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Veranstaltungen zum 70. Jahrestag des Grundgesetzes

Heute wird das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland 70 Jahre alt. Um dieses Jubiläum zu feiern, werden in der Paulskirche gleich mehrere Veranstaltungen stattfinden. Im Zentrum des Programms stehen das Grundgesetz und seine Bedeutung für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft.

Die Veranstalter stellten bei der Pressekonferenz die verschiedenen Formate vor. Oberbürgermeister Peter Feldmann begrüßte hierzu im Römer Roland Kaehlbrandt, Vorstand der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Kaija Landsberg, Geschäftsführerin der Hertie Stiftung und Claudia Wolff, Schulleiterin der Schillerschule.

Bereits am gestrigen Vorabend des Jahrestages fand ab 19.30 Uhr ein Festakt in der Paulskirche stattt. Neben den Rednern auf dem Podium kam bei den Feierlichkeiten auch das Publikum zu Wort kommen. Passend zum demokratischen Grundgedanken hat die Stadt die Frankfurter Bürger im Vorfeld offen eingeladen. Diskutiert werden an diesem Abend die Themen Kunst-, Meinungs- und Religionsfreiheit.

Oberbürgermeister Feldmann betonte die Bedeutung der Paulskirche als Ort des Festakts: „Die Paulskirche ist einer der Demokratieorte in unserem Land, ihre Sanierung steht bevor. Wir wollen die Paulskirche zum Demokratiezentrum weiterentwickeln, doch wir warten den Umbau nicht ab. Wir machen selbst den Anfang, mit lebendigen Veranstaltungen, die das Thema Demokratie in den Mittelpunkt stellen.“ Es sei genau die richtige Zeit, die Wirkung des Grundgesetzes in die Breite der Gesellschaft und in die Zukunft zu tragen. „In Zeiten, in denen die offene Gesellschaft von Hetzern in Frage gestellt wird, müssen wir die Demokratie wetterfest machen und gegen Angriffe verteidigen“, sagte der Oberbürgermeister.

Heute werden ab 10 Uhr die Festivitäten mit der Veranstaltung „70 Jahre Grundgesetz. Die Würde des Menschen ist unantastbar“ der Stiftung Polytechnische Gesellschaft und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung fortgesetzt. An der Veranstaltung werden 600 Schüler aus Frankfurt teilnehmen. Das vielfältige Programm aus Expertengesprächen, Poetry Slam, einem Verfassungs-Quiz und Musik wurde auf Initiative der beiden Stiftungen von Frankfurter Jugendlichen vorbereitet. „Das Grundgesetz schülernah und lebendig zu vermitteln ist unser Anliegen – das gelingt am besten, wenn Jugendliche die Bühne übernehmen und Raum für ihre Sichtweisen, Fragen und Ideen erhalten“, erklärte Landsberg.

„Demokratie, Freiheit und Grundrechte sind Fundamente unseres Landes. Jede Generation muss sie sich neu erschließen. Deshalb haben sich Polytechnische Stiftung und Hertie-Stiftung für eine Jubiläumsveranstaltung mit über 600 Frankfurter Schülern zusammengetan. Dafür kann es keinen geeigneteren Ort geben als die Paulskirche, die Wiege der deutschen Demokratie“, sagte Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

Auch am Freitag, 24. Mai, steht die Jugend im Mittelpunkt des Geschehens, denn dann wird um 10.30 Uhr in der Paulskirche das Grundgesetz an die Schüler der 9. Klasse der Schillerschule übergeben. „Die Besinnung auf die Grundpfeiler unserer Demokratie und die Würdigung unseres Grundgesetzes durch die feierliche Übergabe sind Ausdruck der großen Bedeutung, die das Grundgesetz als Symbol für Demokratie, Freiheit, Recht und Frieden in Deutschland, aber auch Europa hat. Wir können nicht früh genug damit anfangen, Jugendlichen den Wert dieser Privilegien, die, wie die jüngsten Ereignisse um Populisten und Demagogen zeigen, nicht selbstverständlich sind, zu vermitteln“, sagte Claudia Wolff, Schulleiterin des Gymnasiums.

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Foto oben:  Pressekonferenz 70 Jahre Grundgesetz (v.l.): Claudia Wolff, Schulleiterin der Schillerschule, Kaija Landsberg, Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung, Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der SPTG, OB Peter Feldmann, Flora Fülle und Mats Klein / Copyright Stadt Frankfurt/ Bernd Kammerer

Freilauffläche für Hunde

Bald könnte es eine so genannte „Hundeausauffläche“ am Riedberg geben – wenn die Stadt der Bitte des Ortsbeirates nachkommt. Den Antrag hatte die FDP initiiert. Vor dem Hintergrund, dass sich diese Flächen eignen, „Konflikte zwischen Hundehaltern und Bürgern zu vermeiden“. Auch ginge es – im Sinne einer artgerechten Haltung – darum, den Hunden ausreichend Auslauf zu ermöglichen.

Ganz unumstritten war der Antrag nicht. Es wurde auch angemerkt, dass im freien Feld außerhalb der Parkanlangen und der Riedberger Bebauung „Hunde sowieso frei laufen dürfen“. Das wären nur ein paar Meter.

Hundefläche ist im Bonifatiuspark geplant

Denn die Hundefläche soll im östlichen Teil des Bonifatiusparks entstehen, nah an der U-Bahn-Trasse. Im Vorfeld der vergangenen Ortsbeiratssitzung gab es bereits einen Termin vor Ort mit Vertretern des Grünflächenamtes. Die machten deutlich, dass eine Hundeauslauffläche grundsätzlich nicht eingezäunt wird und dass auch hier jeder Hundehalter verpflichtet ist, die Hinterlassenschaften der jeweiligen Hunde selbst aufzunehmen und zu entsorgen.

Jetzt muss die Stadt über die Bitte des Ortsbeirates entscheiden.

Foto: Stainless Images on Unsplash

Kommt bald das vollautomatische Auto?

Seit Carl Benz und Gottlieb Daimler das Automobil erfunden haben, wurde es zur persönlichen Unabhängigkeitserklärung für Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Mehr als 130 Jahre später befindet sich die Automobilbranche im tiefgreifendsten Wandel ihrer Geschichte. Wie er sich die Zukunft der Mobilität vorstellt, erläutert Dr. Dieter Zetsche, bisher Vorstand Daimler AG, im Rahmen der Deutsche Bank Stiftungsgastprofessur zur „Zukunft der Energie“ am 4. Juni um 18 Uhr, Campus Riedberg / Otto-Stern-Zentrum, Ruth-Moufang-Straße 2. Der Eintritt ist frei.

„Das Auto wird neu erfunden. Aber nicht etwa, weil es in seiner bisherigen Form an Faszination verloren hätte. Im Gegenteil: Es fasziniert mehr denn je“, weiß Zetsche.
Der Erfolg des Autos ist gleichzeitig seine größte Herausforderung. Denn
je mehr Menschen die Freiheit genießen, die das Auto bringt, desto dringender brauchen wir eine neue Unabhängigkeit: vom Öl, von Emissionen, von Unfällen und von starren Besitzmodellen.

Dazu arbeiten die Automobilunternehmen mit Hochdruck an vier großen Zukunftsthemen: Connectivity, autonomes Fahren, Sharing und Elektromobilität. Welche neuen Chancen dadurch für die Umwelt, die Menschen und die Wirtschaft entstehen und welche Fortschritte es auf dem Weg zur Mobilität der Zukunft gibt, wird Zetsche in seinem Vortrag erläutern.

In der Vortragsreihe für Bürgerinnen und Bürger der Rhein-Main-Region referieren international renommierte Experten die neuesten Entwicklungen aus Forschung und Technologie. Themen sind die globale Erwärmung, erneuerbare Energiequellen, Energietransport, Mobilität sowie die damit einhergehenden gesellschaftlichen Herausforderungen.

Informationen: Goethe-Universität

Foto: Alessio Lin on Usplash

Richtig reagieren bei Kindernotfällen

Im Familien-Infocafe des Kinderbüros können Eltern von Kindern bis drei Jahren an einem speziellen Erste-Hilfe-Nachmittag teilnehmen. Sie erhalten einen Einblick über mögliche Unfälle und Erkrankungen im Kindesalter, die zu einem Notfall führen können. Einzelne Erste-Hilfe-Maßnahmen und das richtige Verhalten werden besprochen.

Wenn ein Notfall eintritt, ist jede Minute und das richtige Handeln von großer Bedeutung, um Leben zu retten und Folgeschäden zu vermeiden. Ersthelfer müssen die Situation richtig einschätzen, die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen beherrschen und die Rettungskette kennen.

Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, 28. Mai, um 14.30 Uhr im Familien-Infocafe des Frankfurter Kinderbüros, Schleiermacherstraße 7, Telefon 069/212-39001.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Foto: Archiv

Bekommt der Riedberg einen Sportpark mit Dreifeldhalle?

Erst waren’s die Feldhamster, die eine zweite Sportanlage am Riedberg verzögerten. Diese soll am nördlichen Ende der Altenhöferallee entstehen. Direkt gegenüber vom bisher einzigen Sportplatz in unserem stetig wachsenden Stadtteil. Vor zwei Jahren wurden dann endlich die Pläne für die neue Anlage vorgestellt und heuer sollte es langsam losgehen. Nun allerdings könnte es sein, dass sich der Bau nochmals um Minimum dreieinhalb Jahre verschiebt. Das ist die wenig erfreuliche Nachricht. Die weitaus positivere könnte lauten: Es gibt Überlegungen, dass die Anlage zu einem richtigen „Sportpark“ ausgebaut wird, zu dem auch ein Funktionsgebäude mit großer Dreifeldhalle gehört.

Sportdezernent Markus Frank (CDU) stellte bei der vergangenen Ortsbeiratssitzung die Hintergründe der Umplanungen dar und sprach von einem „Notruf“. Dann fügte er hinzu: „Und wir wollen helfen.“ Der Hilferuf kam von Schuldezernentin Sylvia Weber (SPD) und ist der Tatsache geschuldet, dass gerade am Riedberg der Mangel an Hallenkapazitäten besonders groß ist. Die dritte Grundschule, die im Sommer in einem Provisorium eröffnet, wird keine Sporthalle haben. Die IGS mit demnächst 300 Schülern vorerst auch nicht. Hinzu kommen weitere Grundschulklassen in Containern, für die die bestehenden Hallen bei weitem nicht ausreichen.

Sportdezernat betrachtet neue Pläne „als Chance“

Auch den Vereinen fehlen fast überall in der Stadt Hallenkapazitäten. Im Sportdezernat betrachtet man das Thema Multifunktionshalle deshalb „als Chance“. Gerade in Zeiten, wo Dezernate (endlich) mehr zusammenarbeiten, um Projekte besser und effizienter zu entwickeln. Frank machte im Laufe seiner Ausführungen klar, dass ihn „sehr gewundert“ habe, dass die Diskussion gerade hier am Riedberg sehr auf die örtlichen Vereine fokussiert war. In der Regel werden Sportanlagen zu rund 80 Prozent aus dem Stadtteil belegt, der Rest entfällt aber auf Vereine „über die Ortsgrenzen hinweg“ und teils auf Sportarten, für die nicht jede Anlage geeignet ist. Die Infrastruktur soll stadtweit angeboten werden.

So könnte der neue Sportpark aussehen

Nach ersten Plänen könnte der neue Sportpark folgendermaßen aussehen: 400-Meter-Bahn mit Fußballfeld innen, außen Weit-, Hochspung- und Kugelstoßanlage sowie zwei Mini-Spielfelder, ein kleines Kunstrasenfeld, ein Multifunktionsspielfeld und natürlich Parkplätze und Fahrradabstellplätze plus das zentrale Gebäude mit Umkleiden und Halle.

Hier könnte das Funktionsgebäude mit Umkleiden und Drei-Felder-Halle gebaut werden – wenn das Planungsdezernat den neuen Plänen zustimmt Grafik: Sportamt/ Stadt Frankfurt

Die große Frage ist, ob das planungsrechtlich überhaupt möglich ist. Man sei, so Dezernent Frank, mit den Kollegen vom Planungsreferat schon in guten Gesprächen und nähere sich an. Eine belastbare Auskunft gebe es aber noch nicht.

Ein „runder Tisch“ soll demnächst stattfinden

Das Ergebnis will man noch abwarten und außerdem Zeit in einen runden Tisch investieren. Vertreter von Ortsbeirat, Schulen und Sportvereinen sollen noch vor den Sommerferien zusammentreten, um die bisherigen Pläne zu diskutieren. Auch, um den verschiedenen Bedarf abzuklären. Schließlich wolle das Dezernat den Ortsbezirk nicht vor vollendete Tatsachen stellen. In einem Jahr könnte dann der Plan fertig sein, danach müsste die Bau- und Finanzierungsvorlage durch die städtischen Gremien. Es folgen die Ausschreibung und schließlich rund eineinhalb Jahre für den Bau. Finanziert wird das Projekt übrigens noch „zum großen Teil aus dem Topf der Hessenagentur“. Von so einem Sportpark würde man andernorts nur träumen.

Zurück zum Thema Zeit: Zuerst die Laufbahn samt Fußballfeld zu bauen und danach, wenn alle Genehmigungen vorlegen, den Hallen-Komplex – das „funktioniert leider nicht“, erklärt Markus Frank auf eine Anfrage.

Wie hoch wird das bis zu 47 mal 42 Meter große Funktionsgebäude mit Umkleidetrakt und Drei-Feld-Sporthalle? Wie ist die exakte Platzierung? Diese Fragen werden vermutlich auch die unmittelbaren Nachbarn interessieren. Zunächst aber liegt der Ball beim Planungsdezernat. Dort wird maßgeblich mitentschieden, für welche Hallen-Variante es grünes Licht gibt.

Foto oben: Das ist der aktuelle Plan des Sportamtes/ Stadt Frankfurt, der noch mit Schulen und Vereinen überarbeitet wird

Tag der Nachbarn & kulinarische Weltreise

Zwei tolle Riedberg-Termine, auf die wir uns freuen können: Am nächsten Freitag in der Zeit von 15 bis 18 Uhr veranstaltet das Familienzentrum Billabong ein Nachbarschaftsfest mit viel Spiel und Spaß für Kinder, frischem Popcorn, Kinderschinken, einem Kinder-für Kinder-Flohmarkt sowie einem Flohmarkt mit Selbstgemachtem.

Es gibt leckeres Essen und Getränke. Als Highlight wird die Feuerwehr aus Kalbach mit einem Feuerwehrauto vor Ort sein, in dem man auch mitfahren kann. Bei schönem Wetter findet die Veranstaltung auf des Außenfläche der Begegnungsstätte in der Graf-vonStauffenberg-Allee 46 b statt – ansonsten gibt’s  innen noch reichlich Platz. „Wir freuen uns auf viele Gäste aus der Nachbarschaft und einen schönen Nachmittag mit allen“, heißt es bei Billabong.

Kulinarische Weltreise mit der IG Riedberg

Noch ein wunderbarer Riedberg-Termin, der ganz sicher schmeckt: Die Veranstaltungsreihe „Kulinarische Weltreise“ der IG Riedberg steuert ihr nächstes Ziel an. Am nächsten Sonntag steht die Küche Griechenlands im Mittelpunkt. Wie immer gibt es Informationen rund um Land und Leute und natürlich Wissenswertes über die Speisen. Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bittet man um eine frühzeitige Anmeldung unter kontakt@ig-riedberg.de an.

Der Essensbeitrag beträgt 14 Euro pro Person. Getränke sind vor Ort separat zu erwerben. Die kulinarische Reise findet am 26. Mai im Jugendhaus Riedberg in der Friedrich-Dessauer-Strasse 4-6 statt. Einlass ist um 17 Uhr, los geht es um 18 Uhr. Weitere Informationen unter ig-riedberg.de

Foto: Archiv/ Familienzentrum Billabong

Sperrung der Graf-von-Stauffenberg-Allee

Wegen Kanalbauarbeiten für die IGS Kalbach-Riedberg wird die Zufahrt zur Graf-von-Stauffenberg-Allee in Schulnähe von Montag, 13. Mai, bis Ende Mai voll gesperrt.

Es wird über Rosa-Luxemburg-Straße, Am Weißkirchener Berg und Altenhöferallee beziehungsweise Rosa-Luxemburg-Straße, Marie-Curie-Straße, Altenhöferallee, Riedbergallee und Carl-Herrmann-Rudloff-Allee umgeleitet.

Fußgänger und Radfahrer können die Baustelle passieren. Weitere aktuelle Verkehrsinformationen finden sich unter http://www.mainziel.de im Internet.

Foto: Archiv

Riedberger Pianistin erhält Jazzstipendium

Kulturdezernentin Ina Hartwig hat gestern in der Romanfabrik das „Frankfurter Jazzstipendium 2019“ an die Pianistin und Komponistin Natalya Karmazin übergeben. Das sorgte sicher auch für viel Freude und Begeisterung in unserem Stadtteil, da die gebürtige Ukrainerin mit ihrer Familie seit einigen Jahren am Riedberg wohnt und hier auch Schüler unterrichtet.

Die vom Kulturamt eingesetzte Fachjury begründet ihr Votum wie folgt: „Die Pianistin Natalya Karmazin zeichnet sich in ihrem virtuosen Spiel und ihren Kompositionen durch eine eigenständige Klangsprache aus. Souverän vereint sie Einflüsse aus dem modernen Jazz und der klassischen Klavierschule, darüber hinaus setzt sie gezielt Griffe ins Innere des Flügels und Manipulationen der Saiten ein, um ihr ohnehin großes klangliches und rhythmisches Spektrum noch zu erweitern.“ Die Musikerin integriert Einflüsse aus Osteuropa und ihrer ursprünglichen Heimat Ukraine. In dem von ihr geleiteten Bandprojekt erweist sich Natalya Karmazin gleichermaßen „als kluge Wegweiserin wie als Zuhörerin“ und begeistert mit ihrer Band mit lebendigen und eindrucksvollen Konzerterlebnissen.

Das Frankfurter Jazzstipendium ist mit 10.000 Euro dotiert und wird seit 1990 jährlich von der Stadt Frankfurt vergeben. Es wurde zur Unterstützung der regionalen Jazzszene eingeführt und soll Jazzmusikern sowie Gruppen dabei helfen, sich nach ihren persönlichen Vorstellungen weiter zu qualifizieren. Zudem sollen sie in ihrem Bestreben nach einem individuellen künstlerischen Profil ermutigt werden.

Natalya Karmazin wurde am 15. Mai 1976 in der Ukraine geboren. Sie erhielt ihren ersten Klavierunterricht mit sieben Jahren und setzte ihre musikalische Ausbildung in der Ukraine bis zum erfolgreichen Abschluss des Klavierstudiums an der Musikhochschule in Lemberg fort. 1999 kam sie nach Deutschland und absolvierte an der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst das Aufbaustudium Jazz und Popularmusik. Zudem ergänzte sie ihre Hochschulausbildung 2008 mit einem Konzertexamen an der Leipziger Musikhochschule.

Jetzt möchte die Band eine neues Album produzieren

Bereits 2009 wurde das „Modern Jazz Quintet“ und mit ihm auch Karmazin als Pianistin und Komponistin des von ihr gegründeten Ensembles mit dem Frankfurter Jazzstipendium ausgezeichnet. Die Gruppe hat sich weiterentwickelt und ist unter dem Namen „Karma Jazz Group“ in der Jazzlandschaft hochgeschätzt. Mit der „Karma Jazz Group“, als Solo-Pianistin wie auch in unterschiedlichen Musikformationen hat Karmazin bislang zahlreiche Konzerte im In- und Ausland gegeben. Zudem erteilt sie Musik- und Klavierunterricht. Das Stipendium möchte Karmazin nutzen, um mit ihrer „Karma Jazz Group“ eine weiteres Album zu produzieren.

Nach der Verleihung des Stipendiums durch Kulturdezernentin Hartwig begeisterten Natalya Karmazin und ihre Band das Publikum mit einem Konzertset in der Romanfabrik.

Die Preisträgerin Natalya Karmazin des Frankfurter Jazzstipendiums 2019 am 15. Mai 2019, auf Bühne in der Romanfabrik in Frankfurt
Foto: Bernd Kammerer

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Informationen: Stadt Frankfurt

Foto oben: Anna Scheidemann

Ich will nach dem Abi Friedensdienst leisten

Was kommt nach dem Abi? Mehr als 150 Schülerinnen und Schüler aus unserem Stadtteil stehen vor dieser schweren Entscheidung. Für Alina Mann (18) stand schon lange fest, dass sie zunächst ins Ausland wollte. Sie möchte Land, Geschichte und Leute kennenlernen und sich zugleich bei einer gemeinnützigen Organisation einsetzen. Für Vielfalt und Demokratie. Hier schreibt sie den Leserinnen und Lesern von MAINRiedberg, warum sie Friedensdienst in einer französischen Holocaust-Gedenkstätte machen möchte – und sich über Paten freuen würde, die mit einem kleinen Beitrag die Arbeit bei „Aktion Sühnezeichen“ unterstützen.

„Ich möchte ein Zeichen für Vielfalt und Demokratie setzen“

Für mich stand schon lange der Entschluss fest, dass ich nach zwölf Schuljahren nicht sofort mit einem Studium beginnen wollte. Nachdem ich 18 Jahre lang den Großteil meines Lebens in Frankfurt verbracht hatte, hegte ich den Wunsch, einen längeren Zeitraum im Ausland zu verbringen und die Kultur, Sprache und Geschichte eines anderen Landes näher kennenzulernen.

Bei meiner Suche nach einem Platz für ein Freiwilliges Soziales Jahr wurde ich auf die Organisation Aktion Sühnezeichen Friedensdienste aufmerksam, die mich von Anfang an durch ihr Engagement ansprach. Aktion Sühnezeichen wurde im Jahr 1958 im Angesicht der Verbrechen des Nationalsozialismus gegründet und strebt es an, durch vielfältige Freiwilligendienste in ganz Europa zur Verständigung über Grenzen hinweg beizutragen und heutigen Formen von Rassismus und Antisemitismus entgegenzutreten.

Ich habe mich sehr gefreut, als mir nach einem intensiven Informations- und Auswahlseminar eine Stelle in einer französischen Gedenkstätte angeboten wurde. Das “Mémorial de Camp de Rivesaltes” in Perpignan möchte an die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen erinnern, die dort im Laufe der Jahrzehnte inhaftiert wurden. Ursprünglich im Jahr 1941 als Internierungslager für republikanische Flüchtlinge aus Spanien gegründet, diente das Gefängnis im Verlauf des Zweiten Weltkrieges auch als Sammellager für Juden und Sinti, die im Anschluss nach Auschwitz deportiert wurden.

Heute stellt das Mémorial nicht nur einen Ort des Gedenkens dar, sondern will darüber hinaus durch pädagogische Arbeit und künstlerische Aktivitäten eine Plattform für interkulturellen und -religiösen Austausch schaffen.

In diesem Rahmen möchte ich mich intensiver mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzen und einen Einblick in die französische Erinnerungskultur gewinnen. Ich bin gespannt auf vielfältige Begegnungen und den Dialog mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religionszugehörigkeit und Kultur. So möchte ich durch meinen Freiwilligendienst ein Zeichen für Vielfalt, Demokratie und Solidarität setzen und freue mich auf ein spannendes und in vielerlei Hinsicht lehrreiches Jahr.

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 Alina sucht Paten für ihren Einsatz

Aktion Sühnezeichen ist eine gemeinnützige Organisation, die auf Spenden angewiesen ist. Um einen solchen Freiwilligendienst zu ermöglichen, benötigt jede und jeder Freiwillige einen Patenkreis. Die Spender leisten durch einen monatlichen Beitrag von 15 Euro für ein Jahr lang finanzielle Unterstützung. Weitere Informationen unter https://www.asf-ev.de/de/spenden/freiwilligen-patenschaften/

Foto: privat

Ortsbeirat kämpft um Erhalt von Kita- und Hortplätzen

Die Bürgersprechstunde der vergangenen Ortsbeiratssitzung war teilweise sehr emotional. Elternvertreter meldeten sich zu Wort, die sich  für den Erhalt der Hortplätze in den Einrichtungen „Schatzinsel“ und „Weltraum“ einsetzten – und für den Erhalt der Kita Sonnenwind. Einrichtungsleitung Marion Filges-Dingel sprach von einem „Herzenswunsch, dass ich die Arbeit mit diesem tollen Team fortführen kann“. Sie wies auch darauf hin, dass Kitaplätze am Riedberg immer noch Mangelware sind. Der Ortsbeirat wiederum stellt sich nun auf die Seite der Eltern und fordert außerdem die Stadt auf, geeignete Grundstücke für die von der Schließung bedrohte Kita Sonnenwind oder eine weitere Kindertagesstätte zu prüfen.

Wie im März bekannt wurde, soll die älteste Einrichtung im Stadtteil ab 2020 sukzessive aufgelöst werden. Das Bildungsdezernat argumentiert, dass es in den nächsten Jahren deutlich mehr Schulkinder geben wird, als städtische Prognosen vorhergesagt haben. Ziel ist es, künftig rund 500 Mädchen und Jungen der Grundschule Riedberg eine Nachmittagsbetreuung bieten zu können. Direkt im Schulgebäude. Dort, wo bisher die Kita Sonnenwind untergebracht ist. Im Gegenzug werden die Hortplätze in den beiden anderen Einrichtungen abgebaut, um dort wiederum mehr Kindergartenplätze zu schaffen.

Kostenaufwand, Nutzen und Folgen für die Kinder – auch in puncto inklusiver Betreuung – sind seit Wochen umstritten. Der Ortsbeirat weist jetzt darauf hin, dass mit der neuen Wohnbebauung in unmittelbarer Nähe der Grundschule „mit dem Zuzug vieler junger Familien mit Kindern zur rechnen ist“. Daher sollte der Ausbau der Betreuungs-Kapazitäten durch einen weiteren Neubau geprüft werden.

Das könnte auch den Erhalt der Kita Sonnenwind möglich machen. Beispielsweise ein Grundstück an der südlichsten Ecke des Areals „Berghöfe“ neben der Schule könnte dafür in Betracht kommen. So die Argumente des Ortsbeirates.

Bei der nächsten Sitzung am 14. Juni um 19 Uhr wird voraussichtlich Frankfurts Bildungsdezernentin Sylvia Weber zu den Plänen der Stadt Stellung beziehen und für Fragen zur Verfügung stehen. Zahlreiche Eltern hoffen, dass jetzt „doch noch Bewegung in die Sache kommt“.

Fotos: Archiv