Monat: Dezember 2016

Beste Wünsche für 2017

Wir möchten allen Leserinnen und Lesern einen wunderbaren Rutsch ins neue Jahr wünschen – und auch auf die durchaus nachdenklichen Grußworte der Stadtspitze verweisen. Frankfurts Sicherheitsdezernent Markus Frank setzt auf ein „tolles und sicheres Silvester“. Er mahnt zur Vorsicht bei Silvesterparty, Feuerwerk sowie beim Alkoholkonsum und erklärt: „Ich wünsche allen einen tollen Jahreswechsel ohne Unfälle, ohne Stress und ohne Ärger.“ Auch Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler und OB Peter Feldmann richten ein Grußwort an alle Frankfurter. Aber lesen Sie selbst:

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‚Frankfurt – Deine Stadt‘: Wachstum sozial gestalten
Gemeinsames Neujahrsgrußwort von Stadtverordnetenvorsteher und Oberbürgermeister

Liebe Frankfurterinnen, liebe Frankfurter,

Leben in der wachsenden Großstadt wird für die meisten von uns die Lebensform der Zukunft sein. Weltweit nimmt die Bevölkerung der Städte zu, wachsen Städte zu Metropolen zusammen und formieren sich zu urbanen Großregionen. Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet machen hier keine Ausnahme, stehen dabei auf einem soliden Fundament. Auch im ablaufenden Jahr ist die Bevölkerungszahl angestiegen, und Fachleute schätzen, dass wir in etwa zwei Jahren 750.000 Einwohner erreichen werden.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Frankfurt und die Region bieten Arbeitsplätze und Aufstiegschancen, Bildungsmöglichkeiten, ein reichhaltiges kulturelles Angebot, eine weitverzweigte weltweite Vernetzung, eine leistungsfähige Infrastruktur und bei alledem ein hohes Maß an Lebensqualität.

Diese positiven Perspektiven bringen indes auch Herausforderungen mit sich. Menschen, die an den Main ziehen, wollen wohnen, sie brauchen Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kitas, alle Arten von Dienstleistungen möglichst in unmittelbarer Nähe oder doch zumindest verkehrsgünstig erreichbar – und daran sind nicht nur sie selbst interessiert, sondern auch die Stadt. Denn je kürzer die Wege sind, desto weniger Verkehr ist zu ihrer Bewältigung nötig, was wiederum Lärm und Umweltbelastungen reduzieren hilft.

Nicht jeder freut sich indes, wenn in seiner Nachbarschaft gebaut wird: Eine viele Jahrzehnte vertraute Umgebung bekommt binnen kurzer Zeit ein neues Gesicht. Die Stadt hat unter dem Motto „Frankfurt – Deine Stadt“ einen Diskussionsprozess darüber in Gang gesetzt, wie wir diesen Wandel in den kommenden Jahren gestalten wollen, wo noch wieviel Flächen verfügbar sind und wofür sie sinnvoll genutzt werden sollten.

Angesichts der vielen Interessen, die in diesen Diskussionen formuliert werden, wird es letztlich nicht ohne Kompromisse gehen. Eine der wesentlichen Befürchtungen in wachsenden Städten ist die Sorge vor steigenden Mietpreisen. Hier versprechen wir uns durch die Begrenzung der Mietpreissteigerungen bei der stadteigenen ABG Frankfurt Holding auf im Schnitt ein Prozent im Jahr einen dämpfenden Effekt.

Darüber hinaus wird die ABG künftig bei allen neuen Bauprojekten 40 Prozent geförderten Wohnungsbau garantieren. Von privaten Investoren erwarten wir 30 Prozent geförderten Wohnungsbau. Das alles reicht aber noch nicht. Wir müssen den Wohnungsbau weiter verstärken. Das heißt: Umwandlung von leerstehendem Büro- in Wohnraum, behutsame Nachverdichtung, Bauen auf landwirtschaftlichen Flächen und Bauen mit dem Umland.

Es gibt eben in Frankfurt nicht nur Gutverdiener. Auch für die Niedrig- und Normalverdiener ist Frankfurt Heimat, auch für sie soll und muss diese Stadt ein Ort zum Leben und bleiben sein. Das Wachstum muss sozial gestaltet werden. Eine große Kraft schöpft unser Frankfurt aus dem großartigen ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen: Ohne die zahlreichen Frankfurter Initiativen, Vereine und Einzelpersonen, die sich in vielfältiger Weise für Menschen in unserer Stadt einsetzen, wäre Frankfurt nicht das, was es ist. Auch die Bewältigung der Flüchtlingssituation wäre neben dem Engagement der Verwaltung ohne die Menschen, die tatkräftig zupacken, nicht so zu schaffen gewesen. Ihnen und allen anderen, die sich über ihre täglichen Pflichten hinaus für das Gemeinwesen einsetzen, gilt unser Dank.

Wir wollen auch nicht verschweigen: Es gibt noch viel zu tun in Zukunft. Die derzeitige Situation im Bahnhofsviertel ist nicht hinnehmbar. Gemeinsam werden Stadt-, Bundes- und Landespolizei im kommenden Jahr weiter daran arbeiten, die Auswüchse von Drogenhandel im Bereich des Hauptbahnhofs unter Kontrolle zu bringen. Der Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt in der letzten Woche hat uns alle erschüttert. Das war ein Angriff auf unsere ganze Gesellschaft, auf unsere Kultur, auf unsere Werte. Wir wollen frei und weltoffen miteinander leben. Daran wird ein solch furchtbarer Anschlag nichts ändern. Wir lassen uns nicht einschüchtern.

Für politischen Extremismus ist in unserer Stadt kein Platz. Da sind wir uns alle einig. Gerade Frankfurts Geschichte zeigt, dass die Entwicklung und der Wohlstand unserer Stadt auf seine Internationalität, Weltoffenheit und Toleranz beruhen. Dies muss so bleiben.

Ein besonderes Beispiel des Wandels in Frankfurt wird rund um den Römer immer sichtbarer: die neue Altstadt. Deren Konturen erheben sich mehr und mehr aus den Baugruben; die ersten Gebäude stehen und dehnen die Zeitachse, auf die sich unser Frankfurt erstreckt, ein Stück weit in die Vergangenheit zurück. Dieses identitätsstiftende Projekt wird noch viele Generationen erfreuen.

Andernorts wächst das moderne Frankfurt, beispielsweise auf der Zeil, bald am Roßmarkt oder auch in Form verschiedener neuer Hochhäuser. Mit den Kornmarktarkaden wird ein Bogen geschlagen von den 50er Jahren zu heute. Ein Bindeglied besonderer Art wird in einigen Jahren der Höchster Bolongaropalast sein, dessen Renovierung jetzt beginnt und den Erhalt als Barock-Baudenkmal mit einer zeitgemäßen Nutzung verbinden soll.

Was immer das Jahr 2017 uns allen bringt: Frankfurt wird seine Tradition bewahren, aber Frankfurt wird auch in Bewegung bleiben, und hoffentlich werden sich viele Bürgerinnen und Bürger an den Diskussionen über die Richtung beteiligen.

Ihnen allen wünschen wir ein gutes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr!

Stephan Siegler, Stadtverordnetenvorsteher
Peter Feldmann, Oberbürgermeister

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(Text OB & Stadtrat: Presse-Info Stadt Frankfurt)
(Fotos: vschlichting/ privat)

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Diesen süßen Neujahrsgruß einer kleinen Riedbergerin haben wir erhalten – und geben alles gerne an unsere Leserinnen und Leser weiter

Reinigungsaktion an
Neujahr – und eine
Bitte der Stadt

Es sind nur noch wenige Stunden, bis das Jahr 2017 beginnt. Und nicht nur unsere Kinder können die Zeit der leuchtenden Raketen, Böller & Co. kaum mehr erwarten. Rechtzeitig kommt somit eine Bitte der Stadt: Größere Reste vom Feuerwerk sollen wir selbst entsorgen – das erklärt die FES, die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH mit Blick auf die Frankfurter Bürger und damit natürlich auch uns Riedberger. Es gehe darum, auch an Silvester verantwortungsvoll mit dem Abfall umzugehen. Denn Raketenstöcke, Böllermagazine, Sektflaschen und vieles mehr stellen nicht nur eine Gefährdung für Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer dar, sondern können auf Grund ihrer Größe von den Kleinkehrmaschinen nicht aufgenommen werden. Stattdessen müssen die FES-Mitarbeiter diese Abfälle einzeln per Hand aufsammeln, was die Reinigungsarbeiten insgesamt verzögert.

Reinigungsaktion am Riedbergplatz

Bereits am Neujahrsmorgen wird die Stadtreinigung am Mainufer, an den größeren Plätzen in der Innenstadt und später in den Stadtteilen aktiv werden. Dort hat sie Helfer. Die Jugendorganisation der Ahmadiyya Muslim Gemeinde lädt in vielen bundesdeutschen Städten zum „öffentlichen Neujahrsputz“ ein, um „Barrieren zu brechen“ und „einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung zu leisten“. In Frankfurt erhält man Zangen und Ähnliches von der FES – und will morgen zum ersten Mal auch am Riedberg aktiv werden. Wie Wajahat Ahmed, Jugendtrainer des SC Riedberg schreibt: „Der Neujahrsputz findet auf dem Riedbergplatz statt und wir starten gegen 8 bis 8.30 Uhr.“ Weitere Unterstützung ist herzlich willkommen.

Start ist ca. 8.30 Uhr am Riedbergplatz
Greifzangen und weitere Hilfsmittel stellt die FES bereit

Räume für Billabong,
Räume für uns alle!

Das Jahr 2017 wird nicht nur arbeitsintensiv und ereignisreich für das Riedberger Familienzentrum Billabong – es bedeutet auch eine Zäsur und ist ein absoluter Neustart. In neuen Räumen, die dann auch dem Stadtteil zur Verfügung stehen! Lesen Sie jetzt, was das Billabong-Team uns allen berichtet:

Wer es per Riedbergfunk noch nicht gehört hat, bekommt es jetzt offiziell mitgeteilt: Die Riedberg III GmbH & Co KG integriert in das Studentenwohnheim in der Graf-von-Stauffenberg-Allee rund 580 Quadratmeter Fläche für das Billabong – Familienzentrum Riedberg e. V. und hat mit unserem Verein einen Mietvertrag abgeschlossen. Die aktuelle Planung sieht vor: zwei Sporträume mit je 85 Quadratmetern mit Umkleiden, ein Kinderbetreuungsraum, zwei Multifunktionsräume von 70 und 47 Quadratmetern, eine Kreativwerkstatt und ein Stadtteilcafé. Das Ganze ist barrierefrei geplant.

Unsere Satzung hat den Fokus auf Nachbarschaftshilfe und wir verfolgen die Vielfältigkeit der Angebote. Somit können wir zukünftig die unterschiedlichsten Aktivitäten und Kurse dort anbieten, das entspannte Verweilen im kindgerechten Café für jedermann eingeschlossen.

Die Räume können gemietet werden

Aber nichts ist ohne Bedingungen und nichts ist kostenlos. Die Bedingungen sind, dass wir die Räume auch untervermieten und damit auch den notorischen Raumnotstand auf dem Riedberg entschärfen. Mieten können Vereine, Kursleiter, Privatleute – im Grunde genommen jeder. Das Konzept für die Raumvermietung ist noch in der Ausarbeitung und nach Fertigstellung ab etwa Mitte des nächsten Jahres auf unserer Webseite einsehbar.

Damit sind wir schon bei den Kosten. Wir mieten die Räume ganz regulär und benötigen dafür ein wirtschaftlich rentables und zu unserer Satzung und Gemeinnützigkeit passendes Kostenkonzept. Wir sind im Moment dabei, die unterschiedlichen Kosten und Einnahmequellen zu eruieren und nehmen an Ausschreibungen teil. Aber das Projekt ist ein Mammutprojekt, was größtenteils im Ehrenamt auf die Beine gestellt wird. Jede Unterstützung ist hilfreich, jede zusätzliche Idee der Finanzierung (z.B. die Unterstützung von gemeinnützigen Projekten durch Firmen etc.) immer willkommen. Auch werden wir Ende nächsten Jahres Hilfe benötigen, die Räume einzurichten.

Helft uns, gemeinsam die Lebensqualität auf dem Riedberg zu erhöhen und wunderbare Gemeinschaftsräume zu errichten.

Für das Miteinander in unserem Stadtteil!

Billabong Familienzentrum Riedberg e. V.

Weitere Informationen unter www.billabong-family.de

Selbsthilfegruppe
am Riedberg – die
positive Bilanz

Eberhard W. (64) ist seit 2008 mit Leib und Seele in der Freiwilligen Suchtkrankenhilfe e.V. engagiert und seit 2011 im Vorstand. Ende September 2015 hat der ehemalige Bankdirektor maßgeblich daran mitgewirkt, dass Frankfurts neuer Stadtteil Riedberg erster Standort für eine suchtbezogene Selbsthilfegruppe in Frankfurt wird. „Die Anfänge liefen zäh, aber das kam nicht unerwartet“, erinnert sich der Gruppenleiter. Mittlerweile hat sich eine kleine Gruppe von durchschnittlich sechs Personen zusammengefunden, „seit vier/fünf Monaten läuft es gut“, so Eberhard W. „Ganz klasse“ findet er die Räume, die bei Casa Reha in der Altenhöferallee zur Verfügung gestellt werden. Vor allem stimmt die Infrastruktur, ein sehr guter Anschluss an die öffentlichen Verkehrsmittel. Denn viele Teilnehmer haben keinen Führerschein.

Die Gruppe trifft sich jeweils mittwochs abends. „In Spitzenzeiten waren wir schon zehn Personen in der Gruppe“, so der Gruppenleiter, „aber eine Gruppe mit acht Mitgliedern ist optimal, um erfolgreich zu arbeiten, nicht zu klein und nicht zu groß.“ Die vollkommene Anonymität ist gewährleistet, meist kennt man nur den Vornamen der Gruppenteilnehmer. „Nur das gibt die Sicherheit“, weiß Eberhard W., „dass sich die Einzelnen in der Gruppe öffnen, Vertrauen fassen und sprechen.“ Viele der Betroffenen kommen aus den Suchtstationen des Markuskrankenhauses bzw. des Bürgerhospitals, mit denen die Suchthilfe sehr gut zusammenarbeitet. Die Teilnehmer stammen aus den Stadtteilen Kalbach, Bonames, Heddernheim und dem Mertonviertel.

Die Treffen finden JEDEN Mittwoch statt, auch während der Ferien und an Feiertagen. Auch das gibt Sicherheit. Bei den Treffen wird ein bestimmtes Thema durchgesprochen. Das muss nicht unmittelbar mit Sucht oder Alkohol zu tun haben. Wichtig ist, dass jeder sich dazu äußern kann, der es möchte. „Daher ist es gut, wenn wir eine überschaubare Gruppengröße haben, dann kommt jeder zu Wort. Bei größeren Gruppen entstehen sonst größere Hemmungen bei dem Einzelnen.“


Eberhard W. leitet ehrenamtlich die Selbsthilfegruppe am Riedberg. Er ist speziell dafür ausgebildet – und kennt die Nöte und Probleme der Suchtkranken

„Mittlerweile“, so der ehemalige Banker, „müssen wir uns vermehrt bei jüngeren Teilnehmern, auf Cannabis-Konsum als Zusatzkonsum zu Alkohol einstellen.“ In diesem Zusammenhang spielt der Altersdurchschnitt im jungen Stadtteil Riedberg eine Rolle. Die Ansiedlung des Uni-Campus bringt viele junge Menschen in die Studentenwohnheime und in den Stadtteil.

Aufputschmittel, um leistungsfähig zu bleiben

In diesem Zusammenhang ist wichtig zu erwähnen, dass das Alter im Umgang mit Süchten und Missbrauch von Genussmitteln eine nicht unerhebliche Rolle spielt. „Oft ist es so“, laut Eberhard W., „dass jüngere Menschen noch nicht bemerken, dass sie täglich einen erhöhten Alkoholkonsum haben. Das kann durchaus in den familiären Gegebenheiten begründet sein, wie dort mit Alkoholgenuss umgegangen wird, kann aber auch multifaktorielle Ursachen haben. Meist realisieren die Betroffenen erst ab dem 40. Lebensjahr, dass sie Alkohol täglich brauchen zur Entspannung, Beruhigung, Betäubung. Nicht selten sind es mittlerweile die beruflich voll eingespannten Führungskräfte, die zusätzlich Aufputschmittel einwerfen, um leistungsfähig zu bleiben.“

Vermutlich ist das ein Grund, warum sich zurzeit noch kein Riedberger in der anonymen Gruppe eingefunden hat. Der Altersdurchschnitt der meist jungen und gut verdienenden Familien liegt meist noch unter 40 Jahren. Aus eigener Erfahrung weiß der ehemalige Banker und trockene Alkoholiker, dass manche Berufe unweigerlich die Gefahr bergen, Menschen in den Alkoholabusus zu treiben. Dabei treffen Stress, lange Arbeitszeiten und hohe berufliche Anforderungen aufeinander. Eventuell verbunden mit sozialen oder auch genetischen Vorgaben, wie wurde/wird in der Familie mit Alkohol umgegangen. Daraus ergibt sich laut Eberhard W. eine Mehrzahl an Gründen, die zum Missbrauch führen. Vor allem sollten sich die Betroffenen folgende Fragen stellen: Aus welchem Grund habe ich Alkohol getrunken? Oft ist nicht die Menge an Alkohol entscheidend, die am Tag getrunken wird, sondern das Ritual, das dahinter steht.

Nicht selten spielt es eine Rolle, dass der Alkohol immer zur Verfügung steht. Er kann dem Körper bereits morgens zugeführt werden und daraus entwickelt sich ein Ritual, eine Gewöhnung an frühe Tageszeiten. Ein Abend mit einem gemütlichen Sessel und einem guten Cognac bei schöner Musik kann als Ritual sehr angenehm empfunden werden und im Endeffekt zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Abends werden und damit in eine Abhängigkeit führen.

Fazit: Der Sinn einer Selbsthilfegruppe liegt darin, dass sich Gleichgesinnte austauschen. Die Gruppe bietet keine Therapie an, das ist nicht deren Zielrichtung, sondern sie begleitet die Menschen nach der Therapie in ein „normales Leben“. Sie hilft, das Leben zu meistern, ohne Alkohol. Besonders gefährdet ist man an Tagen wie Weihnachten, an denen drei, vier Tage nicht gearbeitet wird, die Familie feiert und dabei wird häufig viel Alkohol getrunken. Das ist eine Herausforderung für einen nassen Alkoholiker, der dann seinem Verlangen widerstehen muss, daher bietet die FSH gerade auch an diesen Tagen immer eine Gruppe an.

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Informationen zur Selbsthilfegruppe

Die Freiwillige Suchtkrankenhilfe ist ein gemeinnütziger Verein. Er besteht seit 40 Jahren und bietet Selbsthilfegruppen im Rhein-Maingebiet an für Alkohol- und Medikamentenabhängige sowie sonstige für stoffgebundene und –ungebundene Suchterkrankungen. Die Gruppenleiter sind dazu speziell ausgebildet und ehrenamtlich tätig. Standort der Frankfurter Suchthilfegruppe ist der Riedberg

Treffen: jeden Mittwoch von 19.30 bis 21.30 Uhr

Ort: Casa-Reha-Heim „Bettinahof“, Altenhöferallee 74 – 78

Weitere Informationen unter www.f-s-h.de oder über Telefon: 01805/ 222118

Text: Klaus Emmerling
Foto: Mk Photo

MAINRiedberg wünscht
frohe Weihnachten!

Das letzte Türchen ist schon geöffnet. Nur noch wenige Stunden – dann beginnen die schönsten Stunden des Jahres…

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern wunderbare Feiertage und ein wunderschönes Weihnachtsfest mit der Familie!

Ein großes Dankeschön gilt auch allen, die uns immer wieder anspornen und unser Stadtteilmagazin unterstützen. Wir freuen uns, weiterhin für Sie alle aus unserem Stadtteil berichten zu können, und warten gespannt auf ein ereignisreiches, weltweit hoffentlich viel friedlicheres Jahr 2017.

Herzlichst,

Ihr MAINRiedberg-Team

Katja Markert & Claudia Detsch

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Ein Weihnachtstipp: Das große Stadtgeläute

Heute von 17 Uhr bis 17.30 Uhr sind in Frankfurt (und besonders gut in der Innenstadt) deutschlandweit einmalige Klänge zu hören: das große Stadtgeläute. Denn noch immer prägen Kirchtürme das Stadtbild, auch wenn diese im Vergleich zu den Hochhäusern winzig erscheinen. Ein kurzer Ausflug in die Geschichte der einstigen Kaiserstadt: Das Läuten aller Glocken ist bereits 1347 belegt. Im Mai 1856 aber beschloss der Senat der Freien Stadt Frankfurt, zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten ein aufeinander abgestimmtes, großes „Geläute“ zu veranstalten. Nach dem Wiederaufbau der Kirchen nach dem 2. Weltkrieg wurde das Geläute von einem Glocken – und Orgelsachverständigen so überarbeitet, dass sich jede Glocke harmonisch einfügt. Das schafft eine tolle Atmosphäre…

Nochmals frohe Weihnachten!

(Foto: Gojda/ MAINRiedberg)

Gewinnen Sie Karten für
den Weihnachtscircus

Heute ist Premiere für eine kleine, aber feine Zirkus-Show mit Steppenkamelen und Pferden, Clowns, Akrobatik und Jonglage – nur wenige Minuten vom Riedberg entfernt. Die Circus-Familie Ernst Renz, deren Tradition bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht, gastiert zum siebten Mal mit ihrem „Weihnachtscircus“ in Oberursel am Festplatz Stierstadt. „Wir versprechen ein familiengerechtes Programm“, erklärt Pressesprecher Timo Köppel und kündigt an, dass die kleinen Besucher in der Tierschau kostenlos auf den Kamelen reiten dürfen. Sie können die Tiere auch außerhalb der Vorstellungen in den Stallanlagen besuchen.

Das Kuppelzelt ist festlich geschmückt, der Vorverkauf hat seit wenigen Tagen begonnen. Vorstellung ist täglich um 15.30 Uhr. Mit Ausnahme von Heiligabend und Silvester, wenn keine Veranstaltung ist. Es gibt auch spezielle Happy-Kids- und Familientage. Man verspricht „rasante Tempo-Jonglage, traditionelle Tierdressuren, spaßige Einlagen von unserem Clown Peppino und waghalsige artistische Einlagen in der Manege“. Alle helfen mit. Tino Renz beispielsweise kann auf seinem Kinn bis zu 5 Stühle oder eine Bank balancieren. Die Schwestern Nadine und Loreen Renz beherrschen akrobatische Kunststücke – nicht nur in der Luft.


Tierische Stars in der Manege: In der Tierschau während der Pause können auch Kinder aus dem Publikum auf diesen Kamelen reiten


Akrobatik gehört mit zum Programm. Die Schwestern Nadine und Loreen Renz runden die Show mit Kunststücken ab

So können Sie gewinnen!

Schreiben Sie eine Mail mit dem Kennwort „Weihnachtscircus“ an mail@main-riedberg.de – und Sie nehmen an der Verlosung teil. Die Auswertung der Gewinner ist am 23.12.2016 um 18 Uhr. Wir werden die Gewinner umgehend benachrichtigen und die Namen der Gewinner dem Circus weiterleiten. An den Kassen können Sie dann die Tickets abholen. Viel Glück – und viel Vergnügen!

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Circus Renz gastiert ab heute bis einschließlich 8.1.2017

in Oberursel/ Festplatz Stierstadt (Navi-Eingabe: Taunusstr./ Platanenstr.)

Vorstellung: täglich 15.30 Uhr (außer 24.12. und 31.12)
email: info@circus-ernst-renz.de
Ticket-Hotline: 0176-38521938
Kartenvorverkauf ist auch direkt an den Circuskassen möglich jeweils von 10 – 12 Uhr

www.Circus-Ernst-Renz.de

(Fotos: Circus Renz)

„Frankfurt trauert
mit den Berlinern“

Auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt gingen gestern um 18 Uhr vorübergehend die Lichter aus. Im Gedenken an die Ereignisse in Berlin. „Wir sind bestürzt über diesen kaltblütigen Anschlag auf viele unschuldige Menschen. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien. Der brutale Anschlag hat tiefe Betroffenheit in Frankfurt ausgelöst. Wir trauern mit den Berlinern“, brachte Oberbürgermeister Peter Feldmann die Anteilnahme der Stadt Frankfurt zum Ausdruck.

Die Stadt steht in engem Kontakt zu den Sicherheitsbehörden. Bereits am Montag Abend sind die ohnehin hohen Sicherheitsstandards am Weihnachtsmarkt zwischen Römerberg und Paulsplatz durch die Polizei noch einmal verstärkt worden. „Wir werden alles tun, um einen möglichst sicheren Weihnachtsmarktbesuch zu gewährleisten“, so das Stadtoberhaupt. Absolute Sicherheit könne es aber nicht geben.


OB Peter Feldmann spricht von einem „feigen Anschlag“ und gedachte gestern der Opfer von Berlin. Er betont aber auch: „Wir lassen uns nicht einschüchtern.“

Oberbürgermeister Feldmann betont zugleich, dass eine vorzeitige Schließung des Frankfurter Weihnachtsmarktes nicht in Frage kommt. Als Reaktion auf den Anschlag in Berlin ist die Polizeipräsenz erneut deutlich erhöht worden. Es gibt sowohl offene als auch verdeckte polizeiliche Maßnahmen. Laut Polizei liegen jedoch derzeit keine Erkenntnisse oder Hinweise vor, die auf eine konkrete Gefährdung des Frankfurter Weihnachtsmarktes hindeuten. Die Polizei will auch „weiterhin alles dafür tun, um solche schrecklichen Ereignisse in Frankfurt zu verhindern“.

(Quellen: Presse-Info Stadt Frankfurt/ Pressestelle Polizei Frankfurt)

(Foto Berlin/ Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz: Frank/ fotolia)

Die Gottesdienste
an Weihnachten

Ein bisschen aufgeregt sind bereits Hirten, Helfer, Engel sowie Maria und Josef. Denn am Riedberg wird schon längst für Heiligabend geprobt. Zum ersten Mal werden neben den traditionellen Gottesdiensten und der Christmette Kinder-Krippenspiele in zwei Kirchen stattfinden: in der Evangelischen Riedberggemeinde und in der Katholischen Kirche St. Edith Stein, die erst im Juli feierlich eröffnet wurde.

Wichtig für unsere älteren Stadtteil-Bewohner: Im Altenpflegeheim Bettinahof feiert die Josua-Gemeinde einen Gottesdienst für Heimbewohner und Senioren. MAINRiedberg stellt Ihnen einen Überblick über die Gottesdienst-Termine zur Verfügung, verbunden mit den besten Wünschen für ein gesegnetes – und friedliches – Weihnachtsfest.

Krippenspiele und Gottesdienste an Heiligabend/ 24.12.2016

Ev. Riedberggemeinde, Riedbergallee 61

– 15 Uhr Gottesdienst mit Krippenspiel
– 17 Uhr Gottesdienst mit Weihnachtsspiel der Konfirmanden
– 22 Uhr Christmette mit besonderer musikalischer Gestaltung

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Kath. Kirche St. Edith Stein, Zur Kalbacher Höhe 56

– 16 Uhr Kinderkrippenfeier
– 20 Uhr Christmette

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Josua-Gemeinde

– 14 Uhr Weihnachtsgottesdienst im Altenpflegeheim Bettinahof (Casa Reha) in der Altenhöferallee 74-78
– 16 Uhr Heiligabend-Gottesdienst in der Riedbergschule (Aula), Zur Kalbacher Höhe 15

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Gottesdienste an den Weihnachtsfeiertagen

Ev. Riedberggemeinde
– 26.12. um 11 Uhr Gottesdienst mit Weihnachtsliedersingen

Kath. Kirche St. Edith Stein
– 25.12. um 11 Uhr Hochamt

Weitere Informationen unter www.riedberggemeinde.de, www.sankt-katharina-frankfurt.de und www.josua-gemeinde.net

(Symbolfoto: Anneke/ Fotolia)

Das Konzept
der neuen IGS

In der Aula der Grundschule Riedberg gibt es nur noch wenige freie Plätze. Es ist Freitagabend, Ortsbeiratssitzung. Vorne am Podium nimmt Dr. Susanne Gölitzer mit anderen Vertretern der Planungsgruppe der IGS Kalbach-Riedberg Platz. Sie ist Leiterin der Gruppe, möchte Konzept und Ziele der neuen Gesamtschule im Stadtteil erläutern und auch dafür werden. Sie spricht von einer „ganz besonderen Schule, wie sie meines Wissens in ganz Hessen nicht existiert“. Hier werden Kinder mit Gymnasial-, Realschul- und Hauptschulempfehlung gemeinsam lernen, bis zu einem Viertel davon Kinder mit Sprachheilbedarf. Mit einem Konzept, das sich nicht an traditionellen Schulformen, sondern an teils ausgezeichneten Gesamtschulen orientiert. Das bietet in der Bürgerfragestunde Diskussionsstoff. Provokante Fragen inklusive.

Ein Blick auf die Fakten: Zum Schuljahr 2017/ 2018 wird die IGS in einem Provisorium in der Hermann-Rudloff-Allee im Quartier Westflügel starten. Die Holzmodule stehen schon. Freigegeben sind sie noch nicht. Ziel ist es, „eine kleine, sehr feine pädagogische Schule zu entwickeln“. Es wird keine Sitzenbleiben und keine äußere Trennung von Leistungsgruppen geben. Die Kinder sollen je nach Projekt, Fachbereich und Können „unterschiedliche Leistungspakete“ erhalten. Die IGS ist als Ganztagsschule mit dem Profil Sprache und Kommunikation und als so genannte „Teamschule“ geplant. Dr. Susanne Gölitzer erlärt: „Das heißt unter anderem, dass zwei bis drei Lehrer rund 100 Schüler über mehrere Jahre begleiten.“ Möglichst von der 5. bis zur 10. Klasse. Zudem arbeiten immer mehrere Lehrkräfte unterschiedlicher Lehrämter in einem Team zusammen.

Die „Lernfelder“ sind Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie), Gesellschaftslehre (Geschichte, Geographie und Sozialkunde) und Ästhetische Bildung (Kunst, Musik, Darstellendes Spiel und Werken). Als Fremdsprachen werden Englisch, Französisch und eine dritte Sprache unterrichtet, die noch in Zusammenarbeit mit der Teamgruppe und interessierten Eltern festgelegt wird. Hinzu kommt der Grundpfeiler Projektarbeit und Berufsorientierung. Plus der Ansatz, dass die Kinder lernen sollen, Verantwortung zu übernehmen. Die Besonderheit ist, dass die Schule inklusiv arbeitet, gezielt Kinder mit Sprachheilbedarf aufnimmt und mit Unterstützung von Förderschullehrern unterrichtet.

Wird die IGS die Schulsituation im Norden entlasten?

Kinder mit diesem Förderbedarf gingen bisher in die Weißfrauenschule. Deshalb bringt auch Schulleiterin Jutta Pillong in der Planungsgruppe ihre Erfahrungen ein. Inklusion und Anspruch sind Grund dafür, dass nur rund 108 Kinder pro Jahrgang aufgenommen werden. Nicht nur aus Platzgründen. Denn nur so, betonen die Experten, sei das anspruchsvolle Konzept zu verwirklichen.

Derzeit gibt es 1100 Grundschüler am Riedberg. Etwa 270 Kinder nehmen die Grundschulen jedes Jahr auf. Trotz Gymnasium Riedberg und der neuen IGS wird man den Platzbedarf für weiterführende Schulen im Stadtteil auch künftig nicht decken können. Eltern sprechen am Freitag von „schlaflosen Nächten“ beim Thema Übertritt. Vertreter der Stadt geben zu bedenken: Man müsse gesamtstädtisch denken. In der Bildungsregion Nord, zu er auch der Riedberg gehört, werden bis 2018 beispielsweise etwa 330 neue Gymnasialplätze geschaffen.

„Wird mein Kind zum Versuchskaninchen?“

Bezüglich der neuen IGS gibt es auch provokante Fragen. Etwa, als bemerkt wird, Eltern könnten sich die Frage stellen: „Wird mein Kind zum Versuchskaninchen?“ Dr. Susanne Gölitzer antwortet ruhig. Sie verweist darauf, dass man sich an prämierten Schulkonzepten orientiere, die beteiligten Lehrer der Planungsgruppe viele Jahre Berufserfahrung hätten und bereits in der inklusiven Beschulung tätig sind. „Hier sitzen nicht junge Lehrkräfte, die ihren pädagogischen Traum verwirklichen wollen.“ Die Erfahrung habe gezeigt, dass rund 70 Prozent der Schüler einer integrativen Gesamtschule die Oberstufe erreichen können. „Glauben Sie mir, wir kriegen das hin.“

Wie lange bleibt die Schule ein Provisorium ?

Die Anlage im Westflügel ist für zwei Jahre, also für zwei Jahrgangsstufen angelegt. Sie ist noch um Holzmodule für einen weiteren Jahrgang erweiterbar. Allerdings ist fraglich, ob bis 2020 die neue Gymnasiale Oberstufe umgezogen ist und das neue Schulgebäude in der Gräfin-Dönhoff-Straße (Nähe U-Bahn-Station Riedberg) schon bezugsfertig ist. Ein Architektur-Entwurf ist bereits ausgewählt. Jetzt, so die anwesenden Experten der Stadt, befinde man sich in der „Feinjustierung“.

Fest steht, dass in einem ersten Bauabschnitt und schon früher als das übrige Gebäude die am Riedberg dringend benötigte Turnhalle gebaut werden könnte. Was direkt zur Frage führt: Wann und wo haben die Gesamtschüler bis dahin Sport? Wohl teilweise in der Sporthalle am Martinszehnten, im Sommer auf dem Sportplatz an der Altenhöferallee und möglichst auch in den Hallen der übrigen Schulen. Allerdings sind diese bereits jetzt schon ausgelastet.

Bekommt die Gesamtschule doch noch eine Oberstufe?

Der Ortsbeirat zeigte sich „sehr enttäuscht“, dass man bislang in die Planungen so wenig einbezogen wurde. So hatte man in der November-Sitzung einstimmig gefordert, dass die Erweiterung der Gesamtschule um eine Oberstufe geprüft werden solle. Allerdings sprach Frankfurts neue Dezernentin für Integration und Bildung, Sylvia Weber, im MAINRiedberg-Interview bereits im Oktober von der Erweiterung als „Option“.

Zurück zur Diskussion am Freitag. Um 21.40 Uhr verabschiedete sich Dr. Susanne Gölitzer. Nicht ohne nochmals zu betonen, dass „bei uns 70 Prozent der Schüler die Oberstufe machen“. Auf der Homepage der neuen IGS steht: „Wir machen sicher einiges anders, als Sie das vielleicht aus Ihrer Schulzeit kennen.“ Dann folgt der Satz: „Wir freuen uns darüber, wenn Sie nachfragen!“

Lesen Sie das neue MAINRiedberg-Magazin – dort finden Sie ein Interview mit Bildungsdezernentin Sylvia Weber unter anderem zu diesem Thema

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Ein Tag der Offenen Tür an der neuen IGS findet voraussichtlich im Februar oder März 2017 statt.


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(Text & Fotos: cd)

OB verurteilt Drohungen
und rechte Gewalt

Diese Nachricht hat MAINRiedberg über den Newsletter der Stadt Frankfurt erhalten. Wir möchten die Informationen unseren LeserInnen nicht vorenthalten.

Mit aller Schärfe verurteilt der OB die rassistisch motivierten Anschläge der letzten Tage in Frankfurt. Oberbürgermeister Peter Feldmann: „Es ist unerträglich, wenn es zu politisch motivierten Gewalttaten kommt. Der Angriff auf eine Schlafstätte von Obdachlosen ist zutiefst erschütternd. Den Boden für solche Gewalttaten bereiten jene, die mit anonymen Drohungen oder mit der Verwüstung von Einrichtungen für Flüchtlinge wie das Projekt Shelter das Klima vergiften und Angst verbreiten.“

Wie erst jetzt bekannt wurde, war im November zudem ein anonymes Schreiben mit Beschimpfungen und Drohungen gegen den Leiter der Forschungsstelle NS-Pädagogik, Benjamin Ortmeyer, eingegangen. Laut FR wurde der NS-Experte unter anderem als „Überfremdungsaktivist“ bezeichnet. Man drohte, dass „wenn der Volkszorn erwacht“ auch „Ortmeyer hinweggefegt“ werde.

Der Oberbürgermeister begrüßt es sehr, dass die Goethe-Universität sich solidarisch mit Prof. Benjamin Orthmeyer verhält und Strafanzeige erstattet. Der Oberbürgermeister: „Die Zunahme anonymer, rechter Drohungen und Gewalt muss aufhören. Wir Frankfurter verurteilen dies gemeinsam.“

Prof. Benjamin Ortmeyer: „Die Tatsache, dass zunehmend in der Anonymität beleidigt und bedroht wird und auch die wissenschaftliche Arbeit an den Universitäten Ziel solcher Nazi-Attacken wird, zeigt nachhaltig, dass es nicht um Kleinigkeiten, sondern zunehmend um Nazi-Terror geht. Das beweisen gerade auch die Brandanschläge. Wo Nazi-Ideologie von Nazi-Personen verbreitet wird, handelt es sich um strafrechtlich relevante Verbrechen, die entsprechend verfolgt werden müssen.“ Ortmeyer fordert dazu auf, „den Nazis und ihren Helfern noch aktiver als bisher praktisch entgegentreten“.

(Informationen & Foto: Amt für Kommunikation und Marketing/ Stadt Frankfurt)