Monat: Oktober 2017

Stadt will Goetheturm wieder aufbauen

Für viele Frankfurter ist diese Nachricht ein Albtraum und nicht nur Stadtvertreter traf das mitten ins Herz: Ein Feuer hat heute in den frühen Morgenstunden den Goetheturm, unser Wahrzeichen im Stadtwald und eines der beliebtesten Ausflugsziele, in Schutt und Asche gelegt.

Gegen 3.15 Uhr erreichten Polizei und Feuerwehr zahlreiche Notrufe, dass der Goetheturm in Flammen stünde. Wenig später trafen die ersten Einsatzkräfte am Turm ein, da stand dieser bereits vollkommen in Flammen. Auch die intensiven Bemühungen der Feuerwehr konnten den Niedergang nicht verhindern. Angrenzende Gebäude und Waldbereiche gelang es so zu sichern, dass diese nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Brandstiftung wahrscheinlich – Polizei bittet um Hinweise

Der 43 Meter hohe Holzturm im Stadtwald war erst 2014 saniert worden. In der Nacht zum 1. Mai 2017 war bereits der hölzerne Morgentau-Pavillon im Koreanischen Garten abgebrannt, einen Monat später traf es den Wasserpavillon im Chinesischen Garten im Bethmannpark.

Mit Wut und Entschlossenheit reagierte Oberbürgermeister Feldmann auf die Nachricht. „Wenn sich ein Verdacht der Brandstiftung erhärten sollte, dass Kriminelle in unserer Stadt ein Wahrzeichen wie den Goetheturm niederbrennen, werden wir die volle Härte zeigen, unsere Polizei die Täter verfolgen und zur Rechenschaft ziehen.“

Nach Abschluss der Löscharbeiten haben spezialisierte Brandermittler der Frankfurter Kriminalpolizei ihre Arbeit begonnen. Die umfangreiche Spurensuche wird sicher mehrere Tage in Anspruch nehmen und dauern momentan an.

Zu der Brandursache sind derzeit keine seriösen und belastbaren Aussagen machbar. Aufgrund der Gesamtumstände ist eine Brandstiftung im weitesten Sinne sehr wahrscheinlich. Zusammenhänge mit ähnlichen Brandstiftungen der Vergangenheit werden im Rahmen der Ermittlungen geprüft.

In diesem Zusammenhang bittet die Polizei um Hinweise an den Kriminaldauerdienst unter Telefon 069/755-53111.

Das sind die Spendenkonten für den Wiederaufbau

OB Feldmann erklärte sogleich: „Ich werde alles daran setzen, den Goetheturm schnellstmöglich wieder aufzubauen.“ Bereits am Morgen haben ihn viele Menschen und Initiativen erreicht, die sich für den Wiederaufbau engagieren wollen. Dazu gehören die Handwerkskammer, die Nassauische Sparkasse, die Eintracht, die Frankfurter Sparkasse, die Stadion Betreiber Gesellschaft und viele mehr.

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig dankte der Feuerwehr, die den starken Funkenflug unterband und so einen Waldbrand verhinderte. Die benachbarte Gaststätte Goetheruh und der Waldspielplatz können wahrscheinlich schon am Wochenende wieder geöffnet werden. „Ich gebe allen Freundinnen und Freunden des Goetheturms das feste Versprechen, dass wir ihnen auch den Turm wieder zurückgeben.“

Beim Eintreffen der Feuerwehren um 3.24 Uhr hatte der Turm schon wie eine Fackel gebrannt. Das mit Teerölen imprägnierte Holz, das beim Bau Anfang der 1930er Jahre verwendet wurde, habe dazu sicher beigetragen. „Ein Großaufgebot an 60 Einsatzkräften unserer Berufsfeuerwehr und der drei Freiwilligen Feuerwehren Sachsenhausen, Oberrad und Niederrad war an dem Einsatz beteiligt und hat durch ihr schnelles und professionelles Handeln ein Ausbreiten des Brandes und damit noch Schlimmeres verhindert. Den Einsatzkräften danke ich sehr für ihr umsichtiges Agieren“, sagte Feuerwehrdezernent Markus Frank. Der Goetheturm wurde seinerzeit anlässlich des 100. Todestags von Johann Wolfgang von Goethe 1932 errichtet und war lange Zeit der höchste Holzturm Deutschlands.

Baudezernent Jan Schneider will nun mit der Bauaufsicht klären, ob ein originalgetreuer Wiederaufbau nach heutigen Standards noch genehmigt werden könnte. „Wünschenswert ist ein Wiederaufbau nach den alten Plänen zweifellos, ob er auch genehmigungsfähig wäre, muss nun geprüft werden“, sagte Schneider.

Die Nassauische Sparkasse und die Frankfurter Sparkasse haben bereits Spendenkonten eingerichtet, um den Wiederaufbau im bürgerschaftlichen Sinne zu unterstützen.

Spenden können auf folgende Konten der Stadt Frankfurt eingezahlt werden: Konto DE 46 5105 0015 0140 3028 60 bei der Nassauischen Sparkasse sowie Konto DE55 5005 0201 0200 6525 75 bei der Frankfurter Sparkasse, jeweils Stichwort „Wiederaufbau Goetheturm“


Das war das Frankfurter Wahrzeichen – und so soll der Turm möglichst bald wieder aufgebaut werden (Foto: Lesniewski)

Informationen: Stadt Frankfurt/ Polizei Frankfurt
Foto oben: Feuerwehr Frankfurt

Werde ein Heartbeat Hero

Am Samstag ist es soweit: OCR Frankfurt veranstaltet auf der Sportanlage des SC Riedberg seinen ersten eigenen Hindernislauf: HEARTBEAT HERO. Auf der 1km Strecke sind insgesamt 15 Hindernisse verteilt. 6 Athleten gehen gleichzeitig an den Start und die schnellsten 3 kommen eine Runde weiter. Start ist am 14.10.2017 um 10 Uhr auf der Sportanlage des SC Riedberg, Altenhöferallee 189, 60438 Frankfurt am Main / Riedberg.

Was erwartete die Läufer: Fabian Raschke und sein Team haben ihre jahrelange Erfahrung als Teilnehmer und Marshalls bei Hindernisläufen genutzt und die Finnenbahn und Freiflächen mit ordentlichen und herausfordenden Hindernissen ausgebaut. Am Start geht es auf den Heartbeat Hill, nach einem kurzen Sprint liegen Tire Stacks und das Broken Window auf der Strecke an um eine erste Selektion durchzuführen. Nach einem weiteren kurzen Sprint gilt es Log Carry zu bewältigen, bevor auf der Gegengeraden 3 Hay Stacks durchlaufen werden. Wo normalerweise die Beachvolleyballer Bälle schmettern erwartet die Läufer der Sand Crawl und ein Balance Beam. Auf der Boules-Fläche können die Riedberger sonst eine ruhige Kugel schieben – aber nicht am Samstag! Über A-Climb und Climber geht es auf beim Under-Over im wahrsten Sinne des Wortes drunter und drüber. Mit Decline Wall und Log Drag hat man es dann schon fast geschafft: ein weiterer kurzer Sprint und mit der Wall geht es in den Zieleinlauf.

Die Läufer können sich auf spannende und herausfordernde Hindernisse und eine sportliche Competition freuen. Die Auswahl der Hindernisse zeigt sehr schön, dass Hindernislauf mehr ist als sich im Schlamm zu suhlen:
Neben Essen und Trinken gibt es für die Zuschauer auch eine Kids Area und Workout Zone. Wen der Ehrgeiz packt kann gerne jede Woche mittwochs vorbeischauen und sich selbst einmal ausprobieren. Instructor Raschkenstein und sein Team wird jede/n an sein Limit bringen. Der noch relativ junge Verein ist mittlerweile in der Frankfurter Sportszene fest etabliert und hat bereits knapp 60 Mitglieder.

Weitere Infos unter www.heartbeathero.de und www.ocrfra.de

Text: Alexander Markert, Foto: OCR Sprint Hindernislauf Frankfurt

Der Riedberg leuchtet

Diwali, das hinduistische Lichterfest, wird vor allem in Indien, aber auch im Rest der Welt jedes Jahr gefeiert. In diesem Jahr richten es Riedberger mit indischen Wurzeln erstmals im Jugendhaus aus. Der Culture Club Riedberg unterstützt sie dabei und alle Riedberger sind herzlich willkommen.

Das mehrtägige Fest findet jedes Jahr an einem anderen Datum statt, es beginnt aber immer am 15. Tag des Hindumonats Kartik. In diesem Jahr ist dies am 19. Oktober der Fall. Am Sonntag, den 22. Oktober, wird es ab 16 Uhr im Jugendhaus ziemlich bunt und fröhlich zugehen. Jugendliche haben bereits seit Wochen mit einer indischen Tanzlehrerin Bollywood-Tänze eingeübt, überall werden Kerzen leuchten und es wird nach selbst gemachtem indischen Gebäck und Süßigkeiten duften. Es gibt auch einen kurzen Vortrag, der die Bedeutung von Diwali beleuchtet – und das ist ganz wörtlich gemeint. Denn das bekannteste Element von Diwali sind die vielen kleinen und großen Lichter.

Das fröhliche Fest wird oft auch als indisches Weihnachten bezeichnet: die Häuser sind geschmückt, Kerzen werden angezündet, Gaben verteilt und gemeinsam wird gut und viel gegessen. „Wir freuen uns sehr auf das Fest, und dass wir es erstmals gemeinsam mit unseren Nachbarn feiern können“, erklärt Dhanalakshmi Ramkumar, die mit ihren Freundinnen und Freunden sowie deren Familien das Fest vorbereitet haben. „Wir wollen damit auch zeigen, wie toll es ist, friedlich in einer multi-kulturellen Gesellschaft zu leben.“

Genau das ist auch das Anliegen des Culture Club Riedberg (CCR). Der Verein hat den Kontakt zum Jugendzentrum hergestellt, Spenden organisiert – die Blumendekoration stellt Blumengeschäft blume2 zur Verfügung – und kümmert sich um die Werbung für das Event. „Unser Stadtteil ist wunderbar bunt. Und wie kann man seine Nachbarn und andere Kulturen besser kennenlernen, als wenn man zusammen feiert und isst. Das ist echte Kulturarbeit“, sagt CCR-Vorsitzende Sandra Thoms.

happy diwali am Riedberg, 22. Oktober, ab 16 Uhr im Jugendhaus, Friedrich-Dessauer-Straße

Happy Diwali 2017, Lichterfest am Riedberg

Text: Fabian Obergföll/ Culture Club Riedberg

(Foto: Ron Dale)

Oberstufe zieht weg – Platz frei für die IGS!

Der Magistrat hat in seiner heutigen Sitzung eine gemeinsame Vorlage von Bildungsdezernentin Sylvia Weber und Baudezernent Jan Schneider beschlossen: den Umzug der „Neuen Gymnasialen Oberstufe“ (NGO), die derzeit noch in einer Containeranlage auf dem Riedberg untergebracht ist, nach Bockenheim in die Voltastraße 1a. Die Liegenschaft wurde zuvor durch die private Mundanis-Schule genutzt. Die positive Konsequenz: Jetzt ist der Weg frei, um den dringend benötigten Neubau der IGS Kalbach-Riedberg zu realisieren.

Im Bildungsdezernat spricht man von einem „großen Tag“ und davon, dass man so „drei Fliegen mit einer Klappe“ schlage. Erstens: Die Oberstufe kann endlich aus der Container-Anlage in der Gräfin-Dönhoff-Straße in ein Gebäude umziehen, das gut geeignet ist, nah am endgültigen Standort im Gallus ist und nur geringfügig umgebaut werden muss. Spätestens nach Ostern 2018 soll der Umzug erfolgen. Zweitens: Diese Container sind somit frei für das neue Gymnasium Mitte-West, das zum nächsten Schuljahr am Frankfurter Römerhof starten wird. Drittens: Früher als erwartet kann mit den Planungen und der Ausschreibung für den Neubau der Integrierten Gesamtschule beginnen. Das ist die zweite weiterführende Schule hier am Riedberg, die erst vor wenigen Wochen in einer provisorischen Holz-Containeranlage im Westflügel mit mehr als 100 Fünftklässlern eröffnet hat.


OB Peter Feldmann und Bildungsdezernentin Sylvia Weber bei der Eröffnung der neuen IGS im August

Das sagen die Dezernenten

„Der ganze Prozess erfolgte in enger Abstimmung mit der Schulgemeinde der NGO, dem Liegenschafts- und dem Stadtschulamt. Wir sind froh, dass wir für die Stadt Frankfurt ein so gut geeignetes Gebäude finden und anmieten konnten“, sagte heute Bildungsdezernentin Sylvia Weber.

„Die Anmietung des ursprünglich für Bürozwecke errichteten Gebäudes zeigt, dass auch durch die Umnutzung von Gebäuden privater Bauherren kurzfristig zusätzliche Schulflächen gewonnen werden können. In Anbetracht des hohen Bedarfs an Schulgebäuden sollten wir diese Möglichkeit häufiger nutzen“, betonte Baudezernent Schneider abschließend.

Offene Fragen zum Neubau der IGS

Das neue Amt für Bau und Immobilien im Dezernat von Jan Schneider, das künftig alle Phasen des Baus von Schulen und Kitas und das komplette Liegenschaftsmanagement übernimmt, wird den IGS-Neubau federführend betreuen. Die Planungen können jetzt früher als erwartet beginnen, in Zusammenarbeit mit der Schulgemeinde. Wann könnte der Neubau fertig sein? Wird die IGS, wie teilweise bereits gefordert, um eine Oberstufe erweitert? Wie groß wird die Turnhalle, die dringend benötigte, weitere Hallenkapazitäten schafft? Diese Fragen sind noch offen. Tatsache ist aus Sicht der Riedberger Bürger aber: Jetzt geht’s endlich los…

(Fotos: cd)

U8 fährt nachts ohne Pause – bis Heddernheim

Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 können sich Nachtschwärmer auf eine Neuerung freuen: Erstmals gibt es auf den U-Bahnlinien U4 und U8 keine Betriebspause, beide fahren auf Teilabschnitten durch die Nacht.

Die Linie U4 wird von Dezember an in den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag sowie vor Feiertagen auf dem Abschnitt Seckbacher Landstraße und Bockenheimer Warte verkehren. „Unsere“ U8 fährt zwischen Südbahnhof und Heddernheim – und damit leider nicht bis zum Riedberg. Beide U-Bahnen fahren im 30-Minuten-Takt.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte zu dem Angebot: „Frankfurt ist eine pulsierende Großstadt mit einem attraktiven Nachtleben, das viele Menschen in den zwei Nächten des Wochenendes nutzen. Das wollen viele mit den öffentlichen Verkehrsmitteln tun und sollen es auch. Denn dann gibt es keine Parkplatzsorgen und das Thema ‚Alkohol am Steuer‘ erledigt sich auch von selbst. Die Nachfrage ist also da, jetzt wollen wir sie mit dem entsprechenden Angebot auch befriedigen.“

Der Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsbunds (RMV), Prof. Knut Ringat, führte aus: „Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember startet der Nachtverkehr auf den ersten S-Bahnen und Regionalbahnlinien. Dass in Frankfurt dieses Angebot um die U-Bahn ergänzt wird, freut uns sehr. Damit wächst unsere Region noch ein Stück weiter zusammen.“

„Wir haben uns für den Start des Angebots auf zwei U-Bahnlinien konzentriert, die die am stärksten nachgefragten Abschnitte auf der Ost-West- und der Nord-Süd-Strecke abdecken. Mit U4 und U8 wollen wir das schon vorhandene und gut genutzte Nachtbus-Angebot attraktiv erweitern“, ergänzte VGF-Geschäftsführer Thomas Wissgott im Rahmen einer nächtlichen Straßenbahn-Fahrt vor wenigen Tagen (siehe Foto oben).

Nach derzeitiger Planung soll das Angebot auf der Schiene zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 nochmals ausgeweitet werden. Vorgesehen sind bis jetzt die Linie U4 zwischen Bockenheimer Warte und Seckbacher Landstraße, die Linie U7 zwischen Heerstraße und Enkheim, die Linie U8 zwischen Südbahnhof und Riedberg und Nieder-Eschbach die Linie 11 zwischen Zuckschwerdtstraße und Schießhüttenstraße, die Linie 12 zwischen dem Abschnitt Rheinlandstraße und Konstablerwache, die Linie 16 zwischen Ginnheim und Offenbach Stadtgrenze und die Linie 18 zwischen dem Abschnitt Konstablerwache und Gravensteiner-Platz. Diese Angaben sind noch ohne Gewähr, da sich Liniennummern und Umfang des Angebots im kommenden Jahr noch ändern können.

In Frankfurt und Umgebung sind zurzeit 26 Nachtbuslinien im Einsatz. Auf U- und Straßenbahn-Linien besteht wiederum bis jetzt eine nächtliche Betriebspause, die zwischen den letzten und den ersten Zügen zwischen 1.30 Uhr und 3.30 Uhr liegt. Diese Pausen konnte die VGF bis jetzt für Instandsetzungen und andere Arbeiten nutzen, ohne den Betrieb zu behindern, was insbesondere auf den stark frequentierten Tunnelabschnitten von Vorteil war. VGF-Geschäftsführer Thomas Wissgott sagte dazu, dass diese Arbeiten künftig anders organisiert und terminiert würden, um sie trotzdem erledigen zu können.

Informationen und Foto: Presse-Info Stadt Frankfurt

Immer öfter Fehlalarm im Riedbergzentrum

Montag, wenige Minuten nach 19 Uhr. Der Feueralarm im Riedbergzentrum geht los, übrigens nicht zum ersten Mal an diesem Tag. Durchsagen sind zu hören, offenbar aber nicht für jeden. Die Schlangen an den Kassen der Supermärkte waren gerade noch lang, da viele Riedberger noch Einkäufe vor dem Feiertag erledigen wollten. Einige Besucher des Riedbergzentrums aber werden später berichten, dass sie kaum etwas verstanden hätten und nicht gewusst hätten, was passiert sei oder wirklich vorgehe. Ein MAINRiedberg-Leser schreibt unmittelbar: „Das Riedbergzentrum wurde gerade geräumt. Die Feuerwehr ist auch schon da.“ Mehr war nicht bekannt.

„Da muss man dann alles stehen und liegen lassen und möglichst schnell mit den Kunden raus“, heißt es bei Café Wacker. Man könne sich vorstellen, dass das gerade für Rewe und Aldi aufgrund der Größe der Ladenfläche und hinsichtlich des verlorenen Umsatzes nicht unproblematisch sei, wird hinzugefügt.

Sind die Feuermelder in der Tiefgarage der Auslöser?

So viele Fehlalarme wie in den letzten Wochen hat es aber offenbar noch nie gegeben. Was könnte der Auslöser sein? In Geschäften im Riedbergzentrum und in den sozialen Netzwerken wird gemutmaßt, dass Feuermelder in der Tiefgarage zu sensibel eingestellt sein könnten. „Wenn da einer unmittelbar bei einem Feuermelder mit dem Auto zu viel Gas gibt, geht der schon los“, vermutet einer, der nicht namentlich zitiert werden möchte. Die Verwaltung des Riedbergzentrums hat sich – beispielsweise gegenüber der Frankfurter Neuen Presse – noch nicht zu den möglichen Hintergründen geäußert.


Es gab zuletzt immer öfter Fehlalarm im Riedbergzentrum

Ortsbeirat will besseres Sicherheits-Konzept

Der Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg ist bereits in der letzten Sitzung aktiv geworden und bittet, darauf hinzuwirken, dass Angestellte regelmäßig Brandschutzschulungen erhalten und ausreichend Brandschutzbeauftragte benannt werden. Denn schon bei einer Räumung vor wenigen Wochen musste festgestellt werden, dass weder Besucher noch Angestellte wussten, wo die in der Durchsage genannten Sammelplätze sind – und wann sie das Gebäude wieder betreten dürfen.

Darüber hinaus wird gebeten, an prominenter Stelle Informationen über die Ausweisung der entsprechenden Sammelplätze anzubringen. Bisher hängen im Zentrum nur relativ kleine Schilder mit einem Flucht- und Rettungsplan (Foto siehe oben), die man sehr leicht übersehen kann. Auch soll geprüft werden, ob nicht eine Lichtsignalanlage installiert werden kann, was gerade für hörbehinderte Menschen wichtig wäre.

Der diesbezügliche Antrag stammt von den Grünen und wurde im September einstimmig im Ortsbeirat verabschiedet. Der Antrag ist nicht an den Verwalter des Zentrums, sondern direkt an den Magistrat gerichtet.

(Fotos: riedberg.de/ cd)

Vom Riedberg auf die Zugspitze

Hohe Ziele: Vor allem die Jugendlichen des Bauunternehmens Krieger + Schramm haben die Besteigung des höchsten Bergs Afrikas fest im Blick – als Zwischenetappe stand kürzlich die Zugspitze auf dem Plan.

Mit über 25 Mitarbeitern aus Frankfurt, natürlich also auch vom Riedberg, aus München und anderen Standorten machte man sich auf die Reise nach Garmisch-Partenkirchen, um gemeinsam die Herausforderung Zugspitze zu bewältigen. Der Tag startete mit herrlichen Wetter, Sonnenschein und blauem Himmel. Mit Helm und Sicherungsgurt bestückt ging es in Begleitung von zwei Bergführern auf den Weg. Die Route führte durch das Reintal. Diese 21 Kilometer lange Tour ist die längste und gleichzeitig einfachste Möglichkeit, um auf Deutschlands höchsten Berg zu gelangen. Es handelt sich um einen anstrengenden Wanderweg, der allerdings alle Klettersteige umgeht. Einzigartig bei dieser Strecke war der märchenhafte Einstieg durch die Partnachklamm in das Tal – gleich zu Beginn also wunderbare Eindrücke. Nach zwei Stunden war an der Bockhütte die erste Rast. Zu diesem Moment konnten sich die jungen Bergsteiger noch nicht vorstellen, was noch vor ihnen liegt.

Die Reintalangerhütte auf 1.366 Höhenmetern war das nächste Zwischenziel. Der Weg dorthin führte über Geröll. Es wurde immer steiler, unwegsamer und anstrengender. In der Reintalangerhütte gab’s dann eine stärkende Suppe, bevor es auf die letzte und anstrengendste Etappe an diesem Tag ging.

Ab diesem Teil der Strecke werden viele Höhenmeter überwunden, was ziemlich an die Kondition ging – dies sah man auch allen Beteiligten an. Die Stärkeren zogen aber die Schwächeren mit und so gelangten alle schließlich an den Rand des Zugspitzplatts. Dabei stieg der Weg Richtung Norden extrem steil an. Bei diesen Metern ging eine Vielzahl an ihre Grenzen. An der Knorrhütte auf 2052 Meter war die erste Etappe geschafft. Mit über 35.000 Schritten „auf der Uhr“ und effektiven sechs Stunden Wanderzeit hatten sich die Bergsteiger eine Dusche und isotonische Getränke redlich verdient. Übernachtet wurde nach einer gediegenen Hütten-Gaudi in einem Lager mit 18 Betten in einem Raum – nicht alltäglich und für den ein oder anderen gewöhnungsbedürftig.

Am nächsten Morgen dann der Schock: Es hat tatsächlich geschneit. Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee lagen auf dem letzten Anstieg zur Zugspitze. Es ist unvorstellbar, wie schnell sich das Wetter in diesen Höhen ändert. Die Bergführer machten aber Mut und es ging mit voller Zuversicht zwei Stunden durch eine einzige weiße Landschaft, bei der der Weg kaum zu sehen war, bis zur nächsten kurzen Pause am Rande des Sommerskigebiets.

Die Wetterverhältnisse waren nicht besser geworden, und das Schneetreiben nahm seinen Lauf. Die Bergführer sahen die Verhältnisse als wirkliche Herausforderung. Sie beschränkten die Teilnehmerzahl für das letzte, sehr harte Stück auf 14 Personen – nur so konnten sie versichern, dass alle unversehrt den Gipfel erreichen. Der Rest konnte ganz gemütlich mit der Gondel der Zugspitzbahn nach oben fahren. Am Ende sicher die richtige Entscheidung – denn es wurde tatsächlich kräftezehrend. Nun kam auch der Sicherungsgurt zum Einsatz. Auf schmalen Wegen entlang der Felsen sicherte man sich an den vorhandenen Drahtsteilen, um ein Abrutschen bei den schwierigen Verhältnissen zu verhindern. Es ging alles gut. 

Die Bergsteiger berichten von einem „glückseligen Gefühl“, als sie das Plateau endlich erreicht hatten. Manche konnten es kaum fassen, was sie geschafft haben. Noch nicht ganz, denn das obligatorische Gipfelfoto oben am Gipfelkreuz musste auf jeden Fall noch gemacht werden, was noch mehr Emotionen weckte.

Was steckt hinter dem Projekt? Dieses große Ziel, verbunden mit den vorhergehenden gemeinsam gemeisterten Abenteuern, soll den weiteren Zusammenhalt, sowie eine immer weiter wachsende innovative Unternehmensstruktur stärken und den Teamspirit fördern. Wer auch Lust auf solche Abenteuer hat, und eine Ausbildung sucht, kann sich auf der Homepage www.krieger-schramm.de umschauen. Hier gibt es auch einen Blog mit aktuellen Informationen zu den Gipfelstürmern.

Denn die Herausforderung Kilimandscharo wartet noch…

(Foto und Informationen: K + S)