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Frauen sexuell belästigt

Die Frankfurter sowie die Bad Homburger Kriminalpolizei ermitteln aktuell wegen Verdachts von sexuellen Belästigungen, die sich Anfang Februar sowie in den vergangenen Tagen in der Nähe von Kalbach sowie in Bad Homburg und Oberursel ereignet haben.

Nach bisherigen Erkenntnissen hat sich bei den Taten ein bislang unbekannter, männlicher Täter mit einem Fahrrad verschiedenen Frauen genähert und diese im weiteren Verlauf unsittlich berührt. Anschließend ließ er von ihnen ab und ergriff mit dem Rad die Flucht.

Zwei Taten ereigneten sich am 4. Februar, in Frankfurt-Kalbach an der Unterführung der A 5 und in Oberursel-Bommersheim nördlich der A 661. Am 23. Februar gab es drei Vorfälle, in den Feldgemarkungen südlich von Bad Homburg-Gonzenheim, im Bereich der Felder zwischen Oberursel und Kalbach und in Kalbach an der Fußgängerbrücke über die A 5. Einen Tag später kam es zu einem weiteren Vorfall in Ober-Erlenbach.

Die Taten ereigneten sich sowohl vormittags als auch am frühen Abend. Ob die einzelnen Vorfälle miteinander in Zusammenhang stehen oder ob die Taten einzeln zu betrachten sind, ist gegenwärtig Bestandteil der Ermittlungen.

Dieser Täter wird gesucht – Hinweise erbeten

Die Personenbeschreibungen weisen jeweils Ähnlichkeiten auf. Der Täter soll etwa 20 bis 35 Jahre alt und etwa 170 bis 180 Zentimeter groß sein. Er soll eine „normale Figur“ haben, einen Rucksack getragen haben und mit einem dunklen Fahrrad unterwegs gewesen sein.

Die Kriminalpolizei ermittelt mit Hochdruck. „Es werden zielgerichtete Maßnahmen zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger durchgeführt“, heißt es aus dem Präsidium.

Für die laufenden Ermittlungen können weitere Angaben aus der Bevölkerung entscheidend sein, weshalb Zeugen oder mögliche weitere Geschädigte darum gebeten werden, sich mit sachdienlichen Hinweisen an ihre örtliche Polizeidienststelle zu wenden.

Foto: Maximilian Scheffler / Unsplash

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„Wir sind froh, dass wir wieder öffnen können“

Drei Salons, 27 Mitarbeiter, keine Einnahmen seit Dezember: Irina Mezger, Inhaberin von „MIREL Friseure“, erklärt im MAINRiedberg-Gespräch, warum der Lockdown ihre Branche besonders hart getroffen hat – und warum der Neustart am 1. März so wichtig für sie ist.

Noch sind die Türen verschlossen, aber ab nächsten Montag können Irina Mezger und ihr Team endlich wieder ihrer Arbeit nachgehen. „Wir sind froh, dass wir wieder aufmachen können, auch wenn wir am Anfang aufgrund der Corona-Beschränkungen nur rund 40 Prozent unserer Kapazitäten nutzen können“, sagt die Inhaberin von insgesamt drei Friseursalons am Riedberg und im Nordwestzentrum.

Darum trifft die Krise auch Mitarbeiter so hart

Während so manche Kundinnen und Kunden vermutlich nur noch ungerne einen Blick in den Spiegel wagen und den Zeitpunkt für den ersten Friseur-Besuch nach dem Lockdown herbeisehnen, ist für Mezger die Krise existentiell. „Sie müssen sich vorstellen, dass wir nicht nur den ersten Lockdown überstehen mussten, sondern seit Mitte Dezember, dem normalerweise umsatzstärksten Monat, keine Einnahmen mehr haben.“

Sie hat bis heute keine Hilfszahlungen erhalten, auch nicht die zugesagten Dezember-Hilfen, und seit vier Monaten keinen Unternehmerlohn, sagt Mezger. „Auch für unsere insgesamt 27 Mitarbeiter sind es schwere Zeiten.“ Sie bekommen Kurzarbeitergeld, 60 Prozent für Alleinstehende, 67 Prozent für Angestellte mit Kindern. Allerdings machen rund ein Drittel des monatlichen Verdienstes normalerweise Provisionen und Trinkgelder aus.

„Wir sind froh, dass wir öffnen dürfen und hoffen, dass die anderen Berufsgruppen auch schnellstmöglich nachziehen können“, sagt Irina Mezger, Inhaberin von MIREL Friseure Foto: privat

Bereits nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 wurde niemand mehr eingestellt. Freie Stellen aufgrund von Schwangerschaft und Umzug wurden nicht neu besetzt. Der Grund dafür war vor allem die Corona-Abstandsregelung. „Wir konnten nur jeden zweiten Arbeitsplatz nutzen. Die Knappheit der Arbeitsplätze führte auch dazu, dass wir unser Ausbildungsprogramm stark runterfahren mussten“, heißt es bei MIREL. Man habe allerdings noch nie so viele Bewerbungen wie in den vergangenen Wochen erhalten, da viele Salons ihren Mitarbeitern gekündigt haben.

Online-Terminvergabe läuft bereits

Doch als Berufsoptimisten möchten sie alles dafür tun, um diese Krise zu überstehen – auch durch mehr Digitalisierung. Die Rezeptionisten arbeiten bereits teilweise von zu Hause und koordinieren die Termine. Auch Onlineberatungen sind möglich. „So vermeiden wir, dass zu viele Personen im Raum sind und unsere Kunden sind glücklich, weil sie sich die Anfahrt für den Beratungstermin sparen können.“

Auch das Angebot an Online-Weiterbildungen für Friseure ist in den vergangenen Monaten enorm ausgebaut worden. So können Mitarbeiter viel leichter und schneller geschult werden, was durchaus ein Vorteil ist.

Auftrieb gibt dem MIREL-Team, „dass die Kundinnen und Kunden uns treu geblieben sind“. Und die Online-Terminvergabe bereits seit Tagen sehr gut läuft. „Wir müssen schauen, wie es weitergeht. Ganz krisensicher ist der Friseurberuf zwar nicht mehr, jedoch ist die Nachfrage nach uns doch sehr groß. Wir sind froh, dass wir öffnen dürfen und hoffen, dass die anderen Berufsgruppen auch schnellstmöglich nachziehen können“, lautet die optimistische Auskunft von Irina Mezger. 

Weitere Informationen und Terminvergabe unter wwww.mirel-friseure.de  sowie info@mirel-friseure.de

Foto: MAINRiedberg

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IKEA-Überfall: Ist der Täter der Reemtsma-Entführer?

Spektakulärer Fahndungserfolg: Mehr als ein Jahr nach dem Raubüberfall auf einen Geldboten an der IKEA-Filiale in Nieder-Eschbach wurde in den Niederlanden ein Tatverdächtiger festgenommen. Laut Medienberichten soll es sich um Reemtsma-Entführer Thomas Drach handeln. Er soll auch an zwei weiteren Überfällen beteiligt sein.

Rückblick zum 9. November 2019: Gegen 11.25 Uhr trat ein bislang unbekannter Täter genau in diesem Moment an den Geldboten heran, als dieser die Geldeinnahmen der IKEA-Filiale in der Züricher Straße in den Werttransporter laden wollte. Mit vorgehaltener Waffe forderte er ihn auf, die Kassette mit dem Bargeld herauszugeben. Nach einem kurzen Gerangel konnte der Räuber den Geldkoffer an sich reißen. Es kam aber zu einem Schusswechsel, bei dem der Geldbote schwer verletzt wurde.

Der Täter flüchtete zunächst zu Fuß vom Tatort, setzte die weitere Flucht jedoch mit einem silberfarbenen Audi A8, Baujahr 2002, fort. Er floh über eine alte Verbindungsstraße Richtung Riedberg, wo später das ausgebrannte Auto gefunden wurde. Am Feldrand, nur wenige Meter vom Prozessionsweg und den ersten Wohnhäusern entfernt. 

Schon unmittelbar nach dem Überfalls ging die Polizei davon aus, dass die Tat in Zusammenhang mit zwei weiteren Überfällen in Köln stehen könnte, die nach einem ähnlichen Muster verübt worden waren. Man ging auch davon aus, dass ein oder mehrere Komplizen an Planung und Durchführung beteiligt waren. Im Sommer 2020 wurde in der  ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“ nochmals nach möglichen Zeugen und neuen Hinweisen gesucht.

Lange wurden die Taten in der Öffentlichkeit mit ehemaligen Mitgliedern der Roten Armee Fraktion (RAF) in Verbindung gebracht – während die Ermittler eine andere heiße Spur verfolgten. Unter anderem nach der Auswertung von Videoaufnahmen zeigte sich, dass bei den Überfällen gestohlene Autos mit gestohlenen niederländischen Kennzeichen verwendet wurden. Eines der in Tatort-Nähe abgestellten Fahrzeuge soll die Ermittler dann zu Drach geführt haben. Der 60-Jährige soll heute Morgen in Amsterdam festgenommen worden sein, die Auslieferung nach Deutschland wurde bereits beantragt.

Das ist Reemtsma-Entführer Thomas Drach

Noch ist es nicht offiziell bestätigt, aber Medien von BILD bis zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichten, dass es sich bei dem dringend Tatverdächtigen um  Reemtsma-Entführer Thomas Drach handeln soll. Er hatte im Jahr 1996 den Hamburger Germanisten, Publizisten und Tabak-Erben Jan Philipp Reemtsma für 33 Tage als Geisel gehalten und ein Lösegeld von damals 20 Millionen D-Mark gefordert. 

Reemtsma hat seine Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Verbrechen in seinem Buch Im Keller dargestellt. Thomas Drach war 1998 in Argentinien verhaftet worden und nach Urteil und Haft in Deutschland 2013 aus dem Gefängnis entlassen worden. Er soll zuletzt sämtliches Geld ausgegeben haben und mittellos gewesen sein. Ein Aufenthaltsort war nicht mehr bekannt.

Fotos: Polizei Frankfurt

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Mit diesem gestohlenen Audi A8 gelang ihm nach dem IKEA-Überfall die Flucht. Das ausgebrannte Fahrzeug wurde kurze Zeit später auf einem Feldweg in der Nähe des Riedbergs gefunden Foto: Polizei

 
 
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Bildungsdezernentin setzt auf Nachmittagsbetreuung ab Mittwoch

Mit dem heutigen Start in den Wechselunterricht sollte die Notbetreuung an den Grundschulen bereits um 12 Uhr enden. Nach Eltern-Protesten wurde das Frankfurter Bildungsdezernat aktiv. Dezernentin Sylvia Weber erklärt gegenüber MAINRiedberg: „Ich gehe davon aus, dass wir eine Nachmittagsbetreuung ab Mittwoch hinbekommen.“

Zunächst war bei vielen Eltern auch in Riedberg und Kalbach die Erleichterung groß, dass an den Grundschulen der Wechselunterricht startet und die Kinder endlich ein bisschen mehr Normalität leben und erleben können. Die Verwunderung war aber ebenso groß, als bekannt wurde, dass an den unterrichtsfreien Tagen nur noch eine Notbetreuung für fünf Stunden am Vormittag vorgesehen ist. Das betrifft alle Kinder, die eine Erweiterte Schulische Betreuung (ESB) besuchen – allerdings nicht die Horte. Für Letztere ist das Sozialministerium zuständig, während die Regeln für die Schulen aus dem Kultusministerium kommen.

Eltern protestieren: „Wir benötigen eine verlässliche Betreuung“

Übersetzt auf den Riedberg bedeutet das: Kinder, die beispielsweise in der ESB der Grundschule 1 angemeldet sind, können an den Notbetreuungstagen nur bis 12 Uhr in der Schule bleiben. Kinder, die in den Horten Schatzinsel oder Weltraum angemeldet sind, gehen danach in ihre jeweiligen Horte und können bis 16 Uhr betreut werden. „Diese Ungleichbehandlung ist für die Eltern nicht nachvollziehbar. Diejenigen Eltern, die einen Anspruch auf Notbetreuung haben, benötigen eine verlässliche Betreuung ihrer Kinder. Ein Zeitraum von 8.30 h bis 12 h ist definitiv nicht ausreichend“, schreibt eine Mutter an das Stadtschulamt. „Ich bitte Sie, sich der Sache anzunehmen und für eine mit Berufstätigkeit vereinbarende ausreichende Betreuung der Kinder einzusetzen.“

Auch weitere Riedberger Eltern, Elternvertreter und insbesondere der Stadtelternbeirat wenden sich an das Staatliche Schulamt, Bildungsdezernat und Lokalpolitiker. Mit der Bitte, die Nachmittagsbetreuung im Wechselunterricht schnellstmöglich einheitlich zu regeln.

Nachmittagsbetreuung voraussichtlich schon ab Mittwoch

Im Bildungsdezernat verwies man am vergangenen Freitag auf eine mit den Kommunen nicht abgestimmte Verordnung des Landes, die auch andere Städte und Kreise vor enorme Probleme stellt. Das Land gehe mit seiner Verordnung davon aus, dass die städtischen Beschäftigten und die Mitarbeitenden der Träger in der ESB oder der Jugendhilfe einfach für die Vormittagsbetreuung herangezogen werden können. Dann aber fehlen diese Kräfte am Nachmittag, so Bildungsdezernentin Sylvia Weber. Zugleich betonte die SPD-Politikerin, dass die Probleme „nicht auf dem Rücken der Beschäftigten oder der Eltern und Kinder ausgetragen werden“ dürfen und sicherte eine baldmöglichste Lösung zu.

Im Gespräch mit MAINRiedberg am heutigen Vormittag wurde Sylvia Weber konkret: „Ich gehe davon aus, dass es funktioniert und dass wir bereits ab Mittwoch eine Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen hinbekommen.“ Zugleich geht ein Dankeschön an die verschiedenen Träger, mit denen man seit gestern im Gespräch ist und die voraussichtlich noch im Laufe des Tages ihre Zustimmung signalisieren. Den morgigen Tag bräuchte man dann in den Schulen als Vorlauf. „Ich bin sehr froh, dass das so kurzfristig klappt“, sagt Weber

Betreuung wird in festen Gruppen stattfinden

Die Eltern sehnen sich nach einer Lösung, sind aber auch in Sorge davor, dass Hygienekonzepte unter diesen Bedingungen nicht mehr eingehalten werden könnten. Auch hier versucht Weber zu beruhigen: „Es wird auch in der Nachmittagsbetreuung feste Gruppen geben, die nicht gemischt werden. Damit ist auch eine Nachverfolgbarkeit gewährleistet.“

Foto: Stadt Frankfurt

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Weltkriegs-Bombe erfolgreich entschärft

Die 500kg-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Frankfurter Stadtteil Niederrad konnte am Sonntagnachmittag vom Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen unschädlich gemacht werden. Zuvor hatte die Entschärfung mehrmals unterbrochen werden müssen, da sich immer wieder Menschen im Evakuierungsbereich und der Schutzzone bewegten.

Kurz nach 14 Uhr kam die erlösende Nachricht, dass die Bombe amerikanischer Bauart erfolgreich entschärft ist und der Sperrbereich aufgehoben wurde. Die Evakuierungsaktion am Morgen war trotz Pandemie-Bedingungen weitgehend nach Plan gelaufen. Die allermeisten Anwohner und Anwohnerinnen waren gut informiert und leisteten den Anweisungen der beteiligten Behörden verantwortungsvoll Folge. Allerdings musste die Entschärfung durch den Kampfmittelräumdienst zunächst mehrfach unterbrochen werden, da sich einzelne Personen nicht an die Anordnungen hielten.

Rund 4.500 Frankfurterinnen und Frankfurter hatten eine vom Kampfmittelräumdienst festgelegte Gefahrenzone verlassen müssen. Die Corona-Situation mit den geltenden Kontaktbeschränkungen machte die bereits dritte Bombenentschärfung in Frankfurt unter Pandemie-Bedingungen für alle etwas komplizierter. Vermutlich auch aufgrund des freundlichen Wetters nahmen letztlich nur etwa 100 Personen die Corona-gerecht eingerichtete Betreuungsstelle in der Carl-von-Weinberg-Schule in Goldstein in Anspruch. Dort wurden sie von ehrenamtlichen Kräften des Katastrophenschutzes betreut und verpflegt. Menschen, die eine Quarantäneverpflichtung hatten, mussten gesondert abgeholt, untergebracht und wieder nach Hause gebracht werden.

Es waren zudem rund 50 Transporte notwendig für Anwohnerinnen und Anwohner, die den Evakuierungsbereich aus anderen medizinischen Gründen nicht selbstständig verlassen konnten. In dem Gefahrenbereich lagen außerdem Sonderobjekte wie das Heizkraftwerk Niederrad, eine unterirdische Gashochdruckleitung, Fernwärmeverbindungen und Umspannanlagen, ein Polizeirevier sowie der S-Bahnhof Niederrad. Altenpflegeeinrichtungen oder Krankenhäuser waren in diesem Fall nicht betroffen.

Angrenzend an das Evakuierungsgebiet gab es eine weitere, sogenannte Schutzzone. Hier durften Personen Wohnungen, Häuser und Arbeitsplätze ab 11 Uhr nicht mehr verlassen. Zudem war der Aufenthalt im Freien sowie im Bereich von Fenstern, Glastüren, Terrassen und Balkonen untersagt. Fenster und Türen mussten geschlossen bleiben. An diese Regel hielten sich zunächst nicht alle, weshalb die Polizei den Bereich mehrfach kontrollieren musste.

Am Ende konnte der Entschärfer vom Kampfmittelräumdienst die Zündmechanik des großen Blindgängers, der vergangenen Dienstag bei Arbeiten in einer Baugrube gefunden worden war, zügig entfernen und unschädlich machen. Die Gefahr war damit gebannt. Wenig später wurden Straßensperren aufgehoben und Anwohnerinnen und Anwohner konnten wieder zurück in ihre Wohnungen.

Beteiligt an der ganzen Aktion waren das Frankfurter Ordnungsamt mit der Stadtpolizei, das städtische Gesundheitsamt, die Feuerwehr Frankfurt mit Haupt- und vielen ehrenamtlichen Kräften, die Frankfurter (Landes-)Polizei, die Bundespolizei, die Hilfsorganisationen DRK, ASB, Johanniter-Unfallhilfe und Malteser Hilfsdienst sowie natürlich der Kampfmittelräumdienst vom Regierungspräsidium Darmstadt. Insgesamt waren rund 450 Kräfte im Einsatz.

Foto: Feuerwehr Frankfurt

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FES sammelt Grünschnitt erstmals frei Haus

Die FES Frankfurter Entsorgung- und Service GmbH holt in diesem Frühjahr erstmals Grün- und Gehölzschnitt aus Gärten direkt an den Liegenschaften ab. Zwischen morgen, 22. Februar, und Freitag, 12. März, werden pro Liegenschaft bis zu drei Kubikmeter kostenlos mitgenommen.

Ähnlich wie bei der Sperrmüllabfuhr werden dazu über das FES-Callcenter ab sofort feste Abholtermine vergeben. Termine werden nach Eingang der Anmeldung vergeben. Das Kontingent ist begrenzt. Wer keinen Termin erhält, kann seinen Grünabfall weiterhin zu einem der sechs Wertstoffhöfe bringen, um ihn dort ebenfalls kostenlos abzugeben. Laub und Rasenabfall sind von der Aktion ausgenommen, ebenso wie Hölzer dicker als zehn Zentimeter. Bündel sollen nicht schwerer sein als 15 Kilogramm, das Schnittgut nicht länger als ein Meter.

Mit dem Umweltamt der Stadt Frankfurt, dem Auftraggeber des neuen Services, ist zudem eine zweite Sammelaktion für den Herbst vereinbart. Finanziert wird das Angebot ausschließlich über die Abfallgebühren der Stadt Frankfurt. Die Aktion steht auch im Zusammenhang mit dem Modellversuch „Wöchentliche Bioabfallsammlung“, der Ende März in den nördlichen und westlichen Stadtteilen Frankfurts in seine dritte Runde geht. Beide Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Menge der in Frankfurt getrennt erfassten Bioabfälle zu steigern.

Frankfurt ist Schlusslicht beim Bioabfall

Frankfurt ist laut hessischer Abfallmengenbilanz landesweites Schlusslicht beim Bioabfall. 2019 sammelten die Frankfurterinnen und Frankfurter pro Kopf gerade mal 40 Kilogramm Bioabfall, darunter 36 Kilogramm in der Biotonne und 4 Kilogramm Grünschnitt über die Wertstoffhöfe. Zum Vergleich: Im Kreis Kassel, dem hessischen Spitzenreiter, waren es 216 Kilogramm.

Zusätzlich zu dem neuen Abholservice bietet FES Hobbygärtnerinnen und -gärtnern sowie Betrieben auch in diesem Jahr wieder ein kostenpflichtiges Grünschnitt-Wochenend-Spezial an. Dabei können zwischen dem 1. März und dem 30. Mai größere Mengen Grünabfall bequem über einen Containerservice entsorgt werden. Dieses Angebot gilt auch außerhalb von Frankfurt.

Die Anmeldung für die kostenlose Abholung ist ab sofort möglich unter Telefon 0800/200800710 oder per E-Mail an services@fes-frankfurt.de. Mehr Information und Preise zum Grünschnitt-Wochenend-Spezial gibt es unter Telefon 0800/200800770 oder per E-Mail an vertrieb@fes-frankfurt.de .

Foto: FES

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Inzidenz in Frankfurt erstmals unter 50

Es ist eine wichtige Etappe im Kampf gegen das Virus: Seit dem heutigen Freitag liegt Frankfurt zum ersten Mal seit dem 8. Oktober 2020 wieder unter der Marke von 50 Neuinfektionen je 7 Tage und 100.000 Einwohnern.

Der aktuelle Tageswert liegt bei 48,6 und sank im Vergleich zu gestern nochmals um fast zwei Prozent. „Diesen Erfolg haben sich die Frankfurterinnen und Frankfurter hart erarbeitet“, sagen Oberbürgermeister Peter Feldmann und Gesundheitsdezernent Stefan Majer. „Ohne die Disziplin beim Maske tragen, ohne die beherzte Einschränkung der Kontakte und ohne die zahlreichen anderen Entbehrungen wäre es nicht möglich gewesen, die Infektionszahlen so deutlich zu senken. Dafür möchten wir Ihnen herzlich danken.“

Gesundheitsdezernent Stefan Majer betont außerdem: „Jetzt gilt es, keinesfalls unvorsichtig zu werden und die Infektionszahlen stattdessen noch weiter nach unten zu bekommen. Denn je weniger Infektionen auftreten, umso geringer ist auch das Risiko, dass sich neue Virus-Varianten entwickeln können, die unsere Erfolge in kürzester Zeit zunichtemachen können.“ Hier müsse man unbedingt weiter konsequent bleiben. Jede Nachlässigkeit bei der Hygiene werde durch die Mutationen noch stärker bestraft.

Eine weitere gute Nachricht ist: Frankfurt kommt allmählich beim Impfen voran. Fast 50.000 Personen mit der höchsten Priorität sind bisher in Altenheimen, Kliniken und im Impfzentrum geimpft worden, über 13.000 bereits mit der zweiten Impfung. In den nächsten Wochen und Monaten rechnet das Gesundheitsdezernat mit wachsenden Liefermengen an Impfstoff. „Dann werden wir die Kapazitäten unseres Frankfurter Impfzentrums voll ausschöpfen können“, so Majer.

Foto: CDC / Unsplash.com

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Sportvereine fordern Öffnungsplan

Seit November sind die Sportplätze und Hallen leer, Amateursport ist praktisch nicht mehr möglich – mit gravierenden Folgen insbesondere für Kinder und Jugendliche. Der Landessportbund fordert jetzt einen Stufenplan für eine schrittweise Öffnung. Auch die Vereine hier vor Ort schlagen Alarm.

„Kinder leiden besonders unter der Pandemie und dem damit einhergehenden Bewegungsmangel. Um die Langzeitfolgen abzumildern, sollte die Politik daher eine prioritäre Öffnung des Kinder- und Jugendsports in Betracht ziehen“, heißt es in einem neuen Aktionspapier des hessischen Landessportbundes. In gleicher Weise wie Kitas und Schulen wieder geöffnet werden, sollte dies auch für den Kinder- und Jugendsport im Verein erfolgen. Der Sportbund legt zugleich einen Stufenplan für eine entsprechende „Corona-Sportampel“ vor. 

Auch Frankfurts Sportdezernent Markus Frank forderte in dieser Woche bereits, „den Vereinssport wie den Schulsport zu behandeln“. Spätestens mit der Aufnahme des Regelbetriebes in den Schulen soll auch der Vereinssport ermöglicht werden, natürlich unter den dann geltenden Hygienevorschriften. 

Doch was sagen und fordern die Vereine hier vor Ort, was bedeutet der Lockdown für sie und ihre Mitglieder? MAINRiedberg hat in Riedberg, Kalbach und bei der TSG Nordwest, die hier im Stadtteil ebenfalls aktiv ist, nachgefragt.

„Ich plädiere für eine sofortige Teilöffnung für den Vereinssport“

„Für mich ist es völlig unverständlich, warum kein Amateursport betrieben werden darf. Wir hatten im letzten Jahr hervorragende Hygiene-Konzepte. Es gab keinen einzigen Corona-Fall. Sport ist für Kinder und Ältere ein wichtiger Bestandteil für die Gesundheit, gerade auch in Pandemie-Zeiten. Ich plädiere für eine sofortige Teilöffnung für den Vereinssport. Man kann die Gruppen verkleinern, oder Sport im Freien anbieten. Auch schwimmen sollte möglich sein. Im Hinblick auf unseren Verein hat der Lockdown vor allem die Folge, dass der Mitgliederbestand schrumpft und somit die Einnahmen.“ Lutz Ullrich, Vorsitzender der TSG Nordwest

„Unser größter Wunsch ist, dass wir wieder raus dürfen“

„Glücklicherweise hat der Lockdown für den SC Riedberg bisher wenig Auswirkungen. Sowohl die Mitgliederzahlen als auch die Finanzen bleiben bei uns stabil. Fehlenden Einnahmen stehen weniger Auslagen für Kursleiter oder Hallenmieten gegenüber. Um den Kontakt nicht zu verlieren, sind alle Trainer aufgerufen, regelmäßig mit ihren Mannschaften in Kontakt zu treten. Wir bieten als Verein auch verstärkt eSports-Wettkämpfe an, um wenigstens ein bisschen das Vereinsleben und die Wettkampfatmosphäre aufrecht zu erhalten. Was uns Sorge bereitet, sind die Perspektiven für unsere Sponsoren. Es bleibt zu hoffen, dass diese wirtschaftlich den Lockdown überstehen und uns auch danach finanziell weiter unterstützen können. Der größte Wunsch bleibt aber, dass wir alle bald raus dürfen auf die Sportplätze und in die Hallen, um gemeinsam wieder Sport treiben zu können.“ Axel Leonhardt, Vorsitzender des SC Riedberg

„Gerade für die Kinder wäre jetzt der Sport wichtig“

„Wir vom FC Kalbach versuchen natürlich, mit unseren begrenzten Mitteln den Verein am Leben zu halten. Aber es ist sehr schwer. Vor allem die Kinder tun uns leid, wäre doch gerade jetzt der körperliche Ausgleich und das Erlebnis mit Freunden zusammen Sport zu machen wichtig für Körper und Geist. Wir haben noch nicht mit Mitgliederabgang zu kämpfen, aber die finanzielle Belastung nimmt zu,  auch durch den Wegfall geplanter Veranstaltungen. Unterstützung erhalten wir keine. Leider. Es werden derzeit nur Vereine unterstützt, die bereits im Minus sind. Glücklicherweise haben wir eine kleine Zuwendung vom Ortsbeirat erhalten, die uns gut tut. Wir bleiben aber positiv. So haben wir beispielsweise unser Boot Camp Angebot auf digital umgestellt. Das kommt sehr gut an.“ Reinhard Vanhöfen, Vorsitzender des FC Kalbach

Foto: Sandro Schuh / Unsplash

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Verkehrskontrollen im Norden

Am Faschingsdienstag wurden über den Tag verteilt mehrere stationäre Kontrollstellen in Heddernheim, Bergen-Enkheim, Kalbach-Riedberg und im Riederwald, mit dem Ziel die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, eingerichtet.

Die Kontrollen wurden zu unterschiedlichen Zeiten, unter anderem tagsüber sowie in den späten Abendstunden, durchgeführt. Insgesamt konnten die Beamten zwei Personen feststellen, die ohne gültige Fahrerlaubnis fuhren. Bei einer anderen Person bestand der Verdacht das Fahrzeug unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln geführt zu haben. Gegen zwei Männer wird darüber hinaus noch wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt, da bei Ihnen Kokain und Amphetamin in geringer Menge gefunden wurde. Daneben wurden noch weitere Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt und geahndet.

Neben diesen Verkehrskontrollen fanden Kontrollen im öffentlichen Personen- und Nahverkehr statt. Hier wurden Verstöße gegen die Maskenpflicht zur Anzeige gebracht.

Foto: Maximilian Scheffler / Unsplash

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Klima-Initiative mit großen Plänen

Den Riedberg bis 2030 klimaneutral zu machen – das ist das große Ziel der Klimaschutz-Initiative Riedberg. Seit Januar ist die erst vor wenigen Monaten gegründete Initiative ein eingetragener Verein und engagiert sich mit immer mehr Projekten im Stadtteil.

Müllsammelaktionen, die Begrünung des Riedbergplatzes, Radfahren am Riedberg, ein Projekt für mehr Solar auf den Dächern, Vogelschutz, Wildpflanzenbeete – die Themen und Aktionen der erst 2020 gegründeten Klimaschutz-Initiative Riedberg (KIR) werden immer vielfältiger und im Stadtteil deutlich sichtbar. Wichtig für die Klimaschützer ist aber auch ein Verwaltungsvorgang, der bereits Anfang des Jahres abgeschlossen war: Seit Januar ist die KIR ein eingetragener Verein, was der Initiative noch mehr Schubkraft, aber auch zahlreiche neue Mitglieder bescheren könnte. Zugleich wird aber betont, „dass selbstverständlich auch Nicht-Mitglieder in unseren Gruppen mitarbeiten können und herzlich willkommen sind“.

Was ist 2021 geplant? Es sind große wie vermeintlich kleine Projekte. Nach dem Motto „Naturschutz beginnt vor der Haustüre“ wurde eine „Vogelhäuschenaktion“ gestartet, bei der über Facebook Spender für 15 Vogelhäuschen auf der Streuobstwiese der IG Riedberg gesucht – und in weniger als 24 Stunden gefunden wurden. Die Häuschen werden demnächst angebracht, sollen Brutmöglichkeiten für heimische Singvögel bieten und werden nach der Brutzeit von der KIR gereinigt und auch in Zukunft betreut werden.

Intensiver Kontakt zur Goethe-Universität

„Des Weiteren haben wir derzeit intensiven Kontakt mit der Uni Frankfurt“, erklärt Ina Mirel von der Klima-Initiative. Am Campus Riedberg im Bereich Physische Geografie findet derzeit ein Seminar mit dem Thema „Stadtentwicklung Frankfurt am Main – Wege in die Nachhaltigkeit“ statt. Dabei werden in verschiedenen Arbeitsgruppen von den Studenten Projekte in den Schwerpunkten Klima, Wasser und nachhaltige Versorgung untersucht – immer mit dem Fokus auf den Riedberg sowie einen Vergleichsstadtteil in Frankfurt. „Die Studenten haben tolle Projekte und Fragestellungen erarbeitet und werden in den nächsten Wochen in die Empirie und Ausarbeitung Ihrer Forschung einsteigen“, so Mirel. Auch hier sind die Klimainitiave, aber auch das Centre for Dialogue at Campus Riedberg ein wichtiges Bindeglied zu den Bewohnern des Riedbergs und wollen die Forschung unterstützen.

Und jetzt noch ein kurzer Blick zurück: Im vergangenen Herbst starteten die Klimaschützer einen Bastelwettbewerb für Kinder. Mit der Aufforderung: „Malt uns Eure Klimabotschaft!“ Am Ende war man „überwältigt von den wundervollen Kunstwerken und den Gedanken, die sich die Kinder zum Thema Klimaschutz gemacht haben“. Auch die Bilder hier in diesem Artikel gehörten dazu. Preise zu gewinnen gab’s für die Kids natürlich auch, etwa Wissensbücher und Experimentier-Sets. Denn Naturschutz, so sind die KIR-Initiatoren überzeugt, beginnt nicht nur vor der Haustüre, sondern macht auch schon den Kleinen Spaß.

Weitere Informationen unter www.klimaschutz-initiative-riedberg.de

Fotos: Klimaschutz-Initiative Riedberg

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