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Baudezernent nennt „Fehler“ und spricht von „Wiedergutmachung“

Als Baudezernent Jan Schneider (CDU) seine Ausführungen zur Marie-Curie-Schule beendet hatte, sagte ein Vater aus dem Publikum der Ortsbeiratssitzung: „Ich würde Ihnen sogar einen gebrauchten Diesel abkaufen.“ So relativ milde stimmten die Erklärungen des Dezernenten zu den Verzögerungen und Pannen rund um die Erweiterung einer Grundschule, die aus allen Nähten platzt. Eine Mutter indes blieb „misstrauisch“ und nannte die Argumente „nicht nachvollziehbar“. Direktorin Inken Matzen, die trotz Hochzeitstag gekommen war, rief die Sorgen von Lehrer, Elternvertretern und Betreuern um das Ganztagskonzept der Schule in Erinnerung. Sie verwies auf die teils hitzigen Schriftwechsel, das konstruktive Treffen mit dem Baudezernenten und spricht jetzt von einer „guten Interimslösung“. Denn wie MAINRiedberg bereits berichtete, können auch die Viertklässler bald wieder vom Jugendhaus aufs Schulgelände zurück. Das Baudezernat plant, ab Ende Oktober zusätzlich Stahlcontainer für die Nachmittagsbetreuung aufzustellen.

Die Erweiterung sollte bereits fertig sein – jetzt heißt es Ende Januar 2019

Es ist am Freitag vergangener Woche kurz nach 19 Uhr, als zuerst über die Zukunft der Alten Turnhalle in Kalbach gesprochen wird und dann die Debatte um die zweite Grundschule am Riedberg beginnt. Jan Schneider bittet um Nachsicht. Mit so einer Bevölkerungsentwicklung habe keiner rechnen können. Dann räumt er Fehler ein. Etwa, dass man in seinem Dezernat zu spät registriert habe, dass trotz Rahmenvertrags mit dem Hersteller der hochgelobten Holzmodule der Auftrag für jede Schule einzeln ausgeschrieben werden muss. Die Folge: Die Zeit habe nicht mehr gereicht, um die Erweiterung am Riedberg wie geplant zu errichten.

In puncto Fehler spricht er auch von „gewissen Irritationen und Briefwechsel“. So hatte das Amt für Bau und Immobilien (ABI) kurzerhand am Telefon mitgeteilt, dass es mit der Erweiterung nicht wie geplant klappt. Die Aufregung war groß, da auch das Schuldezernat darüber nicht informiert worden war. Um es kurz zu machen: Zunächst waren die Holzmodule plus Sanitäranlagen für vier Klassen bis nach den Sommerferien  versprochen worden, dann bis nach den Herbstferien – und jetzt sollen sie Ende Januar 2019 fertiggestellt sein.

Als „Wiedergutmachung“ und als „Notbehelf“ plant der Baudezernent, dass vorübergehend Stahlcontainer in unmittelbarer Nähe zum Schulgebäude platziert werden. Wenn alles klappt, sollen diese ab Ende Oktober zugänglich sein. Sozusagen als Provisorium vor dem eigentlichen Provisorium, nur wenige Meter weiter.

Der Weg zum Jugendhaus und zeitweise auch in zwei Räume des Gymnasiums würde dann ab Ende Oktober für die rund 100 Viertklässler entfallen. Alle Kinder könnten nach Schulschluss wieder auf dem Schulgelände bleiben. Das wäre eine enorme Erleichterung, auch für die Betreuer.

Holzmodule werden längerfristig bleiben

Zurück zu den Holzmodulen, für die inzwischen immerhin die Fundamente sichtbar sind. Sehr erstaunt waren anwesende Eltern, als klar wurde, dass diese längerfristig bleiben. Auch, wenn ab nächstem Sommer eine dritte Grundschule eröffnen soll. Die Baugenehmigung ist momentan auf fünf Jahre befristet. Baudezernent Schneider blieb aber vage, als es um das konkrete Zeitfenster ging. Zusatzräume, die hell und angenehm in Winter wie Sommer sind und eine „gute Arbeitsatmosphäre“ schaffen, bleiben nützlich. Zumal die Schülerzahlen auch in den nächsten Jahren kaum sinken werden.

Zeitplan für die dritte Grundschule ist „extrem sportlich“

Jetzt noch ein Blick wenige hundert Meter weiter. Nach Norden, Richtung Autobahn. Am Ende der Hans-Leistikow-Straße soll die bereits erwähnte dritte Grundschule eröffnen. Ebenfalls als Provisorium, bis man in das bisherige Gebäude der Integrierten Gesamtschule Kalbach-Riedberg (IGS) ziehen kann. Vier Klassen sollen hier 2019 eingeschult werden. Der Baudezernent aber nannte in der vergangenen Woche den Zeitplan „extrem sportlich“ und erklärte: „Zaubern können wir auch nicht.“

Das Gelände ist für Kleingärten reserviert, was jetzt erst mal ganz oder teilweise ruhen muss. Eine Grundschule allerdings, auch ein Provisorium, benötigt andere Rahmenbedingungen. Zur Hochspannungsleitung muss ein Mindestabstand eingehalten werden. Das Grundstück muss noch erschlossen werden und auch ein Verkehrskonzept muss erarbeitet werden. Momentan favorisiert man eine Containeranlage parallel zur bisherigen Wohnbebauung, die an den Grünzug „Römische Straße“ und an Streuobstwiesen angrenzt. Platz zum Toben wäre so auch. Aufgrund des Zeitdrucks sind nur Stahlcontainer möglich, wie Schneider betont.

Während der Baudezernent die Erwartungen dämpft, verweist das Schuldezernat darauf, dass die konkreten Planungen mit dem Kultusministerium bereits laufen. Eine dritte Grundschule am Riedberg wird aufgrund der Schülerzahlen dringend benötigt. Ein Budget für die Schule ist übrigens noch nicht vorhanden.

Foto: Stadt Frankfurt

Ruckelpiste wird Fuß- und Radweg

Auf einer Kiesschicht mit dem Fahrrad zu fahren ist eine ruckelige Angelegenheit. So war es bisher auch auf dem Feldweg, der entlang der Landesstraße 3019 und der Straße Am Weißkirchener Berg führt. Das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) baut die Ruckelpiste zwischen Riedberg und Kalbach nun zu einem vollwertigen Fuß- und Radweg um.

Ab Montag, 24. September, gehen die Bauarbeiten los. Dabei wird auf einer Länge von rund 650 Metern die vorhandene Felsenkiesschicht beziehungsweise Erdschicht durch eine beständigere Asphaltdeckschicht ersetzt.

Das ASE arbeitet in zwei Abschnitten. Nach derzeitiger Planung ist der Fuß- und Radweg nach zweiwöchiger Bauarbeit fertig und kann von den Verkehrsteilnehmern genutzt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 70.000 Euro und werden vom Land Hessen bezuschusst.

Während der Bauzeit ist der gesamte Feldweg gesperrt.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: MAINRiedberg

Herbst im Wissenschaftsgarten – Führung zum Thema „Samen und Früchte“

Samen und Früchte sind nicht nur Grundlage der menschlichen Ernährung, sondern auch außerordentlich vielgestaltige Pflanzenteile, die eine wichtige Grundlage der heutigen Artenvielfalt darstellen. Die nächste Führung im Wissenschaftsgarten am Campus Riedberg  am kommenden Freitag hat die Vielfalt der Samen und Früchte von Blütenpflanzen zum Gegenstand. Die Botanik dieser Pflanzenteile wird anschaulich erörtert. Weitere Themen sind die Funktion von Samen und Früchten als Ausbreitungseinheit und die verschiedenen Ausbreitungsstrategien, beispielsweise über Tiere, Wind, Wasser oder auch Selbstverbreitung.

Der Wissenschaftsgarten ist frei zugänglich

Landschaftsarchitekt Robert Anton, der Leiter der Außenanlagen der Universität, wird fast poetisch, wenn er beschreibt, „wie sich unser Garten hier an die Umgebung und den Südrand des Riedbergs anschmiegt“. Dabei wissen viele Riedberger gar nicht, was sich hier im Außenbereich der Uni – für alle frei zugänglich – verbirgt und in den nächsten zehn Jahren bis vor zur Altenhöferallee reichen soll: Ein stetig wachsender Wissenschaftsgarten, der Lehre und Forschung der Naturwissenschaften am Campus dient und der „Information, Erholung und Entspannung“ der Öffentlichkeit. Mit 300 Quadratmeter großem Versuchsgewächshaus mit verschiedensten Klimazonen. Und draußen unter anderem mit einer Streuobstwiese, Laubwald, geologischem Garten und Arzneimittelgarten.

Treffpunkt ist am 21. September um 16 Uhr am Eingang Wissenschaftsgarten, Altenhöfer Allee 1f. Die Führung dauert voraussichtlich 90 Minuten.

Allgemeine Informationen zum Wissenschaftsgarten am Campus Riedberg und den Öffnungszeiten unter http://www.uni-frankfurt.de/51839002/oeffnungszeiten

Foto: Archiv

 

Frühstück im Familienzentrum: Billabong startet Wochenend-Café

Das Familienzentrum Billabong ist mit der großen Einweihung endgültig in den neuen Räumen  angekommen und weitet ständig das Angebot aus. Demnächst wird’s auch an Samstagen und Sonntagen einladend und gemütlich, denn am 29. September startet das neue „Wochenend-Frühstückscafé“. Jeweils von 9 bis 13 Uhr gibt es im Café des Zentrums in der Graf-von-Stauffenberg-Allee „viele hausgemachte, regionale und vor allen Dingen sehr leckere Spezialitäten“, verspricht man bei Billabong. Auch an Vegetarier und Veganer ist gedacht. Die Brötchen sind handgemacht und kommen aus einer kleinen Bäckerei. Das von Café-Initiatorin Claudia Spahn selbst gebackene Vollkornbrot hat schon lokale Berühmtheit erlangt und „wurde bei unserem Kinder-Kochkurs im August von den Kindern mit Begeisterung vertilgt“. Daneben gibt es Spielmöglichkeiten für die Kinder – für ein entspanntes Familienfrühstück.

Es werden natürliche, gesunde Lebensmittel verwendet, um so den Kindern und Erwachsenen einen guten Impuls zu geben: Gesundes Essen kann Spaß machen und richtig lecker sein. Als Fachfrau für Ernährung und Mama von drei Kindern liegt das Claudia Spahn sehr am Herzen. Jedes Wochenende gibt es zusätzlich noch ein paar wechselnde „Specials“ und auch warme Leckereien ab 11 Uhr zum Brunch. Passend zur Billabong-Philosophie ist jeder willkommen.

Das Wochenend-Frühstückscafé bei Billabong findet ab 29. September immer samstags und sonntags von 9 bis 13 Uhr im Zentrum in der Graf-von-Stauffenberg-Allee 46 b statt. Die Speisekarte findet man auf der Webseite von Billabong zum Download. Um vorherige Reservierung unter brunch.billabong@gmail.com oder Tel. 0176-10358809 wird gebeten.

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Willkommen im „Café Continental“

Alt und Jung haben ab sofort die Möglichkeit, sich am Riedberg ungezwungen und ohne Anmeldung zu treffen, sich kennenzulernen und auszutauschen. Bei selbstgebackenem Kuchen und Kaffee, ebenfalls im Familienzentrum. „Vielleicht spielen wir auch gemeinsam das ein oder andere Gesellschaftsspiel. Ideen sind willkommen“, heißt es bei Billabong. Termin: jeden Donnerstag von 15.30 bis 17.30 Uhr

Foto: Billabong Familienzentrum riedberg e. V.

O´zapft is! Am Wochenende ist Oktoberfest am Sportplatz

Wer braucht schon München, wenn es das Oktoberfest auch am Riedberg gibt? Zugegeben: Es ist natürlich alles eine große Nummer kleiner. Aber zünftig wird’s laut SCR-Sprecher Olaf Emmerich auf jeden Fall. Denn am Wochenende findet auf der Anlage des SC Riedberg in der Altenhöferallee das dritte Oktoberfest des Vereins statt.

Am Samstag und Sonntag wird gefeiert mit Festbier vom Fass, Weißwurst, frischen Brezn und Wiesnhits. Sportlich soll’s beim Maßkrugstemmen, Fingerhakeln oder Nägeln zugehen. „Kai Pirinja feat. Manou werden am Samstag Abend das Zelt anheizen. Außerdem werden wir in diesem Jahr das schönste Dirndl, beziehungsweise die schönste Tracht mit einem Gutschein prämieren“, heißt es beim SCR. Auch Ehrennadeln und Auszeichnungen werden überreicht. Für die kleinen Besucher stehen eine Hüpfburg, eine große Torwand sowie Kickertische bereit.

Am Samstag, 22. September, wird das Fest um 12 Uhr eröffnet. Der obligatorische Fassanstich folgt um 16 Uhr. Ab 19 Uhr spielt eine Band. Am Sonntag um 10 Uhr geht es mit dem traditionellen Frühschoppen weiter.

Fotos: Archiv

„Ein Leben ohne Esel kann ich mir nicht mehr vorstellen“

Alles begann mit einem Esel. Der ratterte mit seinem Bauern und einem Karren hintendran den Urselbach entlang, wo einst noch mehr als 40 Getreide-, Papier- und Tabakmühlen waren. Als sein Bauer ins Wirtshaus ging, legte er sich störrisch vors Lokal und stand angeblich nicht mehr auf.

Inzwischen ist der Gaststätte mit dem Schild „Zum Lahmen Esel“, eine der ältesten und größten Apfelwein-Wirtschaften Frankfurts, nur wenige Meter von der U-Bahn-Station Niederursel und fünf Minuten vom Riedberg entfernt. Ein klitzekleines bisschen lahm sind allenfalls Zweibeiner auf dem Rückweg. Aber darüber wollen wir nicht sprechen, sondern über ein wunderbares Jubiläum: Denn gestern feierten Wirt Thomas Metzmacher (50) und seine Gaststätte „Jubiläumshochzeit“. Viele treue Stammgäste und Freunde waren gekommen. Eine Band aus seiner Heimat, dem Westerwald, sorgte für Stimmung. 1993 hatte der Profi-Koch und Küchenchef das Lokal übernommen, auf Bitten des alten Pächters, für den er damals bereits drei Jahre lang gearbeitet hatte.

Wirt Thomas Metzmacher und seine Gaststätte ,Zum Lahmen Esel´ feierten gestern „Jubiläumshochzeit“. Der Gastro-Profi wohnt bei uns im Stadtteil und auch viele Riedberger zählen längst zu seinen Stammgästen

„Wir sind gewachsen, in jeder Hinsicht. Die Gäste sind uns ans Herz gewachsen, ich an meinen Aufgaben, wir alle zu einem tollen Team und der Lahme Esel um weitere Räumlichkeiten“, meint Thomas Metzmacher, fragt man ihn nach seinem Erfolgsrezept. Und dass es ihm schon immer am wichtigsten gewesen sei, den traditionellen Charme zu erhalten und Raum zu schaffen für Neues. So kam es zum Beispiel 1995 zum Anbau des Kollegs, einem separaten Gastraum mit Platz für bis zu 65 Gästen und einer zweiten Thekenanlage. Die überdachte Terrasse und der Sommergarten mit dem uralten Baumbestand und dem Kinderspielplatz gibt es natürlich auch noch.

Vom Schobbe bis zum Apfelsecco-Menü – hier gibt’s Tradition und Neues

Im Lahmen Esel schlagen zwei Herzen. Metzmacher bezeichnet sein 1807 erstmals urkundlich erwähntes Lokal liebevoll als „gastronomischen Hybrid“. Hier könne man „sowohl an blank geputzten Holztischen im urgemütlichen Stil zum Schobbe trinken beieinander sitzen, als auch an weiß gedeckten Tischen mit Blumen und Kerzen und einem ausgesuchten Vier-Gang-Menü mit Apfelsecco-Empfang Gäste willkommen heißen“.

Hinter der Denkmal-Fassade und im Garten gibt es Speisen und Getränke vom „Esel“-Schnitzel, Handkäs’, fangfrischer Forelle bis zu Erdbeeren mit hausgemachtem Buttermilch-Eis. Von Ebbelwoi bis Espresso eben. Gäste finden typische Apfelweinlokal-Klassikern sowie regionale Gerichte und eine separate saisonale Extrakarte, etwa mit frischem Spargel, Pfifferlingen oder Gänsekeulen.

Auch bei seinem Team setzt Thomas Metzmacher auf Tradition. Mehr als die Hälfte der Belegschaft ist seit mindestens zehn Jahren und manche sogar schon seit über dreißig Jahren in Küche und Service des Lahmen Esels tätig. Er selbst engagiert sich ehrenamtlich in der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute, in der Vereinigung der Frankfurter Apfelweinwirte und wurde über den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband zum ehrenamtlichen Richter am Frankfurter Arbeitsgericht ernannt.

Auszeichnungen für das „Eselchen“ – und 5320 Euro Spenden für die Lebenshilfe

Nicht nur deshalb weiß man den Lahmen Esel auch über die Grenzen von Niederursel hinaus zu schätzen. Ebenso gibt es andernorts positive Reaktionen auf sein einfaches, aber stimmiges und langfristig angelegtes Konzept. So gewann der Lahme Esel im Jahre 2008 den hessischen Gastronomiepreis als bestes Apfelweinlokal, war schon Zweiter beim Grüne Soße Festival und wurde von den Lesern des Magazins „Frankfurt geht aus“ auf Platz eins in der Kategorie „Gemütlich essen gehen“ gewählt.

Der Wirt wohnt übrigens bei uns am Riedberg. Ein Leben ohne Esel kann und will er sich aber schon längst nicht mehr vorstellen. Ein großer Bembel mit Eselchen stand gestern auch gut sichtbar im vorderen Gastraum. Ein Bembel für Spenden der Jubiläumsgäste. Statt Barem für den Wirt. Denn der Erlös geht an die Lebenshilfe Frankfurt, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung und ihre Familien. Am Ende kann Thomas Metzmacher „die unglaubliche Summe von 5320 Euro vermelden“. So viel wurde noch nie gespendet, wie er gegenüber MAINRiedberg überwältigt hinzufügt.

Der lahme Esel ist sein „Ein und Alles“. Ihm will er treu bleiben, „bis ich alt und grau bin“. Grau wie das Eselchen aus Plüsch, das zufrieden auf einem Regal im Gastraum liegt.

Viele Jubiläumsgäste bedankten sich mit Spenden, die der Lebenshilfe Frankfurt e. V. zugute kommen

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Adresse: Zum Lahmen Esel, Krautgartenweg 1, 60439 Frankfurt, Tel 069/ 573974, www.lahmer-esel.de

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Fotos: Metzmacher/ MAINRiedberg

Container statt Jugendhaus: Viertklässler können zurück in die Grundschule

Die Debatte um die Platznot in der Marie-Curie-Schule hat eine neue, überraschende Wendung genommen. Während man in der vergangenen Woche noch davon ausging, dass rund 100 Viertklässler weiterhin nachmittags im Jugendhaus betreut werden müssen plus nach den Herbstferien auch in zwei Räumen des Gymnasiums, heißt es jetzt: Ende Oktober werden voraussichtlich Metallcontainer direkt auf dem Pausenhof der Grundschule in der Graf-von-Stauffenberg-Allee aufgestellt, die für die Nachmittagsbetreuung zur Verfügung stehen.

Der Baudezernent spricht von „Wiedergutmachung“

Das kündigte Baudezernent Jan Schneider (CDU) bei der Ortsbeiratssitzung am Freitag an und sprach in diesem Zusammenhang von „Wiedergutmachung“. Denn eigentlich sollten schon längst im Auftrag des Baudezernates dauerhaftere Holzmodule auf dem Schulgelände installiert sein, die Platz für mehr Klassenräume und Sanitäranlagen schaffen. Auch die problematische Betreuungssituation wäre so überhaupt nicht entstanden. Nun also soll ein Provisorium vor dem eigentlichen Provisorium für Abhilfe schaffen.

Schneider spricht von einem „Notbehelf für acht bis neuen Wochen“. Die Stahlcontainer sollen in unmittelbarer Nähe zum Schulgebäude, auf dem Bolzplatz, platziert werden. Nur vorübergehend. „Im Moment sieht es sehr gut aus“, dass das klappt.

So berichtete MAINRiedberg in der vergangenen Woche. Jetzt hat das Baudezernat eine andere Interimslösung

Ein kurzer Rückblick: Im Schulgebäude in der Graf-von-Stauffenberg-Allee reichte seit Sommer der Platz nicht mehr für die mehr als 500 Grundschüler im Ganztag aus. Die Viertklässler sind seit Schuljahresbeginn in den Stadtteilräumen des Jugendhauses untergebracht. Wenn aber Herbst und Winter kommen und die Kinder nicht mehr im Außengelände spielen und toben können, sind auch die begrenzten Räumlichkeiten dort zu klein. Das machten Schulleitung und Elternbeirat kürzlich nochmals in einem Brandbrief an den Baudezernenten und die übrigen Beteiligten deutlich. Dort ist zu lesen: „Die Schulleitung wird die Verantwortung ab Herbst in dieser Form nicht mehr übernehmen.“ Im Klartext: So konnte es definitiv nicht weitergehen. Sonst wäre die Betreuung für einen Teil der Schüler nicht mehr möglich gewesen.

Eine enorme Erleichterung – für Kinder und Betreuer

Die Container-Interimslösung soll nun dafür sorgen, dass alles weiterlaufen kann. Noch dazu in geordneteren Bahnen. Der Weg zum Jugendhaus wird dann ab Ende Oktober für die Viertklässler entfallen. Alle Kinder können nach Schulschluss wieder auf dem Schulgelände bleiben. Das ist eine enorme Erleichterung, auch für die Betreuer.

Die Stahlcontainer bleiben, bis die größeren Holzmodule kommen. Ende Januar/ Anfang Februar sollen sie bezugsfertig sein und den dringend benötigten Platz für vier Klassen bieten. Die gesamte Nachmittagsbetreuung kann danach wieder in den dafür vorgesehenen Räumen im Erdgeschoss stattfinden. Wenn der Zeitplan diesmal eingehalten wird.

Foto: Archiv

Gymnasium weiter ohne WLAN

Kreidezeit herrschte am Gymnasium Riedberg noch nie. Im Gegensatz zu manch anderen Schulen in Frankfurt. Gegenwart und Zukunft sind aber auch noch nicht so richtig angekommen. Zumindest, was die Digitalisierung betrifft. Eigentlich sollten bis Ende des Jahres 14 Pilotschulen in der Stadt mit WLAN ausgestattet werden, dazu zählt das Riedberggymnasium. Bis in fünf Jahren sollten alle weiteren Frankfurter Schulen folgen. Doch das Projekt kommt nicht in die Gänge. Laut Frankfurter Rundschau sind sich in der Römer-Koalition vor allem Christ- und Sozialdemokraten über das Vorgehen uneinig. Berufsschulen sprechen bereits von einem beträchtlichen Schaden. Schülervertreter, auch hier am Riedberg, fühlen sich „im Stich gelassen“.

„Wir als Schülervertretung finden es natürlich sehr ärgerlich, dass sich die planmäßige Einrichtung des WLANs an unserer Schule – und an 13 weiteren Schulen – wieder verzögert“, erklärt Gianluca Guccione, stellvertretender Stadtschulsprecher und Schulsprecher des Gymnasiums Riedberg, gegenüber MAINRiedberg.  „Ich denke, es ist unbestritten, dass wir in einem Zeitalter der Digitalisierung leben und deshalb haben die Schulen die Aufgabe, den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden.“

Alle Schulen, die am Pilotprojekt der Stadt Frankfurt teilnehmen wollten, mussten ein pädagogisches Konzept vorlegen. Die Ideen reichten von der schnellen, aktuellen Recherche im Internet, der Nutzung in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern bis zum Erstellen einer digitalen Schülerzeitung. Berufsschulen benötigen WLAN auch für gegenwärtige Ausbildungs- und Arbeitsprozesse.

„Wir werden im Stich gelassen“

Unstimmigkeiten herrschen offenbar im Hinblick auf die Kosten. Während das Bildungsdezernat ein Konzept mit hohen Sicherheitsstandards vorgelegt hat, das allerdings auch Ausgaben in Millionenhöhe bedeutet, zweifelt man im IT- und Baudezernat diese an. Man sei aber im Gespräch, heißt es derzeit.

Schulsprecher Gianluca Guccione stellt indes klar: „Es kann nicht sein, dass politische Streitigkeiten auf den Rücken vom uns Schülerinnen und Schülern ausgetragen werden, so dass wir – und auch die Schulen –  im Stich gelassen werden.“

Es gibt kaum WLAN an hessischen Schulen. Eine Ausnahme ist Marburg mit einer Versorgungsquote von nahezu 100 Prozent. Ganze Jahrgänge wurden dort bereits mit Tablets ausgestattet. Der Anspruch in der heutigen Zeit sei ganz klar. Schulsprecher Guccione: „Jede Schule sollte einen festen Digitalisierungsstandard haben, damit die Schulen ihrem Bildungsauftrag gerecht werden können und auch digitale Kompetenzen vermitteln können.“

Foto: Archiv

Uni stellt „Wahlempfehlungshilfe“ per App vor

Demokratie ist langweilig? Nein, Demokratie ist jung, modern und aufschlussreich, wenn es nach Wissenschaftlern der Goethe-Universität und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg geht. Mit der neuen Wahlempfehlungshilfe „WahlSwiper“ können sich Wählerinnen und Wähler in Hessen über die politischen Angebote informieren und prüfen, welche Parteien ihren politischen Präferenzen am nächsten kommen. Entwickelt wurden App und Website von Forschern der beiden Universitäten gemeinsam mit einer Agentur in Berlin. Das Programm ist bereits für Auszeichnungen nominiert.

Am 28. Oktober ist Landtagswahl in Hessen, und die Bürgerinnen und Bürger bestimmen über die politischen Kräfteverhältnisse im Land. Vielen fällt die Entscheidung nicht leicht, wo sie ihr Kreuz setzen sollen. Mit der App und Website WahlSwiper (www.wahlswiper.de) können sie sich über die Programme und Positionen der Parteien informieren und prüfen, wie sehr die Parteien ihren politischen eigenen Positionen entsprechen. Die Anwendung ist denkbar einfach: Die Nutzer beantworten Fragen zu ihrer politischen Meinung, die sie mit einem Wisch nach links mit „Nein“ oder nach rechts mit „Ja“ beantworten können. Das Programm gleicht die Antworten mit denen der Parteien ab und zeigt Übereinstimmungen und Schnittmengen an.

Das Gemeinschaftsprojekt der Goethe-Universität und der Ludwig-Albert-Universität Freiburg sowie der Digital-Agentur MOVACT aus Berlin geht zum Start der Briefwahl am 17. September online. Aus diesem Anlass haben die Entwickler die Online-Wahlhilfe heute an der Goethe-Universität vorgestellt. „Sich vor einer Wahlentscheidung eine Meinung zu bilden, soll einfach sein und Spaß machen“, sagt Matthias Bannert, Projektleiter bei MOVACT. Die Agentur hat das Konzept entwickelt und umgesetzt. Die 30 Fragen in der App wurden von einem Team der Universitäten in Frankfurt am Main und Freiburg entwickelt. „Der WahlSwiper ist ein hervorragendes Projekt zur Demokratieförderung“, sagt Dr. Pascal König von der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Prof. Dr. Uwe Wagschal (Freiburg) hat bereits mit dem Debat-O-Meter und anderen Wahlhilfe-Tools Erfahrungen gesammelt. „Der WahlSwiper ist modern, macht Spaß und liefert uns Wissenschaftlern spannende und wichtige Erkenntnisse“, sagt Politikprofessor Wagschal, dessen Schwerpunkt die vergleichende Politikwissenschaft ist. Er und sein Team interessieren sich vor allem dafür, inwieweit sich die Parteien voneinander unterscheiden – was ja auch im Interesse der Wähler liegen dürfte.

Einfach nur Fragen zu stellen, hat den Machern aber nicht gereicht. „Mit einem neuen, auf Mobilgeräte ausgerichteten Videokonzept wird der Hintergrund zu jeder Frage durch einen Nachwuchsmoderator neutral erklärt“, sagt Steven Siebert, bei MOVACT zuständig für Video-Produktionen: „Dazu zeigen wir unterstützende Animationen, die die Thematik für jeden verständlich machen.“

Der WahlSwiper wurde erstmals zur Bundestagswahl 2017 veröffentlicht, bislang haben ihn eine halbe Million Nutzer abgerufen. Das kostenlose Angebot gibt es für iPhone, iPad, Android-Smartphones und -Tablets, für Apple TV sowie für die Sprachassistenten Amazon Alexa und Google Home und als Web-Anwendung auf www.wahlswiper.de. „Wir möchten möglichst viele Menschen erreichen“, erklärt MOVACT-Geschäftsführer Max Mitschke. „Deswegen ist es uns wichtig, auf vielen verschiedenen Plattformen zu sein, um die Nutzer dort abzuholen, wo sie unterwegs sind.“ Die Hürde, sich eine politische Meinung zu bilden, solle möglichst niedrig sein.

Informationen: Goethe-Universität Frankfurt/ Pressestelle

Kalbach: Exhibitionist festgenommen

Eine 28-jährige Frau aus Leipzig war gestern gegen 12.50 Uhr an der Hauptwache in die U-Bahn der Linie 2 in Fahrtrichtung Bad Homburg-Gonzenheim eingestiegen.

Etwa zwei oder drei Haltestellen später stieg ein Mann ins Abteil hinzu und nahm ihr gegenüber Platz. Plötzlich öffnete er seine Hose und zeigte sich der Frau in schamverletzender Weise.

Die 28-Jährige forderte ihn auf, dies zu unterlassen, was jedoch nur mit einem Lächeln quittiert wurde. Die Frau verständigte umgehend die Polizei, die den Tatverdächtigen, einen 64-jährigen Wohnsitzlosen, an der Haltestelle Kalbach festnahm.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

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Foto: Archiv