Ein Leben nach Auschwitz

»Ich sehe ihre Nummer am Unterarm und möchte weinen.« (Bärbel Schäfer)
 
Zwei Frauen, zwei Generationen, zwei Erfahrungswelten: Bärbel Schäfer und die 85-jährige Eva Szepesi. Eva, 1932 in Ungarn geboren,  trägt eine tätowierte Nummer auf dem Unterarm.  Sie war elf Jahre, als sie vor den Nazis fliehen musste und nach Auschwitz deportiert wurde. Jeden Mittwoch besucht Bärbel Schäfer die Freundin. Die beiden sprechen über Gewalt, Schrecken und Angst, aber auch über Freundschaft, Toleranz, Respekt. Diese Begegnung löst bei der Journalistin und Moderatorin ein persönliches Nachdenken über die Haltung in der eigenen Familie, ihre Geschichte und den Umgang mit der Vergangenheit aus.
 
In ihrem Buch »Meine Nachmittage mit Eva« spiegelt Bärbel Schäfer  literarisch und auf tief empathische Weise die eigene Lebensgeschichte in den Erzählungen Evas und holt die erschütternden Erfahrungen in die Gegenwart: Evas Gestern trifft auf ihr Heute, ihre Erinnerungen, ihren Alltag, ihre Beobachtungen zur aktuellen Stimmung in unserer Gesellschaft. Ein beeindruckendes Statement gegen das Vergessen und das Schweigen –  in Zeiten des Populismus wichtiger denn je!
   
Die Autorin
Bärbel Schäfer ist bekannt als Moderatorin aus TV und Hörfunk, ausgezeichnet mit der Goldenen Kamera, nominiert für den Deutschen Radiopreis 2017 (Kategorie »Bestes Interview«), Journalistin und Autorin vieler erfolgreicher Sachbücher. Jeden Sonntag ist sie bei hr3 im Gespräch mit einem prominenten Talk-Gast. Bärbel Schäfer ist verheiratet mit dem Publizisten und Fernsehmoderator Michel Friedman und hat zwei Kinder. Die Familie lebt in Frankfurt am Main.

Die Veranstaltung ist am Donnerstag, 19. April, um 19 Uhr in St. Edith Stein, Kalbacher Höhe 56, Riedberg
 
Der Eintritt ist frei!

Zu dieser besonderen Lesung plus Gespräch laden die katholische Kirche St. Edith Stein, die Josua Gemeinde und die evangelische Riedberggemeinde gemeinsam unter der Initiative „Riedberg ökumenisch“

Flyer & Foto: Veranstalter