kennenlernen, als wenn man zusammen feiert und isst. Das ist echte Kulturarbeit“, sagt CCR-Vorsitzende Sandra Thoms.

happy diwali am Riedberg, 22. Oktober, ab 16 Uhr im Jugendhaus, Friedrich-Dessauer-Straße

Happy Diwali 2017, Lichterfest am Riedberg

Text: Fabian Obergföll/ Culture Club Riedberg

(Foto: Ron Dale)

Oberstufe zieht weg – Platz frei für die IGS!

Der Magistrat hat in seiner heutigen Sitzung eine gemeinsame Vorlage von Bildungsdezernentin Sylvia Weber und Baudezernent Jan Schneider beschlossen: den Umzug der „Neuen Gymnasialen Oberstufe“ (NGO), die derzeit noch in einer Containeranlage auf dem Riedberg untergebracht ist, nach Bockenheim in die Voltastraße 1a. Die Liegenschaft wurde zuvor durch die private Mundanis-Schule genutzt. Die positive Konsequenz: Jetzt ist der Weg frei, um den dringend benötigten Neubau der IGS Kalbach-Riedberg zu realisieren.

Im Bildungsdezernat spricht man von einem „großen Tag“ und davon, dass man so „drei Fliegen mit einer Klappe“ schlage. Erstens: Die Oberstufe kann endlich aus der Container-Anlage in der Gräfin-Dönhoff-Straße in ein Gebäude umziehen, das gut geeignet ist, nah am endgültigen Standort im Gallus ist und nur geringfügig umgebaut werden muss. Spätestens nach Ostern 2018 soll der Umzug erfolgen. Zweitens: Diese Container sind somit frei für das neue Gymnasium Mitte-West, das zum nächsten Schuljahr am Frankfurter Römerhof starten wird. Drittens: Früher als erwartet kann mit den Planungen und der Ausschreibung für den Neubau der Integrierten Gesamtschule beginnen. Das ist die zweite weiterführende Schule hier am Riedberg, die erst vor wenigen Wochen in einer provisorischen Holz-Containeranlage im Westflügel mit mehr als 100 Fünftklässlern eröffnet hat.


OB Peter Feldmann und Bildungsdezernentin Sylvia Weber bei der Eröffnung der neuen IGS im August

Das sagen die Dezernenten

„Der ganze Prozess erfolgte in enger Abstimmung mit der Schulgemeinde der NGO, dem Liegenschafts- und dem Stadtschulamt. Wir sind froh, dass wir für die Stadt Frankfurt ein so gut geeignetes Gebäude finden und anmieten konnten“, sagte heute Bildungsdezernentin Sylvia Weber.

„Die Anmietung des ursprünglich für Bürozwecke errichteten Gebäudes zeigt, dass auch durch die Umnutzung von Gebäuden privater Bauherren kurzfristig zusätzliche Schulflächen gewonnen werden können. In Anbetracht des hohen Bedarfs an Schulgebäuden sollten wir diese Möglichkeit häufiger nutzen“, betonte Baudezernent Schneider abschließend.

Offene Fragen zum Neubau der IGS

Das neue Amt für Bau und Immobilien im Dezernat von Jan Schneider, das künftig alle Phasen des Baus von Schulen und Kitas und das komplette Liegenschaftsmanagement übernimmt, wird den IGS-Neubau federführend betreuen. Die Planungen können jetzt früher als erwartet beginnen, in Zusammenarbeit mit der Schulgemeinde. Wann könnte der Neubau fertig sein? Wird die IGS, wie teilweise bereits gefordert, um eine Oberstufe erweitert? Wie groß wird die Turnhalle, die dringend benötigte, weitere Hallenkapazitäten schafft? Diese Fragen sind noch offen. Tatsache ist aus Sicht der Riedberger Bürger aber: Jetzt geht’s endlich los…

(Fotos: cd)

U8 fährt nachts ohne Pause – bis Heddernheim

Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 können sich Nachtschwärmer auf eine Neuerung freuen: Erstmals gibt es auf den U-Bahnlinien U4 und U8 keine Betriebspause, beide fahren auf Teilabschnitten durch die Nacht.

Die Linie U4 wird von Dezember an in den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag sowie vor Feiertagen auf dem Abschnitt Seckbacher Landstraße und Bockenheimer Warte verkehren. „Unsere“ U8 fährt zwischen Südbahnhof und Heddernheim – und damit leider nicht bis zum Riedberg. Beide U-Bahnen fahren im 30-Minuten-Takt.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte zu dem Angebot: „Frankfurt ist eine pulsierende Großstadt mit einem attraktiven Nachtleben, das viele Menschen in den zwei Nächten des Wochenendes nutzen. Das wollen viele mit den öffentlichen Verkehrsmitteln tun und sollen es auch. Denn dann gibt es keine Parkplatzsorgen und das Thema ‚Alkohol am Steuer‘ erledigt sich auch von selbst. Die Nachfrage ist also da, jetzt wollen wir sie mit dem entsprechenden Angebot auch befriedigen.“

Der Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsbunds (RMV), Prof. Knut Ringat, führte aus: „Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember startet der Nachtverkehr auf den ersten S-Bahnen und Regionalbahnlinien. Dass in Frankfurt dieses Angebot um die U-Bahn ergänzt wird, freut uns sehr. Damit wächst unsere Region noch ein Stück weiter zusammen.“

„Wir haben uns für den Start des Angebots auf zwei U-Bahnlinien konzentriert, die die am stärksten nachgefragten Abschnitte auf der Ost-West- und der Nord-Süd-Strecke abdecken. Mit U4 und U8 wollen wir das schon vorhandene und gut genutzte Nachtbus-Angebot attraktiv erweitern“, ergänzte VGF-Geschäftsführer Thomas Wissgott im Rahmen einer nächtlichen Straßenbahn-Fahrt vor wenigen Tagen (siehe Foto oben).

Nach derzeitiger Planung soll das Angebot auf der Schiene zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 nochmals ausgeweitet werden. Vorgesehen sind bis jetzt die Linie U4 zwischen Bockenheimer Warte und Seckbacher Landstraße, die Linie U7 zwischen Heerstraße und Enkheim, die Linie U8 zwischen Südbahnhof und Riedberg und Nieder-Eschbach die Linie 11 zwischen Zuckschwerdtstraße und Schießhüttenstraße, die Linie 12 zwischen dem Abschnitt Rheinlandstraße und Konstablerwache, die Linie 16 zwischen Ginnheim und Offenbach Stadtgrenze und die Linie 18 zwischen dem Abschnitt Konstablerwache und Gravensteiner-Platz. Diese Angaben sind noch ohne Gewähr, da sich Liniennummern und Umfang des Angebots im kommenden Jahr noch ändern können.

In Frankfurt und Umgebung sind zurzeit 26 Nachtbuslinien im Einsatz. Auf U- und Straßenbahn-Linien besteht wiederum bis jetzt eine nächtliche Betriebspause, die zwischen den letzten und den ersten Zügen zwischen 1.30 Uhr und 3.30 Uhr liegt. Diese Pausen konnte die VGF bis jetzt für Instandsetzungen und andere Arbeiten nutzen, ohne den Betrieb zu behindern, was insbesondere auf den stark frequentierten Tunnelabschnitten von Vorteil war. VGF-Geschäftsführer Thomas Wissgott sagte dazu, dass diese Arbeiten künftig anders organisiert und terminiert würden, um sie trotzdem erledigen zu können.

Informationen und Foto: Presse-Info Stadt Frankfurt

Immer öfter Fehlalarm im Riedbergzentrum

Montag, wenige Minuten nach 19 Uhr. Der Feueralarm im Riedbergzentrum geht los, übrigens nicht zum ersten Mal an diesem Tag. Durchsagen sind zu hören, offenbar aber nicht für jeden. Die Schlangen an den Kassen der Supermärkte waren gerade noch lang, da viele Riedberger noch Einkäufe vor dem Feiertag erledigen wollten. Einige Besucher des Riedbergzentrums aber werden später berichten, dass sie kaum etwas verstanden hätten und nicht gewusst hätten, was passiert sei oder wirklich vorgehe. Ein MAINRiedberg-Leser schreibt unmittelbar: „Das Riedbergzentrum wurde gerade geräumt. Die Feuerwehr ist auch schon da.“ Mehr war nicht bekannt.

„Da muss man dann alles stehen und liegen lassen und möglichst schnell mit den Kunden raus“, heißt es bei Café Wacker. Man könne sich vorstellen, dass das gerade für Rewe und Aldi aufgrund der Größe der Ladenfläche und hinsichtlich des verlorenen Umsatzes nicht unproblematisch sei, wird hinzugefügt.

Sind die Feuermelder in der Tiefgarage der Auslöser?

So viele Fehlalarme wie in den letzten Wochen hat es aber offenbar noch nie gegeben. Was könnte der Auslöser sein? In Geschäften im Riedbergzentrum und in den sozialen Netzwerken wird gemutmaßt, dass Feuermelder in der Tiefgarage zu sensibel eingestellt sein könnten. „Wenn da einer unmittelbar bei einem Feuermelder mit dem Auto zu viel Gas gibt, geht der schon los“, vermutet einer, der nicht namentlich zitiert werden möchte. Die Verwaltung des Riedbergzentrums hat sich – beispielsweise gegenüber der Frankfurter Neuen Presse – noch nicht zu den möglichen Hintergründen geäußert.


Es gab zuletzt immer öfter Fehlalarm im Riedbergzentrum

Ortsbeirat will besseres Sicherheits-Konzept

Der Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg ist bereits in der letzten Sitzung aktiv geworden und bittet, darauf hinzuwirken, dass Angestellte regelmäßig Brandschutzschulungen erhalten und ausreichend Brandschutzbeauftragte benannt werden. Denn schon bei einer Räumung vor wenigen Wochen musste festgestellt werden, dass weder Besucher noch Angestellte wussten, wo die in der Durchsage genannten Sammelplätze sind – und wann sie das Gebäude wieder betreten dürfen.

Darüber hinaus wird gebeten, an prominenter Stelle Informationen über die Ausweisung der entsprechenden Sammelplätze anzubringen. Bisher hängen im Zentrum nur relativ kleine Schilder mit einem Flucht- und Rettungsplan (Foto siehe oben), die man sehr leicht übersehen kann. Auch soll geprüft werden, ob nicht eine Lichtsignalanlage installiert werden kann, was gerade für hörbehinderte Menschen wichtig wäre.

Der diesbezügliche Antrag stammt von den Grünen und wurde im September einstimmig im Ortsbeirat verabschiedet. Der Antrag ist nicht an den Verwalter des Zentrums, sondern direkt an den Magistrat gerichtet.

(Fotos: riedberg.de/ cd)

Vom Riedberg auf die Zugspitze

Hohe Ziele: Vor allem die Jugendlichen des Bauunternehmens Krieger + Schramm haben die Besteigung des höchsten Bergs Afrikas fest im Blick – als Zwischenetappe stand kürzlich die Zugspitze auf dem Plan.

Mit über 25 Mitarbeitern aus Frankfurt, natürlich also auch vom Riedberg, aus München und anderen Standorten machte man sich auf die Reise nach Garmisch-Partenkirchen, um gemeinsam die Herausforderung Zugspitze zu bewältigen. Der Tag startete mit herrlichen Wetter, Sonnenschein und blauem Himmel. Mit Helm und Sicherungsgurt bestückt ging es in Begleitung von zwei Bergführern auf den Weg. Die Route führte durch das Reintal. Diese 21 Kilometer lange Tour ist die längste und gleichzeitig einfachste Möglichkeit, um auf Deutschlands höchsten Berg zu gelangen. Es handelt sich um einen anstrengenden Wanderweg, der allerdings alle Klettersteige umgeht. Einzigartig bei dieser Strecke war der märchenhafte Einstieg durch die Partnachklamm in das Tal – gleich zu Beginn also wunderbare Eindrücke. Nach zwei Stunden war an der Bockhütte die erste Rast. Zu diesem Moment konnten sich die jungen Bergsteiger noch nicht vorstellen, was noch vor ihnen liegt.

Die Reintalangerhütte auf 1.366 Höhenmetern war das nächste Zwischenziel. Der Weg dorthin führte über Geröll. Es wurde immer steiler, unwegsamer und anstrengender. In der Reintalangerhütte gab’s dann eine stärkende Suppe, bevor es auf die letzte und anstrengendste Etappe an diesem Tag ging.

Ab diesem Teil der Strecke werden viele Höhenmeter überwunden, was ziemlich an die Kondition ging – dies sah man auch allen Beteiligten an. Die Stärkeren zogen aber die Schwächeren mit und so gelangten alle schließlich an den Rand des Zugspitzplatts. Dabei stieg der Weg Richtung Norden extrem steil an. Bei diesen Metern ging eine Vielzahl an ihre Grenzen. An der Knorrhütte auf 2052 Meter war die erste Etappe geschafft. Mit über 35.000 Schritten „auf der Uhr“ und effektiven sechs Stunden Wanderzeit hatten sich die Bergsteiger eine Dusche und isotonische Getränke redlich verdient. Übernachtet wurde nach einer gediegenen Hütten-Gaudi in einem Lager mit 18 Betten in einem Raum – nicht alltäglich und für den ein oder anderen gewöhnungsbedürftig.

Am nächsten Morgen dann der Schock: Es hat tatsächlich geschneit. Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee lagen auf dem letzten Anstieg zur Zugspitze. Es ist unvorstellbar, wie schnell sich das Wetter in diesen Höhen ändert. Die Bergführer machten aber Mut und es ging mit voller Zuversicht zwei Stunden durch eine einzige weiße Landschaft, bei der der Weg kaum zu sehen war, bis zur nächsten kurzen Pause am Rande des Sommerskigebiets.

Die Wetterverhältnisse waren nicht besser geworden, und das Schneetreiben nahm seinen Lauf. Die Bergführer sahen die Verhältnisse als wirkliche Herausforderung. Sie beschränkten die Teilnehmerzahl für das letzte, sehr harte Stück auf 14 Personen – nur so konnten sie versichern, dass alle unversehrt den Gipfel erreichen. Der Rest konnte ganz gemütlich mit der Gondel der Zugspitzbahn nach oben fahren. Am Ende sicher die richtige Entscheidung – denn es wurde tatsächlich kräftezehrend. Nun kam auch der Sicherungsgurt zum Einsatz. Auf schmalen Wegen entlang der Felsen sicherte man sich an den vorhandenen Drahtsteilen, um ein Abrutschen bei den schwierigen Verhältnissen zu verhindern. Es ging alles gut. 

Die Bergsteiger berichten von einem „glückseligen Gefühl“, als sie das Plateau endlich erreicht hatten. Manche konnten es kaum fassen, was sie geschafft haben. Noch nicht ganz, denn das obligatorische Gipfelfoto oben am Gipfelkreuz musste auf jeden Fall noch gemacht werden, was noch mehr Emotionen weckte.

Was steckt hinter dem Projekt? Dieses große Ziel, verbunden mit den vorhergehenden gemeinsam gemeisterten Abenteuern, soll den weiteren Zusammenhalt, sowie eine immer weiter wachsende innovative Unternehmensstruktur stärken und den Teamspirit fördern. Wer auch Lust auf solche Abenteuer hat, und eine Ausbildung sucht, kann sich auf der Homepage www.krieger-schramm.de umschauen. Hier gibt es auch einen Blog mit aktuellen Informationen zu den Gipfelstürmern.

Denn die Herausforderung Kilimandscharo wartet noch…

(Foto und Informationen: K + S)

Führung durch unseren „Klima-Park“

„Der Kätcheslachpark, der Klimapark auf dem Riedberg“ – unter diesem Stichwort wird Gartenbauingenieur Ingo Bohl am Dienstag, 3. Oktober, um 14 Uhr durch den Grünzug führen. Bohl erläutert anschaulich die städtebaulichen Grundgedanken des Neubaugebiets und die Konzeption der Grünflächen, die unterschiedlichen Abschnitte des Parks und die Pflegemaßnahmen. Auch gartenhistorische Hintergründe und baumkundliche Besonderheiten werden erklärt.

Der Kätcheslachpark führt als langgestreckter Grünzug quer durch den oberen Teil des Riedbergs. Die vielfältigen Funktionen des Parks reichen von Naherholung und Sport und Spiel über Naturschutz, Niederschlagsrückhaltung und Frischluftversorgung. Ein umfangreiches Rad- und Fußwegenetz verbindet den Stadtteil mit der umgebenden Landschaft.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe GartenRheinMain statt. Treffpunkt für die Führung ist der Riedbergplatz, gegenüber der U-Bahn-Station „Campus Riedberg“. Die Führung endet nach etwa 90 Minuten an der U-Bahn-Station „Riedberg“. Die Teilnahme ist kostenlos.

Informationen zur Veranstaltung gibt es beim Grünflächenamt unter Telefon 069/212-30208

(Foto: MAINRiedberg)

Mehr Videotechnik in der City

Die Debatte in der Frankfurter Regierungskoalition zum Thema Sicherheit war lang und intensiv, auf die Einigung über die neuen Standorte von Videotechnik reagierte Polizeipräsident Gerhard Bereswill gestern sehr zufrieden. Man hat sich auf drei neue Standorte geeinigt: an der Hauptwache, Taunus- / Ecke Elbestraße im Bahnhofsviertel und im Allerheiligenviertel. Außerdem sollen Altanlagen im Bahnhofsviertel und an der Konstablerwache erneuert werden.

An den ersten beiden neuen Standorten wird die Überwachung fest installiert, in der Allerheiligenstraße ist ein mobiles Gerät geplant. Im Zuge des gemeinsamen Sicherheitskonzepts wollen Polizei und Stadt die Videoüberwachung für die Dauer von einem Jahr im Einsatz testen und anschließend die Ergebnisse evaluieren.

Eine solche Anlage wird auf Grundlage des Hessischen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes betrieben und kann rechtlich gesehen nur befristet eingesetzt werden.

„Ich freue mich, dass wir nunmehr einen für alle Partner akzeptablen Kompromiss gefunden haben und beim Ausbau unserer städtischen Sicherheitsinfrastruktur einen erheblichen Schritt weiterkommen“, fasste Polizeipräsident Bereswill die Entscheidung der Koalition zusammen. „Dadurch wird die Sicherheit der Menschen in Frankfurt deutlich erhöht. Mir ist abschließend wichtig, dass wir nach der Parlamentsbefassung schnellstmöglich zur Umsetzung gelangen.“

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main/ Foto: Goodpics

Billabong hat Schlüssel in die Zukunft

Vor der Eingangstür mit der Hausnummer 46 b werden noch die Wege gemacht, drinnen sind keine Bauarbeiter mehr zu sehen. In wenigen Momenten wird Judith McCrory von Billabong Family davon sprechen, dass „diese Räumlichkeiten ein Geschenk sind“. Diese Räume – das sind fast 600 Quadratmeter im Erdgeschoss eines Neubaus in der Graf-von-Stauffenberg-Allee. Diese Räume – das ist das neue Zentrum des Vereins, der bisher das Jugendhaus Riedberg mitnutzen konnte. Und mit dem umfangreichen Angebot für Jung und Alt vor allem an räumliche Grenzen gestoßen war.

Hier aber wird es demnächst ein Café mit offener Küche, Kinderspielecke und mehr als 30 gemütlichen Sitzgelegenheiten geben, einen Multimedia-Raum, einen Kreativ- und Werkraum, einen großen Raum für Sport und Fitness plus einen speziellen Bereich für Tanz und Ballett. Das Café ist kein Lokal im eigentlichen Sinne, sondern für Treffen, zum Verweilen und auch für spezielle Angebote wie Koch-Workshops gedacht. Ab Frühjahr nächsten Jahres wird es die Möglichkeit geben, Räume zu mieten. In den nächsten Wochen wollen die Billabong-Verantwortlichen Stück für Stück Umzug und Einrichtung managen. Der Mietvertrag mit der Mondial Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, die nebenan 266 Studenten-Apartments vermietet, steht. Das Konzept für den Weg Richtung Mehrgenerationenhaus ebenfalls.

Gestern, am 28. September um exakt 14.04 Uhr, war Schlüsselübergabe. Sabine Fiedler, Judith McCrory, Anja Hohmann und Harriet Papastefanou von Billabong wurden von Projektleiter Oliver Müller von der Bau-Unternehmensgruppe Lupp herzlich begrüßt und erhielten dann auch die echten Schlüssel, die etwas kleiner als der symbolische Schlüssel aus Wolle und Goldglitter auf dem Foto oben, aber unwesentlich zahlreicher waren.

Ein Blick in die Historie: Das Billabong Familienzentrum wurde 2006 von Müttern aus dem damals neu errichteten Riedberg gegründet. Man wollte von Anfang an einen Treffpunkt für alle Menschen im Stadtteil zu schaffen. Deshalb auch der Name Billabong. So, wie die Aborigines in Australien die für sie lebenswichtigen Wasserstellen in der Wüste nennen. Der Vorstand des Vereins arbeitet immer noch ehrenamtlich, wird inzwischen unterstützt von zwei festangestellten Mitarbeiterinnen und weiteren engagierten Helfern.

Judith McCrory erinnerte gestern auch an den Mann, der an den neuen Entfaltungsmöglichkeiten großen Anteil hat. Es ist Werner Hackermeier, der im Auftrag der Hessen Agentur die städtebauliche Entwicklung des Riedbergs prägte, und im Juli an Krebs verstorben war. Er wusste, wie lange der Verein schon nach Räumlichkeiten suchte, die mit einem guten Konzept finanzierbar waren. „Werner kam eines Tages zu uns und sagte: ,So, jetzt hab‘ ich was für Euch!“, erzählt die Billabong-Lady und fügt hinzu: „Wir würden so gerne Danke sagen, aber das können wir leider nicht mehr.“

Von nun an geht der Blick nach vorne. Denn es gibt viel zu tun. Ein Namensschild am Briefkasten gibt es übrigens schon.


Das ist bald das Café, der zentrale Treffpunkt mit Theke, offener Küche, Kinderspielecke und gemütlichen Sitzgelegenheiten


Sport und Fitness first! Das ist der 85 Quadratmeter große Sportraum mit Schwingboden. Nebenan ist ein spezieller Tanzraum, insbesondere für das Ballettförderzentrum von Thom Hecht. Die Trennwand dazwischen kann man öffnen


Die Billabong-Verantwortlichen wissen schon genau, wie jede Ecke am besten genutzt werden soll


…und haben trotz jeder Menge Arbeit auch viel Spaß. Harriet Papastefanou freut sich insbesondere auf den neuen Kreativraum. Hier will sie auch Angebote zum „begleiteten Malen“ machen, wo jeder kreativ sein und sich verwirklichen kann


Auch der Innenhof der Gebäude mit dem neuen Billabong-Zentrum und mehr als 250 Studenten-Apartments wird anspruchsvoll gestaltet. „Nachts wird das aussehen wie eine Landebahn“, verspricht der Polier des Bauunternehmens, der auch kurz zur Schlüsselübergabe gekommen ist

(Fotos: cd/ Adolf Lupp GmbH + Co KG )

Spende für neues Mehrgenerationenhaus

Der Countdown läuft: Das Projekt „Mehrgenerationenhaus Riedberg“ wird noch in diesem Herbst Wirklichkeit – und das Team von Billabong Family fiebert dem Einzug in die neuen Räume in der Graf-von-Stauffenberg-Allee entgegen. Unter anderem, „da eine Fläche von 600 Quadratmetern gut durchdacht möbliert werden muss“, wie Vorstand Sabine Fiedler erklärt. Finanziell ist das eine Herausforderung, Geld- und Sachspenden sind mehr als willkommen. Am vergangenen Freitag war wieder einer dieser besonderen Momente, der – neben dem Women-Power der Billabong-Verantwortlichen – das ambitionierte Projekt erst möglich macht. Drei Ladies konnten in der XXXLutz-Filiale in Eschborn einen Einkaufsgutschein über 1000 Euro in Empfang nehmen. Volker Michels von der deutschen Zentralverwaltung des Unternehmens und Stefan Grotelüschen, Hausleiter in Eschborn, überreichten die Spende persönlich und betonten, wie gerne man diese regionale Initiative unterstützt.

Sabine Fiedler von Billabong retournierte charmant: „Wir freuen uns, einen so tollen Kooperationspartner an unserer Seite zu haben und möchten uns nochmals ganz herzlich bedanken.“

Dabei habe man, so heißt es beim Möbel-Konzern, „nicht gleich Ja gesagt“, sondern sich erst im Detail über die Pläne und das Konzept am Riedberg informiert. Die Unternehmensgruppe möchte sehr gezielt soziale Projekte fördern. Billabong indes klopfte hartnäckig an. „Das finde ich toll“, fügt Kommunikations-Chef Michels hinzu.

Natürlich guckten sich Anja Hohmann, Harriet Papastefanou und Sabine Fiedler auch gleich im Möbelhaus um und fanden beispielsweise Stühle, die prima in das neue Billabong-Café passen würden. Jetzt aber heißt es erst mal abwarten und voller Konzentration weiterplanen. Hilfreiche Kontakte sind auf jeden Fall schon mal geknüpft…

(Foto: cd)