Alle Artikel voncd

Das sind die Gewinner-Bücher der Kids

Mehr als 900 kleine und große Besucher kamen bereits am Samstag in die Alte Turnhalle in Kalbach, als es hieß: Vorhang auf für die 34. Kinderbuchmesse! Hier sind ausschließlich die Kids die Experten. Denn Kinder aus Schulen in Kalbach und Riedberg haben die neuesten Kinderbücher gelesen und Sieger der „Kalbacher Klapperschlange“ bestimmt. Es ist ein Preis, der lange Zeit der erste und einzige Bücherpreis seiner Art in Deutschland war.

Die Klapperschlange 2018 geht an die deutsche Autorin Mara Andeck und ihrem Kinderbuch für Abenteuerlustige „Lilo auf Schloss Löwenstein – Ab ins Schloss“ (Altersgruppe 3.-4. Klasse). In dem 2017 im Boje Verlag erschienenen Buch der 1967 geborenen Autorin geht es um die Abenteuer liebende Lilo, die mit ihrer Familie in ein richtiges Schloss zieht. Erst scheint es langweilig und öde zu werden, dann aber findet Lilo doch noch eine Freundin und macht auf dem Dachboden des Schlosses eine aufregende Entdeckung.

Dieses Buch ist der Siegertitel bei den Kids der 3. und 4. Klassen

Das meint die Kinder-Jury: „Ich fand das Buch gut. Schlösser finde ich schön, weil sie so richtig schöne Böden, Decken und Wände haben. Die Bilder finde ich gut, und dass Lilo (so heißt ein Mädchen im Buch) ein Siebenschläferjunges gefunden hat, war cool (Muriel). Jakob schreibt: „Das Buch ist sehr, sehr spannend und auch ein bisschen lustig. Es steckt voller Abenteuer und Geheimnisse. Es ist eine Geschichte, die zum Teil auch im Leben passieren kann. Ich fand das Buch super klasse und würde es allen Kindern, die spannende Geschichten mögen, empfehlen“. „Ich finde das Buch Suuuuuupertoll. Am Anfang war das Buch geheimnisvoll, aber dann wurde es immer offener. Und es war immer spannend, vom Anfang auf der ersten Seite bis zum Ende auf der letzten Seite“ (Pauline). Und Mai findet: „Das Buch ist sehr gut. Ich mag gerne solche Bücher, wo es so traumhaft ist. Wenn ich lese, dass die Familie in einem Schloss wohnt, dann möchte ich da auchwohnen“.

Dieses Buch ist der Siegertitel bei den 5. bis 7. Klassen

In der Altersgruppe 5. – 7. Klasse ist das beliebteste Buch der Kinderjury das 2017 beim Ravensburger Verlag erschienene Buch „Luzifer Junior – zu gut für die Hölle“ von Jochen Till.

„Es geht um Luzifer, welcher der Sohn vom Teufel ist, aber viel zu nett ist um später mal das Geschäft zu übernehmen. Darum schickt ihn sein Vater in ein Internat für Jungs, damit er lernt böse zu sein. Allerdings funktioniert das nicht und Luzifer findet auf dem Internat Freunde und ist ganz und gar nicht böse. Ein sehr humorvolles und interessantes Buch“ (Benno).

„Das Buch hat mir zum einen aufgrund des Humors sehr gut gefallen, was auch noch durch die sehr gut gezeichneten Illustrationen verstärkt wurde. Zum anderen finde ich die Darstellung der Hölle hervorragend gemacht. Auch noch ein sehr großer Teil meiner Bewertung ist, dass das Buch eine großartige Geschichte hat. Negativ jedoch ist mir aufgefallen, dass das Buch einen Cliffhänger als Ende besitzt“ (Lars). Simon schreibt: „Ich fand das Buch gut. Es ist lustig geschrieben und auch spanend. Am besten gefallen hat mir die Stelle, als Luzie und seine Freunde Torben und seine Bande versteinert und „geschmückt“ haben. Die Illustrationen sind auch sehr witzig“.

„Ich finde das Cover schön und phantasievoll gestaltet. Der Titel ist passend. Die Geschichte ist spannend und interessant und man kann sich die im Buch beschriebene Welt gut vorstellen. Allerdings hat das Buch ein offenes Ende. Dies stört mich“ (Luis).

Das ist der Siegertitel bei den Teenagern

„Die Prophezeiung der Hawkweed“ von Irena Brignull (Verlag Fischer / Sauerländer, 2017, übersetzt von Sibylle Schmidt) ist Siegerbuch der Altersgruppe 8.-9. Klasse. Monja fasst den Inhalt zusammen: „Zwei Mädchen werden in der gleichen Sekunde geboren und wegen einer Prophezeiung vertauscht. Ember wächst nun im Hexenzirkel auf und Poppy in der Stadt. Schließlich treffen sich beide auf einer Lichtung und Ember bringt Poppy das Zaubern bei. Poppy erfährt, dass sie die neue Hexenkönigin werden soll. Dann entsteht ein großer Kampf, da eine Hexe möchte, dass ihre Tochter die Hexenkönigin wird und nicht Poppy“.

„Ich finde das Buch gut, da es spannend verfasst wurde. Das Buch hat einen stets Steigenden Spannungsbogen. Es hat auch fast keine unspannenden Stellen“ , schreibt Celina und Maxime sagt: „Das Buch ist sehr gut. Ich habe mitgefiebert, als sich herausstellte, dass Poppy die Tochter einer Hexe ist und Ember von Melanie. Ich fühlte mit Poppy mit und hoffte, dass sie endlich mit Leon zusammen kommt. Ich war etwas enttäuscht, dass es kein glückliches Ende gab, weswegen das Buch nicht die höchste Punktzahl erreicht“. Maxine ergänzt: „Ich fand das Buch sehr gut, denn es war sehr abwechslungsreich und fantasievoll. Es war auch sehr schön geschrieben und Cover und Titel stimmten überein. Die Personen waren auch mit Bedacht gewählt und schön geschrieben.“ Das Buch, so schreibt sie auch noch, „wollte ich gar nicht mehr aus der Hand geben und habe es in kürzester Zeit gelesen…“

Weitere Informationen unter www.kinderverein-kalbach.de

***

Informationen: Kinderverein Kalbach

Foto: MAINRiedberg/ Verlage

Als Ersatzverkehr: U8 fährt häufiger

Die VGF hat bereits am Donnerstag mit Gleisbauarbeiten entlang der Linie U3 zwischen den Stationen Niederursel und Oberursel Bahnhof begonnen. Die Arbeiten dauern bis Sonntag, 25. November. Für den Riedberg bedeutet das Folgendes: Während der Bauarbeiten wird die U3 eingestellt und der Takt auf der U8 verdichtet.

„Unsere“ Linie U8 ist außerdem mit Drei-Wagen-Zügen und somit größerer Kapazität unterwegs. In den Hauptverkehrszeiten gibt es zusätzliche Fahrten. Auch auf der Linie U9 wird die Kapazität mit Zwei-Wagen-Zügen ganztägig erhöht. Zudem wird zwischen Uni-Campus Riedberg und Hohemark in beiden Richtungen einen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Gelenkbussen eingerichtet. Durch die Betriebsunterbrechung kann es auf der Linie U3 zu längeren Reisezeiten kommen.

Was wird gemacht?

Im Bereich des Bahnhofs Oberursel werden die Weichen zwischen der Hauptstrecke Richtung Hohemark und der der Wendeanlage an der Nassauer Straße sowie die Überfahrt Nassauer Straße umfassend erneuert. Dabei werden auf einer Gleislänge von gut 175 Metern zwei Weichen ausgebaut und der Untergrund komplett erneuert. Auf einer Fläche von 1200 Quadratmetern werden etwa 980 Kubikmeter Boden und Schotter entfernt und dieselbe Menge erneut eingebaut.

Insgesamt werden hier gut 50 Tonnen Stahl und 2100 Tonnen Boden und Schotter bewegt. Zusätzlich wird an 60 Stellen im Gleis geschweißt. Während der Bauarbeiten wird die Überfahrt der Nassauer Straße vollständig gesperrt und eine Umleitung ausgeschildert. Für die Fußgänger wird es etwas weiter nördlich einen provisorischen Überweg geben.

Zeitgleich zu diesen Arbeiten wechselt die VGF zwischen Niederursel und Bommersheim 350 Schwellen und 1250 Meter Schienen aus. Zusätzlich werden auf einer Strecke von drei Kilometern die Gleise gestopft.

Wie die einzelnen Schritte eines Gleisaustauschs funktionieren, erklärt der Clip „Neue Gleise für die Eschersheimer Landstraße“ auf dem YouTube-Channel der VGF unter http://www.youtube.com/VGFChannel im Internet.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: MAINRiedberg

Großeinsatz und Sirenen: Störfall im Industriepark Griesheim

Aus bisher ungeklärter Ursache sind heute Morgen gegen kurz nach 4 Uhr auf dem Werksgelände vom Industriepark Griesheim aus einem Tankcontainer Salzsäuredämpfe ausgetreten. Da eine Gefährdung der Bevölkerung nicht gänzlich ausgeschlossen werden konnte, wurden vom Industriepark die Sirenen in den aufgrund der vorherrschenden Windrichtung gefährdeten Stadtteilen Nied und Griesheim ausgelöst und Radiowarnmeldungen veranlasst.

„Es bestand keine konkrete Gefahr für die Bevölkerung“

Die Schadensbekämpfung auf dem Werksgelände, wie das Niederschlagen der Dämpfe mit einem Wasserschleier und das Abdichten des Leck geschlagenen Tankcontainers, wurden von der Werkfeuerwehr in Eigenregie durchgeführt. Für eine gegebenenfalls notwendige Unterstützung der Werkfeuerwehr standen zahlreiche Kräfte der Berufsfeuerwehr an der Werksgrenze in Bereitstellung. Parallel dazu wurden an der Werksgrenze und in den betroffenen Stadtgebieten von mehreren Messtrupps der Berufsfeuerwehr kontinuierlich Schadstoffmessungen durchgeführt. Erhöhte Schadstoffkonzentrationen wurden hierbei nicht festgestellt, so dass zu keiner Zeit eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung bestand.

Nachdem der Produktaustritt von der Werkfeuerwehr gestoppt worden ist, konnte von der Berufsfeuerwehr gegen 8 Uhr Entwarnung für die Bevölkerung gegeben werden. Am Einsatz der Berufsfeuerwehr waren rund 80 Einsatzkräfte mit über 20 Einsatzfahrzeugen beteiligt. Während der Warnlage kam es zu erheblichen Einschränkungen im ÖPNV und im Berufsverkehr.

Informationen: Feuerwehr Frankfurt am Main

Foto: Archiv

Die IGS Kalbach-Riedberg wächst

Die IGS Kalbach-Riedberg wächst. Gestartet wurde im vergangenen Jahr mit 100 Kindern, inzwischen sind es 200 und im nächsten Jahr demzufolge 300 Schülerinnen und Schüler. Der provisorische Holzbau im Westen unseres Stadtteils wird gerade um neue Fach- und Klassenräume erweitert. Das war heute ganz besonders sichtbar: Denn bereits am Morgen war von der Graf-von-Stauffenberg-Allee aus ein großer Kran aufgebaut worden, der erst Isoliermaterialien und dann Holzelemente von Schwertransportern aus dem Raum Bregenz/ Vorarlberg lud. Diese wurden passgenau auf die Fundamente gesetzt, damit langfristig zwei weitere Jahrgangsstufen der Gesamtschule hier untergebracht werden können.

Mit diesen Transportern wurden neue Holzelemente für die Gesamtschule aus der Region Bregenz/ Österreich an den Riedberg gebracht

IGS benötigt dringend eine Turnhalle

Der Platz fürs Ballspielen, Rennen und Herumtoben schrumpft durch den neuen Anbau allerdings erheblich. „Als Ganztagsschule haben wir ein erhöhtes Aufkommen an Bewegungsbedarf“, gibt Schulleiterin Dr. Susanne Gölitzer gegenüber MAINRiedberg zu bedenkenKinder, die den ganzen Tag hier verbringen, wollen und müssen sich bewegen. Das noch größere Manko: Die IGS hat keine Turnhalle. Dafür will sich der Ortsbeirat offenbar verstärkt einsetzen. Denn diese Turnhalle wäre auch für die dritte Grundschule dringend notwendig.

Wird der Neubau rechtzeitig fertig?

Diese dritte Grundschule soll im nächsten Sommer in Containern nahe der Marie-Curie-Schule starten und 2021 in den bisherigen Holzbau der Gesamtschule kommen. Die soll zu diesem Zeitpunkt wiederum ihren Neubau nahe der U-Bahn-Station Riedberg beziehen können. Wird der Neubau aber noch rechtzeitig fertig? Das fragten zwei Elternvertreter am Rande der vergangenen Ortsbeiratssitzung mit großer Sorge in der Stimme. Die aktuelle Lage: Planung und Bauantrag sind offenbar fertiggestellt und könnten demnächst eingereicht werden. Zuvor müssen jedoch die Stadtverordneten offiziell darüber entscheiden. Dann erst kann die Ausschreibung beginnen.

Fotos: MAINRiedberg

SC Riedberg ist größter Fußballverein Hessens

Diese Nachricht hat selbst die Verantwortlichen beim SC Riedberg etwas überrascht: „Nach den neuesten Zahlen sind wir aktuell der größte Fußball-Verein in Frankfurt – und sogar in ganz Hessen“, erklärt SCR-Vorstand Olaf Emmerich. Und das nach nur knapp sieben Jahren Vereinshistorie.

Der SC Riedberg ist jetzt größter Fußballverein Hessens – nach gemeldeten Mannschaften                     Informationen: SC Riedberg

Der SC Riedberg hat aktuell rund 1.360 gemeldete Mitglieder, davon über 900 im Fußballbereich, bei Frauen und Männern. „Wir sind mit aktuell 33 Mannschaften im Spielbetrieb gemeldet, von G-Jugend bis zur 1. Mannschaft und inklusive Mädchen und Damen“, so Emmerich. Insbesondere bei den „ganz Kleinen“, G- und F-Jugend, habe man „mittlerweile die vertretbare Maximalkapazität erreicht“: Der SCR bildet je sechs Mannschaften aus, die höchste Anzahl in Frankfurt. Also drei Mannschaften pro Jahrgang mit jeweils 15 Kindern pro Mannschaft. „Wir haben allein seit August weitere 70 Kinder, die gerne bei uns anfangen möchten“, heißt es beim SCR.

„Wir sind nicht nur ein Fußballverein“

„Aber wir sind ja nicht nur ein Fußballverein“, betont Emmerich, wenn das Gespräch auf den Mangel an Sportstätten in und um den Riedberg kommt. Bestehende Hallen-Kapazitäten am Riedberg werden auch von der Basketballabteilung benötigt, die verständlicherweise nur im Sommer zusätzlich auch auf der Anlage trainieren kann. Tischtennis spielt momentan auch noch in einer privaten Halle in Kalbach. Die junge Rugbyabteilung verfügt mittlerweile über 90 Mitgliedern, das sind Herren und Kinder, die ebenfalls auf der Sportanlage trainieren und dort ihre Spiele austragen.

Die Übernahme der Schwimmbäderbetreuung durch das Bäderamt hat neben TSG Nordwest und Riedberger SV auch dem SCR die Möglichkeit gegeben, dass man in der Marie-Curie-Schule Schwimmkurse für Anfänger und Fortgeschrittene anbieten können. Es gibt bereits eine neue Warteliste.

Foto: Archiv/ Informationen: SC Riedberg

Falscher Verkehrspolizist nahe Riedberg

Samstagnacht geriet eine Frau auf der Rosa-Luxemburg-Straße, kurz vor der Ausfahrt Marie-Curie-Straße, in eine vermeintliche Verkehrskontrolle, allerdings von einem falschen Polizeibeamten. Weniger später wurde er festgenommen.

Gegen 3.45 Uhr signalisierte der Mann, mit einer rot leuchtenden Anhaltekelle in der Hand, ihr aus seinem Pkw heraus, rechts heranzufahren. Ihr Gegenüber gab sich als Polizeibeamter aus und forderte die Herausgabe des Führerscheins und der Fahrzeugpapiere. Der 26-jährigen Fahrerin kam die Situation und das Auftreten des jungen Mannes seltsam vor und forderte ihrerseits das Hervorzeigen des Dienstausweises.

Offensichtlich ertappt, tat er das Ganze als Spaß ab und ließ sie weiterfahren. Das tat sie auch, aber nicht ohne die echte Polizei zu informieren, die kurzerhand den falschen Ordnungshüter an seiner Wohnanschrift besuchte und noch vor der Haustür festnahm. In seiner ersten Einlassung zeigte sich der 22-jährige Frankfurter bislang geständig.

Welchen Zweck er damit verfolgte, ist noch Gegenstand des Ermittlungsverfahrens. Fest steht, dass er sich nun wegen mutmaßlicher Amtsanmaßung verantworten muss, heißt es bei der Polizei.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Foto: Archiv

RSV sammelt Päckchen für den Weihnachtskonvoi

Der Riedberger SV sammelt wieder für den Weihnachtspäckchenkonvoi der gemeinnützigen Stiftung Round Table Deutschland, der in diesem Jahr Kindern in Rumänien und der Ukraine zugute kommt. Der RSV koordiniert die Aktion in unserem Stadtteil und beteiligt sich am Päckchen-Packen und -Sammeln für den guten Zweck. Bei diesem Konvoi geht es darum, bedürftigen Kindern in Waisen- und Krankenhäusern in Osteuropa eine Weihnachtsfreude zu machen. Wer an sich der Aktion beteiligen möchte, kann sein Päckchen am 20. November abgeben (siehe unten).

Die Idee des Weihnachtspäckchenkonvois ist schnell erklärt: Kinder verschenken beispielsweise ein gut erhaltenes Spielzeug an ein Kind, das sonst kein Weihnachtsgeschenk bekommen würde. In ganz Deutschland werden daher gerade Päckchen in Schuhkartongröße mit Spielsachen, Malstiften aber auch gut erhaltener Kinderkleidung und Hygieneartikeln von Kindern für Kinder gepackt. Viele davon auch mit einem ganz persönlichen Weihnachtsgruß.

Das Ziel der Weihnachtspäckchen 2018? Ländliche und entlegene Gegenden in Rumänien, Moldawien, Ukraine und Bulgarien. Dort bescheren die hier gepackten Weihnachtspäckchen über 100.000 bedürftigen Kindern in Kranken- und Waisenhäusern, Kindergärten und Kliniken eine ganz besondere Weihnachtsüberraschung und zaubern ein Lächeln in die Kinderaugen.

Das RSV-Team nimmt die hübschen Geschenke am Dienstag 20.11.2018 in der Zeit von 17-18 Uhr, im Carport, Prozessionsweg 60, Riedberg an.

Wer gerne mitmachen möchte, aber diesen Termin nicht schafft, kann einfach eine Mail an kontakt@riedberger-sv.de schicken, Stichwort „Weihnachtspäckchenkonvoi“ und einen Alternativ-Termin vereinbaren.

Die Päckchen sollten den Kindern Freude bereiten. Ob das Päckchen für Jungen oder Mädchen gepackt ist, kann auf dem Aufkleber markiert werden – es können auch zwei Kreuze gesetzt werden. Das Päckchen selbst kann ganz individuell zusammengestellt und liebevoll zu einem Weihnachtsgeschenk verpackt werden. Die Waren sollten neuwertig oder sehr gut erhalten sein, gut haltbar, kindgerecht und auch gerne nützlich. Ein Musterpäckchen und weitere Tipps findet man hier: Rund ums Päckchen

Informationen: RSV/ www.weihnachtspäckchenkonvoi.de

Foto: VRD

Gedenken an Reichspogromnacht 1938

Vor 80 Jahren gingen deutschlandweit Schaufensterscheiben jüdischer Ladengeschäfte zu Bruch, während rassistisch motivierte Randalierer ihre andersgläubigen Mitbürger durch die Straßen hetzten, enteigneten und in den Tod trieben.

Bei einer Gedenkstunde in der Paulskirche gedachten am heutigen 9. November zahlreiche Vertreter der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, der Frankfurter Politik und Stadtgesellschaft sowie Oberbürgermeister Peter Feldmann der Ereignisse vom November 1938. Zu den Gästen zählten auch Harry Schnabel, Mitglied des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, sowie Botschafter Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus.

„Als die Große Synagoge am Börneplatz 1938 in Flammen stand, wurde das medial begleitet. Alles, was an diesem Tag in Frankfurt geschah, ist für uns heute leicht rekonstruierbar: Der Stolz der Täter auf die perfekte Organisation der Pogrome sorgt dafür, dass wir ihr ganzes Ausmaß ohne Mühen nachvollziehen können“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann in seiner Ansprache. Was jedoch nicht rekonstruierbar sei und nicht nur der historischen Forschung überlassen werden dürfe, so der Oberbürgermeister, sei die stete Erinnerung und Rückbesinnung an die schrecklichen Ereignisse vor 80 Jahren, die sich in Frankfurt und ganz Deutschland zutrugen.

Allein aus Frankfurt wurden seinerzeit über 31.000 jüdische Männer in die Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen verschleppt. Viele unter ihnen überlebten die Martern nicht. Insgesamt kamen mehr als tausend Frankfurter durch Mord und die indirekten Folgen der Übergriffe sowie den Freitod ums Leben. „Das jüdische Leben in Deutschland wurde im Gewalt beendet“. Feldmann bezeichnete den 9. November 1938 als ersten dramatischen Fixpunkt der fanatischen antisemitischen Exzesse, die Deutschland bis zum Kriegsende anno 1945 erschütterten.

„Es ist einerseits ein deutliches Zeichen, dass wir uns politisch um den Schutz und die Förderung jüdischen Lebens sowie den Kampf gegen Antisemitismus kümmern wollen. Es zeigt anderseits aber auch, dass Antisemitismus in Deutschland in seinen unterschiedlichen Ausformungen immer noch präsent ist. In den wenigen Monaten seit Beginn meiner Amtszeit habe ich festgestellt, dass neben einer aktiven Bildungsarbeit vor allem die Erinnerungspolitik das wichtigste Instrument im Kampf gegen Antisemitismus ist“, sagte Felix Klein, der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus. „Wir dürfen nicht zulassen, dass die Errungenschaften der letzten Jahre und Jahrzehnte einer erstarkenden antidemokratischen und von Ausgrenzung geprägten Politik zum Opfer fallen“, forderte Klein in seiner Rede.

Damit sich Geschichte nicht wiederholt, haben Frankfurter Initiativen und Institutionen, unter ihnen das Fritz Bauer Institut, die Bildungsstätte Anne Frank, das Jüdische Museum sowie zahlreiche Privatleute, in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten mit großem Kraft- und Finanzaufwand um Aufklärung und Aussöhnung gerungen. Und doch: „80 Jahre nach den Pogromen hier in Frankfurt hören wir an vielen Orten unseres Landes wieder eindeutig rassistische Reden. Wir hören Denk- und Sprechfiguren, die uns aus dem Nationalsozialismus vertraut sind. „Der Unterschied von damals zu heute ist, dass es uns heute leichter fällt, diese Rhetorik zu durchschauen“, erinnerte der Oberbürgermeister daran, dass Rassismus und Antisemitismus auch im Deutschland des Jahres 2018 noch immer nicht vollständig überwunden sind.

Umso mehr gelte es, nicht nur anlässlich von Jahres- und Gedenktagen, sondern auch im Alltag genau hinzusehen, wenn einem erste Anzeichen von Diskriminierung und Rassismus begegnen. Denn: „All diese Fortschritte nutzen nichts, wenn wir nicht gemeinsam hinsehen. Wenn wir nicht die Gardinen öffnen anstatt sie zuzuziehen, wenn wir uns nicht verantwortlich fühlen für das, was in unserer Stadt und unserem Land geschieht“, appellierte Feldmann an die Anwesenden, sich entschieden und lautstark gegen Fremdenhass und Ausgrenzung zur Wehr zu setzen: „Alles, was wir tun müssen, ist hinzuschauen und ,Nein‘ zu sagen. Aber das müssen wir selbst tun. Diese Verantwortung kann uns keiner abnehmen.“

Harry Schnabel, Mitglied des Vorstands, der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, forderte: „Vielleicht sollte man daran arbeiten, dass nicht nur europäische Güter zu Exportschlagern werden, sondern auch europäische Werte.“ Denn der Stolz auf europäische Werte sei der beste Schutz gegen völkische Tendenzen. Es sei „zwar fast schon zum Ritual geworden, zu sagen, Gedenktage dürften nicht zu Ritualen werden“, sagte Schnabel. Doch Gedenktage „müssen doch mindestens zur Reflexion und zum Handeln führen“, forderte Schnabel abschließend.

Bereits am Vortag gedachte die jüdische Gemeinde Frankfurt im Beisein des Oberbürgermeisters in der Westend Synagoge den Opfern der Pogromnacht von 1938.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto oben: entnommen aus yadvashem.org

Gesucht wird: das Wahrzeichen des Riedbergs

Moderne Architektur, weitläufige Grünflächen, viel Platz für Familien. Der Riedberg hat viele Gesichter, ist jung und lebendig. Aber welches Bild beschreibt den Riedberg am besten? Gibt es ein Gebäude, eine Straße oder einen Park, der typisch für unseren Stadtteil ist? Die IG Riedberg sucht jetzt das Wahrzeichen unseres schönen Stadtteils!

IG-Vorstand Markus Schaufler: „Bitte schickt ein Bild mit Eurem Vorschlag bis zum 15. November an kontakt@ig-riedberg.de. Wir wählen 10 Bilder aus und ermitteln den Sieger in einer öffentlichen Abstimmung.“

Das Bild mit dem Wahrzeichen soll für Pralinen verwendet werden, die Edeka zur Eröffnung seiner Riedberger Filiale im ersten Quartal 2019 herstellen will. Wir wünschen viel Spaß beim Erkunden des Riedbergs!

Informationen: IG Riedberg

Foto: Archiv

Gemeinsam bauen, bezahlbar wohnen

Das gemeinschaftliche Wohnprojekt einer Traditionsgenossenschaft mit einer Wohngruppeninitiative im Frankfurter Stadtteil Riedberg wurde im Beisein des Planungsdezernenten offiziell eingeweiht.

Der Beamten-Wohnungs-Verein eG und die Wohngruppe „Gewagt“ haben damit ein neues Kapitel beim Thema gemeinschaftliches Wohnen aufgeschlagen. In der Richard-Breitenfeld-Straße 15 sind vierzehn Wohnungen auf drei Etagen mit einer Gesamtwohnfläche von 1000 Quadratmetern und einem Gemeinschaftsraum entstanden. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 3,8 Millionen Euro, die Mieten sind auf 10 Jahre mit 10 Euro je Quadratmeter festgeschrieben.

In seinem Grußwort begrüßt Planungsdezernent Mike Josef, der bereits die Grundsteinlegung des Neubaus vorgenommen hatte und auch beim Richtfest anwesend war, das Projekt ausdrücklich: „Die Wohngruppen bringen frische Ideen und neue Wohnkonzepte mit. Die Traditionsgenossenschaften verfügen über jahrzehntelang erworbenes Know-how, wie bezahlbarer Wohnraum gebaut und gepflegt wird. Das Projekt am Frankfurter Riedberg zeigt, dass sie zusammen ein starkes Team für mehr bezahlbaren Wohnraum und vielfältige Wohnbedarfe sind.“

Martin Neckel, Vorstand des Beamten-Wohnungs-Vereins Frankfurt: „Auch für unsere Genossenschaft war ein solches Projekt Neuland. Jedoch passen das Miteinander, das gegenseitige Helfen und die soziale Rendite für das Quartier zu einhundert Prozent zum genossenschaftlichen Gedanken. In diesem Sinne ist die Liegenschaft, in der im Gemeinschaftsraum auch nachbarschaftliche Aktivitäten stattfinden werden, ein positiver Zugewinn für das Quartier Riedberg.“

Steffen Kuhne, Vorstand der Wohngruppe „Gewagt“: „Für uns als Wohngruppe war zum einen der engagierte Partner, die Genossenschaft Beamten-Wohnungs-Verein, als auch der durch die Stadt umgesetzte politische Wille zur Realisierung solcher gemeinschaftlicher Projekte ein absoluter Glücksfall. Inzwischen hat sich die Gemeinschaft gut eingelebt und füllt zum Beispiel durch verschiedene Arbeitsgruppen, die sich um den Garten, gemeinschaftliche Aktivitäten und die Angebote wie Yoga- und Kochkurse im Gemeinschaftsraum auch für die Nachbarschaft kümmern, den Gedanken des sozialen Miteinanders mit konkreten Inhalten.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: BWV e. G.