U-Bahn-Strecke gesperrt: Das sind die Alternativen

In den Sommerferien wird die Strecke der U-Bahn-Linien U1, U2, U3 und „unserer“ U8 vom Südbahnhof bis nördlich von Heddernheim gesperrt. In dieser Zeit lässt die VGF diverse Arbeiten an der von täglich bis zu 120.000 Fahrgästen genutzten Frankfurter U-Bahn-Trasse ausführen, um die mehrwöchige Sperrung intensiv zu nutzen. In dieser Zeit gibt es einen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen, der weitgehend parallel zur U-Bahn-Strecke fährt. Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und die VGF haben „großen Wert auf ein gutes Angebot weiträumiger Umleitungen gelegt“, um den Fahrgästen viele, möglichst individuelle Optionen im dichten Frankfurter Nahverkehrsnetz zu bieten. Damit werden auch Wünsche der Ortsbeiräte und des Fahrgastbeirats erfüllt.

U9 plus Straßenbahn oder S-Bahn als Alternative

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Verbindung aus dem Frankfurter Norden. Vom Riedberg kann man mit der Linie U9 nach Ginnheim und weiter mit der Straßenbahnlinie 16 Richtung Stadtmitte fahren. Aber auch die Buslinien 27 von Bonames nach Preungesheim und 64 von Ginnheim entlang des Uni-Campus Westend zum Hauptbahnhof verbessern das Angebot. Kunden mit Fahrtberechtigung für das Tarifgebiet Frankfurt am Main können auch die U-Bahn zwischen Niederursel und Oberursel Bahnhof sowie die S-Bahn-Linie S5 zwischen Oberursel Bahnhof und Frankfurt nutzen.

traffiQ und VGF bitten alle Fahrgäste, längere Fahrtzeiten einzuplanen und sich vor Fahrtantritt über die möglichen Verbindungen zu informieren. Die Fahrplanauskunft unter http://rmv-frankfurt.de berücksichtigt die geänderten Fahrpläne. Über die beste Fahrtmöglichkeit informiert auch das RMV-Servicetelefon unter der Nummer 069/24248024, das rund um die Uhr erreichbar ist. Die Nutzung dieser Angebote ist sehr zu empfehlen, da sie stets die beste Verbindung auswählen, die man als Fahrgast im Alltag oft nicht präsent hat. Weitere Informationen sind außerdem unter http://vgf-ffm.de/wirbauen zu finden.

Keine U8 von Anfang Juli bis 12. August 3 Uhr

Von Montag, 1. Juli, circa 2 Uhr, bis Montag, 12. August, circa 3 Uhr, verkehren die Bahnen der Linien U1 und U8 nicht. Die Linie U2 fährt nur zwischen Nieder-Eschbach und Riedwiese/Mertonviertel. Die Linie U3 fährt von Oberursel-Hohemark kommend bis zur Station Wiesenau und von dort weiter nach Ginnheim. Die Linie U9 wird über Nieder-Eschbach hinaus bis Gonzenheim verlängert. Sie verkehrt in dichterem Takt und mit mehr Wagen, so dass sie gemeinsam mit der Straßenbahnlinie 16 zur starken Verbindung aus dem Frankfurter Norden Richtung Innenstadt wird.

Schienenersatzverkehr mit diesen Bussen 

Auf zwei Routen setzt die VGF Schienenersatzverkehr mit Bussen ein. Die SEV-Haltestellen befinden sich in der Nähe der U-Bahn-Stationen und sind ausgeschildert.

Der sogenannte SEV1 verkehrt alle fünf Minuten von der Konstablerwache über das Eschenheimer Tor, die Eschersheimer Landstraße und Heddernheim bis zur Heddernheimer Landstraße, wo der Umstieg in die Linien U3 und U9 möglich ist. Pro Abfahrt sind an Werktagen tagsüber zwei Gelenkbusse gleichzeitig unterwegs.

Auf einer kürzeren Strecke ist der SEV2 unterwegs. Er fährt von der Station Riedwiese/Mertonviertel, wo der Umstieg in die U2 möglich ist, über Heddernheim, wo auch der SEV1 hält, bis zur S-Bahn-Station Eschersheim, so dass ein Umstieg in die S-Bahnlinie S6 möglich ist.

VGF und traffiQ bitten darum, auf die Mitnahme von Fahrrädern in den SEV-Bussen zu verzichten.

Aus dem Frankfurter Norden in die City 

Die attraktivste Verbindung, den gesperrten Bereich zu umfahren, ist ohne Frage die Fahrt mit der U-Bahn-Linie U9 bis Ginnheim und von dort weiter mit der Straßenbahnlinie 16 zur Bockenheimer Warte (U-Bahn-Linien U4, U6, U7), zum Westbahnhof (S-Bahnen) oder zum Hauptbahnhof. Ebenfalls zwischen Ginnheim und dem Hauptbahnhof verkehren die Busse der Linie 64, die auch für die Studierenden am Uni-Campus Westend – die Semesterferien beginnen erst in der zweiten Julihälfte – von Interesse sind. Mit der Linie 27 gelangt man von Nieder-Eschbach und Bonames zum Frankfurter Berg (S-Bahn-Linie S6) und nach Preungesheim (U5). Auf allen Linien wird das Angebot verstärkt, die Linie U5 fährt nach dem dichteren Fahrplan, der während der Schulzeit gilt. Von Oberursel, Bad-Homburg, Eschersheim und vom Frankfurter Berg fahren die S-Bahnen wie gewohnt in die Frankfurter Innenstadt.

… auch mit dem Fahrrad

Wer auf das Fahrrad umsteigen möchte, hat die Gelegenheit, Leihfahrräder zu nutzen. Die VGF stellt diese zur Verfügung: Bis zu zwei Fahrten à 30 Minuten sind mit den Rädern täglich kostenfrei möglich. Detaillierte Informationen hierzu sind an den Haltestellen zu finden.

Die Alternativen in der Innenstadt

Zwischen Hauptwache, Konstablerwache und dem Südbahnhof fahren die S-Bahn-Linien in kurzen Abständen. Zum Willy-Brandt-Platz gelangt man am besten über die Konstablerwache oder den Hauptbahnhof mit den Linien U4 und U5 sowie der Straßenbahnlinie 12. Der Schweizer Platz ist mit den Straßenbahnlinien 15 und 16, der Südbahnhof auch mit den Straßenbahnlinien 15, 16 und 18 zu erreichen.

Sperrungen schon vorab

Schon von Samstag, 29. Juni, circa 4 Uhr, bis Montag, 1. Juli, circa 2 Uhr, finden wegen Arbeiten im Tunnel keine Fahrten der Linien U1, U2, und U8 zwischen Südbahnhof und Willy-Brandt-Platz statt. Die Linie U3 verkehrt nur zwischen Oberursel-Hohemark und Heddernheim.

Was wird gemacht?

Auf der sogenannten A-Strecke wird die VGF in den Sommerferien diverse Arbeiten bündeln, um die mehrwöchige Sperrung ihres meist genutzten Abschnitts sinnvoll auszunutzen. Dazu gehören der Ersatz von Gleisen und Weichen, die Sanierung von Fahrleitungsmasten, die Erneuerung von Kabelsträngen und der Neubau von vier Überwegen.

Ein Clip, der die anstehenden Arbeiten erklärt, findet sich auf dem Youtube-Kanal der VGF unter https://www.youtube.com/watch?v=_SShZLw6khM .

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv