Autor: cd

Begegnung mit Zeitzeugin
Trude Simonsohn

Warum hab ich überlebt? Das ist der Titel eines TV-Porträts über Trude Simonsohn. Eine Frage, die sie sich selbst immer wieder stellte. In einem weiteren Gespräch hat die erste Ehrenbürgerin Frankfurts ebenso betont: „Ich habe kein Talent zum Hassen.“ Sie überlebte Auschwitz – und spricht darüber: Trude Simonsohn hat es sich zur Aufgabe gemacht, über die Nazi-Gräuel zu informieren, damit sie niemals vergessen werden können. Dieser Aufgabe widmet sie sich, auch noch im Alter von 96 Jahren. So ist sie der Einladung der drei Riedberger Kirchen gefolgt. Am nächsten Mittwoch um 19 Uhr ist Begegnung und Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden in der Katholischen Kirche St. Edith Stein an der Kalbacher Höhe am Riedberg möglich. Trude Simonsohn wuchs im heutigen Tschechien zweisprachig auf. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht wurde ihr als Jüdin eine Berufsausbildung verweigert. Ihr Vater wurde bereits 1939 verhaftet, in das KZ Buchenwald verschleppt und danach im KZ Dachau ermordet. Ihre Mutter wurde später im KZ Auschwitz ermordet. Im Juni 1942 geriet sie selbst, nach dem Attentat auf SS-Größe Reinhard Heydrich, wegen angeblichen …

Im Juli: U-Bahn
unterbrochen

Vom 1. bis 30. Juli wird die so genannte A-Strecke, auf der die Linien U1, U2, U3 und „unsere“ U8 im Abstand weniger Minuten verkehren, zwischen Dornbusch und Heddernheim in zwei Abschnitten unterbrochen. Die Arbeiten werden extra in die Sommerferien gelegt, da dann deutlich weniger Fahrgäste mit den U-Bahnen fahren. Denn es ist die meistbefahrene U-Bahn-Strecke in Frankfurt – mehr als 400 Züge pro Tag und Richtung sind dort unterwegs. Während der Bauarbeiten fahren die U-Bahnen als Linie U1 auf der Tunnelstrecke zwischen Dornbusch und Südbahnhof uneingeschränkt im 5-Minuten-Takt mit 4-Wagen-Zügen. Auch von Heddernheim stadtauswärts sind durchgehend U-Bahnen im Einsatz, wenn auch nicht nach dem gewohnten Plan. Dazwischen fahren Gelenkbusse als Ersatz. Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und die VGF empfehlen, die Baustelle mit Bus und Bahn möglichst großräumig zu umfahren und für sonst gewohnte Wege mehr Zeit einzuplanen. Sie bitten ihre Fahrgäste, soweit möglich, die S-Bahnen S5 und S6 oder die anderen alternativen Linien zu nutzen. Die Linien U9, 16 und 64 bieten durch mehr Wagen oder zusätzliche Fahrten zudem mehr Platz. Die Linie 60 …

Hirnforschung live
in der „Bar of Science“

Am 27. und 28. Juni werden sieben hervorragende Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung im Rahmen der Initiative “Bar of Science” Vorträge in fünf verschiedenen Cafés und Bars im Frankfurter Raum halten. Am nächsten Dienstag auch im neuen Stadtteil-Treff „Dessauer“ im Jugendhaus Riedberg! Obwohl vergleichbar mit dem Konzept der Science-Cafés, hat die “Bar of Science” mit acht Vorträgen verteilt über fünf Veranstaltungsorte und auf zwei Tage doch einen etwas anderen Ansatz. Die Referenten werden über viele interessante Themen in der Neurowissenschaften, wie die Evolution des Gehirns, Lernen und Gedächtnis, selektive Aufmerksamkeit, neue Entwicklungen bei der Visualisierung des Gehirns und das Tarnungsverhalten in Kopffüßern, vortragen. Die fünf Veranstaltungsorte sind im Frankfurter Norden (Tower Café am alten Flugplatz und das kürzlich eröffnete Stadtteiltreff „Dessauer“) und in der Nähe der Innenstadt (Chinaski nah zu der Alten Oper sowie Cafuchico und „Milch und Zucker“ an der Eckenheimer Landstraße). Es werden sowohl deutschsprachige als auch englischsprachige Vorträge angeboten. Alle Vorträge sind kostenlos. Wie speichert das Gehirn Wissen? Im Riedberger Stadtteil-Treff „Dessauer“ (Friedrich-Dessauer-Straße 4-6) finden die Vorträge am Dienstag um 20 Uhr …

Kita-Plätze sind
Thema im
Ortsbeirat

Im Stadtteil gibt es zu wenige Betreuungsplätze für über Dreijährige! Auf diese problematische Situation hatten Eltern und Erzieher bereits bei vergangenen Ortsbeiratssitzungen aufmerksam gemacht. Eine Mutter sprach von einer „extremen Anspannung“ und der Tatsache: „Ich habe für mein Kind keinen Platz, obwohl ich ab Herbst wieder arbeiten will. Wie soll ich das machen?“ Laut Frankfurter Rundschau könnten insgesamt sogar bis zu 200 Kinder unterversorgt bleiben. Am Freitag ist der akute Mangel an Kita-Plätzen wieder Thema im Ortsbeirat. Vertreter von Bildungsdezernat und Stadtschulamt werden kommen, um auch mit den BürgerInnen über Lösungen zu diskutieren. Im nächsten Jahr könnte es zumindest ein bisschen Erleichterung geben, da eine Kita im Westflügel eröffnet und 63 Plätze bietet. Allerdings fehlen auch in angrenzenden Stadtteilen Kita-Plätze – und am Riedberg und in Kalbach steigt die Zahl der Kinder von Jahr zu Jahr. Entwurf für Seniorenfitnessanlage Ein positives Thema gibt es auch: Vertreter des Grünflächenamtes stellen ebenfalls am Freitag die Entwurfsplanung für eine Seniorenfitnessanlage am Topographischen Weg am Riedberg vor und beantworten Fragen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Ortsbeiratsmitglieder. Die Ortsbeiratssitzung …

„Bee Friends“: Bienenfreunde
gründen Imkerverein

Vierzehn ist eine heilige Zahl. Es gibt die vierzehn Nothelfer unter den Heiligen der katholischen Kirche, die in Krisenzeiten angerufen werden können oder sollen. Vierzehn ist auch zwei mal sieben, ebenfalls zwei heilige Zahlen. Aber genug der Zahlenspiele und Betrachtungen. Am 7. Juni 2017 trafen sich vierzehn Menschen beiderlei Geschlechts in Frankfurt in der Villa Belvedere. Dort schufen und gründeten sie einen neuen Imkerverein. Der Name des neuen Vereins ist auch ein Wortspiel: „Bee Friends Frankfurt“ – was natürlich beabsichtigt ist. Eine schnell erkennbare Besonderheit: gerade weil viele Imker auch ihre Familie mit in die Bienenhaltung einbeziehen, soll die Familie wertgeschätzt werden. Dementsprechend gibt es für die Familienangehörigen eine beitragsfreie Familienmitgliedschaft. Auch wenn bereits die ersten öffentlich wirksamen Aktivitäten geplant sind, sind die Bee Friends Frankfurt noch in der Aufbauphase. Hier stehen über den Sommer zunächst einmal die Formalien an: zwar hat das Finanzamt die Gemeinnützigkeit im Vorfeld bereits aufgrund des vorgelegten Satzungsentwurfs genehmigt, doch kann die eigentliche Gemeinnützigkeit erst nach der erfolgten Gründung zuerkannt werden. Ebenso verhält es sich mit dem Eintrag in das …

115 Mietwohnungen
und eine neue Gaststätte

Insgesamt 115 Mietwohnungen und eine neue Gaststätte werden im Westflügel gebaut. Vergangenen Freitag war Spatenstich für das Wohnensemble, das die ABG Frankfurt Holding auf einem 14.500 Quadratmeter großen Areal realisiert. Von 35 Mietwohnungen werden im Frankfurter Programm für familien- und seniorengerechten Wohnungsbau gefördert. Die dreistöckigen Gebäude mit drei bis vier Wohnungen je Etage werden in Passivhausbauweise errichtet. Die Grundrisse der Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen reichen von 50 bis 100 Quadratmeter. Acht der zwölf Häuser haben direkten Zugang zur Tiefgarage mit 122 Stellplätzen. Die Bewohner der vier anderen Gebäude gelangen über die Fußwege zu ihren Fahrzeugen. Eine Gaststätte (nicht nur) für den Westflügel Im Erdgeschoss des Gebäudes an der südwestlichen Ecke des Areals entlang der Leberecht-Migge-Anlage, Mart-Stam-Straße und Ilse-Bing-Straße wird eine Speisegaststätte mit Außenbereich einziehen. „Hier entsteht ein urbanes Wohnquartier des 21. Jahrhunderts“, würdigte Oberbürgermeister Feldmann das Neubauprojekt, „Menschen aller Generationen mit großem und kleinem Geldbeutel werden hier ein neues Zuhause finden“. Für den Bereich Riedberg/Heddernheim kündigte Feldmann zusätzlich weitere neue Wohnprojekte mit noch höherem Förderanteil an. Die Architektur der leicht zueinander verdreht auf dem Areal angeordneten …

Abschied & Neustart
beim SC Riedberg

Alles begann beim Kicken auf roter Asche. Als es hier noch mehr Felder als Häuser gab. Der SC Riedberg wurde von nur 26 Mitgliedern gegründet, am 17. März 2011 dann kam der erste Spatenstich für die Sportanlage in der Altenhöferallee. Inzwischen platzt man mit mehr als 1200 Mitglieder „aus allen Nähten“, hat die drittgrößte Fußballsparte in der Mainmetropole, laut Auskunft der Verantwortlichen sogar die fünftgrößte in ganz Hessen. Den Verein geprägt hat nicht zuletzt Ex-Vorstand Alexander Markert, der Ende vergangenen Jahres zurücktrat und bei der Mitgliederversammlung am Montag verabschiedet wurde. Vorstandskollegen lobten seinen Einsatz und Pioniergeist, die Ortsbeiratsvorsitzende Carolin Friedrich zollte Respekt dafür, dass Markert & Co. sozusagen aus dem Nichts Vereinsstrukturen aufgebaut haben. Dann fügte sie hinzu: „Da muss man auch mal die Ellbogen rausfahren, um sich durchzusetzen“. Anders und durchaus ehrlich ausgedrückt: „Wir haben uns oft gerieben, aber es ging immer um die Sache.“ „Alex I.“ bekam auch noch ein Trikot der Eintracht zum Abschied, plus ein SCR-Trikot mit den Unterschriften der Anwesenden. Der Unternehmer wird dem Sport weiter erhalten bleiben, als stellvertretender …

Freizeit-Tipp: Minigolf
bei zwei Riedbergern

Lust auf Minigolf, beziehungsweise Minigolf mit selbstgebackenem Kuchen? „Sie müssen unbedingt einmal bei uns vorbeikommen und eine Runde Minigolf spielen“, hatte eine nette Nachbarin aus der Altenhöferallee immer wieder gesagt. Bis man tatsächlich zur Anlage im Kurpark von Bad Homburg kommt, die hinter dem Restaurant „Am Römerbrunnen“ gelegen und umgeben von großen, alten Bäumen beim ersten Mal nicht so leicht zu finden ist. „Wir hatten hier schon Geburtstage und natürlich Kindergeburtstage und wir haben viele, die auch nur zum Kaffeetrinken zu uns kommen“, weiß Tilly Wensing, die täglich den frischen Kuchen bäckt. Noch zuhause, am Riedberg, wo Ehemann Karl Heinz und sie seit neuneinhalb Jahren wohnen. Die Minigolfanlage haben sie schon viel länger von der Kurverwaltung Bad Homburg gepachtet, seit exakt 17 Jahren. Von Anfang April bis Anfang Oktober ist geöffnet. Ohne Ruhetag. Weil „jeder Tag wichtig ist“. „Bei uns ist alles einfach ein bisschen familiärer“, sagen die beiden. Sie erzählen von Pflegern, die mit Senioren aus dem nahen Heim herkommen. Und der Dame mit dem großen Hund, deren Vierbeiner dem Frauchen das Eis wegschlecken …

Vortrag über Frankfurt
im 19. Jahrhundert

Hätten Sie gewusst, dass Frankfurt beinahe Hauptstadt der Bundesrepublik geworden wäre? Schließlich war Frankfurt schon im Mittelalter freie Reichsstadt, Kreuzpunkt der großen europäischen Handelsstraßen, über Jahrhunderte Krönungsort der deutschen Kaiser – und hier in der Paulskirche tagte auch das erste gesamtdeutsche Parlament. Dieses historische Ereignis und noch viele weitere interessante Fakten sind Thema des Vortrags „Frankfurt im 19. Jahrhundert“, der am nächsten Dienstag im Gymnasium Riedberg stattfindet. Referent ist Professor Dr. Ralf Roth vom Historischen Seminar der Universität Frankfurt. Veranstalter sind Culture Club Riedberg und das Gymnasium Riedberg. Nicht ohne Grund tagte das erste gesamtdeutsche Parlament in der Frankfurter Paulskirche: Frankfurt war neben er bedeutenden Rolle über Jahrhunderte hinweg geprägt von einem besonderen liberalen politischen Klima. Im 19. Jahrhundert hatte man nicht nur deshalb eine kritische Distanz zu Preußen – auch infolge der Annexion der stolzen Metropole und der Degradierung zur preußischen Provinzstadt. Die Industrialisierung, aber auch vermögende Frankfurter und umfangreiche Investitionen in soziale Maßnahmen, Kultur und Wissenschaft schufen eine in vielerlei Hinsicht als modellhaft angesehene Großstadt, die mehr noch als Berlin Stadtplaner aus dem …

„Blue Mango“: Wie ein Projekt
Musiker aus aller Welt verbindet

Die Initiative Bridges – Musik verbindet hat sich vor gut 1,5 Jahren gegründet und seitdem 80 professionelle Musiker*innen aus Frankfurt und der ganzen Welt – mit oder ohne Flucht- und Migrationshintergrund – zusammengebracht. Durch die Initiative können Geflüchtete ihr Können einbringen und eine Zukunftsperspektive aufbauen. Musiker und Musikerinnen aus dem Rhein-Main-Gebiet wiederum profitieren von bisher unbekannten Einflüssen und das Publikum erwartet ein besonderes Musikerlebnis. Das ist garantiert auch am Freitag nächster Woche der Fall. Dann kommt „Blue Mango“ in die Aula der Grundschule Riedberg. Blue Mango – das sind Ina Kleine-Wiskot (Violine, Sansula, Glockenspiel), Mohanad Almoslli (Gitarre) aus Syrien und Pejman Jamilpanah (Tar, Gesang) aus Iran. Eigenkompositionen, Klezmer, iranische Kunstmusik, Flamenco, Gypsy und Zitate klassischer europäischer Kunstmusik erklingen im Flow – voller Energie, Sensibilität und Spannung durch Spontan-Improvisationen. Am 23. Juni spielt Blue Mango um 20 Uhr live bei „Kultur in der Aula“! Der Eintritt kostet zwölf Euro (ermäßigt zehn Euro). Karten gibt’s im Vorverkauf für zehn Euro (ermäßigt acht Euro) unter: 069 – 57 00 3249 oder unter info@josua-gemeinde.net Weitere Informationen unter www.josua-gemeinde.net Informationen …